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Oxford
Dr. Olympics


Beiträge: 49256
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BeitragVerfasst am: 30.09.2009, 21:33                                  +/-

Das ist doch "prophylaktisch" Sprich: ja! Man muss es vorher UND währenddessen nehmen. So war es bei mir zumindest.


_________________
Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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#18



Beiträge: 3072
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Wohnort: deine Maam
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BeitragVerfasst am: 08.10.2009, 00:06                                  +/-

So, morgen bekomme ich noch eine Auffrischung für die Hepatitis B und eine Spritze für die A. Die Malariatabletten muss ich einmal wöchentlich nehmen, die Erste 3 Tage vor dem Abflug, die Letzte 2 Wochen nach der Heimkehr.
Das Treffen mit den anderen Musikern war ganz lustig. Sind alle von der Sorte "bloß kein Stress", einmal kurz die togolesische Nationalhymne geprobt und dann den Haxnreisser-Boarischen, vorbei. Ein paar Ratschläge eingeholt (Schnaps mitnehmen, zum desinfizieren!), und dann bis zum Abflug.

Mittlerweile schwelt schon wieder eine andere Idee in meinem Hirnkastl. Wenn ich das Jahr Working Holiday in Japan mache, warum nicht mal was anderes als dahin fliegen?

Visum für Russland, 60 bis 80 EUR
München - Budapest, 39 EUR
Budapest - Moskau Kiewskaja, ca. 145 EUR
Moskau Jaroslawlskaja - Wladiwostok, ca. 350 EUR (zweite Klasse)
Zarubino - Niigata (Japan), ca. 150 EUR

Gar nicht so teuer, mal luaga, ob sich da noch ein oder zwei Leute finden, die das mitmachen würden (Rückflug in Japan nach Deutschland ab Osaka (Kansai International) ca. 500 Euro)


_________________
Wann kommt er?
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Euseppus



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Wörter pro Beitrag: 63
Wohnort: Winterkatingen
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BeitragVerfasst am: 08.10.2009, 18:22                                  +/-

Invisigod
Was macht man eigentlich wenn man nicht mehr weiß wo sein Impfausweis ist und vermutet, dass man das auch alsbald nicht mehr rausfinden wird?

Muss ich dann sterben oder so?


Aus Erfahrung: Nö. Zum Doktor gehen, Impfungen, von denen Du glaubst, sie mal wieder zu brauchen, auffrischen lassen, neues Impfbuch kriegen.
Wenn Du aber gegen irgendwas früher geimpft warst, was Du inzwischen nicht mehr weißt - weil Du ja den gelben Wisch verloren hast - und dann (exemplarisch) in eine Milka mit zu hohem linksdrehenden Karamelverstärkeranteil beißt - dann musst Du sterben, ja, mhm. zwinkern

Wäre also da niemals blöd, Eltern etc. zu fragen, was sie da noch aus Kindertagen wissen.


_________________
"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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Morgi



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Wohnort: Sonnenscheinweg 33, Regenbogenstadt
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BeitragVerfasst am: 28.10.2009, 16:09                                  +/-

Bin wieder zurück von einem Kurztrip in die slowakische Hauptstadt Bratislava, wo ich im Frühling schon einmal war, mir damals aber nur wenige Stunden oberflächlich die Altstadt angeschaut hatte. Da man von Wien aus fast geschenkt nach Bratislava kommt und ich außerdem der drückenden Feiertagsstimmung wegen des österreichischen Nationalfeiertages entkommen wollte, bin ich also noch einmal hingefahren, um mir diesmal ein gründlicheres Bild der ganzen Stadt zu machen. Eine weitere Motivation war die slowakische Nationalgalerie, die eine hochrangige Gemäldegalerie mit Malerei des 15.-19. Jahrhunderts besitzt, darunter einen Beccafumi, der zu meinen Lieblingskünstlern überhaupt gehört und für den sich die Reise alleine schon gelohnt hätte. Leider musste ich in Bratislava dann aber feststellen, dass die Nationalgalerie montags geschlossen ist, ich muss also wohl noch ein drittes mal hinfahren.

