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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 15:55                                  +/-

Ach so? Aha. Naja. Mal sehen. Wer's glaubt.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:15                                  +/-

Kann man vereinfacht sagen, dass die SPD die Koalitionshure unter den Parteien ist?


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„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
(Tyler D.)
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:22                                  +/-

Ja, ich denke auch, dass ich sie deswegen wählen werde. Flexibel und offen wie nur was... so wie man die Huren vernunft- und sachorientierten Parteien mag. Keine ideologischen Scheuklappen und so.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:23                                  +/-

Glaurung
Daß wir Wähler uns aber auch nie mal klar für eine Seite entscheiden können... diese Krüppelmehrheiten gehen mir auf den Sack.

Derowegen schrob meinereiner ja auch gestern abend:
Wolter
Ja, auch ich finde, daß die konservativeren SPD-Wähler (Seeheimer Kreis und so) im Interesse des Landeswohls mal ausnahmsweise so FLEXIBEL sein sollten, die CDU zu wählen. Spitze
In der Opposition kann die alte Tante SPD sich dann regenerieren. Yes

Yes Yes

Inzwischen habe ich auch mal mit dem Wahlomaten und den angebotenen 24 Parteien herumexperimentiert - acht Parteien im Diagramm...



... und alle im gelisteten Anteils-Überblick (von 94):

Code:
FDP                  71
CDU                  67
Zentrum              59
SPD                  55
Piraten              55
PBC                  55
BP                   54
RRP                  54
ödp                  52
Familie              50
GRÜNE                49
FWD                  48
DVU                  46
REP                  45
BüSo                 45
Rentner              44
ADM                  43
Die Violetten        41
DKP                  36
Die Tierschutzpartei 36
NPD                  35
MLDP                 31
Die Linke            29
PSG                  28

Meine Übereinstimmung mit der NPD beträgt umgerechnet 37,2% - während sie bei Bard 56,6% beträgt. Landsmann, Du solltest Dir Sorgen machen!
Und Helcaraxe, bei Dir fehlt der 100%-Bezug. Da aber wie bei mir die rechts- und linksextremen Sausäcke auf den Diagramm-Plätzen 7 und 8 recht nahe beienander liegen, sind es wahrscheinlich auch so um die 35-40 Prozent, oder?

Weiteres (wahrscheinlich) heute Abend, muß jetzt erstmal wieder raus...

Äh nee, das noch:


Thanil
die einzige Partei, die in unserer Republik die Mitte einnimmt, ist die SPD.


Psycho Dad
Kann man vereinfacht sagen, dass die SPD die Koalitionshure unter den Parteien ist?

hähö

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Hallo


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Gimli
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Yes
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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:30                                  

Wolter, du musst nicht immer und überall ankündigen, was du wann und wo schreiben wirst. Keine Angst, wir merken das schon, sobald es soweit ist.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:34                                  +/-

Oxford
Ja, ich denke auch, dass ich sie deswegen wählen werde. Flexibel und offen wie nur was... so wie man die Huren vernunft- und sachorientierten Parteien mag. Keine ideologischen Scheuklappen und so.


In einer Demokratie, in der ALLE Parteien, die im Parlament vertreten sind, auf dem Boden der Verfassung stehen, muss zwischen ALLEN Parteien eine Zusammenarbeit auf Zeit möglich sein. Dass es hier von Zeit zu Zeit Abstriche gibt, ist mir klar. Aber dass sich beispielsweise die FDP seit den 80er Jahren der SPD verweigert, das ist einfach nicht normal und schlecht für unsere Demokratie.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:37                                  +/-

Das ist aber auch nur eine Meinung, die man nicht teilen muß. Es ist doch sinnlos, eine Koalition zu bilden, wenn man in allen oder fast allen zentralen Bereichen völlig gegensätzliche Konzepte hat.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:38                                  +/-

Nein, ist es nicht. Man vereinbart konkrete Ziele und beendet danach die Zusammenarbeit. Dann dauert die Legislaturperiode eben im Extremfall nur zwei Jahre. So what?


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:40                                  +/-

Thanil
Oxford
Ja, ich denke auch, dass ich sie deswegen wählen werde. Flexibel und offen wie nur was... so wie man die Huren vernunft- und sachorientierten Parteien mag. Keine ideologischen Scheuklappen und so.


