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Singende Topmodels bei der Fußball WM in Katar 1936
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:42                                  +/-

Helcaraxe
Oxford
Hoppala.... also ich bin weder das Eine noch das Andere. Was machen wir denn jetzt bloß?

Selbstmord ist immer eine Option.


Du hast mich schon verstanden. Ich glaube, es gibt hier keine ESC-Fans. Insofern ist das schon wieder eine unnötige Polarisierung gewesen.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:44                                  +/-

Ich hab für den ESC nicht sonderlich viel übrig (schon gar nicht in musikalischer Hinsicht), bin nun aber nächsten Samstag ausgerechnet auf eine ESC-Party eingeladen worden, von einem enthusiastischen Fan, der schon z.B. in Oslo persönlich dabei war, in einem Fanclub aktiv ist, diverse Kandidaten aus anderen Ländern persönlich kennt und monatelang auf das Ereignis hingefiebert hat (auch wenn er gewaltige Bauchschmerzen hat, das es in einem Land wie Aserbaidshan stattfindet, aber die Hanserls haben halt gewonnen...). Er hat übrigens studiert, so viel dazu.

Es wird Gerichte aus diversen Teilnehmerländern geben, ordentlich was zu trinken, Dekoration in sämtlichen Landesfarben....letztes Mal hat es irgendwie schon viel Spaß gemacht (gut, Alkohol hilft), damals bei den Halbfinals, wo sich die Spreu vom Weizen trennt, also die grottigen Lieder von den fürchterlichen. Trotz der unterirdischen Songs und anderem peinlichen Brimborium wars ein lustiger Abend. Ich kann die Begeisterung zwar nicht teilen, aber sie ist irgendwie ansteckend und ich gönn ihm die Freude (ja, natürlich ist er schwul, so viel Klischee muss sein).

Wie sollte ich mich denn nun nächsten Samstag angemessen verhalten? Demonstrative Abgrenzung? Spöttische Grundhaltung? Erhobener Zeigefinger? Ich würde mir auch auf einer Star-Wars-Convention oder einem Taubenzüchtertreffen irgendwie seltsam vorkommen, aber ich mach den Leuten doch nicht ihren Kram madig.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:45                                  +/-

Oxford
Helcaraxe
Oxford
Hoppala.... also ich bin weder das Eine noch das Andere. Was machen wir denn jetzt bloß?

Selbstmord ist immer eine Option.


Du hast mich schon verstanden. Ich glaube, es gibt hier keine ESC-Fans. Insofern ist das schon wieder eine unnötige Polarisierung gewesen.

Dann mißverstehe es doch einfach nicht so, schon verschwindet diese imaginierte Polarisierung von selbst Yes


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:51                                  +/-

Ich würde mir auch auf einer Star-Wars-Convention oder einem Taubenzüchtertreffen irgendwie seltsam vorkommen, aber ich mach den Leuten doch nicht ihren Kram madig.

Ey, wenn ich eingeladen wäre und das ein netter Kumpel ist, würde ich auch hingehen und möglichst nett da den Abend verbringen. Dass so eine kulturelle Einstellung (wie meine) nicht über das Miteinander im Alltag geht, ist ja wohl klar.
Dein Dr. Sommer-Team


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:51                                  +/-

Helcaraxe
Oxford
Helcaraxe
Oxford
Hoppala.... also ich bin weder das Eine noch das Andere. Was machen wir denn jetzt bloß?

Selbstmord ist immer eine Option.


Du hast mich schon verstanden. Ich glaube, es gibt hier keine ESC-Fans. Insofern ist das schon wieder eine unnötige Polarisierung gewesen.

Dann mißverstehe es doch einfach nicht so, schon verschwindet diese imaginierte Polarisierung von selbst Yes


Schreibs doch nicht so. Drücks doch einfach so aus wie es ist, dann entstehen erst gar keine Missverständnisse.

Ach, we could go on like this for days...


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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:53                                  +/-

Smilie

Danke für dein Placet.


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Mond



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:54                                  +/-

Euseppus
man kann sogar soweit gehen, zu sagen, Musik ist automatisch immer politisch.

Aber bei elektronischer Tanzmusik ist das anders, nicht?


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The Art of Happiness
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 18:56                                  +/-

Bard
Smilie

Danke für dein Placet.