Bei meinem ersten Besuch war mir Bratislava überraschend klein vorgekommen, nie würde ich vermutet haben, dass die Stadt rund 450 000 Einwohner hat. Dieser Eindruck kam aber wohl vor allem daher, dass ich nur die pittoreske, kleinstädtisch wirkende Altstadt gesehen hatte und weder den sich um sie herum erstreckenden Ring sehr urbaner Gründerzeitviertel noch die weiten, modernen Außenbezirke, die das Bild etwas korrigieren. Diesmal fuhr ich nicht vom Bahnhof Petrzalka mit dem Bus in die Innenstadt, sondern ging zu Fuß, um etwas vom Viertel zu sehen. Der Bezirk Petrzalka hat in manchen Punkten etwas Ähnlichkeit mit dem 21. und 22. Bezirk in Wien: Er liegt auf der stadtauswärtigen Donauseite, weist kaum historische Bausubstanz auf, dafür aber sehr viele locker verstreute Wohnsilos der 60-80er Jahre sowie moderne Hochhausarchitektur. Wenn man den Bahnhof in Richtung Donau verlässt, sieht man direkt auf die massivste Plattenbaufront, die ich jemals irgendwo gesehen habe: Mindestens 3-4 Kilometer geschlossen Platte an Platte, soweit das Auge reicht. Für sich genommen sind diese verwahrlosten Sowjetplatten entsetzlich hässlich, als Ensemble strahlen sie aber eine beeindruckende Monumentalität aus. Ansonsten bietet der Bezirk sehr starke Kontraste: Einerseits elende kleine Werkstätten, verrottende Tankstellen, auf den Wiesen liegende Besoffene, fast nur alte und schäbige Kleinwagen und die unvermeidlichen Jugendgangs, auf der anderen Seite eine sehr rege Bautätigkeit rund um das Bahnhofsgelände. Um den Bahnhof herum sind in den letzten Jahren mehrere Dutzend moderne Bürohochhäuser entstanden, die eine hübsche kleine Skyline bilden, aber fast alle aus sehr billigen Materialien zu bestehen scheinen und durchweg ein sehr einfallsloses Kistendesign aufweisen - sie ähneln stark den massenhaft gebauten, minderwertigen Lückenfüllern in den Skylines Ostasiens und Arabiens.

Die auf der anderen Donauseite gelegene Altstadt ist nach 1989 sehr aufwändig saniert worden und sieht nicht weniger sauber und reizend aus als frisch renovierte Altstädte in Westeuropa, durchsetzt mit vielen schönen Kirchen aus Gotik und Barock, hübschen, kopfsteingepflasterten Gassen, Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert, Designerläden, internationalen Restaurants und Straßencafes, kurzum: Die Altstadt könnte auch irgendwo in einem wohlhabenden Teil Deutschlands oder Frankreichs stehen. Aber dieser Schein trügt: Der kleine Altstadtbereich ist, soweit ich das beurteilen konnte, wirklich der einzige Teil von Bratislava, der einen Lebensstandard wie in Westeuropa vorspiegeln kann. Je weiter man nach Norden hin (Bratislava ist auf zwei Seiten von Hügeln umschlossen und erstreckt sich deswegen sehr weit in den freien Norden) aus der Altstadt herausgeht, desto schlimmer wird es: Die renovierten Altbauten werden immer weniger, stattdessen gibt es überall eine Mischung aus maroden, finsteren Gründerzeitmietskasernen und sowjetischen Brutalo-Platten, die Qualität des Straßenpflasters wird immer schlechter, die Läden immer schäbiger und billiger, statt schicker Neuwagen dominieren stellenweise immer noch uralte Ladas und Trabis das Straßenbild, immer mehr ranzige Baulücken und große, müllübersäte Brachflächen tun sich auf. Gleichzeitig wirkt Bratislava in diesen ärmeren Vierteln urbaner und großstädtischer als in der beschaulichen Altstadt, die Bebauung ist fast durchgehend 5-8-stöckig, breite, mehrspurige und stark befahrene Straßen durchziehen die Stadt, die Bürgersteige sind belebter. Auch sieht es nirgends ganz so schlimm aus wie in den Slums, die ich in Ungarn in Budapest und Györ gesehen habe. All diese Viertel sind zwar sehr trist und ärmlich, aber sie befinden sich weder architektonisch noch sozial in einem Verwahrlosungszustand, den man mit Jozsefvaros vergleichen könnte.