In einer Demokratie, in der ALLE Parteien, die im Parlament vertreten sind, auf dem Boden der Verfassung stehen, muss zwischen ALLEN Parteien eine Zusammenarbeit auf Zeit möglich sein. Dass es hier von Zeit zu Zeit Abstriche gibt, ist mir klar. Aber dass sich beispielsweise die FDP seit den 80er Jahren der SPD verweigert, das ist einfach nicht normal und schlecht für unsere Demokratie.


Das war von mir gar nicht ironisch gemeint, sondern im Kern genauso wie du es siehst. Sachorientierheit setzt Ideologiefreiheit voraus. Und da ist die SPD in der Tat am "mittigsten" aufgestellt in Deutschland.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 16:43                                  +/-

Atomausstieg oder Mindestlohn kann man je nach Standpunkt als äußerst ideologisch begründete Konzepte ansehen. Ob die SPD "ideologiefrei" ist liegt also völlig im Auge des Betrachters.


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Bard
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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 17:13                                  +/-

Wolter

Meine Übereinstimmung mit der NPD beträgt umgerechnet 37,2% - während sie bei Bard 56,6% beträgt. Landsmann, Du solltest Dir Sorgen machen!



Verlegen Ja, das ist wahrscheinlich wieder dieser kleine Nazi in mir, der sich bei Gelegenheit immer mal meldet. Aber ich hab das unter Kontrolle, ich schwörs!

Wobei, ich schätze, wenn ich für den EU-Beitritt der Türkei gewesen wäre, wäre die NPD in der Endabrechnung noch deutlich schwächer abgeschnitten. Außerdem ist dieser Ja/Nein/Vielleicht-Wahlomat-Kram eh nicht allzu ernst zu nehmen.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 17:24                                  +/-

Meine Wahlomat-Reihenfolge ist: CDU/CSU, FDP, Piraten, SPD, Grüne, Linke. Die Unterschiede sind aber wie immer bei mir nur sehr gering von einer Partei zur nächsten.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 05.09.2009, 17:48                                  +/-

Thanil
Es wäre keine Krüppelmehrheit, wenn sich nicht einige Parteien so penetrant bestimmten Koalitionen verweigern würden:

Union: Nicht mit Grünen und Linkspartei
Grüne: Nicht mit Union, ungern mit FDP
FDP: Nicht mit SPD, Grünen und Linkspartei (!!)
Die Linke: Nicht mit Union und FDP
SPD: keine Einschränkungen (!!!)

Vielleicht ist es gerade diese Beliebigkeit, die der alten Tante SPD einen großen Teil ihrer Stammwählerschaft davonlaufen läßt und zu den Krüppelmehrheiten führt?

Wolter
Und Helcaraxe, bei Dir fehlt der 100%-Bezug. Da aber wie bei mir die rechts- und linksextremen Sausäcke auf den Diagramm-Plätzen 7 und 8 recht nahe beienander liegen, sind es wahrscheinlich auch so um die 35-40 Prozent, oder?

Vermutlich. Um den 100%-Bezug zu bestimmen, müßte ich erst alles noch mal anklicken, und das lohnt sich meines Erachtens nicht. Eine mittlere bis hohe Übereinstimmung bedeutet hier schließlich nur, daß man einige Sozialthemen angeklickt hat, die auch die Sozialisten von rechts vordergründig auf ihrer Agenda haben.


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 03:11                                  +/-

Ich habe mal ein paar Seiten zurückgeblättert.

= = = = = = =

Habt Ihr, einBaum und Glaurung, Euch jetzt (falls das erforderlich ist) eigentlich verbindlich beim Kulturtag am 25. Oktober angemeldet? grins
Den bebilderten Bericht beim Hingehen bedenken!


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Bards erstes Fazit der drei Landtagswahlen
F: Die NPD verpasst in Thüringen wohl Gott sei Dank knapp den Einzug in den Landtag, dafür schafft sie es in Sachsen zum zweiten Mal und kann sich dort trotz Verlusten als politische Kraft etablieren.

Unterm Strich: Kein guter Tag für die Demokratie...

