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Das Kinojahr 2005 & Ausblick auf 2006
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 01:36                                  +/-


War's so schlimm?

Ramujan
In dem unterirdisch schlechten Kinojahr 2005 sticht er durchaus heraus, so rund wie der dritte Film wirkt er aber nicht.

Warum war das Kinojahr 2005 denn so schlecht?

Ich würde jetzt auch gerne was dazu schreiben, aber ich muss erst den ganzen "Aktuelle-Filme"-Thread durcharbeiten, da ich nie weiß, wann ich was gesehen habe *ächz*

Aber ihr könnt ja schon mal anfangen Smilie


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 15:15                                  +/-


Jetzt wird abgerechnet...


Mmhh.. ich glaub, ich hab jetzt alle Filme zusammen, die ich 2005 im Kino sah oder recht zeitnah auf DVD. Ohne Garantie.

Totaler Reinfall:
Cabin fever - ein Film ohne Sinn und Verstand, der sich einfach nicht entscheiden konnte, was er sein will, Horror, Thriller oder Komödie. Völlig verschenkte Idee.


Enttäuschungen:
Ich glaub, das war in erster Linie Alexander. Oliver Stone, sehr viel Geld, ein tolles Thema, ein Wahnsinns-Trailer - und dann 3 1/2 Stunden Langeweile. Ich wusste danach nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Schade drum.

Vielleicht könnte auch Aviator hier reingehören, war auch weniger dahinter, als ich erwartet hatte. Wie schon bei "Gangs of New York" war eigentlich alls super, großes Kino, aber irgendwas fehlte, irgendwie haben mich beide Filme nicht mehr so angesprochen und mitgerissen wie Scorceses frühere Werke.

Bluthochzeit, da hätte man wirklich mehr draus machen können, schon allein mit den Darstellern, Ochsenknecht vs. Rohde! Verschenkt.

Collateral, da hab ich mich ja hier bereits lange drüber ausgelassen. War mir zu viel heiße Luft mit zu wenig dahinter.

Star Wars 3 - es wurde einfach nicht besser.. Geschockt


Kann man sich anschauen
House of flying daggers war der erwartete üppige Bilderrausch, aber viel mehr bleibt mir nicht in Erinnerung. Als Liebesdrama war es doch zu oberflächlich. Merke: nur weil ein Film nicht aus Hollywood kommt, muss er nicht niveauvoll sein.

Harry Potter 4 - die volle Ladung, eine glitzernde Wundertüte. Leider interessiert mich die Geschichte überhaupt nicht.

Million dollar baby, das Alterwerk des alten Raubeins war sehr professionell, aber so knarzig und konservativ inszeniert, dass ich beschloss, doch noch nicht so alt zu sein, um ihn richtig gut finden zu müssen.

Melinda und Melinda, der letzte Woody Allen, mal wieder eine eher seichte, altersmüde Angelegenheit. Da ich sowas erwartet hatte, war ich nicht enttäuscht, aber trauere doch etwas den Streifen aus seiner großen Zeit hinterher.

Mathilde, eine große Liebe - siehe "House of flying daggers".

Wie im Himmel - zuckriger Schwedenkitsch. Muss man sich halt nachher gründlich die Szene putzen. Mit einem Splatter zum Beispiel.

Millions - netter Familienfilm von Danny Boyle. Aber vielleicht sollte er doch bei Drogen- und Gewaltfilmen bleiben. Jeder wie er kann.

Broken Flowers - siehe "Melinda und Melinda" und ersetze Woody Allen durch Jim Jarmusch. Allerdings ist Bill Murray hier wirklich sehenswert (wann nicht?).

Robots - optisch grandios, unglaublich detailreich und liebevoll gestaltet, wenn die Story nur nicht so pfannkuchenflach und 100 000 Mal gesehen wäre Mit den Augen rollen Ich glaube, hier haben sich bereits Drittklässler gelangweilt. Extrapunkt für Verwendung eines Tom-Waits-Songs. Man kann ja die Kids gar nicht früh genug an gute Musik heranführen.

Reine Chefsache - der Trailer war besser.


Schon besser
Das wandelnde Schloss - hat mich nicht so angesprochen wie "Chihiro", aber natürlich ein wunderbares Kinoerlebnis.

Dawn of the dead - sauberer Zombiesplatter, nichts auszusetzen soweit. Extrapunkt für Verwendung eines Johnny-Cash-Songs.

Lemony Snicket's A Series of unfortunate Events - interessanter Neuzugang im Kinderfilmsegment. Werde ich im Auge behalten.

My summer of love - klein, schön und irgendwie retro. So was brauch ich immer mal wieder zwischen den "großen" Filmen.

Per Anhalter durch die Galaxis - ich mochte ihn, shoot me.. Zunge

Sin City - ich mochte ihn nicht, shoot me... fand ihn pubertär und großkotzig, aber der konsequente Stil und die Optik verdienen Respekt. Ist auf jeden Fall ein Erlebnis.

Wächter der Nacht - so süß... man muss ihn einfach mögen... könnte Kult werden.

Meeresfrüchte - so süß... man muss ihn einfach mögen, wenn man französische Filme mag. Wenn nicht, wird man ihn hassen hähö

The descent - so süß... nein, nicht wirklich ugly


Ziemlich toll
Alles auf Zucker - wirklich schnoddrig-witzes Filmchen aus deutschen Landen, davon hätt ich gern mehr.

Team America - haha, lang nicht mehr so gelacht! Ich fand ihn großartig. BUMM. KAWUMMS. RATATATAT. Und alles mit Marionetten.. herrlich grins

Wallace and Gromit IV - gewohnt höchstes Niveau. Hätte er etwas weniger oft an "Unter Schafen" erinnert, würde ich ihn richtig toll finden.

The corpses bride - ach Gott, so herzig...und die ganzen süßen kleine Skelette... :herzchen: war ein gutes Animationsjahr, scheint mir.


Meine Highlights:
Closer - ein schauspielerischer Leckerbissen. Habe lange nicht mehr so gute Leistungen gesehen. Andere Schauspieler werden diesen Film sehen und weinen.