Am Rande eines dieser Bezirke der äußeren Innenstadt, nahe der Donau, stieß ich dann aber noch auf ein Juwel: Ein wunderschöner, weiter, parkartiger historischer Friedhof mit Gräbern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der mit seinen verwitternden Grabmonumenten, den verwachsenen, wiesenartigen Flächen und der großzügigen Verteilung der Grabsteine einem historischen jüdischen Friedhof ähnelte, was er aber - wie die vielen Kreuze zeigten - offensichtlich nicht war. Die Namen und Grabinschriften sind in jeweils ungefähr gleichen Anteilen deutsch, slowakisch und ungarisch und beweisen, dass Bratislava bis zum 2.Weltkrieg eine stark multiethnisch geprägte Stadt war.
Direkt neben dem Friedhof sind kürzlich die beiden höchsten, gläsernen Wolkenkratzer der Stadt (Die die Hochhäuser von Petrzalka qualitativ weit überragen) gebaut worden, was vom Friedhof aus seltsame Sichtachsen ergibt. Diese beiden Hochhäuser sind Teil eines viel größeren und sehr ehrgeizigen Bauprojektes, das - soweit ich es dem Baustellenschild entnehmen konnte - aus mindestens einem halben Dutzend modernen Hochhäusern und einer Reihe niedrigerer Bürogebäude bestehen soll. Allerdings sind die Baugruben verlassen und teilweise überwuchert - es würde mich sehr wundern, wenn dieses Projekt in der von der Finanzkrise sehr hart getroffenen Slowakei in den nächsten Jahren wirklich realisiert werden sollte.

Zum Abschluss bin ich noch ein wenig durch die Gegend rund um den an einem Hang gelegenen Hauptbahnhof gestreift, deren kruder architektonischer Mix aus Kleingärten, Einfamilienhäusern, Bordellen, Sowjetplatten und ein paar kaputten Gründerzeitlern aber wenig bietet.
Insgesamt macht Bratislava den geradezu exemplarischen Eindruck einer klassischen Hauptstadt dessen, was nach Parag Khannas Definition ein Zweitweltland ist, was auch wirtschaftlich hinkommt: Mit mageren 13 857$ beträgt das slowakische BIP/Kopf gerade mal rund ein Drittel des deutschen. Keine Ahnung, wie die durchschnittliche Bevölkerung ein normales Leben führen kann, wenn man bedenkt, dass die Preise in allen Läden, die ich gesehen habe, sich praktisch nicht von denen in Deutschland oder Österreich unterscheiden.

Und mangels Digicam hier ein paar wiki-Bilder der Stadt (Die allerdings fast nur die schönsten Stellen der Stadt zeigen und den Rest ausblenden):

Satellitenbild der Stadt mit Petrzalka südlich der Donau und der Altstadt sowie den modernen Außenbezirken nördlich:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f...ava_SPOT_1027.jpg

Altstadt (links) und die gigantische Plattenbaufront von Petrzalka (rechts):

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8...a_Panorama_01.jpg

Das slowakische Präsidialpalais, an das sich ein sehr schöner Park anschließt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1...Oct._2006_016.jpg

Die beiden erwähnten Wolkenkratzer am historischen Friedhof:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a...Bratislava-34.jpg

An der Donaupromenade:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6...2007-07-21_09.jpg

Straße in der Altstadt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5...A9ho_pastiera.jpg

Universität und Burg:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4...s_UK_Dom_Hrad.jpg

Typische Plattenbauten:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vezove_domy_Mileticova.jpg

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 04.11.2009, 17:16                                  +/-

Mission accomplished: Nach drei Tagen Morgi-Dauertextlawine bricht Vaclav Klaus zitternd zusammen und erklärt sich bereit, den Vertrag von Lissabon zu unterzeichnen, wenn ich nur endlich aufhöre Spitze

Nee, Scherz beiseite, bin am Montagabend von einer Dreitagesreise nach Prag zurückgekehrt. Am Freitagabend hatte ich mir spontan überlegt, dass ich meinen skandalösen Kontostand eigentlich durch eine Städtereise auf ein sozialverträglicheres Maß reduzieren könnte und schwankte zunächst zwischen Warschau und Prag, aber die von Wien aus nur vier Stunden Fahrzeit und der lächerliche Preis von 21 Euro brachten mich dazu, mir für Samstagmorgen ein Busticket nach Prag zu kaufen. Da ich am Dienstag wieder Lehrveranstaltungen mit Anwesenheitspflicht hatte, konnte ich leider nur bis Montagabend bleiben, werde aber sicher noch einmal für einen längeren Aufenthalt in die Stadt zurückkehren.

