Tylers Kneipe Foren-Übersicht Tylers Kneipe

 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste     RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 
Zum ChatSkypen

User stellen Künstler vor
1, 2  Weiter Alle
 
Neues Thema eröffnen  Neue Antwort erstellen Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Discothèque
 
 
Autor Nachricht
Morgi



Beiträge: 8323
Wörter pro Beitrag: 102
Wohnort: Sonnenscheinweg 33, Regenbogenstadt
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 25.01.2006, 21:23                                  +/-

Heute einige Bilder eines meiner Lieblingsmaler, Hans Baldung Grien. wikipedia meint:

Zitat:
Hans Baldung, genannt Grien (* 1484 oder 1485 in Schwäbisch Gmünd; † September 1545 in Straßburg), war einer der besten deutschen Maler, Zeichner und Kupferstecher zur Zeit Dürers, der auch zahlreiche Entwürfe für Holzschnitte und Glasfenster fertigte.

Hans Baldung wurde in der Freien Reichsstadt Schwäbisch Gmünd geboren. Er entstammte einer Familie von Gelehrten. Baldung begann als Fünfzehnjähriger seine Lehrzeit wahrscheinlich in der Werkstatt eines Straßburger Meisters, wo er, wohl wegen seiner frühen Begabung, den Beinamen Grien (der "Grüne"-) erhielt. 1503 wanderte er nach Nürnberg, um bei Albrecht Dürer seine Ausbildung zu vollenden. Er wurde Dürers begabtester Schüler und blieb dem 15 Jahre Älteren, als er 1506 Nürnberg verließ, in lebenslanger Freundschaft verbunden. Dürer schätzte ihn sehr und schenkte beispielsweise 1521 auf seiner niederländischen Reise dem Maler Joachim Patinier des "Grünhansens Ding", worunter von Baldung in Dürers Werkstatt gefertigte Holzschnitte zu verstehen sind.

Im Frühjahr 1509 kehrte Baldung aus Halle, wo er den Halleschen Dom mitgestaltete, in die Freie Reichsstadt Straßburg zurück, wo er das Bürgerrecht erwarb und 1510 von der Zunft als Meister aufgenommen wurde. Er heiratete die Tochter eines wohlhabenden Bürgers und erfreute sich wachsender Beliebtheit und zunehmender Nachfrage als Maler. Von 1512 bis etwa 1516 schuf er in Freiburg im Breisgau den Hochaltar des Münsters, die Krönung seines frühen Schaffens. Im Frühjahr 1517 ging Baldung nach Straßburg zurück und erwarb aufs neue das Bürgerrecht. Er brachte es in Straßburg zu hohem gesellschaftlichem Ansehen und Wohlstand. 1533-1534 nahm er in seiner Zunft das Schöffenamt wahr und gehörte zeitweilig zum Rat der Stadt.

Die kirchlichen Aufträge für seine Werkstatt traten zunehmend zurück, und Baldung arbeitete mehr und mehr für vermögende private Kunstliebhaber als Auftraggeber, was sich stark auf die Thematik seiner Bilder auswirkte. Er wurde ein überaus gefragter Porträtist, malte Episoden aus der antiken Geschichte und Mythologie und wandte sich verstärkt bis zu seinem Lebensende einem schon früh erkennbaren Lieblingssujet zu: der Schönheit des nackten Menschen, insbesondere der Frau. In zahlreichen Variationen schuf Baldung einen von kraftvoller Sinnlichkeit erfüllten Schönheitskult, für den es in Deutschland kaum Vorgänger gegeben hatte: die Frau als Eva, als antike Göttin, als Hexe, als Verführerin – alle Verkörperungen des blühendsten Lebens, aber im Kontrast als Memento mori häufig bedroht durch die unausweichliche Gegenwart des Todes in Gestalt schauerlicher Skelette, die dem Leben das Ende setzen.


