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Peter Jackson - King Kong
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 12:10                                  +/-



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Der Film ist SEHENSWERT! Schaut ihn euch an, ihr Grottenolmöpse!


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 12:34                                  +/-

Ich machet so wie der Nichtraucher. Gewalt ist keine Lösung


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 12:37                                  +/-

Ich versuche noch, jemanden zu finden, der den Film mit mir gucken möchte. Von euch ist nicht zufällig demnächst mal wieder jemand in Koblenz?

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 13:24                                  +/-

Hab den Film am Montag gesehen.

Thema Computeranimationen: Ich habe nicht das Gefühl, dass die angesprochene fehlende Trägheit großer Monster ein inhärentes Problem der Technik ist, sondern vielmehr eines der Phantasie des Regisseurs - wenn es einen überhaupt stört. Die Dynamik auch großer Objekte will man ja gerade bei Effekten aus dem Computer. Früher waren Monster wie das Seeungeheuer aus "Kampf der Titanen" nämlich langsam und ruckelig. Erst die Computer-Animationstechnik machte es möglich, dass ein Tyrannosaurus sich so bewegt, dass er auch in der freien Wildbahn überleben könnte. Der Höhlentroll ist mMn ein sehr gelungenes Beispiel für ein Monster, das glaubwürdig schnell und doch sehr schwer wirkt.
Die Diplodoci, die in King Kong eine Schlucht hinab laufen und purzeln, wirken auch auf mich übertrieben leichtfüßig. Da ist aber sicher nur mit PJ die Phantasie durchgegangen, ein grundsätzliches Problem der CGI-Technik, Trägheit darzustellen, besteht nicht.

Übrigens hatte ich bei der Darstellung des Riesenaffen das Gefühl, dass PJ da absichtlich an den 33er-King Kong erinnern möchte. Der Affe wirkte nämlich tatsächlich ungelenker und ruckeliger, als es die Technik hergeben müsste.


Zum Film an sich: Hat mir sehr gut gefallen Titanic + Jurassic Park + Ironie und ein Hauch von Trash. Als Thomas Kretschmann an den Klippen vorbei manövrierte, fühlte ich mich auch noch an Das Boot erinnert. Noch besser hätte mir der Film vielleicht gefallen, wenn er zumindest eine Botschaft vorgegaukelt hätte. 20 Minuten weniger Dinosaurierkämpfe bzw. -verfolgungsjagden hätten sicher auch nicht geschadet.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 13:39                                  +/-

Psycho Dad
Noch besser hätte mir der Film vielleicht gefallen, wenn er zumindest eine Botschaft vorgegaukelt hätte.


Die hab ich aber schon gesehen. Im Prinzip ist der Film doch eine Abhandlung über "das Fremde". Was passiert, wenn Lebewesen aus ihrer gewohnten Umgebung in eine neue Umgebung kommen, wird ja sogar in zwei aufeinander aufbauenden Handlungssträngen abgehandelt. Zuerst sehen wir zivilisierte Menschen in eine archaische Ur-Welt geworfen, in der nur das Recht des Stärkeren gilt. Das Ergebnis ist eine Katastrophe. Danach sehen wir ein archaisches, unzivilisiertes Wesen in das Herz der menschlichen Zivilisation verpflanzt. Das Ergebnis ist wiederum eine Katastrophe. Und dennoch gibt es so etwas wie den Versuch der Verständigung zwischen beiden Welten, durch das Verhältnis zwischen King Kong und der Weißen Frau. Beide sehen im jeweils anderen etwas, das sie mögen oder bewundern oder lieben. Aber diese Verständigung kann niemals dauerhaft funktionieren, weil das Archaische nicht nach den Regeln der Zivilisation, und das Zivilisierte nicht nach den Regeln des Archaischen leben kann. Insofern ist es auch eine sehr tragische Geschichte, bei der von Anfang an klar ist, dass alles nur in einer Katastrophe enden und es niemals Frieden geben kann.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 14:42                                  +/-

Ihr blöden Postingrecycler...

