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Kinojahr 2017 – War da was?
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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 27.03.2018, 01:41                                  +/-

Zu Your Name noch eine dicke Spoilerwarnung – ist so ein Film, bei dem man vorher am besten nichts weiter liest und keine Trailer anschaut.

Nichtraucher


Das echte moderne Japan sieht exakt so aus und fühlt sich auch so an. Die Stimmung in Tokyo und auf dem Land ist jeweils wunderbar getroffen. Ich hätte den echt gerne im Kino gesehen.


Nichtraucher
Sowas schau ich mir eh nur wegen den Bildern an ... Bis auf das süßliche Ende und die furchtbaren Manga-Gesichter mit den riesigen Augen


..aber 'Pets' gucken wollen? Mit den Augen rollen


Nichtraucher
Kommt aber an Chihiro nicht ran, Story-mäßig. Hab jetzt große Lust "Spirited away" direkt nochmal reinzulegen.


Richtiger Vergleich – Makoto Shinkai versucht ziemlich deutlich in die Fußstapfen von Hayao Miyazaki zu treten, wobei auch deutlich ist dass er den Meister nicht nur kopiert sondern auch einen eigenen Stil und Fokus entwickelt. Er behandelt ähnliche Themen (in Your Name recht klassisch Tradition vs. Moderne), hat teils ähnliche Charaktere und ebenfalls eine sehr detaillierte Beobachtungsgabe.

Er versucht insgesamt Emotionen mehr Intensität zu geben – wenn man sich auf die Filme einlässt passt das auch oft, wobei es wohl schwierig ist da nicht daneben zu greifen (angesichts der restlichen Qualität der Filme stören mich einige 'übertriebene' Szenen dann aber auch nicht weiter - letztlich gab es die auch bei Miyazaki). Sein Debüt war 'Voices of a Distant Star', 25min die er in einem halben Jahr im Alleingang auf seinem Mac zusammengekloppt hat. Man sieht dem bereits an, wohin die Entwicklung für Shinkai geht.

'Children Who Chase Lost Voices' hat unter Shinkais bisherigen Filmen übrigens die stärkste Ähnlichkeit zu 'Spirited Away' und Mononoke (auch hier Spoilerwarnung für den Trailer).

'The Garden of Words' sei hier auch mal genannt. Gerade mal 45 Minuten kurz, aber sehr intensiv und ähnlich detailverliebt und stimmungsvoll wie Your Name:




Die realistische, sehr detailreiche Szenerie kommt davon, dass die Vorlagen einfach oft reale Orte beziehungsweise Fotos davon sind:


Quelle mit mehr Beispielen


'Your Name' war übrigens so gut dass Hollywood schon ein Remake speziell für den amerikanischen Zuschauer plant Spitze

Kotaku
As previously reported, Paramount Pictures and Bad Robot are behind the live-action version, with J.J. Abrams, Lindsey Weber and Genki Kawamura (producer of the anime) producing. Eric Heisserer (Arrival) is writing, while the original film’s distributors Toho will also be helping out (and releasing the movie in Japan).

Quelle

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Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 42477
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BeitragVerfasst am: 27.03.2018, 09:36                                  +/-

Ja, die Optik ist echt unglaublich. Aber die großen Augen sind eine Hypothek... selbst wenn alles andere fotorealistisch dargestellt wird wie hier, haben sie diese Manga-Gesichter. Diese Marotte verstehe ich einfach nicht. Aber ich bin auch gar nicht drin in der Anime/Manga-Szene.

Als US-Realfilm wird das wegen der Plotähnlichkeit mit "In your eyes" (und selbst der Name ist recht ähnlich) aber schon wieder schwierig, könnte wie ein Plagiat wirken, auch wenn es das gar nicht ist. Wobei ich mich bereits bei „Your name“ frug, warum man das zeichnet und nicht real dreht, wenn doch gar keine Fabelwesen auftauchen? Ist das einfach so eine masochistische Lust, etwas Hyperreales zu zeichnen? Zu schauen, ob man es kann? Die Japaner machen ja öfter Zeichentrickfilme, die in einer Realwelt spielen, während in den USA und Europa Animationsfilme fast immer fantastische Elemente enthalten wie sprechende Tiere und so.

Was mich noch etwas störte… wie verlieben die sich ineinander, ohne sich je begegnet zu sein? Die kennen sich kaum, können, anders als bei „In your eyes“ nicht mal miteinander reden, nur texten. Das kam etwas plötzlich. Und würde ein Meteorit, der so einen Krater hinterlässt, nicht alles Leben im Umkreis von 100 km auslöschen? Ich bezweifle, dass man dem wegrennen kann. Zu Fuß. Druckwelle, Hitzewelle, etc. Also die Romantik hat mich nicht so überzeugen können, aber es ist ja auch eine Teenager-Geschichte, ok. Die Bilder, die Animation und die vermittelten Stimmungen sind auf jeden Fall sehenswert.


_________________
Lass die Finger von dem ganzen neumodischen Kram.
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DMolloy



Beiträge: 767
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BeitragVerfasst am: 27.03.2018, 12:58                                  +/-

Nichtraucher
Ja, die Optik ist echt unglaublich. Aber die großen Augen sind eine Hypothek... selbst wenn alles andere fotorealistisch dargestellt wird wie hier, haben sie diese Manga-Gesichter. Diese Marotte verstehe ich einfach nicht. Aber ich bin auch gar nicht drin in der Anime/Manga-Szene.


