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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:18                                  +/-

Nein, man vergleicht sich im Allgemeinen nicht mit irgendwelchen Freaks, sondern mit Personen die einem in relevanten Merkmalen besonders ähnlich sind, so dass der Vergleich möglichst informativ über die eigene Person ausfällt.


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:20                                  +/-

Das war keine Antwort auf meine Frage

Zitat:
Und weil die Mehrheit der Gesellschaft eine Gruppe abwertet, ist es richtig, diese Abwertung unreflektiert zu übernehmen


Ich will jedenfalls nicht wissen, welchen massiven Schaden Leute wie du in ihrer Berufslaufbahn anrichten werden, wenn sie tatsächlich einmal Gelegenheit bekommen sollten, andere Menschen therapieren zu dürfen.

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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:25                                  +/-

Leg mir bitte nicht immer Meinungen in den Mund! Das ist doch kein Diskussionsstil. Für einen Psychotherapeuten wäre es natürlich nicht sehr sinnvoll, wenn er Menschen mit psychischen Störungen nicht leiden kann. Ich wage aber zu bezweifeln, dass so jemand diesen Beruf ausübt. Ich persönlich hege nicht die geringste Abneigung gegen Menschen mit psychischen Problemen. Nichtsdestotrotz möchte ich z.B. nicht mit einem Kannibalen befreundet sein oder mit jemandem, der gewalttätig ist. Welche gesellschaftlichen Normen gut und richtig sind, überlasse ich als Thema gerne den philosophisch Interessierten.


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:29                                  +/-

Ich unterstelle dir doch gar nicht, dass du die Mitglieder der von dir abgelehnten Gruppen persönlich nicht leiden könntest - das ist hier auch irrelevant - sondern dass du Gruppen als krank und behandlungsbedürftig einstufst, die durch ihr Handeln niemandem in irgendeiner Weise Schaden zufügen (Wie eben bspw. Menschen mit ausgefallenem Sexualgeschmack).

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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:37                                  +/-

Bevor wir in einer neuen "krank"-Debatte enden, das kann man ganz zielorientiert sehen. Der Kannibale soll keine Leute essen, der Pädophile soll keine Kinder ficken. Dieser gesellschaftlichen Zielvorstellung stimme ich auf alle Fälle zu. Der Weg dahin kann wenn möglich über eine Therapie erfolgen, wenn nicht dann halt über Freiheitsentzug. Der Homosexuelle kann seinen Neigungen nachgehen. Habe ich denn jemals etwas gegen Homosexuelle geschrieben? ?????


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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:38                                  +/-

Zitat:
Bevor wir in einer neuen "krank"-Debatte enden, das kann man ganz zielorientiert sehen. Der Kannibale soll keine Leute essen, der Pädophile soll keine Kinder ficken. Dieser gesellschaftlichen Zielvorstellung stimme ich auf alle Fälle zu.


Dieser Ansatz erklärt nicht, was du gegen Inzestuöse, Veganer, Suizidenten oder Kannibalen in gegenseitigem Einverständnis einzuwenden hast.

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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:41                                  +/-

Ich finde es besser, wenn Depressive behandelt werden, als wenn sie von einer Brücke springen.


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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:43                                  +/-

Diejenigen Depressiven, die es vorziehen, von der Brücke zu springen anstatt sich in Behandlung zu begeben, sehen das aber offenbar anders.

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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:47                                  +/-

Ja, das ist Teil ihrer Pathologie. Wenn man sich den Arm bricht, hat man auch Schwierigkeiten, den Arm zu verwenden. Bei einer psychischen Störung können Funktionen wie die Einschätzung der eigenen Lebenssituation und zukünftiger Perspektiven verzerrt oder beeinträchtigt sein.


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 10:53                                  +/-

Zitat:
Bei einer psychischen Störung können Funktionen wie die Einschätzung der eigenen Lebenssituation und zukünftiger Perspektiven verzerrt oder beeinträchtigt sein.