Gerne. In Minuten mit ungerader Anzahl bin ich immer so. Smilie

Gepostet am 22.05.2012, 19:57:

Mond
Euseppus
man kann sogar soweit gehen, zu sagen, Musik ist automatisch immer politisch.

Aber bei elektronischer Tanzmusik ist das anders, nicht?


Sagt - - wer?... ?????

Gepostet am 22.05.2012, 19:59:

Hab ich irgendwo was gegen elektronische Tanzmusik geschrieben? Ticke ich jetzt schon aus und weiß es dann nicht mehr?!...


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 19:24                                  +/-

Mein ergiebigstes Trollposting seit langem Smilie


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 19:24                                  +/-

Haha, Bilderdieb!!!


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Mond



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 19:47                                  +/-

Euseppus
Mond
Euseppus
man kann sogar soweit gehen, zu sagen, Musik ist automatisch immer politisch.

Aber bei elektronischer Tanzmusik ist das anders, nicht?


Sagt - - wer?... ?????

Gepostet am 22.05.2012, 19:59:

Hab ich irgendwo was gegen elektronische Tanzmusik geschrieben? Ticke ich jetzt schon aus und weiß es dann nicht mehr?!...

Wat? :D
Ich frage doch nur... war kein Angriff oder sowas.
Eine Meinung habe ich. Du meinst das Musik fast immer schon politisch ist. Ich denke aber, dass das bei Techno & Co. anders ist bzw. diese Musikrichtungen nicht sehr politisch sind bzw. gar nicht bzw. es spielt keine große Rolle...


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 20:07                                  +/-

Nichtraucher
Mein ergiebigstes Trollposting seit langem Smilie


You're an evil genius!


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 20:10                                  +/-

@Mond:
Assojetz... Puh... hähö

Das "Politische" ist in dem Kontext nicht ausdrücklich auf eine gewollte politische Aussage bezogen; "Politisch" meint hier auch schon, zu welchem Zweck Musik da ist; dabei wird dann geguckt, ob es z. B. eine Tendenz in Richtung "Aus-Politischem-Raushalten" gibt (das wäre praktisch a la Biedermeier somit auch politisch, weil es aussagt, "Politik hat in unserem Leben nichts verloren", ist somit auch ein Statement) oder z. B. Tendenzen hat, das Publikum von ihrem politischen Alltag eher abzulenken und Eskapismus zu fördern oder sie eher draufzustoßen. Kommt also schon drauf an, wie weit man "politisch" definiert; wenn man sich drauf einlässt, ist es aber zimelich gut nachzuvollziehen.
Mein Zitat von Schmidt weiter oben, "Ein Volk, das nicht mindestens einmal im Monat Musikantenstadl guckt, ist unregierbar", sagt mit einem sehr anschaulichen Beispiel genau ja das aus.


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 21:55                                  +/-

Ich finde Tylers Beitrag auch sehr differenziert und darum löblich, aber weil der ESC einfach suckt und wirklich nicht verteidigbar ist, und alle Idioten einen Stern auf Tylers Beitrag werfen, und die Euse wirklich erklären musste, was eine Korrelation ist, bewerte ich ihn schlecht.

P.S. Ich hasse die Bewertungsfunktion.

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 22:10                                  +/-

Euseppus
wenn ich meinen Hintern in den Po stecke, um zu gucken, ob's braun ist, dann ist es auch Unterhaltung.


Das wäre sogar ganz große Unterhaltung grins


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 22:15                                  +/-

Copyright by M. C. Escher.


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Actually, throughout my life, my two greatest assets have been mental stability and being, like, really smart.
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 22:17                                  +/-

Also ob Euse erklären müsste, was eine Korrelation ist. Das Problem ist, dass es eine GEFÜHLTE Korrelation ist.


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Quar



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 22:33                                  

GAH!

So.

