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Gleichstellung! Weil es immer noch wichtig ist.
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 16:56                                  +/-

Weiße, heterosexuelle Männer haben über Jahrhunderte alle anderen Gruppen in unserer Gesellschaft marginalisiert


Die Denke ist mir zu amerikanisch. Für ein europäisches Land ist mir das ein zu grobes Raster was die Welt nur in schwarz und weiß teilt. Da ist kommunistisches Klassendenken als Erklärmuster und Gesellschaftskritik doch praktikabler? Oder man ist ehrlich und führt direkt den totalen Geschlechterkrieg.

dem es keine systematische Benachteiligung für dich gibt


Andere oder weniger systematische Benachteiligung hätte ich gelten lassen. “Keine” stimmt nicht, schon weil ich ein Jahr lang gezwungen wurde Uniform zu tragen, während meine Schulfreundinnen studieren durften, weil das irgendwie dem Vaterland diente.


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Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 17:29                                  +/-

Ja gut äh, du kannst auch gerne "deutsche, heterosexuelle Männer" für Deutschland schreiben. Ist sicherlich präziser weil auch weiße Ausländer gerne diskriminiert werden. Und natürlich gibt es noch Diskriminierungen auf Grund von Klassendenken oder gegen Behinderte, etc. Das Thema ist sicherlich komplex.

Für's zweite: Fair point. Ich wurde ausgemustert und hab das deswegen nicht so auf dem Schirm. Gutes Beispiel für den Punkt mit den unterschiedlichen Lebenserfahrungen. Ein kategorisches "keine" ist also nicht korrekt. Deutlich weniger würde ich trotzdem weiter unterschreiben.


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 17:33                                  +/-

Ich kann mit solchen Aufrechnungen nichts anfangen. Das eine Problem nivelliert ja nicht das andere.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 17:38                                  +/-

Eirührion sollte Gleichstellungsbeauftragter der Kneipe werden!


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Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 17:40                                  +/-

Ich weiß nicht, ob ich das mit meinem Frühstücksverpflichtungen unter einen Hut kriegen würde.


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Quar



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BeitragVerfasst am: 14.01.2018, 11:28                                  +/-

You can have it all! grins

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 12:57                                  +/-

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/mensche...ahl-15462238.html

Jennifer Lawrence ist des Sexismus' ja eher unverdächtig. Im Gegenteil: sie engagiert sich stark für Frauenrechte.

Am Beispiel aus dem Artikel sieht man mal wieder, wie es "gut gemeinter" Feminismus übertreibt und sich so selbst ins Bein schießt. Ich finde das einfach ärgerlich. Das war schon bei Emma Watson (einer Botschafterin der Frauenrechte) so, die für ein Fotoshooting von selbst ernannten Feministinnen angegriffen wurde. Das ist einfach hochgradig schwachsinnig und zieht das ganze Movement runter.

Ihr Facebook-Beitrag dazu:

Zitat:
Wow. I don't really know where to get started on this "Jennifer Lawrence wearing a revealing dress in the cold" controversy. This is not only utterly ridiculous, I am extremely offended. That Versace dress was fabulous, you think I'm going to cover that gorgeous dress up with a coat and a scarf? I was outside for 5 minutes. I would have stood in the snow for that dress because I love fashion and that was my choice.
This is sexist, this is ridiculous, this is not feminism. Over- reacting about everything someone says or does, creating controversy over silly innocuous things such as what I choose to wear or not wear, is not moving us forward. It's creating silly distractions from real issues. Get a grip people. Everything you see me wear is my choice. And if I want to be cold THATS MY CHOICE TOO!


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 13:12                                  +/-

Und sie haben auch royal Kate angezickt, weil sie zu irgendeiner Show nicht schwarz trug!!11

Kleidervorschriften für Frauen ist sicher nicht so das, was der Feminismus sich mal vorgestellt hat. Eigentlich eher das, was er abschaffen wollte. Ein merkwürdiger Zirkelschluss.


