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Johann Sebastian Bach im weltweiten Netz...
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 06.04.2007, 22:57                                  +/-

So einen musikreichen Karfreitag wie diesen habe ich mir noch nie ins Ohr getan... - die beiden Bach-Passionen [Konzert/Radio] erwähnte ich ja schon, aber vorher war ich auch noch in einer G. B. Pergolesi-Aufführung seines Stabat mater, und wiederum davor vormittags als (ugly agnostisches) Chormitglied im Karfreitagsgottesdienst...

Da will ich doch mal freigiebig sein Yes und andere am unvergleichlichen Erlebnis Bach teilhaben lassen. Auf die folgend eingestellten Youtoube-Schnipsel stieß ich zufällig vor 16 Tagen (????? oder war es noch einen Mittwoch früher?), als ich eigentlich abends meinem ultimativen Anti-Ethikfundi-Beitrag gegen AdrianBs und Morgoths Leidminimierungsschmu
(nix generell gegen Leidminimierung, aber sehr wohl etwas gegen die Eindimensionalität) ein erstes "Gerüst" geben wollte.
Der Abend war dann für das Feilen an Forumsmonsterbeiträgen verloren. grins
Und nicht nur der - überhaupt spüre ich seitdem nur noch einen Bruchteil der vorher dagewesenen Motivation zu umfassendem Argumentieren, so daß auch die folgenden Tage nix G'scheites mehr zusammenkam...
Es wird ja eh' nicht vermißt, also werde ich auch nicht von "Och Mööönsch Wolter, nu schreib doch endlich..." bedrängt werden. Sehr praktisch! Yes





Johann Sebastian Bach
Matthäus-Passion
BWV 244


Amsterdam Baroque Orchestra + Choir
Ton Koopman



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Wolter

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 06.04.2007, 23:10                                  +/-



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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 04:27                                  +/-

Ich finde Wolter toll und bewundernswert, weil er sich mit guter Musik auskennt und uns oft davon berichtet, wodurch unser geistiger Horizont erweitert wird. Wolter tut dem Forum gut. Ich bin ein Nacktnasenwombat. Vielen Dank.

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 08.04.2007, 14:19                                  +/-

Die beiden Bach-Passionen haben bestimmt gerockt wie Sau. So würde ich Ostern auch gerne verbringen.

Aber Monsterbeiträge zu den Diskussionsthemen würde ich von Wolter tatsächlich gerne mal wieder lesen.


_________________
„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
(Tyler D.)
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 21.03.2008, 19:11                                  +/-