Kontrol - ganz komisches kleines Filmchen aus Ungarn, das mich irgendwie sehr mitgerissen hat. Hab sogar von geträumt, das gibt Extrapunkte.

L'auberge espagnole II - eine Fortsetzung, die besser ist als der erste Teil, sowas gibt es also doch. Wunderbarer, halb leichtsinnig, halb erwachsener Film mit den schönsten Menschen Europas.


Und der Sieger heißt...

*trommelwirbel*

Garden State - Vielleicht nicht der wirklich beste Film, aber sowas als Erstlingswerk abzuliefern, das honoriere ich, da ist noch viel Potential vorhanden. Und damit bin ich auch gleich bei der Schauspielerin des Jahres. *tusch* Natalie Portman, gleich mit drei Filmen vertreten und mit zumindest zwei großartigen Leistungen. Man muss sie einfach gesehen haben, wie sie ihren Hamster begräbt oder Clive Owen buchstäblich auf der Nase rumtanzt... Apropos, ich glaube, ich küre Clive Owen zum Schauspieler des Jahres, allein für die Leistung, nach "King Arthur" so was wie "Closer" und "Sin City" abzuliefern. Diese mehrtausendprozentige Steigerung verdient meine Achtung Spitze


Filme, die ich wahrscheinlich auf DVD nachholen werde:
Krieg der Welten
Charlie and the chocolade factory
Neverland
Flight plan
The grudge
Dark water


Sonst noch
Zur Zeit läuft noch Keine Lieder über Liebe, Stage beauty mit Claire Danes und History of violence, die mich interessieren könnten. Narnia werde ich wahrscheinlich anschauen und so lala finden und auf den neuen Woody Allen, Match point, bin ich sehr gespannt, alle Kritiken sprechen von einer Art Selbstneuerfindung des Meisters. Außerdem ist Scarlett Johannsen dabei. Sie hatte kein so gutes Jahr, finde ich, nach dem fulminanten Durchbruch mit "Lost in translation" haben mich weder "Die Insel" noch "A lovesong for Bobby Long" ins Kino gelockt, in "Reine Chefsache" blieb sie blass, ich hätte mehr erwartet. Sie war doch DAS "It-girl"...


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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 15:22                                  +/-

Ich möchte PKs Arbeitsplatz, wenn er so etwas tagsüber schreiben kann. Traurig


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 17:41                                  +/-

Cool, mal sehen ob ich auch so eine Liste zusammenbekomme. Schade, dass ich nicht alle Kinokarten aufgehoben habe. Das würde die Sache erleichtern und ein Foto davon als Visualisierung wäre interessant.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 17:49                                  +/-

Da sind ein paar Filme aus 2004 dabei, z.B. "Dawn of the Dead", oder?

Und "Bluthochzeit" fand ich sehr großartig. Ein bisschen trashig, aber großartig.

Nichtraucher
Filme, die ich wahrscheinlich auf DVD nachholen werde:
Krieg der Welten

Spar dir das Geld.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 17:52                                  +/-

Ja, das ist halt schwer zu recherchieren... wann war jeweils der deutsche Kinostart? Manche hab ich erst auf DVD gesehen ect.


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 17:54                                  +/-

Dawn of the Dead sah ich doch in einer Sneak im Sommer, der lief also 2005 in Deutschland an. Oder war das nicht der? Egal.

edit: Land of the Dead. Alle gleich. *Augenroll*

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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 18:14                                  +/-

Du könntest einen PN-Austausch mit mir starten, dann kann ich dir bei deinen Recherchen behilflich sein. Zwei Hirne erinnern sich an mehr als eins alleine. Und meins sowieso an mehr als deins. *zungeraussterck* Außerdem habe ich einen tipptopp geführten Terminkalender.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 18:26                                  +/-

Ich versuche seit ein paar Jahren jede Kinokarte aufzuheben, die ich kaufe. Funktioniert bisher ganz gut und ist teilweise sehr interessant. Auf der Karte zu "Be Cool" steht zum Beispiel eine genauere Definiton des Sitzplatzes drauf: Loveseat grins
Und auch andere Dinge, jedenfalls ein Haufen Erinnerungen. Da ist meine unabgerisse Karte von der Premiere zu "Die Gefährten", da sind zwei Kinokarten aus Osnabrück, die mir sagen, dass ich sie mit Elanor gesehen habe, "Barfuss" habe ich um 23 Uhr gesehen (*zack* kommen Erinnerungen hoch), zwei Filme in einem Minikino in Münster mit meiner Freundin, "Star Wars" einmal in Münster, einmal in Oldenburg, "Im Feuer" leicht angetrunken und ich hatte kein Bock mehr auf die Party ... und und und. Das ist besser als Tagebuch schreiben. Spitze


So, dann mache ich mich auch mal daran und gucke nach. Aber nur Kinofilme, DVDs von neuen Filmen habe ich auch gar nicht, oder nur wenn ich sie vorher im Kino gesehen habe.

Erstmal eine Liste:
- 13.01 "Alexander"
- 12.02 "Im Feuer"
- 02.06 "Star Wars: Episode III"
- 10.06 "Barfuss"
- 22.06 "Batman Begins"
- 24.06 "Star Wars: Episode III" grins
- 15.08 "Sin City" (habe ich später noch einmal gesehen, Karte ist aber weg)
- 28.08 "Das wandelnde Schloss"
- 12.09 "Das Comeback"
- 15.09 "Mr. & Mrs. Smith"
- 27.09 "Bin Jip"
- 05.10 "SommerHundeSöhne"

Das Münsteraner Cineplex schreibt auf seine Karten übrigens nicht das Jahr, sondern nur Tag und Monat. Das könnte später zu Problemen führen. Geschockt

Enttäuschungen
- Alexander: Das war irgendwie nichts. Aber ich müsste ihn mir eigentlich nochmal auf DVD anschauen, um sicher zu sein, beim ersten Mal war es sehr verwirrend.
- Im Feuer: John Travolta, Joaquin Phoenix, coole Feuerwehrleute .. aber das Feuer fehlte trotzdem, der Funke sprang nicht über, ich wurde mit der Sache einfach nicht warm. Zumindest gab es kein Effektfeuerwerk.

