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Der Helene Fischer Schrein
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Warg



Beiträge: 6074
Wörter pro Beitrag: 23

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BeitragVerfasst am: 16.04.2017, 16:02                                  +/-

Dir auch Helene!


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Unglaublich, diese Atheisten!
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Ludy
Sommerfestlady


Beiträge: 11098
Wörter pro Beitrag: 22
Wohnort: Sound
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BeitragVerfasst am: 16.04.2017, 17:12                                  +/-

Es gab halt keinen Oster-Thread...


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Raus aus dem Aquarium und Vogel werden – is’ schwierig.
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Arianrhod



Beiträge: 1090
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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 09:49                                  +/-

In der Süddeutschen ist heute eine ausführliche Kritik des neuen Albums von Helen Fischer: Helene Fischer verkauft das perfideste Stück Pop seit Jahren

Es ist also, man kann das jetzt auch nicht anders sagen, brillant. Und das hat nichts mit der Musik zu tun. Die Musik ist auf "Helene Fischer", dem Album, absurd egal. Noch mehr als sonst bei Helene Fischer, der Künstlerin, verhält sie sich zum Gefühl, das vermittelt werden soll, nur wie der Stecken zur Zuckerwatte: für den Geschmack völlig unerheblich, aber ohne gibt es Probleme beim Transportieren.

Das Album enthält also, je nachdem wie viel man für die Ausführung zahlt, bis zu 24 Stücke, die alle auf völlig gleiche Art unterschiedlich klingen: mal nach Cello-Klavier-Ballade, mal nach Club mit eher günstig eingekaufter Lichtanlage. Mal nach fußballstadiongroßer Woohoo-Euphorie, mal nach Country. Der Stecken eben. Landet nach dem Verzehr in der Tonne.

Perfide ist nun das Gefühl, das an diesem Stecken hängt. Die Zuckerwatte. In "Helene Fischer" steckt nämlich wirklich jede Sehnsucht, die viele sich zwischen 17 und 23 Uhr noch zu erträumen trauen.

Und wie immer, wenn man mit Sehnsüchten Geld verdienen will, muss man erst einen Mangel benennen. Vielleicht auch erschaffen. Im Fall des Albums kommt dieser Mangel (wieder) aus einem semantischen Feld mit Begriffen wie "Leichtigkeit", "Freiheit", "losgelöst", "Sternenmeer", "schweben", "fliegen".


Das Album ist damit ein ständiger, generalstabsmäßig geplanter Hinweis auf den Widerspruch zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit. Problemdiagnose und Heilung in einem. Eine Art Paradiesversprechen, erreichbar mit und durch Helene Fischer. Wäre es Politik, "Helene Fischer" schrammte stets knapp am Populismusvorwurf vorbei.

Wobei die Sängerin selbst für derartige Vorwürfe natürlich wiederum nie greifbar genug wird. Bei aller Nähe bleibt sie eine unerreichbare Figur, die ihre Versprechen mal haucht und mal trällert, mal stöhnsingt und mal divengroß erstrahlen lässt. Gesanglich übrigens absolute Oberliga. Vollkommene Stimmkontrolle. Jede Nuance, jedes Knarzen und Schnurren, jedes Maunzen und Frohlocken ist zum absoluten Idealtypus hochtrainiert. Das ist beeindruckend. Und verstärkt das Gefühl der Manipulation noch mehr.

Will alles sagen: Das Album ist perfekt für Menschen, deren "Ding" es ist, "dann und wann mal abzuheben". Alle anderen können einfach seine perfide Genialität bewundern.

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Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 11:12                                  +/-

Der Fehler ist glaub ich, so eine CD ernsthaft zu rezensieren. Ich gehe doch auch nicht zu einer Mülltonne, wühle mich durch den Müll und beschwere mich danach, dass das alles nur Müll ist.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Euseppus



Beiträge: 8848
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Wohnort: Winterkatingen
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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 11:25                                  +/-

Dann sollte man auch keinen Trump kritisieren. Spitze


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 12:52                                  +/-

Äh...doch sollte man. Der Unterschied ist, dass das Helene Fischer Album nicht gerade den Pulitzerpreis gewonnen hat. Dann könnte und müsste man es zurecht kritisieren.

Trump gehört ins Reality TV, so wie Helene in den seelenlosen Schlagerbusiness. Bliebe Trump im Reality TV müsste man ihn auch nicht weiter kritisieren. Dadurch, dass er sich aber in einen Bereich eingeschlichen hat, in dem er nichts verloren hat, wird Kritik an ihm notwendig.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 13:25                                  +/-

Aber nach der Logik dürfte Jan Böhmermann auch Max Giesinger nicht kritisieren.

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Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49309
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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 13:37                                  +/-

Arianrhod
Aber nach der Logik dürfte Jan Böhmermann auch Max Giesinger nicht kritisieren.


Ist was dran. Wobei Giesinger ja nur als Symbolbild für die deutsche Popmusikindustrie herhalten musste. Ist nun die Frage, ob man an Pop mehr Ansprüche haben sollte als an Schlager. Aber zumindest gab es schon guten Pop in der Vergangenheit. Guten Schlager gibt es hingegen per Definition schon nicht.


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 14:07                                  +/-

Das von Arianrhod Zitierte ist eigentlich gar nicht unbedingt eine Plattenkritik, sondern mehr eine Art Gesellschaftsdiagnose anhand einer CD. Helene Fischer ist Symptom, nicht Krankheit.

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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 16:46                                  +/-

Sie ist beides.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 15.05.2017, 08:01                                  +/-

Wenn sie ne Krankheit ist, würd ich mich auch gern mal anstecken


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