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Meereswahnsinn reloaded
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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 21:45                                  +/-

Wer ist das überhaupt? Ist fast so grotesk wie das Ding von Eomunds Tochter. Ach ja, Helcaraxe: Tolle, informative Antwort auf meine Frage!

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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 21:46                                  +/-

Ich find das was auch immer es ist süß!!

Ansonsten: Meereswahnsinn!!

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 21:53                                  +/-

Kaylee
Ansonsten: Meereswahnsinn!!

Ich hoffe, der ruft "Ihr seid spitze, weiter so!" und nicht "Fickt euch ins Knie, ihr infantilen Vollidioten!".

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Ludy
Sommerfestlady


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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:01                                  +/-

Totoros sind Wald und/oder Baumgeister. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Die kleinen verteilen hauptsächlich Nüsse und Eicheln in der Gegend um Bäume wachsen zu lassen. Hier laufen sie um ein kleines Beet. Kurze Zeit späöter wird da ein rieeeesiger Baum wachsen.



_________________
Raus aus dem Aquarium und Vogel werden – is’ schwierig.
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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:01                                  +/-

Arwen_gegen_den_Vulkan
Kaylee
Ansonsten: Meereswahnsinn!!

Ich hoffe, der ruft "Ihr seid spitze, weiter so!" und nicht "Fickt euch ins Knie, ihr infantilen Vollidioten!".


Ersteres natürlich. Im übrigen setze ich voll auf deinen juvenilen Entdeckergeist. Spitze

In speaking of: Wer wartet da jetzt genau auf wen und weshalb in Paris? Könnte mir jemand vielleicht eine klitzekleine Skizze der momentan zumindest vermuteten Aufenthaltsorte der verschiedenen Protagonisten machen? Charlotte schwebt irgendwo in den unendlichen Weiten auf was Orangenes zu. Helcaraxes Raumflotte auch. Kaylee schwebt auch. Allerdings in Arwens Raumflotte, oder?? Und die sieht nichts Orangenes, richtig??? ?????



Zuletzt bearbeitet von Kaylee am 16.10.2005, 22:13, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:10                                  +/-

Ludy
Wenn das Chibi Totoro gestorben wird, mag ich euch nicht mehr. *armeverschränk*

Diese Missgeburt stirbt ohnehin! Schau sie dir doch an: Sie hat weder Mund noch Nase! Sie wird elendiglich verschmachten, sollte sie nicht vorher erstickt sein!

AgdV
Ach ja, Helcaraxe: Tolle, informative Antwort auf meine Frage!

Oh, Verzeihung. Ich habe keinerlei Ahnung, woher Nichtraucher seine Pyramidenbildchen bekommt. Ich habe meines über die Bildersuche der recht bekannten Suchmaschine "google" gefunden.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:12                                  +/-

Zitat:
In speaking of: Wer hatte wartet da jetzt genau auf wen und weshalb in Paris? Könnte mir jemand vielleicht eine klitzekleine Skizze der momentan zumindest vermuteten Aufenthaltsorte der verschiedenen Protagonisten machen?

Ganz einfach:

(super Anfang!)


(aber naürlich ziemlich gelogen)


Ähm.. keine Ahnung Zunge

Charlotte, Luke, Bastet (formerly known as Kaylee), Rentip Flakfeuer, die Venusraumfischfallen und noch ein paar Hansel fliegen an verschiedenen Orten durchs All, Arwen und Palpatine öden sich auf dem Todesstern an und werden von ihrem Schreiber sträflich vernachlässigt, Yvan, Madame Odeur und die Temperitter sind auf der Erde.



Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 16.10.2005, 22:13, insgesamt einmal bearbeitet
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Ludy
Sommerfestlady


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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:13                                  +/-

Mike, jetzt mag ich Dich nicht mehr. *schmoll*


_________________
Raus aus dem Aquarium und Vogel werden – is’ schwierig.
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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:23                                  +/-

Ich schreibe mal schnell einen vernünftigen Überblick. Einen Moment bitte!