Für die Zeit, in der er arbeitete, wirken Griens Bilder auf mich unglaublich modern. Besonders die Bilder, in denen er sich mit dem Tod auseinandersetzt, haben es mit angetan.
Hier sein vielleicht bekanntestes Bild, "Der Tod und das Mädchen":



Und noch ein herrliches Bild, das die Lebensalter einer Frau vom Säugling bis zur vermodernden Leiche zeigt:



Eine weitere Variation des Themas: Eine Frau küsst den Tod:



Und noch ein paar Bilder Griens aus anderen Themenbereichen.
Der Sündenfall:



Porträt einer jungen Frau:



Selbstporträt:


Nach oben
Antworten mit Zitat
Éomunds Tochter



Beiträge: 856
Wörter pro Beitrag: 62

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 10:26                                  +/-

Was hat das mit Musik zu tun?

Oder empfiehlst du eine bestimmte Musik, die man sich beim Betrachten der Bilder dieses Künstlers anhören sollte, um den ganzheitlichen Sinnesgenuß zu komplettieren?

Meine spontanen Empfehlungen für z.b. Edvard Munch wären: The velvet Underground, Depeche Mode oder NIN, dazu ein Päckchen LSD und einen Strick, um sich den Stein am Fuß festzubinden, wenn man von der Brücke hüpft.


_________________
This is not war. This is pest control.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Morgi



Beiträge: 8323
Wörter pro Beitrag: 102
Wohnort: Sonnenscheinweg 33, Regenbogenstadt
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 14:00                                  +/-

Zitat:
Was hat das mit Musik zu tun?


Gar nix, aber die Forenbeschreibung der Discotheque meint:

Zitat:
Sonstiger Kulturkram wie Musik, Theater, Fotografie/Malerei

Nach oben
Antworten mit Zitat
GuyIncognito



Beiträge: 21149
Wörter pro Beitrag: 34
Wohnort: Terra Incognita
Private Nachricht senden
Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 14:19                                  +/-

HR. Giger

Hansruedi Giger, eigentlich Hans Rudolf Giger (* 5. Februar 1940 in Chur), ist ein Schweizer Maler und bildender Künstler.

Neben seinem wichtigen malerischen Werk schafft der Künstler auch Grafiken, Skulpturen und Möbel. Wiederkehrendes Thema seiner Werke ist der von ihm maßgeblich geprägte Begriff der Biomechanik, der im Lebendigen primär das Mechanische betont und im Zusammenspiel mit sexuellen Andeutungen auf den Betrachter oft verstörend bis makaber wirkt.

Gigers Schaffen kann dem Surrealismus zugerechnet werden, und im Vergleich zu dem berühmtesten Vertreter dieser Stilrichtung, Salvador Dalí, wird deutlich, wie anders der Blickwinkel Gigers auf die Welt ist.

Einem breiteren Publikum bekannt wurde Giger durch seine Arbeit für den Film Alien, die ihm einen Oscar einbrachte.

Gemälde

In den sechziger Jahren entstanden die ersten Gemälde Gigers, die meisten davon in Öl. Als Giger 1972 die Spritzpistole (Airbrush) für sich entdeckte, wurde dies seine bevorzugte Malweise. In den folgenden 20 Jahren entstanden etwa 600 Gemälde, einige davon über vier Meter breit. Anfang der neunziger Jahre gab Giger die Malerei auf, um sich ganz dem dreidimensionalen Schaffen zu widmen.

Skulpturen

Giger schuf seine ersten Skulpturen in den sechziger Jahren aus Polyester. Später entstanden auch Objekte aus Bronze, Aluminium und anderen Materialien. In den neunziger Jahren schuf Giger für seinen Zodiacbrunnen die zwölf Tierkreiszeichen als Biomechanoiden. Seitdem er nicht mehr malt, beschäftigt sich Giger unter anderem damit, einige seiner früheren Bilder ins Dreidimensionale umzusetzen, zum Beispiel die Gebärmaschine und die Passagen.