Mein Kommentar zum Abend:
Ich finde den Grandprix kurios. Wie es einer der Techniker im Oslog so schön sagte: "This is the second biggest TV show in the world.[...] So if you're thinking that way, they're supposed to be the biggest acts in this show. No."
Ich habe den Grandprix immer mit sarkastischem Kommentar gehört - erst nur von Peter Urban, dann von Volker und Robert (www.radioeins.de). Nichts nimmt Michelle Dingsbums so sehr ihre Schmalzigkeit, wie wenn Volker Wieprecht dauernd "quak quak" sagt. grins
Diese ganze Veranstaltung fasziniert mich aber auch sonst. Wo außer im Sport präsentieren sich die europäischen* Nationen heutzutage denn noch einander? Ich finde es verstörend und interessant zu sehen, was für einen Geschmack anscheinend verschiedene Nationen haben und wie sie ihre Hupfdohlen dieses Jahr einkleiden. Dies ist keine Fernsehshow, die ich mir still ansehe. Dies ist eine Fernsehshow, bei der man viel und laut drüber redet. Lästern könnte man in manchen Fällen sicherlich auch dazu sagen.
Sympathisch war mir auch immer der etwas glitzernde, funkelnde Schein der Queerness über allem. Nachdem Dana International gewonnen hat, schien mir Europa auf einmal deutlich offener. Gleichzeitig finde ich es auch immer etwas bedrückend und häufig erschreckend plump, wie restriktive Staaten sich hier präsentieren. Ich sage nur Schmetterlingsflügel:



Wie scheiße das ist! Die Inszenierung sagt, finde ich, häufig auch viel über das Land aus. Aserbaidshan zum Beispiel will so offenbar schon seit Jahren so gerne. gemocht. werden. Da wird jede Paillette poliert bis sie blinkt. Und ich finde es sehr gut, mich jetzt für dieses Land interessieren zu müssen. Bislang war das nämlich nicht so, muss ich zugeben. Und ich finde es skandalös wie die EBU (Europäische Rundfunkunion), die ja die Sendung produziert mit dieser Situation umgeht. Ich halte es Stefan Niggemeier und Lukas Heinser deswegen auch sehr zugute, dass sie eben nicht wie letztes Jahr ein lustiges Vlog abliefern, sondern diese Ambivalenz und diesen Zwiespalt, in dem sie als Reporter vor Ort stecken, dem Zuschauer in Europa deutlich machen.

Was erwartest du jetzt von mir? Dass ich aus Protest die Veranstaltung nicht schaue? Mein Fernseher hat keine Quotenbox, das wäre sonst eine Option. Nicht anzurufen? Das mache ich sowieso nie. Ich möchte hinsehen. Gerade weil es mich interessiert, mit wie viel Lack hier alles zum Glänzen gebracht wird. Aber auch weil mich die Veranstaltung an sich interessiert. Und ich bin der Meinung, dass ich mich unterhalten lassen und kritisch denken kann.
Wie schon bei der EM hätten die einzelnen Länder schon vor über einem Jahr die Möglichkeit gehabt, ihre Teilnahme abzusagen. Hat man aber nicht. Und das ist eine noch viel größere Kiste, die ich lieber nicht öffnen will.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 22:34                                  

Helcaraxe
Vor dem politischen Hintergrund: Es käme mir total seltsam vor, einer Spaßveranstaltung beizuwohnen, die ein Unrechtsregime schmückt. Daß das nicht die Quote senkt oder irgendwelche anderen Folgen zeitigt, ist ja klar. Ich meine nur, rein vom persönlichen Empfinden her.

Das handhaben unterschiedliche Personen durchaus unterschiedlich. Beispielsweise kann man sich entscheiden Urlaub nur in demokratischen Ländern zu machen, nur Produkte zu konsumieren, die nicht in Staaten wie China gefertigt werden oder man schaut sich keine Großveranstaltungen des Sports oder der Musik an, die in solchen Ländern veranstaltet werden. Aber wer von uns zieht wirklich alles konsequent durch?

Ich bin ein bisschen angepisst, weil Quar, ich und andere ESC-Schauer als was-weiß-ich dargestellt werden und andere User als Unterstützer der Demokratie dastehen, weil sie sich eine Veranstaltung nicht anschauen, die sie ganz unabhängig vom politischen Aspekt ohnehin scheiße finden. Auf meine Frage nach der EM in der Ukraine hat z. B. niemand geantwortet. Darf man der Ukraine denn eher eine Bühne zur Selbstdarstellung bieten? Und wo sind die Grenzen.

Außerdem hat zumindest mir der ESC überhaupt erst aufgezeigt wie es in Aserbaidschan politisch zugeht. Zuvor habe ich mich nämlich mehr oder weniger nicht mit dem Land beschäftigt. Es wäre natürlich zu wünschen, dass das Land und die Situation nicht bei allen direkt wieder ins Unterbewusstsein geschoben wird und es Menschen gibt, die sich in Zukunft für mehr Demokratie einsetzen. Ist sicherlich ein eher naiver Wunsch – aber man setzt sich eher für etwas/ein Land ein, zu dem man irgendeine Verbindung hat und nicht nur einen Wiki-Artikel gelesen hat. Und seien es nur Geldspenden an entsprechende aserbaidschanische Organisationen.