Aus der Thomaskirche Leipzig: Bachs Matthäuspassion am Karfreitag

Johann Sebastian Bach
Matthäus-Passion BWV 244


Sally Matthews, Sopran
Yvonne Naef, Alt
Martin Petzold, Tenor
Martin Lattke, Tenor
Stephan Genz, Bass
Egbert Junghanns, Bass
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller
Als der Vespergottesdienst am Karfreitag des Jahres 1727 in der Leipziger Thomaskirche begann, konnte die versammelte Gemeinde nicht ahnen, dass die angekündigte Passionsvertonung des Thomaskantors Johann Sebastian Bach nach dem Evangelium des Matthäus ungefähr drei Stunden dauern sollte. Der erste Teil erklang vor, der zweite Teil nach der Predigt. So manch Hörer wird überfordert gewesen sein, bezeichnend ist auch der überlieferte Stoßseufzer einer adligen Witwe: "Behüte Gott, ist es doch als ob man in einer Opera oder Comödie wäre!"
So "passioniert" im Sinne von leidenschaftlich und Anteil nehmend war in Leipzig allerdings selbst in der Oper nicht musiziert worden. Die exzeptionelle Tiefe und im Grunde religionsübergreifende Humanität, mit der sich die Matthäuspassion damals weit über ihre Zeit erhebt, dürfte das Leipziger Publikum damals noch nicht ermessen haben. Viermal kam das Werk bis zu Bachs Tod 1750 noch zur Aufführung, danach geriet es in Vergessenheit. 1829 leitete der zwanzigjährige Felix Mendelssohn Bartholdy mit der Wiederaufführung der Matthäuspassion mit der Berliner Singakademie eine "Bach-Renaissance" ein, in deren Folge das Werk 1841 erstmals auch am Ort seiner Uraufführung wieder erklang.
Bis heute stellen die jährlichen wechselnden Aufführungen von Bachs Matthäus- und Johannespassion mit dem Leipziger Thomanerchor in der Leipziger Thomaskirche einen Höhepunkt im Musikleben der Stadt dar und sind darüber hinaus Anziehungspunkt für ein musikbegeistertes Publikum aus der ganzen Welt. Im Unterschied zu den als wesentlich gleichberechtigt empfundenen verschiedenen Fassungen der Johannespassion wird die Matthäuspassion üblicherweise in der Fassung von 1736 aufgeführt.
Bach hatte dafür aufführungspraktisch relevante Verbesserungen gegenüber der Urfassung von 1727 vorgenommen. Der Text der Matthäuspassion gliedert sich in drei Ebenen: Die wichtigste, tragende Ebene stellt der biblische Bericht nach Matthäus (Kapitel 26 und 27) dar. Neben dem berichtenden Evangelisten treten in wörtlicher Rede Jesus, der Verräter Judas, der Jünger Petrus, der Jesus verleugnet, zwei Hohepriester, zwei falsche Zeugen, zwei Mägde, der Landpfleger Pontius Pilatus und dessen Frau auf.
Freie Dichtungen des Librettisten Christian Friedrich Henrici (genannt Picander), die der Kommentierung und Reflexion des Passionsberichtes in Form von differenzierten Chorsätzen und Einzelgesängen dienen, bilden die zwei Ebene. Und als dritte Ebene erscheinen die Choralstrophen, mit denen die Empfindungen der christlichen Gemeinde reflektiert werden: schlichte, vierstimmige Choralsätze als Ruhepunkte, als Momente des Innehaltens im Ablauf des Geschehens.
Deutschlandradio Kultur sendet die Passion in Übernahme einer Sendung des MDR für die EBU um eine knappe Stunde zeitversetzt ab 20.03 Uhr im "Konzert".

MDR Figaro, NDR Kultur und WDR 3 senden jetzt live aus dem Bach-Tempel! Smilie

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Wolter



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BeitragVerfasst am: 21.03.2008, 22:17                                  +/-

Der Schlußchor beginnt (und endet auch) so:

Wir setzen uns mit Tränen nieder
Und rufen Dir im Grabe zu:
Ruhe sanfte, sanfte ruh!

Obwohl ich als Agnostiker nicht wirklich um Jesu Leiden und Tod trauere, weiß ich schon vor dem ersten Ton dieses Chors, daß ich wie ein Schloßhund losheulen werde! (hmmmm / ugly-) [warum? - ist doch klar: weil ich drei Stunden Johann Sebastian Bach hinter mir habe und das sooooo schöööööne Musik ist!]
Das erwähne ich jetzt wegen einer Besonderheit bei dieser Übertragung - diesmal dachte ich zunächst mit den ersten Tränen, nach dieser Blutgeschichte müßte man doch eigentlich
Blut weinen.
Weil mich auch diesmal wieder heftigste Bachanbetung übermannt, muß ich schon sehr schnell ins Taschentuch schniefen - v.a. weil ich spüre, daß aus meiner Nase nicht Sekret, sondern
Blut herausläuft!

Wenn dem mal nicht irgendwelche Symbolkraft innewohnt!

[So, Blutfluß gestoppt]

Nebenbei:

PD
Aber Monsterbeiträge zu den Diskussionsthemen würde ich von Wolter tatsächlich gerne mal wieder lesen.

Ist zwar von letztem Jahr, gilt auch diesmal: aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Yes

Allerdings isses heute schwer: um 22.30 gibt es auf NDR Kultur noch ein großes Karfreitagswerk des innerhalb des Klassikdreigstirns von vielen noch unterschätzten Joseph Haydn: seine "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze". Das kann ich einfach nicht ignorieren!

