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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 15:34                                  +/-

Ah, bekackter Jon Stewart-Hype... Conan O'Brien hat Triumph the Insult Comic Dog zur National Convention der Republikaner geschickt: Klick grins



Triumph zu Republikaner-Abgeordnetem: "Yeah, I love McCain... I want my taxes low! I want them lower then low. I want them as low as John McCain's testicles, that's how low I want them!"

Abgeordneter: "*stammel* Überrascht "

grins

Endlich mal Niwoh

Gepostet am 05.09.2008, 16:41:

Cool auch, wo er Governor Pawlenty interviewt, der im Ringen um die Vizepräsidentschaftskandidatur ja gegen Sarah Palin verloren hat: "McCain toyed with you for serveral months... and then he chose Sarah Palin... and how excited are you about that?!" hähö


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 05.09.2008, 23:29                                  +/-

Der Wahlkampf wird ja mit großer Härte geführt. Die hassen sich wirklich, es ist, als gäbe es zwei Amerikas, die blue states und die red states. Haben die zusammen wirklich eine Zukunft?

Sehr dreist ist es von den Rechten, Staat und Gott und Liberty für sich zu proklamieren und es so darzustellen, dass jeder Demokrat ein jüdischer, schwuler, drogenabhängiger, kommunistischer Vaterlandsverräter ist. Ganz schön frech, immerhin hatten die Demokraten in den letzten Jahren immer knapp 50 Prozent der Stimmen. Die sind keine obskure Randgruppe, sondern genauso Amerika wie John Doe aus Texas.

Mich würde das sehr ätzen, immer wieder erklären zu müssen, dass ich auch mein Land liebe, Christ bin und was auch immer, nur weil ich nicht Republikaner bin. Da haben die Reps einen immensen völlig irrationalen Vorteil: Millionen Menschen wählen sie, weil sie keine Demokraten im Amt sehen wollen, die ja irgendwie so liberal sind und Amerika zugrunde richten.

Ich habe den Eindruck, dass die Demokraten ihre Basis nicht so zu mobilisieren wissen wie die Reps. Leider sind die Klerikalen auf dem Vormarsch und das werden sie auch sein, wenn (oder gerade wenn) Obama gwinnt. Das ist das Traurige: die USA haben eine sehr starke, wachsende Graswurzelbewegung, und die ist leider vollkommen rechts.

Warum das so ist, ist wohl eher was für Psychologen, denn kaum jemand ist weniger bedroht in dieser Welt von Gewalt, Hunger und Krieg, als der Farmer aus Indiana. Aber er wählt rechts, denn links sind ja die dreckigen Liberalen, die das Land zugrunde richten werden, wenn man sie lässt, weil sie es hassen, blabla.. ach, das ist alles so deprimierend.


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Menschen machen Fehler.
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 00:47                                  +/-

Möglicher Genickbruch für Palin?

Der National Enquirer berichtet, sie habe eine Affähre mit einem Geschäftspartner gehabt. Dieser hat vorgestern auch per Eilantrag versucht seine Scheidungsanträge bei Gericht vertraulich behandeln zu lassen.

rp-online
Mc Cains Wahlkampfbericht weist den Bericht als "boshafte Lüge" zurück. Man prüfe rechtliche Schritte gegen den "National Enquirer", sagte McCain-Sprecher Steve Schmidt. Die Anschuldigen seien "kategorisch falsch", die "Schmierenkampagne" gegen Familie Palin müsse aufhören.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 09:35                                  +/-

Was heißt "Schmierenkampagne"? Die Republikaner werden lediglich mit den Maßstäben gemessen, die sie selbst etablieren und ständig proklamieren.

Wenn Nicht-Republikaner minderjährig schwanger werden, dann ist das ein Skandal. Wenn es die Tochter einer republikanischen Kandidatin ist, dann ist es Privatsache, die man dezenterweise zu akzeptieren hat. Ebenso bei Scheidungen und Seitensprüngen.

