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Allgemeines Filmgeplauder III
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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 10:42                                  +/-


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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:07                                  +/-

Gimli
"The Transporter" ist nur am Anfang lustig, wenn er noch seinen Job ausübt und so. Danach versuchen sie eine Story einzubauen, woran sie kläglich scheitern. (…)


Dafür ist dann aber 'the Italian Job' nachher umso glaubwürdiger… *ggg*

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:15                                  +/-

Italian Job habe ich nach 55 Minuten oder so ausgeschaltet. Zu dem Film hab ich irgendwie überhaupt keinen Zugang gefunden.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:21                                  +/-

55 Minuten ist aber eine beachtliche Zeit, für einen Film den man nicht gut findet. Ich habe z.B. bei "Moulin Rouge" nach 10 Minuten weggeschaltet und nur später nochmal für zwei Minuten reingeschaltet. Da haben sie dann gerade Queen vergewaltigt. Mit den Augen rollen


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:22                                  +/-

Moulin Rouge war klasse. Du Bunstkanause.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:24                                  +/-

Klar, wenn man ein zuckersüßes Weichei ist, findet man sowas toll.



Mit den Augen rollen


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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:26                                  +/-

Ja, bei Moulin Rouge weiß man offensichtlich schon nach 10 min ob er einem liegt oder nicht. Ähnlich wie bei Romeo+Julia, find ich. Aber was braucht man für einen Zugang für 'Italian Job'?? Magst du solche Filme generell nicht? Hast du 'the Score' gesehen? Oder…mmmh…na halt so Tresorknacker-Filme…wie heißt denn das Genre?? Oder war es für dich zu sehr angelegt an Oceans Eleven?

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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:27                                  +/-

Gimli
Klar, wenn man ein zuckersüßes Weichei ist, findet man sowas toll.



Mit den Augen rollen


Quatsch, den Weicheiern ist er zu schnell und zu bizarr. Das ist genau anders herum, Gimli. *ggg*

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:29                                  +/-

"Romeo + Julia" fand ich gut. Verlegen


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Harmonika



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BeitragVerfasst am: 23.09.2005, 11:36                                  +/-

Da kommt's raus hähö

Und wenn man beide mag... ist man dann jetzt ein Supereichwei oder härter als Axl? ?????


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 25.09.2005, 00:44                                  +/-

The Manchurian Candidate ist ganz exzellente und streckenweise auch sehr intelligente Unterhaltung. Das Original aus den 60er Jahren kenne ich leider nicht, daher kann ich keine Vergleiche ziehen, will ich auch gar nicht. Denzel Washington spielt einen Golfkriegsveteran, der einer gewaltigen Verschwörung auf die Spur kommt, die mit den anstehenden Präsidentschaftswahlen zu tun hat, denn ein ehemaliges Mitglied seiner Einheit kandidiert für das Amt des Vizepräsidenten.

Was mich an diesem Film fasziniert hat ist die Ernsthaftigkeit, die dem Thema zuteil wird. Die Story wird nicht als Vehikel mißbraucht, um sinnlose Actionsequenzen aneinander zu reihen oder wahnwitzige technische Gerätschaften vorzuführen. All das hatte ich vorher befürchtet, aber keine meiner Befürchtungen hat sich bewahrheitet. Stattdessen konzentriert sich der Film darauf zu zeigen, wie ein Mann Schritt für Schritt seine Vergangenheit hinterfragt und dabei langsam aber sicher seinen Verstand verliert.

Am Schönsten sind für mich immer Filme, in denen die Gegenspieler glaubwürdig motiviert sind und eigentlich gute Motive haben oder zu haben glauben. Nur so kann wirkliche Tragik entstehen. Und zu sehen, wie der Kandidat für den Vizepräsidentschaftsposten zu einem Werkzeug interessierter Kreise umgebaut und manipuliert wird, das hat auf jeden Fall etwas Tragisches, vor allem, wenn man dann die Auflösung sieht, die zumindest für mich ganz unerwartet kam.

