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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:07                                  

6. Having an idea ignored only to be repeated by a male colleague five minutes later to interest and applause

Ich hatte tatsächlich auch mal sowas ähnliches und es war ein ziemlich demütigendes Erlebnis.

Und zwar bei einem Kneipentreffen in der Kate. Ist schon viele, viele Jahre her, war also wirklich traumatisch. Wir saßen launig im Wohnzimmer beisamen und ich warf einen ziemlich guten Witz in die Runde. Wirklich eine Premium-Pointe! Zündung hoch drei. Sternewürdig. Und meine Nebensitzer mussten auch anerkennend schmunzeln.

5 Minuten, ach was, sofort im Anschluss machte PK den selben Witz, wiederholt exakt meine Worte, und der ganze Raum bricht in schallendes Gelächter über seinen Charme und Sprachwitz aus. Der Mittelpunkt der Party. Und jeder fügte der Pointe noch weitere Zuspitzungen zu.



Ich weiß noch wie mir der Unterkiefer runterklappte. Es war Schalk, der neben mir ein tröstendes "I feel you Bro" sagte und mir mitleidig auf die Schulter klopfte (nicht wirklich aber metaphorisch gesprochen). *schnüff*


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Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 31.07.2014, 16:08, insgesamt einmal bearbeitet
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Gurthang



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:07                                  +/-

@Warum nicht länger Elternzeit bei Männern:

Verdienstausfall?

Nur mal angenommen, man hat einen Job der relativ gut bezahlt ist, man hat sich Haus/Wohnung und Auto beschafft, also Miete, Darlehen und/oder Kredit zu bedienen.
Und dann kommt die "neue" Familie dazu. Sprich, so ein Kind kostet gerade am Anfang eine menge Geld.
Klar, vom Staat gibts das Elterngeld, aber maximal 1800 € (Die am Jahresende aber nochmal zu versteuern sind) also effektiv bleiben dann nur 1300-1400 € übrig.
Wenn man hier nur mal eine typische Münchner Miete für einen 3 Zimmerwohnung annimmt, dann bleiben vielleicht noch 100-200 € übrig.
Der Verdienst der Frau fällt ja auch erstmal weg... Und das Elterngeld oder Kindergeld stehen dann in keinem Verhältbis zu den zu erwartenden Zusatzkosten.

Fazit: Auch die staatlich geförderte Elternzeit für Väter muss man sich leisten können.

Ich persönlich habe zwei Monate gemacht. Das ist das Minimum. Aber mehr wollte ich mir auch nicht leisten. Zwei meiner Kollegen die unlängst auch Väter (oder wieder) Väter geworden sind, konnten sich das nicht leisten.

Abgesehen davon merkte ich natürlich auch, dass das bei meinen Kollegen nicht gerade zu Jubelstürmern geführt hat. Die mussten mich ja vertreten (Bereitschaften, Wochenendeinsätze etc..). Und ich hatte die zwei Monate ja nicht mal am Stück. Trotzdem hab ich durchaus gespürt, dass das nicht jedem gepasst hat.
Aber da muss man sich halt einfach am Arsch lecken lassen...

Edit: Und ja, weil die Großwildjagd natürlich abgeht... Na warte...

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:10                                  +/-

Olmops
wieso gibts dann noch weniger Männer in (längerer) Elternzeit als männliche Hundebesitzer?


Gibt es das? In meinem Arbeitsumfeld ist es mittlerweile ganz normal, dass Männer sehr lange Elternzeit nehmen. Die meisten freuen sich auch drauf. Das ist vielleicht eher ein Problem der Sozialisierung oder des Arbeitsumfelds. Vielleicht auch ein Schichtenproblem.

Gepostet am 31.07.2014, 16:14:

einBaum
Ich bin anderer Meinung, Oxi. Teile von Olmop's Meinung bzw. Argumentation sind offensive und zutiefst sexistisch motiviert. So wie du bei Rassismus steil gehen kannst (was ich idR teile), bin ich nicht bereit, bestimmte sexistische Aussagen zu tolerieren.


Ich geh gar nicht mehr steil. Höchstens bei sinnloser Homophobie. Also bei jeder Homophobie.

