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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 31.05.2014, 19:23                                  +/-

Liveticker!

Hihi, wie sie hüpft. Und wie er sich dabei freut. *mosh*


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 31.05.2014, 20:10                                  +/-

Ich hab das hohe FRAK DA LORD perfekt antizipiert!!!


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 31.05.2014, 21:21                                  +/-

Craggan
Rodrigo Y Gabriela

im Backstage Werk, 30.5.2014

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Habt ihr schon einmal eine Haarnadel in eine Steckdose gesteckt und euch einen tierischen elektrischen Schlag eingefangen? Ich schon. Im Alter von 4 Jahren im Badezimmer meiner Oma. Erzählungen meiner Mutter zufolge standen mir die Haare zu Berge und ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper.
Ich hatte dieses energetische Gefühl schon fast vergessen, bis es sich gestern abend wieder einstellte. Bei Rodrigo Sánchez und Gabriela Quintero, den beiden Mexikanern, die das Gitarre Spielen neu erfunden haben. Während andere Gitarristen ihre Instrumente als Saiteninstrumente verstehen bzw. verwenden und entsprechend Akkorde greifen, ihr im Fingerpicking Style oder mit dem Bottleneck Klänge entlocken, hat man bei Rod Y Gab das Gefühl, da stünde eine Metal Band mit Percussion auf der Bühne (was wenig verwundert, spielten die beiden doch einst gemeinsam in der Thrash-Metal-Band Tierra Acida).

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Gabriela Quintero spielt nicht einfach Rhythmusgitarre – sie webt einen unglaublich kreativen Klangteppich aus Akkorden und Percussion auf dem Gitarrenkörper in einer Geschwindigkeit, die es einem unmöglich macht, zu verfolgen, was sie da eigentlich tut. Sanchez bearbeitet die Saiten ebenfalls in atemberaubender Geschwindigkeit, zupft, spielt Barré-Akkorde, bringt die Gitarre nicht nur zum Singen, sondern zum Hüpfen und Jubeln.

 photo IMG_4308.jpg

Pünktlichst um 20:30 betraten die beiden die Bühne und zündeten ein zweistündiges Feuerwerk ab. Zunächst überwiegend von der neuen Scheibe, 9 Dead Alive, später auch von den älteren Alben. Glasklarer Sound (was bei zwei Gitarren wenig verwunderlich ist), laut ausgesteuert. Letzteres notwendig, um die Guitar Percussion wirken zu lassen, ohne auf Dauer die Gitarren zu zerstören. Besonders nett war es, die Interaktion der beiden untereinander zu sehen. Die hatten ganz offensichtlich sehr viel Spaß beim Spielen, haben immer wieder kleine Späßchen in ihre gemeinsamen Impros eingebaut. Das genaue Gegenteil von den derzeit gehäuft tourenden alten Säcken aus den 80ern und 90ern, die ihr Repertoire abdudeln, um die Kasse zu füllen.

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Das Münchner Publikum, über das ich ja immer wieder einmal gerne schimpfe, zeigte sich ebenfalls von seiner besten Seite. Da wurden 6/8 Rhythmen mitgeklatscht und die Akteure auf der Bühne von Song zu Song getrieben. Und in 30 Minuten Zugabe. Und Rodrigo dazu, auch einmal zu singen. Angestachelt von Gabriela und dem Publikum wurde gemeinsam Creep von Radiohead gesungen.

Highlight der Bühnenshow für alle Gitarren-Afficionados: Über den Stegen der beiden Gitarren waren kleine Kameras angebracht, die das Fingergewusel live auf die Leinwand projiziert haben.

 photo IMG_4267.jpg

Wie man in dieser Geschwindigkeit 2 Stunden non-stop Gitarre spielen kann, wird mir als Tastenquäler immer ein Geheimnis bleiben. Ich ziehe meinen Sombrero und verneige mich vor den besten Live-Solo-Gitarristen seit Di Meola, Mc Laughlin, und De Lucia


 photo IMG_4250.jpg

 photo IMG_4253.jpg

 photo IMG_4293.jpg


Quoted for truth.

Es war wirklich sehr genial. Sie haben bei uns in der Essigfabrik gespielt. Das sind gerade einmal 15 Minuten zu Fuß von uns zu Hause aus, direkt neben den hohen Türmen der Aurora-Mühle und nahe bei den alten Deutzer Hafenanlagen.