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 21.03.2008, 23:06                                  +/-

das gehört ja auch so ziemlich zur ergreifendsten Musik, die je geschrieben wurde! Da darf man ruhig mal losheulen


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 21:30                                  +/-

Habe bis vor einer guten halben Stunde live aus der Thomaskirche zu Leipzig zum 258. Todestag () des Meisters eine interessante weltliche (und nur halb so lange) Variante der Matthäus-Passion gehört (und endlich mal halten die Zuhörer nach dem letzten Ton auch ein paar Sekunden inne, das war bei den bayreuther Übertragungen von Parsifal und Tristan und Isolde nämlich ganz besch...eiden ) - nach dem damals üblichen zeitsparenden Parodie-Verfahren hatte Bach auf einige seiner Passionsstücke einen neuen Text gelegt, um noch rechtzeitig (und zu guten finanziellen Konditionen) zum ersten Todestag 1729 seines ehemaligen Arbeitgebers, des Fürsten Leopold v. Anhalt-Köthen, eine würdige Trauermusik - die von der Nachwelt so genannte "Köthener Trauermusik" - aufführen zu können.
Leider war der ungewohnte Text nicht immer verständlich, aber lustig waren die leicht schwülstig-devot geratenen Rezitative, die von einer Schauspielerin deklamiert wurden, da die Noten verlorengegangen sind.
(Natürlich sind auch viele geistliche Kantatentexte arg kitschig, aber gesungen stört man sich nicht so sehr am Kitsch, denn die herrliche Musik überstrahlt alle Peinlichkeit...)

Da ich zunächst nicht gewußt hatte, was sich hinter dieser Trauermusik verbirgt - deren Länge also auch ganz falsch einschätzte - habe ich erst mit zunehmender Dauer meinen (natürlich ganz unpedantischen *g*) "Radioplan" umdisponieren müssen, denn irgendso'n Heja!Heja!-Schwedensender brachte ab 21.30 für eine halbe Stunde die Beatsteaks, die ich nach den diversen hiesigen hyster hymnischen Anhimmelungen eigentlich mal akustisch etwas kennenlernen hatte wollen ( hach, de daitsche Spraach'...) - aber dann habe ich natürlich lieber Bach zuendegehört...


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 21:56                                  +/-

Bach statt Beatsteaks, das nenne ich mal ein Alternativprogramm hähö

Meine Lieblingskantate ist übrigens "Der alte Drache brennt vor Neid" (BWV 147?? vergessen...) Da hört man im Bass den Schwanz so schön schlagen


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 22:07                                  +/-

Tja, die Beatsteaks werden in meiner musikaischen Gunst wohl auch dann gegen Bach keine Chance haben, wenn ich sie erst (etwas) kennengelernt habe. Nichtsdestotrotz werde ich ihnen natürlich, aufgeschoben = nicht aufgehoben, sportlich fair eine Chance geben! Yes


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 22:12                                  +/-

hörst Du diese Art



normalerweise überhaupt (auch)? Oder würdest Du das nur tun, um mit dem Kneipenmob mitreden zu können? Ich hatte Dich eindeutig der (NUR!) Klassikfraktion zugeordnet


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 28.07.2008, 22:29                                  +/-

Klassik ist natürlich mein Schwerpunkt, aber weil ich ja auch so schmerzlos bin, mich mit kakoph zeitgenössischer Kompositionskunst von Schönberg über Henze und Schnittke bis Pärt, Vasks, Rihm, Tüür und Auerbach () auseinanderzusetzen, laufe ich auch nicht vor anderen Musikrichtungen davon; insbesondere nicht vor verschiedenen Jazzrichtungen und vor zünftiger gitarrenlastiger Rockmusik. Natürlich habe ich da riesige Wissenslücken, doch wenn Scotsman Mark Knopfler in die Seiten greift, dann verliert zumindest die modernere "E-Musik" dagegen. hähö

Und gegen Brecht/Weill (Dreigroschenoper, Mahagonny) und gegen Krenek (Johnny spielt auf, darauf bezieht sich meines Wissens das Plakat) habe ich natürlich auch nix einzuwenden! Spitze

Eine Lieblingskantate habe ich übrigens nicht - ich kenne ja noch nicht einmal alle ugly. Das Sprechende (bzw. das den Text Illustrierende) in Bachs Musik ist aber nicht nur in "Deiner" Kantate phänomenal!


edit: apropos Musik zum Weglaufen - die gibt es auch: die volkstümliche bedirndlte und belederhoste Humtahumta-Grinse-Heile-Welt-Musi, die übersteigt meine Toleranzgrenze deutlich!


