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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 16:46                                  +/-

Hey, was ich halt so in einer Kaffeepause gepostet kriege! grins


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 17:58                                  

Ich fand es in Island wunderbar. Beim nächsten Mal dann aber für länger als nur vier Tage und am liebsten ein Mal auf der Ring Road um die Insel fahren und überall dort einen Stop einlegen, wo es schön ist. Also überall. hach


Vom Flughafen aus ging es direkt zur Blue Lagoon. Entspannt und zufrieden dümpelten wir mit Bier, Sekt oder Smoothie durchs 39°C warme Wasser. Jeder sollte eine blaue Lagune haben.


Während Thanil und Olmops am nächsten Tag in der Kongresshalle saßen, ging es für mich raus aufs Meer.



Neben Schweinswalen, Zwergwalen und Weißschnauzendelphinen (Hier nicht im Bild) sah ich auch meinen ersten – und leider einzigen – Papageientaucher. hach




Nach der Bootstour habe ich dann Reykjavík erkundet. Der Vorteil an einer kleinen Stadt ist ja, dass man fußläufig alles Wichtige prima erreichen kann und auf dem Weg dorthin kann man durch die weniger wichtigen Straßen schlendern und schöne Dinge entdecken.




Hallgrímskirkja


Ja, es gibt Bäume auf Island…aber das waren die größten, die ich entdecken konnte.



An Tag drei habe ich das »Spouse Program« ( hähö ) mitgemacht, um auch vom Umland etwas sehen zu können und ich muss sagen: sehr gute Entscheidung! Der 10-stündige Ausflug war jeden Cent wert – vor allem auch das Off-Road-Fahren.




Seljalandsfoss


Skógafoss


Bereit für den Gletscherkurztrip


Schnaps mit Gletschereis (selbst gegraben)


Blick auf den Eyjafjallajökull – Die Farm im Vordergrund stand inmitten des Gebietes, was vom Ascheregen des Vulkans (2010) bedeckt wurde. Die Bewohner sind mehrmals evakuiert worden und als sich der Vulkan wieder beruhigt hatte, mussten z. B. Bagger anrücken, um die Asche aus dem Garten zu schaufeln.


Isländisch ist übrigens verdammt schwer zu sprechen. Mehr als „Hallo” und „Danke” habe ich nicht hinbekommen. Der Isländer an sich behauptet zwar, dass man so schreibt, wie man spricht, aber da kann ich nur sagen: nein. hähö Da werden Laute gesprochen, die nicht mal annähernd nachsprechen kann. Zum Glück sprachen alle, mit denen ich zu tun hatte, sehr gutes Englisch. Sollte ich noch mal nach Island fahren, lerne ich dann noch ein drittes und viertes Wort hinzu.

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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 18:14                                  +/-

Ihr seid ziemlich rumgekommen.
Der Seljalandsfoss ist bei Reykjavík nicht gerade um die Ecke.

Wenn ihr wieder nach Island kommt, solltet ihr auch ins Hochland. Die Ringroad ist schön, aber das Hochland ist besser!

Nach einiger Zeit Island lernt man auch, wie man den Eyjafjallajökull richtig ausspricht und was diese komischen Buchstaben wie in Þingvellir zu bedeuten haben.


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I dont know, what you are talking about.
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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 18:27                                  +/-

GuyIncognito
Der Seljalandsfoss ist bei Reykjavík nicht gerade um die Ecke.

So 'ne Stunde Fahrzeit oder so?

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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 18:38                                  +/-

Hmmm. 130km.
Geht eigentlich. Ich hab mich etwas irritieren lassen, weil wir einige Tage bis dort runter gebraucht haben. Smilie


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 18:40                                  +/-

Die Bilder sehen doch schon gleich mal ganz anders aus Yes


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 18:42                                  +/-

Schleimer!


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 08.05.2014, 21:11                                  +/-

Das ist so cool. !