Ich habe wenige Konzerte erlebt, die so intensiv gewesen sind, und bei denen das Publikum so sehr mitgegangen ist. Die beiden haben vollständig und absolut das Haus gerockt. Kein Wunder, dass die Leute von weit und fern angereist sind. Ich habe beispielsweise Autos aus Frankfurt und aus Belgien gesehen.

Also, wenn ihr irgendwann die Gelegenheit habt – und die beiden sagten, dass sie im Winter wieder in Deutschland sein werden – dann geht hin. Knaller. Hätte nie gedacht, dass man zu akkustischer Gitarrenmusik so schön headbangen und hüpfen kann grins


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AmandaMandel



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BeitragVerfasst am: 01.06.2014, 10:52                                  +/-

Es war wirklich klasse. Danke Triskel!


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Que Sera, Sera,
Whatever will be, will be
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Craggan



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BeitragVerfasst am: 01.06.2014, 11:09                                  +/-

Thanil
Also, wenn ihr irgendwann die Gelegenheit habt – und die beiden sagten, dass sie im Winter wieder in Deutschland sein werden – dann geht hin. Knaller. Hätte nie gedacht, dass man zu akkustischer Gitarrenmusik so schön headbangen und hüpfen kann grins


Yes

die beiden spielen ja die ersten beiden Konzerte nach ihrer Pause auf dem Southside (21.6.) und dem Hurricane (22.6.)


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 24.06.2014, 10:14                                  

ICH MAG MEIN HAAR - MEIN HAAR MAG GUHL

Black Label Society 24.6.2014 im Backstage

You can't kill the metal
Metal will live on
Punk Rock tried to kill the metal
But they failed as they were smite to the ground
New Wave tried to kill the metal
But they failed as they were stricken down to the ground
Grunge tried to kill the metal
They failed as they were thrown to the ground
No one can destroy the metal
The metal will strike you down with a vicious blow
(TenaciousD, The Metal)



Ein Metal Konzert also. Eigentlich so gar nicht mein Ding. Immer, wenn mir etwas bei einer Metal Band gefällt, sagen die eingefleischten Metalheads mir, das sei das schlimmste Stück der Band und eigentlich gar kein Metal. Mein Lieblingsstück von Motörhead ist der Whorehouse Blues, und das ist ganz definitiv kein Metal.

Aber man soll ja immer nach allen Seiten schön offen bleiben und nachdem Zakk Wylde der spirituelle Führer meines alten Kumpels Chris ist, und der auch gleich noch Tickets für die ganze Familie organisiert hat (danke, Chris!), war es eher so eine Art Familienausflug mit Vorglühen im Augustiner, da kann man schon auch mal Metal anhören, zumal der Zakk ja mal beim Ozzy gespielt hat und irgendwie sterben die alten Headbanger ja alle aus und werden von diesen AC-100BPM-Fuzzis verdrängt; von diesen austauschbaren Typen mit Föhnfrisur.

Womit wir beim eigentlichen Thema wären: Haare! Überall! Bei Allen! Im Publikum und auf der Bühne! Sie fliegen in wunderschönen Bögen zu den dröhnenden Rhythmen durch die Luft und wirbeln sprühnebelgleich kleine Schweißtropfen durch den Raum. Ganz wunderbar und überaus beeindruckend und besser als jedes künstlich hereingerauchte Trockeneis.



Der Leadsänger und Gitarrist natürlich an allererster Stelle, aber auch sein Bassist und die zweite Gitarre standen ihm kaum nach. Nur der Drummer verweigert sich mit seinem Stoppelschnitt. Drummer scheinen da ganz eigen zu sein! Ist ja zum Beispiel bei ZZ Top auch so. Kurzhaarschnitt my Ass! Geht doch gar nicht, das zerstört die ganze Stimmung! Schämen sollten die sich!

Am besten wirken die Haare, wenn sie dekorativ wie ein Wasserfall vor dem Gesicht hängen. Ein Haarfall statt Haarausfall!



Ob Metaller auch Extensions tragen? Ob Zakk sich von Heidi Klum umstylen ließe, um ein Foto zu kriegen? Sicher nicht! Das sind noch so knarzige Urgesteine, bei denen die Tattoos nicht aus Henna sind und in den Bärten Lebensmittelvorräte für 4 Wochen eingelagert sind.

Und diese Posen! Wahnsinn! Da sind Männer noch Männer und sie führen ihren Clan ins Konzert und geben dort alles bis zum letzten Bluts- nein Schweißtropfen.



