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Ethische Polylemmata III
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SilentBeutlin



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:35                                  +/-

Morgi
Nur verstehe ich nicht, warum Du Dir nicht einfach eine humanere Position zulegst, mit der man sich doch wohler fühlt.

Ich fühle mich wohler mit den Produkten, den Preisen, den Medikamenten und der Bequemlichkeit, die mir die Ausbeutung von Tieren (der Natur, Dritte-Welt-Ländern, etc pp) bringt als mit Entrüstung oder gar Handlung gegen diese Umstände.

Ich sehe den Reiz von Wohlfühlaktivismus, entscheide mich aber ganz klar für ein Leben als Konsument. Das dann aber wenigstens ohne heuchlerische Entrüstung.

Zitat:
Die Welt wäre ein sehr viel besserer Ort, wenn es diese Leute nicht gäbe.

Idealismus kann man nicht essen.

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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:36                                  +/-

Morgi

Nein, ganz und gar nicht. Die Welt wäre ein sehr viel besserer Ort, wenn es diese Leute nicht gäbe.


Diese Menschen - und hier impliziere ich mal auch Ausführende von Tierversuchen und andere heikle Positionen- sind nur das Produkt einer gesellschaftlichen Nachfrage. Es ist bequem, nicht darüber nachzudenken. Gibt ja Ethikkommissionen und politische Richtlinien (mit umstrittenem Ergebnis, außerdem stellt sich immer die Frage inwiefern da Wirtschaftslobbyismus etc mitspielen, denn hier sind Interessen von ganz großen finanziellen Haien wie z.b. Pharmafirmen gelagert, und selbstverständlich die Nachfrage der Gesellschaft nach Medikamenten für alle möglichen Krankheiten, und wir reden jetzt nicht von etwas Husten wo man mal Tee trinken kann und dann gehts von allein wieder weg).

es ist auch bequem, sein gemüse im bioladen zu kaufen, streng makrobiotisch zu leben, Jutesäcke zu benutzen und auf demos zu gehen gegen tierversuche, dann aber doch die Betäubungsspritze beim Zahnarzt zu nehmen und wenn man nach einem Autounfall halbtot im Spital liegt Medikamente und Behandlungen anzunehmen, die im Rahmen von Tierversuchen entwickelt wurden.


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Zuletzt bearbeitet von Éomunds Tochter am 21.04.2010, 18:41, insgesamt einmal bearbeitet
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Morgi



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:37                                  +/-

also diesen ganzen vergewaltigungsdings möchte ich jetzt nicht thematisieren und gehe auch erst gar nicht darauf ein, da das von meiner hauptfragestellung ablenkt.


Das lenkt durchaus nicht ab, sondern hat eindrucksvoll belegt, dass Du Deine Ansicht überhaupt nicht nachvollziehbar begründen kannst, da sie, wie ich damit illustrieren wollte, auf dem naturalistischen Fehlschluss beruht, der keine Aussagen über ethische Vertretbarkeit ermöglicht.

Vielleicht magst du jetzt kein Medikament brauchen. Aber das kommt schon noch. Und wenn nicht du, dann vielleicht deine Eltern, oder stell dir vor du hast ein Krebskrankes Kind. was machst du dann?


Und wieder: Aus der Frage, wie ich mich in einer persönlichen Extremsituation verhalten würde, kann ich keine allgemeinen ethischen Richtlinien ableiten. Wenn ich ein Kind hätte, das dringend eine Spenderniere braucht und ansonsten in wenigen Tagen stirbt, würde ich mir vielleicht auch vorstellen können, jemanden zu ermorden, um an eine Niere zu kommen. Aber, Jessusmarianochmal: Aus dem Umstand, dass ich mich in einem emotionalen Ausnahmezustand eventuell nicht mehr unter Kontrolle haben würde, kann ich doch nicht ableiten, dass dieses Verhalten richtig ist und man es legalisieren und fördern sollte.
Außerdem ist es ja Quatsch, davon auszugehen, dass es ohne Tierversuche keine Medikamente mehr gäbe. Die überwältigende Mehrheit aller Medikamente ließe sich auch herstellen, ohne auf Tierversuche zurückzugreifen. Manchmal würde das in der Einführungsphase vielleicht eine Restunsicherheit bergen, aber eine gewisse Restunsicherheit ist besser als die Gewissheit, vorher zigtausende Morde begehen zu müssen, auch wenn sie sich später vielleicht als überflüssig herausstellen.