2. edit (Morgenstund' hat Gold im Mund): Der Henze ist übrigens eine (in Italien bei Rom sehr feudal-salonkommunistisch lebende, leider inzwischen nicht mehr so gesunde) 82jährige ziemlich linke Socke, Sympathie mit dem Kuba-Regime (zumindest in den 60er und 70er Jahren) und so - daß ich ihn trotzdem auch als Person (nicht nur seine Musik) mag, das bereitet mir seit der unfeel.vehl.fehlbaren Diagnose des nichtrauchenden Pfeifenkrautlers ein peinigendes schlääächtes Gewissen.


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 30.07.2008, 23:57                                  +/-

Echt schlimm Ein Radio-Hüpfen war das diesen Abend *verschnauf*:

19.15-20.00 (Antenne) Schwan oder Köhler? Diskussion über die beiden Kandidaturen um die Bundespräsidentschft - Spitze Uwe-Karsten Heye, dieser "Gesicht-zeigen"-Gutmensch mit den üblichen Wahrnehmungsstörungen am linken Rand, hat akustisch so richtig schön schlecht ausgesehen!
(Gleichzeitig
19.05-20.00 eine Nordwestradiosendung im Stream aufgenommen: "Mensch, du Affe!" - Mit eigenem gestelzten Untertitel: Anthropologischer Blick in den Spiegel, der sich durch die Beobachtung der uns nächstverwandten Menschenaffen ergibt.)

Ab
20.03-21.30 (Antenne) im Deutschlandradio Kultur das Sting-Album "Bring on the Night", mitgeschnitten (Stream) aber erst ab 20.30, denn 20.10-20.30 wollte ich mir (zumindest zum späteren Anhören ) auch die Sendung im Parallelsender Deutschlandfunk über den "Iranischen Alltag im Schatten der Scharia" nicht entgehen lassen.

Um
21.30 im fliegenden Wexel wieder zurück zum Deutschlandfunk, um wenigstens die letzte halbe Stunde des genialen "Polit-Parodisten" Reiner Kröhnert genießen zu können! Spitze

Pause danach? Pustekuchen! Weiter dann zu einem der Kultursender (NDR, MDR, WDR, RBB, SR), die sommers immer gemeinsam von verschiedenen Festspielorten übertragen und jetzt auch noch gemeinsam zu Ehren des großen
David Oistrach an sechs Mittwochen (?????-) anschließend ab 22.00 für eine halbe Stunde einige Beispiele seiner wirklich überragenden Spielkunst bringen, diesmal Ysaye und Bartók.

Dann
22.30-23.00 natürlich auf hr 2 der "Schrecksenmeister" in der genialen Fröhlich-Interpretation!

23.04-23.35, rbb Kulturradio - Noch eine Lesung: Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", vorgelesen von Ben Kingsley Peter Matić - anderer (unklamaukiger) Stil, aber auch ganz große Sprechkunst! Spitze

Tagesausklang mit letzten Nachrichten in
"Das war der Tag" im Deutschlandfunk...

Warum ich das hier poste?

Weil im ARD-Nachtkonzert jetzt wieder
Johann Sebastian Bach mit seiner Partita Nr. 4 für Klavier D-Dur BWV 828, gespielt von Murray Perahia, an der Reihe ist! Spitze

Und außerdem arbeite ich hier auf auf eine Seite 2 hin...


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 22.12.2009, 00:40                                  +/-

Craggan (@ Euseppus)
da fällt mir ein: wollten wir nicht ins 3-D Chrismas Oratory gehen?

Ist ja Waaahnsinn, wie man Bach inzwischen so aufpeppen kann!

Ich wage die Behauptung, daß man* unter diesen modernen Umständen die Musik dann sogar Überrascht stereo hören kann, ste.re.o...! - genial!


* Leute ohne Geburtsfehler


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Warg



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BeitragVerfasst am: 22.12.2009, 10:09                                  +/-

ah... Bach.


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Unglaublich, diese Atheisten!
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Barty



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BeitragVerfasst am: 22.12.2009, 10:20                                  +/-


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 22.12.2009, 10:40                                  +/-

Ihr habt die Handbewegung vergessen.


