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Western mit und ohne John Wayne
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 01.10.2006, 21:28                                  +/-

Das mit dem Rausziehen ist sicher eine prima Idee, vor allem, wenn man auf Körperteilezerfetzen steht.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 02.08.2007, 11:15                                  +/-


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 25.10.2010, 14:32                                  +/-

Hondo

Große 3-D-Kunst aus den 50ern


Hat mich einfach nicht gepackt.

Eine Frau, die mit ihrem sechsjährigen Sohn irgendwo in der Pampa lebt (und weder Vieh hat noch Felder bestellt), bekommt eines Tages Besuch von einem Mann mit Hund. Sie hat Angst vor ihm und redet immer wieder von ihrem Mann, der bald kommt, aber der Mann weiß es besser und sagt ihr erstmal wo es langgeht. Ein IMDB-Kommentator spricht bei diesen Szenen von erotischer Spannung. Na ja. In einem modernen Film mit gleicher Ausgangslage hätte er die Frau vermutlich vergewaltigt und irgendwie lag auch mehr sexuelle Nötigung in der Luft denn Romantik.

Ach ja, die Handlung: Die Apachen sind kurz davor einen Krieg zu beginnen, und die arme Frau lebt mitten im Kriegsgebiet, neben vielen anderen Siedlern. Wie mir im Vorwort des Filmes (irgendein Kerl, der auf der DVD rumlabert) erklärt wurde, ist die Darstellung der Indianer für das Jahr 1953 geradezu bahnbrechend! Mag sogar sein. Hondo (der Duke) erwähnt, dass die Weißen die Verträge gebrochen haben, Apachen kein Wort für "Lüge" haben, und er selbst sei auch zum Teil Indianer. Außerdem ist die Figur Vittorio positiv besetzt.

Am Ende hat man dann noch einige Schlachtszenen, hunderte Apachen auf Pferden verfolgen mit viel Wowowowow und Speergefuchtel Kavellerie und Siedler in Planwagen, es gibt eine Wagenburg und alles was dazugehört. Der Duke gewinnt, aber auch nur weil er den Häuptling umbringt, daraufhin reiten die Apachen gemütlich weg. Ulkigerweise lässt man das Aufeinandertreffen von Hondo und Vittorio, die ja gut miteinander auskamen, einfach wegfallen. Ein Konfliktpotential, das sich heute wohl kein Drehbuchschreiber entgehen lassen würde. Stattdessen wird gerade mal erwähnt, dass Vittorio in einer Schlacht, die man nicht sieht, erschossen wurde.

Im Kern geht es aber um den Einzelkämpfer Hondo und dass er sesshaft wird. Über seinen Hund sagt er, dass dieser völlig unabhängig ist, "and I want to keep it that way – it's a good way". Aber er verliebt sich dann doch in die Frau und übernimmt Verantwortung für den kleinen Jungen. Der Ehemann der Frau war eh scheiße und Hondo musste ihn leider erschießen. Als wahrer Mann will er sich dieser Wahrheit stellen und sie dessen Sohn mitteilen, aber die Mutter hindert ihn. Denn bei einer Frau reichen Zeit und geistige Kapazitäten nur für eine Wahrheit: Ihren Ehemann. Der alte war scheiße, muss man mit klarkommen, aber jetzt ist er tot, da braucht es nen neuen und dem alten muss man nicht nachtrauern.

Daraufhin reisen sie nach Californien und werden auf Hondos Ranch glücklich. Keine Ahnung warum Hondo eine Ranch dort hat, wenn er eigentlich Scout für die Armee ist .. oder ein Gunmann .. aber er arbeitet auch gar nicht mehr für die Armee, sagt er .. was mit seiner Squaw passiert ist, wird auch nicht ganz klar .. oder warum er mit den Apachen gelebt hat und warum er damit aufhörte.