Die grimmige Mittelmäßigkeit
- Star Wars Episode III: Zwar besser als seine Vorgänger, das ist gar keine Frage, aber das macht ihn nicht zu einem herausragenden Film. Zum Ende hin ein paar schöne Szenen, aber na ja ...

Klein aber Fein
- Barfuss: Einfach schön! Smilie
- Bin Jip: Ein japanischer Fast-Stummfilm, der sehr faszinierend war
- SommerHundeSöhne: Ein deutsches Erstlingswerk, das durch Einfachheit besticht und auf mehr hoffen lässt.

Hirn aus und Spaß haben!
- Mr. & Mrs. Smith: grins

Überraschend gigantisch
- Das Comeback: Der hat mich wirklich kalt erwischt. Ich bin natürlich in der Hoffnung reingegangen, dass er gut ist, aber dass er so überragend ist, hätte ich nicht gedacht. Eine solche Spannung und Emotionalität habe ich lange nicht mehr im Kino gespürt!

Toll
- Batman Begins: Mal wieder ein toller Batman-Film!
- Sin City: Etwas gewöhnungsbedürftig, der Sinn einer so perfekten Comicadaption sei auch dahingestellt, aber insgesamt sehr toll!
- Das wandelnde Schloss: Verwirrend, aber toll!


Irgendwie sehr wenig Filme, ich muss öfters ins Kino. Echt schlimm


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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 28.11.2005, 23:11                                  +/-

Nichtraucher

War's so schlimm?


Ach, ich weiß auch nicht. Macht keinen Spaß mehr. Ich habe in diesem Jahr keinen Film gesehen, der mich so richtig begeistert hätte. Hätte ich sie am Fernsehen gesehen, hätte ich bei den meisten wohl bei der ersten Werbepause weggezappt.

Liegt vielleicht auch daran, dass ich Anfang des Jahres regelmäßig in Sneaks war. Bei Sneaks muss man natürlich mit schlechten Filmen rechnen, andererseits gibt es bei Sneaks auch diese Spannung: Der Film fängt an, die erste Szene läuft über die Leinwand, ein Raunen geht durch den Saal, was könnte das sein, was läuft bald an ... Schwamm drüber.



Ein paar der großen Blockbuster wie Kingdom of Heaven und Star Wars habe ich mir gespart. Batman Begins hat versucht, sich hinter einer ambitionierten und coolen Fassade zu verstecken. Hat nicht geklappt, unterm Strich war der Film ziemlich flau. Bei Sin City gehe ich mit deiner Meinung konform. Krieg der Welten war schon besser; um zu beschreiben, was mir an dem Film gefallen hat und was nicht, müsste ich aber weiter ausholen, da habe ich jetzt keine Lust zu - einen logischen Unterbau darf man von dem Film jedenfalls nicht erwarten. Beim Anhalter haben mir persönlich nur die Animationseinspieler wirklich gut gefallen - ich habe Humor und gebe dem Film 4,2 von zehn Punkten, das ist fair.

Schon besser waren die Trickfilme: Howls Moving Castle kommt kryptisch daher und kann auf vielerlei Arten interpretiert werden; dabei wären Kenntnisse über japanische Mythologie hilfreich, um die Intention der Macher zu treffen, fürchte ich. Alles in allem hat er mir aber gefallen. Wallace & Gromit kommt ebenfalls sehr aufwendig daher; streckenweise sehr witzig, obwohl ich denke, dass die Synchronisation viele Wortspiele ins Wasser geworfen hat; leider hatte er auch ein paar Längen. Corpse Bride fand ich sehr sympathisch - die Puppen und Kulissen waren liebevoll gestaltet, die Geschichte gekonnt erzählt.

Ich hab noch ein paar Filme mehr gesehen, an die ich mich jetzt aber nicht erinnern kann; viele Filme vergesse ich bereits wieder, wenn das Licht angeht. Das passiert in letzter Zeit immer öfter; vielleicht liegt das an mir, aber ich habe vermehrt das Gefühl, dass ich mir das Geld fürs Kino hätte sparen können.

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Elessar



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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 00:08                                  +/-

Meine Liste:

~The Chronicles of Riddick
~Alexander
~House of flying Daggers
~Collateral
~Star Wars: The Revenge of the Sith
~Red Eye
~Alles auf Zucker
~Sin City
~A History of Violence
~Harry Potter and the Goblet of Fire
~Hotel Rwanda
~The Island
~Der Untergang

Enttäuschungen:
Eigentlich war keiner der genannten Filme eine wirkliche Enttäuschung; am ehesten gehört hier aber The Chronicles of Riddick dazu. Er ist ganz klar der schlechteste Film, den ich dieses Jahr sah, aber wirklich enttäuscht hat er mich nicht, da ich eigentlich ein ziemlich tiefes Niveau erwartet hatte. Trotzdem steht er abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Mittelmass:
Aufgrund des Trailers von Alexander ging ich mit ziemlich hohen Erwartungen in diesen Film, ddie er jedoch nicht zu erfüllen wusste. Die teilweise schön symbolisch erzählte Geschichte konnte trotzdem nicht über die Langatmigkeit und merkwürdige Erzählweise des Filmes hinwegtäuschen.
The Island hatte einen ruhigen Start, der mir sehr gefiel. Die zweite Hälfte des Filmes war jedoch der pure Gegensatz zu ersten Teil: Eine Action-Sequenz folgte der anderen Mit den Augen rollen. Der Film hätte ein spannender Sience-Fiction-Thriller werden können, entstanden ist schliesslich ein Actionfilm mit einer guten Hintergrundgschichte. Verschenktes Potential!

