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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 03.01.2006, 20:31                                  +/-

Psycho Dad
Mich interessieren Domino

Endcooler Film.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 11:38                                  +/-



Heute läuft Jarhead an. Ich möchte, dass Gimli reingeht und sagt, wie er ist, bei Kriegsfilmen vertraue ich ihm blind.


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Meine Herren, jetzt wird's psychologisch!
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 12:47                                  +/-

Domino ist jung, reich, gelangweilt, aufmuepfig und kann auch schon mal zuschlagen, wenn sie gewaltig genervt wird. Sie fragt, ob die Nase operiert ist und bei einem Nein als Antwort sorgt sie dann dafuer, dass die Nase eben operiert sein wird. Das war eine sehr befriedigende Szene, denn diese Tussi hat alle weiblichen College-Neuzugaenge ziemlich rund gemacht. Domino fliegt vom College, wird Model. Da sie auch dort handgreiflich wird, war sie Model gewesen. Stolpern lassen sollte man ein Maedchen wie sie auch besser nicht.
Was tun?
Genau, sie geht zu einem Vortrag und gleichzeitigem Anwerbegespraech fuer Kopfgeldjaeger. Marschiert provozierend langsam und desinteressiert in den Raum, in dem nur Maenner sitzen und setzt sich grad mal in die erste Reihe. Erwartungsgemaess wird sie angegraben ... wie berechenbar. Irgendwie, ich sag nicht wie, macht sie sich mit Ed (Mickey Rourke), Choco und deren afghanischem Fahrer Alf bekannt und geht mit ihnen auf die Jagd. Was folgt sind Jobs, auf die das FBI keine Lust hat.
Die drei werden Stars einer Reality-TV-Show und der Aerger geht los. Christopher Walken macht IMMER Aerger, aber das wenigstens stilvoll.
Am Ende bekommen sie ein paar Probleme mit der Mafia, weil ihr Boss einfach sein eigenes Ding drehen wollte. Aber Domino lebt.



Rueckblicke in Filmen kann man schlecht hinkriegen, so, dass keiner mehr irgendwas blickt, oder aber gut. Die in Domino sind gut. Beim Verhoer superdunkel und mit Gelbgruenstich, kaum zu erkennende Augenpartien - beklemmend. Lucy Liu als FBI-Agentin ist da auch so richtig schoen antipatica. Da stehen sich zwei Frauen gegenueber, nein, sitzen, die sich in Nichts nachstehen. Zwei sture Charaktere treffen aufeinander und jede versucht, oben zu schwimmen. Auch hier bleibt Domino (Keira Knightley) sie selbst, keine Anwandlungen von Kriecherei oder sowas.
Die Rueckblicke in warmen Wuestenfarben oder aber in buntem Stadtgeflimmer. Schnelle Schnitte und rasante Fahrten treffen auf lange Einstellungen. Wutanfaelle werden nicht verkuerzt, wer schreien will, schreit. Wer durchdrehen will, dreht durch. Und das richtig gut. Manchmal war ich froh, Choco nicht persoenlich zu begegnen, ... wie der abgehen konnte.

Die Aeusserlichkeiten: Keira hat eine tolle Frisur und ist eh klasse. Mickey Rourke reift mit dem Alter, ich fand ihn nicht so kotzbrockenhaft wie sonst immer. Edgar Ramirez als Choco wird wild, wenn er sein Haar oeffnet (rrrrr) und hat seine ganz eigene Masche, bei Maedels zu landen (*grins*). Christopher Walken ist einfach so, wie er immer ist. Und Alf isst zwar keine Katzen, oder vielleicht doch?, erledigt dafuer aber alle Sprengstoffdinger.

Tony Scott musste sich nicht lange an ein Drehbuch setzen, das Leben schreibt die besten Geschichten. Er lernte die reale Domino kennen und hatte sein 'Thriller'material beisammen. Jetzt ist sie tot und der Film da, wenn auch nicht ganz so real, wie sie es dachte.

