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Allgemeines Filmgeplauder III
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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:06                                  +/-

Äh…du SOLLST mir nicht immer Recht geben!

Aber: Die Männer sind sich nicht mehr einig über DEN einzig wahren Bond! Yeah!! hähö

Ansonsten: Für mich stehen die Connery-, Moore- und Brosnan-Bond-Filme (namentliche Auslassungen sind beabsichtigt) jeweils für eine ganz eigene Ära, die man auch gar nicht gegeneinander auszählen kann. Eins hatten sie aber alle gemeinsam: Einen wahren Bond.

*überleg* Vielleicht braucht es aber auch einen 'Nichtbond' dazwischen. War ja tatsächlich bisher immer so.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:18                                  +/-

Kaylee
Aber: Die Männer sind sich nicht mehr einig über DEN einzig wahren Bond! Yeah!! hähö

Wo denn? Niemand bezweifelte hier, dass Connery der beste Bond war. Du willst Verwirrung und Zwietracht säen, aber das wird dir nicht gelingen. Lazenby war ein Ausrutscher und ist lange vergessen. Rein zeitlich gehört er halt zu den "alten Bonds", ansonsten spielt er keine Rolle.

Natürlich waren die Moore-Bonds schon heftiges Action-Comic-Kino, aber eben immer noch das Original und Moores Ironie war wichtig, um das eigentlich überholte Prinzip des Agententhrillers aus dem Kalten Krieg in die knallbunten Siebziger zu retten. Ich sehe das Problem der heutigen Bonds darin, dass sie sich nicht mehr abheben von der Masse an mal mehr, mal weniger gut gemachten Actionfilmen, von Triple X bis Bourne Identität, die Erfolge der Comicverfilmungen wie Spiderman haben sicher auch Marktanteile geklaut. Bond müsst eine ganz andere Schien fahren, traut sich aber nicht, will ja auch nicht nur retro sein, verständlich. Die Retroschiene ist sowieso von den Austin Powers-Filmen belegt. Knifflig. Mir würde auch nichts mehr einfallen, man sollte die Reihe einfach zu Grabe tragen. Alles hat seine Zeit.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:23                                  +/-

Kaylee
*AnführungszeichenindieLuftmal* Handlung

rolling on the floor...

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:24                                  +/-

Ja, irgendwie sinnlos.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:27                                  +/-

Also ich weiss nicht, ich denke ein intelligenter Drehbuchschreiber könnte Bond wieder zu alten Glanzzeiten zurückführen. Viele der besten Bond-Filme basierten ja auf dem Schema "irrwitzig reicher Bösewicht bringt Unordnung in das internationale Staatentheater, in dem sich bestimmte Länder spinnefeind gegenüberstehen und daher nicht reibungslos kooperieren". Zwar gibt es nicht mehr zwei Supermächte, die sich waffenstarrend gegenüberstehen, aber ansonsten passt das auch sehr gut in die heutige Zeit. Gerade in die heutige Zeit passt es sehr gut, denn wir haben ja mit Osama Bin Laden einen irrwitzig reichen Bösewicht, der Unordnung ins internationale Staatentheater bringt und Taten vollbringt, die eines Bondfilms würdig wären (z.B. halbe Städte verwüsten, Länder miteinander in Kriege verwickeln).

Wann, wenn nicht heute, könnte man einen wirklich glaubwürdigen Bondfilm drehen? Stattdessen sehen wir Nordpol-Hotels und unsichtbare BMW. Allein der Wille (oder das Talent) fehlt.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:30                                  +/-

Der letzte gute Bond war eh The spy who loved me. Die Supermächte arbeiten widerwillig zusammen gegen den genialen Oberschurken Stromberg (die Deutschen waren einfach immer die besten Schurken), der Jules-Verne-artig auf dem Meeresgrund lebt und eigentlich ganz charmant ist. Gut, er will die Menscheit ausöschen, aber er will ja eine neue, reinere Rasse gründen, das ist anerkennenswert.

Es gibt nettes Spielzeug, das aber nicht totgeritten wird, viel Humor (Beißer!), tolle Schauplätze und eine gigantische Endschlacht. Danach hätten sie aufhören sollen, das war nicht mehr zu toppen. Dann kam ja auch der Moonrakerquatsch, um unbedingt noch einen draufzusetzen und danach war auch nüscht mehr.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:35                                  +/-

@thanil:
Demnach müsste ein heutiger Bond ja Bin Laden zur Strecke bringen? Ich denke, das wäre zu nah an der doch eher traurigen Realität, da fehlte der Abstand, der ein Actionabenteuer genießbar macht.