Euseppus
So. Und in der Gesellschaft gibt es eben auch schlichtere Gemüter und viele von denen gucken eben auch die Sendungen, die vor allem unsere Privatsender ihnen anbieten. Dass ESC auch was für schlichtere Gemüter ist und weder Verstand noch - man verzeihe mir, ich kann nicht anders - Geschmack oder die höheren Hirnfunktionen sonderlich bedient, halte ich jetzt mal für allgemein nachvollziehbar - was ja nicht ausschließt, dass es auch Leute gucken, die kein schlichtes Gemüt haben, sich aber aus anderen Gründen (egal, wwas ich von selbigen halte) daran verlustieren.
Ergo: Es gibt Zusammenhänge zwischen dem, wie man ist und dem, was man schaut. Wie direkt das ist, weiß ich genausowenig, muss ich aber auch gar nicht, weil das nie mein Punkt war.
Wahrscheinlich schaut aber die Wurstfachverkäuferin eher ESC als mein Klavierprofessor.

Ich habe übrigens im letzten Jahr festgestellt, dass von meinen Schülern, diejenigen, die man als bildungsferne Schicht bezeichnen würde, sich überhaupt nicht damit beschäftigen bzw. den ESC doof finden – oftmals übrigens auch aus homophoben Gründen.





Außerdem finde ich es befremdlich, dass über andere "Trash"-Formate und ihre Liebhaber bzw. Konsumenten (Filme, Bücher) eher freundlich lächelnd geschrieben wird, während ihr hier feste draufkloppt.

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einBaum



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BeitragVerfasst am: 22.05.2012, 23:50                                  

Triskel
Ich bin ein bisschen angepisst, weil Quar, ich und andere ESC-Schauer als was-weiß-ich dargestellt werden und andere User als Unterstützer der Demokratie dastehen, weil sie sich eine Veranstaltung nicht anschauen, die sie ganz unabhängig vom politischen Aspekt ohnehin scheiße finden.


Moment mal, wenn ich der Bewertungsfunktion folge (ich hasse sie), rennt dir doch jeder die Bude ein, und nur Euse und Helga hantieren irgendwie rum? Ich kann den Grand Prix ja nicht leiden. Ich find das furchtbar und kann das mit noch so großem Abstand einfach nicht aushalten. Politik ist da halt ein argumentativer Nebenschauplatz, weil man sich in der Hitze der Leidenschaft für Kunst und Kultur irgendwie verzettelt.

Thanil
Also ob Euse erklären müsste, was eine Korrelation ist. Das Problem ist, dass es eine GEFÜHLTE Korrelation ist.


Oxi brauchte das offensichtlich schon. Das ist so in Scheißdreck. Er weiß natürlich, was eine Korrelation ist, ignoriert es aber, weil er mal ordentlich auf die Kacke hauen kann. Das hasse ich auch. Ach, ich bin internetmisanthropisch geworden. Eigentlich hasse ich euch alle. Aber nur im Internet.

Quar
Wo außer im Sport präsentieren sich die europäischen* Nationen heutzutage denn noch einander? Ich finde es verstörend und interessant zu sehen, was für einen Geschmack anscheinend verschiedene Nationen haben und wie sie ihre Hupfdohlen dieses Jahr einkleiden.


Und das mit dem nationalen Geschmack ist so ein Blödsinn. *grumpy* Das Ganze hat doch nix mit Nationengeschmack zu tun (was als Konzept eh blödsinnig ist). Deutschland hat mal Knorkator ins Rennen geschickt! Das war absichtlich geschmacklos. Nationales Geschmackstum, my ass.

*grumpy* *grumpy* *grumpy*

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Wolter



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BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 01:15                                  

Triskel
1. [diese] Musik ist Müll

Yes
Eine irgendwo (z.B. in einem Internetforum) dezidiert anders (also positiv) ausfallende Beurteilung der ESC-Musik würde mich aber nicht weiter zu einem engagierten Kampf animieren, meine Meinung dazu kämpferisch zu vertreten, denn ungeachtet der Tatsache, daß man tatsächlich auch einigermaßen nachvollziehbare Kriterien für Qualität bzw. Qualitätslosigkeit ins Feld führen kann, bleibt es dennoch Geschmacksache, Trash "toll" (oder wenigstens "lustig") zu finden; und über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten...