Filmdesign

1976 – Dune (Film wurde später ohne Giger realisiert)
1978 – Alien
1986 – Poltergeist II
1992 – Alien III
1995 – Species
1995 – Batman Forever (Giger entwarf ein revolutionäres Batmobil, das aber nicht realisiert wurde)
1996 – Kondom des Grauens




Nach oben
Antworten mit Zitat
Morgi



Beiträge: 8323
Wörter pro Beitrag: 102
Wohnort: Sonnenscheinweg 33, Regenbogenstadt
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 14:40                                  +/-

Wow, das obere Bild mit den verschlungenen Wesen finde ich nicht übel. Das erinnert mich ein bisschen an Hieronymus Bosch.[/img]

Nach oben
Antworten mit Zitat
Triskel
Dressed-Pugly


Beiträge: 19909
Wörter pro Beitrag: 22

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 26.01.2006, 14:47                                  +/-

GuyIncognito
1996 – Kondom des Grauens

Finde nur ich, dass dieser Film nicht ganz dazu passt?

Nach oben
Antworten mit Zitat
Elessar



Beiträge: 860
Wörter pro Beitrag: 39

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 27.01.2006, 20:33                                  +/-

Giger könnte eigentlich einem seiner Bilder entsprungen sein:


Nach oben
Antworten mit Zitat
titania



Beiträge: 13492
Wörter pro Beitrag: 37
Wohnort: Da simmer dabei
Private Nachricht senden
Skype Name

BeitragVerfasst am: 29.01.2006, 17:58                                  +/-

Er kuckt ein bisschen wie ein älterer, uncooler und aufgedunsener Bruder von Klaus Kinski.


_________________
Der menschliche Körper enthält sechs Liter Blut: genug, um eine große Wohnung anzustreichen.
Nach oben
Antworten mit Zitat
Wichtel



Beiträge: 18030
Wörter pro Beitrag: 28

Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 20.04.2006, 08:57                                  +/-

Dank google und seinen Hinweisen auf wichtige oder weniger wichtige Daten weiß ich, dass heute vor 113 Jahren (also 1893) Joan Miró (Ferra) in Barcelona geboren wurde. Also dass er Barcelonete war, wusste ich, dass er 1983 auf Mallorca starb auch, aber nicht, wann er geboren wurde.

Joan war ein fröhlicher Mensch, wie mir scheint. Nicht nur, dass eine Bilder vor Punkten, Strichen, Schwüngen und Farben strotzen, ich glaube, er lachte auch gerne. (Wenn Katalanen seiner Zeit was zu lachen hatten)



Sein Vater, ein Uhrmacher und Goldschmied, wollte, dass sein Sohn einen ehrenhaften Beruf ergreift und so wurde Joan Buchhalter. Bis zum Nervenzusammenbruch, der seinen Vater davon überzeugte, dass der Beruf vielleicht doch nicht das richtige war.

Zu Beginn zeichnete Miró noch wie viele andere, zumindest so in der Art.


Waggon Tracks, 1918


Fünf Jahre später sah er sein Katalonien so:


Catalan Landscape, 1923/24

Im Centre Georges Pompidou, Paris, stieß ich das erste Mal auf Miró


Blue II, 1961

… und fragte mich, was denn bitte meine Cousine an seinen Werken so toll finden könne? Ich mein, da waren halt ein paar Punkte, Striche und so weiter et c'est ça!

Auf Mallorca dann, im strahlenden Sonnenschein, seinen Brunnen in Palma zu sehen überzeugte mich. (In Paris steht ja auch genug von ihm rum, aber da hatte ich trübes Wetter. Jedesmal.) Bunt!
Seine Bilder sind Suchbilder. Seine Skulpturen sind klein, groß, dick, dünn, rund, aber nicht eckig. Alles auf einmal.
Es gibt sicher Künstler, deren Kunst mir besser gefällt, aber was Farben angeht ist Miró ganz weit vorne auf der Liste.



Waldelb. *ggg* Nein, Gold of the Azure, 1967

Nach oben
Antworten mit Zitat
sphinx



Beiträge: 4201
Wörter pro Beitrag: 47
Wohnort: der falsche
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 21.04.2006, 12:06                                  +/-

immer wieder schön, zu sehen, wie ein künstler sich zur abstraktion hin entwickelt. gibt einem so ein schönes argument gegen leute, die meinen, ihr 3-jähriger könne das auch. Yes


_________________
worauf wartet ihr noch? stopft euch den schmuck
in die busen, den büchsenöffner, das cembalo,
bietet der nemesis eine pauschale an
und packt! die vergütungen ein,
die gasmaske und den unterleib!
Nach oben
Antworten mit Zitat
Wichtel