Natürlich ist dieser Achtungserfolg der Rechtsextremisten kein Grund zum Jubel, aber mit der Formulierung "kein guter Tag" wird diese Ansammlung gemeingefährlicher Spinner größer gemacht als sie ist. Ein wirklich schlechter Tag für die Demokratie würde (in Bezug auf diese Seite des Extremismus) erst dann zu konstatieren sein, wenn aus einem solchen Ergebnis sich Indizien ableiten ließen, daß sie langfristig quantitativ derart angewachsene Wahlerfolge erzielen könnten, wie weiland die NSDAP Ende der 20er und Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Für eine solche Prognose gibt es aber verschiedener Punkte wegen, die sich heute von der "volkspsychologischen" Situation der Weimarer Republik deutlich unterscheiden, keine Grundlage; die sehe ich auch nicht in den 12% bei unter dreißigjährigen Wählern - knapp 9/10 der Altersgruppe entscheiden sich gegen die NPD; daß ein von mir jetzt nicht recherchierter erheblicher Anteil von ihnen sich statt dessen für die linksextremen Pseudodemokraten aussprechen, wird natürlich routiniert und geflissentlich übergangen, aber dazu gleich noch ein wenig mehr...
In Bezug auf die NPD würde ich den Alarmismus also etwas runterfahren... Yes

[Der Vollständigkeit halber, auch wenn es von der Fraktion der Verharmloser für ausdiskutiert gehalten wird: die Linksextremisten sind auch deswegen viel mehr akzeptiert, weil es aus alter 68er Che-Guevara-Tollfinde-Tradition fast überhaupt keine dem Verhältnis zum Rechtsextremismus ähnliche (und richtige!) mit antrainiertem Ekelgefühl-Pawlow-Reflex verbundene Sensibilisierung gegenüber antidemokratischer linker Seite gibt, die u.a. die im Vgl. zur Gesamtbevölkerungsverteilung politischer Präferenzen überproportional linksgerichteten Medien bei "rechten" (Mit den Augen rollen) Vorfällen regelmäßig zu Alarmgeschrei animiert - Alarmgeschrei, das angesichts ≥ 20% für die Linkspartei in drei Bundesländern (und in Thü sind es 27%!) eigentlich ohrenbetäubend sein müßte!
Gibt es denn wirklich nicht zu denken, was es z.B. für begeisterte Reiseberichte von Linkspartei-MdBs aus Venezuela gibt, wo Hugo Chavéz die Betätigungsmöglichkeiten und Rechte oppositioneller Medien mehr und mehr einschränkt?]
[/Einsamer Rufer in der Wüste *deprimiert*]

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Hallo Hallo Mond, hast Du mitbekommen, daß ich Dir am Ende eines Beitrages vom Freitag einen Lese- und Podcast-Tipp habe angedeihen lassen?

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Duisburg kenne ich bisher nur flüchtig - aber ich habe knuffige verschwägerte Verwandtschaft dort, also wenn es da vielleicht nicht solche architektonische Perlen wie in den sich innig liebenden Metropolen Düsseldorf und Köln geben mag, so haben die Menschen dort wenigstens ihr Herz auf dem rechten Fleck! Spitze (Was ich den Kölnern und Düsseldorfern aber nicht absprechen will...)

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Thanil
Für die SPD im Besonderen ist eine Fortführung der Großen Koalition schlecht, wenn sie erneut von der Union geführt wird, weil das die Partei auslaugt. Alle (der Öffentlichkeit so erscheinenden) Erfolge der Regierung, die auf SPD-Initiativen zustande kamen, werden der Kanzlerin zugerechnet. Die SPD hat zudem fast alle schwierigen Ministerien vier Jahre lang geführt, vor allem:

  • Außenpolitik – Steinmeier (Afghanistan-Krieg, Bush-Diplomatie, Irankrise...)
  • Finanzen – Steinbrück (Haushaltskonsolidierung, Finanzkrise, Steueroasen)
  • Umwelt – Gabriel (Atommisere, Klimawandel)
  • Arbeit und Soziales – Scholz (Finanzkrise, Rente, etc.)
  • Gesundheit – Schmidt (die ewige Gesundheitsmisere)

Die Union hat hauptsächlich die Operetten-Ministerien geführt:

  • Wirtschaft – Glos/Guttenberg (Messen eröffnen)
  • Landwirtschaft – Aigner (dem Wirtschaftsminister beim Messen Eröffnen helfen)
  • Familien – von der Leyen (Meinungsfreiheit bekämpfen)
  • Bildung und Forschung – Schavan (Bildung ist Ländersache)

Diese Aufteilung ist ja sowas von subjektiv...