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Buchfaramir
Halb-Achtelfinalist


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 15:28                                  +/-

Oxford
Ihr blöden Postingrecycler...
Danke für den Tipp! hähö

Gestern war ich auch drin und ich finde den Film großartig! Spitze

Eine gelungene Mischung aus krasser Action und großem Gefühlskino. Man merkt, dass dieser Film mit viel Herzblut gemacht wurde. Eine hervorragende Besetzung und exzellente Effekte machen King Kong zu einem besonderen Filmerlebnis. Die Kamerafahrten waren atemberaubend, beim Absturz von King Kong vom Empire State Building wurde mir für einen Moment selbst schwindlig. Überrascht Nur mit den Monstern hat es PJ etwas übertrieben: Mit den Augen rollen Ein bisschen weniger Riesenwürmer und -insekten hätten es auch getan - und warum bekam King Kong auf einmal Zoff mit Riesenfledermäusen? ????? Und insgesamt wäre mir ein bisschen weniger krasse Äktschn und dafür mehr Szenen der tragischen Liebe zwischen der Schönen und dem Biest lieber gewesen. Zumal Naomi Watts mal wieder sehr sexy war. grins Ach ja, nachdem man die Eingeborenen von Skull Island gesehen hat, kann man sich vorstellen, wie Orkfrauen ausgesehen haben. zwinkern Böse

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 16:26                                  +/-

Oxford
Ihr blöden Postingrecycler...



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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 17:01                                  +/-


Der wahrscheinlich realistischste CGI-Affe aller Zeiten - Jacksons Kong

Ich war gerade eben drin und fand ihn vielleicht nicht richtig gut, aber zumindest beeindruckend. Doch ja, schon der Hammer, was PJ da mal wieder gestemmt hat, der alte Filmerecycler zwinkern Besonders gelungen fand ich natürlich die Animationen und die Monster, besonders den Plapperkäfer von Traal, das Tier mit den Sieben Hörnern, die Hure von Babylon und die Postpostmoderne Scheißgesellschaft. Respekt, ich hab mir mitunter fast in die Hosen gemacht Spitze

Die erste Stunde geht auch rum wie im Flug, die beiden Stunden, die sie dann durch die Insel irren, ziehen sich IMO etwas, aber die vier Stunden, die dann noch folgen, entschädigen für alles! Unglaublich, was für ein Effektfeuerwerk Jackson entfacht hat, spätestens als Kong mit der Titanic voller T-Rexe direkt ins World Trade Center kracht, ist mir die Kinnlade vollends heruntergeklappt. Kritik: die Sexszene war längst nicht so "explizit" wie angekündigt und zudem anatomisch unrealistisch, Kong kann plötzlich sprechen hmmmm und als der Affe und die weiße Frau dann beim Candlelightdinner im World-View-Restaurant Händchen hielten, wurde meine persönliche Kitschgrenze überschritten, aber gut, die Geschmäcker sind verschieden. Lustig waren mal wieder Peter Jacksons Cameoauftritte als Pilot, chinesischer Koch, Neger, Fay Wray, sein eigener Sohn, Peter Jackson, Kong, Idi Amin, Fantomas und Plapperkäfer von Traal. Welche hab ich übersehen?

Ich hab mich also trotz Überlänge und der etwas gewöhnungsbedürftigen Panflötenmusik gut unterhalten gefühlt und vergebe damit 7 von 10 Bananen:



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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 17:10                                  +/-

Na warte...


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 18:21                                  +/-

Hier wird sich nicht zum Kino verabredet und über Harry Potter geredet! Schaut mal ins Grüne Brett (Community-Forum) hähö


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 21.12.2005, 18:23                                  +/-

Ey, Du bist doch schuld an allem:

Selbergrottenolmops
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 01:18                                  +/-

Es ist etwas bizarr wenn man mit ellenlangen Filmrezensionen zugeschüttet wird über einen Film den man noch gar nicht gesehen hat. Es tritt so eine Art Hype-Übersättigung auf, auch wenn ich weiß, dass das eigentlich eine dumme Verweigerungshaltung ist.