Beiträge: 18030
Wörter pro Beitrag: 28

Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 21.04.2006, 12:25                                  +/-

Im Lenbachhaus in München kam ich einmal in den Genuss der Bloßstellung eines Vaters, der genau das meinte. Dummerweise hatte er aber seinen Sohn dabei, Kindergartenfrischlingsalter, und der Raumwächterstudent hat's gehört. Der Student war einer der schönen Künste und er tat das einzig Wahre, als Kandinsky so kritisiert wurde: Er schnappte sich alle in dem Raum anwesenden Kinder, gab ihnen Stifte und Papier und ließ sie malen. Das Ganze verpackte er als Animationsprogramm (WIE spontan das entstand, das bekam der Vater nicht mit) … und führte so den Beweis, dass es eben Dreijährige nicht können. Auch Achtjährige nicht. Die malen, was sie sehen. Nix abstrakt da.

*beiderErinnerungdaranwiedergrinsenmuss*

Hey, Sohn, mal mal kandinsky.


Composition, 1932


Sankt Georg und der Drache, 1914
Oh, ist das Fantasy-Kunst?


Russian Woman, 1906

Nach oben
Antworten mit Zitat
sphinx



Beiträge: 4201
Wörter pro Beitrag: 47
Wohnort: der falsche
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 21.04.2006, 13:01                                  +/-

rolling on the floor...


_________________
worauf wartet ihr noch? stopft euch den schmuck
in die busen, den büchsenöffner, das cembalo,
bietet der nemesis eine pauschale an
und packt! die vergütungen ein,
die gasmaske und den unterleib!
Nach oben
Antworten mit Zitat
Elessar



Beiträge: 860
Wörter pro Beitrag: 39

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 14.05.2006, 18:31                                  +/-

Sandro Kopp

Seine Kunst ist so genial. Die Farben, die Er mit seinen Händen auf die Tafel einsätzt (Oder wie auch immer man das Nennen soll), ist bemerkenswert und recht Interessant, würde ich sagen. Spitze
Besonders die Bilder ,in denen er sich mit dem Yonis & Vulven auseinandersetzt, haben es mir angetan.
Hier sein vielleicht bekanntestes Bild, "Mother":



Und noch ein herrliches Bild:



Eine weitere Variation des Themas: Eine Wasservulva:



Und noch ein paar Bilder Kopps aus anderen Themenbereichen:



Der aus der Selbstperspektive gemalte Penis ist ja auch recht interessant, aber ich finde er hätte sich doch wenigstens vorher rasieren können. ^^ :



Ganz grosse Kunst!!! Spitze Yes Spitze

Andere Bilder findet ihr übrigens hier.^^

Nach oben
Antworten mit Zitat
GuyIncognito



Beiträge: 21149
Wörter pro Beitrag: 34
Wohnort: Terra Incognita
Private Nachricht senden
Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 14.05.2006, 18:50                                  +/-

Sehr schön! Gefällt mir ausgesprochen gut.

Nach oben
Antworten mit Zitat
Gimli



Beiträge: 23178
Wörter pro Beitrag: 35

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 14.05.2006, 19:23                                  +/-

Zitat:
For this reason I chose to paint only from life models.

It was very touching to find so many women who without pay, allowed me to scrutinise them so intimately for hours.

Und gerade wollte ich fragen woher er die Inspirationen hat. grins

Ünteressant ist es jedenfalls. Und selbst wenn er noch tausende malt, dürfte ihm das Material für neue Bilder praktisch nie ausgehen, hat auch was für sich, und das obwohl er ja praktisch immer das gleiche malt.

Das Penisselbstbildnis ist wirklich lustig! hähö


_________________
Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
Nach oben
Antworten mit Zitat
GuyIncognito



Beiträge: 21149
Wörter pro Beitrag: 34
Wohnort: Terra Incognita
Private Nachricht senden
Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 14.05.2006, 19:33                                  +/-

Wie hat er es bei seinem Penis-Selbstbild hinbekommen, ihn über Stunden so aufrecht stehen zu lassen und dabei auch noch zu malen *gg*

Nach oben
Antworten mit Zitat
Triskel
Dressed-Pugly


Beiträge: 19909
Wörter pro Beitrag: 22

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 14.05.2006, 23:17                                  +/-

Elessar
Yonis & Vulven

Was sind denn Yonis?