Sehr loben muss ich Denzel Washington, der die schrittweise Zerstörung seiner Persönlichkeit hervorragend umgesetzt hat. Nach Training Day erneut eine ganz hervorragende Leistung. Aber auch Meryl Streep und Liev Schreiber stellen ihre Rollen hervorragend dar.

Ich kann den Film wirklich nur empfehlen, allerdings nur, wenn man Verschwörungstheorien nicht grundsätzlich abgeneigt ist.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 25.09.2005, 01:35                                  +/-

Vorne unten 7, hinten unten 2!

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 27.09.2005, 12:06                                  +/-

Zitat:
Was ich mir nie ansehen werde, ist diese Apokalypse des schlechten Geschmacks, "Romeo und Julia auf MTV", da haben mir schon zwei Minuten gereicht. *schauder*



Liebt ich wohl je? Nein, schwör es ab, Gesicht!
Du sahst bis jetzt noch wahre Schönheit nicht.


Okay, jetzt mal ein paar Worte zur Luhrmann-Verteidigung.. Na warte...

Vorab, ich kenne den Branagh-Hamlet nicht und möchte auch keineswegs die beiden Filme gegeneinander ausspielen. Shakespeare muss natürlich nicht so radikal modernisiert werden, ich liebe auch "Viel Lärm um nichts", aber wenn er in die Gegenwart verlegt wird, dann sollte es so aussehen wie bei Luhrmann. Das werde ich nun zu belegen versuchen.

Der Ort
Das Stück handelt von hormonsprudelnden rivalisierenden Jugendbanden, die sich in einem exotischen, semifiktionalen Italien bis aufs Blut bekämpfen. Shakespeare hat, wie wohl die meisten seiner Landsleute damals, England nie verlassen, siedelte aber seine Stücke gerne im Mittelmeerraum an, die ewige Faszination des Südens für uns bleiche Nordeuropäer. Zudem geht es hier um große Dramatik, lodernde Leidenschaften, Blutrache, Familienehre und eine Liebe bis in den Tod, starker Stoff für kühle Briten. Das passt einfach besser ins prall-katholische Italien als ins nüchtern-protestantische England. Die Wahl des Ortes war kein Zufall, Shakespeare hätte die Geschichte ja auch verlegen können, wär keinem aufgefallen. Aber er brauchte diese gewisse düstere Exotik einer ehrversessenen Blutfehdegesellschaft. Wenn man jetzt die Geschichte ins moderne Amerika verlegt und sich überlegt, wo ist "unser Italien", wo duellieren sich junge Hitzköpfe, wo stirbt man für die Familienehre, wo werden Teenager zwischen flammender Liebe und verkrusteten Strukturen zermalmt..? Dann kommt man fast zwingend nach Lateinamerika. Die Außenaufnahmen wurden zum Teil in Mexico City gedreht, Verona Beach könnte man in Südkalifornien ansiedeln oder an der mexikanischen Pazifikküste, auf jeden Fall in einem hispanischen Umfeld, das für den Durchschnittsamerikaner eben diese Exotik mitbringt wie Italien für den Renaissancebriten. Eine gute Wahl.


Der Plot

Two households, both alike in dignity,
In fair Verona, where we lay our scene..


So beginnt das Stück, ein Sprecher skizziert von der Bühne herab die Sachlage, herausgelöst aus dem Stück, eine Stimme von außen, die keinen Zweifel daran lässt, dass es sich nur um ein Stück handelt, eine Geschichte:

Is now the two hours' traffic of our stage;
The which if you with patient ears attend,


Der Bildungsauftrag kommt bei Shakespeare nie zu kurz, man soll sich nicht zu gemütlich zurücklehnen, sondern gut zuhören, denn man kann was lernen:

From ancient grudge break to new mutiny,
Where civil blood makes civil hands unclean.


