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Japan
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#18



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BeitragVerfasst am: 08.10.2008, 23:22                                  

Abendgestaltung auf japanische Art.
Wichtige Wörter für den Japanbesuch: Tabehoudai (Iss bis du platzt) und Nomihoudai (saufen, Junge). Letzteres heißt manchmal auch "furii dorinku", bzw. auf Englisch "free drink".

Karaoke: Lustig. Am ersten gemeinsamen Abend in Shibuya eine Notlösung, da die Kneipen um 23 Uhr ihre Gäste schon vor die Türe kehren und planloses Herumlaufen auf der Suche nach einer Disco ja doch keinen weiterbringt. Also in das nächste Etablissement, nachgefragt und für knapp 18 Euro pro Person einen kleinen Raum inklusive Nomihoudai bekommen. Notfalls den Fernseher ausschalten und nur trinken, ist billiger als in den Kneipen.
Für etwas mehr Geld gibt es bei den großen Karaokeketten wie beispielsweise "Big Echo" immer auch englische Menüführung des Eingabegerätes, zudem eine wesentlich größere Auswahl an Englischen Liedern. Glücklicherweise war unser Nesthäkchen mit seiner Gastfamilie mal an einem Sonntag von 12 bis 17 Uhr beim Karaoke und wusste, wie man den Apparillo bedient. Nummer aus dem Katalog/Telefonbuch heraussuchen und eingeben. Nach der fünften Bestellung über das Interfon (immer 8 kakuteru = Cocktails + 8 biiru) sinkt die Hemmschwelle und der Gundam fliegt. Oder ein bekanntes Lied aus Macross, das war fast peinlich.

Clubs: Schwierig. Wenn man nach Roppongi, dem Tokioter Ausländerviertel fährt, sprechen einen mit Vorlieb schwarze Türsteher an, die dem geneigten Touristen ihre "gals" zeigen wollen. Nomihoudai gibts pro Stunde ab 35 Euro. Auch sonst ist der Eintritt nicht billig, normalerweise ab 20 Euro mit einem Getränk inklusive. Manch Ausländerschuppen bietet auch Nomihoudai für rund 25 Euro an, in unserem Fall ein Kellerloch mit den üblichen Ausländern, einigen verirrten japanischen Hip-Hoppern, zwei texanischen Schränken davor und einer koreanischen Damenreisegruppe in den 20ern darin, die mal schnell für eine Woche nach Tokyo rübergeflogen ist. Ganz in der Nähe der Zappelhalle liegt das Shibuyaer Love-Hotel-Viertel, diskrete Etablissements, in denen man ab 30 Euro mit seinem Aufriß übernachten kann, um die Nachbarn nicht zu stören. Oder falls man den gegen 1 Uhr nachts fahrenden letzten Zug verpasst hat, obwohl hier noch einmal die berüchtigten Herren im Einsatz sind, welche die Fahrgäste in die Bahn stopfen (gibts sonst anscheinend nicht mehr, auch nicht während der Rush Hour an den großen Umsteigebahnhöfen Shinjuku, Shibuya und Ikebukuro).

Danach kann man noch in den Manga-Kissa gehen, Internetcafes mit privaten Abteilen und einer recht imposanten Auswahl an Comics, Zeitschriften und DVDs. Die sind nur an den Wochenenden nachts immer voll, weil die Japaner ihren letzten Zug verpassen und dann dort für 13 Euro den Rausch ausschlafen.

