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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 19.07.2006, 00:25                                  +/-

Mein Trööt, mein Trööt grins Spitze


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 19.07.2006, 00:37                                  +/-

Du hast ihn zwar eröffnet, warst aber nicht wirklich dabei, als die Heerscharen der verschnörkelt schreibenden Dummschwätzer auf mich armen Tolkien-Jünger mit ihrem Wortschatz in der rechten und der Arroganz eines Germanistikdozenten in der linken Hand einstürmten. Aber ich habe sie alle in die Flucht geschlagen! Ihre Waffen konnten mir nichts anhaben, da ich das Silmarillion an meiner Brust trug und mit Argumenten um mich warf, bis sie alle panisch das Weite suchten. grins

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 19.07.2006, 13:09                                  +/-

Der Vogel hing nirgends. Aber der kleine Sohn einer meiner Kolleginnen hatte heute Nacht Alpträume von dem Schlachtbild.



Er musste bei seinen Eltern im Bett schlafen, weil er so viel Blut träumte und die Kuh schreien hörte und so … Spannend, wie unterschiedlich Chagall auf Kinder wirkt. Überhaupt finde ich es auch interessant, wie verschieden allgemein Wahrnehmung ist. Das grüne gessicht wäre mir im Leben nicht auf den ersten Blick aufgefallen. Ich glaube gar, ich bemerkte es vorhin zum ersten Mal.

Nächste Woche haben wir an der Schule "Wir verschönern unsere Schule" Tage. Einige meiner Klasse werden sich malend austoben … ob ich ihnen vorher nochmal rein zufällig Klee, Chagall, Marc und Kandinsky vorsetze? Sonst endet das wieder bei Monet. Geschockt

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 12:17                                  +/-

Heute. 1.000 Nackte in Düsseldorf!

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 12:20                                  +/-

Da kann ich mich nicht so sehr für begeistern. Das sieht aus, als hätte dort ein fürchterliches Massaker stattgefunden. All dead, all dead und so. Geschockt

Gepostet am 06.08.2006, 15:52:

Hier die Fotos vom Event Überrascht


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 06.08.2006, 14:52                                  +/-

Außerdem: in Düsseldorf Geschockt


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 21.08.2006, 15:42                                  +/-

The Guggenheim Collection ist noch bis 07. Januar 2007 in der Bonner Kunst - und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.

"Die Sammlung des Guggenheim Museum ist gerade durch ihre Konzentration auf die umfassende Darstellung des Gesamtwerkes weniger Künstler in großen Werkgruppen einzigartig. Zu diesen Künstlern zählen u. a. Wassily Kandinsky, Paul Klee, Robert Delaunay, Constantin Brancusi, Piet Mondrian und Pablo Picasso. Repräsentative Serien amerikanischer Nachkriegskunst vom Abstrakten Expressionismus (Mark Rothko), der Pop Art (Andy Warhol, James Rosenquist, Roy Lichtenstein) […]"
Hervorhebungen von mir wegen Herzchenaugenanwandlungen. Alle anderen, also die […]-Kategorie, sind mir unbekannt.

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Schalk



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BeitragVerfasst am: 21.08.2006, 16:19                                  +/-

Ich würde die Hervorhebungen meinerseits eher so setzen zwinkern :

"Zu diesen Künstlern zählen u. a. Wassily Kandinsky, Paul Klee, Robert Delaunay, Constantin Brancusi, Piet Mondrian und Pablo Picasso. Repräsentative Serien amerikanischer Nachkriegskunst vom Abstrakten Expressionismus (Mark Rothko), der Pop Art (Andy Warhol, James Rosenquist, Roy Lichtenstein) bis zur Minimal und Postminimal Art (Carl Andre, Richard Serra, Robert Morris, Donald Judd, Bruce Nauman) leiten die Sammlung ins späte 20. Jahrhundert über."

Mondrian zB finde ich durch und durch lanweilig, während Rothko soviel Kraft und Leben in seinen Farben hat, wie kaum ein anderer Maler. Brancusi gehört neben Giacometti und Moore zu meinen liebsten Bildhauern.