Nach oben
Antworten mit Zitat
Akt



Beiträge: 7557
Wörter pro Beitrag: 18

Private Nachricht senden
Skype Name

BeitragVerfasst am: 14.05.2006, 23:19                                  +/-

GuyIncognito
Wie hat er es bei seinem Penis-Selbstbild hinbekommen, ihn über Stunden so aufrecht stehen zu lassen und dabei auch noch zu malen *gg*


so ein bild dauert keine 20 minuten. mit der richtigen inspiration dürfet die latte also einfach zu halten gewesen sein

edit: is das etwas DER sandro kopp, pseudo hdr star und ringcon-mädchen-kreisch-anlass? oh mann


_________________
And she will look upon him with forgiveness... and everybody will forgive and love. And he will be loved.
Nach oben
Antworten mit Zitat
GuyIncognito



Beiträge: 21149
Wörter pro Beitrag: 34
Wohnort: Terra Incognita
Private Nachricht senden
Website dieses Benutzers besuchen

BeitragVerfasst am: 15.05.2006, 08:04                                  +/-

Triskel
Elessar
Yonis & Vulven

Was sind denn Yonis?

Yoni ist Sanskrit und und heißt nichts anderes als Vagina.
Der Begriff wird oft im Tantra verwendet.

Nach oben
Antworten mit Zitat
Elessar



Beiträge: 860
Wörter pro Beitrag: 39

Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 15.05.2006, 16:15                                  +/-

Akt
is das etwas DER sandro kopp, pseudo hdr star und ringcon-mädchen-kreisch-anlass? oh mann


Yes Ich bin bei einem meiner sehr seltenen Besuchen im RingCon-Forum darüber gestolpert. Einige Kommentare, wie er solle sich unten wenigstens rasieren, stammen auch von dort. grins

Nach oben
Antworten mit Zitat
Waldelb



Beiträge: 4556
Wörter pro Beitrag: 72
Wohnort: Frankfurt a.M.
Private Nachricht senden

BeitragVerfasst am: 17.08.2006, 19:33                                  

Meistens betrachtet man Bilder im Museum, als Kunstdrucke oder in schlechter Qualität auf dem PC, und denkt sich „Oh, das ist aber schön“, „Wie hübsch das gemalt ist“ oder auch mal „Ey, das sieht ja total cool aus“. Aber eher selten habe ich es erlebt, ein gegenständliches oder abstraktes Gemälde zu betrachten und daraus zu einer Welt von eigenen Gedanken inspiriert zu werden.

Vor kurzem bin ich bei einem „Tag des offenen Ateliers“ über die Werke von Artur Ziaja gestolpert und habe genau das erfahren.

Die meisten seiner Bilder sind mir allein durch die starken und ausdrucksvollen Farben, in denen sie gehalten sind, aufgefallen. Bei genauer Betrachtung habe ich allerdings festgestellt, dass es die Stofflichkeit ist, die er zu erzeugen weiß, die mich so beeindruckt.




Im Original wirkt dieses Gemälde noch viel stärker als auf dieser Fotographie, doch schon hier lässt sich leicht zeigen was ich oben angesprochen habe:
Die Farben, der Komplementärkontrast, machen es lebendig. Der dunklere Rand um die sich auftuende Spalte erzeugt das Gefühl von Räumlichkeit. Steht man davor, könnte man meinen die Farben und Flächen sind nicht eben nur solche, sondern etwas Vibrierendes, sich stets Veränderndes. Ein geteilter Raum mit Tiefe; eine Ebene mit einer Schlucht und scharfen Kanten; einem Stoff, der zum Anfassen verlockt um das greifen zu können was da so schön vor einem liegt.
All diese Ideen und Gedanken werden zudem noch dadurch verstärkt, dass eine Spezialfarbe aufgetragen wurde, die (durch eine 3-D-Brille betrachtet, welche bei Ausstellungen beiliegt) bestimmte Höhepunkte auch tatsächlich hervortreten und zurücksinken lässt.