Das Nahverkehrssystem ist definitiv eine der Sachen, die ich vermisse. Alle 3 oder 4 Minuten ein Zug/eine Ubahn (morgens auch mal alle 2 Minuten), und man braucht selbst nicht großartig nachdenken. Alle Linien haben verschiedene Farben, damit man sich auch im Untergrundgewirr des Bahnhofs Shinjuku zurechtfindet. Auf dem Bahnsteig selbst gibt’s dann ausführliche Ansagen , zuerst automatisiert: „Gleich kommt auf Gleis 14 Zug in Richtung Shibuya und Shinagawa. Weil das gefährlich ist, bitte nicht über die gelbe Linie treten“. Danach wird der gleiche Text nochmal von einem Angestellten auf dem Bahnsteig wiederholt, der nach dem Ein- und Aussteigen noch das Schließen der Türen ankündigt, mit der Bitte aufzupassen. Im Zug folgt automatisiertes Blabla: „Dieser Zug ist ein Zug der Yamanote-Linie in Richung Shibuya und Shinagawa. Nächster Halt Yoyogi, für die JR Sobu Linie und die Toei Ubahn bitte hier umsteigen“. Zuerst auf Japanisch, dann auf Englisch. Darauf folgen allgemeine Ansagen, man solle doch sein Handy bitte auf lautlos stellen (Japanisch: manaa moodo = manner mode), und wenn man sich in der Nähe der Sitze für Alte, Kranke und Schwangere befindet doch bitte ganz ausschalten. Die Tokyo Metro fügt dem noch ein „Vielen Dank, dass sie heute mit der Tokyo Metro fahren“ hinzu.
In den Zügen ausserhalb Tokyos (Shinkansen ausgenommen, da sind die Durchsagen auch automatisiert) übernimmt die Ansagen der Kondukteur, der dann auch immer in höflichem Japanisch spricht. Erst ein Dank an die werten Fahrgäste, danach Vorstellung der Route („Dieser Zug ist ein Neuer Rapid nach Kyoto. Wir halten da und da. Toiletten sind in Waggon x und y, Handy bitte auf lautlos stellen. Nächster Halt Kobe. Umsteigemöglichkeit da und dahin. Nachdem wir in Kobe gehalten haben, halten wir in Sannomiya. Sehr verehrte Kunden, bitte seien sie uns gnädig (o-kyakusama ni yoroshiku onegaiitashimasu, furchtbar höfliches Japanisch)). Wenn der Schaffner dann die Fahrkarten kontrolliert, offnet er die Tür zum Waggon, verbeugt sich, macht seine Arbeit und dreht sich vor dem verlassen des Wagens nochmal um und macht den Diener. Herzig.
Manchmal treibt einen das Bahnsystem allerdings auch in den Wahnsinn, da es verschiedene Zugkategorien gibt. Normal, Rapid, Express, limited Express. Der Normalzug hält überall, die anderen eben nicht (ein sehr effizientes System um entferntere Haltestellen schneller an den Zielbahnhof anzubinden, welches aber auch nur funktioniert weil die Züge in Japan auf einige Sekunden genau ankommen). Dazu gibt es noch Neue Rapids und eben den Shinkansen.




Eine Filiale der Elektromarktkette Yodobashi Kamera in Fukuoka. In den Yodobashis läuft den ganzen Tag eine japanische Coverversion von "Glory Hallelujah", auch in Englisch.


Fußraum im Shinkansen, zweite Klasse. Wär im ICE auch ganz nett...


Morgendlicher Berufsverkehr am Bahnhof Shinjuku. Die Leute mit den weißen Handschuhen, Dienstmannmütze und Armbinde sind die Bahnsteigbediensteten, die aufpassen dass keiner über die gelbe Linie tritt.


Tschechei vor 10 Jahren, eine gute Bahnstunde nördlich von Nagano. In der ländlichen Gegend siehts teilweise ziemlich runtergekommen aus.


Wirklich abenteuerliche Momente gab es nicht. Japan verliert seine mystische Aura ganz schnell, wenn man ein bisschen Japanisch kann und die des Englischen nicht mächtigen Japaner um Hilfe fragen kann. In den großen Städten (vor allem Tokyo und Kyoto) kommt man mit Englisch durch, man braucht allerdings eine Menge Geduld. Bahnhöfe und Umgebungspläne haben immer auch romanische Umschrift bzw. Auskünfte auf Englisch.

Darum moushiwake gozaimasen, daß mein Schrieb es mit dem von Waldelb nicht aufnehmen kann.

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 08.10.2008, 23:34                                  +/-

Ich finds aber sehr interessant Spitze Bist du jetzt wieder in Deutschland? Was genau hast du drüben denn gemacht? Du warst bei einer Gastfamilie und hast einen Sprachkurs gemacht oder? Sonst noch was? Und viel rumgereist. Nur an Wochenenden? Wie sah ein typischer Wochentag für dich aus?


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SilentBeutlin



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BeitragVerfasst am: 08.10.2008, 23:40                                  +/-

Ich bin so unendlich neidisch. Geschockt

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Oxford
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BeitragVerfasst am: 08.10.2008, 23:50                                  +/-

Und das alles nur wegen Mangas...


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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


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BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 08:32                                  +/-

Oxford
Und das alles nur wegen Mangas...


