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Der Gedicht-Thread II
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 10.06.2005, 18:07                                  +/-

Ja, Wetterhexe?

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 10.06.2005, 18:13                                  +/-

Du meinst Deine Frage da oben nicht ernst, oder? Pleased to meet you, by the way! *strahl*

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Kaylee



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BeitragVerfasst am: 10.06.2005, 20:36                                  +/-

Tyler Durden

Damit ich den eben tobenden Wettstreit richtig verstehe:
Metkrug Sturmtief und PK battlen aus welcher einen besseren Akristichon schreiben kann? Und ein Akrisichon ist, wenn die Anfangsbuchstaben ein Wort ergeben, in diesem Fall den Nicknamen eines Users. Arbrandir hat irgendwie die Herausforderung ausgesprochen und Kaylee macht die Jury?



ääh…wo warst du das letzte halbe Jahr in der anderen Kneipe?? Offensichtlich nicht in diesem thread. Hast du dein eigenes Akrostichon auch nicht gelesen??

Btw: Tolles Monster!! Dachte, das wär nicht von dir… *applaudier*

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Tyler Durden
Administrator


Beiträge: 22933
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BeitragVerfasst am: 15.06.2005, 18:50                                  +/-

Doch doch, ich wollte nur sicher gehen, dass ich das alles richtig verstanden habe. Ähm ja.



PK hat einen interessanten Link ausgegraben, denn in der Schule lernt man doch noch was sinnvolles: "Eine Stunde galt dem Vortrag von Gedichten ... und dem Vergleich von Lewis Carrolls Jabberwocky mit dem Vogonengedicht."
Das war wieder mal ein Aha-Erlebnis, den Jabberwocky kannte ich nämlich nur von Monty Python.

Vogon Poetry:...................................Lewis Carroll:

Oh freddled gruntbuggly,.................`Twas brillig, and the slithy toves
Thy micturations are to me..............Did gyre and gimble in the wabe;
As plurdled gabbleblotchits................All mimsy were the borogoves,
On a lurgid bee................................And the mome raths outgrabe.


Hm, reicht das schon für eine eigene lyrische Gattung? Im Grunde wird Prostetniks Vogon Jeltz Dichtung ja stark unterschätzt vom Anhalter durch die Galaxis. Muss man nicht gerade den spielerischen Umgang mit der Sprache loben, die poetische Bildsprache bewundern, sind die ryhtmischen Erfindungen nicht zum Niederknien? Und immerhin ist es eines der meistzitierten Gedichte der Gegenwart. Oder vielleicht ist es doch Mist und im Gegenzug war Lewis Carroll einfach nur sturzbetrunken. Sein Gedicht kommt vor in der Fortsetzung von Alice im Wunderland. Alice findet es in einem Buch in Spiegelschrift geschrieben und mag es sehr, auch wenn sie zugibt nicht viel zu verstehen, außer das irgendetwas umgebracht wird von irgendjemanden. Im Gegensatz zum anzüglicheren Thema des Vogonengedichts ist das also Beowulf-Nonsens.

Hier die deutsche Übersetzung von Robert Scott (1872):

Jabberwocky (Bitte ans offene Fenster stellen oder im Büro aufstehen und laut rezitieren!)

Es brillig war. Die schlichte Toven
Wirrten und wimmelten in Waben;
Und aller-mümsige Burggoven
Die mohmen Räth' ausgraben.

»Bewahre doch vor Jammerwoch!
Die Zähne knirschen, Krallen kratzen!
Bewahr' vor Jubjub-Vogel, vor
Frumiösen Banderschnätzchen!«

Er griff sein vorpals Schwertchen zu,
Er suchte lang das manchsan' Ding;
Dann, stehend unterm Tumtum Baum,
Er an-zu-denken-fing.

Als stand er tief in Andacht auf,
Des Jammerwochen's Augen-feuer
Durch tulgen Wald mit Wiffek kam
Ein burbelnd Ungeheuer!