Wie bei allen anderen Menschen auch? ????? Die Anzahl von Menschen, die eine positiv verzerrte Realitätswahrnehmung haben, was die eigenen Zukunftsperspektiven angeht, dürfte wesentlich höher sein.
Ich halte es für reichlich albern, eine negative Lebensbilanz und einen daraus resultierenden Suizidwunsch grundsätzlich als Folge einer krankhaft verzerrten Realitätswahrnehmung zu betrachten. Diesem sonderbaren Aberglauben zufolge müssten ja ausnahmslos alle Menschen in Wirklichkeit ein geglücktes Leben führen und nur einige geistig Verwirrte seien nicht in der Lage, diese Tatsache wahrzunehmen. Eigentlich führt aber nur eine recht kleine Minderheit von Menschen ein mehr oder weniger gelungenes Leben.
Abgesehen davon, dass es, sofern man nicht mit der Gültigkeit religiöser Gebote argumentiert, sowieso keinen schlechten oder tadelnswerten Suizidgrund geben kann - auch nicht dann, wenn es jemand als unumgänglich betrachtet, sich zu erhängen, weil er seine Socken nicht finden kann. Niemand kann für andere Menschen die Gewichtung eines Unglücks festlegen.

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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 11:12                                  +/-

Ich habe Suizid doch gar nicht getadelt. Tadelnswert wäre höchstens, wenn man zwei Kinder ohne Elter zurücklässt oder ähnliches.

Aber zurück zur Frage der Behandelnswürdigkeit. Glück entsteht nur im Kopf. Die äußeren Lebensumstände spielen dafür eine gewisse aber keine grundsätzliche Rolle. Da sind wir uns sicher einig. Das Entscheidende ist, dass man in vielen Fällen etwas dagegen tun kann, wenn das Gehirn einen dauerhaften Zustand des Unglücklichseins erzeugt, ohne dass der Betroffene diese Möglichkeit erkennen können muss. Langfristig wird aber eh niemand am Selbstmord gehindert. Das sind einfach Dinge, von denen Du mal wieder so viel Ahnung hast wie von der Dynamik der simbabwesischen Volkswirtschaft. Bei einer akuten Selbstgefährdung ist es natürlich sinnvoll, jemanden auch gegen Wunsch ein paar Tage zu behandeln. Die meisten Depressiven wollen eigentlich schon Hilfe. Eine Verhaltenstherapie z.B. ist auch nur möglich, wenn der Patient ausreichend motiviert ist, an ihr teilzunehmen. Aber auch wer sich nicht helfen lassen will, kommt irgendwann "gegen ärztliche Empfehlung" wieder aus der Psychiatrie raus. Es darf sich in diesem Land also jeder das Leben nehmen, der das möchte.

Nebenbemerkung: Im Übrigen überschätzt Du die Rolle, die die Berufsgruppe der psychologischen Psychotherapeuten in einem solchen Prozess spielt. Die sind in einem Klinikum immer nur Auftragnehmer und Berater. Entscheidungen wie obenstehende werden immer von Medizinern (= Psychiatern) gefällt.


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Morgi



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 11:25                                  +/-

Zitat:
Die äußeren Lebensumstände spielen dafür eine gewisse aber keine grundsätzliche Rolle.


Mir fallen auf Anhieb mehrere Dutzend äußere Faktoren ein, die für einen durchschnittlich veranlagten Menschen ein auch nur zufriedenes Leben nach menschlichem Ermessen ausschließen.

Zitat:
Bei einer akuten Selbstgefährdung ist es natürlich sinnvoll, jemanden auch gegen Wunsch ein paar Tage zu behandeln. Die meisten Depressiven wollen eigentlich schon Hilfe.


Das ist doch aber irrelevant, da ihnen durch ihren Suizid kein Schaden entsteht, dieser Suizid also, solange er tatsächlich dem eigenen Willen des betroffenen entspringt, auch nichts Verhindernswertes ist.