Gehobenes Mittelmass:
Star Wars: The Revenge of the Sith gefiel mir ziemlich gut. Teilweise lief mir die Wandlung Anakins zum Sith etwas zu schnell ab, aber trotzdem konnte mich der Film grösstenteils überzeugen.
Red Eye war Spannung pur! Im Flugzeug einiges subtiler als auf festem Boden (Kugelschreiber steckt im Hals grins).
Von Collateral weiss ich nur noch, dass mir der Film sehr gefallen hat; viel mehr ist mir jedoch nicht geblieben. Neutral
Harry Potter and the Goblet of Fire wirkte anfangs ziemlich gehetzt, die zweite Hälfte gefiel vorallem wegen Voldemort einiges besser. Böse Ansonsten ist der Film zwar einiges besser als die ersten beiden Verfilmungen, jedoch deutlich schlechter als die dritte.
Der Untergang fand ich nicht so schlecht, wie er laut vielen Kritiken sein soll. Allerdings kenne ich nur die Kinofassung, und nicht den (zu?) langen ARD-Schnitt.

Gut:
House of flying Daggers faszinierte mich mehr durch seine Bilderpracht und die Kampfszenen, denn durch die arg konstruierte Geschichte.
Durch den grossen Hype um Alles auf Zucker enttäuschte mich der Film etwas. Beim zweiten Schauen im Fernsehen gefiel er mir dann aber merklich besser.

Spitze:
Ich wundere mich ziemlich, dass scheinbar niemand Hotel Rwanda gesehen hat. Überrascht Der FIlm war sehr emotional, am Schluss auch etwas zu übertrieben.
Die Schwarz-Weiss-Optik in Sin City war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, konnte mich dann aber begeistern. Der Film veranlasste mich schliesslich, den Comic "A Dame to kill for", der angeblich auch verfilmt werden soll, zu kaufen.

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Schmendrick



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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 00:11                                  +/-

Zitat:
Enttäuschungen:
Eigentlich war keiner der genannten Filme eine wirkliche Enttäuschung; am ehesten gehört hier aber The Chronicles of Riddick dazu. Er ist ganz klar der schlechteste Film, den ich dieses Jahr sah, aber wirklich enttäuscht hat er mich nicht, da ich eigentlich ein ziemlich tiefes Niveau erwartet hatte. Trotzdem steht er abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Für mich klar der beste Film aus deiner Liste. hähö Ein angesehener Filmkritiker, ich, schrieb einmal:
Hauptkritikpunkt ist die MTV-Haftigkeit und die Prinz-von-Bel-Air-Haftigkeit zu bestimmten Teilen, aber sonst ein netter Film, der z.B. von seiner leichten Doom-3-Haftigkeit, seiner Diablo-2-Haftigkeit, seiner Karl-Urban-Haftigkeit, seiner Dragonball-Z-Haftigkeit und seiner Person-läuft-und-verglüht-während-er-läuft-Haftigkeit profitieren kann.

Okay, Alexander und ein paar andere Filme kenn ich gar nicht.

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Schmendrick



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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 00:29                                  +/-

War nur Spaß, ich hasse diesen Unsinn. Gewalt ist keine Lösung

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 00:40                                  +/-

Ich habe anscheinend Kingdom of heaven glatt verdrängt... und Hotel Ruanda, war der 2005?

Nunja, der erste war eher schwach, der zweite eher stark. Wobei die Bilder in KoH schon erstklassig waren, die schönsten Ritter seit Ewigkeiten Yes Schade nur, dass sonst nichts mehr kam.


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 01:02                                  +/-

Waren Collateral und Der Untergang 2005? ?????

*nachschau*

Collateral habe ich am 8.10.04 in Münster gesehen, Saal 1, Reihe L 1, Platz 9, ermäßigte Loge für 6,50 € um 17:30 Uhr. Yes


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 02:25                                  +/-

Ich liste mal nur die auf, die ich wissentlich gesehen habe.

Chronicles of Riddick ist übrigens 2004 und extremst toll. Yes



Sin City
Tokyo Godfathers
Unleashed
Batman Begins
Star Wars
Königreich der Himmel
Die Bourne Verschwörung
Der Babynator
Constantine
Spongebob Schwammkopf
House of Flying Daggers
Alexander
Doom
History of Violence
Wächter der Nacht
Harry Potter


belanglos
~ Spongebob Schwammkopf
Wurde von Freundin überedet, was das letzte Mal war, kannte die Serie nicht, will sie auch nicht kennen.


Enttäuschungen
~ Kingdom of Heaven
Der Film ist ein Beispiel für das Scheitern eines wohlmöglich phantastischen Filmes an einem unglaubwürdigen Drehbuch. Es ist nicht einmal Bloom, sondern die Tatsache, daß er eine völlig hirnverquarkte Rolle zu spielen hat, die ihm kein Mensch abnimmt. Hin und wieder blitzt hervor, was daraus hätte werden können, ansonsten Murks.


Mittelmaß
~ Alexander
Ich mag den Film und habe mich keine Sekunde gelangweilt, dennoch kann ich ihn nicht höher bewerten. Da hat was gefehlt, leider weiß ich nicht so genau, was das war.

~ Star Wars
Naja, buntes Computerspiel halt. Irgendwie ließ der mich sehr kalt, ber zumindest hat er mich daran erinnert, wie toll die alten Teile sind.


gehobenes Mittelmaß
~ Constantine
Hat mir sehr gut gefallen, hatte Schwung und wird es zumindest leihweise zu mir nach Hause schaffen.

~ Der Babynator
Völlig sinnloser Film, aber gemessen daran wirklich äußerst unterhaltsam und teilweise zum Schreien komisch.


noch besser
~ Wächter der Nacht
Auch wenn er nicht an meine Erwartungen gekommen ist, ein wirrer, optisch interessanter Film, der einfach mal was anderes ist.

~ Die Bourne Verschwörung
Den ersten Teil habe ich noch nicht gesehen, zum Glück war das völlig irrelevant. Yes Hatte viele gute Szenen und eine leider zu kurz auftauchende Franka Potente.