Und – korrekt! – unabhängig von Punkt 1:
Triskel
2. Musik wird in Mega-Anti-Demokratistan gezeigt

Yes
Die Frage, wie man sich dazu (mindestens reflektierend) zu verhalten hat, ist ganz klar diskussionswürdig, zumal wenn man sich als mit ethischen Maßstäben ausgestattetes Lebewesen ansieht – ethischen Maßstäben, die mehr als nur Lippenbekenntnisse sind...

Helcaraxe
Würdet ihr den Spaß tatsächlich so minderwertig finden wie ihr behauptet, tätet ihr ihn euch nicht an, schon aus Gründen der Selbstachtung. Da geht es mir ähnlich wie Dir, Euse, bei Topmodelgate. Ich bin also nicht "menschlich enttäuscht" - wohl aber verwirrt und ratlos über das Warum.

Ach je, ich will es eigentlich nicht wissen. Macht, was euch gefällt. Finds aber ganz arg schlimm... Traurig
[...]
Euse
Im Vergleich zum Topmodel-Thread, wo sich einige sofort persönlich angepisst fühlen, weil man ihnen in den dollen Thread kackt, ist der hier doch sehr diskursiv und thematisiert mehr die Scheißmusik und die unhaltbaren politischen wie gesellschaftlichen Zustände im Umfeld des ESC in Baku.

Diskursiv-schmiskursiv! Vor diesem Hintergrund schaltet man konsequenterweise erst recht nicht ein. Vielen Dank für das fette Unterstreichen meiner Aussage. Spitze

Zwar kann ich das (beides, weil E. + H. sich mE nur marginal unterscheiden) für mich ebenfalls unterschreiben, aber darüber hinaus hätte ich einige Einwände zu erheben... bezogen auf das gerade Zitierte betone ich hier schon einmal vor allem, daß ich die ESC-Darbietungen ebenfalls als wirklich schlimm ansehe und folglich als "Scheißmusik" bezeichne, aber in diesem Punkt in keine Diskussion einzusteigen gedenke; siehe ganz oben...

Der Euserich
Ich bilde mir halt irgendwie ein, dass alles, was man tut, die Welt um einen herum mitgestaltet, vom kleinsten Kinderpups bis zum vielgenannten leeren Joghurtbecher, der in China umfällt. Und das gibt jedem eine Riesenmenge an Verantwortung in die Hand.
[...]
Dieses Weiterfassen von "Verantwortung" scheint aber tatsächlich so ein spezielles Dings von mir zu sein, das mir den Vorwurf von saurem Moralin und Humorlosigkeit einbringt.

Das mit der daraus abgeleiteten "Riesenverantwortung" ist doch Kokolores, Herr Kulturschaffender zwinkern. Natürlich soll man nicht (politisch) blind und mit Scheuklappen durchs Leben schlafwandeln, aber um in Deinem Bild zu bleiben: über einen in China umfallenden Joghurtbecher kann man, während man ihn umfallen sieht, sich gleichzeitig auch Gedanken machen. zwinkern
In Deinem Folgeposting (Reaktion auf titania) stellst Du klar, daß Du den ESC oder auch die Fußball-EM – bzw. die Deiner Meinung nach gedankenlose Rezeption solcher in undemokratischem Umfeld stattfindenden internationalen Megashow-Veranstaltungen – nur aus Deiner persönlichen Perspektive beurteilst und niemandem Deinen Standpunkt aufoktroyieren wollest; Deine "Bescheidenheit" ist zwar realistisch (woher kämen da auch die Machtmittel? zwinkern), aber wegen Deines Wortes von der Haltung und inneren Verantwortung – siehe weiter unten, da sage ich noch was zu –, die Du von einem Zoon politikon erwartest, argwöhne ich, daß diese Deine Bescheidenheit lediglich dem Realismus der Nichtdurchsetzbarkeit geschuldet ist und also mit Deiner Überzeugung nicht völlig deckungsgleich ist...