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 20.05.2014, 22:01                                  +/-

Sucht noch jemand spontan was für diesen Sommer und wollte schon immer mal mit einem Wikingerschiff segeln?

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AmandaMandel



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BeitragVerfasst am: 21.05.2014, 07:47                                  +/-

Ich sollte mit kommen auf das Wikikngerschiff. Arbeit und Geldverdienen wird überbewertet. Ich sollte mir den ganzen Sommer frei nehmen - und den Herbst.


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Que Sera, Sera,
Whatever will be, will be
The future's not ours, to see
Que Sera, Sera
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 24.05.2014, 22:40                                  



Tagesausflug nach Amsterdam. Das Übernachten ist ja immer das Teuerste, daher einfach mal so hin. War auch super. Aber... vielleicht habe ich es verdrängt, vielleicht aber war Amsterdam früher, das heißt vor 10 Jahren oder so, nicht dermaßen überlaufen und voller besoffener Vollassis...? Oder? War es? Ich habe heute ungelogen, I shit you not, mindestens 50 Junggesellen/innen-Abschiede gesehen. Vielleicht waren es auch hundert. Und das waren nur die kostümierten. Die Altstadt, ca alles, was innerhalb der Herengracht liegt, alles zwischen Bahnhof und Rembrandtsplatz, sollte man einzäunen und meiden. The horror... seit Prag habe ich nicht mehr so viel Sauftourismus gesehen. Dabei ist das ja auch noch gar nicht billig! Was machen die da? Kiffen? Das wird es vielleicht sein. Wahrscheinlich war ich als nicht-kiffender Hollandtourist völlig auf dem Holzweg. My bad.

Abseits davon aber ist Amsterdam immer noch wunderschön. Im Jordan, dem alten Handwerkerviertel im Westen, zum Beispiel. Entlang der Ringgrachten. Im östlichen Hafenviertel. Und auf den vielen Wochenmärkten, die natürlich heute am Samstag überall stattfanden, in jedem Viertel. Die sind eh am besten, es gibt total leckere Sachen zu völlig normalen Preise. Innerhalb des "Zauns" gibt es nur Mondpreise. Nee, am besten, man radelt immer nur an den Ringgrachten entlang, immer schön um das Auge des Sturms herum.

Radeln ist ja so genial da, Fahrrad mieten, immer Fahrrad mieten in Holland! Mach ich nur noch so. Mach ich jetzt auch in jeder anderen Stadt so. Und trotz völliger Überfüllung habe ich niemanden touchiert, und es war oft so haarsträubend knapp, aber es geht, wenn alle aufeinander aufpassen. Das Konzept der shared rooms, da können wir vorfahrt-geilen Deutschen echt noch was lernen. Radfahren in Amsterdam fühlt sich ungefähr so an: https://www.youtube.com/watch?v=3EUesCXSvYg

Es sieht unmachbar aus, funktioniert aber.


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Quar



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BeitragVerfasst am: 25.05.2014, 12:26                                  +/-

Hach! hach Da muss ich auch mal wieder hin.

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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 04.06.2014, 16:55                                  +/-

Wald mit ein paar tausend Glühwürmchen in der Nähe von Nagoya:
The enchanted forest

Den genauen Ort hält der Fotograf geheim.


Strand mit etwas weniger fröhlich leuchtenden hotaruika (auf Deutsch nicht ganz so wohlklingend: Leuchtkalmar) - Toyama Bay:
Firefly Squids in Toyama Bay

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 09.06.2014, 20:22                                  

Schuhe aus, Bikini an

Hier nun ein paar kommentarlose Kreta- und Rhodos-Bilder. Dazu gerne "36 Grad" von 2raumwohnung laufen lassen.








































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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 10.06.2014, 08:29, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 09.06.2014, 20:53                                  +/-

Wow, das sieht ja menschenleer dort aus! Spitze Nur ein paar Hunde die sich faul auf dem Dorfplatz flätzen.