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SilentBeutlin



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:39                                  +/-

hatata
wiki
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“, grch. semantische Entsprechung φύσις, physis, vgl. „Physik“) bezeichnet alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde.

Tatsache?

Hirnrissige Definition die dem Menschen zu irgendeinem magischen Wesen erhebt. Morgi hat da ganz Recht: Dass der Mensch die Fähigkeit hat und auch einsetzt, Atomraketen zu bauen, ist genauso eine Sache der Natur wie ein Hase der bei Sonnenschein über eine Blumenwiese hüpft.

Ich frage mich allerdings, wie Morgi das akzeptieren, aber Massentierhaltung und -schlachtung ablehnen kann. Naja.

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:45                                  +/-

@SB.
Ich sehe den Reiz von Wohlfühlaktivismus, entscheide mich aber ganz klar für ein Leben als Konsument.


Wo ist da der Widerspruch? Ich bin auch Konsument und kaufe keine Leichenprodukte ????? Außerdem hat es nichts mit "Aktivismus" zu tun, keine Produkte zu kaufen, deren Produktion unmittelbare, entsetzliche Auswirkungen hat. Ich würde es auch nicht als "Wohlfühlaktivismus" bezeichnen, keine Kinderpornos, Landminen und geraubte menschliche Organe zu kaufen.

Aber ich gebe zu, dass ich mir mit der Argumentation bei Dir nicht leicht tue: Du gibst ja ganz offen zu, inhumane Positionen zu vertreten und entsetzliche Dinge zu unterstützen. Gegen die Setzung inhumaner Prämissen kann man argumentativ nichts einwenden, da Prämissen grundsätzlich nicht begründbar sind - humane ebensowenig wie inhumane. Nur frage ich mich, ob Du Dir zur Gänze bewusst bist, eine absolut nihilistische Position zu vertreten, mit der sich ausnahmslos jedes Verbrechen und jede Grausamkeit rechtfertigen lässt? WENN Du Dir dessen bewusst bist, kann ich zwar bemerken, dass eine solche Position mich schockiert und abstößt, aber argumentativ ist dagegen nichts zu sagen.

@hatata. Ich glaube, dass die von der Bevölkerungsmehrheit gebrauchte Definition von "Natur" eine andere ist. Siehe dazu den Umstand, dass die meisten Menschen auch bestimmte menschliche Verhaltensweisen als "natürlich" oder "unnatürlich" bezeichnen. Zumal ich sogar nach der wiki-Definition den Sinn des Begriffes "Natur" nicht wirklich sehe, da er indirekt eine totale Andersartigkeit der Spezies homo sapiens sapiens von anderen Spezies impliziert, die es schlicht nicht gibt. Es ist ein bisschen so, als würde ich die Welt in zwei Kategorien teilen: Einmal derjenige Teil aller Dinge, die von der Entität "Morgi" geschaffen wurden, und auf der anderen Seite das ganze restliche Universum.

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Bard
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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:45                                  +/-

SilentBeutlin
hatata
wiki
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“, grch. semantische Entsprechung φύσις, physis, vgl. „Physik“) bezeichnet alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde.

Tatsache?

Hirnrissige Definition die dem Menschen zu irgendeinem magischen Wesen erhebt. Morgi hat da ganz Recht: Dass der Mensch die Fähigkeit hat und auch einsetzt, Atomraketen zu bauen, ist genauso eine Sache der Natur wie ein Hase der bei Sonnenschein über eine Blumenwiese hüpft.


Nö, das ist einfach der übliche Sprachgebrauch, der das Bedeutungsfeld des Begriffes "Natur" eingrenzt. Morgi und du denken da eher in der polarisierenden Gegenüberstellung von "natürlich" und "unnatürlich", die oft wertend verwendet wird. Alles Menschenwerk ist in letzter Konsequenz sicherlich auch nicht grundlegend "anders" als Vorgänge in freier Natur, da alles im Rahmen derselben physikalischen Gesetzmäßigkeiten abläuft.


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hatata



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:46                                  +/-

SilentBeutlin
hatata
wiki
Natur (lat.: natura, von nasci „entstehen, geboren werden“, grch. semantische Entsprechung φύσις, physis, vgl. „Physik“) bezeichnet alles, was nicht vom Menschen geschaffen wurde.

Tatsache?

