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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 17:00                                  +/-

Wo sind denn hier Nazivergleiche?

Und was hältst du denn von Wolters Beitrag? Hältst du Häme gegenüber jemandem, der Opfer tätlicher Gewalt wurde, weil er sich auch im Ausland für Menschenrechte einsetzt und sich dabei auch mal am Rande der dortigen Legalität bewegt, für angemessen?

Aber die Frage ist eigentlich sinnlos, stimmt schon, weil du sowieso nicht darauf antworten und stattdessen wieder von Unterstellungen usw. jammern wirst.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 18:34                                  +/-

Thanil
Erstaunlich unsachlicher Beitrag.

Hmmm…!

AdrianB
Wo sind denn hier Nazivergleiche?

Hier? Im Thread? Darum geht es doch gar nicht. Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden. Diesbezüglich ist PDs kleine Statistik wirklich sehr aussagekräftig. Wenn man in dieser Richtung empfindsam ist - so wie ich oder Wolter - und den braunen Schmu überall lesen muß, einschließlich der Filmdebatten (siehe "300"-), dann wird's einem halt irgendwann zu viel. Das wird aber niemand hier nachvollziehen können, von daher… Das Thema brauchen wir auch nicht weiter zu vertiefen. Ich wollte Thanil damit nur deutlich vor Augen führen, wann und wie oft mir nach Tomatenwerfen zumute wäre, wenn ich Beiträge nach seinen Kriterien bewerten würde.

AdrianB
Und was hältst du denn von Wolters Beitrag?

Das ist im zweiten Satz meines Beitrages bereits hinreichend deutlich geworden:

Jedenfalls, es ist nicht schön, sich am Unglück anderer zu weiden, auch wenn es Grünen-Politiker sind, da gebe ich Dir recht.

Die wichtigen Schlüsselwörter habe ich extra für Dich noch einmal fett hervorgehoben.

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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 18:48                                  +/-

Zitat:
Hier? Im Thread? Darum geht es doch gar nicht


Äh, doch, schon. Jedenfalls ist es ziemlich albern, Nazivergleiche, die angeblich anderswo getätigt wurden, zu bemühen, um Wolters Beitrag zu verteidigen bzw. die Kritik an diesem zu relativieren. Sandkastenlogik eben. Das wäre zwar auch dann der Fall, wenn die Nazivergleiche hier getätigt worden wären, aber dann fände ich diese Strategie zumindest irgendwie nachvollziehbar.

Zitat:
einschließlich der Filmdebatten (siehe "300"-),


Naja, dazu hab ich an entsprechender Stelle ja lang und breit Stellung bezogen. 300 ist kein Nazifilm, aber ein Film, der Gedankengut verbreitet, das unter anderem auch den faschistischen Ideologien zugrunde lag.

Zitat:
Das ist im zweiten Satz meines Beitrages bereits hinreichend deutlich geworden:

Jedenfalls, es ist nicht schön, sich am Unglück anderer zu weiden, auch wenn es Grünen-Politiker sind, da gebe ich Dir recht.


Man beachte besonders meine Hervorhebung. hähö

Angesichts solcher

Zitat:
aber das schließt Häme bei einem milden tätlichen Angriff ja nicht prinzipiell aus


an anderer Stelle getätigter Äußerungen fand ich das eben nicht zufriedenstellend.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 19:05                                  +/-

Ach, bla.
Wayne.

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Adrian
Die Zahnfee


Beiträge: 5038
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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 19:38                                  +/-

Seufz. Wie sag ichs meiner Helga.

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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 19:56                                  +/-

Man hätte ja auch Bilder mit Neonazis und religiösen Fanatikern zeigen können, die straflos unter den Augen der Polizei auf das Häuflein Homosexuelle einprügeln. In Russland ist es ganz offensichtlich lebensgefährlich, offen schwul zu sein. Wahrlich Grund zum Spotten...Wolter kann meinetwegen soviel über Volker Beck herziehen , wie er lustig ist, aber der Beitrag war bei dem Hintergrund einfach mehr als geschmacklos, was gibts da noch ernsthaft zu verteidigen?