Mein Lieblingsbild ist leider nicht auf der Homepage zu finden (ebenso andere sehr schöne Bilder, die ich auf der Ausstellung gesehen habe). Es in schlichtem weiß, mit gelben Akzenten (teilweise sehr stark, teilweise schwach), gehalten. Ich habe es gesehen und fand es toll. Diese Begeisterung hat bei längerem Hinsehen nur zugenommen: Wieder einmal sehr schöne Farben, doch auch hier ist es mehr der Farbauftrag und die Gestaltung, die es zu etwas besonderem machen.
Wie bei vielen seiner Bilder wurde so viel Farbe verwendet, dass sie auf der Leinwand nicht nur eine Form bildet, sondern auch eine Gestalt annimmt, die in den Raum hinein tritt.
Würde mich jemand fragen was ich in diesem Bild sehe, könnte ich es nicht beantworten. Aber ich kann sagen, was ich bei der Betrachtung gefühlt habe: Es wirkt wie ein Tanz der Farben, in dem sich Weiß – das Reine – und Gelb – die Freude und Vielfalt, der Höhepunkt – miteinander vereinigen. Jeder dominiert an bestimmten Stellen, aber es gibt auch Bereiche in denen sie sich über alle Nuancen hinweg vermischen. Fast wie diese Blume, Frangipani: In sich klar, schön, aber trotzdem wild, natürlich und weich.

Weitere tolle Bilder:







Es liegt selten Ruhe und Stille in seinen Bildern, sondern Kraft, Bewegung, Veränderung, Wut, Freude, Energie, jedes für sich hat einem besonderen Ausdruck.
Meistens stand ich vor den Werken und meine Hände bewegten sich ganz unwillkürlich, als würde ich es auf diese Art besser schaffen zu greifen und fühlen was sich da vor mir offenbarte. Diese Gefühle und Eindrücke haben sich jedenfalls ins Gehirn gesetzt und dort selbstständig weiter entwickelt. Daraus sind Fragen und Antworten, neue Ideen, Gedanken und Gefühle entstanden. Resultat war, dass ich am liebsten selbst wieder selbst zum Pinsel gegriffen hätte um diese Vielfalt in meinem Kopf auf’s Blatt zu bringen.

Gerne würde ich jetzt noch etwas über seine gesellschaftskritischen Werke oder seine Zeichnungen und Liebe zu weiblichen Formen schreiben, doch das würde jetzt diesen Rahmen sprengen. Vielleicht komme ich später noch dazu.


Ich muss abschließend sagen, dass ich ausgesprochen begeistert bin und jedem raten würde sich ein paar der Bilder im Original anzusehen, wenn sich ihm die Gelegenheit dazu bietet. Besonders da die Homepage bei weitem nicht das zeigt, was ich auf der Ausstellung gesehen habe.
Für alle Berliner daher der Tipp: 9. September, beim Tag des Offenen Kulturdenkmals, gibt es eine weitere Ausstellung seiner Bilder.
Um 12 Uhr ist Eröffnung der Ausstellung in Zehlendorf, Wasgenstraße 75. Es finden neben der Ausstellung auch weitere Aktionen, wie z.B. Führung durch die denkmalgeschützten Bauten statt.


_________________
Nach oben
Antworten mit Zitat
Wichtel



Beiträge: 18030
Wörter pro Beitrag: 28

Private Nachricht senden E-Mail senden

BeitragVerfasst am: 17.08.2006, 19:40                                  +/-

Ich mag Waldelb-Beiträge. *nicknick* Jetzt habe ich mich schon gefreut, dass das in der Nähe zu besichtigen ist, weil … einfach, weil Du so schön geschrieben hast … und dann ist es in Berlin.

Nach oben
Antworten mit Zitat
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Tylers Kneipe Foren-Übersicht -> Discothèque Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
1, 2  Weiter Alle
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Impressum. Powered by phpBB © 2001, 2006 phpBB Group. Deutsche Übersetzung von phpBB.de