Das ist so heuchlerisch, dass ich kotzen könnte.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 09:50                                  +/-

Im Strahl, bitte. Smilie


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I'm tired of everyone and that includes myself
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SilentBeutlin



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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 10:24                                  +/-

Demokraten hassen ihr land.
Republikaner lieben ihr land - sie hassen nur jeden zweiten, der darin wohnt. Smilie

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Buchfaramir
Halb-Fußball-Weltmeister


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 17:35                                  +/-

Spendenrekord für Demokraten nach Palin-Rede

Wenn es gut läuft, könnte die Nominierung Palins das entscheidende Eigentor von McCain gewesen sein: Diese evangelikal-fundamentalistische Dumpfbacke könnte die liberalen Stammwähler der Demokraten mobilisieren. Außerdem könnte sie die Wechselwähler in der Mitte abschrecken. Smilie

Wie gesagt, wenn es gut läuft. Ansonsten... Geschockt

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 17:40                                  +/-

Ich hab mich über Palin noch kaum informiert: ist sie wirklich evangelikal? Kann man sich in Alaska kaum vorstellen...


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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 18:18                                  +/-

Oxford
ist sie wirklich evangelikal? Kann man sich in Alaska kaum vorstellen...


Hm? Alaska ist seit Jahrzehnten eine republikanische Hochburg, ländlich geprägt, dünn besiedelt, nur eine Großstadt - warum kann man sich das nicht vorstellen?

Übrigens hier mal ein interessanter Überblick in der englischen Wikipedia über die aktuellen Umfragen innerhalb der verschiedenen Bundesstaaten. Demnach liegt Obama momentan vorn:

Totals
Obama leads: 273 electoral votes

McCain leads: 224 electoral votes

Hier

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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 19:03                                  +/-

Zitat:
Hm? Alaska ist seit Jahrzehnten eine republikanische Hochburg, ländlich geprägt, dünn besiedelt, nur eine Großstadt - warum kann man sich das nicht vorstellen?


Wenn man sich die Liste der Gouverneure von Alaska auf Wikipedia anschaut (gibt es Informationen, die noch nicht bis nach Wikipedia durchgedrungen sind? Das macht einem langsam Angst), sieht man, dass es seit 1959 fünf republikanische, fünf demokratische und einen Gouverneur irgendeiner nur für Alaska relevanten Unabhängigkeitspartei gab. So republikanisch ist Alaska also offensichtlich dann doch nicht (hätte aber auch etwas anderes vermutet).

Ansonsten kann ich dem letzten Posting vom Nichtraucher zustimmen: Die Republikaner haben den erheblichen Vorteil, dass sie ein Moralmonopol für sich in Anspruch nehmen und an dieses Moralmonopol auch noch glauben. Gegen diese wie eine Stahlbetonmauer stehenden Überzeugungen kann man gar nicht andiskutieren, und das kann man schon gar nicht als Ostküstenintellektueller, der naturgemäß versucht, alles etwas differenzierter aufzufassen.

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 19:06                                  +/-

Republikanisch heißt ja auch nicht automatisch evangelikal. Ist sie denn nun evangelikal?


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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 19:10                                  +/-

Gibt auf Youtube ein Video, in dem sie während einer Messe predigt, der Irakkrieg wäre Gottes Wille gewesen, und das minutenlang. Was nix heißen muss, amerikanische Poliker treten gerne in Massenmessenveranstaltungen auf, um Wähler zu mobilisieren, aber ich habe schon das Gefühl, dass sie sich vor den evangelikalen Zug spannen lässt.

Also: Sie ist möglicherweise nicht evangelikal, scheint aber bei Evangelikalen sehr beliebt zu sein.

Gepostet am 06.09.2008, 20:12:

Ausschnitt:

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 19:13                                  +/-

Was weiß ich? Ist ja auch egal, weil ihre politischen Positionen schon (für mich) völlig indiskutabel sind.