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You met me at a very strange time in my life.
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Olmops



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Wohnort: Kölle
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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 13:25                                  +/-

Ich denke, dem Feminismus ist am besten geholfen, wenn Frauen verpflichtend Burkas tragen (zumindest in der Öffentlichkeit).
Das sollte sexistische Übergriffe minimieren.


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Urge to grill rising.
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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 21:31                                  

Nun ja. Für mich ist das mal wieder ein typisches Beispiel für "Können wir jetzt alle mal wieder runterkommen und in Ruhe reden?"

Was sehen wir (auf dem von Oxford verlinkten Bild)? Einen Mann in langen Hosen, Hemd, schlecht sitzender Blazerjacke und Mantel. Daneben eine Frau in einem schulterfreien, ärmellosen, tief ausgeschnittenen Abendkleid mit hohem Beinschlitz. Auf einem anderen Foto sieht man dieselbe Frau sogar umringt von vier Männern in warmen Mänteln und langen Hosen:



Was lesen wir? Die FAZ schreibt, dieses Bild sei für viele Journalisten und Fans ein Aufreger gewesen. Diese hätten darin eine Diskriminierung der Schauspielerin gesehen. Beklagt wurde, dass Jennifer Lawrence in ihrem dünnen Kleid frieren müsse, während die Männer es in ihren Wintermänteln warm und gemütlich hätten. Das Foto wurde als "deprimierend" und "entlarvend" bezeichnet.

Soweit ich lesen kann, hat niemand Jennifer Lawrence selbst Sexismus vorgeworfen. Wenn überhaupt, dann wurde sie als Opfer des in Hollywood herrschenden Sexismus gesehen.

Gut, das ist übertrieben. Ein Problem der aktuellen Debatte ist sicher, dass Frauen sehr schnell zu Opfern hochstilisiert werden (im Übrigen eine elementare und durchaus problematische Konstruktion des gesamten Vergewaltigungsdiskurses). Darüber vergisst man gerne, dass es sich um denkende, fühlende, handelnde, selbstbestimmte Personen handelt. Und im Netz ist es ja allgemein beliebt, sich in hoch emotionalisierten Superlativen zu ergehen, die direkt den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören. (Ist in der kneipiesken Reaktion auf den Artikel ja durchaus auch zu beobachten.)

Was ich nun aber auch nicht verstehe, ist die beleidigte Reaktion von Frau Lawrence. Ganz ehrlich? Meine allererste, spontane Reaktion bei dem Foto war auch: "...dass die nicht friert!?" Der Kontrast zwischen der leicht bekleideten Frau und den dick eingemummelten Männern ist skurril. Ebenso wie die Tatsache, dass die Dame im Versage-Abendkleid dasteht, während die Herren allesamt leicht schluffig wirken. Schräg. Echt schräg. Und ja, auf mich wirkt dieses Foto auch entlarvend. Es ist ein bezeichnendes Abbild der Verhältnisse. Nicht etwa der Tatsache, dass Frau Lawrence gezwungen wurde, halbnackt in der Kälte zu posieren, während die Herren der Schöpfung ihre Macht ausleben und warme Mäntel tragen - diese Schlussfolgerung wäre ein wenig arg weit hergeholt. Aber durchaus einer gewissen Schieflage. Ist ja kein Zufall, dass schöne Frauenmode viel Haut zeigt, während dies bei der Herrenmode keineswegs der Fall ist, näch? Und das besagte Bild bringt das Dilemma der Geschlechtsrollen nun mal so wunderbar auf den Punkt, was soll man machen?