  • Außenministeramt: prädestiniert dazu, ohne einem Wähler irgendwas ihn unmittelbar betreffendes Unpopuläres zuzumuten, wohlfeile Dinge über Menschenrechte und Staatsbeziehungen multi- u. bilateraler Art in die Mikrophone und Kameras zu sprechen. Das konnte der Ex-Straßenkämpfer Joschka noch viel besser als der Frank-Walter. Operette pur. Yes
  • Umweltministeramt: so wie Gabriel mit seinem ideologisierten Geschwätz über die Dramatisierung von niederrangigen Störfällen in AKWs fern des eigentlichen Reaktors es ausfüllt, ist es allerdings reinste Operette. hähö
  • Arbeitsministeramt: ich wohne in seinem Wahlkreis, weshalb ich Scholz' Visage einfach nicht mehr sehen kann! Innerhalb seiner von mir nicht geteilten politischen Ausrichtung empfinde ich es da aber als relativ angenehm, daß er kein rhetorischer (polemischer) Haudrauf ist, sondern durch bienenfleißiges Ackern in den Mühen der Ebene seine Parteikarriere gemacht hat.
  • Steinbrück (Finanzen) ist eine coole Sau Yes und Schmidt macht im Gesundheitsressort einen kompetenten Eindruck. Ist ja nicht alles schlecht in der SPD. zwinkern
Auf der anderen Seite...
  • Wirtschaftsministeramt: Ja, den Glos kann man - wie übrigens auch Operettenvizedirektor Bauminister Flachpfütze Tiefensee, den Du auf SPD-Seite merkwürdigerweise vergessen hast, Thanil - getrost als glatte Fehlbesetzung bezeichnen. Bei Nachfolger Guttenberg bin ich ein wenig vorsichtig seines schneidigen Auftretens wegen: das ist ja nicht automatisch Ausweis von Kompetenz. Ich traue ihm aber trotz seiner Jugend, vielleicht sogar gerade ihretwegen, Mut zu einer kreativen Rolle zu, die bei einem Abschliff individueller Eigenheiten in zwei weiteren Parteijahrzehnten deutlich weniger zu erwarten wäre als jetzt unter 40.
    Das Ressort Wirtschaft des Ressorts wegen automatisch in die Operettenschublade zu stecken, ist angesichts des Nachkriegsamtsvorgängers Ludwig Erhardt schlichterdings eine Frechheit. Allerdings sei zugegeben, daß nach dauerhafter Etablierung der sozialen Marktwirtschaft gegenüber damals die Gestaltungsmöglichkeiten kleiner geworden sind - ob Operette oder nicht, hängt eben wesentlich vom Amtsträger ab. Mal sehen, ob Guttenberg, wenn es das Wahlergebnis zuläßt - und er im Falle der Wunschkoalition nicht gleich Außenminister wird (während Wirtschaftspartei-Chef Westerwelle mit eben diesem hier erörterten Amt abgefunden wird zwinkern) - langfristige Spuren im Kabinett bzw. in den Geschichtsbüchern hinterläßt...
  • Landwirtschaftsministeramt: über die Aigner kann ich nicht viel sagen, sie ist ja seit dem Wechsel Seehofers nach München (????? wie lange ist das jetzt her?) erst im Amt, ein paar Monate zwar, aber dieses Ressort ist mir Städter doch recht weit weg . Aber ein schlechter Eindruck ist schon mal, daß sie sich zusammen mit Markus Söder von den Genverbotsideologen so manchen Schwachsinn soufflieren ließ. Für die deutsche Landwirtschaft ist dieses Amt sicher alles andere als operettenhaft - es hängt nun einmal auch von der Perspektive ab...