Trotzdem: Olmops schreibt hier nicht, um rumzutrollen oder jemanden zu beleidigen. Er schreibt seine Meinung hier rein. Sachlich. Punkt. Wer den "Stock im Arsch" nicht hören will, sollte gleichzeitig aber auch nicht dem "Dummy" wedeln. Da gehts einfach um Diskussionskultur. Ob die Argumente in sich "falsch" oder sexistisch sind, ist ja dann wieder was, worüber man reden kann, weil ich nicht den Eindruck habe (wie gesagt), dass Olmops hier nur provozieren will.

Insofern finde ich die Empörung hier grad etwas daneben.


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:17                                  +/-

@Gurthang

Das gilt aber doch für Frauen ganz genauso?!

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kpm



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:19                                  +/-

Oxford
Olmops
wieso gibts dann noch weniger Männer in (längerer) Elternzeit als männliche Hundebesitzer?


Gibt es das? In meinem Arbeitsumfeld ist es mittlerweile ganz normal, dass Männer sehr lange Elternzeit nehmen. Die meisten freuen sich auch drauf. Das ist vielleicht eher ein Problem der Sozialisierung oder des Arbeitsumfelds. Vielleicht auch ein Schichtenproblem.

Insgesamt nehmen nur 27,3% Väter überhaupt das Elterngeld in Anspruch. Davon nehmen 77% Väter maximal zwei Monate und nur 7% nehmen 12 Monate. Wobei bei den Müttern 95% das Elterngeld nutzen und von denen 90% für 12 Monate. Dein Arbeitsumfeld scheint da eher atypisch zu sein.

Die Zahlen beim statistischen Bundesamt


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:25                                  +/-

Ich arbeite ja auch in einer perfekten Wolke, was Gendergerechtigkeit angeht... vielleicht seh ich das deswegen alles immer etwas optimistischer und entspannter als ihr.


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Eiranion
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:33                                  +/-

Ich könnte gerade nichtmal wen diskriminieren, selbst wenn ich wollte. Die einzige Frau die wir haben ist Ranghöher und in einem anderen Teil der Gruppe, mit dem ich fachlich nichts zu tun habe. Das System hier ist echt gründlich, was die Trennung der Geschlechter angeht.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:33                                  +/-

Eiranion
Ich könnte gerade nichtmal wen diskriminieren, selbst wenn ich wollte. Die einzige Frau die wir haben ist Ranghöher und in einem anderen Teil der Gruppe, mit dem ich fachlich nichts zu tun habe. Das System hier ist echt gründlich, was die Trennung der Geschlechter angeht.


Back to the 50ies!! Früher war alles besser Yes


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AmandaMandel



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:40                                  +/-

Ich werde mich auf garkeine Fall entschuldigen. Nicht dafür.

Da ich auf der Arbeit bin und die Handytastatur winzig ist nur ein:

OLMOPS, das istl in großen Teilen total daneben, aus meiner Sicht, und es macht mich unendlich wütend. Und traurig. Und ungläubig. Und ich muß jetzt weiterarbeiten.


Ich unterstelle dem Mops nicht mich provozieren zu wollen. Oder sonst eine Person im Forum. Ich bin mir sogar ziemlich sicher das der Mops mich mag und "nur seine Beobachtung/Meinung" kund tut, aber gerade weil er mich mag und weil er doch klug ist und weil wir nicht das erste Mal darüber sprechen, bin ich persönlich enttäuscht, dass er so geradezu naiv argumentiert. ( Meine Meinung!) Und ich entschuldige mich nicht dafür hier zu schreiben welche Gefühlslage solche "Erörterungen" bei mir auslösen.

Und die Formulierung: "das istl in großen Teilen total daneben", ist doch nix. Ich kann auch anders. Na warte...
Wenn es sein muss.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:43                                  +/-

Sorry, aber wenn ein normaler Beitrag von Olmops, dem man ja sachlich durchaus widersprechen kann, dich "unendlich wütend" macht, dann sorge ich mich ein wenig um deine Gesundheit. Nicht dass dir (wie Baum) auch noch 'ne Ader platzt.