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Actually, throughout my life, my two greatest assets have been mental stability and being, like, really smart.
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 09.06.2014, 21:49                                  +/-

Nebensaison! Griechenland immer nur Nebensaison! Ich würde sagen, ab Mitte Juni schließt sich das Fenster. Das mittelalterliche Rhodos Stadt, das Weltkulturerbe der UNESCO, und Lindos mit seiner antiken Akropolis waren schon schrecklich überlaufen. In den kleinen Badeorten und im Hinterland war es aber noch angenehm.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 10.06.2014, 09:22                                  +/-

Scheint ein wirklich schönes Land zu sein. Wenn es nur nicht so heiß und sonnig wäre! zwinkern

Wie lange warst du da? Zwei Wochen?


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 10.06.2014, 10:31                                  +/-

12 Tage. Ich glaube, hier war es heißer hähö In Rhodos waren immer entspannte, trockene 28-30 Grad mit Wind und Wölkchen. In Kreta allerdings hat man schon gemerkt, dass es auf der Höhe von Tunesien liegt.

Ich sag mal, im Mai auf einer nicht zu großen Insel nördlich von Kreta ist das gut aushaltbar. Bin ja selber nicht der Sonnenanbeter, aber trockene Hitze ist auch immer ganz was anderes als dieser schwüle Scheiß hier. Ehrlich, was soll das? Hat es hier mal 30 Grad, gibt es gleich biblische Unwetter, hat es in Griechenland 30 Grad hat es einfach den ganzen Tag lang 30 Grad, die Sonne scheint und abends versinkt sie im Meer and nobody raised a brow.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 10.06.2014, 11:39, insgesamt einmal bearbeitet
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 10.06.2014, 10:38                                  +/-

Klingt auf jeden Fall einladend. Vielleicht wäre das mal was für einen Urlaub in den Osterferien. Ja, ich weiß. Keine Nebensaison. Aber was soll ich machen? Habe mein Herz an eine Lehrerin verloren!


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 10.06.2014, 10:42                                  +/-

September/Oktober sind auch noch super.


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 13.06.2014, 11:29                                  

Oregon/Washington, Juni 2014

Geplant waren 3-4 Tage Pazifikküste und 3-4 Tage Portland. Mit gebuchter Unterkunft. Also erst ein paar Tage Natur, dann Kultur. Zwischendurch ein bißchen Güterzüge angucken.
Der Pazifik direkt an meiner Unterkunft sah aus wie die Nordsee - Strandhafer, Sand, Wellen. Er roch auch so. Leider war das Wasser rattenkalt, also nix mit Badefreuden. Wofür ich eigentlich gekommen war, fand ich einen Kilometer weiter nördlich heraus:



Und keine Sau da!! An diesen Strandabschnitt kam man zugegebenerweise nur bei Ebbe und muß über ein paar mit fiesen scharfkantigen Wesen bewachsene Felsen klettern, aber trotzdem, es war ein Traum. Am nächsten Morgen nutzte ich den Jetlag, fuhr bei Sonnenaufgang zum Cascade Head Trail und hatte selbigen ganz für mich, jedenfalls im bemoosten Fichtenfarnregenwald:



Den Berg mußte ich mir dann teilen mit einem 40 Tiere starken Hirschrudel und einem frakking Weißkopfseeadler!!, der mir plötzlich ins Fernglas glotzte. Für ein Foto war er aber zu weit oben (ich fotografiere nur mit iPhone). Als die ersten Hiker kamen, waren die Viecher weg und ich glücklich grinsend auf dem Rückweg. Aussicht vom Cascade Head:



Nach zwei Tagen Pazifikküste packte mich der Rappel, und ich brach die Küstenzelte ab und sattelte meinen kleinen Fiat ("Honky" - er hupte zu unpassenden Zeiten, immer kurz, wenn ich abschloß, und lang und wiederholt, wenn er glaubte, ich würde ihn aufbrechen - so vom IQ her ein ziemlicher Depp, fuhr aber famos). Honky und ich also fuhren am dritten Tage durch die Columbia River Gorge, mit Stops an den freight yards von The Dalles und Wishram, um schließlich in Pasco zu landen.

