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Bild vs taz
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 31.01.2006, 01:34                                  +/-



Seit einiger Zeit ertappe ich mich dabei die Schlagzeilen von taz und Bild zu vergleichen. Warum das also nicht bloggen? Den jeweiligen Sieger werde ich dann immer kaufen.

Schlagzeilenvergleich die erste: 0 zu 1 für die taz

Beide Tageszeitungen haben es nicht leicht, eigentlich ist gerade Saure-Gurkenzeit und man muss die Nachrichten schon selbst machen. Heute sahen die Titelblätter so aus
Bild: Der unheimliche Besuch in Hamburg
Naja, Mr Jackson läuft bei mir seit den Neunzigern unter Trash, lockt mich also nicht gerade hinter dem Offen hervor. Dazu ist das reichlich nebulös, klingt aber lange nicht so mysteriös, dass es mich interessiert. Die Auswahl eines Fotos von Jackson wie er sich die nicht vorhandene Nase hält, entbehrt wenigstens nicht einer gewissen hämischen Komik.

taz: Der Muslim-Test: das Streitgespräch
Erotik, Exotik und staatstragende Vaterlandsliebe knackig verpackt als bekannter Filmtitel. Perfekte Headline! So muss man Politik verpacken. Der Bringer ist aber das Bild der schwarz-rot-gold verschleierten Frau. An der Kasse dann eine Überraschung: Die Waren-über-den-Scanner-schieb-Frau stutzt, hält launig die Zeitung hoch und ruft in voller Lautstärke zu Anette an Kasse 3 rüber "Anette, kuck mal: Sex, Lügen und Grundgesetz!" Die Schlange hinter mir reckt neugierig die Hälse und ich lächle peinlich und stolz zugleich über die Wahl meiner Lektüre. Die taz fährt also verdient einen ersten Punktsieg ein.

------------------------------

In other News today:
Die Zeit hat die Schreibtische deutscher Chefredakteure fotografiert. Schrecklich aufgeräumt und ordenlich! Bis auf das kreative Chaos von Helmut Markwort (Focus) und Hans Werner Kilz (Süddeutsche). Woohoo! Ich würde da nichts finden.



Markwort und Stefan Aust (Spiegel) bekommen auch ein Fleißsternchen, weil sie einen Mac verwenden. (Korrektur: Petzold und Oserkorn vom Stern haben zwar Microsoft-Mäuse, aber einen sündhaft teuren G5 unter dem Schreibtisch stehen. *neidundMissgunst*))



Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 31.01.2006, 03:40, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 31.01.2006, 01:40                                  +/-

Tyler Durden
Woohoo! Ich würde da nichts finden.


Und nochmal zum Vergleich Tylers Schreibtisch:


grins

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 31.01.2006, 01:42                                  +/-

Zitat:
Seit einiger Zeit ertappe ich mich dabei die Schlagzeilen von taz und Bild zu vergleichen. Warum das also nicht bloggen? Den jeweiligen Sieger werde ich dann immer kaufen.


Mutig, aber interessant. Bitte weiterführen.

Mir persönlich würde aber die Aussicht, jeden Morgen entweder taz oder BILD lesen zu müssen, gehörig die Frühstückscerealien vermiesen.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 31.01.2006, 01:45                                  +/-

Ah, das habe ich vergessen zu erwähnen: jeden Tag schaffe ich das schon zeitlich nicht und ich bin ja nicht Bildblog. Ich dachte mir mehr jede Woche. Alle acht Tage wären ein guter Schnitt, damit jeder Wochentag mal dran kommt.