Oha. Gewalt, Bürgerkrieg, schlechte News. Folgerichtig übernimmt bei Luhrmann eine Nachrichtensprecherin diese Rolle, das zeigt uns, von der ersten Minute an, es geht nicht nur um Liebe und so, sondern um ein Geschehen, das die Gesellschaft erschüttert, das das Zusammenleben in der Stadt und den sozialen Frieden gefährdet. Shakespeare ging es meiner Ansicht nach weniger darum, die erste Liebe zu feiern, als mehr, darauf hinzuweisen, dass etwas ganz entschieden falsch läuft, wenn etwas so Harmloses wie eine Teenagerliebe in ein Blutbad führt. Und deshalb beginnt das Stück auch nicht mit Romeos Liebesplänkeleien, die müssen warten, sondern mit dem eigentlichen Plot, der inneren Gewalt. Angehörige der beiden mächtigen Familien duellieren sich, zuerst mit Zoten, dann mit Degen und jede werktreue Inszenierung muss mit einem wilden Kampf beginnen, da handelt Luhrmann absolut im Geiste des Stücks. Leider kann dieses laute, krachige Eröffnung viele Leute abschrecken, die befürchten, dass es so weitergeht. Später beruhigt sich der Film, genau wie das Stück, und wartet noch mit vielen wunderschönen, ruhigen Szenen auf, aber erstmal MUSS geballert werden, denn hier wird gleich die grundsätzliche Dramatik installiert: Der Staat greift ein, verdonnert die Familien zur Waffenruhe, mit dem Tod soll jede Regelverletzung geahndet werden. Ohne diese Anordnung ist die weitere Geschichte nicht denkbar. Die Familien ziehen sich in ihre Höhlen zurück und lecken ihre Wunden, der Groll aber glüht weiter und die Stimmung in der Stadt ist zum Zerreißen gespannt. In diese Situation hinein tändelt nun der weltfremde, liebestolle Romeo, blind für das Damoklesschwert, das über aller Köpfe baumelt.


Die Bilder
Eine wunderbare Konstruktion, der Film bringt sie kongenial auf die Leinwand. Die Hitze, die südliche Atmosphäre, die Halbstarken, die mit gebundenen Händen missmutig an den Straßenecken herumlungern, die Waffen, die locker sitzen und sich nach Arbeit sehnen, die mürrischen Familienoberhäupter, die die Zügel fester anziehen, weil sie um ihren Status bangen, die zornige Staatsgewalt, deren Geduld zu Ende ist (bei Luhrmann ein bedrohlich kreisender Hubschrauber, der zeigt, wer letztendlich am längeren Hebel sitzt), und mittendrin kommen zwei Teenager auf die klasse Idee, sich ineinander zu verlieben.

Das passt alles zusammen: ehrverliebte Südländer, die ihre Waffen mit Madonnenbildchen und blutenden Herzen schmücken, eine strenge, althergebrachte Gesellschaftsordnung, in der sich Gewaltverliebtheit und Familiensinn keineswegs ausschließen, ja, geradezu bedingen, wenn es die Ehre verlangt. Der namenlose Kitsch, das Machogehabe, der Bilderrausch, das muss so sein, es geht hier nicht um verliebte englische Internatszöglinge, sondern um Klischee-Italiener/Hispanos, die im Film, wie auch bei Shakespeare, die Leinwand bilden, auf die wir Nordeuropäer unsere unterdrückten Phantasien von dramatischer Liebe und schillernder Gewalt projezieren. Damals wie heute. Der schnelle Schnitt, die Musik, das folgt dieser Logik, wir erleben die Welt junger, mediterraner Hitzköpfe, bzw. das, was wir uns darunter vorstellen. Der MTV-Vorwurf verliert auch schnell an Gewicht, denn im Verlauf des Filmes zeigt Luhrmann, dass er seine Geschichte ernst nimmt, dass er die beiden verliebten Teenager ernst nimmt, in genug Szenen beruhigt sich die Dramaturgie und lässt der Geschichte jeden Raum, den sie braucht (während eine "MTV-Verfilmung" von Anfang bis Ende nur mit der Kamera rumgehampelt hätte, um jung und hip zu wirken).