Das finde ich ja auch ein bisschen traurig. Geschockt

@#18

Hast Du den Sprachkurs in Fukuoka gemacht?

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 09.10.2008, 16:30                                  +/-

SilentBeutlin
Ich bin so unendlich neidisch. Geschockt

Und ich erst. Traurig


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#18



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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 13:59                                  

Oxford
Ich finds aber sehr interessant Spitze Bist du jetzt wieder in Deutschland? Was genau hast du drüben denn gemacht? Du warst bei einer Gastfamilie und hast einen Sprachkurs gemacht oder? Sonst noch was? Und viel rumgereist. Nur an Wochenenden? Wie sah ein typischer Wochentag für dich aus?


In Doitsu bin ich seit dem 30.9. wieder, war für 6 Wochen und zwei Tage unterwegs.
Die Reise war ein Austauschprogramm von LMU und Uni Tokyo, welches über meine Japanischlehrerin und ihren ehemaligen Deutschlehrer läuft, der nebenbei noch Ehrensenator der LMU und Ehrenprofessor der Uni Tokyo ist.
Zuerst zwei Wochen bei einer Gastfamilie in Shimotsuke, Präfektur Tochigi, eine gute Zugstunde nördlich von Tokyo. Habs da eigentlich ganz gut erwischt gehabt, war ein kinderloses Ehepaar Mitte 40, die beide Englisch konnten. Sie weil sie früher mal Englischlehrerin war, er weil er Professor für Chirurgie an der örtlichen Jichiidai-Universität für Medizin war. Das Universitätskrankenhaus hat um die 1000 Betten und bildet vor allem Ärzte für das ländliche Japan aus. Da er während seiner Studentenzeit mal 2 Jahre in Düsseldorf war, konnte er sogar etwas Deutsch. Deswegen hat sich mein Japanisch in den zwei Wochen nicht unbedingt verbessert.
Unter der Woche gabs dann entweder Sprachkurs mit der dort angestellten deutschen Japanologin oder Deutsch sprechenden Japanern, Besuche im Nissan-Werk in Tochigi (Sicherheitsschuhe? Gehörschutz? Schutzbrille? Fehlanzeige.), einen Abstecher zu einer kleinen Sakebrauerei und Kurse in Ikebana (Blumenstecken), Kalligrafie, Kyudo (Bogenschießen) und einen Besuch in der örtlichen Oberschule (ich kannte mehr Gundam-Serien als die mir für das Free-Talking zugeteilten Schüler).

Einen typischen Wochentag gabs eigentlich nicht. In Shimotsuke bestand der aus Aufstehen gegen 8, Frühstück (bestand aus einer japanischen Birnenart namens Nashi, sonst bring ich morgens eigentlich gar nichts runter), dem NHK-Dorama um 8:15, danach einer Radfahrt zum Rathaus (Radwege gibts nicht, die Japaner fahren alle auf dem Gehweg), dann entweder Sprachkurs oder was anderes typisch Japanisches. Danach Mittagessen in einem Restaurant gegenüber vom Rathaus

Tofu kalt und warm, Reis, Misosuppe, dazu ein variierendes Gericht wie frittierter Fisch mit Weißkraut oder Reis mit Omelett
am Nachmittag Kultur, dann gegen 16 Uhr zurück nach Hause. Meine Gastmutter war in der Regel bis 18 oder 19 Uhr beim Tanztraining, d.h. ich konnte erstmal in Ruhe ausschwitzen (teilweise 33 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit, ergo schöne Salzbatik auf meinen Tshirts) und dann ein bisschen rumschauen. Shimotsuke hat zwar 60.000 Einwohner, ist aber eine typisch langweilige Japanische Kleinstadt. Am Bahnhof einige Kneipen, ein großer Supermarkt, eine Buchhandlung mit Videothek, einige Restaurants und Pachinko. Mein Herr Gastvater kam dann immer so gegen 22 Uhr nach Hause. Frag mich, was der den ganzen Tag in der Arbeit gemacht hat... Operationen nimmt er maximal einmal in der Woche vor, und da vorlesungsfreie Zeit war, hat er auch nichts vorbereitet. Japanische Arbeitsmentalität eben, Hauptsache anwesend.
In Tokyo war dann an programmfreien Tagen so gegen 9 aufstehen angesagt, danach zum Bahnhof und irgendwohin. Geendet hat der tag dann meistens in einem Abstecher nach Akihabara:

Die Meidos (Dienstmädchen) verteilen Werbezettel. Etwa eine Einladung ins Akiba-Mädchenwohnheim, wo man für 12 Euro pro halbe Stunde mit einer Dame Wii spielen kann. Gegen 10 Euro Aufpreis darf man sich auch als Mädchen verkleiden lassen.
Da gibt’s neben dem ganzen Technikzeug auch einige Läden für Schmuddelkram. Oder für Kostüme, egal ob Pilotenanzüge aus Neon Genesis Evangelion oder eine SA-Uniform.