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Strong, not entirely stable, leadership.
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Craggan



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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 22:00                                  +/-

ich fand jetzt den Gutmenschen-Teil an Wolters Beitrag auch nicht sternchenfähig, aber 2 Tomaten hat er meines Erachtens auch nicht verdient. Ich finde den gedanklichen Sprung vom bösen Ei zum geworfenen Ei sehr kreativ. Schöner hätte ich natürlich auch ein Bild von Helmut K. in L. gefunden, aber - Chacun à Son Goût, oder?

edith: OHNE damit auch nur Ansatzweise brutale Übergriffe auf Schwule, Lesben, Andersaussehende usw. usw. verteidigt haben zu wollen!!!


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If you’re tired of arguing with strangers on the Internet, try talking with one of them in real life (B. Obama's Farewell address speech, 11.1.2017)
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 00:59                                  +/-

Mit den Augen rollen Tse tse, was sich hier äschoffiat wurde...

Aspekt Bewertungen ( + ):
Angesichts dessen, daß hier zeitweilig Beiträge (z. B. von Morgoth) zweisternig "belobigt" wurden, an denen (fast) einzig lobenswert die Opposition zu meiner kleinen Provokation ist (wie es scheint, haben entweder einige ihre Bewertung überdacht, oder andere haben doch tatsächlich [aus Thanils Sicht] das Sakrileg begangen, nicht auf den Beitrag selbst, sondern auf andere Beitragsfolgereaktionen zu reagieren...), muß ich ein weiteres Mal vergeblich nach einem nachvollziehbaren Argument suchen, wozu diese "Notenvergabe" eigentlich gut sein soll - alle diese hinter den Kulissen ablaufenden Bewertungskämpfe zeigen und bestätigen mir eigentlich nur ein weiteres Mal, daß diese Funktion albern ist. Meine eigenen "Anwendungen" lassen sich an einer Hand abzählen!

Helcaraxe hat mE diesbezüglich recht, und Thanil gibt sich einer Illusion hin, wenn er glaubt, daß auch andere nach ähnlichen Bewertungskriterien wir er ihre Sterne und Tomaten vergeben - es geht eben doch hauptsächlich ums Loben von Beiträgen, die mit der eigenen Meinung übereinstimmen und ums Tomatenbewerfen von Texten, die einem meinungsmäßig widersprechen. Und wenn dann noch vorprägende Antipathien hinzukommen, wird die Versuchung noch einmal größer, Beiträge abseits gewisser "literarischer" Qualitätsaspekte (lesenswert, erhellend, zum Lachen bringend [vielleicht sogar gegen die eigene Meinung, und so verstehe ich Craggans Stellungnahme!]) zu bewerten.

Dieses Konglomerats aus emotionsgesteuerten "Artefakten" wegen sind mir die ein oder (zeitweilig) zwei Tomaten auch völlig Banane (ob die Kombination schmeckt? zwinkern).
Oder anders gesagt: erzliberal wie ich bin, gestehe ich jedem die ihm gerade einfallende freie Tomatisierungsmeinung zu, so sachlich falsch sie auch begründet sein mag! Yes grins


Was jetzt die Begründungen für die Tomaten in diesem konkreten Fall angeht, so fallen da die Worte höhnen, Häme / sich am Unglück anderer Weiden, noch einmal Häme, die Fakt sei, sich diebisch über jemandes gewaltbedingte Erniedrigung Freuen.
Grundlage für diesen Eindruck ist mein fraglos polemischer Kommentar - aber hier wird es spannend, denn läßt meine Wortwahl wirklich keinen anderen Subtext als den zu, den scheinbar alle da hineingelesen haben?