Die Personen
Denkt nur an die Szene, als sich Romeo und Julia erstmals wahrnehmen, durch das Aquarium hindurch. Ruhig, traumhaft, wunderschön, wie sich da durch die rose Brille der Liebe anschauen, von Anfang an zeigt der Film das romantisch Überhöhte ihrer Liebe, wie auch in den Kostümen, die sie in der Szene tragen, er als schimmernder Ritter, sie als Engel. Man ahnt, dass es die beiden Schwärmbrötchen schwer haben werden, in einer Stadt voller automatischer Waffen. Und hier breche ich auch eine Lanze für DiCaprio, eine seiner wenigen Rollen, die mir gefallen. Hier passt sein Jungengesicht hin, sein naiver Charme, ja sogar diese gewisse juvenile Dumpfheit und Arroganz, die er gerne mal ausstrahlt. Romeo ist nicht allzu helle, ein Wirrkopf, schwärmend, ein bisschen selbstverliebt, poetisch. Julia ist die Praktischere von beiden, auch wenn sie die Jüngere ist, das bildet der Film gut ab. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, Claire Danes ist bezaubernd, aber keine unterkühlte Schönheit, sondern ein quirliger Backfisch mit vielen dummen Ideen im Kopf. Gerade diese gewisse Albernheit der beiden ist wichtig, die Unschuld ihrer Liebe, das Harmlose, Schwärmerische daran. Vor dieser bunten Kinderliebe zeigt sich die institutionalisierte Feindschaft der Familien um so bedrohlicher und unmenschlicher, eine unselige Konstruktion, die nicht einmal etwas so Harmloses und Selbstverständliches wie eine Teenagerliebe zulassen kann. DiCaprio und Danes sind perfekt gecastet, sie sind die unsternbedrohten Liebenden.

Schritt für Schritt begleitet der Film die beiden auf ihrem Weg ins Verderben, werktreu, aber nicht werkhörig, und wenn dann Julia in diesem gigantischen Kerzenmeer aufgebahrt liegt, wie die Königin des universalen Kitschwunderlandes, dann sind das die großen Gefühle, die die Geschichte einfach braucht, um zu funktionieren, denn nie verdarben Liebende noch so wie diese: Julia und ihr Romeo. Die Familien versöhnen sich, zu schmerzvoll ist ihr Verlust. Das muss GROSS sein, das braucht Kitsch, Rosen Kerzen, Tränen, das ist kein Vernunftfrieden der Mächtigen, das ist die Erschütterung einer Welt und ihrer Tradition. Denkt an den Paten, als er seinen toten Sohn ansieht. Großes Kino. Und wenn ein paar MTV-Kids nun auf die Idee kamen, mal Shakespeare zu lesen, schadet das auch nicht. Punkt grins


P.S.: Für Arwen und Mike gibt es immer noch die hochgelobte Zafirelli-Verfilmung aus dem 70ern, die ich mal sehr geliebt habe, aber seit Luhrmanns Version nicht mehr anschauen kann.

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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 27.09.2005, 13:04                                  +/-

Yesss! Yes


Spitze

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 27.09.2005, 13:08                                  +/-

Du bist gemein, Nichtraucher. So beschrieben liest sich das viel besser als der Film, der tatsächlich dabei herausgekommen ist. Tsstss, unfair.

Zitat:
P.S.: Für Arwen und Mike gibt es immer noch die hochgelobte Zafirelli-Verfilmung aus dem 70ern, die ich mal sehr geliebt habe, aber seit Luhrmanns Version nicht mehr anschauen kann.