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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 11:33                                  +/-

Morgoth
Das ist doch aber irrelevant, da ihnen durch ihren Suizid kein Schaden entsteht,


Ok, das wird mir jetzt zu philosophisch. Das mag ein anderer mit Dir weiter diskutieren.

Morgoth
dieser Suizid also, solange er tatsächlich dem eigenen Willen des betroffenen entspringt, auch nichts Verhindernswertes ist.


Schon Wittgenstein wusste "Worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen." Nichtobjektivierbares wie freier Willen, Homunculusannahme u.ä. sind in der empirischen Welt natürlich keine brauchbaren Entscheidungsgrundlagen.


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Athene



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 11:38                                  +/-

Morgoth

Das ist doch aber irrelevant, da ihnen durch ihren Suizid kein Schaden entsteht, dieser Suizid also, solange er tatsächlich dem eigenen Willen des betroffenen entspringt, auch nichts Verhindernswertes ist.


Und wie willst du das ohne Behandlung beurteilen? Psycho Dad schrieb doch schon, wenn er WIRKLICH will, dann kann ihn kein Arzt daran hindern.

Psycho
Aber auch wer sich nicht helfen lassen will, kommt irgendwann "gegen ärztliche Empfehlung" wieder aus der Psychiatrie raus



Gab es diese Diskussion hier nicht schon des öfteren? Geschockt


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Adrian
Die Zahnfee


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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 12:07                                  +/-

Craggan



Das ist absoluter Schwachsinn - wie ja die meisten Pauschalaussagen.

Nicht umsonst haben unsere Gründerväter die Bedeutung der Presseunternehmen mit Festlegung des Tendenzschutzes im Art. 5 des Grundgesetzes verankert.


Mit den Augen rollen

Es dürfte deiner geschätzten Aufmerksamkeit entgangen sein, dass ich keine de jure festgeschriebene, sondern eine faktisch bestehende schlechte Qualität, Tendenziosität und Orientierung an aktuellen Tagestrends usw. der meisten journalistischen Texte konstatiert habe. Du bezeichnest diese meine Aussage als "absoluter Schwachsinn", um sie dann im nächsten Satz selbst zu tätigen...Junge Junge:

Zitat:
Leider werden gute, recherchierende, Dinge kritisch hinterfragende Journalisten wie Kisch, Woodward/Bernstein & Co. immer seltener, weil die Redaktionsbudgets radikal zusammengestrichen werden. Im Gegenzug verbreiten sich die Redigeure in der Presselandschaft wie die siamesische Beulenpest.


So ist es.

Zitat:
Deswegen den gesamten Berufsstand zu diffamieren, empfinde ich als starken Tobak, ungerecht und unqualifiziert.


Well, natürlich war die Aussage "Journalisten sind..." als solche unsachlich, sie sollte selbstverständlich nur die grundsätzliche Tendenz beschreiben. Ihren polemischen Charakter streite ich natürlich nicht ab.

Gepostet am 18.02.2008, 12:21:

Psycho Dad


Ich weiß nicht. Ich werte halt Kannibalen, Kriminelle, Gewalttätige und Veganer ab. Wobei offen ist, ob ich da noch was abwerten muss, da die Gesellschaft für diese Gruppen ja bereits eine Geringschätzung vorgibt. Adrian muss die wesentlich größere Gruppe der Besserverdiener, philosophisch nicht Interessierten, Wissenschaftler außer ihm, Journalisten, Psychologen, täglich Duscher abwerten (und vermutlich noch einige mehr), um seinen Selbstwert auf ein mittleres Niveau anzuheben.


Du wertest nicht eigenständig ab, sondern übernimmst unkritisch die negativen Werturteile der Gesellschaft, was von noch größerer geistiger Unselbstständigkeit und Beschränktheit zeugen würde, selbst wenn deine Aussage über mich zuträfe, was aber nicht der Fall ist.