Ich finde diese heftigen Reaktionen auf einen relativ normalen Beitrag einfach unangemessen. Punkt. Olmops redet hier nicht etwa dem Nationalsozialismus das Wort und ist ja auch sonst nicht gerade der Anti-Christ.

Aber touché... ihr kennt Euch. Ihr habt eure eigene Kommunikation und wahrscheinlich hat Mops das auch gar nicht so in den falschen Hals bekommen wie ich eben. Insofern: vergesst es einfach. Weitermachen.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:47                                  +/-

einBaum

Solche Sachen hier:

Zitat:
2. Ich habe selber von mehreren Frauen unabhängig voneinander schon als Entschuldigung (!) für erratisches Verhalten bzw. nicht nachvollziehbare Stimmungsschwankungen ihre Periode genannt bekommen.
Insofern wundert es mich überhaupt nicht, dass der Typ in dem Beispiel so reagiert.
Ist es sexistisch, wenn ich Dir sowieso eine reinhauen will, dorthin zu zielen, wo Frauen idR verwundbar sind?


Zitat:
Da müßte erstmal jemand nachweisen, dass Frauen signifikant häufiger betroffen sind als Männer und dass es nicht z.B. an einem weniger selbstsicheren/selbstherrlichen Auftreten liegt (...)


sind selbst zutiefst sexistisch, simpel und einfach. Das wird auch nicht dadurch besser, dass er in ganzen Sätzen schreibt.


Wie wäre es denn besser?
a) es gibt keine Unterschiede zwischen Geschlechtern. Genderklischees sind reine Zuschreibungen, die von unserer sexistischen Gesellschaft tradiert werden.
b) es gibt vielleicht Unterschiede, aber ungeachtet derer sollte man alle Menschen aus political correctness gleich behandeln.
c) wenn irgendwo im Text das Signalwort "Frau" auftaucht, geh davon aus, dass es Sexismus ist
d) es kommt nicht auf Unterschiede an oder Ungleichbehandlung, sondern auf eine Herabwürdigung aufgrund einer Ungleichbehandlung

Oder noch anders?


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:51                                  

Oxford
Trotzdem: Olmops schreibt hier nicht, um rumzutrollen oder jemanden zu beleidigen. Er schreibt seine Meinung hier rein. Sachlich. Punkt.


Well, dann stell dir vor, du seist schwarz. Hier geboren. Schulabschluss, Bachelor, Master. Bist erfolgreich in deinem Job, zahlst Steuern. Scheinbare Gleichheit? Ja! Aber immer wieder, dein ganzes Leben lang, haben Leute dich mit ihren hirnrissigen Vorurteilen konfrontiert. Nach simplen Schulhofschlägereien in der Grundschule wurde es erst besser. Aber dann bemerktest du andere Sachen: Dein erster Deutschlehrer im Gymnasium korrigierte dich häufiger als andere und beurteilte dich kritischer als Sitznachbarn Heinz-Rüdiger, obwohl der einen Apostroph nicht von einem Komma unterscheiden konnte. Der nächste fragte dich zu Beginn des Schuljahres, wo du eigentlich so gut Deutsch gelernt hast. Als du erwachsen wurdest, kamen die Blicke. Frauen umkrallten ihre Handtasche fester, wenn du ihnen auf der Straße entgegen kamst. Die Arbeitssuche nach der Uni wurde zum nervenzerfetzenden Spießrutenlauf. Ob Rassismus dich ärgern würde, wirst du im Vorstellungsgespräch gefragt. Du wackelst mit dem Kopf. Ob das eventuell zum Problem für den Frieden im Team würde? "Natürlich nicht!", versicherst du. Also schluckst du die Sprüche runter. Ein Kollege haut dir jovial auf den Rücken und sagt irgendwas Nettes über "unseren Quotenschwarzen". Du schweigst zerknirscht.