Oh ja, die kenne ich! Die ist wirklich schön! Gerade fiel es mir wieder ein.

Edit: Ich seh's gerade: Moulin Rouge ist ja auch von Luhrmann. Wusste ich gar nicht, erklärt aber einiges. zwinkern

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 27.09.2005, 13:30                                  +/-

Ach ja... um was geht's?

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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 27.09.2005, 13:57                                  +/-

Klasse Text, NR. Yes Luhrmann hat, könnte man sagen, eine sehr ausgeprägte Filmsprache - ich kann schon verstehen, daß sie manch einem zu plakativ, zu grell ist. Aber wenn man sich darauf einläßt, ist R&J ein tolles Filmerlebnis. Ich mag die Branagh-Filme auch sehr, aber mal ehrlich, er wird schon wissen, warum er nie den Romeo gespielt hat bzw. das Stück verfilmt. Mal abgesehen vom Alter glaube ich auch einfach nicht, daß ihm dieser Stoff liegt. Die "romantisch-große" Liebesgeschichte zwischen Hero und Claudio in "Much ado about nothing" ist ja neben dem Beatrice-Benedick-Geplänkel auch ziemlich verblaßt. Ein ganzer Film über Hero und Claudio von Branagh? Bloß nicht.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 27.09.2005, 14:34                                  +/-

Jawoll Herr Kaleun! grins Spitze

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 27.09.2005, 21:54                                  +/-

Die Hawaiihemden sind auch sehr geil Spitze

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 28.09.2005, 20:02                                  +/-

Treten Sie näher, treten Sie heran! Heute abend großer Filmabend bei Genosse Stanil!

Auf dem Programm steht heute abend Man on Fire mit Denzel Washington.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 28.09.2005, 22:40                                  +/-

Oh Mann, das war nichts. Was wie Bodyguard mit Kevin Kotzner und dieser Trällertussi beginnt, kippt dann von der Stimmung her völlig um und wird zu Rambo, nur um dann am Ende zu Gladiator inklusive Dead Can Dance-Mucke zu mutieren. Das Ganze ist streckenweise in einem völlig enervierenden arty-farty-Stil gefilmt, von dem sogar ich Kopfschmerzen bekommen habe. Und die Story ist zwar wunderbar komplex, aber genau so gefilmt, dass immer nur für höchstens eine Minute wirkliche Spannung aufkommt. Schlimmer noch entdecke ich in diesem Film einen völlig reaktionären Zeitgeist, in dem der Staat mindestens unfähig, größtenteils aber korrupt erscheint. Da muss zur Selbstjustiz gegriffen werden, und dann werden reihenweise Schuldige liquidiert. Menschenrechte werden völlig außer Kraft gesetzt, und auf Beweise wird auch nicht lange gewartet. Denn nach einem Dutzend Opfern des Rachefeldzugs stellt sich natürlich für's kommende Happy End heraus, dass das kleine Mädchen, deretwegen der Rachefeldzug gestartet wurde, gar nicht tot ist, sondern nur entführt und ihr natürlich auch kein Haar gekrümmt wurde. Leider scheint aber keinem der Drehbuchschreiber aufzufallen, dass damit die ganze Motivation für den Rachefeldzug wie ein Kartenhaus in sich zusammengestürzt ist. Bin ich der einzige, der angesichts dieser Enthüllung nachträglich gewisse Zweifel an der Angemessenheit der gewählten Mittel bekommt? Reflektiert wird das alles aber leider überhaupt nicht.

Was übrig bleibt ist ein religiös verbrämter Rachemythos, der vor nihilistischen Elementen nur so strotzt, und der in seinem Kern gar nicht christlich, sondern zutiefst heidnisch ist. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wäre ein solcher Film wohl von Deutschen gemacht worden. Wir wissen ja, was daraus geworden ist. Geschockt

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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 28.09.2005, 23:02                                  +/-

…Spoiler! Spoiler!!

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