Der Euserich
Und ich glaube, die Tatsache, dass ein Großteil der Menschheit einfach a bissl dum ist, ist was, woran ich zwischendrin immer wieder erinnert zu werden echt nicht leiden kann in meinem akademisch-künstlerischen Elfenbeinturm.
Ja, haut mich, weil's arrogant klingt, aber mir ist es unverständlich, wie man sowas anschauen kann, ohne sich in Schmerzen zu winden - da muss einfach weniger Sensibiltät und dadurch Hirnvolumen vorhanden sein, sonst müsst's doch wehtun!?

Ganz ohne Ironie: die Dummheit der sogenannten "Massen" sehe ich ähnlich wie Du, und wer das arrogant findet, mei...
Klar gibt es auch die die Regel bestätigenden Ausnahmen, nämlich intelligentere "nichtironische" Volksmusik- oder ESC-Trash-Hörer – insofern müßtest Du das "alle" ("Musikantenstadl"-Gucker) in der Tat besser diskret unter den Tisch fallen lassen, Eusebio zwinkern –, aber den dortigen Anteil der mit eher schlichterem Gemüt gesegneten Zeitgenossen setze auch ich höher an als in einem durchschnittlichen Sinfoniekonzert Yes. Doch über die Unterschiedlichkeit von Zielgruppen und über ääh zielgruppenadäquate Bevorzugungstendenzen hast Du ja dann das Nötige gesagt!
Logischerweise kann auch ich mich so gut wie gar nicht in diejenigen hineinversetzen, die sich freiwillig dieser akustischen Umweltverschmutzung aussetzen; aber andererseits (ceterum censeo): na und? Auch das einfache Volk braucht Brot und Spiele! Und wer als Angehöriger einer dafür untypischen Zielgruppe an dieser Volksbelustigung seine (wohlgemerkt: unironisierte) Freude hat, der hat halt in meinen Augen einen (hofftl. harmlosen) Spleen bzw. einen perversen Geschmack! grins
Sobre los gustos no hay disputo! Nä, el músico Eusebio? zwinkern

Eusebio
Alle Welt prangert den ESC in Baku an - und alle Welt schauts dann an, postet drüber, blogt drüber, sendet drüber, schreibt und druckt drüber, redet drüber und schenkt damit dem Land genau den Erfolg, den man ihm doch eigentlich so gerne abgesprochen hätte.
Hat man nicht so eine Art innerer Verantwortung? Ist "Nein-Sagen" nicht v.a. und zuallererst etwas Inneres, eine Haltung?

Spitze Das Sichzulegen einer Haltung ist guuut!
Eine (am besten Mit den Augen rollen auch noch gesinnungsidentische) Haltung von anderen mehr oder weniger explizit fordern ist dagegen allerdings nur noch gut gemeint (also scheiße).

Daß dieses Einfordern bloß gut gemeint ist, hängt hier auch mit Deiner – so meine ich – Fehleinschätzung zusammen, daß Du pessimistischerweise von einem sehr "übersichtlichen" Kausalkomplex zwischen Veranstaltung (ESC), Veranstalter (Sausack-Staat) und Berichterstattung (demokratische Medien im Ausland) ausgehst, der praktisch keine negativen und fast nur gute Folgen für die Sausäcke hat. Das halte ich aber für gar nicht so sicher, denn das zwar erdölreiche, aber denoch kleine Aserbaidschan ist kein riesiges, alles von sich abperlen lassendes China, in dem sich nach den Olympischen Spielen menschenrechtlich goar nix geändert hat! (Freilich können wir über die langfristigen Folgen für die politische Entwicklung Aserbaidschans nix schon jetzt wissen bzw. prognostiztieren...)
Zum einen, was Triskel sagt (siehe oben: über einen in China umfallenden Joghurtbecher kann man, während man ihn umfallen sieht, sich gleichzeitig auch Gedanken machen zwinkern)...
Triskel
Außerdem hat zumindest mir der ESC überhaupt erst aufgezeigt wie es in Aserbaidschan politisch zugeht. Zuvor habe ich mich nämlich mehr oder weniger nicht mit dem Land beschäftigt. Es wäre natürlich zu wünschen, dass das Land und die Situation nicht bei allen direkt wieder ins Unterbewusstsein geschoben wird und es Menschen gibt, die sich in Zukunft für mehr Demokratie einsetzen.

... und zum anderen gibt es aserbaidschanische Oppositionelle wie diesen Blogger im DRadio-Interview, die dieser geweckten internationalen Aufmerksamkeit den ESC begrüßen. Und daß das Regime Alijew über diesen kritischen Blick von außen ganz und gar nicht glücklich ist, kann man auch noch diesen beiden Berichten entnehmen...