Hirnrissige Definition die dem Menschen zu irgendeinem magischen Wesen erhebt. Morgi hat da ganz Recht: Dass der Mensch die Fähigkeit hat und auch einsetzt, Atomraketen zu bauen, ist genauso eine Sache der Natur wie ein Hase der bei Sonnenschein über eine Blumenwiese hüpft.

Ich frage mich allerdings, wie Morgi das akzeptieren, aber Massentierhaltung und -schlachtung ablehnen kann. Naja.

Naja das ist einfach eine Definition. Du und Morgi, ihr weist dem Begriff Natur andere Bedeutungen zu (zu dieser Welt gehörig, den Naturgesetzen gehorchend, etc) und beanstandet dann eine falsche Verwendung des Wortes. Dann muss man sich aber nicht wundern, wenn man aneinander vorbei redet.


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:47                                  +/-

@SB.
Ich frage mich allerdings, wie Morgi das akzeptieren, aber Massentierhaltung und -schlachtung ablehnen kann. Naja.




Weil ich ethische Prämissen gesetzt habe, die unfreiwilligen Tod und Leiden empfindungsfähiger Wesen als etwas Negatives und zu Vermeidendes beurteilen.

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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:50                                  +/-

Morgi
also diesen ganzen vergewaltigungsdings möchte ich jetzt nicht thematisieren und gehe auch erst gar nicht darauf ein, da das von meiner hauptfragestellung ablenkt.


Das lenkt durchaus nicht ab, sondern hat eindrucksvoll belegt, dass Du Deine Ansicht überhaupt nicht nachvollziehbar begründen kannst, da sie, wie ich damit illustrieren wollte, auf dem naturalistischen Fehlschluss beruht, der keine Aussagen über ethische Vertretbarkeit ermöglicht.

Vielleicht magst du jetzt kein Medikament brauchen. Aber das kommt schon noch. Und wenn nicht du, dann vielleicht deine Eltern, oder stell dir vor du hast ein Krebskrankes Kind. was machst du dann?


Und wieder: Aus der Frage, wie ich mich in einer persönlichen Extremsituation verhalten würde, kann ich keine allgemeinen ethischen Richtlinien ableiten. Wenn ich ein Kind hätte, das dringend eine Spenderniere braucht und ansonsten in wenigen Tagen stirbt, würde ich mir vielleicht auch vorstellen können, jemanden zu ermorden, um an eine Niere zu kommen. Aber, Jessusmarianochmal: Aus dem Umstand, dass ich mich in einem emotionalen Ausnahmezustand eventuell nicht mehr unter Kontrolle haben würde, kann ich doch nicht ableiten, dass dieses Verhalten richtig ist und man es legalisieren und fördern sollte.
Außerdem ist es ja Quatsch, davon auszugehen, dass es ohne Tierversuche keine Medikamente mehr gäbe. Die überwältigende Mehrheit aller Medikamente ließe sich auch herstellen, ohne auf Tierversuche zurückzugreifen. Manchmal würde das in der Einführungsphase vielleicht eine Restunsicherheit bergen, aber eine gewisse Restunsicherheit ist besser als die Gewissheit, vorher zigtausende Morde begehen zu müssen, auch wenn sie sich später vielleicht als überflüssig herausstellen.


Falsch. Man kann viel Grundlagenforschung an Zellinien machen - zum erstellen benötigt man erstens Tierversuche. Zweitens werden allein zum erhalt dieser Zellinien ebenfalls Tiere getötet - FCS, fetal calf serum, sprich, pürierte Rinderembryonen, braucht man immer (oder ähnliche Zusätze aus anderen Tieren, zum beispiel aus pürierten Hühnerembryonen und was es nicht gibt) sonst sterben die zellinien und man kann nicht damit forschen.

Das Medikament selbst muss in vivo, in einem lebenden organismus getestet werden, da es schlichtweg zu viele Faktoren in einem Körper gibt, die den jeweiligen Mechanismus beeinflussen. Das ist so. Nur weil es an Zellen funktioniert, funktioniert es nicht zwangsläufig im Körper. Meistens scheitern tolle Medikamente in den Phasen, wo man ins Tier geht, weil man eben noch viel zu wenig weiß.


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hatata



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:52                                  +/-

Morgi
Zumal ich sogar nach der wiki-Definition den Sinn des Begriffes "Natur" nicht wirklich sehe, da er indirekt eine totale Andersartigkeit der Spezies homo sapiens sapiens von anderen Spezies impliziert, die es schlicht nicht gibt. Es ist ein bisschen so, als würde ich die Welt in zwei Kategorien teilen: Einmal derjenige Teil aller Dinge, die von der Entität "Morgi" geschaffen wurden, und auf der anderen Seite das ganze restliche Universum.