Nach dem offiziellen Ende des Programms am 20. September waren ein Kollege und ich dann noch 10 Tage alleine unterwegs. Mit dem JR-Railpass kann man für 28,800 yen (Mitte August waren das 170 Euro, jetzt sinds über 210) 7 Tage mit den Zügen von Japan Railways fahren, den Nozomi-Shinkansen ausgenommen. Erst von Tokyo nach Kobe (er hat sich derweil Kyoto angeschaut), von Kobe aus nach Nara (erste Hauptstadt Japans, viele Tempel und den größten eingehausten Buddha der Welt), Osaka und Himeji, dann gemeinsam weiter nach Hiroshima. Der Besuch im Friedensgedenkpark und an der Atombombenkuppel war ein wenig seltsam, da sich ca. 150 Meter Luftlinie davon entfernt das städtische Baseballstadion befindet, und die Zuschauer des Spiels zwischen den Hiroshima Carps und den Hanshin Tigers die bedrückende Stimmung kaputtgemacht haben. Von Hiroshima aus bin ich einen Tag alleine mit dem Shinkansen nach Fukuoka/Hakata, am nächsten Tag gings dann in einer siebenstündigen Odyssee über Nagoya nach Nagano und von dort ins Hinterland, in die Nähe der Skigebiete in denen 1998 die olympischen Alpinwettbewerbe stattfanden. Onsen, Übernachtung in einem traditionellen japanischen Hotel, am nächsten Tag dann noch ein Abstecher zum Zenkou-Tempel nach Nagano und dann zurück nach Tokyo. Der letzte Tag verging mit Mitbringseleinkauf dann recht schnell.


Großes Gemeinschaftsbad im olympischen Dorf. An zwei Abenden hatten wir kein eigenes Bad im Gang, sondern mussten uns das Bad mit einem Haufen Japanern teilen. Erst macht man sich nackig, wäscht sich dann auf dem Hocker und geht danach in das heiße Wasser (zwischen 42 und 44 Grad). Da kann man dann Japaner beobachten, die wirklich überall am Körper rasiert sind, nur zwischen den Haxen dann einen Urwald haben. Und einen kleinen Schnippo.


Israelis hab ich einige getroffen. Viele Briten, Amis und natürlich Australier, aber wenige Deutsche. Wesentlich mehr Italiener und Spanier.

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Triskel
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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 14:02                                  +/-

Zitat:
Die Meidos (Dienstmädchen) verteilen Werbezettel. Etwa eine Einladung ins Akiba-Mädchenwohnheim, wo man für 12 Euro pro halbe Stunde mit einer Dame Wii spielen kann. Gegen 10 Euro Aufpreis darf man sich auch als Mädchen verkleiden lassen.

Das ist...also...ugly

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 14:04                                  +/-

Schnippo find ich lustig. grins


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 14:08                                  +/-

Das nenne ich mal leicht verdientes Geld. grins
Zitat:
das städtische Baseballstadion

Die Japaner sind auch das einzige Volk, das neben den Amerikanern noch auf Baseball steht. Der Rest der Welt findet das Spiel kacke. Gewalt ist keine Lösung

Und wieso rasierte Japaner? Haben die genügend Körperbehaarung zum Wegrasieren? ?????


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 17:13                                  +/-

Hat einBaum nicht eine Wii? Also ich würde 12 Euro zahlen, wenn sie mich gewinnen lässt.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 19:46                                  +/-

#18

Tofu kalt und warm, Reis, Misosuppe, dazu ein variierendes Gericht wie frittierter Fisch mit Weißkraut oder Reis mit Omelett

Huuungeeeerrrr!