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You met me at a very strange time in my life.
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Warg



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BeitragVerfasst am: 22.12.2009, 10:41                                  +/-

Ich hab danach gesucht. Aber kein passendes Bild gefunden. Traurig

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Wolter



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BeitragVerfasst am: 23.12.2009, 00:14                                  +/-

Barty

hähö

Die (vorgegebene) "Kennerschaft" insbesondere der "großen B's" kann heikel sein:


Ein Mensch sitzt stolz, programmbewehrt,
In einem besseren Konzert,
Fühlt sich als Kenner überlegen –
Die anderen sind nichts dagegen.
Musik in den Gehörgang rinnt,
Der Mensch lauscht kühn verklärt und sinnt.
Kaum daß den ersten Satz sie enden,
Rauscht er schon rasend mit den Händen
Und spricht vernehmliche und kluge
Gedanken über eine Fuge
Und seufzt dann, vor Begeisterung schwach:
„Nein, wirklich himmlisch, dieser Bach!
Sein Nachbar aber grinst abscheulich:
„Sie haben das Programm von neulich!“
Und sieh, woran er gar nicht dachte:
Man spielt heut abend Bruckners Achte.
Und jäh, wie Simson seine Kraft,
Verliert der Mensch die Kennerschaft.


Von Eugen Roth, "Der Kenner"! Spitze


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 28.02.2010, 19:11                                  +/-

Der letzte Beitrag auf dieser youtubevideoüberladenen ersten Seite! Spitze

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Als Zugabe hatte Hilary Hahn vorgestern von Joh. Seb. Bach die Sarabande aus der Partita Nr. 2 für Violine solo in d-Moll BWV 1004, die mit der abschließenden Chaconne sogar aus dem Werk des Übermeisters noch wie eine Kathedrale herausragt, gespielt (als Referenz gibt es leider nichts Besseres: dieses dogma-mäßig hyperwackelige Amateurvideo aus der Laeiszhalle [von ganz hinten oben von den billigen Plätzen der 'Galerie' aus aufgenommen] ist optisch grauenhaft und auch akustisch mit den Nebengeräuschen natürlich nicht optimal, aber die Musikalität kommt schon noch so eben rüber...).

Der Zufall - oder die große Beliebtheit bei den Solisten, nach dem "Programmkonzert" dem applaudierenden Publikum diesen dritten Satz quasi zu schenken - fügte es, daß auch einen Tag vorher die von mir schon mal erwähnte Antje Weithaas als Mitglied des Arcanto Quartetts (zweite von rechts) nach dem Beethoven-Violinkonzert "die" Sarabande als Zugabe wählte (wohl wegen ihrer Untauglichkeit als "Glamour-Girl" findet sich keine Youtube-Aufnahme, mir jdf. gelingt da kein Fund).

Für mich ein Anlaß zur Youtube-Recherche.
(Nicht alle Funde sind Zugaben nach einem Konzert mit Orchester, aber die Mehrzahl; die anderen sind entweder auch aus Konzerten [aber im "Programmteil"] - oder halblegal geklaute Studioaufnahmen.)

Natürlich spielt auch Julia Fischer gelegentlich dieses introvertierte Stück als Zugabe : Klasse! Spitze
In drei Tagen aber als reguläres Programm mit allen Partiten: die Chaconne ist dann natürlich das große Finale! hach (Übermorgen die Sonaten werden sicherlich ebenfalls toll! Übrigens, Ankuckbefehl des im Link eingebetteten, wenn auch nicht so ganz aktuellen, Youtube-Porträts über Julia Fischer! Yes)

Vom knapp 10 Jahre älteren (laut Wiki zu meiner Überraschung in Deutschland lebenden) Russen Maxim Vengerov gibt es (mindestens) zwei Youtube-Mitschnitte: a) "Der UNICEF gewidmet" b) Kölner (?) Philharmonie "Bach!" sagt er bloß (Scharmör!), und dem erfreut raunenden Publikum - schätze, auch dem Maestro Barenboim - ist es quasi egal, welches Stück er nun vom Meister der Meister spielen würde... (wäre es mir ebenfalls: es ist für Violine nun einmal alles toll, was Bach geschrieben hat!)
Vengerov spielt sehr mit körperlichem Einsatz; damit hat er mich vor einigen Jahren im 1. Violinkonzert von Schostakowitsch Überrascht schwer beeindruckt!