Zum Glück ist der Film kurz und läuft nur alle 17 Jahre im Fernsehen.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 31.10.2010, 18:49                                  +/-

Auf Youtube gibt es einen Full-metal-Jacket-Clip, wo in den Kommentaren einer den anderen den Witz mit John Wayne erklärt. Also er erklärt, wer John Wayne war und was für Filme der gemacht hat und so.

*einsarg*


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 31.10.2010, 19:18                                  +/-

Jetzt fühl ich mich alt. hähö

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 31.10.2010, 21:53                                  +/-

Hab mir gerade Jonah Hex angeschaut. Eine Art Hellboy im Western Genre mit Megan Fox. Durchaus zu empfehlen - nicht nur für Erinti.



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(Tyler D.)
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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 01.11.2010, 12:31                                  +/-

Gestern habe ich The Good, The Bad and The Ugly geguckt. Leider merkte ich erst, als der Film in der Mitte plötzlich abbrach, daß ich die zweite Hälfte gar nicht mehr habe


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 01.11.2010, 12:37                                  +/-

Keine Kauf-DVD, wa? Böse


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 13.02.2012, 01:01                                  +/-

Ach Mist, PK hat ja schon ein langes Posting zu »Erbarmungslos« geschrieben (direkt am Anfang des Threads)! Na gut, aber ich finde es auch nicht so gut hähö , also schreibe ich morgen vielleicht noch selber was zu diesem Spätwestern, den ich gerade erstmalig gesehen habe. Yes

Bester Witz des Filmes ist auf jeden Fall „the duck of death“ – „it's duke … “.


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 11.08.2012, 22:48                                  +/-



Eher ohne Western, aber mit John Wayne.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 16.04.2017, 14:02                                  +/-

Hatfields and McCoys (2012)

Eine Miniserie auf Netflix mit drei spielfilmlangen Folgen, abgeschlossen. Großartig, genau mein Ding. Ich verbrachte gerade wunderbare Stunden in den nördlichen Ausläufern der Appalachen, wo sich zwei hoffnungslos rückständige Hillbilly-Clans bis aufs Blut bekriegten. Bis einer weint.



Das ist ein Foto der realen Hatfields, denn das ist alles mehr oder weniger echt so passiert und eine der zahlreichen blutigen Legenden der amerikanischen Popkultur. Produziert von Kevin Costner himself, der auch die Hauptrolle spielt und ganz toll ist. Er wird immer besser, verwittert wie ein alter Berg, mit einer Stimme wie Sandpapier, erinnert hier als furchterregend aufrechter Patriarch an ähnliche Rollen von Daniel Day-Lewis, "There will be blood" comes to mind. Ohh, and there will be blood... so much blood... hähö

Diese bekackten Rednecks können nix, außer sich gegenseitig wegschießen und der amerikanische Nachtwächterstaat schaut unbeteiligt zu. Und das durchaus gar nicht im Wilden Westen, sondern im Grenzgebiet von Kentucky und West-Virgina, also weit im Osten, nur ein, zwei Tagesreisen von Großstädten entfernt, in denen schon elektrisches Licht die Straßen beleuchtete und die ersten Autos durch die Gegend tuckerten. Nicht so hier. Die Appalachen sind wohl jeher eine gesetzlose und hoffnungslose Gegend, abgekoppelt vom Fortschritt der menschlichen Rasse. Heute wählen sie halt Trump und kochen Meth, viel passiert ist da nicht. Man sollte Menschen nicht dauerhaft in sehr ländlichen Gegenden sich selbst überlassen, das ist nicht gut. Das endet in Inzucht, religiösem Fanatismus und Familienkriegen.

Ansonsten ist die Miniserie aber sehr sehenswert, Kevin Costner spielt toll, und ich mochte den früher nie, ich nehme alles zurück, ein unterschätzter Schauspieler, auf jeden Fall bei mir. Alle Rollen sind gut besetzt, die Ausstattung ist opulent und wirkt authentisch, wenn es auch immer arg düster und monochrom ist. Die Stimmung und Machart erinnert an den ebenfalls großartigen "Die Ermordung des Jesse James", wo es ja auch viel um Legendenbildung und Gewalt als amerikanischer Ur-Mythos geht und all sowas.