Eins, Zwei! Eins, Zwei! Und durch und durch
Sein vorpals Schwert zerschnifer-schnück,
Da blieb es todt! Er, Kopf in Hand,
Geläumfig zog zurück.

»Und schlugst Du ja den Jammerwoch?
Umarme mich, mien Böhm'sches Kind!
O Freuden-Tag! O Halloo-Schlag!«
Er schortelt froh-gesinnt.

Es brillig war. Die schlichte Toven
Wirrten und wimmelten in Waben;
Und aller-mümsige Burggoven
Die mohmen Räth' ausgraben.

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Alex



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BeitragVerfasst am: 15.06.2005, 20:49                                  +/-

Ich bevorzuge die Übersetzung von Christian Enzensberger.

Verdaustig wars und glasse Wieben
Rotterten gorkicht im Gemank;
Gar elump war der Pluckerwank
und die gabben Schweisel frieben.

"Hab Acht vorm Zipferlak, mein Kind!
Sein Maul ist beiß, sein Griff ist bohr!
Vorm Fliegelflagel sieh dich vor;
dem mampfen Schnatterrind!"

Er zückt sein scharf gebifftes Schwert,
Den Feind zu futzen ohne Saum;
Und lehnt' sich an den Dudelbaum
Und stand da lang in sich gekehrt,

In sich gekeimt, so stand er hier;
Da kam verschnoff der Zipferlak
Mit Flammenlefze angewackt
Und gurkt' in seiner Gier.

Mit eins! und zwei! und bis aufs Bein!
Die biffe Klinge ritscheropf
Trennt er vom Hals den toten Kopf;
Und wichernd springt er heim.

"Vom Zipferlak hast uns befreit?
Komm an mein Herz, aromer Sohn!
O blumer Tag! O schlusse Fron!"
So kröpfte er vor Freud.

Verdaustig wars und glasse Wieben
Rotterten gorkicht im Gemank;
Gar elump war der Pluckerwank
und die gabben Schweisel frieben.

zwinkern

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Alex



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BeitragVerfasst am: 15.06.2005, 21:00                                  +/-

Arbrandir

Alle
können
richtig
originell
schreiben.
Tatsächlich
ist
chronisches
Haikudichten
ohne
nennenswerten
Belang.
Ihr
tut
total
Einzigartiges.

Kaylee
Hä…?

So besser lesbar, Fee?

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lenaluna



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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 15:54                                  +/-

Wow, was für eine schöne Übersetzung und welch genialer Rhythmus! Das muss man sich schon mal genießerisch über die Lippen hüpfen lassen ...



Zuletzt bearbeitet von lenaluna am 27.06.2005, 23:08, insgesamt einmal bearbeitet
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 21.06.2005, 17:38                                  +/-

Ich kann mich aber nicht mit dem Namen "Zipferlak" anfreunden, so heißen Bösewichte bei der Augsburger Puppenkiste die sich mit dem Kasperle um Pfannkuchen streiten. "Jammerwoch" für Jabberwocky dagegen ist phonetisch passender und finde ich schön altertümmelnd.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 11.07.2005, 23:29                                  +/-

Im Buchladen III

He, habense dem Dieter Bohlen sein Buch, das neue?
Ich schau mal, ob ich es sehe.
Der is toll, der quatscht doch über Treue
und dat sowas nich klappt in der Ehe.
Wenn ich dat meiner Else schenke,
da siehtse mal, wat ich so denke.


Ah, da ist es, "Der Butt", ganz frisch,
macht Zwanzigfuffzig, als Geschenk,
das macht sich auf dem Gabentisch!
Äh..dat heißt so? Ich hatt gedenkt
das heißt anders, irgendwas mit Bohlen..
Sie wolln mir doch nich verkohlen?


I wo, das ist genau was Sie suchen:
witzig spritzig, unterhaltsam!
Leicht zu lesen und nebst dem Kuchen
ein prima Präsent für die Madam,
das wird sie freuen,
Sie werden's nicht bereuen!