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:30                                  +/-

Das wird dir nicht gelingen.

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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:37                                  +/-

der pk
(...) Yvan, Madame Odeur und die Temperitter sind auf der Erde.


In derselben Zeit. Mit den Pyramiden. Stimmt...

Paris wirkt momentan latent gefährdet. Irgendwie.

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 16.10.2005, 22:41                                  +/-

Also, es gibt die Galaxis der Idioten, zu der unser Planet Erde gehört. Dann gibt es die imperiale Palpatine-Galaxis. Dann gibt es die intergalaktische Invasionsmacht der Pyramidenraumschiffe, die von den Anthropofeliden gesteuert werden.

Kaylee alias Bastet ist zwar eine Anthropofelidin, hat sich aber gegen ihr Volk gestellt.

Luke Skywalker, der zur dunklen Seite der Macht übergelaufen ist, befindet sich mit einem gekaperten Pyramidenraumschiff in der Nähe der Erde, wo er eigentlich Charlotte treffen wollte. Die waren dort verabredet. Imperator Palpatine hatte nämlich den Befehl gegeben, Charlotte in Carbonit einzufrieren und sie zu seiner Galaxis zu bringen. Aus einem Grund, den der pk bisher nicht geklärt hat, ist Charlotte allerdings aufgebrochen, als hätte es diese Verabredung gar nicht gegeben. Charlotte will zu Arwen, ihrer lesbischen Geliebten, die mit Imperator Palpatine, ihrem Urgroßvati, auf dem Todesstern in der imperialen Palpatine-Galaxis ist.

Im intergalaktischen Raum zwischen der Galaxis der Idioten und der imperialen Palpatine-Galaxis befindet sich eine Venusraumfischfalle. Das ist das Orangene. Da keine Raumfische da sind, ernährt die sich jetzt von Raumschiffen. Eines hat sie schon erwischt. Und jetzt ist Charlotte auf einem Kurs in die Falle.

Bastet, die von Luke in Carbonit eingefroren worden war, hat sich selbst aus dem Carbonit befreit. (Wobei Luke nicht mehr anwesend ist, denn der hatte auch einen Supersternzerstörer dabei, nicht nur die gekaperte Pyramide, was aber noch nicht aufgeschrieben wurde).

Die Venusraumfischfalle hatte kurz einen Weg geöffnet, der zu einem Ringhabitat führt, auf dessen Innenfläche sich der dunkle Obelisk befindet, ein Artefakt, dass die Bedrohung durch die Pyramiden beenden kann.

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 12:39                                  +/-

Ach ja, Nichtraucher: Tolle, informative Antwort auf meine Frage!

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 12:43                                  +/-

Na, in dieser "Zusammenfassung" fehlt ja so einiges.

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 12:46                                  +/-

Ich hatte gestern plötzlich die Schnauze voll. hähö

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 12:58                                  +/-

Arwen_gegen_den_Vulkan
Ach ja, Nichtraucher: Tolle, informative Antwort auf meine Frage!

????? Um was geht's?

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 15:57                                  +/-



Lichter, Lichter, schwebende, flirrende Lichter, wie Glühwürmchen in einer Tropennacht. Mike staunte mit offenem Mund um sich, während er durch die gleißende Röhre schwebte, schneller und immer schneller, und doch fühlte er sich, als würde er schwerelos im Raum stehen.