Gegen Ende des Konzertes, wenn die Luftfeuchtigkeit im kleinen Raum und die Ausdünstungen von Publikum und Musikern das ihre getan haben, hat man dann sogar Gelegenheit, in die erschöpften Gesichter dieser hart kämpfenden Krieger zu blicken. Wem es da nicht eiskalt den Rücken herunterläuft, der ist ein gefühlskalter Eisbrocken!



Es war ein ganz wunderbar archaischer Abend, an den mich seit gestern 22 Uhr auch ein permanentes Pfeifen im rechten Ohr erinnert. Der Mensch am Mischpult arbeitet nämlich ganz offensichtlich nebenbei in der Kartoffelbreiküche von Pfanni und hat erfolgreich versucht, seine beiden Arbeitsplätze miteinander zu kombinieren. Hauptsache laut. Nach dem glasklaren Sound bei Rodrigo Y Gabriela vor einigen Tagen war ich schon erstaunt, was für einen Akustikquark man in exakt dem gleichen Venue produzieren kann. Chapeau!



Zur Musik kann ich nicht so viel sagen. Das wäre unfair, Metal ist eigentlich so gar nicht mein Ding. Ihre Instrumente haben die auf jeden Fall alle tippitoppi beherrscht und mein alter Metalhead-Kumpel Chris hatte nach dem Konzert Tränen in den Augen und beschimpfte noch auf der Heimfahrt in der S-Bahn solche Poser wie Jim Morrison und Kurt Cobain. No one can destroy the metal...


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 24.06.2014, 10:53                                  +/-

Gewalt ist keine Lösung

Witzig, bei Zakk Wylde bin ich letztens bei Youtube gelandet, als ich in einer sentimentalen Stimmung alte Gary Moore-Balladen gegoogelt habe. Zakk hat da viele Solo-Videos, wo er die Gitarre singen lässt, er scheint ein bekannter Gitarrengott zu sein:



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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 24.06.2014, 22:02                                  +/-

Craggan goes Metal. Interessant grins Gab es auch Moshpits und die Wall of Death?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 24.06.2014, 23:28                                  +/-

Craggan
und der auch gleich noch Tickets für die ganze Familie organisiert hat


Mutter, Kegel, Kind? Wie haben die denn auf den Kulturschock reagiert?


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 25.06.2014, 07:10                                  +/-

Nur Junior und ich, Tyler. Die Holde wäre schreiend aus dem Raum gelaufen hähö

Und ja, Thanil, es gab einen Mosh Pit, aber keine Wall of Death. Ich habe mich da aber vornehm rausgehalten, weil ich nicht ausreichend elektrisiert von der Musik war


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 18.09.2014, 19:06                                  +/-

ich war vorgestern bei den Delta Saints. Absolute Magie! PK: Das neue Live-Album von denen könnte was für die sein. Bericht folgt, habe zu viel um die Ohren derzeit


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 14.10.2014, 16:58                                  +/-

Konzertkritik steht jetzt auf meinem Blog. Exklusiv für PK (und vielleicht Celebrian, die hat die letzten 2 Songs noch miterlebt). Den Rest dürfte das nicht interessieren. www.craggan.de


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 14.10.2014, 20:15                                  +/-

Wieso schaut sich Celebrian nur die letzten zwei Songs eines Konzertes an?

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Celebrian
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BeitragVerfasst am: 14.10.2014, 20:45                                  +/-

Ich war halt nur wegen Craggan da. Für ein ganzes Konzert war ich zu müde. Aber die Songs waren schon sehr geil.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 14.10.2014, 20:48                                  +/-

Aaaaaaah!

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lila



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BeitragVerfasst am: 08.02.2015, 12:38                                  



Streng genommen ist das nicht eine Band, sondern mehrere Bands/Musiker (sh. Liste am Plakat), die die Idee hatten, dass man da doch mal gemeinsam was machen könnte. Also standen da 10 Leute auf der Bühne, die auch noch Spaß daran hatten, zusammen aufzutreten.
Durch diese Mischung wird auch die Zuordnung des Musikstils etwas schwieriger: Obwohl die alle ganz grob gesagt schon aus einer ähnlichen Ecke kommen, gab es da einiges an verschiedenen Einflüssen, von rockigerem Indie über Singer/Songwriter zu Irish Folk(-rock) und Country Elementen. Führte jetzt dazu, dass ich nicht von jedem Lied total begeistert war, weil manche Sachen mir nicht so lagen bzw. grade die etwas ruhigeren und melancholischeren Sachen mit meiner Stimmung nicht so ganz kompatibel waren. Gleichzeitig gab's aber auch genug Sachen, die mir richtig gut gefallen haben und es war auch irgendwie mal ne schöne Abwechslung, dass zwischendurch immer mal die Stile gewechselt wurden.