_________________
Der Wahn betreugt.
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 21.08.2006, 16:22                                  +/-

Mark Rothko … seine Farben kenne ich. Die sind zum Teil echt toll! Konnte mir nur bisher seinen Namen nicht merken, vielleicht ändert sich das mal. Danke für Deine Markierungen also.

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 21.08.2006, 17:36                                  +/-

War eigentlich außer mir schon jemand in der neuen Dauerausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin (Vor etwa zwei Monaten eröffnet)?
Auf jeden Fall lohnt es sich sehr, mal vorbeizuschauen. Mit etwa 8000 Exponaten, Fotos, Dokumenten usw. wird die deutsche Geschichte von den Kelten bis in die 90er nachgezeichnet, immer wieder mit besonderen Glanzstücken dazwischengestreut: Die berühmte römische Offiziersmaske aus der Schlacht im Teutoburger Wald, Gemälde Dürers, ein vollausgestatteter mittelalterlicher Reiter, ein Brief Martin Luthers, Wallensteins Degen, die Uniform Friedrichs des Großen, Napoleons Hut und Degen, die Uniformen Bismarcks und Wilhelms II., die Uniform Wilhelms I. mit den originalen Blutflecken des Attentast von 1878, Hitlers Schreibtisch und Globus, ein riesiges Flakgeschütz aus dem 2.WK, Stücke der Berliner Mauer, usw.
Außerdem gibt es dort ein hübsches kleines Kino mit einer Multimediaschau, und das Zeughaus, in dem das Museum untergebracht ist, ist sowieso hübsch, noch dazu hat man von den Sitzecken aus einen schönen Ausblick auf die Linden Yes
Nervend ist allerdings, dass man, statt einfach eine Eintrittskarte vorzuzeigen, sich einen gelben Sticker ankleben muss Mit den Augen rollen

Ein Link: http://www.dhm.de/ausstellungen/staendige-ausst...ng/panoramen.html

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 05.09.2006, 22:01                                  

Am Freitag waren Thanil und ich in der Ausstellung Das Achte Feld im Museum Ludwig in Köln. Und warum waren wir dort? Weil der Eintritt am Freitag kostenlos war. grins Aber nicht nur das, es gab an diesem Abend auch liebreizende Kunstgeschichtestudentinnen, die quer über die Ausstellung verteilt rumstanden und die Werke erklärten, den Künstler vorstellten oder sonstige Fragen zur Austellung beantworteten. Eigentlich waren die Erklärungen meist sogar interessanter und ansprechender als viele der Werke selbst.

In der Ausstellung werden Werke (Gemälde, Fotos, Videos, Installationen, Plastiken, etc) gezeigt, die sich mit allen möglichen Arten der Sexualität beschäftigen, die es neben der als "normal" angesehenen heterosexuellen Sexualität gibt: Homosexualität, Transsexualität, Travestie, usw. Der Titel der Austellung bezieht sich auf eine Regel beim Schach: wenn ein Bauer es bis zum letzten Feld (das achte Feld) kommt, dann kann er sich in eine Dame verwandeln und somit das Geschlecht wechseln. Außerdem bekommt er mehr Macht, da beim Schach die Dame deutlich mehr Fähigkeiten hat, als der Bauer. In der Austellungsbeschreibung steht dazu: "Die Verhältnisse werden auf den Kopf gestellt, der Schwache wird zur Starken, der Verlierer zur Gewinnerin. Für diesen grundlegenden Wandel, der die heterosexuell dominierten Geschlechterverhältnisse außer Kraft setzt, will die Ausstellung plädieren."


Eines der ersten Werke, das man nach dem Betreten der Ausstellung sieht zeigte zwei halbnackte schwule Nazis vor einer Blümchenwiese. Das Gemälde war riesig…mindestens 3 mal 3 Meter. Leider habe ich von dem Werk keine Bild im Internet gefunden, aber ich habe mich bemüht es stillisiert mit erklärender Beschriftung wiederzugeben, damit man einen kleinen Eindruck davon bekommt grins :

Ich fand das Bild ziemlich dämlich. Erstens hat mir der Malstil nicht gefallen und zweitens war es zu bemüht provokativ. Schwule Nazis...huh. Nee, also das Bild fand ich wirklich langweilig. Den Namen des Künstlers hab ich mir gar nicht erst gemerkt.