????? Da meine Aussage keineswegs die sein sollte, "Geil, wie der eins auf die Fresse gekriegt hat" (mit Lachsmileys war ich in besagtem Beitrag nicht zufällig sehr geizig!), scheint zumindest in meinen Hirnwindungen noch eine andere Kernaussage möglich zu sein, aber andere müssen wohl einerseits mein "politisches Beitragsprofil" besser kennen
(... und da scheinen einige Mit den Augen rollen meine Ablehnung des "lupenreinen Demokraten" schon wieder vergessen zu haben, und darf ich außerdem *siehe derz. Signatur* noch einmal auf das unmögliche geschichtsklitternde Verhalten Rußlands gegenüber seinen vergleichsweise winzigen Nachbarn verweisen...?) und andererseits zumindest von der Perspektive wissen (ohne ihr dann unbedingt zuzustimmen), wie man das - an und für sich richtige - Engagement für Schwulenrechte auch außerhalb des eigenen Wahlkreises ganz speziell bei dem dünnen und grünen Herrn Beck sehr kritisch beurteilen kann (nämlich als zu einem nicht ganz geringen Teil verlogen, und daher mein hier gleich doppelt verwendeter Terminus des "Gutmenschen"-).
Und deshalb unter dem Beck-Bild auch meine Parodie auf das Betroffenheits- und Empörungsgequatsche der Cl. Roths, V. Becks und Chr. Ströbeles...

Aber nu, hier sollen ja eigentlich böse Eier das Thema sein, und weil meine morgige (heutige) Wach-Sei-Notwendigkeit auch nicht weggezaubert werden kann, werde ich die dezidiert politischen Aspekte a) vertagen und b) dann nicht in diesem Thread ausführlicher erläutern... [es gibt noch einiges "Holz zu hacken"! Yes]


Also zum hiesigen Schluß zurück zum "Topic":

Das böse Ei des Jahres 1991 traf damals den nichtdünnen und nichtgrünen Herrn Kohl in Halle (nicht in Leipzig).
Nach dem Treffer (von dem ich kein Bild finden konnte) reagierte er so:



Wie ein wilder Stier: seine Leibwächter hatten große Mühe! Spitze

Smilie



Wolter


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Arbrandir



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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 03:32                                  +/-

Zitat:
. . . wie man das - an und für sich richtige - Engagement für Schwulenrechte auch außerhalb des eigenen Wahlkreises ganz speziell bei dem dünnen und grünen Herrn Beck sehr kritisch beurteilen kann (nämlich als zu einem nicht ganz geringen Teil verlogen, und daher mein hier gleich doppelt verwendeter Terminus des "Gutmenschen"-). . . .

Hier erschließt sich mir keine wie auch immer geartete Logik. Darf also nur ein "nichtgrün(wählend)er" Herakles für Menschenrechte eintreten, ohne sich Deinen Spott zuzuziehen? Und zwar im mythischen Griechenland, weil das ja dann seinen speziellen Wahl- und Wirkungskreis darstellt?

Wieso nennst Du Volker Becks Einsatz "verlogen"?


Und was genau beeindruckte Dich - im Gegensatz zu Becks Eintreten für Menschenrechte - an der Eierwurfreaktion des "Dicken"? Daß er seine gesamte, adipöse Wucht einbrachte? Oder daß er das Recht darauf wahrnahm, in seinem Herrschaftskreis ( = der Bundesrepublik) in Aktion zu stürmen? Hättest Du eine derartige Reaktion Kohls auf einen Eierwurf in, hm, Lettland auch begrüßt?

Klare Ansagen haben manchmal durchaus was für sich, Wolter. Probier's doch zur Abwechslung mal damit.


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Life is hard. After all, it kills you.
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Gimli



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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 07:43                                  +/-

Arbrandir
Zitat:
. . . wie man das - an und für sich richtige - Engagement für Schwulenrechte auch außerhalb des eigenen Wahlkreises ganz speziell bei dem dünnen und grünen Herrn Beck sehr kritisch beurteilen kann (nämlich als zu einem nicht ganz geringen Teil verlogen, und daher mein hier gleich doppelt verwendeter Terminus des "Gutmenschen"-). . . .

Hier erschließt sich mir keine wie auch immer geartete Logik. Darf also nur ein "nichtgrün(wählend)er" Herakles für Menschenrechte eintreten, ohne sich Deinen Spott zuzuziehen? Und zwar im mythischen Griechenland, weil das ja dann seinen speziellen Wahl- und Wirkungskreis darstellt?

Wieso nennst Du Volker Becks Einsatz "verlogen"?