Was die Umfragen angeht, die Bard verlinkt hat: hochinteressant! Es sieht ja so aus, als könne Obama sogar einige traditionell eher "rote" Staaten umbiegen. Aber andererseits täuscht das doch sehr, weil die Umfragen doch wohl vermutlich nach der demokratischen, aber vor der republikanischen Parteitagsveranstaltung durchgeführt wurden?

Selbst wenn nicht: es gibt einfach noch zu viele "Unentschiedene". Ich rechne weiterhin mit einem sehr knappen Wahlausgang und befürchte, dass die Wahl erneut für die Demokraten verloren geht. Falls ja, wende ich mich endgültig von den USA ab, dann muss ich mir eine andere Hoffnung suchen.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 19:24                                  +/-

Thanil
dann muss ich mir eine andere Hoffnung suchen.


Welche denn? Smilie


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 19:25                                  +/-

Dann werd ich zum Untertan und bete Putin und Hu Jintao an. Yes


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Bard
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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 19:33                                  +/-

Ramujan
Zitat:
Hm? Alaska ist seit Jahrzehnten eine republikanische Hochburg, ländlich geprägt, dünn besiedelt, nur eine Großstadt - warum kann man sich das nicht vorstellen?


Wenn man sich die Liste der Gouverneure von Alaska auf Wikipedia anschaut (gibt es Informationen, die noch nicht bis nach Wikipedia durchgedrungen sind? Das macht einem langsam Angst)sieht man, dass es seit 1959 fünf republikanische, fünf demokratische und einen Gouverneur irgendeiner nur für Alaska relevanten Unabhängigkeitspartei gab. So republikanisch ist Alaska also offensichtlich dann doch nicht (hätte aber auch etwas anderes vermutet).


Wikipedia sagt auch:
Zitat:
In presidential elections, the state's electoral college votes have been almost always won by a Republican nominee. No state has voted for a Democratic presidential candidate fewer times.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 06.09.2008, 20:22                                  

Wolter
Nun ja, "die" Frau Röhl hat schon manchmal äh skurrile Ansichten, aber dem vorhergegangenen Blog über die Rolle Wikipedias habe ich tendentiell durchaus zustimmen können:


Wieso stimmst du nur "tendentiell" zu? Bist du im Einzelnen dann etwa doch ganz anderer Meinung?

Also, ich habe dummerweise auf den Link geklickt… wenn Ignoranz weh täte wäre ich aus dem Schreien gar nicht mehr rausgekommen. Ich meine, Wikipedia, gut, die zu kritisieren ist einfach, habe ich selbst schon getan. Wie aber Bettina Röhl die Fakten verdreht und grundlegende Kenntnisse des Wikiprojekts (Conflict of Interest, Neutral point of view) vermissen lässt… gnargh! So ist für sie die Sperrung des Sarah Palin Eintrags ein, natürlich links motivierter, Skandal. Bei kontroversen Themen (Edit-Wars) ist das aber das übliche Standardvorgehen. Dann redet sie klein, dass jemand vor der Bekanntgabe den Eintrag aufhübschte. Die überraschten Reporter der ganzen Welt schrieben dort am nächsten Tag ab ("Sarah Wer? Warte ich schau mal bei Wiki"-) und kolportierten dann nette Nichtigkeiten/Halbwahrheiten, wie dass sie 90% Zustimmung in Alaska hat oder in der Schule den Spitznamen Barracuda hatte und ihr Mann Schneemobilweltmeister ist. Es ist eine Sache, ob eine Sache wahr ist (nicht gelogen ist auch die meiste Werbung), eine andere, ob es in ein Lexikon gehört.

"Ob es sich überhaupt um Schönungen oder Verböserungen handelt, die da offenbar am letzten Donnerstag von jemandem anonym vorgenommen wurden, ist der Autorin im Einzelnen nicht bekannt."