Ich habe aber auch noch einen ganz subjektiven "Wolter-Grund", auf Dein zwischen den Zeilen zum Ausdruck gebrachtes Haltungs-Einfordern leicht allergisch zu reagieren, Euseppus (nimm's bitte nicht persönlich, ich meine im Folgenden ja auch nur die "strukturelle Ähnlichkeit" zwinkern): es ist das Verhalten der besonders penetranten Gutmenschen, die sich in ihren Weltveränderungsmöglichkeiten total überschätzen, wodurch es ihnen ganz natürlich erscheint, ihre eigenen hohen moralischen Standards für allgemeinverbindlich zu halten und von deren Einhaltung beispielsweise den Fortbestand von Freundschaften abhängig zu machen; da gibt es doch dieses D"D"R-Agitationslied, das dies sinngemäß ausdrückt: «nur mit der richtigen Gesinnung kann ich Dich akzeptieren!»

Für so'n Schiet bin ich nu mal viel zu liberal! Yes

Allerdings – um den Kreis zum Anfang meines Textes zu schließen, wo ich das Diskutieren über "sich-ethisch-zu-etwas-Verhalten" als durchaus gerechtfertigt anerkannte – heißt das bei mir nun keineswegs, daß ich daran, wie von anderen ein bestimmtes problematisches Thema beurteilt wird, völlig desinteressiert wäre! Nur möchte ich keine inflexiblen konkreten "Handlungsanweisungen" aus einer bestimmten Haltung abgeleitet wissen, weder für mich noch für andere! Konkret hier: natürlich teile ich die Einschätzung, daß Aserbaidschan den ESC eigentlich nicht "verdient" hat – weil die Wirkung der internationalen Aufmerksamkeit aber ein bei weitem nicht so eindeutig dem Regimne huldigender Propagandaeffekt ist, finde ich wie auch immer geartete Boykottaufrufe (oder kuriose individuelle Konsumverweigerungen á la Kein Ketchupgeld für Vietnamkinder mordendes Amerika) eher suboptimal. Wer sich solchen Aktionismus' befleißigt, tut das vor allem für sein Ego, denn dadurch kann er sich besonders lebhaft "auf der guten und richtigen Seite" wähnen. Und das ist strunzdämliche Gutmenschenattitüde! Yes
Ich räume selbstkritisch ein, daß ich mich jetzt dem Verdacht aussetze, mich nur per Lippenbekenntnis gewissen ethischen Maßstäben verpflichtet zu geben; doch würde ich behaupten (ohne es ad hoc beweisen zu können), daß der Realitätscheck, ob man mehr als nur ein Schnacker ist, eh nicht im Umgang mit Problemen, die ein paar tausend Kilometer von einem entfernt einen selbst ja nicht konkret betreffen, sich so oder so entscheidet – sondern im eigenen Lebensraum, wenn sich eben dort bedenkliche politische Tendenzen im öffentlichen Raum breitmachen...

So...

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Nebenbei...
Der Euserich
Unterhaltung oder "Ich werde unterhalten" per se ist also alles andere als ein Wert. (Was damals auch schon als Userbeleidigung rezipiert worden ist...)

Haben die Majestätsbeleidigten sich seinerzeit auch unkontrolliert per Gemüsesalatproduktion abreagiert? grins


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 23.05.2012, 05:57                                  +/-

Auf meine Frage nach der EM in der Ukraine hat z. B. niemand geantwortet. Darf man der Ukraine denn eher eine Bühne zur Selbstdarstellung bieten? Und wo sind die Grenzen.

Die Antwort hatte ich schon geschrieben und dann wieder abgebrochen, weils dann anfing zu rummsen...
Wenn die Frage an mich gerichtet war: Ich habe im Politik-Thread mehrfach und eindringlichst Stellung dazu genommen, zuletzt vor wenigen Tagen, als es schon wieder keinen mehr interessiert hat:
Jetzt, wo Frau Timuschenko wieder verpflegt wird, hört man schon lange keinen Pieps mehr von der deutschen oder einer anderen Regierungsriege - die reagieren auch nur drauf, wenn andere Proteste lauter werden und sie merken, dass sie "auf's Volk" reagieren müssen. Die Frage, ob man die EM hätte abblasen müssen oder ob es wirksamer ist, sie stattfinden zu lassen, um dann selbst das Podium für Kritik zu nutzen, ist schwierig. Die Erfahrung zeigt, dass ausnahmslos in allen Anti-Demokratien, in denen Festspiele irgendwelcher Art starteten, die demokratischen Tendenzen durch nichts verstärkt wurden - im gegenteil wurde alles hinterher noch schlimmer. Insofern ist - hatte ich auch schon geschrieben - das Genöle und Gejammere jetzt tatsächlich Quark: Als die festivität dem Lande damals zugesprochen wurde, da hat es niemand interessiert, in welches Land man das Ganze setzt. Jetzt bleibt bloß noch (zu später und daher ein wenig kindischer und ineffizienter) Boykott verschiedenster Coleur.