Alles in allem hat das Konzert aber auch durch einen anderen Grund einfach nur gerockt. Alle auf der Bühne waren da mit so viel Begeisterung dabei, haben auch einfach mal irgendwas rumprobiert, rumgealbert, viel mit dem Publikum interagiert und schlussendlich 3 - DREI !!! - Stunden gespielt. War nämlich auch der letzte Auftritt der Tour und anscheinend hat denen das gemeinsame Rumtouren so viel Spaß gemacht, dass sie sich selbst auch noch einen schönen Abschluss geben wollten. Da wurden dann noch ein paar Lieder akustisch gespielt, ein Liebeslied auf Finnisch gesungen, stagegedived (Kommentar: We are Singer/Songwriter, we usually don't get to do this.), dann auch mal ein bisschen Metal (+Gegröhle) gespielt, weil man es halt kann usw. usf.
Die Zugaben schienen auch nicht aufzuhören, weil die Musiker selbst dann mal meinten, sie wollen eigentlich auch nicht, dass es vorbei ist. Da wurde dann noch im Publikum gespielt und getanzt, die Flasche Whisky rausgeholt, mit den Handys der Zuseher Fotos gemacht und einfach gemeinsam gefeiert.

Ich war in letzter Zeit wenig auf Konzerten und meine Motivation da gestern hinzugehen war auch eher die, mal wieder rauszugehen und sich halt mal was anzuhören, hatte mich da auch vorab kaum informiert. Gegangen bin ich dann aber in totaler Begeisterung, weil es auch so schön war, Leuten beim Musik Machen zuzusehen, die wirklich mit Leidenschaft dabei sind und einfach Spaß daran haben.

Leider war das vorerst auch mal das Ende dieses Projekts, aber falls die da noch mal in die zweite Runde gehen, kann ich das nur empfehlen.


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In the old country I stripped to buy bread and borscht. And vodka.
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Gimli



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BeitragVerfasst am: 29.10.2015, 00:44                                  +/-

Es ist gut einen Mitbewohner zu haben, der für's Radio arbeitet. Und zack, steht man auf der Gästeliste eines TWO GALLANT Konzertes.

War mal wieder großartig.

Beginne inzwischen den Überblick zu verlieren wie oft ich sie gesehen habe. ?????


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 11.12.2015, 17:35                                  +/-

Ich schaff bis Weihnachten keinen ausführlichen, schön bebilderten Artikel mehr. Daher jetzt in aller Kürze, ehe die Erinnerung so sehr verblasst, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich schreiben wollte:

1. Glen Hansard im Kesselhaus in München

Super Konzert! Der Mann ist ein Vollblutmusiker, schäkert mit dem Publikum, erzählt Anekdoten und singt sich die Seele aus dem Leib. Nach dem Schlussapplaus schleicht er sich mal eben - direkt an uns vorbei - von der Bühne mitten in den Saal, steigt dort mit einem Spezl auf einen Tisch und spielt zwei Lieder unplugged, ehe er wieder zurück auf die Bühne saust und das Lied ankündigt, auf das schon alle gewartet haben: "Man muss seine Lieder irgendwann ziehen lassen. Sie werden erwachsen und gehen ihrer eigenen Wege. Dieses hier hat Karriere gemacht und wohnt jetzt in Hollywood." Und dann kam "Falling Slowly" - hach! Jederzeit gerne wieder. Man merkt, dass der auf der Straße angefangen hat und nie was anderes machen wollte.

2. Bob Dylan in der Donau-Arena in Regensburg


Ich war noch nie zuvor auf einem Bob-Dylan-Konzert. "Da müssen wir hin. Bob Dylan ist ein Gott!", erklärte mir mein Liebster. Na, ok, einen Gott schaut eine sich dann doch ganz gerne mal aus der Nähe an. Wobei "Nähe" relativ ist, wenn man Stehplätze in der Donau-Arena hat (trotzdem 65 Euro, btw.). Als wir ankommen und vor der Halle in der Schlange stehen, singt schon ein Straßenmusiker alte Bob-Dylan-Songs, quasi zur Einstimmung: "The Times They Are A-Changing" oder "A Hard Rain's Gonna Fall". Groovy Bob-Dylan-Feeling.