Und dann sitzt du irgendwann mit deinen weißen Freunden zusammen, und sie reden über das Thema 'Rassismus'. Ein eigentlich sehr netter Kerl argumentiert, Schwarze allgemein würden sich selbst alle Türen zusperren, weil sie sich einfach nicht so gut beherrschen könnten wie die Deutschen. Das hätte ihm auch ein schwarzer Kumpel im Boxclub gesteckt. Außerdem zweifle er stark daran, dass Schwarze überhaupt strukturell benachteiligt würden.

Meint dein netter Freund das böse? Nein! Ist es eine ganz und gar naive Herangehensweise an das Thema? Absolut. Platzt dir bei sowas trotzdem irgendwann der Sack? Hell. YES!

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Olmops



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:55                                  +/-

Gurthang
@Warum nicht länger Elternzeit bei Männern:

Verdienstausfall?

Nur mal angenommen, man hat einen Job der relativ gut bezahlt ist, man hat sich Haus/Wohnung und Auto beschafft, also Miete, Darlehen und/oder Kredit zu bedienen.
Und dann kommt die "neue" Familie dazu. Sprich, so ein Kind kostet gerade am Anfang eine menge Geld.
Klar, vom Staat gibts das Elterngeld, aber maximal 1800 € (Die am Jahresende aber nochmal zu versteuern sind) also effektiv bleiben dann nur 1300-1400 € übrig.
Wenn man hier nur mal eine typische Münchner Miete für einen 3 Zimmerwohnung annimmt, dann bleiben vielleicht noch 100-200 € übrig.
Der Verdienst der Frau fällt ja auch erstmal weg... Und das Elterngeld oder Kindergeld stehen dann in keinem Verhältbis zu den zu erwartenden Zusatzkosten.

Fazit: Auch die staatlich geförderte Elternzeit für Väter muss man sich leisten können.

Ich persönlich habe zwei Monate gemacht. Das ist das Minimum. Aber mehr wollte ich mir auch nicht leisten. Zwei meiner Kollegen die unlängst auch Väter (oder wieder) Väter geworden sind, konnten sich das nicht leisten.

Abgesehen davon merkte ich natürlich auch, dass das bei meinen Kollegen nicht gerade zu Jubelstürmern geführt hat. Die mussten mich ja vertreten (Bereitschaften, Wochenendeinsätze etc..). Und ich hatte die zwei Monate ja nicht mal am Stück. Trotzdem hab ich durchaus gespürt, dass das nicht jedem gepasst hat.
Aber da muss man sich halt einfach am Arsch lecken lassen...

Edit: Und ja, weil die Großwildjagd natürlich abgeht... Na warte...


Das wäre ja das einBaumsche selbsterhaltende System:
Die Frau bleibt zu Hause, weil sie weniger verdient, weil u.a. bei ihr das Risiko größer ist, dass elternzeitbedingt länger fehlt.

Ich glaube nicht, dass das der einzige Grund ist. Es kommt auch noch sozialer Druck hinzu, den gültigen Klischees zu entsprechen.


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AmandaMandel



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 16:58                                  +/-

Ich kann das so treffen garnicht beschreiben. Merci, Baum.


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 17:01                                  +/-

Olmops

Wie wäre es denn besser?
a) es gibt keine Unterschiede zwischen Geschlechtern.


Man weiß echt nicht, wo man anfangen soll. Dieser Satz ist genauso sinnlos wie sein Gegenstück. Die Angehörigen einer Geschlechtsgruppe sind nicht alle gleich und können sich folglich auch nicht grundsätzlich von einer anderen Geschlechtsgruppe unterscheiden.

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Oxford
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 17:04                                  +/-

einBaum

Well, dann stell dir vor, du seist schwarz.


Äh nein. Das ist alles unabhängig von Inhalten. Es geht um die Form.

Gepostet am 31.07.2014, 17:08:

Ach und Baum: nix gegen spontan rausgehauene Pöbeleien! Da bin ich dein Mann! Weißte ja... aber angesichts von #briefgate finde ich das gerade jetzt zumindest etwas "unglücklich", da ich der Ansicht war, dass mit dem Brief so'n allgemeines "wir wollen jetzt mal gemeinsam die Diskussionskultur hier fördern", damit wieder mehr Platz für Lachen, Fetzen, Inspirieren, Aufziehen, Erhellen, Mitfühlen und Teilen, kurz: den Grund, warum wir alle hier in der Kneipe gelandet sind, wäre.