Das Problem ist nicht das Abendkleid, und es wundert mich, dass Frau Lawrence das nicht erkennt. Das Problem ist der Kontrast. Der auffallende und geradezu satirisch überzeichnete Kontrast zwischen dem Abendkleid und den abgewetzten Klamotten der männlichen Schauspieler. Natürlich darf jede Frau jederzeit anziehen, was immer sie will. Und das Kleid sieht toll aus, keine Frage. Vielleicht ist ja auch die Tatsache, dass jetzt alle über die Kleidung der Frau reden, anstatt über die Kleidung der Männer, ein Ausdruck unserer tief verwurzelten Geschlechterstereotype. Man könnte schließlich auch beklagen, dass die Männer so stoffelig waren, fürs Foto nicht mal ihre Mäntel auszuziehen. Oder dass sie in schrumpeligen Jeans zum Fototermin gekommen sind. Aber dass irgendjemand beim Betrachten dieses Fotos den Kopf schief legt und "Irgendwas ist da komisch" denkt, finde ich nun so abwegig und weit hergeholt nicht. Daraufhin eventuell laut geäußerte, kritische Gedanken gleich wieder als "sexistisch, lächerlich und nicht feministisch" abzutun, erscheint mir seinerseits ganz schön überzogen.

Burkas brauchen wir also nicht. Es genügt, wenn die Herrn das nächste Mal in kurzen Hosen antreten.



Zuletzt bearbeitet von Arianrhod am 22.02.2018, 21:56, insgesamt einmal bearbeitet
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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 21:42                                  +/-

Arianrhod
Und im Netz ist es ja allgemein beliebt, sich in hoch emotionalisierten Superlativen zu ergehen, die direkt den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören. (Ist in der kneipiesken Reaktion auf den Artikel ja durchaus auch zu beobachten.)


hähö Made my day. (Mit dem Rest auch.)

Was ich persönlich an dem Fünfer-Bild schräg finde: Ich sehe auf den ersten Blick vier Menschen und eine Puppe. Oder vier Individuen und ein Glanzbildchen.

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:07                                  +/-

Ging mir ähnlich. Ich finde den Kontrast schon beeindruckend. Das hat man so auf dem roten Teppich bei den Oscars nicht, da sind die Männer ja zumindest in ihren Anzügen ähnlich herausgeputzt. Erstaunt mich auch, dass es da keinen Stylisten oder so etwas gab, der kurz mal den Zeigefinger gehoben und auf diesen visuellen Missstand hingewiesen hat. Aber mei, jeder wie er lustig ist. Es geht ja nicht darum, dass irgendjemand etwas nicht darf oder muss oder wehe, wehe! Das Kuriose ist nur, dass einen die Differenz so anspringt.

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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:14                                  +/-

Arianrhod
Was ich nun aber auch nicht verstehe, ist die beleidigte Reaktion von Frau Lawrence. Ganz ehrlich? Meine allererste, spontane Reaktion bei dem Foto war auch: "...dass die nicht friert!


Jaaaaaaa, das war auch meine erste spontane Reaktion ... *hust*



Überrascht

Im Ernst, gibt dann ja anscheinend auch PR Fotos wo die Männer fehlen, weil zu uninteressant. Ich kenne die auch gar nicht, außer Jeremy Irons. Sie ist der Star.

Man kann das jetzt irgendwie politisieren, aber manchmal wollt ihr Frauen auch einfach nur spitz über andere aufgedonnerte Frauen lästern. Sexuelle Competition. Isso.


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Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 22.02.2018, 22:16, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Warg



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:14                                  +/-

Da sind noch irgendwelche Typen auf dem Bild?


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:20                                  +/-

Worüber man sich alles aufregen kann…


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:24                                  +/-

Tyler Durden

Man kann das jetzt irgendwie politisieren, aber manchmal wollt ihr Frauen auch einfach nur spitz über andere aufgedonnerte Frauen lästern. Sexuelle Competition. Isso.


Bullshit. hmmmm Isso. ("Es gibt Frauen, die manchmal einfach nur etc." - geschenkt. Aber das steht da nicht.)