War er tot? Beim Orgasmus gestorben, an Herzversagen? Was für eine bittere Ironie wäre das denn, sein erster Geschlechtsverkehr im Leben (zumindest mit einer Frau) und dann tot? Oder IST das der Orgasmus, fühlt es sich so an, wenn man sich in einer Vagina entlädt? Mike war verwirrt. Immer schneller raste nun das schwarze Rund am Ende des Tunnels auf ihn zu, immer deutlicher konnte er Einzelheiten ausmachen, zwischen den zahllosen flirrenden Pünktchen ballten sich kleine Wolken aus Licht, wie Mini-Galaxien, die um ein schwarzes Loch tanzen. War er im Weltall? Oder im Körper seiner Geliebten? Waren das pulsierende Blutbahnen oder kosmische Nebelfelder? Diese mächtigen Wolkengebilde über ihm, schwer, dunkel und traubenförmig, waren das Dunkle-Materie-Haufen oder Julianes Eierstöcke? Wo zum Henker war er? Und wo ging die Reise hin? Mike schwanden die Sinne, immer schneller flog nun das bizarre Panorama an ihm vorbei und erst als er sich seinen Kopf schmerzhaft an etwas Hartem schlug, kam er wieder zu sich. Wo waren die Lichter? Wo waren die Eierstöcke? Es war dämmrig, fast dunkel um ihn herum, und eng, verdammt eng. Er konnte Rohre und Kabel erkennen, die sich die Wände entlangschlangen wie Aderngeflecht, Regler und Anzeigen bedeckten die Vorsprünge wie Pocken und die Wand, die sein Rücken berührte, vibrierte dumpf und gleichmäßig. Seine Füße, registrierte Mike, berührten gar nichts, Zero-gravity schoss es ihm durch den dröhnenden Schädel, wie aufregend! Dann blinkte ein gelbes Lämpchen auf, Mike kniff die Augen zusammen, ein Lautsprecher hustete.

Zitat:
"Hallo unbekannter Besucher. Ich hab es eilig und nehme keine Anhalter mit, egal wen. Nimm das nicht persönlich, aber ich hab grade genug eigene Probleme und die Kapsel ist zu klein für zwei. Also mach's dir gar nicht erst gemütlich, bei der nächsten Gelegenheit steigst du eh wieder aus."

Wie? Was? Kapsel? Mike schwirrte der Kopf. Hatte er ein Deja-vu? Die Worte kamen ihm vage vertraut vor, aber er konnte nicht sagen, woher. Der Lautsprecher knackte noch einmal.

Zitat:
"Also, ich schick jetzt den Bordroboter rüber, der wird dich auf die Brücke bringen. Und versuch keinen Widerstand, klar!"

Das war ja eine Frau! Ganz klar, eine Frauenstimme. War er in Julianes Gehirn gelandet? Und warum sprach Juliane plötzlich englisch?

Zitat:
"Ach scheiße, ich hab ja gar keinen Bordroboter."

Der Lautsprecher verstummte kurz.

Zitat:
"Na egal, dann komm ich halt selber. Bis gleich."

Ein Knacken, ein Röcheln, dann war es wieder still. Mike versuchte, sich in eine waagerechte Position zu drehen, Schmerz schoss ihm in den Rücken. Alles tat weh, sein Kopf, seine Zähne, er spürte jeden Knochen im Leib, als wäre er von einem Tempelritter vermöbelt worden. So rasch er konnte, zog er sich die Hose hoch, er war ja immer noch so, wie er Juliane verlassen hatte (FALLS er sie denn verlassen hatte). Er nestelte am Gürtel herum, da hörte er schon Schritte, eine Schleusentür zischen, grelles Neonlicht drang in die winzige, vollgestopfte und fensterlose Kammer, in der sich Mike befand. Er blinzelte gegen den Türrahmen, er konnte nur eine Silhouette sehen. "Was.. wer..?"

"Klappe! Mitkommen!"

Mike zog sich unbeholfen aus dem Schott, gar nicht so einfach in der Schwerelosigkeit, und fand sich in einem engen, gekrümmten Gang wieder, mit hautfarbenem Kunststoff verkleidet, und wieder krochen Rohre und Kabel die Wände entlang. Vor ihm schwebte eine attraktive junge Frau, die nicht Juliane war, sie steckte in einem Art Astronautendress, nicht unsexy, wie Mike zu bemerken nicht umhin kam, und sie bedrohte ihn mit einer Waffe, die aussah wie ein Fön. Mike sah genauer hin, das WAR ein Fön. Verwirrt blickte er sie an. Verdammt, schon wieder ein Deja-vu, das Gesicht kannte er doch? Er konnte es aber nicht zuordnen. Die Frau wedelte mit der "Waffe".