Irgendwann, nach mehreren Stunden Marathonschauen, konnte ich all die sinnlose Gewalt kaum mehr ertragen, hier wird nichts glorifiziert, sie tun sich so schreckliche Dinge an, und es gibt kein Gut und Böse, nur Rednecks. Ich wollte irgendwann die ganze Drecksgegend nur noch abfackeln und alle Überlebenden zwangsumsiedeln an die Ostküste. Puh, keine leichte Kost.

Es ist interessant sich nachher mal die echte Geschichte im Netz durchzulesen, aber erst nachher, sonst wäre man ja völlig verspoilert. Scheint wohl eine nationale Legende zu sein, auf die z. B. das Lucky Luke-Comic "Familienkrieg in Painful Gulch" von 1961 anspielte. Heute macht man halt lustige Dinner-Restaurants draus:



Dafür sind die gestorben.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 16.04.2017, 20:59                                  +/-

10/10, would read again!

Ich denke Kevin Costner hat einfach eine fürchterlich gemischte Filmographie hingelegt, und er hat in sooo vielen Filmen den Guy with a soft touch gespielt… Er wird für mich immer Der mit dem
Wolf tanzt bleiben, und das ist gut!


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 30.04.2017, 21:06                                  +/-



rolling on the floor... rolling on the floor... rolling on the floor...


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 03.12.2018, 23:20                                  +/-

Für Pk:
The ten greatest western and the order in which to watch them.

https://thetwingeeks.com/2018/12/01/the-ten-grea...ch-to-watch-them/

Ich kenne nur 4: Rio Bravo, High Noon, The Good, the Bad and the Ugly und Once upon a time in the west. The Searchers nur indirekt weil hier darüber geschrieben wurde.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 03.12.2018, 23:31                                  +/-

Kenn ich alle bis auf Stagecoach. Hab ihn aber jetzt mal bestellt, für 98 Cent. Danke für den Reminder.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 14:19                                  



Stagecoach (1939) (amazon Prime)

Lief hierzulande zuerst unter dem Namen "Höllenfahrt nach Santa Fee" , obgleich Santa Fee gar nicht auftaucht, dann unter "Ringo", nicht zu verwechseln mit dem Animationswestern mit Johnny Depp als Chamäleon. Deutsche Titel alter US-Western sind immer wieder ein Quell der Verwirrung.

John Ford gilt als der Filmemacher, der den Western vom Trashfilmchen der Stummfilmära erstmals zum A-Movie adelte, wobei es in den 30ern auch schon andere teure Western-Produktionen gab. Aber keiner war so erfolgreich und so verdammt gut wie Ford. "Stagecoach" war ein Durchbruch, der erste Western mit richtiger Handlung, ausgeführten Charakteren, vernünftigen Dialogen, mit atemberaubender Kulisse und den spektakulärsten Pferde-Stunts seiner Zeit. Es war auch der Durchbruch für John Wayne, der hier zum Star wurde. Und meine Güte, ist der Duke hier noch schlank und rank, was für ein fescher Mann Smilie



Aber natürlich ist der Film alt... soo uralt, für uns heute, für unsere Sehgewohnheiten. Die Kopie ist im 4:3-Format und von schauerlicher Qualität, und irgendwie hat man alles schon so oft gesehen. Ja klar, in den 100 Filmen, die "Stagecoach" seitdem zitierten, bis hin zu Back to the future III. Das ist eben das Los der Klassiker. Das Monument Valley als ikonische Westernkulisse, die Enge der Postkutsche, das damit mögliche Kammerspiel der Figuren, dann der Einbruch der Gewalt, die so lange unsichtbaren Indianer, Geronimo, die Kavallerie rettet den Tag! Die Action, der Held, die schutzbedürftige Frau, die aber in der Not über sich hinauswächst und die dicken Mexikaner, die abends ein schwermütiges Lied singen... alles da. Und immer und immer wieder zitiert, kopiert und abgewandelt. Wobei sich das Drehbuch hier auch schon an einer Novelle von Guy de Maupassant orientierte, und die Kutschfahrt durch Frankreich, auf der Flucht vor den Deutschen, einfach in den Wilden Westen verlegte. Everything is a remake.