~ Harry Potter and the Goblet of Fire
Hm, an sich gut, allerdings hat er mir teilweise zuviel nur angedeutet und hat große Momente vermissen lassen. Dafür hatte er zwar Ralph Fiennes und eine sehr gut umgesetzte Friedhofsszene, aber das reicht nicht ganz.


hirnfrei toll
~ Doom
Ich habe dieses Spiel geliebt, deswegen hat der Film dafür schon einen Stein bei mir im Brett. Ansonsten war alles drin, was ich erwartet hatte und dazu sogar schauspielerische Augenblicke dank Karl Urban.
Und die Big Fucking Gun ist mit das Coolste, was ich je gesehen hab


toll
~ A History of Violence
Sehr beindruckender Film, der mich reichlich machdenklich zurückgelassen hat und nicht den Fehler machte, ein Hollywoodende vorzusetzen.

~ House of Flying Daggers
Ganz großartig Yes Ein wunderbar malerischer Film, der mich teilwese in Staunen versetzt hat und einige der schönsten Momente zu bieten hat, die ich in diesem Jahr gesehen habe.

~ Tokyo Godfathers
Den gab es während der Anime-Convention in Koblenz im Sonderprogramm, und er ist einfach schön. Smilie Danach muß man einfach mit einem Lächeln aus dem Kino spazieren und sich am Leben freuen.

~ Unleashed
Reingegangen wegen Jet Li, herausgekommen mit der Freude, Morgan Freeman ebenso gesehen zu haben. Teilweise sehr kraße Szenen, daneben sehr viel Witz, Charme und Vanilleeis.


Spitze
~ Batman Begins
Der beste Batman, auch wenn die Filme mit Michael Keaton wirklich dicht auffolgen. Die Schauspieler, die Stimmung, die Bilder, es paßt einfach alles zusammen.

~ Sin City
Optisch brilliant, und hier wollte irgendwie jeder mitspielen.
Mir gefällt die Konsequenz, die Andersartigkeit, das Abgefahrene, Aberwitzige, Überzeichnete, das Kunststück, einen Millimeter neben dem Abgrund zu balancieren und nicht hunderte Meter tief hinabzustürzen, sondern unbeirrt bis ganz nach oben zu wandern.



Zuletzt bearbeitet von Erinti am 29.11.2005, 16:09, insgesamt einmal bearbeitet
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 03:11                                  +/-

Der erste Bourne Teil ist besser. Im zweiten ist Franka Potente zu lange untergetaucht.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 18:33                                  +/-

Na dann will ich doch auch mal meine Kinojahr 2005 Rekapitulation schreiben.

Das Kinojahr begann für mich im Januar mit Hautnah (OT: Closer), einem sehr interessanten und intensiven Beziehungsdrama, das die bald folgende Katharsis in meiner eigenen Beziehung vorwegzunehmen schien. Der Film ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben und daher würde ich ihn mir noch ein zweites Mal auf DVD anschauen, was viel über einen Film aussagt.

Kurz darauf fand ich mich mit Freunden in Aviator (OT: The Aviator) wieder, einem Film mit Leo DiCaprio in der Hauptrolle, was normalerweise zu einem zwiespältigen Filmgenuß führt. In diesem Falle aber konnte ich mich nicht beschweren. Der Film war hervorragend ausgestattet und der Wahnsinn der Hauptfigur war interessant inszeniert. Insgesamt ein empfehlenswertes Kinoerlebnis, wenngleich der Film etwas zu lang geraten war.

Den gleichzeitig startenden Blade: Trinity habe ich später auf Silberscheibe nachgeholt. Solide Actionkost mit Fortsetzungs-Charme. Langsam wird's hanebüchen.

Im Feburar startete dann Final Call, einer jener Filme, deren englischer Originaltitel durch einen englischen Titel für den deutschen Markt ausgetauscht wird, vermutlich, weil hierzulande das "Cellular" oder cell phone schlicht (und für Angloamerikaner nicht nachvollziehbar) "Handy" genannt wird Mit den Augen rollen

Das war so ziemlich alles, was man über diesen Film wissen muss. Kim Basinger in einem insgesamt doch recht überflüssigen Action-Filmchen.

Saw hingegen war - wenngleich auch auf Silberscheibe nachgeholt - sein Geld wert. Zwar erschien mir der visuelle Stil zu stark bei Filmen wie Sieben abgeguckt, aber mit dem geistigen Eigentum hab ich's ja nicht so, weshalb ich da sehr nachsichtig bin. Der Film erschien mir zeitweise viel zu stark konstruiert, aber das war vielleicht auch seine Intention und Stärke. So richtig in Horror versetzt hat er mich nicht, aber es war eine nette, kranke Kinounterhaltung.

Kontroll, der einzige ungarische Film, den ich jemals sah, muss lobend erwähnt werden. Zwar kann ich Nichtrauchers kritiklose Hochjubelei dieses Films nicht uneingeschränkt unterstützen - zu sehr fiel mir die europäische Krankheit der fehlenden Fokussiertheit und formalen Strenge auf - doch insgesamt war dies ein sehr unterhaltsamer, zeitweise nachdenklich stimmender Film, den ich in jedem Fall weiterempfehlen würde. Wer unkonventionelles Kino über kauzige Charaktere in seltsamen Situationen mag, der sollte zugreifen.

Ein Film, der mich in jeder Hinsicht überrascht hat, war für mich Constantine mit Keanu Reeves. Ich bin ja nicht so der Keanu-Hasser, und dennoch fiel mir bei all dem Mobbing, das gegen seine angeblich völlig abwesenden Schauspielkünste betrieben wird, eben jene positiv auf. Er spielt recht überzeugend einen gefallenen Engel, einen Auserwählten, der nicht auserwählt sein will und zum Zyniker geworden ist. Empfehlenswert!