Der Däne Nikolaj Znaider ist etwa so alt wie Vengerov; seine Widmung (in der Mailänder Scala!) geht an den wohl gerade verstorbenen großen Cellisten Mstislaw 'Slava' Rostropowitsch. Sehr gut gelingt es ihm, das Publikum am zu frühen Losklatschen zu hindern! Spitze

Wargs Landsmännin (????? Landsfrau?) Janine Jansen überzeugt durch eine gelungene Mischung zwischen introvertierter Innerlichkeit und wärmender (nicht unangenehm blendender) Strahlkraft des Tons! Yes Deshalb stört das fehlende "bewegte Bild" auch überhaupt nicht! Spitze

Der Grieche Leonidas Kavakos repräsentiert meinen Jahrgang, muß natürlich schon deshalb gut sein! zwinkern [Zugegeben würde mich da aber schon ein wenig interessieren, wie sein Spielen optisch aussieht...]

Warum gibt es kein Video mit Geigengott Christian Tetzlaff?!

Anne-Sophie Mutter, der vielleicht das Verdienst zukommt, den zahlreichen heute erfolgreichen jungen Violinistinnen den Weg bereitet zu haben, widmet ihr Spiel der Sarabande ihrem Mentor v. Karajan und vergeigt i.w.S.d.W. (intonationsmäßig) den im Pianissimo verdämmernden Schlußton. Geschockt
Ich muß ja sagen, daß ich schon seit jeher das Spiel der Frau Mutter zu... ????? ... "glatt" empfinde...

Das Spannendste an dem Auftritt von Itzhak Perlman, einigen vielleicht noch von der Inauguration von Barack Obama in Erinnerung, ist die gräßliche Mode der 70er Jahre! grins - Seiner schicksalsgeprüften Persönlichkeit wegen ist er mir menschlich nahe, aber irgendwas stört mich an seinem Spiel... ?????

Der fast gleichaltrige, allerdings eher in heutigen Tagen gefilmte Gidon Kremer:
labi, vec draug! Spitze Er hat auf jeden Fall bei allem Risiko, das so etwas mit sich bringt, den individuellsten Ton in dieser erlauchten Runde: das Tänzerische kommt bei ihm am besten raus Yes (jedoch, auf seine Mundpartie sollte man während seines Spiels besser nicht achten ugly).

Eigentlich sollten jetzt noch Klangbeispiele von Szeryng, Milstein oder Heifetz folgen, aber ich kann da nichts finden. Traurig
(Und auch die altersmäßig bei Julia Fischer einzuordnende Baiba Skride sowie der etwas gesetztere Daniel Hope fehlen leider, beide übrigens Wahlhamburger...)

Dafür als abschreckendes Beispiel, wie man die Sarabande vielleicht noch spielen kann, wenn man ein sehr guter entwicklungsfähiger Musikstudent (an der Juilliard School NY) ist - aber nicht mehr, wenn man als weltweit gefeierter Solist auch musikalischen (nicht nur technischen) Ansprüchen genügen will: David Garrett - Örks, einfach nur runtergeholzt!


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

????? Schwierig zu sagen, welcher Interpretation in dieser - natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebenden - Auswahl ich meine subjektive Goldmedaille verleihen würde... Gidons, Janine oder Leonidas, denke ich momentan - aber so eine Entscheidung ist auch etwas stimmungsabhängig.

Gewalt ist keine Lösung So, umblättern bitte!


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 28.02.2010, 20:28                                  

Wolter
So, umblättern bitte!

In der Kürze liegt die Würze, willst Du Folter, dann lies Wolter. Yes

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Wolter



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BeitragVerfasst am: 01.03.2010, 21:55                                  +/-

grins

(Wer sich die erste Seite mit dem Beitrag, auf den Ærwin zu antworten geruhte, zu Gemüte führen will, tut dies praktischerweise besser ohne den Eröffnungsbeitrag.)


Meine moderne Lebenssinntheologie, kürzig und würzig :
Hast Du Bach'sches in den Ohren,
ist Dein Leben nicht verloren! Yes



~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Bis vor kurzem (wie auch noch in der Einblendung) fälschlicherweise einem Onkel von Johann Sebastian Bach zugeschrieben:



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