  • Bildungs- und Forschungsministeramt: ja, Schul- und Uni-Bildung ist Ländersache. Ob das gut ist, ist allerdings eine andere Frage. Kürzlich ist eine Umfrage bekannt geworden, derzufolge eine Mehrheit (von Eltern) gerade auf dem Gebiet der Bildung den Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen ablehnt. Abgesehen davon gibt es auch jetzt schon oberhalb der Länder angesiedelte "nationale Forschungsprojekte" bzw. Beteiligungen an intenationalen Forschungsvorhaben, über deren finanziellen Umfang im Falle positiven Bescheids dann in Berlin entschieden wird (LHC am CERN etwa).
    Schavan als Person ist jedenfall ziemlich unoperettenhaft. Sie scheint eine sehr fleißige und sachorientiert arbeitende Ministerin zu sein - nur weil sie so vergleichsweise wenig öffentlich auftritt, muß sie ja nicht für faul gehalten werden. Zwar weiß ich nicht mehr so recht die Quelle, aber laut der wurde sie ihres Fleißes und der Arbeitseffizienz wegen gelobt...
  • Ach ja, und dann gibt es da noch den Verteidigungsminister Jung: ist schon komisch, Thanil, daß Du zwar den ruhmreichen Außenminister Steinmeier mit dem Afghanistan-Krieg als heroisch zu schulternder Bürde in Zusammenhang bringst, den hessischen Koch-Vertrauten aber komplett vergißt hähö. Und dabei ist seine Rolle ja durchaus keine glamouröse wie die von Vollblutpolitiker (= Kommunikator mit den Menschen, seinen potentiellen Wählern) Guttenberg! Er wirkt eher wie ein mausgrauer Spitzenbeamter, also wie Steinmeier, nur noch grauer!
  • Die Frau von der Leyen (Familie) habe ich eben aus Versehen ausgelassen, aber das paßt ganz gut, um bei ihr genauso wie bei Schäuble (Inneres) zu konstatieren, daß die Vorwürfe "Meinungsfreiheit bekämpfen" bzw. "am Rechtsstaat sägen" einfach nur hanebüchen sind und sie mich zu keiner detaillierten Widerlegung dieses Schmarrns animieren.
    Ist bei von der Leyen für Sozialdemokraten natürlich schmerzhaft zu sehen, wie sie der SPD ein bis dahin sicher geglaubtes Terrain unterm Hintern weggeklaut hat Böse: jetzt ist das natürlich Operette, aber unter der Amtsträgerin des Kabinetts Schröder (????? wer war das da eigentlich...? - Ich erinnere mich nur noch, daß Schröder von Gedöns sprach hähö...) war das natürlich ein hochlöblicher Kampf für eine bessere Gesellschaft, und noch gaa' nix Operette!
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Thanil
Es wäre davon auszugehen, dass die Gelben tatsächlich von ihrem hohen Sockel (deutlich über 10%) abrutschen würden, wenn sie sich auch den anderen Parteien öffnen würden.