Was ich jetzt noch gerne haette ist der soundtrack. Aber den gibt es scheinbar noch nicht.


Mehr Infos.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 12:49                                  +/-

Entschuldigung, ich wollte Euch nicht unterbrechen. Wenn ihr aber auch schreibt, wenn ich schreibe ...

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 13:07                                  +/-

Andere finden den Film wohl ziemlich daneben. Wieso erstaunt mich das in keinster Weise?

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 13:15                                  +/-

Im Moment ist im Kino ja wohl ziemlich tote Hose. Am ehesten würde ich mir noch Match Point ansehen. Aber irgendwie kenne ich kaum Woody Allen Filme. Und dann will ich mir diesen plötzlich nicht als Ersten ansehen. Sonst verstehe ich ja die ganzen, sicher zahlreich vorhandenen, Reminiszensen zu früheren Werken nicht Echt schlimm

Peter Saarsgard... schön und gut. Aber in einem Kriegsfilm? Er ist zwar ne coole Sau! Aber Kriegsfilme mit coolen Säuen mag ich nicht.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 13:26                                  +/-

Jarhead ist ein Antikriegsfilm, wenn es sowas gibt.

Und Match Point ist ein ganz untypischer Woody Allen Film. Du kannst ihn beruhigt gucken, ohne jemals irgendwas von ihm gesehen zu haben. Keine Anspielungen, die du verstehen müsstest. Ich empfehle dir den Film uneingeschränkt!


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 13:28                                  +/-

RVs Kritik ist die erste positive Besprechung von "Domino", die ich kenne hähö Ansonsten wird der Film einhellig verissen wie lange keiner mehr. Aber jetzt hätt ich direkt Lust, reinzugehen.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 13:34                                  +/-

Thanil
Jarhead ist ein Antikriegsfilm, wenn es sowas gibt.

Und Match Point ist ein ganz untypischer Woody Allen Film. Du kannst ihn beruhigt gucken, ohne jemals irgendwas von ihm gesehen zu haben. Keine Anspielungen, die du verstehen müsstest. Ich empfehle dir den Film uneingeschränkt!


Jetzt bin ich erst recht in einem Dilemma. Thanil empfiehlt mir einen Film. Noch dazu einen, der gar nicht in sein übliches Schema passt ( zwinkern ). Aber naja, der pk mag den Film ja anscheinend auch (hab sein Posting nur überflogen).

Hat schon jemand Jarhead gesehen?

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 15:50                                  +/-

Nichtraucher
RVs Kritik ist die erste positive Besprechung von "Domino", die ich kenne hähö Ansonsten wird der Film einhellig verissen wie lange keiner mehr. Aber jetzt hätt ich direkt Lust, reinzugehen.

Ich hatte vorher noch nicht einmal den Namen des Filmes gehört und stehe jetzt vor dem Problem, dass mir erst das Wasser im Munde zusammenlief und mir danach gesagt wird, dass der Film eigentlich ganz ganz schlecht sein soll.

NR
Heute läuft Jarhead an. Ich möchte, dass Gimli reingeht und sagt, wie er ist, bei Kriegsfilmen vertraue ich ihm blind.

Verlegen
Aber ich hatte eh vor ihn mir anzuschauen. Der Spiegel hat geschrieben, dass sowohl "Full Metal Jacket" als auch "Apocalypse Now" zitiert werden und überhaupt sei der Film in seiner grundsätzlichen Stoßrichtung Kubricks Werk sehr ähnlich.

"München" erschien mir im Trailer sehr interessant. Nicht, wie ich erst dachte, ein weiterer Film über eine reale Geiselnahme mit arabischen Terroristen, sondern ein Film über den Umgang mit dem Terrorismus - und die Methoden von Geheimdiensten in diesem Zusammenhang. Könnte ein Film am Puls der Zeit sein, wenn er gut ist.


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 16:09                                  +/-

Es quält mich, wenn ich diesen Thread lese. Ich bekomme immer mehr Lust auf Jarhead und Domino. Meine Gattin möchte aber heute in so einen Dokumentarfilm gehen. Traurig
What the bleep do we (k)now?!