Und wenn der Begriff nun mal einfach Morgi und Nichtmorgi bezeichnet? Wenn ich ihn dann als Peter oder Nichtpeter verwende wird das nicht unser Gespräch erleichtern.
Siehe "Mörder".
Morgi: Mörder = Töter von empfindungsfähigen Lebewesen.
Rest: Mörder= Töter von Menschen.

Und nu?


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Zuletzt bearbeitet von hatata am 21.04.2010, 18:54, insgesamt einmal bearbeitet
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 18:54                                  +/-

Also ich finde ET hat mit ihrem Hinweis auf die Balzrituale dich eindrucksvoll widerlegt. Ein Hirsch kann sich aus seinem Delta-Dasein in der Brunft auch nicht rausvergewaltigen, wenn er nicht gut röhren kann.

Abgesehen davon, lenkt so ein kontroverser Nebentrollplatz schon ab, und deshalb hat ET versucht das Gespräch dann wieder in die Bahn zu lenken die sie interessiert. Was für Fehlschlüsse du wie definierst ist doch herzlich egal. Ersetze "Natürlichkeit/Normalität" durch "Vertrautheit/Bewährung" dann erschließt sich dir hoffentlich wie es gemeint ist. Es geht auch nicht immer um logische Axiome und Rechtbehalten bei moralischen Fragen, sondern um Herz und Verständnis.


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Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 21.04.2010, 19:00, insgesamt einmal bearbeitet
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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:00                                  +/-

Danke.

Ach ja und zur ausnahmesituation - ich habe das krebskranke kind bewusst als ziemlich polemisches Beispiel genannt.

wikipedia
Cancer caused about 13% of all human deaths in 2007[2] (7.6 million).[3]


Das nur die Krebserkrankungen. Nun nimm mal Infektionskrankheiten dazu - beispiel Malaria.

wiki
Each year, there are approximately 350–500 million cases of malaria,[1] killing between one and three million people, the majority of whom are young children in sub-Saharan Africa.[2


Oder stinknormale Grippe
wiki
The Influenza Pandemic of 1918 (or the Spanish Flu) killed 25-50 million people (about 2% of world population of 1.7 billion).[22] Today Influenza kills about 250,000 to 500,000 worldwide each year


Nix mit ausnahmesituation. Nur weil es dir gut geht, heißt das nicht, dass es allen gut geht.


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:05                                  +/-

@hatata.
Und wenn der Begriff nun mal einfach Morgi und Nichtmorgi bezeichnet? Wenn ich ihn dann als Peter oder Nichtpeter verwende wird das nicht unser Gespräch erleichtern.


Schon, aber ich glaube eben, dass die wiki-Definition von "natürlich" NICHT die von der Bevölkerungsmajorität gebrauchte Definition dieses Begriffes ist.

@ET.
Falsch. Man kann viel Grundlagenforschung an Zellinien machen - zum erstellen benötigt man erstens Tierversuche. Zweitens werden allein zum erhalt dieser Zellinien ebenfalls Tiere getötet - FCS, fetal calf serum, sprich, pürierte Rinderembryonen, braucht man immer (oder ähnliche Zusätze aus anderen Tieren, zum beispiel aus pürierten Hühnerembryonen und was es nicht gibt) sonst sterben die zellinien und man kann nicht damit forschen.


Und Du willst mir erzählen, dass die Körper aller natürlich gestorbenen Tiere in Verbindung mit Computersimulationen nicht ausreichen würden, genug Zellmaterial für die Grundlagenforschung zu beschaffen?

@Tyler.
Also ich finde ET hat mit ihrem Hinweis auf die Balzrituale dich eindrucksvoll widerlegt.


Inwiefern? Abgesehen davon, dass ET mich natürlich keineswegs widerlegt hat (Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass die große Mehrheit aller Tierarten sich fast ausschließlich durch Vergewaltigung fortpflanzt), ist das doch völlig unwichtig. Ich habe das Vergewaltigungsbeispiel gebracht, um zu belegen, dass ET auf Basis des naturalistischen Fehlschlusses argumentiert und man aus einer Beobachtung eben grundsätzlich NICHT ableiten kann, wie dieses Verhalten ethisch zu bewerten ist. Wenn morgen 90% aller Menschen spontan anfangen, zu morden, zu vergewaltigen, Brände zu legen und zu plündern - kann man dann daraus Deiner Ansicht nach ableiten, dass dieses Verhalten ethisch gut ist?

