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Gurthang



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 14:09                                  +/-

Wieder mal ein typisch tendenziöser SPON Artikel der nicht mal seine eigenen Zahlen richtig interpretieren kann.
Das Ergebnis: Von deutschlandweit 185 Todesopfern bei Geschwindigkeitsunfällen kamen 122 Menschen (66 Prozent) in Abschnitten ohne Tempolimit ums Leben. 63 Unfallopfer (34 Prozent) starben in tempolimitierten Zonen.

In der Grafik "Tempolimits auf Bundesautobahnen - Anteile in Prozent, ohne Baustellen" wird deutlich, dass angeblich 70,4% der Autobahnen frei von Tempolimits sind.
Insofern ist die Quote auf den Strecken mit Tempolimit schlechter als auf den freien Strecken.

Völlig unberücksichtigt bei den Verletzungszahlen ist dabei auch die zunehmende Sicherheit der Fahrzeuge.
Hier werden Zahlen von 1996 bis 2002 betrachtet.
Wenn ich meinen alten Golf I da so betrachte, nach heutigen Masstsäben wäre der eine Todesfalle.
Dazu kommen natürlich die ganzen Neuerungen wie ABS, ESP, diverse Airbags und etliche andere Assistenten und Sicherheitssysteme.

In einem Leserkommentar stand auch etwas zur Örtlichkeit die ich selbst nicht kenne:
Der Rückgang der Unfälle auf der nur vierspurigen A24 ging vor allem deshalb zurück, weil ein ganztägiges LKW Überholverbot verhangen wurde, zusammen mit dem Tempolimit von 130. Gegenbeispiel: Auf der A2 kurz vor Berlin wurde ausschließlich Richtung Berlin aufgrund von vielen Unfällen ein Limit von 120 km/h eingerichtet ohne LKW-Überholverbot. Dort kracht es wie eh und je. Das Tempolimit hat hier gar nichts gebracht, da die allermeisten Unfälle von LKWs, die bekanntlich selten 200 fahren, verursacht wurden und werden.


Ist zumindest auch ein interessantes Argument. Im wie weit hier das Überholverbot für LKW mehr Effekt hatte als das Tempolimit.

Aber hauptsache wieder Verbote fordern wenn sie ins politische Konzept passen. SPON halt...

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 14:46                                  +/-

Eiranion
Meine Meinung: Selbst der ADAC sieht das Potenzial für eine Deutschlandweite Einsparung von 0.4% (https://www.adac.de/verkehr/positionen/tempolimit-autobahn-deutschland/) (allerdings für ein Limit von 120 km/h). Wenn ich mir angucke wie viel Geld es kosten wird CO2-Einsparungen in anderen Feldern mitzunehmen wäre es dumm 0.4% liege zu lassen die man hier komplett kostenfrei mitnehmen könnte.

CO2-Ausstoß ist halt einfach das einzige relevante Kriterium nachdem solche Sachen heutzutage beurteilt werden sollten, und wenn es irgendwo eingepart werden kann, ab dafür.


Kann man so sehen. Und kann man auch leicht so abnicken, wenn man selbst nicht "betroffen" ist. So nach dem Motto: bringt vielleicht nicht viel, schadet aber ja auch nicht.

Aber ich finde nicht, dass der Bund so vorgehen darf. Er muss (und tut das ja auch) Kosten/Nutzen in Einklang bringen. Und ein Gesetz/Verbot bzw. eine weitere Einschränkung muss m.E. begründet sein. Und so wie ich das sehe, ist die Datenlage hier nicht eindeutig.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Warg



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BeitragVerfasst am: 29.01.2019, 16:36                                  +/-

Was sind denn die Kosten (für den Bund)? Mal abgesehen vom Erstellen eines Gesetzes.


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Gurthang



Beiträge: 2125
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BeitragVerfasst am: 30.01.2019, 09:55                                  +/-

Sämtliche Gesetzbücher, Bussgeldkataloge, Ratgeber, Fahrschulunterlagen und Nachschlagewerke etc. müssten umgestaltet und neu geruckt werden.
Daher ist klar, die Verlage sind eindeutig dafür.