Was eine präventive Lüge war. Da Röhl zumindest rudimentär recherchiert hat und die Talkpage eines Useracounts gelesen hat, dürfte sie auch die Edits kennen.

In den Kommentaren wird dann auf sie eingeprügelt. Weshalb ich dann zur nächsten Frage komme: Warum lässt die Welt sowas zu? Ist die Redaktion dort masochistisch? Oder bringen solche kontroversen Artikel hübsch Klicks?

Wolter, wenn du sagst, das sei ja nur das Blog von der Röhl und sie spreche nicht für Die Welt, dann stimmt das nicht. "Blogs" für die ein Journalist bezahlt wird sind nichts anderes als Kolumnen und Kommentare. Und da die Welt diesen Stuss finanziert darf man sie auch angreifen. Wenn dich meine liebgewonnen Vorurteile stören, dann verlinke halt mal kluge liberale Artikel von der Welt. Angeblich gibts das ja.

Und dein Vorwurf ich hätte linke "Gegenpropaganda" zitiert trifft nicht. Erstens habe ich bei dem von dir verlinkten Posting die Reaktionen liberal gesinnter Medien zusammengefasst und das auch deutlich so geschrieben. (Eigentlich sollte da noch ein Posting aus der Sichtweise konservativer Blogs folgen, aber das war zu schmerzhaft.) Zweitens ist der schärfste Kritiker die Linke selbst. Siehe CDU und SPD, letztere hat ständig Richtungsstreit, die Union ist dagegen ein Kanzlerwahlverein. Aufruhr bei den Konservativen wie letztens beim Absägen Stoibers kommt nur alle Jubeljahre vor.

Deine Behauptung die Demokraten seien ja wie die CDU/FDP, weil die amerikanische Politik insgesamt viel rechter sei, also, das ist ja inzwischen eine Binsensweisheit und ich mag nicht ausschließen, dass ich solchen groben Unfug auch selbst mal gesagt habe. Aber das ist schlicht falsch, man kann die amerikanische Politik wahnsinnig schlecht mit der deutschen Parteienlandschaft vergleichen. Abtreibung und Todesstrafe, das ist selbst am rechtesten Rand kein Thema für hiesige Konservative, aber die Friedensbewegung, Umweltschutz, Feminismus, Bürgerrechte etc haben ihre starken Wurzeln eben auch in Amerika. Und nur weil es zwei große Parteien gibt und die Demokraten damit als Sammelbecken für viele linke bis mainstreamige Gruppierungen dienen, ist es grundfalsch sie mit CDU/FDP gleichzusetzen, so gerne du das auch wölltest Wolter.

Jedenfalls: Ob man auf republikanischen Blogs investigatives zu Obama/Biden findet? Tatsächlich bin ich neugierig und wissendurstig genug andere Sichtweisen zu suchen, nur leider sind viele Republikaner abgrundtief böse, da hat Glaurung recht. Viele konservative Kommentatoren scheinen Zyniker zu sein, die der eigenen Karriere wegen eine Rolle spielen und eben eine bestimmte Klientel bedienen. Da sind dann Bürgermeister von Großstädten als potentielle Vizepräsidenten für Obama viel zu unerfahren, während Palin (Wassila… ich fass es immer noch nicht) selbst mehr Regierungserfahung mitbringt als McCain. Substantielle Kritik über die Linke findet man vor allem bei der Linken selbst, das kann man ruhig zweimal sagen. Zum Beispiel brüstet sich Joe Biden einmal er hätte den Patriot Act geschrieben, was bei einigen nicht so gut ankommt. Obama ist auch kein sozialistischer Heilsbringer, sondern er geht politisch Kompromisse ein. (Ich erwarte mir von ihm auch keine dediziert linke Politik. Eine kompetente Administration und dass unsere wichtigsten Verbündeten keine Witzfiguren mehr sind, das würde mir tatsächlich schon reichen.)