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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 26.10.2006, 22:53                                  +/-

Alle acht Monate wären auch ein guter Schnitt für einen Beitrag hier... Jedenfalls, die Bildzeitung landete gestern einen ziemlichen Coup:

vs

Mosis Daisy tot, Köln gewinnt 4:2, Natalie zeigt ihre Hüglein... hähö Ich finde die Kombination von barbusigen Mädels mit aufrichtiger Empörung immer etwas seltsam. So als würde Natalie mit nacktem Gliedern und Totenschädeln posieren. Der Spiegel zeigt dann auch das Tittelblatt in einem Artikel diskret umgeschlagen. Trotzdem Top Schlagzeige mit den "Schockfotos"! Nicht durch Blogs, Internet oder Fernsehen wurden die Fotos publiziert, sondern von BILD. Note: 1-

Die taz reagierte heute darauf mit schwarzem Humor. Gefällt mir, deshalb eine 2+. Und entlarvt die Hysterie die durch einen Teil der Medien und RTL geistert. Und welche Heuchelei es ist, dass man jetzt die knifflige Frage wälzt, ob der Schädel nur von einem russischen Soldaten stammt (die Afghanen lachen mit) oder doch von einem moslemischen Mudschahid (Terroranschläge gegen Deutsche).

Die Zeit kommentiert unaufgeregt
Ist Semantik nicht manchmal verräterisch? Seitdem die Bild-Zeitung gestern die Schock-Fotos veröffentlichte, gilt ein Totenschädel plötzlich als “Leiche”. Bis Vorgestern hat man einen Totenschädel noch einen Totenschädel genannt, und zwar aus gutem Grund. Anders als eine Leiche ist ein Schädel ein anonymer menschlicher Überest. Sieht man ihm ins Gesicht, sieht man keinem Menschen mehr, sondern gleichsam dem Tod selbst ins Auge. Wohl jeder, der zum ersten Mal dieses klassische Symbol der Vergänglichkeit in der Hand hält, verspürt eine gewisse morbide Faszination. Hamlet lässt grüßen.

[...]

Zu prüfen bleibt, ob die Soldaten überfordert oder von Anfang an ungeeignet waren für den Einsatz in Afghanistan. Immer mehr so genannte freiwillig länger dienende Wehrpflichtige stammen aus dem Osten Deutschlands, daher also, wo die Bundeswehr häufiger als im Westen einen letzten Ausweg vor der Arbeitslosigkeit bieten kann. Wahr ist: immer öfter treibt vor allem die Aussicht auf gutes, sicheres Geld junge Schulabgänger in die Auslandseinsatzlaufbahn. Diese profane Motivation lässt sich in einer neunmonatigen Ausbildungszeit kaum in edlere Absichten wandeln.

Es wird Zeit, wieder grundsätzlich über die Wehrpflicht nachzudenken.

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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 26.10.2006, 23:32                                  +/-

Hoffentlich war's ein russischer Knochen, das würde alle Probleme elegant lösen Yes


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 21:51                                  

Blätterrauschen: Wer hat den besten Aufmacher?

Welt.de kommt eher sachlich daher. Obwohl, wollten sie vielleicht sowas wie eine Agenten-postille erzählen?



Die Financial Times Deutschland verlegt den Fokus auf die Geldinstitute. Banker sind ihnen wohl näher als Neiddebatten/Schadenfreude.



Tagesschau.de macht auf Law&Order: "Razzien", im gesamten Reich, ist vom Wortklang schon so schneidisch und die kühle blonde Uniformierte symbolisiert die Staatsgewalt. Wobei Steuerfahnder eher in zivil mit Schlips rumlaufen und man keine bewaffnete Schupo braucht zum Aktenordnerschleppen (Bild von Bild.de).



Die Süddeutsche: Na, der Bildauschnitt ist doch...? Genau, von dem BILD-Bild oben. Aber geschickt beschnitten. Während die gesamte Szene eher bieder wirkt, nicht mal einen schicken BMW kann sich die Steuerfahndung leisten, sondern sie fahren einen praktischen Kombi, wird dem Betrachter hier dynamische Mystery-Spannung geboten. Und wer wird nicht neugierig, wo der "Geheimgang zur Bergfestung" liegt?



Die Zeit.de: "Kapitales Fernweh"...? Aua. Da wurde wohl auf biegen und brechen ein Bezug zum Steuerparadies angelegt. Paradies, Fernweh (kapitales), versteht ihr? Haha.