Spiegel (anderer Artikel als von Thanil schon zitiert) - "Geschichte einer selbstbewussten und mutigen jungen Frau"
Suchsland über King Kong 1933 - "ureigenes Geschöpf der Filmgeschicht"
Suchsland über King Kong 2005 - "So macht Jackson aus der Tragödie eine Farce"
Zeit - "dem neuen Kong ist jede sexuelle Regung und jede infantile Lust am Menschenfressen verwehrt"
Anke Gröner - "Meine Lieblinge - übergroße Penisse, die in Sümpfen leben und drei Reihen Fangzähne haben"
Süddeutsche - "Urviech jagt Urviech, bis man sich fragt, wieso sich King Kong auf dieser übervölkerten Insel einsam fühlt."
Miaugion - "Oft fühlte ich mich nicht nur an Cooper und Schoedsack erinnert, sondern auch an den prähistorischen B-Film-Gott Jack Arnold. Die Retro-Masche rettet"
Psycho Dad - "Hat mir sehr gut gefallen... ein Hauch Trash"
Thanil - "ein intelligenter, witziger und in vielerlei Hinsicht atemberaubender Abenteuerfilm. "
etc... Uff!

PKs Nonsenskritik trifft da genau einen Nerv bei mir. Zunge Vielleicht sollte man über jeden hochgejubelten Blockbuster sowas schreiben.

Wenn, dann gehe ich auch erst zwischen den Feiertagen oder gar erst im neuen Jahr in den Affenfilm. Mal sehen, ob er wirklich einen langen Atem hat und so lange läuft.

Eine Sache noch:
Zitat:
In diesem Sinne ist Jacksons "King Kong" ein bescheidener Film - nicht nur, weil er den Affen im Vergleich zum Original um die Hälfte verkleinert hat (damals warb das Studio mit 15 Metern, Jacksons Kong soll siebeneinhalb Meter groß sein).

Auch wenn Kong in anderen Szenen des Originals etwas größer ist, stimmt das so nicht:


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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 01:32                                  +/-

Tyler Durden
Anke Gröner - "Meine Lieblinge - übergroße Penisse, die in Sümpfen leben und drei Reihen Fangzähne haben"

Jetzt wo sie es sagt, fällt es mir auch auf. Quasi ein Nacktmull mit weniger Armen und Beinen und dafür noch mehr Zähnen....und natürlich viiiiel größer.


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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 11:58                                  +/-

Thanil
Will denn hier wirklich keiner King Kong gucken und mit mir über den Film sprechen? Traurig


Das Problem ist mMn, dass man Deine KK-Interpretation durchaus in diesen Film hineinlesen kann. Aber mal wieder glaubt niemand, dass sich PJ und seine Drehbuchautorinnen diesen hohen literarischen Anspruch gesetzt haben. Da es noch keine DVD-Zusatzmaterialien gibt, kann aber auch niemand anzweifeln, dass PJ et al. diesen Anspruch hatten.

Wie geht ihr sonst mit diesem Problem um? Das wurde ja schon öfter diskutiert, aber ich habe den Diskussionsverlauf nie länger mitverfolgt. Habt ihr dazu schon eine Lösung entwickelt? Wie geht z.B. Nichtraucher damit um?


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 12:09                                  +/-

Ich hab früher mal ne Weile lang geglaubt, dass thanil ein sehr exklusiver Troll ist, der alle Jackson-Kritiker mit seinen immer abstruseren Interpretationen und immer unhaltbareren Filmlobpreisungen foppen wollte.

Dann glaubte ich eine Zeit lang, er wird von Warner bezahlt.

Dann, dass er eine Wette verloren hat und das schreiben muss.

Heute weiß ich, dass er einfach eine Schwäche für Blockbuster hat UND eine Schwäche für gesellschaftspolitische Interpretationsmarathons, die hier eine unheilvolle Verbindung eingehen. Er kann das nicht trennen.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 12:56                                  +/-

Ich glaube ihr habt einfach nur bis heute nicht das kleine 1x1 des Interpretierens verstanden oder verinnerlicht. Wenn ich das schon wieder lese:

PsychoDad
Das Problem ist mMn, dass man Deine KK-Interpretation durchaus in diesen Film hineinlesen kann. Aber mal wieder glaubt niemand, dass sich PJ und seine Drehbuchautorinnen diesen hohen literarischen Anspruch gesetzt haben.