"Los, du gehst voran. Da lang!"

So eng wie der Gang war, gab es auch nur diese eine Möglichkeit, dachte sich Mike noch, aber hielt den Mund. Er stieß sich ab und ächzte. Verdammt, alles tat so weh! Er fühlte sich, als hätte er Sand in den Knien und sein Kopf schlingerte auf seinem Hals wie eine Christbaumkugel. Seine Augen schienen auch gelitten zu haben, alles war leicht verschwommen. Er fühlte sich, als wäre er um 60 Jahre gealtert. Er zog sich mit der Hand an einem Wandvorsprung entlang, da fiel sein Blick auf seinen Handrücken, den fleckige, zerknitterte Haut überzog wie altes Leder. Weiße Härchen sträubten sich, er konnte jede Ader erkennen. Er starrte erst seine eine Hand an, dann seine andere, dann fasste er sich ins Gesicht: mein Gott, er WAR um 60 Jahre gealtert! Er begann, unkontrolliert zu schreien, bis ihn in der ruppige Stoß eines Föns im Rücken wieder zur Besinnung brachte.

"Keine Mätzchen, sonst schmeiß ich dich gleich hier raus, Hyperraum hin oder her! He, wie heißt du überhaupt?"

Mike drehte sich zitternd zu seiner Wächterin um. "Ich, ich... das kann doch nicht..." Er wusste nicht mehr, was er sagen wollte, sein Mund war trocken wie eine schwedische Uni-Kneipe. Was war geschehen? War er durch ein Zeitloch.. rückwärts.. durch den Geburtskanal..? Klar, rückwärts durch den Geburtskanal, das machte Sinn! Nein, eigentlich nicht. Er erwog, wahnsinnig zu werden. Die junge Frau kniff derweil die Augen zusammen und beugte sich vor, das Stromkabel des Föns, das sie in der Hand verborgen gehalten hatte, entrollte sich und bildete Schlangenmuster in der Luft. "Prof. E. Weinstein" entzifferte sie das Namensschildchen, das Mike zu seiner eigenen Verwunderung am Revers trug. Revers? Er hatte doch nur sein Linux-T-Shirt getragen, zuletzt, oder?

"Na dann schweben wir mal weiter, Professor Weinstein. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit, wir stecken grade mitten in einer Anomalie.. Moment!" Die junge Frau hielt ihn an der Schulter fest. "Doch nicht.. DER Professor Weinstein? Das wäre ja.." Ihre Augen leuchteten unvermittelt auf wie ein Paar Autoscheinwerfer, ihr Lächeln ließ weiße Zähne aufblitzen. Sie ließ den Fön Fön sein, der beleidigt davonschwebte, und strich sich kokett eine Strähne aus dem Gesicht.

"Herr Professor.. seien Sie mein Gast! Kommen Sie, kommen Sie, Sie schickt der Himmel!"

Ihr befreites Lachen ließ die junge Pilotin noch schöner erscheinen als sie sowieso schon war, sie legte ihrem Besucher einen schlanken Arm um die Schulter und schob ihn aufgeregt plappernd in einen kleinen, runden, mit Kontrollpaneelen vollgestopften Raum, anscheinend die Zentrale. Mike vergaß sein missliches Schicksal für den Augenblick und sah sich mit offenem Mund um, halb in die wunderbare Maschine verliebt, die er sah, halb in deren hübsche Pilotin. Professor Weinstein aber wurde stinksauer.



Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 15.03.2009, 15:33, insgesamt 8-mal bearbeitet
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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 16:32                                  +/-

Nichtraucher
Arwen_gegen_den_Vulkan
Ach ja, Nichtraucher: Tolle, informative Antwort auf meine Frage!