Ich werte überhaupt nichts ab, was niemandem Schaden zufügt, Besserverdiener z.B. selbstverständlich nicht, auch nicht solche, die mit dem Habitus des "ungebildeten Neureichen" kokettieren wie Craggan. Ich verspotte lediglich deren Spott über Beiträge, die noch etwas unqualifizierter sind als die eigenen, wie des ABs Pöbelbeiträge.
"Täglich Duscher", zu denen ich, wenn ich trainiere, übrigens selbst gehöre, werte ich selbstverständlich auch nicht ab, ebensowenig wie irgendwelche anderen Leute, die irgendwelche Eigenschaften/Interessen/Vorlieben/etc. haben, die ich persönlich nicht habe. Dein Problem ist hier offensichtlich, dass du nicht zwischen dummen Witzen und ernstgemeinten Analysen differenzieren kannst. Dass diese bei Leuten wie Oxford, Glaurung und deiner Wenigkeit tatsächlich ineinander übergehen, darf dich nicht zu dem induktiven Fehlschluss verleiten, dass das auch bei mir so sei.
Die Stelle, an der ich von allen Menschen philosophisches Interesse gefordert habe, musst du mir auch noch zeigen.
Wenn ich mangelnde inhaltliche Substanz, Orientierung an Trends und Moden (auch und gerade in der Wissenschaft ist das ja leider zu konstatieren) usw. in journalistischen und/oder wissenschaftlichen Texten ausmache, ist das als solches erstmal kein Wert-, sondern ein Sachurteil. Ersteres ergibt sich erst aus der zusätzlichen Prämisse, dass Wissenschaftler/Journalisten sich um inhaltliche Substanz, rein intrinsisches erkenntnisleitendes Interesse beim Verfassen ihrer Texte usw. bemühen sollten, die ich allerdings sehr wohl vertrete. Trotzdem werte ich aber nicht die Personen, sondern ihre Produkte ab.
Deine Ausführungen über meine Motive sind natürlich rein spekulativ, was umso bemerkenswerter ist, als du ja gerade das immer an philosophischen Texten kritisierst (dazu habe ich ja in diversen Threads ausführlich Stellung genommen).

Gepostet am 18.02.2008, 12:31:

Psycho Dad
Ja, das ist Teil ihrer Pathologie. Wenn man sich den Arm bricht, hat man auch Schwierigkeiten, den Arm zu verwenden. Bei einer psychischen Störung können Funktionen wie die Einschätzung der eigenen Lebenssituation und zukünftiger Perspektiven verzerrt oder beeinträchtigt sein.


Das Problem ist, dass "Störung", "pathologisch" usw. keine wissenschaftlichen Begriffe sind, da sie Werturteile implizieren, nämlich dass irgendetwas nicht so ist, wie es sein sollte. Wenn diese Werturteile nicht expliziert werden, kommt es zu derartigen Verwirrungen der analytischen Ebenen.

Die Psychologie kann Theorien darüber aufstellen, wie bestimmte Phänomene entstehen, auch wie sie evtl. beseitigt werden können, aber sie kann nicht festlegen, was als wünschenswerter Zustand anzusehen ist. Du gehst von der Prämisse aus, dass die Erhaltung des Lebens grundsätzlich wünschenswert und alle abweichenden Ziele von Individuen daher pathologisch bzw. auf Ursachen zurückzuführen seien, die als "Störungen" zu bezeichnen sind. Morgi dagegen lehnt diese Prämisse ab und geht von der mit ihr nur teilweise übereinstimmenden aus, dass Zustände, die das Glück eines Individuums oder seiner Mitmenschen beeinträchtigen, negativ zu bewerten seien. Damit fallen Menschen, die in einem rationalen Entscheidungsakt zu dem Ergebnis gekommen sind, dass ausgehend von ihren Präferenzen usw. der Tod das Beste für sie sei, aus seiner Definition des Pathologischen heraus, im Gegensatz zu der deinigen.
Diese Wertprämissen sind aber, wie gesagt, nicht Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Gepostet am 18.02.2008, 12:34:

Zitat:
Nichtobjektivierbares wie freier Willen, Homunculusannahme u.ä. sind in der empirischen Welt natürlich keine brauchbaren Entscheidungsgrundlagen


Siehe meine Ausführungen im freier Wille- Thread.