Jenau. Was Wolter denn nun an Becks Einsatz in Russland (unsere Freiheit wird auch am Roten Platz verteidigt Yes ) auszusetzen hat, wird mir, genau wie Arbrandir, einfach nicht klar. Geschockt


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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 10:15                                  +/-

Zitat:
(... und da scheinen einige meine Ablehnung des "lupenreinen Demokraten" schon wieder vergessen zu haben, und darf ich außerdem *siehe derz. Signatur* noch einmal auf das unmögliche geschichtsklitternde Verhalten Rußlands gegenüber seinen vergleichsweise winzigen Nachbarn verweisen...?)


Vor allem sprichst du desöfteren pejorativ von "Gutmenschen".

Noch einmal: Wie definierst du diesen Begriff, warum bewertest du das, was du unter ihm verstehst, negativ, und hältst du den Terminus, also die abwertende Verwendung eines eigentlich ein gerade auch moralisch positives Werturteil ausdrückenden Begriffes, für angemessen?

Die zweite Frage, die ich gerne beantwortet hätte, haben Gimli und Arbrandir schon gestellt.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 11:37                                  +/-

Das Wort "Gutmensch" ist ein Kampfbegriff, der dazu dient politische Positionen dadurch zu delegitimieren, indem man deren Vertreter im Ansehen demoliert.

Meiner Meinung nach grenzt die exzessive Verwendung dieses Begriffs an gezielte Brunnenvergiftung. Wer Exponenten einer divergierenden politischen Meinung derart verunglimpft, der beschädigt aber zugleich - willentlich oder unwillentlich - die demokratische Diskussionskultur.

Natürlich ist es legitim darauf hinzuweisen, wenn jemand Wasser predigt und Wein aus vollen Schläuchen säuft. Man kann Bigotterie anprangern. Aber man sollte dann auch wirklich ein paar Fakten im Gepäck haben, und das sehe ich bei Volker Beck überhaupt nicht. [Gehe aber zugleich davon aus, dass Wolter einige Dinge noch an den Haaren herbeiziehen wird.]

Mir ist diese Taktik schon desöfteren aufgefallen. Unseren Altbundeskanzler Schröder hat Wolter von vornherein und durchgängig als Kanzlerdarsteller tituliert. Das ist ein Angriff auf die demokratische Legitimation von Amtsträgern. Ansatzweise kann man das auch in den Wolter'schen Äußerungen über Volker Beck erkennen. Sein Engagement sei ja an und für sich richtig, aber als Person sei er ja völlig untragbar, unglaubwürdig, etc.

Das bedeutet, dass die Auseinandersetzung über Themen ganz bewusst in den Hintergrund gedrängt wird.

Hinzu kommt meines Erachtens, dass Wolter damit wissentlich oder unwissentlich in Kauf nimmt, dass nicht nur die Auseinandersetzung über die Themen in den Hintergrund gedrängt wird, während im Vordergrund Schlachten über die Glaubwürdigkeit und Legitimation von Personen wütet, sondern, dass als Kollateralschaden auch die Themen an und für sich in den Hintergrund rutschen.

Denn es würde doch wohl niemand so kühn sein zu behaupten, dass es den heutigen Grad an Freiheiten für ehemals unterdrückte Bevölkerungsschichten wie Homosexuelle gäbe, wenn Protagonisten wie Volker Beck nicht seit einem Vierteljahrhundert für deren Rechte kämpfen würden. Da dies glaube ich unbestreitbares Fakt ist, erscheinen mir Wolters Beteuerungen, dass das Engagement für die Schwulenrechte an und für sich ja gut und richtig sei, als sehr schales Lippenbekenntnis. Denn durch das weitgehend grundlose (weil schlecht oder minimal fundierte) Demolieren der Exponenten einer bestimmten politischen Richtung demoliert man kollateral auch deren Themen, die automatisch in den Hintergrund wandern.

Wolters Strategie ist also - ob bewusst oder unbewusst - ziemlich perfide. Sollte sie unbewusst ablaufen, dann sehe ich einfach eine gewisse Naivität, sollte es aber bewusst sein, dann hat er eine Agenda.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 11:54                                  +/-

Ich dachte, Du hättest was gegen Unterstellungen. *smirk*

Ein Gutmensch ist für mich jemand, der beste Absichten hegt und damit im Endeffekt doch oft Schlechtes erreicht. Ein Beispiel wäre ein militanter Atomkraftgegner, der seine Meinung auch nur unter Ausblendung aller Fakten und Sachzwänge vertreten kann. Bei Volker Beck würde ich seine Haltung zur Pädophilie anführen. Aber deswegen wird sein Engagement für Homosexuelle natürlich nicht in ein schlechtes Licht gerückt.