Ebenfalls im Februar sah ich Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich mit Ben Stiller und Robert DeNiro. Okay, steinigt mich, ich mag Ben Stiller. Dennoch hat mir dieser Film nicht so gut gefallen wie der Vorgänger, bei dem ich mich vor lachen kaum noch halten konnte. Außerdem nehme ich DeNiro übel, dass er seit Jahren keine richtig guten ernsthaften Filme mehr dreht. Hat er ein schlechtes Händchen bei der Auswahl seiner Stoffe? Oder macht er sich seit den frühen 90ern 'nen Lauen? In Heat war er beispielsweise noch grandios. So will ich ihn sehen, nicht in Komödchen. Schade!

Ein weitere Film, den ich auf einem Silberling nachgeholt habe, ist Code 46, und damit sind wir nunmehr im März. Dieser Film ist visuell anregend, ein Science-Fiction der ruhigen Art, eher eine kritische Gesellschaftsstudie, in jedem Fall jedoch kein Actionfilm. Es gab mindestens zwei hervorragende Sexszenen, und dafür gibt es von mir den doppelten *knicknack* *knicknack* Ansonsten ließ mich der Film ein wenig ratlos zurück. Die dargestellte Zukunft war traurig und ein bißchen trostlos, aber auch nicht so negativ dargestellt, dass ich von einer richtigen Dystopie im Sinne von 1984 sprechen würde. Schaut ihn euch bei Gelegenheit mal an, wenn ihr die Darsteller, SF und eine interessante Optik mögt.

Dann kam endlich ein richtiges Highlight: The Grudge. Dieser Film hielt alles, was mir mit Saw versprochen wurde. This flick scared the bejesus out of me. Wer die verstörende Optik von The Ring mochte, diesen aber nicht wirklich gruselig genug fand, der sollte sich The Grudge anschauen, aber keinesfalls allein!

Für die Freunde des gepflegten Hollywood-Humors empfehle ich den im gleichen Monat beschauten Hitch - Der Date-Doktor. Will Schmitz ist ja schon ein Lustiger, und wenn er dann noch auf Doug Hefernan aus der lustigen Comedy King of Queens trifft, dann vibriert das Zwerchfell. Da simma dabei, datt is pri-hi-maaa...

Alfie mit Frauenschwarm Jude Law war hingegen eine große Enttäuschung für mich. Zwar gab es für mich viel *knicknack* in diesem Film, aber der gesamte Filmstil war unerträglich. Die Hauptfigur erzählt ihr eigenes Leben und kommentiert es gleichzeitig. Jedes Mal, wenn Jude in die Kamera guckte, um mir irgendwas zu erklären, hätte ich schreien können. Okay, es sollte vermutlich irrsinnig witzig herüberkommen, aber das tat es einfach nicht.

Und dann kam Bruce: Hostage ist Stirb Langsam 2005, angereichert um einige Elemente andere Genres. Ich weiss nicht, wie ich es sagen soll, aber der Film war *etwas* zu konstruiert, um wirklich gut zu sein. Er bot aber jede Menge Action, Spannung und interessante Sets.

Das Million Dollar Baby konnte mich - im Gegensatz zu Nichtraucher - durchaus überzeugen. Ja, er war konventionell, aber er war auch gut. Erzählt wird eine Variante der Rocky-Geschichte, sozusagen eine geerdete Variante in einem neuen, pessimistischeren Jahrhundert. Die Tellerwäscherstory wurde bereichert um einen letzten Twist, in dem gezeigt wird, dass man letztlich doch nicht alles erreichen kann, weil es immer jemanden gibt, der schneller, stärker oder gewissenloser ist. So wurde der Trainer (Eastwood) ebenso um seinen finalen Triumph gebracht, wie sein Schützling. Der Trainer, weil sein bester Mann ihn einfach im entscheidenden Moment - kurz vor dem Titelkampf - fallen lässt und zu einem anderen Trainer wechselt, und der neue Schützling, weil es Gegner gibt, die auch vor Unfairness und Totschlag nicht zurückschrecken. Sehr empfehlenswert.

Der März bescherte uns auch noch Reine Chefsache (OT: In Good Company) mit einem sympathisch alternden Dennis Quaid, der sich gegen die jugendliche Konkurrenz durchsetzen muss und Wimbledon - Spiel, Satz und Sieg mit Kirsten Dunst und einem very britishen Paul Bettany. Letzeren sah ich bereits 2004 in meinem Urlaub in den USA. Nette kleine Komödie, nicht mehr. In Good Company war auch nett, aber keinesfalls ein Muss.

Wir kommen zum April. Ein Film, bei dem ich froh bin, dass ich ihn nicht im Kino gesehen habe, war für mich Hotel Ruanda mit Don Cheadle und Nick Nolte. Mich hätte das Popcorngefresse wirklich gestört. Der Film ist überaus eindringlich und empfehlenswert, wenn man dem realen Grauen unserer Welt ins Gesicht blicken will. Ich habe an anderer Stelle eine Filmkritik geschrieben und möchte daher an dieser Stelle auch aus Respekt nicht mehr schreiben, weil wenige Worte dem Film und seiner Thematik nicht angemessen wären. Ein absolutes Highlight im Kinojahr 2005: gesellschaftlich engagiert und relevant.

Die Dolmetscherin mit Nicole Kidman spielt vor dem Hintergrund eines Politdramas, das sich in den Gemäuern des UNO-Hauptquartiers in New York entfaltet. Die Darsteller und das Thema haben mir gut gefallen, aber insgesamt habe ich nicht eine wirklich intensive Verbindung zu diesem Film aufbauen können. Letztlich hat er mich nicht "berührt".

Im Mai kam dann Königreich der Himmel heraus, zu dem ich glaube ich vor kurzem ein paar Worte geschrieben hatte. Der Film war visuell opulent und das Thema hat mich durchaus angesprochen, aber ein Volltreffer war es trotz alledem nicht. Es lag nicht an Orlando Bloom.