????? Um was geht's?

Na, um die Herkunft Deiner Pyramidenbilder. Yes

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 16:49                                  +/-

Aus einem Film.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 17:13                                  +/-

Zweites Intermezzo / Waldvenushexenfallen / Ein feministisches Schauermärchen

Rotmäntelchen, das Mädchen aus dem Finsterforst, beschleunigte seinen Schritt, um noch rechtzeitig vor der Dämmerung daheim zu sein. Natürlich war Rotmäntelchen ein sehr mutiges Mädchen, welches die Dunkelheit nicht fürchtete - denn es war ja im Finsterforst praktisch ständig finster, wie man sich denken kann. Finsterforst - huuuh - das war sozusagen ein sprechender Name und keine dieser höchst euphemistischen Schmeicheleichen, die irgendwelche Ammen zur Kinderabschreckung einem, sagen wir mal, lichten Laubwald angedeihen lassen. Nein, im Finsterforst standen nadel- und dornenbewehrte Bäume bedrückend dicht beieinander, ließ tiefschwarzer Humus sonolumineszente Pilzgewächse sprießen. Ja, ihr habt richtig gehört, die finsterwäldischen Pilze leuchteten nicht nur in der immerwährenden Dunkelheit, sie gaben auch, sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwand, einen lieblichen Gesang zum besten, der jeden unachtsamen Wanderer in den Wahnsinn trieb. Sie sangen, doch was sie sangen war hirnerweichend:

Wurzli, knurzli, piffelmiff.
Schrumki, trurpel, okkekriff.
Wirlewurlewürlewü.
Knickelritwerpumketü.

Summselbrummsel, roderwüms,
schmiebelziebl, jürletrüms.
Akkelwaggelsümseputz.
Hikbelzumtelartenschutz .


Dem Wanderer hingegen klang dies so süß wie die Schalmei, Gesang und Leuchten wiesen ihm den Weg ins eigene Verderben. Sobald er einen der Pilzkreise erreicht hatte, überfiel ihn nämlich der unwiderstehliche Drang, leichtfüßig tänzelnd ins Zentrum des Kreises zu treten, wo sich dann jedes Mal ein vielzahniges Maul geifernd und schmatzend öffnete, um das Opfer mit Haut und Haaren, Rucksack, Gamsbarthut und allem zu verspeisen. Während sich die Sonne über die Wipfel des Forstes senkte, ging sie für einen weiteren leichtfertigen Reisenden ohne Ortskenntnis für immer unter.
Rotmäntelchen, nicht nur mutig, sondern auch hübsch und klug, kannte freilich die Gefahr und umging die pilzverseuchten Gebiete weiträumig. Tatsächlich hatte es dem alten besorgten Großmütterchen versprechen müssen, das Gehölz nicht des Nachts zu durchwandern, und daran hielt es sich. Wir haben hier also ein Mädchen vor uns, das nicht nur mutig, hübsch und klug, nein, das zudem ausgesprochen ehrlich war und das sich immer und unter allen Umständen an ein einmal gegebenes Versprechen hielt. Immer. Denkt mal darüber nach! Der Ehrlichkeit halber sei gesagt: Rotmäntelchen war darüber hinaus außergewöhnlich hungrig, denn der Weg zwischen Großmutter und elterlichem Heim war lang und beschwerlich. Sicher wartete die Mutter schon mit der "feisten Suppe", einem Gemisch aus Kräutern, Graupen und richtig viel Speck - Rotmäntelchens Leibgericht. Und da Rotmäntelchen immer so viel wanderte, war es auch so schlank wie eine Gerte, trotz der feisten Suppe.