Die Columbia River Gorge muß man sich etwa so vorstellen, als würde der Rhein an seiner breitesten Stelle durch die Voralpen fließen. Ich fuhr mit offenem Mund da durch und war sehr froh, daß ich keinen Unfall baute. Der Fluß wird immer mal gestaut, deshalb die enorme Breite, und links und rechts ragen die Berge der Kaskadenkette auf. Eigentlich ist das ein Canyon, aber so breit, daß ich als canyonunkundige Europäerin das nicht so empfunden habe. Ein anständiges Bild habe ich selber nicht gemacht, da ich meist auf der Interstate fuhr und noch nicht kaltschnäuzig genug war, um trotzdem für Fotos rechts ranzufahren; dieses Panoramabild gibt einen Eindruck.

Bei The Dalles hatte ich die Kaskaden hinter mir, aber es geht auf der Ostseite sehr viel höher und trockener zu als auf der Westseite: Der Columbia River ist der einzige Wasserdurchbruch durch das Kaskadengebirge in dieser Gegend, und ostseits liegt die high desert des Columbia River Plateau, das noch weiter im Osten dann an die Rockies stößt. Ich wechselte die Flußseite und damit den Bundesstaat (von Oregon nach Washington) und fuhr nun auf einer deutlich charmanteren Straße als auf der Interstate. Da unten am Fluß einfach wenig Platz war, schlängelte sie sich bald nach oben (dem Lewis & Clark Trail folgend), und sie hatte Fotobuchten!
Der kleine Mount Hood hat sich in der Ebene verlaufen und möchte von seinen Eltern abgeholt werden:



Für Wishram bog ich kurz vom Lewis-and-Clark-Highway ab: Ein 200-Seelen-Dorf, malerisch zwischen den zerklüfteten Basalthängen und dem Flußufer eingeklemmt, mit kleinem freight yard und sehr schöner Eisenbahnbrücke, da von den grundsätzlich nördlich des Columbia River verlaufenden BNSF-Schienen hier eine Strecke nach Süden ins Deschutes-Tal Richtung Bend und Klamath Falls abzweigt. Die Brücke konnte ich per Auto nicht erreichen, den freight yard aber schon, und damit durfte ich meine ersten amerikanischen Dieselloks aus nächster Nähe bestaunen:



Das Wummern dieser Loks ist so geil. Erinnert irgendwie an dieses tiefe Trailer-Gedröhn, das zur Zeit so in ist, nur schneller. Man hört es mit dem Bauch, nicht nur mit den Ohren.

Vom Gesamteindruck her ist dieses Bild recht überzeugend, allerdings nicht von mir. Die Eisenbahnbrücke (gerade ein Teil für Schiffe hochgezogen), Mount Hood im Hintergrund, ein BNSF-freight im Vordergrund, unter der Baumgruppe rechts verbirgt sich Wishram, da haben die Einwohner entschlossen gewässert, um ein bißchen Schatten zu kriegen, und gegenüber das faltige Basaltgestein.

Eisenbahntechnisch hatte ich es während des Urlaubs fast nur mit BNSF zu tun, der nach Union Pacific zweitgrößten "Class-I-Railroad" der USA. (Es geht immer nur um Güterzüge, der Personenverkehr Amtrak ist eine unschlüssige, popelige, wenig faszinierende Angelegenheit.) Die beiden Giganten teilen sich auch die River Gorge: Südlich UP, nördlich BNSF. Im Norden war deutlich mehr los, vor allem Züge mit Getreide rollten quasi stündlich, leer gen Osten, voll gen Westen (40% des amerikanischen Exportweizens wird aus Portland verschifft). Das ist schon toll, wie extrem der Güterverkehr die Schienen nutzt, gerade im Vergleich zu Deutschland, wo Güterzüge nur alle Jubeljahre nachts zwischen eins und vier fahren, wenn der Personenverkehr eine Verschnaufpause macht.