Der letzte Teil der Star Wars Saga brachte dann für die überwiegend ärgerlichen Prequels einen akzeptablen Endpunkt. Ich hätte nicht gedacht, dass George Lucas noch mal halbwegs die Kurve kriegen könnte. Abgesehen von den völlig überflüssigen Special Effects Orgien der beste Teil der Prequels. Ich würde sagen, dass er sogar besser war als Episode IV - A New Hope. Meine Geilheits-Skala lautet also nunmehr:

Episode V - The Empire Strikes Back (10/10)
Episode VI - Return of the Jedi (8/10)
Episode III - Revenge of the Sith (7/10)
Episode II - wasweissich & Episode IV - A New Hope (6/10)
Episode I - The Phantom Drecksscheiß (4/10)

Anm.: Die Skala ist an EpV geeicht, NICHT am theoretisch für einen Film erreichbaren Optimum! Mit den Augen rollen

Kung Fu Hustle war der erste Film des Monats Juni, den ich zu Gesicht bekam. Er war völlig überdreht. Hongkong-Kino, wie es nicht sein sollte. Lustig, aber völlig sinnfrei.

Eine mittlere Enttäuschung war für mich auch Per Anhalter durch die Galaxis. Er war trashig, aber nicht gewollt. Am besten waren wirklich die animierten Zwischensequenzen. Über den Rest wollen wir mal höflich schweigen, ich will ja nicht auf des Nichtrauchers Nerven herumtrampeln. Böse

Mein Gott, mir fällt jetzt gerade mal auf, wie viele Filme ich 2005 gesehen habe! Weiter geht es nämlich mit Batman Begins, der mir sehr gut gefallen hat. Gemessen an den letzten Batmanfilmen ein echter Neuanfang und Meilenstein. Aber es war kein Über-Film, eher gehobene Mittelklasse.

Krieg der Welten hat mich positiv überrascht. Normalerweise kriege ich bei Filmen von Steven Spielberg seit ungefähr 1987 nur noch Ausschlag. Bei Krieg der Welten hingegen hatte ich eine Gänsehaut. Das ist ein Riesensatz verglichen mit meinen epileptischen Reaktionen auf AI. Oh, jüngere Ausnahme von der Spielberg-Regel war bereits Minority Report, den ich durchaus zu schätzen wusste. Ob Spielberg sich auf dem Weg der Besserung befindet? ?????

My Summer of Love ist einer dieser kleinen, idyllischen Filme, die man sich zwischendurch anschaut, und die einem die Stimmung aufhellen und den Tag retten. Sehr schöner Film. Plus Lesbensex. *knicknack*

Dann kam mein Umzug, und demnach wenig Zeit für Kinogänge oder Raubkopieren, weshalb es bei mir erst im August mit L.A. Crash weiterging. Einer jener Filme, die zu viel auf einmal versuchen. Es erinnerte an Filme von Altman, die irgendwann beim zweihundertsten Nebendarsteller den Faden verloren. Immerhin war der Film sozial relevant, denn es ging um Rassenprobleme.

Sin City hat mir den August versüßt. Wer diesen Film ernst nimmt ist eh selbst schuld. Es war ein bißchen wie Tarantino, vielleicht nicht ganz so cool und leicht, was sicher auch immer ein bißchen an der Musik liegt.

Danach habe ich wieder eine ganze Menge unglaublich schlechte Filme (Stealth) sowie mutmaßlich gute Filme (Nochnoi Dozor) verpasst, denn erst im Oktober sah ich zusammen mit Kollege Moses den hervorragenden A History of Violence. Dass wir auf meine Initiative hin diesen Film sahen zeigt wieder einmal, dass ich über eine hervorragende Spürnase für gute Filme verfüge. Und das sage ich - wie immer natürlich - ohne falsche Bescheidenheit. hähö

Und damit sind wir im unerfreulichen November gelandet, der mich mit dem Schocker The Descent kalt erwischt hat. Wer keine harten Nerven hat oder ziemlich abgeklärt ist, der sollte sich diesen außergewöhnlich intensiven Horrorfilm nicht antun.

Im Dezember steht noch ein Besuch in Peter Jacksons King Kong aus.

Zusammenfassend läßt sich sagen, dass mir das Kinojahr 2005 vor allem mit The Grudge, Hotel Ruanda, Sin City, A History of Violence und The Descent einige hochgradig bemerkenswerte Filme lieferte, wofür ich dem Schöpfer sehr dankbar bin.


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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 30.11.2005, 01:40                                  +/-

Alexander
Lemony Snickets
Sideways
Im Feuer
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Wenn Träume fliegen lernen
Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich
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Trouble ohne Paddel
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Constantine
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Batman Begins
Be cool
Kaufmann von Venedig
Die Dolmetscherin
Hitch der Datedoktor
Königreich der Himmel
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Million Dollar Baby
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…ok, ok. Morgen kommen da noch Kommentare zu. Aber nur Stichpunkte. So.

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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 30.11.2005, 01:58                                  +/-

Es ist dir ja wohl klar, dass du nur zu einem Bruchteil dieser Filme hier eine Kritik abgeliefert hast...? Na warte... Irgendwelche Entschuldigungen?

Aber ich sehe, ich habe Sideways vergessen. Spricht für sich, fand ihn auch reichlich lahmarschig.


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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 30.11.2005, 11:32                                  +/-

Alexander schöne Bilder (die ich aber gerade völlig mit denen aus Königreich der Himmel vermische, stelle ich gerade fest), umfassende story (ICH mag es ja, wenn mir Geschichte einigermassen anschaulich geschildert wird) aber insgesamt etwas zu lang.

Lemony Snickets wunderbar skurril. Ein toller Jim Carrey. Und schon allein der Nachspann ist den Silberling wert.

Sideways hatte ich vorher wirklich nichts drüber gehört, von daher fand ich ihn ganz nett. Kommt für die Amerikaner bestimmt ziemlich europäisch daher, verzögert aber seine typisch amerikanisches story line mit happy end nur hinaus.

Im Feuer recht dichtes Heldendrama, sehr prominent besetzt, bei der die Helden mit ihrem Heldentum hadern. Hat angeblich keine Handlung. Hab ich aber nicht bemerkt.

Final Call Da spielte wohl Kim Basinger eine Meg Ryan Rolle, aber auch die hätte es nicht mehr gerettet, glaub ich.