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:30                                  +/-

Das Problem ist nicht das Abendkleid, und es wundert mich, dass Frau Lawrence das nicht erkennt. Das Problem ist der Kontrast. Der auffallende und geradezu satirisch überzeichnete Kontrast zwischen dem Abendkleid und den abgewetzten Klamotten der männlichen Schauspieler. Natürlich darf jede Frau jederzeit anziehen, was immer sie will. Und das Kleid sieht toll aus, keine Frage. Vielleicht ist ja auch die Tatsache, dass jetzt alle über die Kleidung der Frau reden, anstatt über die Kleidung der Männer, ein Ausdruck unserer tief verwurzelten Geschlechterstereotype. Man könnte schließlich auch beklagen, dass die Männer so stoffelig waren, fürs Foto nicht mal ihre Mäntel auszuziehen. Oder dass sie in schrumpeligen Jeans zum Fototermin gekommen sind. Aber dass irgendjemand beim Betrachten dieses Fotos den Kopf schief legt und "Irgendwas ist da komisch" denkt, finde ich nun so abwegig und weit hergeholt nicht. Daraufhin eventuell laut geäußerte, kritische Gedanken gleich wieder als "sexistisch, lächerlich und nicht feministisch" abzutun, erscheint mir seinerseits ganz schön überzogen.


Meine 5 Cent dazu:
Es gibt hier kein Problem.
Auf diesem Bild sind fünf Menschen, von denen jeder das anhat, was er gerade anhaben möchte. Alles andere ist vollkommen idiotisch und hirnrissig, egal ob es von Journalisten oder von Feministen oder Papst Franziskus kommt. hmmmm

Gepostet am 22.02.2018, 21:32:

Lawrences Post finde ich übrigens - wie so vieles andere von ihr - absolut treffend, auf den Punkt, nachvollziehbar und bodenständig.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:42                                  +/-

Arianrhod

Es genügt, wenn die Herrn das nächste Mal in kurzen Hosen antreten.


DAS will doch auch keiner. grins Oder irre ich mich da?

Und was ist denn nun gut?
Vor 30 oder 40 Jahren ging es bei Emanzipation ja wirklich auch darum, Kleidervorschriften zu durchbrechen - und jetzt ist freizügiges Auftreten mutmaßlich erzwungen.
Bei den Männern auch: ist man ein ignoranter Modelegatheniker, wenn man sich kleidet, wie man will (und das nicht latest chic ist), ist man respektlos oder im Gegenteil besonders befreit und individualistisch?

Ich finde auch, dass ein bis zwei Level weniger Hysterie förderlich für das Thema Emanzipation wären. Aber das ist ja seit der Erfindung des Internets und der "social" media allerortens eher illusorisch.

P.S.: ich finde es übrigens als Mann auch immer schwierig, den richtigen Ton zu treffen, wenn ein Anlass irgendwas genau zwischen T-Shirt/Jeans und Schlips&Kragen fordert. Frauen haben da dank der allseits gehassten Stereotype irgendwie mehr Auswahl. :-/

edit: what Euse said


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:52                                  +/-

Sehe ich tatsächlich anders als du, Euseppus. Ich halte es eben nicht für einen puren Zufall, dass die Frau auf dem Bild das eine anhat und die Männer das andere. Falls du mir jetzt auf die Schnelle ein Foto aus dem Netz fischen kannst, auf denen ein aufgebrezelter Mann neben vier schluffigen Frauen steht, akzeptiere ich meine Hypothese als widerlegt.

Dieses dezidierte "Das ist so und nicht anders!" finde ich in solcherlei Diskussionen immer etwas irritierend, muss ich zugeben. Egal von welcher Seite es kommt.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 22:58                                  +/-

Ich halte es eben nicht für einen puren Zufall, dass die Frau auf dem Bild das eine anhat und die Männer das andere.