Aber "so what"? Das Risiko muss man eben eingehen, wenn es für Schwarz-Gelb nicht reicht.

Nix "so what": die kleinen Parteien sind aufgrund ihrer geringeren politischen Variabilität (oder umgekehrt: größeren Homogenität) von Mitglieder- und Wählerschaft bei "abweichendem Verhalten" der Übelnahme ihrer Wähler und folglichen Abstrafung bei der nächsten Wahl viel stärker ausgesetzt als die Volksparteien, in denen es diese Variabilität in Form verschiedener Flügel ja recht offen sichtbar gibt.
Die FDP hat gemerkt, daß sie mit dieser Linie besser fährt, als in einer ungeliebten Koalition bei erster Gelegenheit als "Umfaller-Partei" beschimpft zu werden!


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

So, jetzt habe ich mich eigentlich gerade zu Thanils Beitrag mit den Punkten über Merkels Politik (oder wie behauptet, "Nicht-Politik") vorgearbeitet, den zu beantworten ich mit meiner ungenauen Ankündigung im Auge hatte. Jetzt bin ich aber wieder fällig fürs Bettchen. Mit Rücksicht auf Triskels zartes Gemüt kündige ich meinen näxten Beitrag aber ohne zeitliche Angabe an (um die es mir nicht wirklich ging, sondern um die Info des Stummseins unmittelbar nach dem gerade geschriebenen Beitrag - aber jo mei: wo eine Triskelgelegenheit winkt, muß halt getriskelt werden, gell? Was interessiert da die Möglichkeit, daß es von Schreiber zu Leserin zu einer [falschen] Verschiebung zwischen Subtextintention und -interpretation kommen kann? ).
So erlaube ich mir - der der ihm geltenden Antwort harrende Thanil möge mir verzeihen (und Bard und Helcaraxe anschließend) - schon jetzt ein kleines persönliches Wort an Triskel zu richten:


Triskel...
(... "immer"... "überall"...) ... triskelt altkluge lehrertypische wahre Lebenshilfe, auf die man wirklich nienicht verzichten kann

Triskel, mit heißem lachtränenreichen Dank meine herzliche Gratulation für die gute Pfadfindertat des vergangenen Tages! Wenn ich Deiner güld'nen Weisheiten nicht teilhaftig würde... ????? äh... würde mein Leben auch nicht anders verlaufen! hähö grins

Aber Dank zuverlässigen Wolter-Hassern steht Dir ein billiger leicht begehbarer Weg zu zwei Sternchen offen - das ist doch toll, wenn man mal einen Schuß Selbstvertrauen nötig hat, oder? Stets zu Diensten! grins - Weißt' Bescheid, nä? Einfach den plöden Wolter belehren, schon regnet's Sternchen!

Gewalt ist keine Lösung


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Gimli
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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 13:15                                  

Zitat:
daß ein von mir jetzt nicht recherchierter erheblicher Anteil von ihnen sich statt dessen für die linksextremen Pseudodemokraten aussprechen, wird natürlich routiniert und geflissentlich übergangen, aber dazu gleich noch ein wenig mehr...
In Bezug auf die NPD würde ich den Alarmismus also etwas runterfahren...

[Der Vollständigkeit halber, auch wenn es von der Fraktion der Verharmloser für ausdiskutiert gehalten wird: die Linksextremisten sind auch deswegen viel mehr akzeptiert, weil es aus alter 68er Che-Guevara-Tollfinde-Tradition fast überhaupt keine dem Verhältnis zum Rechtsextremismus ähnliche (und richtige!) mit antrainiertem Ekelgefühl-Pawlow-Reflex verbundene Sensibilisierung gegenüber antidemokratischer linker Seite gibt, die u.a. die im Vgl. zur Gesamtbevölkerungsverteilung politischer Präferenzen überproportional linksgerichteten Medien bei "rechten" () Vorfällen regelmäßig zu Alarmgeschrei animiert - Alarmgeschrei, das angesichts ≥ 20% für die Linkspartei in drei Bundesländern (und in Thü sind es 27%!) eigentlich ohrenbetäubend sein müßte!



Also offenbar will der Wolter hier mal wieder seine Philosophie voranbringen, dass Links- und Rechtsradikale/extreme jeweils gleich schlimm und bekämpfenswert seien, da sie ja schließlich beide radikal/extrem weit von der "guten Mitte" entfernt seien, oder so ähnlich, und beklagt sich darüber, dass die böse linkslastige öffentliche Meinung in Deutschland stattdessen gegenüber dem Rechtsradikalismus/extremismus übersensibilisiert sei, bzw. diesem jedenfalls mehr Aufmerksamkeit widme und ihn für gefährlicher halte als den bösen Linksradikalismus/extremismus.
Kann man das als abstract der wolterschen Postings hier akzeptieren?

Vielleicht sollte das im Zweifelsfall auch so sein? Oder denkt der Wolter tatsächlich so simpel wie oben zusammengefasst (politische Mitte = gut, alles was davon entfernt ist = umso böser, je weit es davon entfernt ist, egal in welcher Richtung) ? ?????

Ich würde sagen, das Programm der Linkspartei ist theoretisch, bzw. was die Zielvorstellungen betrifft, ganz akzeptabel (materieller Wohlstand und gesellschaftliche Freiheit für alle), es dürfte sich nur aufgrund einer falschen/naiven Einschätzung sachlicher Verhältnisse (ökonomische und soziologische Prinzipien usw.) nicht realisieren lassen. Das der NPD basiert auf einer unwissenschaftlichen und menschenverachtenden Ideologie, die also schon bzgl. der Zielvorstellungen abzulehnen ist (da zeigen sich übrigens auch deutlich die Grenzen des Wahlomaten, denn wenn man nur nach den Antworten auf die dort gestellten Fragen geht, ist das NPD-Programm nicht besonders „schlimm“ (und landet bei mir immerhin noch vor dem der CDU/CSU), aber es wird hier eben nicht deutlich, aus welchen Grundüberzeugungen diese Antworten abgeleitet sind).