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 12:41                                  +/-

Das Ursprungszitat von AB
Journalist wäre so ziemlich das letzte, was ich werden wollte. Alles oberflächlicher, seichter, marktorientierter Scheißdreck. Journalisten sind intellektuelle Huren


Meine Stellungnahme
Deswegen den gesamten Berufsstand zu diffamieren, empfinde ich als starken Tobak, ungerecht und unqualifiziert.


Die Replik von AB
Du bezeichnest diese meine Aussage als "absoluter Schwachsinn", um sie dann im nächsten Satz selbst zu tätigen...Junge Junge:


lass mal die Kirche im Dorf und dreh einem das Wort nicht im Mund um. Schwachsinn ist Deine Pauschalaussage (s.o.) - unzweifelhaft ist, dass der Journalismus leider verflacht. Du beleidigst pauschal jeden Kriegsberichterstatter, der - auch heute noch oft genug - mit einer Kugel im Kopf auf der Strecke bleibt.

Und komm mir nicht mit "polemisierende Übertreibung um den Kern der Sache hervorzuheben" und so

hmmmm


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Adrian
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 12:43                                  +/-

Zitat:
Und komm mir nicht mit "polemisierende Übertreibung um den Kern der Sache hervorzuheben" und so


Doch. Yes

Auf den Großteil trifft meine Aussage eben leider zu.

Gepostet am 18.02.2008, 12:55:

Wobei ich ja übrigens doch zugeben muss, dass ich mit dem Beitrag v.a. einen Schuß ins Blaue abgefeuert habe, um eventuell den Wolter zu einem Wutausbruch über die Diffamierung seines (von mir vermuteten) Berufsstandes zu provozieren und diese These damit zu erhärten. zwinkern

Man sieht, ich habe schon viel von PD gelernt. Spitze

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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 13:12                                  +/-

Du bist immer noch sauer wegen den Schnappspralinen.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 13:29                                  

Na super, die Ethickficker haben wieder mal einen THread getötet. Herzlichen Glückwunsch. Merkt ihr eigentlich gar nicht, dass ihr NUR dieses eine Thema habt? Dass ihr immer wieder darauf zurückkommen müsst? Zwanghaft? Weil ihr auf keinem anderen Themengebiet auch nur irgendwas Relevantes oder Interessantes zu sagen habt? Ihr seid bekackte Fachidioten, die alles was sie von sich geben von bestimmten Prämissen aus (ich kotze) herleiten und sich im Zweifel (und das geht schnell) immer wieder dahin zurückziehen. In diesem Punkt seid ihr religiösen Fanatikern sehr ähnlich. Ach was, ihr unterscheidet euch von ihnen in keinem Deut!

Komplett diskussionsunfähig!

Dagegen ist Wolter die reinste Offenbarung, weil er (und das muss man ihm lassen) wenigstens immer themenbezogen diskutiert. Er liefert Argumente, die man begutachten kann... und keine unfehlbaren Grundsätze.

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 14:13                                  +/-

ein Sternchen für Oxi


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emmi



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 16:20                                  +/-

In der Tat. Dieses Phänomen ist mir im DAF auch immer auf die Nerven gegangen. Spitze

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 18:54                                  +/-

Ich bin wieder schwach geworden, habe bei SPON vorbeigesehen und prompt folgende Schlagzeile über die Entdeckung eines Druidengrabes gefunden:

"Mysteriöses Miraculix-Grab verzaubert Forscher"

Mit den Augen rollen

Eigentlich ist sowas schon eine Beleidigung, unterstellt die Redaktion mit dieser Überschrift doch ihren Lesern, dass ihre tiefsten Geschichtskenntnisse aus Asterix-Comics stammen.

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