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 16:12                                  +/-

Psycho Dad
Es quält mich, wenn ich diesen Thread lese. Ich bekomme immer mehr Lust auf Jarhead und Domino. Meine Gattin möchte aber heute in so einen Dokumentarfilm gehen. Traurig
What the bleep do we (k)now?!


Ins Cinema? Dann ring ihr vorher wenigstens das Versprechen ab, dich nach dem Film zu Hause schön zu massieren. Dein Rücken wirds dir bei den Sitzen dort danken Geschockt

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 16:16                                  +/-

Oxford

Ins Cinema? Dann ring ihr vorher wenigstens das Versprechen ab, dich nach dem Film zu Hause schön zu massieren. Dein Rücken wirds dir bei den Sitzen dort danken Geschockt

Ist dein Rückem empfindlicher als meiner, oder wurden seit deinem letzten Besuch und vor meinem ersten Besuch dort die Sitze ausgetauscht? ?????


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 16:19                                  +/-

Für einen Moment dachte ich, jetzt sind vollends alle nach Wien gezogen.. Geschockt


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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 06.01.2006, 12:03                                  +/-

Der Dokumentarfilm war ausverkauft, so dass wir Domino ansehen konnten.

Domino
******
Frankreich/USA, 2005, 127 min., Männerfilm

Domino Harvey wächst als verwöhntes Kind eines britischen Topmodells auf. Das Ableben ihres Goldfisches und ihres Vaters werden zu prägenden Erlebnissen, die sie früh gegen die Mutter rebellieren lassen. Nachdem sie aus dem College geworfen wird, entscheidet sie sich für eine Laufbahn als Kopfgeldjägerin. Ihr jüngster Job wird zur tödlichen Bedrohung für sie und ihre Kollegen Ed und Choco.

Domino beginnt als solider Gewalt+Möpse-Streifen auf Tomb Raider-Niveau (natürlich nicht sooo schlecht). Gewaltszenen wechseln sich mit Keira Knightley beim Lapdance, Bullriding oder im Swimming Pool ab - großes Kino! Leider versucht der Film auch, die Biographie der Hauptfigur mit einer gewissen Ernsthaftigkeit zu erzählen. Das funktioniert natürlich nicht und wirkt völlig fehl am Platze, wenn vorher schon B-Movie-Amazonen-Coolness zum Einsatz kam. Sicher hätte der Film davon profitiert, wenn er 30-40 Minuten kürzer gewesen wäre. Negativ fällt außerdem der lieblose Einsatz zahlreicher bekannter Schauspieler auf.

Dieser Film könnte User interessieren, denen auch Be Cool gefallen hat.

Note: 4/10
Wiederanschauwert: gering


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.01.2006, 12:08                                  +/-

Die Länge hat mich auch abgeschreckt. Warum müssen nette Kinderfilme und flache Ballerstreifen über 2 Stunden laufen? 138 Minuten für Narnia, 157 für Harry Potter, 128 für Domino, wer braucht das denn? Was ist nur aus den guten alten 90 Minuten geworden..? Traurig


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 06.01.2006, 17:49                                  +/-

Psycho Dad


Dieser Film könnte User interessieren, denen auch Be Cool gefallen hat.

Note: 4/10
Wiederanschauwert: gering

Willst du behaupten, dass "Be Cool" ein schlechter Film ist, du Banananause?! zeter und mordio


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 06.01.2006, 19:09                                  +/-

LOL willst du etwa behaupten, dass er gut ist? *prust* hähö

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 06.01.2006, 20:09                                  +/-

Wetterhexe
Die Rueckblicke in warmen Wuestenfarben oder aber in buntem Stadtgeflimmer. Schnelle Schnitte und rasante Fahrten treffen auf lange Einstellungen. Wutanfaelle werden nicht verkuerzt, wer schreien will, schreit. Wer durchdrehen will, dreht durch. Und das richtig gut.