So ganz frisch gesehen kam mir natürlich mehrmals "The ballad of Buster Scruggs" in den Sinn, die Kutschfahrt dort, aber auch der abrupte Angriff der Indianer in der Galgenbaumszene. Die starke Frauenfigur, die mütterliche Hure, die mehr Ehre hat hat als so mancher Ehrenmann, das ist auch Jill in OUATITW. Und als John Wayne unterwegs mit ungelenken Worten der Frau, die er kaum kennt, einen Heiratsantrag macht, ist man wieder beim Buster Scruggs-Akt mit dem Wagon Train. Und David Carradines Vater spielt mit. Ein echter Nerdfilm also.

Aber auch abgesehen von all den Querverweisen kann man sich den Film gut anschauen, auch wenn man heute natürlich nicht mehr so ganz erfassen mag, warum er damals so einschlug, es ist halt ein prototypischer alter US-Western. Aber ein guter. Das Monument Valley ist eine weitere Hauptfigur im Film und die Actionszenen sind immer noch breathtaking



John Ford war ein Perfektionist und hatte ein unglaubliches Gespür für Kamera, Landschaft und Dramatik, und war nicht nur Sergio Leones bewundertes Vorbild. Ford hat gezeigt, was man mit dem Western machen kann. Und mit "Stagecoach" fing alles an.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 11.12.2018, 16:14                                  +/-

Deutsche Titel alter US-Western sind immer wieder ein Quell der Verwirrung.

Ich erkenn da ein Konzept... es muss immer viel gewalttätiger klingen als das Original, und irgendwie verwegen, und nach Tod und Teufel....

My Darling Clementine - Faustrecht der Prärie
3:10 to Yuma - Todeszug nach Yuma
Soldier Blue - Das Wiegenlied vom Totschlag
Bend of the river - Meuterei am Schlangenfluss
Red River - Panik am roten Fluß
The great silence - Leichen pflastern seinen Weg
The hunting party - Leise weht der Wind des Todes
In old Oklahoma - Die Hölle von Oklahoma
Rooster Cogburn - Mit Dynamit und frommen Sprüchen
Two mules for Sister Sarah - Ein Fressen für die Geier
She wore a yellow ribbon - Der Teufelshauptmann
Fort Apache - Bis zum letzten Mann
War path - Am Marterpfahl der Sioux
Fort Dobbs - Im Höllentempo nach Ford Dobbs
The saga of Hemp Brown - Bis zur letzten Patrone....

usw. usf.

Da könnte man sicher auch einen schönen Western-Verleihtitel-Generator draus bauen.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 12.12.2018, 00:15                                  

So, ich befülle diesen Thread jetzt mal wieder ein bisschen Yes



Winchester '73 (1950)

Der zweite Weltkrieg war wohl keine so gute Zeit für den Western, es wurden vermehrt nur seichte Musikfilme mit singenden Cowboys gedreht, um von der harten Realität abzulenken. Erst in den späten 40ern konnten die Kavalleriewestern von John Ford wieder an die Qualität von "Stagecoach" anschließen und 1950 eröffnete dann "Winchester '73" von Anthony Mann das Goldene Zeitalter des US-Westerns. Superstar James Stewart nutzte die Gunst der Stunde für einen Typwechsel und wandelte sich vom everybody's darling zahlreicher Komödien zum düsteren, besessenen Rächer, der lonesome rider mit der dark backstory. Der Rollenwechsel war erfolgreich, er drehte im Anschluss noch haufenweise Western und wurde einer der größten Namen, so dünn und schlaksig wie er war. Stewart hat sich da im testosteronschwangeren Westerngenre einen ganz eigenen, interessanten Typ aufgebaut.