Zuletzt bearbeitet von Adrian am 06.09.2009, 17:43, insgesamt einmal bearbeitet
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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 15:09                                  +/-

Glaurung
Meine Wahlomat-Reihenfolge ist: CDU/CSU, FDP, Piraten, SPD, Grüne, Linke. Die Unterschiede sind aber wie immer bei mir nur sehr gering von einer Partei zur nächsten.


Die meinige hat mal wieder ergeben, daß ich wohl doch linker denke, als mir klar ist: Grüne, SPD, FDP, CDU/CSU. (Aus dem Gedächtnis, weiß nicht mehr, wo die Kleinen angesiedelt waren.) Allerdings waren die Abstände ziemlich klein. Hm, jetzt bin ich irgendwie nicht schlauer. Gerade auch, wenn ich mir die jeweiligen Parteikommentare zu den einzelnen Punkten durchlese - jede Partei hat Ziele, bei denen ich mir an den Kopf greife. Traurig Und ich hab keine Ahnung, zu welchem kleinsten Übel ich mich entschließen werde. Vermutlich mache ich entweder den Wahlzettel ungültig oder bin einer der Ad-hoc-Entscheider.

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Wolter



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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 17:29                                  +/-

Adrian B-los
Also offenbar will der Wolter ... das als abstract der wolterschen Postings ... Oder denkt der Wolter tatsächlich so simpel...

????? Dieser Wolter scheint dem Herrn B. irgendwie 'ne sehr abwesende - abstrakte - Existenz zu sein, daß nur über sie spekuliert, aber nicht mit ihr kommuniziert wird...

Adrian
... Philosophie...


Hab nun, ach *aufzähl*... Mit den Augen rollen und leider auch Theologie ect. pp. ... - Das kann man natürlich auch quasi als Glaubensfrage sehen: ????? gibt es diesen Wolter überhaupt...


Sein oder nicht sein - *bedeutungsschwangere rhetorische Pause* - das ist hier die Frage...!

[Natürlich stimmen die "Thesen" des Adrian nicht...]
*offlinegeh*


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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 18:33                                  +/-

Wolter


[Natürlich stimmen die "Thesen" des Adrian nicht...]
*offlinegeh*


Nicht? Klang für mich größtenteils ganz plausibel.


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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 18:50                                  +/-

Nene, der Wolter meint vermutlich, dass Links- und Rechtsextremismus beide zur Aufhebung der FDGO führen können und dadurch eine Gemeinsamkeit in Sachen Gefährlichkeit haben. Das ist nicht das gleiche wie Adrians unterstellte Theorie der Normabweichung, nach der Wolter eine Ideologie je gefährlicher findet, desto weiter sie vom gesellschaftlichen Konsens abweicht.


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(Tyler D.)


Zuletzt bearbeitet von Psycho Dad am 06.09.2009, 19:21, insgesamt einmal bearbeitet
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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 19:11                                  +/-

Psycho Dad
Nene, der Wolter meint vermutlich, dass Links- und Rechtsextremismus beide zur Aufhebung der FDGO führen können und dadurch eine Gemeinsamkeit in Sachen Gefährlichkeit haben.


Soso. Ja, der Ansicht bin ich ja ebenfalls! Und 99, 9 % aller User hier, wie ich mal vermute.
Dann sind wir uns ja einig, wie schön. Smilie


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 19:31                                  +/-

Wolter
Triskel, mit heißem lachtränenreichen Dank meine herzliche Gratulation für die gute Pfadfindertat des vergangenen Tages! Wenn ich Deiner güld'nen Weisheiten nicht teilhaftig würde... ????? äh... würde mein Leben auch nicht anders verlaufen! hähö grins

Aber Dank zuverlässigen Wolter-Hassern steht Dir ein billiger leicht begehbarer Weg zu zwei Sternchen offen - das ist doch toll, wenn man mal einen Schuß Selbstvertrauen nötig hat, oder? Stets zu Diensten! grins - Weißt' Bescheid, nä? Einfach den plöden Wolter belehren, schon regnet's Sternchen!