Das klingt richtig gut und macht Lust auf mehr! *schwärm*

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Domino beginnt als solider Gewalt+Möpse-Streifen auf Tomb Raider-Niveau (natürlich nicht sooo schlecht). Gewaltszenen wechseln sich mit Keira Knightley beim Lapdance, Bullriding oder im Swimming Pool ab - großes Kino!


.... redet ihr wirklich vom gleichen Film?

Und ich dachte schon bei King Kong würden die Meinungen meilenweit auseinanderklaffen. Yes

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.01.2006, 20:14                                  +/-

Wir haben heute Jarhead gesehen, und ich denke ich werde heute abend oder morgen eine Rezension verfassen. Ein sehr, sehr interessanter Film!


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 06.01.2006, 20:17                                  +/-

Heute abend!

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 07.01.2006, 00:32                                  +/-

Jarhead - Willkommen im Dreck

"Das ist ein Vietnam-Song. Gibt's für unseren Krieg nicht einmal ein eigenes Lied?"

In seinem Kern ist Jarhead ein Kriegsfilm über Kriegsfilme. Er beginnt mit einer Hommage an "Full Metal Jacket", zeigt eine Aufführung von "Apocalypse Now" vor einem Rudel aufgestachelter Marines und wenn ich "Platoon" gesehen hätte (oder mich erinnern würde), dann würde ich sicher auch Anspielungen auf diesen Film finden. "Jarhead" reflektiert über die in unserer Kultur verankerten Vorstellungen, wie ein Krieg beschaffen ist, was dazu gehört und was nicht, und wie die gezeigten Filmfiguren damit umgehen. Als Meta-Kriegsfilm funktioniert er somit hervorragend.

Als Beispiele für die Adaption gängiger Militärfilm-Klischees könnte man den obligatorischen Drill Sergeant à la "Full Metal Jacket" sowie die typischen martialischen Initiationsrituale der Waffenbrüder nennen. Doch Jarhead verläßt immer wieder diese etablierten Muster, hinterfragt sie und kommentiert sie somit ironisch. Unter dem Strich sehen wir einen Kriegsfilm, in dem der Krieg Mangelware, das Warten und Vorbereiten auf den Krieg jedoch allgegenwärtig ist. Somit spricht Jarhead auch über Kriegslüsternheit und zieht durch die angesprochene Filmvorführung von "Apocalypse Now" auch Parallelen zwischen dem blutrünstigen Marine, der die Schlacht nicht erwarten kann, und dem Filmzuschauer im Allgemeinen, der sich auf die Kampfdarstellungen freut wie das Publikum eines Boxkampfs. Symptomatisch dafür ist der Moment, in dem die beiden Scharfschützen endlich den Schießbefehl auf zwei irakische Offiziere erhalten, auf den sie über ein halbes Jahr in der Wüste gewartet haben. Doch im letzten Moment wird der Befehl geändert und es soll ein Luftangriff stattfinden, woraufhin einer der Scharfschützen wütend losheult, weil er sich um seinen ersten (und einzigen) Abschuss betrogen fühlt.


"Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt und würden uns freuen, wenn Sie bald wieder mit TWA fliegen würden."

Jarhead ist voller interessanter Themen, Situationen und Elemente, die teilweise auch ironisch-komische Wirkung entfalten, so zum Beispiel, wenn die Vorhut der amerikanischen Elite-Truppen mit TWA Linienflügen in Saudi-Arabien eintrifft, oder wenn sich einer der Marines beim Überflug eines Helikopters und der dazu begleitenden Apocalypse-Now-Musik darüber beschwert, dass es für diesen Krieg nicht einmal eigene Musik gäbe. Der Krieg selbst dauert vier Tage, das Warten darauf jedoch eine langweilige Ewigkeit. Der Zuschauer bekommt vom Krieg nicht viel zu sehen, und das ist vielleicht das Beste, was ein Antikriegsfilm leisten kann.

Gesamturteil:
9/10 wild ballernde Marines


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