Nach dem mich dieses Bild nicht berührt hat, hat dann eines der nächsten Werke genau das Gegenteil erreicht. In einem kleinen aufgebauten quadratischen Räumchen hingen an allen vier Wänden eine Vielzahl kleiner (nicht größer als DIN A 6) Fotos und darunter kurze Texte wie Sodomie und Homosexualität in den verschiedenen Ländern der Erde bestraft bzw akzeptiert ist. Sodomie wird in diesem Fall im Sinne von "jede sexuelle Handlung, die nicht zur Fortpflanzung dient" verstanden. Leider waren die Texte auf Englisch und ich habe nicht immer alles verstanden. Insgesamt war es aber sehr erschreckend wie gefährdet man als Homosexueller in vielen vielen Ländern lebt. Die Strafen reichen von Geld-und Gefängnisstrafen bis hin zur Todesstrafe in 7 oder 8 Ländern, die übrigens alle islamisch geprägt sind (Saudi-Arabien, Sudan, Iran, Afghanistan waren unter anderem dabei). Auffällig war auch, dass lesbischer Sex akzeptierter ist als schwuler Sex. Wenn in den Gesetzgebungen mancher Länder zwischen diesen beiden Arten der homosexuellen Sexualität unterschieden wurde, dann wurde lesbischer Sex immer positiver bzw.weniger negativ bewertet. Beispielsweise ist gleichgeschlechtlicher Sex in manchen Ländern an eine Altersgrenze gebunden, wobei lesbischer Sex eine niedrigere Altersgrenze hat als schwuler Sex. Verstehe wer will, ich verstehe es nicht.

Die Austellung war ziemlich groß und es gab viele Werke (über 250), manche interessant, manche so uninteressant und unansprechend, dass man direkt vorbei lief, manche ästhetisch, manche unästhetisch, manche nichtssagend und auch einige, die ich durchaus nicht sonderlich künstlerisch fand. Das Thema bringt es natürlich mit sich, dass man sich bei manchen Werken fragt wo eigentlich die Grenze zwischen Pornographie und Kunst liegt…an sich nichts schlimmes und wenn man sich regelmäßig im Internet aufhält ist man ja ohnehin einiges gewöhnt. Aber im Allgemeinen lege ich trotzdem keinen so großen Wert darauf zu sehen wie sich Menschen gegenseitig in den Mund pinkeln. Naja, geht man eben weiter und schaut sich andere Werke an.

Wirklich genervt war ich davon, dass man sich viele Fotos nicht richtig anschauen konnte, weil die Glascheibe vor den Fotos extrem gespiegelt hat. Oft sah man nur sich selbst, statt dem Foto. Das muss sich doch auch anders regeln lassen. Hmpf.

Mit am besten gefallen hat mit eine Fotoreihe von Daniela Comani mit dem Titel "Eine glückliche Ehe" (oder so ähnlich [/vergesslich]). Auf den ersten Blick sieht man Bilder eines Paares (in diesem Fall Mann und Frau) in verschiedenen alltäglichen Situationen. alles wirkt völlig normal. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass die Fotos durchaus gesellschaftliche Klisches bedienen und zeigen wie wir in unseren Rollen geprägt sind. Man sieht schon an der Inszenierung welche Person welches Geschlecht zugeordnet wird: der Mann fährt Auto, während die Frau auf dem Beifahrersitz sitzt; die Frau steht einen Schritt hinter dem Mann, der Mann sitzt am Computer, die Frau telefoniert etc. Auf den dritten Blick sieht man dann (falls man wirklich genau schaut), dass die beiden Personen auf dem Fotos ein und dieselbe Person ist, die in die verschiedenen Rollen schlüpft. Es ist jedes Mal die Künstlerin selbst. Kleine Veränderung in Kleidung und Inszenierung machen aus der Frau einen Mannund es kommt uns nicht mal seltsam vor…auf den ersten Blick.
Beindruckend finde ich auch die technische Umsetzung. Man sieht wirklich nicht, dass es sich um Fotomontagen handelt. Faszinierend. Ein paar der Fotos hab ich zusammengepackt:



Erwähnen sollte man vielleicht noch, dass die Stadt Köln nicht so offen ist, wie sie bezüglich Homosexualität manchmal gilt. Für die Austellung sollte ursprünglich mit diesem –zugegebener Maßen nicht sonderlich schönem– Bild geworben werden:


Das war dem Bürgermeister dann aber doch zu viel des Guten und er lies Plakate und Flyer im öffentlichen Raum verbieten. Die Austellungsmacher entschieden sich dann für dieses Foto, um für die Ausstellung zu werben:


Meiner Meinung nach keine schlechte Wahl. Ich verbinde mit dem zweiten Bild viel eher das Thema der Austellung. (Wobei es natürlich ein typisches Klischebild ist. Hmmm) Trotzdem ist es ziemlich dämlich das erste Bild zu verbieten.

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Zarathustra



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BeitragVerfasst am: 05.09.2006, 22:13                                  +/-

Ein schöner Bericht.

Könnte das Verbot vielleicht irgendwas mit Jugendschutzparagraphen zu tun haben, wegen der Darstellung eines Penisses? Albern ist es auf alle Fälle.

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 05.09.2006, 22:17                                  +/-

Das könnte sein. Ich weiß nicht, wie die Plakate ausgesehen hätten. Auf dem Titel des Ausstellungskatalogs war das Bild ebenfalls abgebildet und den Penis konnte man nur erahnen, weil er durch den Schriftzug des Ausstellungstitels verdeckt wurde.

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Ramujan



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BeitragVerfasst am: 05.09.2006, 23:05                                  +/-

Der Bericht ist toll. Besonders gefällt mir das hier:



Ich muss das jetzt einfach ein zweites Mal verlinken. Spitze Ist das Paint? Doppelt schade, dass ich das Originalbild nicht kenne, um zu sehen, was du genau persifliert hast.

Ich habe schon Verständnis dafür, dass die Stadt Köln verboten hat, mit dem Penis-Bild zu werben, zumindest ein kleines bisschen: Zum einen wegen des Jugendschutzgesetzes, zum anderen, weil ich es immer peinlich finde, wenn Kunst (hier die Ausstellung) versucht, mit einem Skandal ins Gerede zu kommen. Letzteres ist natürlich kein Grund, das Verbot durchzuziehen, aber verübeln kann ich es dem Bürgermeisteramt nicht. Außerdem ist das Bild wirklich häßlich. Smilie

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 00:49                                  +/-

Ein ganz großartiger Bericht. Smilie

Ehrlich gesagt kann das Bild nicht gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen, denn es ist eindeutig nicht pornographisch, höchstens geschmacklos oder sinnlos provokativ. Ich kann mir im Moment auch nicht vorstellen, auf welcher Rechtsgrundlage unser Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) die geplante Außenwerbung verbieten lassen konnte. Vielleicht hat der Träger der Ausstellung auch auf politischen Druck des Oberbürgermeisteramts reagiert, nicht auf ein konkretes juristisches Verbot.

Die Skizze des Bildes ist wirklich sehr gut geworden. grins Persiflage sehe ich darin eigentlich nicht, denn alles war genau so wie von Triskel beschrieben. Nur viel bunter und kitschiger. Kleiner Gedanke: Vielleicht hat das Werk als Kunst ja gewirkt, weil wir jetzt darüber sprechen. Kunst muss nicht immer schön oder ästhetisch sein, sie kann auch einfach einen besonderen Eindruck hinterlassen, der uns auf welche Art und Weise auch immer beschäftigt. Und sei es auch nur, dass wir uns darüber aufregen, sie verhöhnen oder für verrückt erklären.

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 06:40                                  +/-

Ich habe den Thread von unten zu lesen begonnen und wusste erst nicht, dass es sich bei dem Paint-Bild um eine Kopie von Triskel handelt. Es hätte mich eigentlich überhaupt nicht gewundert, wenn das Bild genau so ausgestellt gewesen wäre.