Ich könnte mir vorstellen, dass gerade die surrealen Erzschurken der 60er Jahre eine Wunschprojektion waren, um vom Kalten Krieg abzulenken und die Fronten mal etwas aufzulösen. So konnte man auch das Misstrauen zwischen den Supermächten anprangern und zeigen, wie sehr sich die Welt damit selber die Hände band. Was wäre heute des Gegenstück?

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 14:49                                  +/-

Vielleicht dass die wahren Feinde keine Terroristen, die sich in Höhlen vor B52-Langstreckenbombern verstecken, sondern die Chinesen sind? grins

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 16:36                                  +/-

Nichtraucher
... und eigentlich ganz charmant ist. Gut, er will die Menscheit auslöschen, aber er will ja eine neue, reinere Rasse gründen, das ist anerkennenswert.

Genau.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 16:57                                  +/-

Wichtig ist glaube ich, dass der irre Oberböse nicht *zu* irre ist.

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Erinti



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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 17:05                                  +/-

Nach Sichtung von Batman Begins in der OV will ich nie wieder die Syncro hören. Im Deutschen wirkt die veränderte Stimme, wwenn Bruce Wayne Batman ist, so übelst aufgesetzt und schrecklich, im Englischen dagegen richtig gut (besonders der letzte Satz des Films).
Im übrigen freue ich mich schon auf die Extras, wobei, soweit ich das sehe, keine Audiookommentare vorhanden sind Geschockt

Besonders schick an der DVD ist dabei diese Stahlbox. Das macht gut was her zwinkern

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 17.10.2005, 17:50                                  +/-

Ich habe Batman Begins gestern gesehen und muss sagen, dass ich gut unterhalten wurde. Die Optik des Films ist über jeden Zweifel erhaben. Die Schauspieler sind klasse (bis auf die ewig gleich grinsende oder heulende Katie fuckedbyscientology Holmes), und die Story war - bis auf den einen oder anderen groben Schnitzer - ansprechend. Besonders gefallen hat mir die Behandlung des Rachemotivs. Die Eltern des jungen Bruce waren mir zwar viel zu sehr übermenschliche Lichtgestalten, d.h. ich meine mit "Behandlung des Rachemotivs" jetzt ausdrücklich NICHT die Motivation Batmans für seinen Kampf gegen das Verbrechen, sondern der schmale Grat, auf dem er sich dabei bewegt zwischen dem niederen, alttestamentarischen Racheinstinkt beziehungsweise einfacher Selbstjustiz und der Beachtung der Spielregeln des Rechtsstaats. Letztlich spiegelt sich dieses Motiv über den ganzen Film hinweg in dem Konflikt zwischen Henri Ducard als Bruce Waynes Meister und ihm selbst als Lehrling. Der eine stellt sich und seine Ziele über das Gesetz und macht sich damit zum Ankläger, Richter und Henker in Personalunion, einer zutiefst despotischen Figur, deren Anmaßung keine Grenzen kennt und die deshalb auch letztlich - in dem Glauben einem höheren Zweck zu dienen - in völliger Menschenverachtung zum Superverbrecher wird. Batman hingegen ordnet sich und sein Tun dem Gemeinwesen unter und übernimmt die Funktion der Polizei, die aufgrund von Korruption und Unfähigkeit nicht mehr dazu in der Lage ist, das Gemeinwesen zu schützen, allerdings einem Gemeinwesen, das sich im Ausnahmezustand befindet und daher auch besonderer Maßnahmen zu seiner Rettung und "Reinigung" bedarf.

Da ist zwar noch ziemlich viel amerikanisches Staatsmißtrauen drin, zugleich kann ich mich als staatsgläubiger und rechtschaffener Mitteleuropäer dennoch in dieser im Kern rechtsstaatlichen und sogar humanitären Vision wiederfinden.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 25.10.2005, 21:38                                  +/-

Kaylee
Neeiiiinn!!

Igitt. Der ist blond. Und unlaessig. Ist doch der aus Tomb Raider, oder?

---


Brothers Grimm ist ... seltsam. Nicht gut, nicht schlecht. Manche Handlungsspruenge sind schwer nachvollziehbar, andere vorhersehbar. Der Werwolf sah lustig aus wenn er sich verwandelte. Beluccis Gesicht, als es zersprang, war gut gemacht, das hat mir gefallen. Der Kitsch war ertraeglich, Die Romantikerei auch. Schlimm fand ich, als dem Kind das Gesicht zuwuchs. Der absolute Alptraum. Das fand ich auch in Matrix die schlimmste Szene, als Neo der Mund zuwuchs.