Da ich Deine kurze Frage vom Vortag erst hinterher richtig verstanden habe (ob ich zwischen künstlerischen Events und anderen wie Sport differenziere): Ja, tu ich. Weil mich die künstlerischen viel mehr interessieren und mir auch nahegeht, was durch sie über Kunst, Musik, Gesang, Bühne - und aber eben auch die Gesellschaft ausgesagt wird. Der Bereich liegt mir einfach persönlich ziemlich nahe.


Außerdem finde ich es befremdlich, dass über andere "Trash"-Formate und ihre Liebhaber bzw. Konsumenten (Filme, Bücher) eher freundlich lächelnd geschrieben wird, während ihr hier feste draufkloppt.

Erstens: Das "ihr" bin ich, zwinkern , das darfst Du schon gerne so sagen.
Zweitens: Da siehst Du aber den Unterschied nicht: Die DVDs und Bücher stehen irgendwo im Handel im Regal. Ich kauf sie oder nicht. Der ESC ist so oder so in der Öffentlichkeit. Es kommt keiner dran vorbei. Sonst wäre er mit seiner Außenwirkung und seiner Wirkung für mich gar nicht kritisierenswert.

Anscheinend habe ich mit der Fäkalsprache ("Scheißmusik" etc.) verunmöglicht, dass jemand meine Beiträge so genau liest, dass er wirklich versteht, was ich eigentlich meine.
Das "Auf-den-Schlips-getreten-Fühlen" ist bei den meisten so hoch, dass der Rest nach Argumentativem gar nicht mehr abgeklopft wird. Auch ein Lernvorgang. /notier

@Tyler: Hast Du in Deinem Beitrag beim letzten Zitat eines von mir vom Topmodel-Gate genommen? Das Drastische mit dem "Blöden vom Blöden"? Kannst Du das dann auch kenntlich machen? Bin sicher, dass nicht alle, die hier mitlesen, meine Beiträge so überdeutlich lesen, dass sie genau im Kopf haben, was ich in so einem Monsterbeitrag formuliere und dann glauben, ich hätte das eben erst in diesem Kontext geschrieben...

@Thanil: "Gefühlte" Korrelation. Dass Du da drauf kommst. Geschockt Als ob ich nicht x-fach in meinen Beiträgen das Ganze als "mein Empfinden", "mein Gefühl", "meinen Eindruck" bezeichne.

Insgesamt kann ich ja wirklich nachvollziehen, dass sich hier einige Leute persönlich vors Schienbein getreten fühlen - war nicht meine Absicht, aber mein Ton hat es wohl möglich gemacht. ("Scheißmusik" im Kontext der "Musik" bei ESC finde ich jetzt zwar nicht so übertrieben oder drastisch, aber meinetwegen...)
Trotzdem möchte ich zum x-sten Male drauf hinweisen, dass ich nirgendwo schreibe "Wer das guckt ist blöd" - ich schreibe ständig von ganz persönlichen Gefühlen, die bestätigt werden. (Z. B. dass die Tatasache, dass ein Phänomen wie der ESC ein latentes Grundgefühl bestätigt, dass ein Großteil der Menschheit extrem leicht verdummbar ist.).
Den Unterschied zwischen "Das ist so" und "Ich persönlich empfinde das so" ist schon noch einer, den ich wichtig finde und den ich bewusst formuliert habe.
Man müsste also nicht unbedingt ausschließlich persönlich betroffen drauf reagieren...

Anbei: Viele der Sterne, die hier verteilt werden, finde ich, offengestanden, ein bisschen billig...
(Nur zur Klarstellung: Tyler's hab ich selber mitbesternt. zwinkern )


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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