Als wir in die Halle kommen, singt Gott schon. Und es verblüfft mich, was er singt und wie er singt. "What'll I do" zum Beispiel. Das ist so ein Schmachtfetzen, den ich auch schon von stimmgewaltigeren Sängern gehört habe. Oder "Autumn Leaves", das kenne ich von der Piaf. Komisch, denke ich. Das klingt alles gar nicht so, wie ich mir ein Bob-Dylan-Konzert vorgestellt habe. Erinnert mich eher an Frank Sinatra. Swing und so.

Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich mag Swing. Ich mag Sinatra-Songs. Ich hätte die nur nicht auf einem Bob-Dylan-Konzert erwarte. Obwohl der erstaunlich gut singt, hätte ich gar nicht gedacht. Aber er redet nicht. Kein Wort, kein Satz, keine Silbe. Marschiert nur vom Standmikro zum Piano und zurück. Gitarre spielt er gar nicht. Nur Mundharmonika und Klavier. Und die Band tönt im Big-Band-Sound. Macht schon Spaß. Ist aber trotzdem irritierend, aus dem Munde eines Menschen, der Lieder wie "It's All Over Now, Baby Blue", "Don't Think Twice" oder "It Ain't Me, Babe" geschrieben hat, solche Liebessehnsuchtslieder zu hören.

Erst ganz am Schluss bei der zweiten Zugabe singt er einen Song, den ich anhand seines Textes als "Blowing In The Wind" identifizieren kann. Musikalisch war das so frei interpretiert, dass ich's niemals erkannt hätte.

Erst im Nachgang, als ich die Konzertkritiken las, wurde mir klar, dass Bob Dylan kürzlich ein Album mit Frank-Sinatra-Coversongs aufgenommen hat. Aaaaah! *groschenfall*

War irgendwie ein schöner Abend, aber lang nicht so toll und mitreißend wie das Glen-Hansard-Konzert, bei dem ich schier mir die Beine weggetanzt habe und hinterher ganz beschwingt nach Hause ging. Vielleicht hab ich's einfach nicht so mit Göttern.

3. Destroyer in den Münchner Kammerspielen

Destroyer kannten wir beide vorher nicht. Wir hatten Lust auf Theater, aber irgendwie lief nichts Gescheites und in der Ankündigung war von "Meisterwerk" und so die Rede. Also dachten wir, probieren wir's einfach aus. Die Musik war auch recht originell, anders als das, was man sonst so kennt. Aber sie wollte sich uns nicht so recht erschließen. Und weil wir auch nicht in der Stimmung waren, uns zu bemühen, sind wir einfach früher gegangen. Deshalb kann ich gar nicht viel mehr darüber erzählen.

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kpm



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BeitragVerfasst am: 18.01.2016, 16:19                                  +/-

Ich war am Freitag bei Dota (ehemals Kleingeldprinzessin) & Band (ehemals Stadtpiraten). Wer sie mag (ich glaube, pk?), dem würde ich empfehlen, sich mal die weiteren Tourdaten anzuschauen. Das neue Album ist wieder sehr schön geworden. Beim Konzert fiel auch besonders auf, dass das musikalische Spektrum mittlerweile ziemlich breit ist, von Akustik-Gitarre bis zu elektronischen, ein bisschen verspulten Sounds. Die Auftritte sind inzwischen auch ziemlich groß - Dota meinte, sie hätten zum ersten Mal Sanitäter gestellt bekommen, die gäbe es ab 1000 Besuchern (beim letzten Konzert, bei dem ich war, vor ein paar Jahren kam es mir aber eigentlich auch schon nicht gerade klein vor.) Ich dachte erst, einer der Stadtpiraten (am Keyboard) sei inzwischen erblindet, aber dann hab ich rausgefunden, dass das einfach ein neues Bandmitglied ist. Zum Schluss gabs als Bowie-Hommage auch noch eine schöne Version von Major Tom, und zur aktuellen Lage was von Rio Reiser.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 19.02.2017, 15:21                                  

Gestern hab ich was gemacht, was echt nicht mehr socially accepted ist in meinem Alter - ich habe stundenlang wild gepoged bei einem Punkrockkonzert. Ich hatte immer etwas Angst, dass das Licht angeht und alle sehen, wie alt ich bin und die Ordner mich entfernen damit die Kids weiter Spaß haben können Geschockt