Das wird vermutlich an Papier und Druckaufwand mehr CO2 raushauen als die Ersparnis in 10 Jahren bringen könnte.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 30.01.2019, 10:26                                  +/-

LOL


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 30.01.2019, 11:14                                  +/-

So eine elementare Veränderung hat immer Transaktionskosten. Das liegt in der Natur der Sache und ist auch okay. Wenn eine Notwendigkeit zur Veränderung besteht. Diese sehe ich einfach nicht, da der Nutzen in allen angesprochenen Kategorien (Sicherheit, Umweltschutz, Verkehrsfluss) marginal wäre oder offenbar ziemlich umstritten ist.

Das Tempolimit ist einfach nicht die Front, an der man gerade kämpfen müsste. Vielmehr müsste es darum gehen, den Diesel entweder abzuschaffen oder endlich mal gleich zu besteuern, und Fahrverbote in Innenstädten umzusetzen. Ja, auch das hätte ziemliche Transaktionskosten, aber hier sieht doch jeder sofort den Nutzen (weniger Verkehr und bessere Luft).

Deswegen verstehe ich AKK, wenn sie die Debatte ums Tempolimit als "Scheindebatte" bezeichnet. Sie ist einfach nutzlos und lediglich emotional befeuert. Und sorry, mein Eindruck ist, dass diejenigen, die besonders rigoros ein Tempolimit fordern, keinen korrekten Einblick in die Thematik haben, sondern sich durch ein diffuses Gefühl der Unsicherheit leiten lassen, weil sie vor 5 Jahren mal von einem Auto auf der Autobahn per Lichthupe aufgefordert worden sind, die Spur frei zu machen (was, by the way, ein völlig legitimes Mittel der Kommunikation im Verkehr ist). Meine Erfahrung ist, dass die meisten Leute das nicht wissen, sich falsch verhalten (Rechtsfahrgebot missachten) und sich dann über "Raser" (= fährt schneller als ich) und Drängler (= "nutzt völlig korrekt die Lichthupe als Zeichen des Überholenwollens") aufregen.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 30.01.2019, 11:43                                  +/-

Oxford

Das Tempolimit ist einfach nicht die Front, an der man gerade kämpfen müsste. Vielmehr müsste es darum gehen, den Diesel entweder abzuschaffen oder endlich mal gleich zu besteuern, und Fahrverbote in Innenstädten umzusetzen. Ja, auch das hätte ziemliche Transaktionskosten, aber hier sieht doch jeder sofort den Nutzen (weniger Verkehr und bessere Luft).


DAS ist noch so ein wunder Punkt, wobei auch hier sind die Zusammenhänge komplex sind.
Diesel ist eigentlich besser von der CO2-Bilanz, nur leider führen die Subventionen dazu, dass Dieselautos einfach dicker sind und MEHR Sprit fressen. Deren Anzahl ist auch nicht konstant, sondern es gibt mehr dicke Autos.

Eine weitere Front: die Art und Weise, wie Elektroautos regulierungstechnisch behandelt werden. Autobauer müssen für ihre Flotte einen gewissen Durchschnittsverbrauch einhalten, was letztlich dazu führt, dass für jedes massiv subventionierte Elektroauto ein zusätzliches fettes Diesel-SUV verkauft werden darf.

Das sind drei eigentlich unabhängige Probleme, die eigentlich alle angegangen werden müßten, die aber eine gemeinsame Wurzel haben: die deutsche Politik schützt deutsche Autobauer, deren Spezialität die Produktion von Oberklasseautos ist, die nicht umweltfreundlich sind.

Keins davon ist DIE Front, wenn überhaupt ist es die generell autofreundliche Politik, die überdacht werden müsste. Die führt auch - trotz des Totschlagsargumentes "Arbeitsplätze" - nicht dazu, dass unsere Autoindustrie langfristig überlebensfähiger wird. Trotz allen Abwrackprämien haben wir bislang noch keine sinnvollen Elektroautos oder auch nur Hybride in sinnvollen Mengen produziert, nur einen riesigen Dieselbetrugsskandal...


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 30.01.2019, 16:43                                  +/-

Autos sind irgendwie so 20. Jahrhundert. Da muss mal was Neues her.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 31.01.2019, 08:34                                  +/-

Flugtaxis?


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 27.02.2019, 10:42                                  +/-

Seilbahnen! Yes



Ein Entwurf für München. In Koblenz ja bereits im Einsatz, in Essen gerade angedacht, über der A40. Why not?


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 27.02.2019, 11:53                                  +/-

Find ich auch sehr praktisch. Seilbahnen in flachem Gelände sind total unterschätzt. In Lissabon gibt es eine am ehemaligen Expo-Gelände. Echt nett. Durch die Lage aber nur touristisch genutzt.


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