Die Frankfurter Rundschau greift die Position der Anwälte Zumwinkels in der Schlagzeile auf:



Stern.de machen als einzige auf parteipolitisch und dissen die SPD:



Und als letztes schließlich die Schlagzeile die mir am besten gefällt. Die taz titelt:


(Aber Abzüge in der B-Note, weil die ftd dasselbe Bild haben.)

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Olmops



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BeitragVerfasst am: 19.02.2008, 02:22                                  +/-

schätze die kriegen einfach alle dieselben Agenturbilder und müssen sie verwursten ausser die Bild, die an jedem dicken Baum in Deutschland einen eigenen Korrespondenten hat...


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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 19.02.2008, 16:29                                  +/-

tagesschau.de: Liechtenstein startet Gegenangriff!

Erbprinz Alois bläst zur Attacke!


Edit: Jetzt wurde es geändert zu "Frontalangriff aus dem Fürstentum". Selbst die seriöse tagesschau-Seite spielt gern mal mit reißerischen Schlagzeilen.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 06.06.2008, 21:15                                  +/-

Die taz Schlagzeile von gestern oder wie der Versuch aussieht sich einen eigenen Skandal zu zimmern:


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 06.06.2008, 21:20                                  +/-

fast schon polnisch hähö


bei der Lektüre der von mir schon immer sehr verehrten taz, stieß ich auf folgende schöne Bildstrecke:

http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&am...ne&no_cache=1


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If you’re tired of arguing with strangers on the Internet, try talking with one of them in real life (B. Obama's Farewell address speech, 11.1.2017)
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 22:03                                  +/-

Steinbergs berühmtes New Yorker Coverbild View of the World from 9th Avenue:



Und die heurige Oktoberausgabe:



grins

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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 30.09.2008, 22:12                                  +/-

rolling on the floor...


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 17.04.2009, 20:01                                  +/-

Wiglaf Droste lässt in der SZ kein gutes Haar an der taz:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/664/465256/text/

Zitat:
Es ist das Geschäft des Marketings, jeden Niedergang als Fortschritt zu verkaufen. Die taz investiert in Werbung statt in Talent und Können. So produziert sie einerseits marktkompatiblen Medienbetriebsnachwuchs, der seine Arbeit als Sprungbrett sieht, Texte schreibt, um für sich Reklame zu machen und dabei noch mit einer Gesinnung prahlt, die es bei der taz gratis gibt, zum Ausgleich für die Selbstausbeutung. Andererseits schafft die taz durch diese Fluktuation einen Gnadenhof für all die Zurückbleibenden, die trotz aller Bewerbungsschreiben kein anderer haben will. So entsteht ein notorisch pestlauniges Arbeitsklima, in dem Heuchelei, Intriganz, Schlampigkeit und Desinteresse an der Sache gedeihen. Das strahlt die Zeitung auch aus: Lustlose Hausmeister sehen dich an.
[…]
Fußball auf Seite eins zu hieven, ist die Kapitulation vor einem Populismus, den man jahrelang selbst angeschoben hat.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 17.04.2009, 20:05                                  +/-

Die Printausgabe der taz bekommt morgen übrigens ein Redesign. [/triskeldesigninfodienst]

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Quar



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BeitragVerfasst am: 17.04.2009, 20:51                                  +/-

Ich bin da als Praktikant vielleicht nicht in den innersten Kreis des Redaktionsgefühlslebens eingetaucht, aber verbiestert wirkten die Tazler auf mich nicht. ????? Eher so typisch journalistisch abgebrüht + eine heftige Dosis Humor + basisdemokratische Ineffizienz. Letztere hat mich wahnsinnig gemacht - es musste halt immer alles durchdiskutiert werden. Ich glaube, dafür bin ich nicht geschaffen. Aber am Endprodukt kann ich nicht mäkeln. Statt brandaktuellen Artikeln gibt's bei der taz immer eine Meinung und auch regelmäßig Themen, die andere vernachlässigen.

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