Na dann, dat nehm ich, packens ein,
ich will ja nich am Nörgeln sein,
Sie werdens ja wissen, nicht wahr?

Aber immer, alles klar und
auf Wiederschaun!

(Blödmann)

-----------------------------------------------------

Als erstes fragte ich mich wie PK wohl dieses Gedicht geschrieben hat. Auf der Arbeit in der Mittagspause? Nach einem Hugendubelbesuch beim Einkaufskorb ausräumen mit aus dem Ärmel geschüttelt? Und dann überlegte ich was wohl der Anlaß war. Er hat nicht wirklich versucht einen Bohlen zu kaufen, oder? Oder?! Und ich bin ein bisschen beleidigt, dass er den Gedichthread hier links liegen lässt. Geschieht ihm ganz recht, dass seine Gedichtseite mit 0 Kommentaren vor sich hindarbt. Pah.
Wenn er im Selbstverlag dann irgendwann einen Lyrikband herausbringt, werde ich sein Buch aber trotzdem kaufen.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 12.07.2005, 00:20                                  +/-

Ähm.. gute Frage ?????

Ich geh gerne in Buchläden und ich glaube, ich hatte zuvor Robert Gernhardt gelesen und ich mag seine Art, berühmte Namen zu verwursten, á la:

Steiner sprach zu Hermann Hesse:
"Nenn mir sieben Alpenpässe!"
Hesse sprach zu Steiner:
"Sag mal Rudolf, reicht nicht einer?"


hähö

Das obige Gedicht ergab sich aus den vorhergehenden, sie stehen ja im Blog in umgekehrter Reihenfolge. Zuerst kam das mit Grass, der angeblich tot ist und das ergab sich tatsächlich aus einem Erlebnis bei Baedecker, wo eine leicht inkompetente Buchhändlerin mir bei zwei Titeln gesagt hat, sie wären nicht da, und ich beide dann im Regal gefunden habe. Ich hatte kurz überlegt, ob sie das absichtlich gemacht hat und dann kam mir natürlich der schrullige Tierladenverkäufer bei Monty Python in den Sinn, der in einem Sketch (der dem berühmten mit dem Papagei vorausging) dem Kunden immer nur eine Schildkröte verkaufen will, egal, was der Kunde verlangt.

Vieles ergibt sich dann auch durch die Reime, das gefällt mir an gereimten Gedichten. Man ist mitunter gezwungen, obskure Wendungen einzubauen, weil man den Reim braucht. So wie:

Könnt' ich vielleicht den Geschäftsführer sprechen?
Leider nicht, ihn hindert die Pflicht,
er geht um die Zeit immer ehebrechen.

Das mit dem ehebrechen kam spontan. Fand ich lustig, so als fast schon lästige Alltagspflicht.

P.S: Du bekommst eine Ausgabe gratis. Versprochen.

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 12.07.2005, 15:58                                  +/-

Tyler Durden
Und ich bin ein bisschen beleidigt, dass er den Gedichthread hier links liegen lässt. Geschieht ihm ganz recht, dass seine Gedichtseite mit 0 Kommentaren vor sich hindarbt. Pah.

Ich veröffentliche die ja zuerst im DAF und wenn sie mir nach einer Weile noch gefallen nochmal im Blog.



Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 24.11.2006, 00:36, insgesamt einmal bearbeitet
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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 13.07.2005, 00:05                                  +/-

Wie heißt dieses expressionistische Gedicht, das auf den ersten Weltkrieg Bezug nimmt, sehr bekannt ist, und in dem "Fenster lauern, Mauern starren" (oder so ähnlich)? Und von wem stammt es?

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 13.07.2005, 00:08                                  +/-

Das ist die Patrouille von August Stramm (geb. 1874 in Münster, gest. 1915 in Russland):

Die Steine feinden
Fenster grinst Verrat
Äste würgen
Berge Sträucher blättern raschlig
Gellen
Tod.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 13.07.2005, 00:09                                  +/-

Klingt nach einem von Georg Trakl Gedichten. Das sind zumindest die einzigen mir bekannten Gedichte, auf die deine Beschreibung passt.