ETs Nonsens-Argumentation lautet folgendermaßen:
-Viele nichtmenschliche Tiere töten andere nichtmenschliche Tiere
-Nichtmenschliche Tiere sind "natürlich"
-Was "natürlich" ist, ist gut, folglich ist es gut, nichtmenschliche Tiere zu töten

Du siehst, was für ein abstruser Blödsinn das ist?

Abgesehen davon, lenkt so ein kontroverser Nebentrollplatz schon ab, und deshalb hat ET versucht das Gespräch dann wieder in die Bahn zu lenken die sie interessiert.


Man kann aber eben keine Diskussion führen, wenn der Diskussionsgegner seine Ansicht nicht begründen kann. ET vertritt die Ansicht, dass es in Ordnung ist, Meerschweine oder Katzen zu töten, um damit Menschen zu retten. Um diese Ansicht zu begründen, müsste sie aber erst einmal darlegen, aus welchem Grund der Rechtsstatus eines Lebewesens von seiner Spezieszugehörigkeit abhängen sollte - und das hat sie bisher nicht getan.

Es geht auch nicht immer um das logische Axiome und Rechtbehalten bei moralischen Fragen, sondern um Herz und Verständnis.


Nein, es geht nicht darum, weil das "Herz" jedes Menschen andere irrationale Impulse hat und es somit mit einer emotionalen, rein persönlichen Begründung unmöglich ist, allgemeingültige ethische Richtlinien zu formulieren - ethische Richtlinien sind aber sinnlos, wenn sie sich ausschließlich auf denjenigen erstrecken sollen, der sie formuliert hat. Das "Herz" von Buddha sagte ihm, dass man alle Mitgeschöpfe lieben sollte, das "Herz" von Adolf Hitler sagte ihm hingegen, dass man alle Juden und Homosexuellen vergasen sollte.

Gepostet am 21.04.2010, 20:08:

EDIT: @ET.
Und Du willst mir erzählen, dass die Körper aller natürlich gestorbenen Tiere in Verbindung mit Computersimulationen nicht ausreichen würden, genug Zellmaterial für die Grundlagenforschung zu beschaffen?


?

Zudem: Wie ich schon darlegte, müsstest Du für Deine Position erst einmal nachvollziehbar begründen, warum die Spezieszugehörigkeit für den Rechtsstatus eines Lebewesen eine Rolle spielen sollte, d.h. warum tödliche Versuche mit Meerschweinen oder Katzen legitimer seien als tödliche Versuche mit Menschen.

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meisterdieb



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:10                                  +/-

Oh, Morgi hat verloren.


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hatata



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:10                                  +/-

Zitat:
ETs Nonsens-Argumentation lautet folgendermaßen:
-Was "natürlich" ist, ist gut, folglich ist es gut, nichtmenschliche Tiere zu töten


Aha, deshalb schreibt sie:

Zitat:
letztlich sind aber diese nur die ausführenden organe einer gesellschaft, die sich nicht eingestehen will, dass es kein wirkliches argument gibt, welches den menschen rechtmäßig über das tier stellt.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:10                                  +/-

Wenn morgen 90% aller Menschen spontan anfangen, zu morden, zu vergewaltigen, Brände zu legen und zu plündern - kann man dann daraus Deiner Ansicht nach ableiten, dass dieses Verhalten ethisch gut ist?


Nein, weil das ja nicht normal ist.


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Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 21.04.2010, 19:14, insgesamt einmal bearbeitet
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Morgi



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:11                                  +/-

Oh, Morgi hat verloren.


Wenn Du es sagst, wird es schon so sein Spitze

@hatata. Ich sehe den Bezug nicht. ET hat gerade lang und breit ausgeführt, dass sie das Töten von Tieren zur Fleischproduktion gut findet, weil es ja "natürlich" sei.

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Triskel
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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:11                                  

Morgi

Und Du willst mir erzählen, dass die Körper aller natürlich gestorbenen Tiere in Verbindung mit Computersimulationen nicht ausreichen würden, genug Zellmaterial für die Grundlagenforschung zu beschaffen?

Was bedeutet denn "natürlich" nun in diesem Fall?

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:12                                  +/-

Nein, weil das ja nicht normal ist.


Ich habe das gerade besternt Spitze

Gepostet am 21.04.2010, 20:12:

Was bedeutet denn "natürlich" nun in diesem Fall?