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„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
(Tyler D.)
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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 09:31                                  +/-

Thanil
Die Skizze des Bildes ist wirklich sehr gut geworden. grins Persiflage sehe ich darin eigentlich nicht, denn alles war genau so wie von Triskel beschrieben. Nur viel bunter und kitschiger.

Persifliert habe ich tatsächlich nicht. Ich habe versucht ungefähr darzustellen wie das Bild aussah, und weil ich das mit Photoshop (nicht Paint) und Mousepad nicht besser hinbekomme, habe ich das Bild zusätzlich beschriftet…zum besseren Verständnis.


Zitat:
Kleiner Gedanke: Vielleicht hat das Werk als Kunst ja gewirkt, weil wir jetzt darüber sprechen. Kunst muss nicht immer schön oder ästhetisch sein, sie kann auch einfach einen besonderen Eindruck hinterlassen, der uns auf welche Art und Weise auch immer beschäftigt. Und sei es auch nur, dass wir uns darüber aufregen, sie verhöhnen oder für verrückt erklären.

Erwähnt habe ich das Bild nur deshalb, weil ich nicht nur über Werke schreiben wollte, die mir gefallen haben, sondern auch über eines, dass ich langweilig und uninteressant fand. Die Wahl fiel auf das Nazibild, weil es groß war und am Anfang der Ausstellung hing (hängte?). Außerdem bildete es für mich einen guten Gefühlskontrast zu der Box mit den Länderinfos. Ich weiß deshalb nicht, ob man in diesem Fall wirklich davon sprechen kann, dass das Werk gewirkt habe. Außer man will den Gefühlskontrast als Wirkung bezeichnen.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 09:32                                  +/-

Triskel

Ich fand das Bild ziemlich dämlich. Erstens hat mir der Malstil nicht gefallen und zweitens war es zu bemüht provokativ. Schwule Nazis...huh. Nee, also das Bild fand ich wirklich langweilig.

Smilie
Ich finde sowohl Thema ("Randgruppensexualität"-) als auch Zielsetzung der Ausstellung ("Wandel der Geschlechterverhältnisse"-) ziemlich langweilig. Aber dafür war der Bericht ja umso kurzweiliger.

Triskel
Aber im Allgemeinen lege ich trotzdem keinen so großen Wert darauf zu sehen wie sich Menschen gegenseitig in den Mund pinkeln.

Vielleicht wissen diese armen Menschen gar nicht, dass nach landläufiger Meinung nur das Trinken des eigenen Urins als der Gesundheit förderlich gilt?

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 09:33                                  +/-

Aber nur der Mittelstrahl.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 13:00                                  +/-

Also zu Beginn dachte ich auch, dass Triskel das Strichmännchen-Werk nur abfotografiert und dann per Paint kommentiert hat. hähö Das ist übrigens ein Kompliement. Schließlich haben wir das von dir Geschaffene für Kunst gehalten. zwinkern
Triskel
Auffällig war auch, dass lesbischer Sex akzeptierter ist als schwuler Sex. Wenn in den Gesetzgebungen mancher Länder zwischen diesen beiden Arten der homosexuellen Sexualität unterschieden wurde, dann wurde lesbischer Sex immer positiver bzw.weniger negativ bewertet. Beispielsweise ist gleichgeschlechtlicher Sex in manchen Ländern an eine Altersgrenze gebunden, wobei lesbischer Sex eine niedrigere Altersgrenze hat als schwuler Sex. Verstehe wer will, ich verstehe es nicht.

Oh, das ist ganz leicht zu erklären: Heterosexuelle Männer machen diese Gesetze. Solche Männer finden Lesben geil. Wegen Gleichbehandlung und so müssen Lesben natürlich auch bestraft werden, aber da sie Lesben geil finden, werden die halt nur gespankt, wohingegen die schwulen Männer gehängt werden. Smilie


_________________
Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Nichtraucher
Fun Bobby


Beiträge: 42453
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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 14:36                                  +/-

Man kann nicht alles aus Fernsehserien ableiten, Gimli. Oder soll ich Jeff sagen?