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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 26.10.2005, 00:56                                  +/-

Habe gerade wieder mal ein bißchen Norman Jewisons "Fiddler on the Roof" geschaut. Ich glaube, wenn ich einen Lieblingsmusicalfilm nennen sollte, wäre er das. Die Musik ist nicht immer kitschfrei (aber das gehört zum Musical), aber mitreißend, vor allem die Tanzszenen. Die Dialoge haben einen wunderbar verschmitzten Humor, schön vor allem, wenn Tevye und der sozialistische Rebell Perchik sich unterhalten:


Perchik: In this world, the rich are the criminals. Someday their wealth will be ours.

Tevye: Oh, that would be nice. If they would agree, I would agree.

Rabbi's Son: And who will make this miracle come to pass?

Perchik: People. Ordinary people.

Rabbi's Son: Like you?

Perchik: Like me.

Tevye: So until your golden day comes, how will you live, Reb Perchik?

Perchik: By giving lessons to children. Do you have any children?

Tevye: I have five daughters...

Perchik: Five...!

Tevye: DAUGHTERS!

Perchik: Girls should learn too. Girls are people!

Rabbi's Son: A radical!!


Und dann das typische Schicksal für einen intellektuellen Jungkommunisten in der Zarenzeit: Verbannung nach Sibirien, aber seine Liebste verläßt Heimat und Familie und reist ihm nach. "Yet there with my love - I'm home." *schnief*

Fast immer sehr gelungen sind auch Tevyes Gespräche mit sich selbst ("On the other hand...") oder mit Gott: "I know, we are Your Chosen people. But, once in a while, can't You choose someone else?"

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parasite



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BeitragVerfasst am: 28.10.2005, 19:37                                  +/-



Wonderland

Los Angeles, 1981. In der Wonderland Avenue werden 4 mit Bleirohren übel zugerichtete Mordopfer gefunden. Und obwohl in L.A. Drogenkriminalität und Gangrivalitäten zur Tagesordnung gehören, schlägt dieses Ausmaß an Gewalt hohe Wellen in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.
Die Wonderlandclique, aus der die 4 Mordopfer stammten, war vor allem ein Sammelbecken resignierter und orientierungsloser Restbestände der "Summer of Love" Generation, die sich schon vor langer Zeit von ihren Idealen verabschiedet hatten und mit Drogen und Parties ihren Lebenswandel fristeten. Auch John Holmes, der erste, große Star der damals noch jungen Pornofilmindustrie, war nach dem Ende seiner Karriere in den Drogenkonsum abgeglitten und trieb sich häufig im Wonderland rum. Kein Wunder also, dass er schnell mit den Morden in Zusammenhang gebracht wurde. Doch ist einem charakterschwachen Menschen, der nur über die Größe seines Geschlechtsteils definiert wird, die Motivation für eine solch grausame Tat überhaupt zuzutrauen?

Der Film beginnt mit dem Verbrechen und in Ermittlungsgesprächen der Polizei werden durch Rückblenden die subjektive Sichtweisen mehrerer Beteiligter gezeigt, die die Ereignisse schildern, die schliesslich zu der unfassbaren Tat führten. Dabei nähert sich der Zuschauer schrittweise der Wahrheit, allerdings ohne Eindeutigkeit am Ende.
John Holmes (gespielt von Val Kilmer) stellt sich als heruntergekommene Persönlichkeit dar, die scheinbar unbedarft und getrieben von der eigenen Drogensucht immer tiefer in die Konflikte des L.A.er Nachtlebens schlittert. Am Ende stellt sich die Frage, ob der Typ einfach nur Glück hatte, lebend aus der Sache rauszukommen, oder ob er selbst treibender Teilnehmer der Ereignisse war, der seine Konkurrenten berechnend miteinander ausspielte und als einziger schadlos aus der Sache herauskam. Vermutlich ein Stück weit beides.
Der Regisseur bediente sich meisterhaft moderner Schnitt- und comicartiger Collagetechnik, die die Ereignisse zwar verkürzen und zusammendampfen (wie man es etwa aus „Blow“ oder „Snatch“ gewohnt ist), es somit aber auch ermöglichen deren Komplexität durch Gegenüberstellung von subjektiven Ansichten einleuchtend zu veranschaulichen. Der Film nimmt seine Charaktere ernst. Auch wenn eine wirkliche Identifikationsfigur letztendlich fehlt, behält man die Übersicht und bleibt mit Spannung dabei.