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 17:23                                  +/-

Olmops

Wie wäre es denn besser?
a) es gibt keine Unterschiede zwischen Geschlechtern. Genderklischees sind reine Zuschreibungen, die von unserer sexistischen Gesellschaft tradiert werden.
b) es gibt vielleicht Unterschiede, aber ungeachtet derer sollte man alle Menschen aus political correctness gleich behandeln.
c) wenn irgendwo im Text das Signalwort "Frau" auftaucht, geh davon aus, dass es Sexismus ist
d) es kommt nicht auf Unterschiede an oder Ungleichbehandlung, sondern auf eine Herabwürdigung aufgrund einer Ungleichbehandlung


e) Man tritt an jeden Menschen, bei dem man nicht die begründete Befürchtung haben muss dass er einem die Kehle durchschneidet/einen von der Klippe schubbst/einen kastrieren will, zunächst unvoreingenommen heran. Das ist ein Willensakt, und sicher etwas, das viele erst beschwerlich lernen müssen.

----

Selbstverständlich werden in unserer Gesellschaft Genderklischees und Unterschiede gelebt. Es ist ja gerade das Vertrackte, dass die Klischees oft zutreffen! Viele/die meisten sind aber keinesfalls angeboren, sondern tradiert und damit erlernt. Da man Erlerntes auch wieder verlernen bzw. mit fortschrittlicherem Wissen ersetzen kann, wirst du in deinem Leben vielen Menschen begegnen, die ihr angelerntes Set an Eigenschaften und Einstellungen unter größerer Willensanstrengung durch ein anderes ersetzt haben bzw. sich auf dem Weg dorthin befinden. Zu einem Set an Eigenschaften, das sie eigentlich lieber mögen als das von MamaPapaLehrernFreundenMedien übernommene, meine ich.

Sprich: Du kannst einfach nicht davon ausgehen, jemand bringe aufgrund seiner/ihrer Hautfarbe, des Geschlechtes, der sexuellen Orientierung oder einer "Behinderung " ein bestimmtes Set an Eigenschaften mit. In dem Moment, in dem du es tust, beginnt bereits die Diskriminierung. Es ist auch ein respektlos Verhalten gegenüber allen, die den oft recht schmerzhaften Weg der Emanzipation gegangen sind. Geschockt


@ Oxi: Okay, okay. Hauptsächlich wollte ich um Verständnis werben für das hier:

Zitat:
Platzt dir bei sowas trotzdem irgendwann der Sack? Hell. YES!


Genau das ist passiert, ich geb's ja offen zu. hähö Meine Toleranzschwelle gegenüber sexistischen Äußerungen ist über Jahre, die ich mit sachlicher Argumentation und zerknirschter Beherrschtheit gegenüber Nicht-Verstehen-Wollern verbracht habe, merklich gesunken. Das ist so ne abgebrannte Lunte einen Zentimeter vor der Bombe. Ich versuche ständig, die Lunte wieder etwas länger zu klöppeln. Klappt aber nur sehr bedingt. Geschockt

@ Amanda: Merci! *knicks* Smilie

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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 17:46                                  +/-

einBaum
Das ist so ne abgebrannte Lunte einen Zentimeter vor der Bombe. Ich versuche ständig, die Lunte wieder etwas länger zu klöppeln. Klappt aber nur sehr bedingt. Geschockt


Mensch Baum, mir rinnt hier grad 'ne kleine Träne runter. Danke, dass du es versuchen willst Spitze


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 17:50                                  +/-

hähö

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 18:06                                  +/-

So, wie Du es darstellst (mit gegenseitigem Ans-Bein-Pinkeln), kommt natürlich noch die ganz generelle Frage nach Umgangsformen hinzu. "voicing a firm opinion" schien mir jetzt weniger dramatisch, aber gut.