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SilentBeutlin



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BeitragVerfasst am: 07.09.2008, 15:28                                  +/-

"This stuff would be funny if it weren’t so dangerous."
"Roark" in den kommentaren ist hier stellvertretend für die hälfte der US-Wähler.

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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 07.09.2008, 17:22                                  +/-

Oxford
Republikanisch heißt ja auch nicht automatisch evangelikal. Ist sie denn nun evangelikal?


Ja ist sie, das steht doch sogar in meinen Beiträgen hier in diesem Thread. Die hast du wohl mal wieder nicht gelesen

Sie wollte als Bürgermeisterin sozial/ethisch mißliebige Bücher aus der Stadtbücherei verbannen, sie will Kreationismus als gleichberechtigte Lehre in Schulen, sie ist - natürlich aus religiösen Gründen - radikal gegen Abtreibung, auch bei Vergewaltigung. Sie sieht sich auf einer Mission Gottes. Und so weiter. Den letzten Teil finde ich am gefährlichsten, denn deshalb wird sie wohl wie Bush ein Mensch ohne Selbstzweifel sein, und es gibt nichts Schlimmeres als einen Führer, der seine Handlungen niemals in Frage stellt.

Wenn man jemandem beweisen will, daß Republikaner alle Heuchler und Lügner sind, muß man eigentlich nur das Daily-Show-Video verlinken, das Tyler hier schon verlinkt hatte. Wer danach noch McCain und seine Reps wählt ist eigentlich nicht mehr zu retten


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 07.09.2008, 17:26                                  +/-

Von solchen Leuten (--> nicht zu rettenden Wählern) gibt es ja auch bei uns ziemlich viele. Ansonsten ist nicht zu erklären, wie Roland Koch immer noch auf der politischen Bühne mitmischen kann zwinkern


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 07.09.2008, 18:11                                  +/-

The Economist
The woman from nowhere

Sep 4th 2008
From The Economist print edition

John McCain’s choice of running-mate raises serious questions about his judgment.

[...]

The political calculations behind Mr McCain’s choice hardly look robust. Mrs Palin is not quite the pork-busting reformer that her supporters claim. [...]

Nor is Mrs Palin well placed to win over the moderate and independent voters who hold the keys to the White House. [...] A Rasmussen poll found that the Palin pick made 31% of undecided voters less likely to plump for Mr McCain and only 6% more likely.

The moose in the room, of course, is her lack of experience. [...] Mrs Palin, who has been the governor of a state with a population of 670,000 for less than two years, is the most inexperienced candidate for a mainstream party in modern history.

[...]

Mr McCain had met Mrs Palin only once, for a 15-minute chat at the National Governors’ Association meeting, before summoning her to his ranch for her final interview. The New York Times claims that his team arrived in Alaska only on August 28th, a day before the announcement. [...] The contrast with Mr Obama’s choice of the highly experienced and much-vetted Joe Biden is striking.

[...]

Up until the middle of last week Mr McCain was still considering two other candidates whom he has known for decades: Joe Lieberman, a veteran senator, independent Democrat and Iraq war hawk, and Tom Ridge, a former governor of Pennsylvania (a swing state with 21 Electoral College votes) and the first secretary of homeland security. Mr McCain reluctantly rejected both men because their pro-choice views are anathema to the Christian right.


Es könnte gut sein, dass McCain sich mit Sarah Palin sein eigenes Grab geschaufelt hat.


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Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


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Wohnort: Aachen
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BeitragVerfasst am: 07.09.2008, 18:23                                  +/-

Bei einer Schalte von NDR 2 zum Parteitags der Republikaner sprach der Reporter davon, dass McCain von der Parteirechten gezwungen wurde Palin auszuwählen, er selber hätte selber jemand anderen genommen. Diese Darstellung ist mir allerdings in keinem anderem Medium begegnet, ob das wohl stimmt ????? . So ganz unplausibel finde ich es nicht.

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