Okay, sondern?...
Da setzt es bei mir nämlich komplett aus.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 23:05                                  +/-

Es entspricht den Geschlechtsrollenklischees. Das ist per se nicht verwerflich. Aber es ist auch nicht verwerflich, es zu registrieren und zu benennen. Wie gesagt: Ich verstehe auch nicht, wie man sich darüber so dermaßen aufregen kann. (Halte ich für ein pures Internet-Phänomen.) Aber ich kann nachvollziehen, dass Betrachter dieses Fotos über den Kontrast stolpern. Es erstaunt mich eher, dass dir das so abwegig erscheint.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 22.02.2018, 23:09                                  

Dieses dezidierte "Das ist so und nicht anders!" finde ich in solcherlei Diskussionen immer etwas irritierend, muss ich zugeben. Egal von welcher Seite es kommt.


Auf mich angelegt: Ich möchte hier nicht in einen Pool von "typischen Reaktionen in Diskussionen bezüglich Thema X" geworfen werden. Ich sehe bei spezifisch diesem Fall einfach überhaupt keinen Grund, sich über irgendetwas zu aufzuregen, etc., ich sehe nicht mal einen Grund zu einer journalistischen Reaktion.
Nochmal: Hier sind ein paar Menschen, von denen jeder bei einer Festivität das trägt, was er tragen möchte. Ich wüsste jetzt nicht, was es dazu zu beweisen oder widerlegen gäbe.
Jennifer Lawrence ist eine kluge, selbstbestimmte und frauenbewegte Frau, die bereits geklärt hat, warum sie was anhat (was meiner Ansicht nach bereits schon gar nicht nötig gewesen wäre, aber seis drum).
Das echte "Problem" hier ist, dass aus einem zufälligen, situativen Foto gleich wieder etwas Systemisches hergeleitet werden muss und das Internet sich halt geriert, wie ständig: Viel Lärm um einfach gar nix, nur weil einigen Leuten langweilig ist und ein paar Bock haben, sich über irgendetwas zu echauffieren.
Fotos sind Momentaufnahmen, die aber, sobald sie im Netz stehen, gleich immer für etwas stehen müssen. Das ist Yellow-Press-Niveau: Da wird dann auch zu einer Momentaufnahme, in der Promi Y eben mal die Nase verzieht, geschrieben: "Promi X hasst seine Kinder, seine Ehefrau und die Welt!!!"
Auf dem Niveau befindet sich in meinen Augen die Aufregung um speziell dieses Foto.

Gepostet am 22.02.2018, 22:16:

Aber ich kann nachvollziehen, dass Betrachter dieses Fotos über den Kontrast stolpern. Es erstaunt mich eher, dass dir das so abwegig erscheint.


Ich gehe hier ja nicht von "Sachlich-mal-Ansprechen-wie-das-Foto-wirkt" aus, sondern von den vielen übertriebenen Netzkommentaren, auch an Lawrences Adresse. Darauf beziehe ich mich.
Und dann gehöre ich auch im Jahr 2018 immer noch zu den Old-Stylern, denen es persönlich vollkommen fremd ist, zu jedem Pipifax gleich wieder eine ""Meinung"" haben und die auch noch äußern zu müssen.
Deshalb finde ich die überzogenen Netzreaktionen weitaus befremdlicher als das Foto.
Denn auf den ersten Blick fällt mir die Diskrepanz "Nackade Lawrence vs. anzongne Männer" natürlich genauso is Auge. Nur: Der Netzschwarm denkt nur einmal kurz und hackt dann sofort in die Tasten. In meinem Hirn befindet sich auch 2018 immer noch der Impuls, sich in einem zweiten, minimalen Gedankengang klarzumachen: "Ey. Das ist nur eine Momentaufnahme. Das wirkt zwar komisch. Aber wenn ich drüber nachdenke, dann - - ist es das eigentlich gar nicht. Fall abgehakt. Bitte jetzt zu Wertvollerem."
Dieser zweite Impuls fehlt immer mehr: Erstmal die Birne einzuschalten, bevor man irgendeinen überflüssigen Gedankenmüll ins Netz bläst.
Und, wie gesagt: Das beschäftigt mich hier weit mehr als Jennifer Lawrences Dekollete.


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