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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 11:58                                  +/-

Zitat:
Hinzu kommt meines Erachtens, dass Wolter damit wissentlich oder unwissentlich in Kauf nimmt, dass nicht nur die Auseinandersetzung über die Themen in den Hintergrund gedrängt wird, während im Vordergrund Schlachten über die Glaubwürdigkeit und Legitimation von Personen wütet, sondern, dass als Kollateralschaden auch die Themen an und für sich in den Hintergrund rutschen


Übrigens war das auch die hierzuforum (in den Ethikdiskussionen), bes. von Glaurung und Oxford, praktizierte Vorgehensweise gegenüber dem dicken AdrianB, als die inhaltlichen Argumente ausgingen. Yes

Zitat:
dass es den heutigen Grad an Freiheiten für ehemals unterdrückte Bevölkerungsschichten wie Homosexuelle gäbe, wenn Protagonisten wie Volker Beck nicht seit einem Vierteljahrhundert für deren Rechte kämpfen würden


Naja, das tun sie schon etwas länger, wenn auch die Reaktionen weiland in Deutschland so ähnlich ausfielen wie heute in Rußland, Polen usw. (und zwischendurch natürlich noch ganz anders, so dass von einem derartigen Engagement dann für einige Jahre gar keine Rede mehr sein konnte). Bin da letztens auf ein köstliches Zitat von Filzers Namenserfinder, Ludwig Thoma, vom 2. August 1921 aus dem "Miesbacher Anzeiger" gestoßen:

Zitat:
Der Apostel für Sodomie, der Spinat-Spezialist Magnus Hirschfeld, hat für den September einen Schweinekongreß nach Berlin einberufen. Der alte galizische Saubär betreibt seit Jahren die Freigabe der Sodomie wie eine Sache des Volkswohls. Der Kerl hat ja den Versuch gemacht, auch in München seine säuische Propaganda zu eröffnen, aber ein paar ordentliche Jagdhiebe haben dem alten Saubärn gezeigt, dass er nur in seinem Berliner Stall grunzen darf. Zu uns kommt das Borstenvieh nicht mehr, weil es ahnt, dass ihm das nächste Mal die Schädeldecke eingeschlagen werden könnte.


( rolling on the floor... hähö )

Man ersetze München durch Moskau, Hirschfeld durch Beck und Thoma durch Wolter (zwecks größerer Anschaulichkeit verlege man das Szenario noch nach Lettland). Spitze

Gepostet am 30.05.2007, 13:07:

Helcaraxe


Ein Gutmensch ist für mich jemand, der beste Absichten hegt und damit im Endeffekt doch oft Schlechtes erreicht.


Und meinst du wirklich, dass der Terminus "Gutmensch" da angebracht ist? Wird dadurch nicht, alldieweil er ja negativ verwendet wird, der Eindruck erweckt, es werde das, was man üblicherweise unter "gut" versteht, also humanes, menschenfreundliches Denken, prinzipiell abgelehnt (und nicht nur Naivität und Faktenresistenz kritisiert)?
Und wird der Begriff nicht desöfteren auch tatsächlich in genau diesem Sinne verwendet, so dass es vielleicht nicht gerade klug und der Vermeidung von Mißverständnissen förderlich ist, ihn ebenfalls zu benutzen, wenn man einen anderen Inhalt mit ihm ausdrücken will?

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 12:17                                  +/-

Zitat:
Und meinst du wirklich, dass der Terminus "Gutmensch" da angebracht ist?

Absolut.

Zitat:
Wird dadurch nicht, alldieweil er ja negativ verwendet wird, der Eindruck erweckt, es werde das, was man üblicherweise unter "gut" versteht, also humanes, menschenfreundliches Denken, prinzipiell abgelehnt (und nicht nur Naivität und Faktenresistenz kritisiert)?