Nun ja, es gab natürlich noch einige weitere, kaum erwähnenswerte Gefahren im Finsterforst, die ein erfahrenes Mädchen nicht schrecken konnten. Zum Beispiel hatte der alte Holzmichel mit den zusammengewachsenen Augenbrauen vor einigen Jahren an der Türschwelle der Großmutter auf sie gewartet und dabei irgendwie sardonisch in seinen zauseligen Blätterbart gegrinst. Allerdings nur so lange, bis ihm Rotmäntelchen die stahlkappenbesetzten Wanderstiefel in seine fiese Fresse gerammt hatte. Das hatte sich herumgesprochen und seitdem behandelten alle Waldbewohner das Rotmäntelchen mit dem ihm gebührendem Respekt. Sogar die zwielichtigen taten das, d.h. Forstfenggen, Waldabbeißer, Baumbrecher und Wurzelweibchen. Tja, ihr habt bestimmt schon gemerkt, dass es sich beim Rotmäntelchen um ein Spitzenmädchen handelte. Eines, in das sich alle Jungs außerhalb des Forstes (genauer: im nahebei gelegenen Dorf) sofort verliebten, wenn Frau Rotmantel senior mit ihm einmal in der Woche den Markt besuchte. Selten genug, was?

Nun, wie dem auch sei, Rotmäntelchen hatte jetzt dreiviertel des Weges zurückgelegt, als es mit einem Mal hinter dicht an dicht stehenden Baumstämmen Gesang vernahm. Dieser Gesang war krächzend, vielstimmig und misstönend, ganz anders als bei den sonolumineszenten Pilzen.

Die erste Stimme sang:

"Wutanfall, Wutanfall,
ach, du bist mein Lieblingsball.
Ja, ich kick dich in die Ecke
und in Nachbars Lieblingshecke."


Und eine zweite Stimme erwiderte:

"Denn dann bist du meilenweit
fort von mir, nur Nachbar schreit,
beißt vor Wut sich in den Hintern.
Kannst du bei ihm überwintern?"


Eine dritte Stimme entgegnete:

"Wutanfall, Wutanfall.
Kommst du wieder, ab in 'n Stall.
Ich vertreib mir meine Stunden.
Lieber mit Du-weißt-schon-Runden."


Und dann sagte die erste Stimme in keifendem Tonfall: "Dreimal verfluchte Neune, warum funktioniert der Stuhl nicht? Sie müsste doch längst hier sein!"
Worauf die zweite entgegnete: "Mehr Eulenscheiße! Wir benötigen mehr Eulenscheiße. Und Blindwurmgedärm! Man kann nie über genug Blindwurmgedärm und Eulenscheiße im Sud verfügen."
Darauf sagte die dritte Stimme ungehalten: "Potzdonner, seid ruhig, ihr Vetteln! Ich glaube nämlich, sie kommt gerade."

Richtig, Rotmäntelchen kam gerade rechtzeitig zwischen den Zweigen hervor, um Zeugin einer höchst denkwürdigen Szene zu werden. Da tanzten nämlich drei Mädchen um einen riesigen Kessel herum, alle drei kaum älter als sie selbst, so sechzehn oder siebzehn höchstens. Eine war rothaarig, eine blond, die letzte trug pechschwarzes Haar und alle waren sie völlig nackt. Jetzt wollte Rotmäntelchen natürlich wissen, wer sie seien, was sie hier veranstalteten und ob sie nicht wüssten, dass offenes Feuer im Wald strengstens verboten sei. Übrigens auch nackttanzen, aber hmm, nun gut. Man sieht: Rotmäntelchen war wieder sehr furchtlos und fühlte sich für "ihren" Wald auch irgendwie verantwortlich.

Da sagte das erste Mädchen: "Ich bin Arianrhod, Spezialistin für Sude, Essenzen und Räucherwerk."
Das zweite: "Man nennt mich Adraorien, ich bezaubere Mensch und Tier mit meinem einnehmenden Wesen."
"Und ich heiße Luthien Tunieviel, ich schmeiße den Laden hier. Wir sind nämlich ein Hexenzirkel, musst du wissen." So sprach die dritte.