Es kann halt sehr ausdrucksstark wirken, besonders in Mangas. Aber bin halt eher über sowas darauf gekommen:


(Angel Sanctuary)

Und hab nie sowas gesehen:


(will nicht wissen, woher das ist)

Mir fallen die Mangagesichter eigentlich gar nicht mehr auf. Bin aber selbst nicht extrem in dieser Szene drin. Die Anime die ich bisher am beeindruckendsten fand halten sich mit den Klischees auch eher zurück. Die Augen sind halt so ausdrucksstark wie nötig um zu erzählen:


(aus Monster )

Shinkai und Miyazaki übertreiben da auch nicht total, find ich zumindest.


Nichtraucher
Wobei ich mich bereits bei „Your name“ frug, warum man das zeichnet und nicht real dreht, wenn doch gar keine Fabelwesen auftauchen? Ist das einfach so eine masochistische Lust, etwas Hyperreales zu zeichnen? Zu schauen, ob man es kann? Die Japaner machen ja öfter Zeichentrickfilme, die in einer Realwelt spielen, während in den USA und Europa Animationsfilme fast immer fantastische Elemente enthalten wie sprechende Tiere und so.


Das ist einfach eine gewachsene Filmform, die sich auch hin zu ernsten und tiefen Themen entwickelt hat. Anime arbeiten auch sehr viel mit Standbildern um eine Stimmung zu erzeugen, oder wundervoll detailreich gezeichneten Übersichtsbildern (dieses kleine matsuri / japanische Volksfest in Your Name, oder der erste Blick auf Tokio). Das bekommt man in Realfilmen entweder überhaupt nicht hin oder nur mit Tricks, die gerne peinlich wirken (ok, die Matrix-Trilogie hat die Anime-Optik gut hinbekommen, war aber eine ziemliche Ausnahme). Es ist ja auch kein reiner Fotorealismus, sondern man macht in guten Anime dann alles noch ein wenig schöner und intensiver und stimmungsvoller.

Ich denke da gerade an ein paar Szenen in Monster, bei denen ich mir nicht ansatzweise vorstellen kann wie man die mit realen Schauspielern umsetzen können sollte. Und in Your Name wird dem Zuschauer durch einen boobie grap gezeigt dass es sich gerade um Taki handelt. Ist auch irgendwie schwer, sich das in einem Realfilm vorzustellen ;)

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#18



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BeitragVerfasst am: 27.03.2018, 19:39                                  +/-

Der Bonner Japanologieprofessor Reinhard Zöllner hat einen wunderbaren Verriss zu "Kimi no Na ha" geschrieben:

http://kotoba.japankunde.de/?p=5847
„Ich will hier raus!“, schreit Mitsuha bei einer Gelegenheit, weil ihr die Belanglosigkeit dieses historischen Niemandslandes auf die Nerven geht. Dasselbe Gefühl hatte ich beim Betrachten dieses Filmes leider auch. Passable Bilder. Laute Musik. Und irgendwie belanglos.


Besser könnte ich es nicht ausdrücken hähö

NR
Sowas schau ich mir eh nur wegen den Bildern an, den Zeichnen können die Japaner, meine Güte, mir schwindelt bei der Vorstellung


Richtig gezeichnet wird da schon lang nicht mehr, das sind nur noch am PC bearbeitete Vorlagen. Miyazaki wollte für seinen letzten Film "Kaze tachinu" ja gern handgezeichnete Flugzeuge haben - Pech gehabt, es gibt kaum noch Animatoren die diese Technik beherrschen. Sowas wie die Kampfszenen aus Honeamise no Tsubasa wird man nie mehr produzieren können.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 28.03.2018, 07:55                                  +/-

Gibt es nicht irgendwo in den japanischen Bergen noch so einen weißbärtigen Einsiedler-Japaner, der irgendwie schon über 100 Jahre ist, aber die alte Kunst des Handzeichnens noch beherrscht?



Gepostet am 28.03.2018, 08:56:

Darüber könnte man einen Film machen. Also wie ein Zeichentrick-Filmer versucht, diesen alten Japaner zu finden und durch die Berge kraxelt. Und als er ihn gefunden hat und die alte Kunst erlernt hat, wird der Realfilm mittendrin zu einem Zeichentrickfilm und endet dann auch als Zeichentrick. Woaah. Goosebumps.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Warg



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BeitragVerfasst am: 28.03.2018, 09:08                                  +/-

würd ich gucken.

Was den Film entsprechend abwertet.


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The bronze age is the third best age.
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DMolloy



Beiträge: 767
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BeitragVerfasst am: 02.04.2018, 16:23                                  +/-

#18
Richtig gezeichnet wird da schon lang nicht mehr, das sind nur noch am PC bearbeitete Vorlagen. Miyazaki wollte für seinen letzten Film "Kaze tachinu" ja gern handgezeichnete Flugzeuge haben - Pech gehabt, es gibt kaum noch Animatoren die diese Technik beherrschen. Sowas wie die Kampfszenen aus Honeamise no Tsubasa wird man nie mehr produzieren können.


Mh, Details zum 'richtig gezeichnet'? Charaktere und Szenen auf einem Wacom-Tablet entwickeln geht für mich schon noch als handgezeichnet durch. Ghiblis Ronja Räubertochter-Anime setzt dagegen auf alles was man mit dem cel shading sonst noch so machen kann und wirkt einfach total seltsam (unansehlich Geschockt ), weil es mit der Anime-Form dadurch unglücklich bricht.

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