Ach egal. War geil. Das Sondaschule-Jubiläumskonzert zum 15jährigen Bestehen. Also nur beinharte Fans aus ganz Deutschland, 4000 Leute in der Turbinenhalle in Oberhausen. Sondaschule ist eine Punkrock-Ska-Combo aus Mülheim und sehr Ruhrgebietsverwurzelt. Sie machen launige Mitsingmucke im Ärzte/Hosen-Style, aber mit mehr Bläsern und Geschunkel und noch etwas versoffeneren Texten. Es geht auch viel ums Kiffen. Eine echte Live-Band und da man da ja eh nicht hingeht, um die Virtuosität zu bewundern, hab ich mich recht weit nach vorne gestellt, und es kam wie es komme musste, 2 Stunden quasi permanent Moshpit hähö

Es war so voll vorne, dass man unmöglich umfallen konnte, so entspannt hab ich noch nie gemosht. Einfach nur Leiber an Leibern in Bewegung, immer nur der allgemeinen Bewegung folgen, dem Wellenmuster. Niemals Widerstand leisten, immer sich schieben und fallen lassen, man kann ja nicht zu Boden gehen. Das hatte schon was von Zen. Ich bewundere da immer die kleinen Frauen, die da ganz vorne mitmachen, die sehen gar nichts und werden zusammengequetscht und willenlos herumgeschoben, aber es waren viele davon dabei. Alles waren am Ende komplett schweißgebadet, erschöpft und glücklich. Dann kam ein goldener Konfettiregen aus der Decke.

War schon geil. Ich vermisse die Hurricanes. Netter Punkrock ist einfach ist einfach eine sehr relaxte Sache - laut und schnell, aber immer nett und völlig ohne jede Aggro. Wenn man sagt, dass Metaller die nettesten Fans der Welt sind, sind Punkrocker wohl auf Platz 2. So viele freundliche 2-Meter-Männer und so viele süße Piercing-Mädchen. One big happy family Smilie

Die Band hatte auch viel Spaß, war ihr bisher größter Gig, sie haben sich einfach nur den Arsch abgefreut, dass sie seit 15 Jahren mit Musik machen ihr Geld verdienen, ohne je einen echten Radiohit gehabt zu haben, oder kennt jemand von euch Sondaschule? Ich kenn die auch, nur weil sie hier halt Lokalhelden sind. Sie werden wohl auch nie den nationalen Durchbruch haben, dafür ist die Mucke etwas zu stumpf und schon zu oft gehört, aber live sind sie halt ne Bank. Das Schöne ist hier wohl auch, dass es eben eingeschworene Fans sind, kein One-Hit-Wonder-Publikum. Außer mir, denn im Prinzip hab ich sie nur benutzt, ich besitze keine einzige CD von denen, ich wollte nur mal wieder pogen hähö


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 27.08.2017, 00:11                                  +/-

Hab mir grad das Fanta 4-Openair am Baldeneysee vom anderen Seeufer aus angesehen. Gar nicht schlecht, guter Sound und ein schöner Anblick, das Festivalgelände im Dunkeln, wenn sich alle Lichter nochmal im Wasser spiegeln. Fette Lightshow und das muss auf dem Gelände brutal laut gewesen sein, so wie das rüberkam. So was sollte ich öfter machen, wenn da jemand spielt, das ist echt chillig. Ich war auch nicht der einzige, ganze Scharen saßen da mit Klappstühlen und Bier. Ein billiges Vergnügen.

Ich wollte ja eigentlich rein, aber keiner wollte mit und 53 Euro und 15000 Menschen und ich geh ja eigentlich nicht mehr auf Großveranstaltungen, allein die ganze An- und Abfahrt und das stundenlange Rumgestehe... *alt* So geht's doch auch. Die schlauen Leute sind natürlich mit dem Boot hin, eine ganze Armada von Seglern lag direkt vor dem Gelände, was ja wiederum direkt am Seeufer ist, das ist natürlich am besten, die volle Show zum Nulltarif. Da lag sogar ein regulärer Ausflugsdampfer. Ist das legal? Müssen die Lizenz zahlen? Das ist ja schon so was wie Schwarzgucken.

Andererseits war's eh ausverkauft, schon seit März. Mir war gar nicht so bewusst, wie angesagt die Jungs immer noch sind, aber die haben wohl durch ihre Talentshow-Präsenz eine ganz neue Fan-Generation kreiert, geschickt. War auch ein gutes Konzert, soweit man das vom anderen Ufer her sagen konnte, allerdings eher kurz, unter 2 Stunden. Die werden halt auch alt.


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