?????

Das geht jetzt aber deutlich zu weit, Triskel so anzumachen, weil sie auf Deine Vorankündigungs-Marotte hinweist. Und ihr dann auch noch zu unterstellen, daß sie Sternchenbewertungen zur Aufpolierung ihres Selbstbewußtseins hamstert... das ist doch... ach, was soll's... Geschockt

Um Dich zu beruhigen: Ich finde sogar die Mehrheit der besternten Ein-Satz-Beiträge in diesem Forum eher müde-witzig als brillant.

Adrian
dass Links- und Rechtsradikale/extreme jeweils gleich schlimm und bekämpfenswert seien, da sie ja schließlich beide radikal/extrem weit von der "guten Mitte" entfernt seien, oder so ähnlich, und beklagt sich darüber, dass die böse linkslastige öffentliche Meinung in Deutschland stattdessen gegenüber dem Rechtsradikalismus/extremismus übersensibilisiert sei, bzw. diesem jedenfalls mehr Aufmerksamkeit widme und ihn für gefährlicher halte als den bösen Linksradikalismus/extremismus.
Kann man das als abstract der wolterschen Postings hier akzeptieren?

Vielleicht sollte das im Zweifelsfall auch so sein?

- Wenn es um Linksautonome geht, dann sollte das auf keinen Fall so sein. Ich hatte dazu vor einem Jahr aus einem aktuellen Anlaß mal was geschrieben, der Beitrag findet sich hier.

Schön zu beobachten damals: Es ist schon so, daß solche Aktionen nicht selten eher wohlwollend kommentiert wurden. Sind ja nur Polizisten, die's trifft… ist ja für eine gute Sache… Die öffentliche Meinung ist da bisweilen schizophren.

- Wenn es um die Linkspartei geht: Sie ist keine zweite NPD unter anderen Vorzeichen, aber sie hat eine wesentlich realistischere Machtoption, was doch zur größerer Sorge Anlaß geben sollte als die deutschlandweit absolut unbedeutenden rechtsextremen Parteien. Die Zielvorstellungen der Linken sind auch nicht "ganz akzeptabel", wie Du sagst, denn sie würden fast zwangsläufig zu einer Plünderung des Sozialstaats und damit zu seinem Ende führen. Viele Leute machen sich das gar nicht recht klar. Und von den außenpolitischen Vorstellungen der Linkspartei fangen wir besser nicht erst an... Man muß schon völlig neben der Spur sein, um einerseits die Auflösung der NATO zu fordern und sich anderereits mit palästinensischen Extremisten gemein zu machen.


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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 06.09.2009, 19:49                                  +/-

Zitat:
Die Zielvorstellungen der Linken sind auch nicht "ganz akzeptabel", wie Du sagst, denn sie würden fast zwangsläufig zu einer Plünderung des Sozialstaats und damit zu seinem Ende führen


Ich meinte mit "Zielvorstellungen" das, was der Linkspartei als wünschenswerter gesellschaftlicher Zustand vorschwebt, nicht das, was sie tun würde, um diesen herbeizuführen, bzw. das, was dabei (wie ich früher in Reaktion auf Morgi desöfteren und auch hier wieder selbst schrieb) wahrscheinlich herauskommen würde.

Aber selbst das ist noch Welten von den Zielen (und zwar wirklich den Zielen) der NPD entfernt.

Zitat:
sich anderereits mit palästinensischen Extremisten gemein zu machen


Quelle?


linksautonome Gewalttäter: Auf die bezog ich mich nicht. Aber deine verlinkten Aussagen

Zitat:
Alles der gleiche Mist.

Abschaum.


treffen auch auf die nicht zu. Im Gegensatz zu rechten Schlägern sind das nach meiner Erfahrung überwiegend von ursprünglich menschenfreundlichen, wenn auch ziemlich wirren Idealen geleitete Naivlinge (was natürlich etwaige Gewalttaten nicht entschuldigt).

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