Aber nicht mal ansatzweise. Es ist zwar doof, immer wieder Wikipedia zu bemühen, aber die dortige Definition ist schon sehr gut: klick

Zitat:
Und wird der Begriff nicht desöfteren auch tatsächlich in genau diesem Sinne verwendet, so dass es vielleicht nicht gerade klug und der Vermeidung von Mißverständnissen förderlich ist, ihn ebenfalls zu benutzen, wenn man eine andere Bedeutung ausdrücken will?

Möglich. Aber davon mache ich nicht abhängig, wie mich ausdrücken möchte. Es ist mir egal. Mißverstanden wird der Begriff ja nur von Menschen, die sich dagegen erwehren wollen, und die trifft's meist zurecht. *achselzuck*

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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 12:37                                  +/-

Zitat:
Aber nicht mal ansatzweise. Es ist zwar doof, immer wieder Wikipedia zu bemühen, aber die dortige Definition ist schon sehr gut: klick


Nicht nur ansatzweise, sondern volles Rohr. Es geht mir um die rein semantische Zusammensetzung, und "gut" hat nun mal die oben erläuterte Semantik (wobei man das auch noch differenzieren müsste, aber hier können wir es dabei belassen). Wird ein mit diesem Terminus kombiniertes Wort abwertend benutzt, ergibt sich nunmal rein sematisch zunächst auch eine Abwertung des Inhaltes dieses Begriffes. DEINE Sematik von Gutmensch ist erklärungsbedürftig, meine ergibt sich erstmal rein semantisch.

Der wikipedia-Artikel ist aber wirklich lesenswert.

Zitat:
Es ist mir egal.


Wirklich? Deine desöfteren vorgebrachten Beschwerden über angebliche Unterstellungen lassen nicht darauf schließen.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 12:48                                  +/-

Helcaraxe
Ich dachte, Du hättest was gegen Unterstellungen. *smirk*

Wo endet meine Analyse, wo beginnt die Unterstellung?


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 12:54                                  +/-

Helcaraxe
Bei Volker Beck würde ich seine Haltung zur Pädophilie anführen.

Was davon genau?

http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?option=c...396&Itemid=83


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 13:32                                  +/-

Thanil
Wo endet meine Analyse, wo beginnt die Unterstellung?

Dort, wo Du von Strategie und Taktik redest, von Brunnenvergiftung, von Angriffen auf die demokratische Legitimation. Ich empfinde das schon als starken Tobak. Aber da werden wir halt nie einer Meinung sein, das müssen wir einfach so stehen lassen.

Nichtraucher: Hallo! Du hier? Hallo
Oha, dann hat Beck ja seine Meinung seit dem Kindersexskandal Mitte der 80er Jahre um 180 Grad geändert. Löblich! Das wäre übrigens auch so ein Beispiel für eine Gutmenschenaktion: Denn die Grünen wollten das Sexualstrafrecht nicht nur liberaler gestalten - was ja richtig und notwendig war - sie wollten es gleich ganz abschaffen. hmmmm

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 14:11                                  +/-

Löblich wäre, erst zu recherchieren, bevor man seinen Vordenkern was nachplappert.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 14:16                                  +/-

Helcaraxe
Thanil
Wo endet meine Analyse, wo beginnt die Unterstellung?

Dort, wo Du von Strategie und Taktik redest, von Brunnenvergiftung, von Angriffen auf die demokratische Legitimation. Ich empfinde das schon als starken Tobak. Aber da werden wir halt nie einer Meinung sein, das müssen wir einfach so stehen lassen.

Das ist auch starker Tobak, aber das heißt ja nicht gleich, dass meine Beobachtungen unbegründete Unterstellungen sind.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 30.05.2007, 14:31                                  +/-

Was immer Du meinst, Thanil, es wird schon richtig sein!

pk: Sooo? Wer sind denn meine Vordenker? Falls Du damit Wolter meinst, der hat ja davon nie gesprochen. Und es ist auch nicht so, als hätte ich dem armen Volker Beck hier schwer Unrecht getan. War ja längere Zeit seine Meinung, war Bestandteil des Parteiprogramms. Damit muß er leben.

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