Edit:
Oh, nevermind.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 13.07.2005, 00:15                                  +/-

Tyler Durden
Das ist die Patrouille von August Stramm (geb. 1874 in Münster, gest. 1915 in Russland):

Die Steine feinden
Fenster grinst Verrat
Äste würgen
Berge Sträucher blättern raschlig
Gellen
Tod.

Wow. Beeindruckt mich, ehrlich. Vorallem da ich mal einen sehr intensieven Frontbericht von Verdun gelesen habe.


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 13.07.2005, 00:33                                  +/-

Danke Tyler, genau das meinte ich. Und aus Münster kommt der Kerl auch noch. Hallo


edit: Oh je, Gimli.... wie modegro ist das denn?

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 13.07.2005, 00:49                                  +/-

Da sieht man mal, dass man nicht für die Schule lernt, sondern fürs Leben. PD musste nur expressionistisch und Weltkrieg schreiben und schon sah ich vor dem geistigen Auge meinen alten Deutschlehrer der uns "Fenster grinst Verrat" interpretieren lies.

August Stramms Gedichte gibts im Gutenberg Projekt:
http://gutenberg.spiegel.de/stramm/gedichte/0htmldir.htm

Sind einige coole Sachen dabei:

Granaten

Das Wissen stockt
Nur Ahnen webt und trügt
Taube täubet schrecke Wunden
Klappen Tappen Wühlen Kreischen
Schrillen Pfeifen Fauchen Schwirren
Splittern Klatschen Knarren Knirschen
Stumpfen Stampfen
Der Himmel tapft
Die Sterne schlacken
Zeit entgraust
Sture weltet blöden Raum.

---------------------------------
Der Einstieg ist etwas schwerfällig, aber ist man erstmal
beim lautmalerischen Schrillen Pfeifen Fauchen Schwirren angekommen
spürt man die Granaten rechts und links neben einschlagen.
Und das Schlachtfeld(?) einen blöden Raum nennen ist treffend witzig.
--------------------------------

Schlachtfeld
   
Schollenmürbe schläfert ein das Eisen
Blute filzen Sickerflecke
Roste krumen
Fleische schleimen
Saugen brünstet um Zerfallen.
Mordesmorde
Blinzen
Kinderblicke.

---------------------------------
Fleische schleimen...
Ich will nicht wissen wovon er nachts geträumt hat.
---------------------------------

Freudenhaus
       
Lichte dirnen aus den Fenstern
die Seuche
spreitet an der Tür
und bietet Weiberstöhnen aus!
Frauenseelen schämen grelle Lache!
Mutterschöße gähnen Kindestod!
Ungeborenes
geistet
dünstelnd
durch die Räume!
Scheu
im Winkel
schamzerpört
verkriecht sich
das Geschlecht!

-----------------------------------
Alles ist pervertiert und verdorben.
-----------------------------------

Wache

Das Turmkreuz schrickt ein Stern
Der Gaul schnappt Rauch
Eisen klirrt verschlafen
Nebel streichen
Schauer
Starren Frösteln
Frösteln
Streicheln
Raunen
Du!

----------------------------------

Das "Du!" kommt bei sehr vielen Gedichten vor. Ich mag mir vorstellen, die Erinnerung an die ferne Liebste war seine einzige Zuflucht im Krieg.

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Gimli



Beiträge: 23365
Wörter pro Beitrag: 35

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BeitragVerfasst am: 13.07.2005, 13:26                                  +/-

Tyler Durden

---------------------------------
Fleische schleimen...
Ich will nicht wissen wovon er nachts geträumt hat.
---------------------------------

Wenn man bedenkt, dass viele der Soldaten von der Front abgezogen wurden, weil die Ärzte ihnen Wahnsinn diagnostiziert haben, will das höchstwahrscheinlich keiner von uns wissen. Der genannte Frontbericht ist da auch sehr zermürbend.