Die Besetzung ist durchweg hochwertig. Eine Glanzleistung von Val Kilmer. Weiterhin kann ich mich noch an Lisa Kudrow (Phoebe Buffay aus "Friends")) erinnern, mal in einer ernsten Rolle. Ausserdem war für mich das erste Mal Carrie Fisher in einem Film, der nicht Star Wars heißt, zu sehen.

Wonderland handelt von wahren Begebenheiten und bleibt meines Erachtens sehr nah an den Tatsachen. Diese Authentizität macht einen gewissen Reiz des Filmes aus, denn man bekommt auch einen Eindruck des Untergrundes von Hollywood zu einer Zeit, als die Blütenträume der Peace & Love Jahre längst ausgeträumt waren und ihre Protagonisten ein verkatertes Erwachen in der Realität erfolgreich verdrängten (höhö). Man taucht in eine Welt ein, die man zwar aus Filmen bereits kennt, aber bisher für eine Überzeichnung ihrer selbst hielt. Für mich war „Wonderland“ ein intensives Filmerlebnis.

Es gibt eine Bonus-DVD und das zusätzlich Material ist üppig. Neben Interviews, rausgeschnittenen Szenen und den ganzen alt bekannten Kram, gibt es eine anderthalbstündige Dokumentation über das Leben von John Holmes, der Ende der 80er dann an Aids starb. Die Doku hält sich allerdings nur relativ kurz mit den Wonderlandmorden auf und geht eher auf Holmes' bahnbrechende Leistungen in der aufblühenden Pornoindustrie ein und zeigt ihn zum Schluss als ziemliches Wrack.
Der Film ist ab 16 und es überraschte mich, unter dem Bonusmaterial auch das ungekürzte, etwa 30 minütige Polizeivideo des Tatortes zu finden. Das ist ziemlich harter Stoff, untermauert aber die Intensität des Filmes und erhellte mir die Tatsache, wie übertrieben doch die Darstellung von Blut in Hollywoodfilmen (auch in „Wonderland“) eingesetzt wird.
Es war Zufall, dass ich mich für diesen Film in der Videothek entschied. Glück gehabt, hat sich in dem Fall gelohnt. Ich hatte im Vorfeld nichts von „Wonderland“ gehört.

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 31.10.2005, 01:23                                  +/-

Gestern abend habe ich mir auf DVD mal "Ring 2" angesehen und war schwer enttäuscht. Der erste Teil war mit Abstand das Beste, was ich je aus dem Horrorgenre gesehen habe, atmosphärisch unglaublich dicht, packend und subtil düster-beklemmend. Außerdem hatte mich seinerzeit das absolut unvorhergesehene Ende begeistert. Und der Film hatte mich so schlimm verängstigt wie noch kein anderes Medienerlebnis...
Ring 2 dagegen wirkt innovationslos, planlos und schlecht konzipiert, die einzelnen Szenen haben nur selten einen Zusammenhang. Durch den häufigeren Einsatz von Schockeffekten sinkt der Angstfaktor eher. Der erste Teil hatte nur eine einzige echte Schockszene, aber die hatte es dann auch verdammt in sich. Insgesamt gelingt es dem zweiten Teil nicht, dieselbe klaustrophobisch-alptraumhafte Atmosphäre zu schaffen.

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parasite



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BeitragVerfasst am: 31.10.2005, 19:00                                  +/-

Ich habe in einer Videothek hier in der Nähe neulich "A Tale Of Two Sisters" gesehen. Den fand ich ziemlich spooky, als ich ihn damals gesehen habe (obwohl er gegen die Neuinszenierung vom Ring vielleicht auch abstinkt, die ist schon ziemlich gut). Schau ihn dir doch mal an, wenn's ihn in der Videothek gibt. Gutes koreanisches Horrorkino jedenfalls.