Im Mittelpunkt des Films steht ein McGuffin, eine limitierte Sonderauflage der Winchester von 1873, prachtvoll verziert, Gewinn eines Wettschießens zum 4. Juli. Jeder will die Waffe haben, sie ist das Objekt der Begierde, neben dem auch die Reize der blonde Bartänzerin verblassen. Das Gewehr wird geradezu sexuell inszeniert, da ist sicher schon viel darüber geschrieben worden, die Amerikaner und ihre Waffen. Aber es bleibt eine Waffe und sie bringt nur Unheil dem, der sie hat. Immer wieder wechselt sie den Besitzer, aber er hat nie lange Freude daran. Mich erinnert das an die Geschichte aus den Dschungelbüchern mit dem edelsteingespickten Elefantentreibstab, den Mowgli im versunkenen Schatz findet und später angewidert wegwirft. Noch in einer Nacht tötet dieser Stab jeden, der ihn besitzt. Ob sich das Drehbuch hier hat inspirieren lassen?

Der Film beginnt langsam, mit einem ewig lang inszenierten Wettschießen, aber kaum steht der Gewinner fest, beginnt der Reigen - andauernd passiert was, alle laufen sich immer wieder in die Arme, Gangster, Indianer und die Kavallerie werden hineingezogen, man hetzt sich durch die Steppe von Arizona und alles gipfelt in einem originellen und packenden Showdown, der hier natürlich stilecht nicht mit Colts, sondern Winchestern ausgetragen wird, nicht auf der Hauptstraße, sondern in den Bergen.



Für sein Alter ist "Winchester '73" überraschend spannend und flott inszeniert, und auch erstaunlich dreckig und gewalttätig. Mir hat er gut gefallen, ziemlich unverstaubt, kann man sich noch gut anschauen, auch die Bildqualität war deutlich besser, wenn auch 4:3-Format. Ich mag aber eh Winchester. Hätte ich ein Gewehr, dann so eins Zunge

Fun fact: in Nebenrollen spielen die damals noch unbekannten Tony Curtis und Rock Hudson mit.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 12.12.2018, 09:54, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 12.12.2018, 06:48                                  +/-

Nichtraucher
Deutsche Titel alter US-Western sind immer wieder ein Quell der Verwirrung.

Ich erkenn da ein Konzept... es muss immer viel gewalttätiger klingen als das Original, und irgendwie verwegen, und nach Tod und Teufel....

My Darling Clementine - Faustrecht der Prärie
3:10 to Yuma - Todeszug nach Yuma
Soldier Blue - Das Wiegenlied vom Totschlag
Bend of the river - Meuterei am Schlangenfluss
Red River - Panik am roten Fluß
The great silence - Leichen pflastern seinen Weg
The hunting party - Leise weht der Wind des Todes
In old Oklahoma - Die Hölle von Oklahoma
Rooster Cogburn - Mit Dynamit und frommen Sprüchen
Two mules for Sister Sarah - Ein Fressen für die Geier
She wore a yellow ribbon - Der Teufelshauptmann
Fort Apache - Bis zum letzten Mann
War path - Am Marterpfahl der Sioux
Fort Dobbs - Im Höllentempo nach Ford Dobbs
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usw. usf.

Da könnte man sicher auch einen schönen Western-Verleihtitel-Generator draus bauen.


rolling on the floor... Das ist echt kränki…


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 12.12.2018, 17:22                                  +/-

Ich war auch immer verwirrt, dass "Spiel mir das Lied vom Tod" im Englischen ganz anders hieß.


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