Stell Dir eine Arbeitsgruppe vor, die aus, sagen wir, zwei Männern und acht Frauen besteht. Einer der Männer voices a firm opinion. Sein weibliches Gegenüber verzieht spöttisch die Lippen und reagiert mit "Warum so unentspannt? Heute morgen wohl keinen hochgekriegt, was?". Der andere anwesende Mann verdreht innerlich die Augen, guckt aber stoisch geradeaus. Die anderen anwesenden Frauen schmunzeln, teils hämisch, teils verlegen, und gehen zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Korrektes Verhalten? Nein. Sexismus? Ja.


Das verfehlt allerdings Olmops Punkt, weil du apriori schon wieder den Geschlechterkampf als gegeben annimmst. Stell dir eine Arbeitsgruppe aus 8 Frauen und 2 Männern vor. Jetzt permutieren wir alle Konflikte durch. Und immer wenn zwei sich unter der Gürtellinie ans Bein pissen und die beiden unterschiedlichen Geschlechts sind definieren wir das als Sexismus. Damit lässt du aber alle Konflikte außer acht die intrageschlechtlich stattfinden!

Das Beispiel im Artikel war ein Angestellter der eine Deadline verfehlt und dann eine Kollegin die ihn mit firm voiced opinion anschnautzt zurückschnautzt. Aber vielleicht hätte er einen männlichen Kollegen genauso runtergeputzt. Zum Beispiel er sei länger in der Firma und soll sich mal nicht so aufspielen. Oder sonstwie beschimpfen um vom eigenen Fehler abzulenken. Aber für sich ist das Beispiel kein Beispiel für Diskriminierung.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 18:07                                  +/-

Well, dann stell dir vor, du seist schwarz. Hier geboren. Schulabschluss, Bachelor, Master. Bist erfolgreich in deinem Job, zahlst Steuern. Scheinbare Gleichheit? Ja! Aber immer wieder, dein ganzes Leben lang, haben Leute dich mit ihren hirnrissigen Vorurteilen konfrontiert. Nach simplen Schulhofschlägereien in der Grundschule wurde es erst besser. Aber dann bemerktest du andere Sachen: Dein erster Deutschlehrer im Gymnasium korrigierte dich häufiger als andere und beurteilte dich kritischer als Sitznachbarn Heinz-Rüdiger, obwohl der einen Apostroph nicht von einem Komma unterscheiden konnte. Der nächste fragte dich zu Beginn des Schuljahres, wo du eigentlich so gut Deutsch gelernt hast. Als du erwachsen wurdest, kamen die Blicke. Frauen umkrallten ihre Handtasche fester, wenn du ihnen auf der Straße entgegen kamst. Die Arbeitssuche nach der Uni wurde zum nervenzerfetzenden Spießrutenlauf. Ob Rassismus dich ärgern würde, wirst du im Vorstellungsgespräch gefragt. Du wackelst mit dem Kopf. Ob das eventuell zum Problem für den Frieden im Team würde? "Natürlich nicht!", versicherst du. Also schluckst du die Sprüche runter. Ein Kollege haut dir jovial auf den Rücken und sagt irgendwas Nettes über "unseren Quotenschwarzen". Du schweigst zerknirscht.

Und dann sitzt du irgendwann mit deinen weißen Freunden zusammen, und sie reden über das Thema 'Rassismus'. Ein eigentlich sehr netter Kerl argumentiert, Schwarze allgemein würden sich selbst alle Türen zusperren, weil sie sich einfach nicht so gut beherrschen könnten wie die Deutschen. Das hätte ihm auch ein schwarzer Kumpel im Boxclub gesteckt. Außerdem zweifle er stark daran, dass Schwarze überhaupt strukturell benachteiligt würden.

Meint dein netter Freund das böse? Nein! Ist es eine ganz und gar naive Herangehensweise an das Thema? Absolut. Platzt dir bei sowas trotzdem irgendwann der Sack? Hell. YES!


Zu geil.


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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 18:13                                  +/-

Das Deutschlehrer-Beispiel in Baums Posting ist doch totale Scheiße. Bei uns wurden Mädchen (je nach Lehrer) immer absolut bevorteilt im Unterricht und hatten meist die besseren Noten, einfach weil sie brav und artig waren. Ich fordere Revanchismus!


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