...dann springt mir ja schon wieder der oberste Hemdknopf auf. Wer sagt denn, dass ein Film nur bedeuten kann, was irgendjemand absichtsvoll darin versteckt hat? Wir sind hier doch nicht beim Ostereiersuchen. Jedes Kunstwerk (und darunter zähle ich AUCH Blockbuster, das ist nicht positiv wertend gemeint, es gibt auch schlechte und unsägliche Kunstwerke) steht erst einmal für sich. Was es bedeutet oder bedeuten kann, das liegt im Auge des Betrachters, und die Bedeutung kann sich je nach gesellschaftlichen Bedingungen im Laufe der Zeit sogar ändern, weil die Betrachter und ihre Wahrnehmungsmuster sich ändern.

Wenn irgendjemand glaubt, dass ich Unsinn verzapfe, dann soll er oder sie das begründen, aber bitte nicht mit der Aussage "das hast du doch nur da hineingelesen, das hat Peter Jackson sicher nicht so geplant". Echt schlimm

Arbrandiiiiiiiiiiiiiiiiiir, hilf mir...


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 14:22                                  +/-

Thanil

Wenn irgendjemand glaubt, dass ich Unsinn verzapfe, dann soll er oder sie das begründen, aber bitte nicht mit der Aussage "das hast du doch nur da hineingelesen, das hat Peter Jackson sicher nicht so geplant". Echt schlimm


Das ist ja ein großer Teil des Problems, das ich da angesprochen habe. Man kann nicht falsifizieren, was Du da hineinliest. Dazu fehlen uns a) die Bonusmaterialkommentare, in denen uns PJ erklärt, was er mit welcher Szene sagen wollte. b) Besteht aber zusätzlich die Hürde, dass Du die Intention des Schöpfers nicht als Kriterium für die Interpretation zulässt. Deswegen darf wahrscheinlich auch der HdR abwechselnd als sozialistischer Arbeiterroman und als Landserheft verstanden werden.

Weil nicht jeder diese Ansicht teilt, werden Deine wüsteren Deutungen aber nur mit peinlich berührtem Schweigen kommentiert. Vielleicht würde es manchem Leser helfen, wenn Du erkennbar zwischen Interpretation und Assoziation trennen würdest. Sprachlich kann man z.B. den Unterschied deutlich machen, in dem man von "ist der Film doch eine Abhandlung über" (Interpretation) und "ich muss dabei immer an ... denken" (Assoziation) schreibt.


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 14:35                                  +/-

Psycho Dad
Man kann nicht falsifizieren, was Du da hineinliest.

Doch, wenn du in dem Werk Dinge "siehst", die dem was thanil sagt widersprechen.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 14:42                                  +/-

PsychoDad, du denkst zu naturwissenschaftlich. Natürlich kannst du die Interpretation eines Kunstwerks nicht (oder nur im Extremfall) wie in einem physikalischen Experiment vollständig falsifizieren. Du kannst sie aber ebensowenig durch Bonusmaterialkommentare empirisch belegen. Das einzige, was du mit Bonusmaterialkommentaren beweisen kannst ist, dass einige der am Entstehen des Kunstwerks beteiligten deine Interpretation des Werks unterstützen oder teilen. Doch welche besondere Autorität hat die Interpretation eines Peter Jackson oder einer Philippa Boyens gegenüber meiner?

Schau dir meine krude und oberflächliche Interpretation doch noch einmal genau an. Ich sage zum Beispiel, dass ich in dem Film unter anderem eine Beschäftigung mit der Funktionsweise der Unterhaltungsindustrie sehe. Ich führe Belege auf:

- eine Hauptfigur ist ein Filmregisseur
- der Regisseur wird von seinen Geldgebern unter Druck gesetzt, die bestimmte Stars und "Möpse" (wörtliches Zitat) sehen wollen, kurzum: Dinge, die wir als Oberflächlichkeiten und Schauwerte ansehen würden, und die mit intelligentem Geschichtenerzählen oder solidem filmhandwerklichem Wissen erst einmal nichts zu tun haben
- der Regisseur kann sich nur mit allerlei Tricks und Verrenkungen vor dem Zugriff durch seine Geldgeber, die ihm den Auftrag wieder entziehen wollen, retten
- der Regisseur ist erst erfolgreich, als er mit einer Sensation nach Hause zurückkehrt: ein acht Meter großes Untier, das fortan von einem Massenpublikum gierig erwartet wird; die Leute wollen erschreckt & geängstigt werden, sich gruseln und dabei ein bestimmtes Wohlgefühl erleben; das sieht man unter anderem an den Reaktionen des Publikums, als der Regisseur das Monster auf der Bühne vorführt: das Publikum ist erst erschreckt und geschockt, dann applaudiert es

D.h. dass der Film unter anderem eben das Showgeschäft widerspiegelt, und man könnte das mit zahlreichen Zitaten jetzt noch eingehend belegen.

Das sind für mich alles Indizien, die ich in ein mehr oder weniger kohärentes Interpretationsmuster einfügen kann. Jetzt könntest du als Kritiker des Kritikers hingehen, und einzelne Belege oder Indizien anzweifeln, so dass meine Interpretation an Wert verliert, oder plötzlich auf wackligen Beinen steht. Vielleicht widerspreche ich mir ja selbst? Vielleicht habe ich Dinge übersehen oder in den Augen meiner Kritiker falsch gewertet?

Außerdem könntest du hingehen und behaupten, dass meine Interpretation schwach ist, und dass du eine viel bessere hast, die sich (a) auf mehr Indizien stützt, eine breitere Basis hat und (b) teilweise zu meiner Interpretation in Widerspruch steht. Wenn du also mehr und bessere Indizien für deine Interpretation findest, dann macht das meine Interpretation zwar nicht ungültig, aber doch im Vergleich zu deiner Interpretation weniger umfassend und weniger aussagekräftig über den Film als Ganzes.

So funktioniert Interpretation. Unter anderem.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 15:53                                  +/-

Sehr schön zusammengefasst! Ein Problem ist aber wie subjektiv diese Interpretationen sind und inwieweit der eigene Geschmack oder vorgefasste Meinungen die Wahrnehmung filtert.

Ein extremes Beispiel:

Linksblogg
King Kong - Kranke Ausgeburt eines rassistischen Regisseurs
Die Neuauflage des Rassismusschinkens King-Kong zeigt uns erneut welche politische Ideologie auch heute noch die USA dominiert. Der überdimensionale "wilde Affe" aus dem Dschungel der unsere Städte platt macht und unsere Blondinen vergewaltigt ist an subtilem Rassismus wohl unübertroffen. Das Hollywooddrehbücher im Pentagon entstehen ist ja nichts Neues, dass man aber über 40 Jahre nach Aufhebung der Rassentrennung einen Film wie King-Kong mit Milliardenaufwand neuproduziert, zeigt uns klar, dass das Wort "Bürgerrechte" in den USA auch heute noch nicht anderes als eine leere Worthülse ist. Ein kurzer Hollywoodrückblick:

- Drei Terminatorfilme, die mit Milliardenaufwand eine Ode an den militärisch-industriellen Komplex lieferten
- Herr der Ringe Triologie, wieder Milliardenaufwand, der dazu verwendet wird sich sytematisch über Behinderte zu mockieren
- Das Dümmste was uns Hollywood bisher geliefert hat war wohl der Film "Wir waren Helden", in dem die systematische Ausrottung der vietnamesischen Zivilbevölkerung glorifiziert wird, wir erinnern uns an das Massaker von My Lai


Kein Fake.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 22.12.2005, 16:20                                  +/-

Psycho Dad: Das Problem besteht m.E. nicht darin, dass man all das, was Thanil für sich als Deutung herausgearbeitet hat, unter keinen Umständen in diesen Filmen sehen kann, sondern vielmehr, wie diese interessanteren, eventuell interpretationsbedürftigen Bestandteile der Geschichte im Film gewichtet werden. Wenn alles nur den überlangen, langweilenden Actionssequenzen untergeordnet wird, helfen interessante Ansätze halt nicht mehr viel. Das ist genau mein Problem mit Filmen wie "Matrix" und "Return of the King".

Tyler: Dein Linksblogg-Link ist gruselig. Überrascht


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