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 31.10.2005, 19:46                                  +/-

So, ich habe heute einen Stapel DVDs geschickt bekommen und werde jetzt wohl ein paar Filmabende machen. Erster Film in der Reihe "Lothiriel wird dazu verdonnert, britische Filme zu gucken" wird "The Importance of Being Ernest" sein, nach einem Theaterstück von Oscar Wilde. Die Cast klingt vielversprechend: Rupert Everett, Colin Firth, Reese Witherspoon, Dame Judi Dench und Tom Wilkinson. Allerdings habe ich nur die deutsche DVD hier, die mir schon die ersten Fluchereien entlockt hat. Ich HASSE es, wenn ich bei einer richtigen, legalen DVD erst einmal Copyrightbelehrungen über mich ergehen lassen muss, dann ewig warten muss, bis so ein animiertes Filmstudiologo endlich zu Ende animiert ist und dann kommt ein grausam häßliches Menü mit nerviger Klaviermusik. Ich habe mich also durch dieses Menü durchgekämpft bis zur englischen Tonspur, solch ein Film schreit einfach danach, ihn in OV zu gucken, und was ist? OV gibt's nur mit Untertiteln, aber keinen englischen, sondern deutschen Untertiteln, die mich komplett stören. Gottseidank ist oben und unten vom Film reichlich schwarzer Balken und die Untertitel befinden sich nur in diesem schwarzen Bereich, über den ich jetzt erst einmal einen schwarzen Schal gespannt habe, damit ich die Untertitel nicht dauernd im Blick habe. Wie gut, daß ich den Film nur geliehen bekommen habe, so macht eine DVD nämlich nicht wirklich Spaß.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 01.11.2005, 20:11                                  +/-

Das hört sich zwar nerdig an, aber da ich genauso auf solche Details achte und sie mir wichtig sind, habe ich dafür volles Verständnis.

The Matrix Revisited
Angespornt durch eine anderswo geführte Debatte über Kunst und Kommerz habe ich heute zum ersten Mal seit zwei oder drei Jahren wieder The Matrix geguckt. Was oft übersehen wird ist, dass dieser Film voller augenzwinkernder Ironie ist, dass sich jede Szene nahtlos und folgerichtig in die vorangegangene Szene einfügt und dass er von seiner Story her hervorragend konzipiert ist, auch wenn die Wachowski Brüder sich natürlich ganz ähnlich wie Tarantino schamlos bei zahlreichen Quellen bedienen.

Der Film spielt meisterhaft auf der Klaviatur der bewußten und unterbewußten Zuschauerbedürfnisse. Der Aufbau von Mister Anderson zum übermächtigen Neo wirkt unter anderem deshalb so stark, weil der Zuschauer mit aller Macht in eine Identifikation mit Neo gedrängt wird. Letztlich handelt es sich um eine symbolische Ermächtigung des Zuschauers. Das Unbehagen des modernen Menschen an seinem Dasein in einer technisierten, von wahrem Individualismus weitgehend bereinigten Welt wird hier direkt angesprochen: Das Gefühl, dass die Welt nicht so ist, wie sie sein sollte oder sein könnte, und das Gefühl, dass man selbst für höhere Dinge berufen ist. Letztlich ist The Matrix auf diesem symbolischen Level die gleiche Geschichte wie Fight Club, einem weiteren Film, der wie kein zweiter das (Selbst-)Bewußtsein der jugendlichen bis frühadulten Kinogängergeneration der 90er und frühen 2000er geprägt hat. Auch hier haben wir es mit einem Helden zu tun, der ein langweiliges Leben führt, und der in einem manchmal schmerzhaften Erweckungsprozess zu seiner wahren Bestimmung findet und sich letztlich weit über das graue Alltagsleben erhebt.

Letztlich finde ich mich in meiner Ansicht bestätigt, dass The Matrix Filmkunst ist, die man immer wieder auf's Neue konsumieren kann, ohne dass einem dabei langweilig wird. Der Film funktioniert sowohl auf einem sehr niedrigen Unterhaltungslevel als auch unter den Bedingungen gedanklicher und theoretischer Abstraktion. Er ist zudem handwerklich fast perfekt gemacht und verfügt über einen hervorragenden Soundtrack. Für mich weiterhin neben Filmen wie Pulp Fiction und dem oben erwähnten Fight Club einer der wichtigsten Filme der 90er Jahre.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 01.11.2005, 20:22                                  +/-

Und jetzt bitte die Kritik zu Matrix Reloaded und Matrix Revolutions. Smilie

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 01.11.2005, 20:23                                  +/-

Dafür müsste ich die vorher noch mal gucken. Ich habe die beiden DVDs aber gerade verliehen.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 01.11.2005, 20:28                                  +/-

Ich hoffe inständig, dass Du die DVDs gestohlen hast, denn sonst bliebe nur die Schlussfolgerung, dass Du für diese beiden Filme Geld ausgegeben hast.

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