@ Psycho Dad: Tja, ich mag Morgi halt, mochte ihn schon immer, ich find ihn irgendwie lustig. Und außerdem haben wir hin und wieder etwas gemeinsam. zwinkern


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 18.07.2005, 14:42                                  +/-

Menschen, die nichts besseres zu tun haben, schreiben sich sinnvolle PNs, das wissen alle hier. Dies hier entstand bei einem PN-Wechsel zwischen Triskel (*knuddel*) und mir.



Du Krebs du!

schnappschereschnapp
der Triskel
das Stuhlbein ab


tzzzzz.

zieht der krebs,
der kleine,
seine runde
um das eine

stuhlbein,
das muss er haben
will sich dran laben

ach, die krebse
die kleinen
man könnte fast meinen
sie seien
durchtrieben

dabei schauen sie
so treuherzig aus ihren
Äuglein raus.


*plumps*

jetzt hat er es geschafft,
das triskel liegt
am boden
wälzt sie sich
wahrscheinlich vor lachen
der krebs kann sein glück
gar nicht fassen

ein stuhlbein
geknabbert
ein menschlein
bekommen

wie unbesonnen!


Hach!

der krebs
der kleine
beäugt die riesenbeine
da vor sich
mit kritischem blick
und ist sich nicht
sicher
was er von ihnen halten

soll
er klappern
oder schnappern
oder ticken
oder zwicken

soll
er rennen
bei mama flennen
oder

soll
er einfach
hingehen und
mal probieren?


ey!
nicht ticken
oder zwicken

das riesenbein
hat einen Fuß
der tritt dann drauf
und dann ist Schluß


der krebs
der kleine
wir kennen ihn schon
sieht es dunkel
werden

und fragt sich
was soll der scheiß?
glaubt
das bein
oder was auch immer
es ist

ich ließe
mich quetschen
trampeln
mit dem
zeh
dem großen
stampfen?

bin ein krebs
ein kleiner
zwar

aber kann
greifen gar
wunderbar!


aua
schreit der Fuß
sagt nichts mehr
denn es fehlt die Mus´


es fühlt
sich stark
der krebs
der kleine

denn er lebt
noch
doch
der zeh
der große
scheint weh

er zuckt
und jammert

hätt er mal
vorher gedacht
der zeh
am bein

denkt der krebs
und fühlt sich
stark wie ein

meerschwein


der Zeh
wird rot
tot?

Doch
Bleiben noch
neune!

Rache!
die Meute
will Beute.


dem krebs
wirds un

gemütlich
tapert er nach
rechts
und denkt sich
die neune
tricks ich
das ist ja wohl
klar

grinst
klammheimlich
seine äuglein
die treuherzigen

blinzeln
und linsen
schielen
und trielen

so angestrengt
suchen sie
nach einem
ziel
auf der linken seite


Fünf
ohne Strümpf
zeigen dem Vieh
wie
man kleine zwicker
und ticker

Knacks!



wie gemein!
ist das letzte
was er denkt
der krebs

bevor er zum
letzten mal
muss niesen

wenigstens kann
man
ihn jetzt nicht

mehr genießen.



Zuletzt bearbeitet von Wichtel am 18.07.2005, 17:28, insgesamt 2-mal bearbeitet
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GuyIncognito



Beiträge: 21148
Wörter pro Beitrag: 34
Wohnort: Terra Incognita
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BeitragVerfasst am: 18.07.2005, 14:46                                  +/-


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Wichtel



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Wörter pro Beitrag: 28

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BeitragVerfasst am: 18.07.2005, 14:49                                  +/-

Haach! Danke! endlich .... *ggggg*

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Helcaraxe



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Wörter pro Beitrag: 42

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BeitragVerfasst am: 18.07.2005, 14:53                                  +/-

*klack* (V)o_O(V) *klackklack* (Das Krebs-Äquivalent zu stürmischem Beifall)

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