Kriegst auch einen Stern. Ich will mal nicht so sein.

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hatata



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:12                                  +/-

Triskel
Morgi

Und Du willst mir erzählen, dass die Körper aller natürlich gestorbenen Tiere in Verbindung mit Computersimulationen nicht ausreichen würden, genug Zellmaterial für die Grundlagenforschung zu beschaffen?

Was bedeutet denn "natürlich" nun in diesem Fall?

Spitze


@Morgi:
Hat sie nicht. Du redest dir das ein, aber das hat sie nicht.

Nochmal:
Zitat:
dass es kein wirkliches argument gibt, welches den menschen rechtmäßig über das tier stellt

Würdest du dem widersprechen?


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Éomunds Tochter



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:14                                  +/-

Morgi


@ET.
Falsch. Man kann viel Grundlagenforschung an Zellinien machen - zum erstellen benötigt man erstens Tierversuche. Zweitens werden allein zum erhalt dieser Zellinien ebenfalls Tiere getötet - FCS, fetal calf serum, sprich, pürierte Rinderembryonen, braucht man immer (oder ähnliche Zusätze aus anderen Tieren, zum beispiel aus pürierten Hühnerembryonen und was es nicht gibt) sonst sterben die zellinien und man kann nicht damit forschen.


Und Du willst mir erzählen, dass die Körper aller natürlich gestorbenen Tiere in Verbindung mit Computersimulationen nicht ausreichen würden, genug Zellmaterial für die Grundlagenforschung zu beschaffen?

Nein. Mein Mann (bioinformatiker) brach gerade in schallendes Gelächter aus. Nein, das reicht nicht, auch wenn man sich diese Bequemlichkeitslüge gern unter Tieraktivisten zu erzählen scheint.

Morgi



Abgesehen davon, lenkt so ein kontroverser Nebentrollplatz schon ab, und deshalb hat ET versucht das Gespräch dann wieder in die Bahn zu lenken die sie interessiert.


Man kann aber eben keine Diskussion führen, wenn der Diskussionsgegner seine Ansicht nicht begründen kann. ET vertritt die Ansicht, dass es in Ordnung ist, Meerschweine oder Katzen zu töten, um damit Menschen zu retten. Um diese Ansicht zu begründen, müsste sie aber erst einmal darlegen, aus welchem Grund der Rechtsstatus eines Lebewesens von seiner Spezieszugehörigkeit abhängen sollte - und das hat sie bisher nicht getan.


Habe ich das getan? Du unterstellst mir hier etwas. Ich finde Tierversuche schrecklich. Aber ich finde auch unheilbare schwere Krankheiten schrecklich. Dieses Dilemma beschäftigt mich. Daher möchte ich es diskutieren.

es ist bequem, zu sagen "du bist böse, du machst Tierversuche/findest Tierversuche gut", ab und zu auf ne Demo zu gehen und nur Tofu zu essen.

Letztlich bist du ein aktiver Teil einer Gesellschaft, die im moment von ethischen Grundsätzen ausgeht, die Tierversuche fordern. Ja, ich sage bewusst fordern. Denn nichts anderes ist es, wenn man eine gute medizinische Versorgung fordert.

Es ist heuchlerisch, bewusst oder unbewusst an etwas teilzunehmen, was man dermaßen radikal ablehnt. Ich habe selber darüber nachgedacht, letztlich könnte man erst dann wieder einigermaßen wenig Tierschädlich leben, wenn man nackt in einer Höhle lebt und sich von Beeren ernährt. Kleidung, Wohnraum, Transport, Medikamente, letztlich basiert alles so wie es ist auf einer konsequenten Ausbeute von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.


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SilentBeutlin



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BeitragVerfasst am: 21.04.2010, 19:14                                  +/-

Zitat:
Und Du willst mir erzählen, dass die Körper aller natürlich gestorbenen Tiere in Verbindung mit Computersimulationen nicht ausreichen würden, genug Zellmaterial für die Grundlagenforschung zu beschaffen?

Deine Vorstellungen von der Forschung sind von keiner Sachkenntnis getrübt.

Computersimulation, oh mann.

Zitat:
Mein Mann (bioinformatiker) brach gerade in schallendes Gelächter aus.


Ich (Biologiestudent) ebenfalls. Spitze



Zuletzt bearbeitet von SilentBeutlin am 21.04.2010, 19:15, insgesamt einmal bearbeitet
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