"Ein Hexenzirkel? Ihr seht nicht aus wie Hexen." Das war ein berechtigter Einwand des Rotmäntelchens. Es verwies auf fehlende Buckel, Hakennasen, Warzen und schwarze Kater. Alle vier Attribute des Hexentums glänzten nur so vor Abwesenheit.

"Mein liebes Kind", sagte die Hexe Tunieviel, "du hast längst überkommene Vorstellungen vom Hexenhandwerk. Wir mögen zwar innerlich buckelig, hakennasig, verwarzt und meinetwegen auch verkatert sein, aber rein äußerlich können wir jede beliebige Gestalt annehmen. Kähä! Kähähähä! Hättest du nicht gedacht, hmm? Da sieht man's mal wieder: Die heutige Jugend lernt eben nichts, aber auch schon gar nichts über die wahren Gefahren im Finsterforst. So! Und jetzt wird wieder gesungen. Los, Mädels!"

"Ich muß schreien, ich muß kreischen,
und um euer Mitleid heischen.
Wozu hab ich mich entkleidet,
wenn der Schlaf darunter leidet,
daß er nicht zum Zuge kommt!
Mach schon! Komm schon!! Aber prompt!!!"


Auf einmal fühlte sich Rotmäntelchen ziemlich benommen, irgendwie blümerant und nicht ganz sie selbst. Plötzlich stand sie sogar ohne ihr rotes Mäntelchen da, quasi nackt wie die drei Hexen, die mit ihren Händen über den Körper des Mädchens strichen, über Arme, Brust und Beine. Und Rotmäntelchen wehrte sich nicht, sie genoss es sogar. Denn, liebe Jungs, die drei Hexen waren die bekackten lesbischen Waldvenushexen, und auch Rotmäntelchen war der gleichgeschlechtlichen Liebe nicht ganz abgeneigt, wie sie jetzt zum ersten Mal feststellen durfte. Was die vier dann aber im angenehm heißen Sud des Hexenkessels trieben, soll hier verschwiegen werden. Keine Widerrede, bitte. Märchen sind per definitionem jugendfrei. Deshalb sei nur so viel gesagt: Das Rotmäntelchen blieb zeitlebens verschollen.

Was war passiert? Nun, denkt doch mal nach: Wurden bis jetzt irgendwelche Jungs in der Geschichte erwähnt? Sicher, auf dem Wochenmarkt gab es welche, aber wie hätte das Rotmäntelchen diese denn kennenlernen sollen, unter den wachsamen Augen der Mutter? Außerdem: Der Vater war wahrscheinlich schon lange tot, dem Holzmichel hatte sie die Fresse poliert und die Wanderer waren gefressen worden. Es ist nur natürlich, dass das arme Mädchen eine Vorliebe für das eigene Geschlecht entwickelte, die ihm dann zum Verhängnis wurde. Naja, was heißt Verhängnis? Rotmäntelchen starb ja nicht, es erlebte im Gegenteil noch viele, viele Abenteuer. Der Sud im Hexenkessel sah nämlich so aus:



Jetzt kann man sich ja schon denken, wohin das führte. Alles ist mit allem verbunden. Wenn ein Schmetterling in Moskau mit den Flügeln schlägt, fällt in Peking ein Sack Reis um. Oder so ähnlich.

ENDE



Zuletzt bearbeitet von Helcaraxe am 18.10.2005, 09:40, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 17:23                                  +/-

rolling on the floor...

Darf ich dich Hildegunst nennen?

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 18:02                                  +/-

Hmm, danke, ich bin sogar ausnahmsweise selbst ganz zufrieden mit meinem Geschreibsel.
Was mich zum Mike-Handlungsstrang bringt: Mir ist nicht entgangen, dass du nach dem durchaus respektvollen Auftakt schrittweise immer respektloser gegenüber dem Charakter meines Namens geworden bist. Ich werde das mal weiter beobachten. Na warte...

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