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 20:32                                  +/-

Ich find toll, Filzer, dass du so viele interessante Sacen postest. Du hast dich echt verändert (bzw. dein Postingverhalten, mehr kenn ich ja nicht) Spitze


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Looked dead, didn't I? Well, I wasn't, but it wasn't for lack of trying I can tell you that.
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Oxford
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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 21:16                                  +/-

Also das mit dem Wii spielen für 12 Euro hätt ich auch gern noch mal näher erläutert.


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 10.10.2008, 22:52                                  +/-

Filzer rulez! Geeeeile Postings. Will mehr! Ich habe mich jetzt für den nächsten Instant-Miso-Japaneze-Kurs angemeldet!


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 12.10.2008, 15:57                                  +/-

#18
(ich kannte mehr Gundam-Serien als die mir für das Free-Talking zugeteilten Schüler).


Schämt man sich da nicht ein bisschen? Also als Oberschüler und als ausländischer Nerd. Wäre ungefähr so, als wenn ein japanischer Touri mir alle Otto Witze rezitieren könnte.

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#18



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BeitragVerfasst am: 12.10.2008, 18:21                                  +/-

vorweg: Pro Euro gibts momentan 135 Yen... meinen Railpass hab ich Mitte August für 1 € = 167 Yen gekauft)

Tyler Durden

Schämt man sich da nicht ein bisschen? Also als Oberschüler und als ausländischer Nerd. Wäre ungefähr so, als wenn ein japanischer Touri mir alle Otto Witze rezitieren könnte.


Hmm... schämen ist nicht das richtige Wort, zumindest nicht auf meiner Seite. Die Schüler/Studenten fanden das immer nur Ein bisschen komisch wars mir schon, allerdings gabs so wenigstens ein Thema, um die Redezeit rumzubringen. Geragt hätte ich fast, als die eine erzählt sie habe Gundam 00 nur wegen dem süßen Lockon Stratos geschaut .
Ansprechpartner für die älteren Gundamserien waren in der Regel über 30.
Mein momentaner Animestatus sieht so aus. Wenn man Gundam rausnimmt, bleiben noch 20 Einträge über, von denen ein Teil dem Seinen-Genre (= für Erwachsene Zuschauer) zuzuordnen, ein Teil alt ist, und der Rest schlicht und einfach in den ca. 30 neuen Serien pro Jahreszeit untergeht. Die Schüler/Studenten kannten das zwar vom Namen, allerdings sehen die meisten Japaner meiner Meinung nach nur sehr selektiv Anime, d.h. einen oder zwei gleichzeitig. DVDs sind teuer, eine 50teilige Serie kostet neu 60.000 Yen aufwärts. Es gibt zwar einen sehr großen Markt für gebrauchte Medien (die Filialen der Kette Book-Off sind fast genausogut sortiert wie Läden für Neuware, dass die Japaner mit ihren Sachen sehr pfleglich umgehen begünstigt das natürlich), für Boxen sind die Preise allerdings "nur" etwa 30 % niedriger. Bei Filmen sieht das teilweise anders aus, kommt aber natürlich auch auf Nachfrage und Alter an. Die 3 Zusammenschnittfilme der ersten Gundamserie hätten neu 22.000 Yen gekostet, gebraucht waren es knapp 6.000. NTSC funktioniert ja glücklicherweise Problemlos auf PAL-DVD-Playern (darum damals die Frage im Off-Topic). Beim Gundam-Spiel für die Wii musste ich mir erst einen Freeloader besorgen.

Oxford
Also das mit dem Wii spielen für 12 Euro hätt ich auch gern noch mal näher erläutert.


Ärgerlicherweise habe ich den Flyer dafür nicht in die Tasche mit den anderen Klein-Memorabilia (Shinkansenfahrkarten, Eintrittskarten für Tempel und Schreine, Kassenzettel für billigen Importschnaps etc.) getan, drum mal aus dem Hirn rezitiert.
Rausgefunden hab ich den Inhalt erst, als meine Japanischlehrerin (begleitet die Studenten alljährlich während dem Aufenthalt in Tokyo) nach einem meiner 10 Besuche in Akihabara (die genaue Anzahl lässt sich aus den Abrechnungen meiner Suica, einer Prepaidkarte für den öffentlichen Nahverkehr, rekonstruieren, sieht beispielsweise so aus (Akiba rot markiert)) fragte, was ich denn gekauft hätte. Da wars dann ausnahmsweise mal nichts, hab aber die Gelegenheit genutzt um zu fragen, was man denn laut diesem Handzettel so mit den Damen machen könnte. Die "Einladung in das Akiba-Mädchenwohnheim" bestand aus Folgendem (Preisliste von der Homepage, ohne Gewähr, manche Sachen kapier ich nicht)