_________________
Lass die Finger von dem ganzen neumodischen Kram.
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Wichtel



Beiträge: 18053
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BeitragVerfasst am: 11.09.2006, 11:46                                  



Das Daimlermuseum in Stuttgart. Verzeihung, die Mercedes-Benz-Welt in Stuttgart. Eröffnet rechtzeitig zum Medienereignis 2006 in Deutschland, der Fußball-WM. Von mir besucht irgendwann Anfang August.

Das Gebäude selber sieht schon von außen ziemlich abgefahren aus, irgendwie will auf den ersten Blick nichts harmonisch ineinander übergehen, aber irgendwie dann eben doch. Rund oder amöbig scheint die Devise zu sein, die sich auch innen fortsetzt. Eine runde Theke, ein runder "Turm", der die Ausstellung beherbergt. Oval-elliptische Aufzüge, vier an der Zahl, die einen im offenen Inneren des Gebäudes zum Beginn der 110jährigen Geschichte des Daimlermobils bringen. Die läuft man auf spiralenförmig sich windenden Stockwerken ab - Start ist beim Pferd. Direkt unter dem Dach des Bauwerks.

Von dort aus kommt man vorbei an wirklich alten Autos wie diesem

. Die Räume noch in gelbliches Licht getaucht. Je neuer die Wagen werden, umso fortschrittlicher wird auch die Beleuchtung. Das fällt mir allerdings erst jetzt auf.

Besonders schick fand ich die Halle, in der sich diese Autos befanden. Die hatte was stilvolles an sich. Die Autos machten damals noch optisch gut was her und genau so wurden sie auch ausgestellt. Bewundernd. Leider empfanden viele andere Besucher das auch so wie ich und deshalb lief mir andauernd jemand vor die Linse. Anfassen durfte man ja auch nichts, von reinsetzen ganz zu schweigen.



Eine oder zwei Etagen tiefer kommt man dann zum letzten Glanzstück von Mercedes Benz/ Daimler Chrysler: Dem phantastischen Flügeltürenauto! :Herzchenaugen: (für Nerds: Mercedes-Benz 300SL Coupé) Hier traf mich die Sache mit dem nicht-Reinsetzen besonders hart. Ich konnte mich nur schwer beherrschen …



Dazu muss ich nicht viel sagen, denke ich. Es sieht einfach wunderbar aus und das einzig Störende daran ist der Stern darauf. Aber meine Abneigung gegen Mercedes ist nicht begründbar, abartig subjektiv und wahrscheinlich vererbt. Ich versuche, sie so weit wie möglich im Zaum zu halten.

Fast schon am Ende, aber die ganze Zeit von jedem Stock einsichtig - je tiefer man kommt immer ein wenig mehr - sind die Silberpfeile, Rennwagen allerschönstem Aussehens, die das Risiko, das Rennfahrer eingehen, viel deutlicher zeigen als die heutigen, hässlichen Boliden. *schüttel*


Kurz vor den zu erwartenden shops, Cafés und Daimler-Auto-Verkaufstheken schwebte dann noch diese Kreation in der Luft:




Wieso ich drin war, wenn ich doch was gegen Daimler habe? Nun, wieso nicht? Außerdem wurde ich eingeladen, da sind die €8 nichts. grins

Noch was zum Gebäude selber:
Wie ich gerade eben las, hat es wohl die Form eines dreiblättrigen Kleeblatts, weshalb das in der Mitte ein dreieckiges Atrium ist und kein Kreis. Ist mir nicht aufgefallen. Die Ausstellungsräume selber sind demzufolge in den Blütenblättern des Kleeblatts. Oder so. Ich fand's einfach nur rund und das hat mir gefallen. Ebenso, dass man von oben nach unten dem Alter der Autos folgt (sozusagen) - ich frage mich nur, wohin Daimler die Autos der nächsten 100 Jahre stellen will.
Außerdem empfand ich es nicht als störend, unüberdacht eine dreiviertel Stunde im Regen auf dem Platz vor der Welt anstehen zu müssen, denn es wurden stabile Schirme verteilt - und Sprudel gab's auch. Das nenne ich mal Service. *nick*

Alles in Allem ein zu empfehlendes Museum, wenn man sich für Autos (oder Mercedesse im Speziellen) interessiert.


Infos gibt es auch noch hier.

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