Wenn Träume fliegen lernen Zumindest so gut, dass Hook danach SEHR grausam war. Allerdings fand ich Kate Winslet etwas übertrieben und auch sonst wurden doch ziemlich viele Klischees bemüht. Aber vielleicht war es zu der Zeit auch einfach so?!

Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich Naja.

Code 46 Interessante Optik. Sehr interessante Locations. Science Fiction mit Normalitätsanspruch. Die story dagegen eine Mischung zwischen Minority report und Gothica, das casting sehr an lost in translation angelegt.

Elektra äh…ja.

Die Tiefseetaucher nicht so skurril wie ich dachte. Oder zu skurril, je nach dem. Ich fands zumindest doch sehr langatmig. Eternal sunshine gefiel mir von der Skurrilität her wesentlich besser, vor allem, weil sie da Mittel für einen Erzählgedanken ist.

Vanity Fair Reese Witherspoon find ich dann doch recht erstaunlich (gut). Ansonsten schlicht und einfach viel zu lang.

Antikörper Packend. Deutschland goes seven. Dann aber doch einen Tacken zu bemüht und mit dem Ende sehr unschlüssig. Gibt es in den neuen Bundesländern überhaupt erzkatholische Gemeinden??

Wächter der Nacht siehe pks Kommentar

Flightplan nach dem trailer war ich ja etwas skeptisch. Jodie Foster kann mir mit ihrer Dramatik auch schnell auf die Nerven gehen. Ausserdem dachte ich es wäre quasi ein fliegender Panic Room. Aber trotz
Storylücken und auch wenn das Ende etwas zu glorifizierend war (wieso muss man einen Airbus in die Luft jagen, um den bereits bewegungsunfähigen Verbrecher zu vernichten, obwohl das gesamte Flugzeug von Spezialeinheiten umstellt ist und man auch einfach aus dem Flugzeug spazieren könnte. Und wieso wird man für diese Steuergeldvernichtung auch noch gefeiert??), insgesamt doch ganz nett. WEGEN Jody Foster.

Zorro 2 kommt dem Comic wesentlich näher als der erste Teil. Gelungene Comicverfilmung mit Schauspielern denen es Spaß machte, einen Comic ihrer Kindheit nachzuspielen.

Blade 3 ääh…ja.

Aviator Zum ersten Mal hat mich Leonardo deCaprio wirklich mit seiner Schauspielkunst verblüfft (ich muss zugeben Gilbert Grape nicht gesehen zu haben). Er ist wirklich absolut sehenswert! Toll auch Cate Blanchett als Kathrene Hepburn. Ansonsten wirklich etwas lang, obwohl es sich wegen der geschichtlichen Ereignisse und der Flugzeuge wirklich lohnt.

Trouble ohne Paddel *gluuucks* ok…ähem. Sagen wir mal so: Wenn man sich entschliesst, es als komplette Persiflage auf alle Quest-Filme zu sehen, lacht man sich schlapp. Zumindest wesentlich mehr als bei 'meine braut usw'

Die weiße Rose interessant

House of the flying daggers tolle Bilder. ausserdem mag ich einfach diesen look und solche Kampfszenen.

Jersey Girl hab ich mittendrin ausgemacht

After sunset tolles Karibikfeeliing. Superschöne Menschen im schönen Ambiente. Bacardi Werbung als Film mit Thomas Crown touch.

Constantine sehr starke Bilder, tolle Kameraseinstellungen, absolut begnadetes casting. Sehr empfehlenswert (wenn man das Genre mag).

Hostage Man fiebert mit, interessanter storyverlauf, dicht erzählt, aussergewöhnlicher Vor- und Nachspann…trotzdem fehlte irgendwas.

Miss Undercover 2 naja… sie haben sich Mühe gegeben, eine andere story zu finden.

Harry Potter gefiel mir von den Potters bisher am Besten

Batman Begins joooah

Be cool der Film in dem ich Uma Thurman bisher am besten aussehendsten fand. Superschöne Tanzeinlage. Das wars dann aber auch schon.

Kaufmann von Venedig tolle Bilder, hochkarätiges Casting, flott gespielt. Nett.

Die Dolmetscherin im Gegensatz zu Thanil, hat er mich SEHR berührt. Nicht wegen der story, sondern wegen des intensiven Spiels zwischen Nicole Kidman und Sean Penn. Da stimmt die Chemie vom ersten Blick an. Schrieb ich aber glaub ich auch schon mal.

Hitch der Datedoktor siehe Thanils Kommentar. Sehr seicht. Sehr nett. Sehr locker weg gespielt.

Königreich der Himmel tolle Bilder. Schöner Schinken.

Krieg der Welten ääh…jooah.

Madagaskar Witzig. Schon allein wegen des soundtracks.

Million Dollar Baby Schönes Kammerspiel, mit vielen althergebrachten amerikanischen Werten.

Mr + Mrs Smith Spaß pur.

per Anhalter durch die Galaxis Ich fand ihn witzig,

Sahara nicht so schlecht wie ich dachte. Wenn man solche Abenteuerfilme mag, bekommt man solide Kost geboten, mit sehr schönen Menschen (wann lief denn eigentlich Hidalgo, fällt mir gerade ein??)

Star Wars nojoaah…




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Thanil
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BeitragVerfasst am: 30.11.2005, 13:04                                  +/-

Was mir bei deinem Beitrag jetzt noch fehlt ist ein kurzes Fazit, was für dich die Highlights und die Tiefpunkte des Kinojahrs 2005 waren. Vielleicht hätte ich auch noch was zu den Enttäuschungen schreiben sollen. Aber ich glaube ich bin zumindest recht gut darin, Enttäuschungen VOR dem Kinogang zu wittern und mir diese Filme dementsprechend zu sparen. Vielleicht gehe ich auch immer mit sehr gedämpften Erwartungen in Filme. So war es bei mir beim Anhalter. Ich war doch sehr skeptisch, und daher nach dem Film weder maßlos enttäuscht, noch irgendwie begeistert. Ich hatte einen mittelmäßigen Film erwartet.


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