Wishram war hübsch, aber ohne Übernachtungsmöglichkeit, also fuhr ich weiter durch die Steppenlandschaft nach Pasco. Dort fließt der Snake River in den Columbia River, und das ist auch schon das netteste, was es zu sagen gibt über diese kleine Metropolregion, die ansonsten ein Haufen Industrie in der Hochlandwüste ist, mit hoher Armutsrate und wenig Charme. Übernachtet habe ich in einem Motel, das in Spuckweite des freight yards lag – meine erste Übernachtung in einem dieser typisch amerikanischen Motels, die man aus Filmen kennt. Das meine schien fast nur von lateinamerikanischen Wanderarbeitern bewohnt. Immerhin konnte ich in Pasco in einem winzigen Park an einer Eisenbahnbrücke rumhängen:



Am nächsten Tag verschlug es Honky und mich dann bis nach Spokane am Fuße der Rockies. Plötzlich wimmelte das Hochland von Kiefern (extrem langnadeligen, großzapfigen; ich glaube, Ponderosa), der Duft wechselte vom Kräuteraroma der Steppe zu Nadelwald. Spokane selbst ist ganz nett, mit Uni und Downtown und so, gilt außerdem als Mekka für Eisenbahnfans, da die Strecke zwischen Spokane und Sandpoint weiter nördlich zu den dichtestbefahrenen Nordamerikas zählt. Zum Fotografieren war's weniger charmant, arg weitläufig, das wirkt in natura immer unheimlich imposant und auf Fotos einfach bloß klein und futzelig und nichtssagend.

Auf Umwegen fuhr ich dann zurück nach Portland. In dieser Stadt würde ich sofort bis an mein Lebensende wohnen bleiben. Tolerant, offen, alternativ wie Berlin, aber ohne die Leck-mich-am-Arsch-Attitüde, kuschelig, künstlerisch, vielfältig wie London. Jede Menge Brücken über die beiden Flüsse, Willamette und Columbia. Fahrradmekka (allerdings für meinen Geschmack zu viele Schickimicki-Rennradler, die Sorte, deren Outfit teurer ist als mein Fahrrad). Und die größte unabhängige Buchhandlung der Welt, neu und gebraucht stehen durcheinander: Powell's City of Books. Die Einwohner sahen so verschieden aus, es war die reinste Erholung nach der übergewichtigen Unterschicht in den Wüstenstädten. Viele Hippies, viele Tramps, viele Künstler, langhaarige Männer, kurzhaarige Frauen. Und interessant: Meinem Eindruck nach hoben die Schwarzen das gesellschaftliche Niveau. Anders als die Latinos im Inland waren sie durchwegs schlank, nutzten mehrsilbige Wörter und trugen auffällig häufig Druckerzeugnisse mit sich herum.

Downtown:



Die Hälfte (!) der Fantasy/SF-Abteilung in Powell's City of Books:



Passivkiffen am Flußufer:



Uferpromenade mit Blick auf zwei Brücken, rechts wird ein Schiff mit Getreide befüllt, dem Staub und den nahen Bahnschienen nach zu urteilen (schon lustig, der Güterzüge wegen hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, daß man sich als Tourist auch lohnend für Industrie interessieren kann):



Ich mag ja Städte, in denen das Trinkwasser sprudelt:



Natürlich gab's auch viel Eisenbahn, aber das muß jetzt nicht schon wieder per Foto belegt werden. Meine Unterkunft lag so, daß ich nachts vom nahegelegenen Albina yard das Tuten der Union Pacific units hören konnte.



Zuletzt bearbeitet von Celebrian am 13.06.2014, 11:59, insgesamt einmal bearbeitet
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 13.06.2014, 11:51                                  +/-

Genial-O-Mat


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