„Hauptgänge“ (da wird das aus dem Englischen eingejapanischte Wort „course“ verwendet), beinhalten immer das Einkleiden als Mädchen

Standardprogramm: 1680 Y pro 30 Minuten
Ein bisschen besser: 2000 Y pro 30 Minuten (beinhaltet Begleitung bei der Rückreise... ich nehm mal an zum JR-Bahnhof Akihabara)
Deluxe: 2300 Y pro 30 Minuten (beinhaltet Begleitung auf dem Rückweg und ein Wii/Kartenspiel, die perfekte Wahl!)
Programm für Damen: 1000 Y pro 30 Minuten
Damenprogramm inklusive Erinnerungsfotos: 1500 Y pro 30 Minuten
Verlängerung: 1600 Y pro 30 Minuten

Optional:
Anfrage an das Wohnheim (?): 1000 Y
Foto mit einem Mädchen: 1000 Y
Foto mit zwei Mädchen: 1500 Y
Foto mit allen: 3000 Y
Ein zusätzliches Kostüm anprobieren: 1000 Y
Schlafen, während man den Kopf im Schoß eines Mädchens hat: 1000 Y pro 10 Minuten
Gemeinsam einen romantischen Manga lesen: 1000 Y pro Geschichte
Nagelpflege: 2 * 1000 Y
Spielen (Karten, Wii, etc.): 1000 Y pro Spiel
(Auf dem Handzettel war noch das Angebot für eine Ohrfeige aufgelistet, 1000Y)

Mitbringen von eigenem Essen/Getränken: 500 Y

Mit dem Werbezettel hätte es ein 0,5l Getränk gratis gegeben, aber bei meiner Größe gab es schon in normalen Klamottengeschäften nichts, da hab ich mir die Enttäuschung eines nichtvorhandenen Meido-Kleides ersparen wollen. Nähere Infos (Damenauswahl und Fotos) auf der Homepage des Akiba Joshiryou.
Es gab noch ein Angebot, bei dem man sich eine Meido-san nach Hause kommen lassen konnte, welche dann beispielweise (laut Flyer) mit einem spazierengeht. Oder Wii spielt. Oder kocht. Oder Massagen verabreicht, entweder an den Händen/Armen oder an den Beinen (explizit: "Von den Knien abwärts"-).Grundpreis 10.000 Yen für eine Stunde (Anfahrt extra), aber nicht für Kriminelle und Betrunkene. Sex gibts auch nicht (umschrieben mit "Die Sachen die Prostituierte machen, machen wir nicht"-).
Das waren meine absurdesten Erlebnisse im Bezug auf die Anime-Otaku-Kultur... der Besuch in einem Meidocafe war sehr interessant, kann ich nur empfehlen. Für die Damen gibts auch Butler-Cafes (shitsuji kissaten), in einem arbeiten sogar nur ausländische "shitsuji".

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 14.10.2008, 13:59                                  +/-

Es gab da mal einen Thread von kpm, der Titel ging in die Richtung "Grotesk ist gar kein Ausdruck" oder so. Da würde dein Posting super reinpassen.



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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 22.10.2008, 20:49                                  +/-

Japaner, Segways und ein Schimpanse.


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 23.10.2008, 09:42                                  +/-

Der japanische Peter Lustig mit seinem Hausaffen?

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#18



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BeitragVerfasst am: 25.10.2008, 22:43                                  +/-

Die alljährliche Ausländer-Halloweenparty in der Tokioter Yamanotelinie: http://www.japanprobe.com/?p=6793

Video leider noch von letztem Jahr:


2ch.net (größtes japanisches Internetforum) raged schon den ganzen Tag drüber.

Zitat:

>>FUCK!!
>>I was there today and NOBODY came! Only 5 >>foreigners were there! Where were all of you >>tonight?!
>>I was at platform number 15 of Shinjuku Station, >>which is Yamanote Line train bound for Ikebukoro.
>>And I’ve never seen SO MUCH policeman in Japan >in my life!! Looks like they were EVERYWHERE!!!
>>But what da fuck?! Where were all the people in >>costumes?!


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 26.10.2008, 13:43                                  +/-

Verkleiden sich da Japaner als Ausländer?


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