Das erste, was mir an der Stadt - es war mein erster Besuch in Tschechien - auffiel, ist der krasse Wohlstands- und Entwicklungsunterschied zur Slowakei, den ich angesichts der Tatsache, dass die CSSR sich erst in den 90er Jahren trennte, so extrem nicht erwartet hätte. Während die Slowakei sogar in der vergleichsweise wohlhabenden Hauptstadt Bratislava wie ein eher ärmlicher Zweitweltstaat wirkt, konnte ich in Prag wirklich in keinem Stadtteil (Und ich war jeden Tag mindestens elf, zwölf Stunden kreuz und quer durch die ganze Stadt unterwegs, inklusive Randbezirke und Vororte) einen signifikanten Unterschied zum Entwicklungsniveau westeuropäischer Staaten wahrnehmen - und tatsächlich ist das durchschnittliche tschechische BIP/Kopf auch fast doppelt so hoch wie das slowakische. Tschechien muss nach 1989 wirklich eine wahnsinnige Aufholjagd erlebt haben. Anders als das schrumpfende Bratislava ist Prag zu einer wirklichen Boomtown geworden: Die Einwohnerzahl steigt seit 2001 wieder kontinuierlich und hat mittlerweile den historischen Höchststand von 1,233 Millionen erreicht, alleine von 2007 auf 2008 kamen rund 40 000 neue Einwohner dazu. Das sieht man überall in der Peripherie der Stadt: Am östlichen Stadtrand hat sich eine für europäische Verhältnisse imposante Skyline mit modernen, hochwertigen Glaswolkenkratzern und Dutzenden großen, gläsernen 10-stöckigen Bürobauten entwickelt, umrandet von großen Einkaufszentren, neuen Industrie- und Gewerbeparks, und die Infrastruktur sieht fast überall neu und unbeschädigt aus, als sei sie erst in den letzten paar Jahren gebaut worden. Außerhalb der Stadtgrenze entstehen überall weitläufige Siedlungen geräumiger Einfamilienhäuser in westeuropäischem und amerikanischem Stil.

Der Weltruhm Prags beruht aber natürlich nicht auf seiner Peripherie, sondern der einzigartig erhaltenen Altstadt, genauer gesagt: Den beiden Altstädten. Prag hat nämlich einen ganz ähnlichen Aufbau wie Budapest: Während in Budapest die Donau das weite und großstädtische, in einer Ebene liegende Pest und das enge, an eine Hügelkette angeschmiegte und ruhige Buda trennt, so trennt in Prag die Moldau die weite, in einer Ebene liegende, großstädtische eigentliche Kernstadt mit der "richtigen" Altstadt auf der einen Seite und die Kleinseite am anderen Flussufer, die sich beengt zwischen Hügeln windet, aber die meisten der berühmtesten Sehenswürdigkeiten beherbergt: Hradschin, Veitsdom, Nikolauskirche, Kafkahaus, Nationalgalerie, zahlreiche herrliche Barockpalais wie das Palais Lobkowitz, das Palais Sternberg oder das Palais Liechtenstein. Kern der Stadtentwicklung war allerdings die Altstadt, erst im 14. Jahrhundert wurde die Neustadt von Kaiser Karl IV. als systematische Stadterweiterung angelegt - wenn man durch die engen, winkligen Gassen der Kleinseite geht, würde man nicht vermuten, dass es sich hierbei um eine der ersten nachantiken Planstädte Europas handelt. Überhaupt war die Zeit Karls IV. vielleicht die Glanzzeit Prags schlechthin: Prag war damals die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und wurde als solche mit überwältigenden gotischen Baudenkmälern ausgestattet: Veitsdom und Teynkirche, Universität (Die erste Universität des Reiches), Altstädter Rathaus, Karlsbrücke und Erweiterungen des Hradschin, der alten Königsburg. Verbunden wurden diese Baumaßnahmen mit massiven Stadterweiterungen, die die Einwohnerzahl auf über 40 000 steigen ließen und Prag damit im 14. Jahrhundert zu einer der größten Städte der westlichen Welt machten.

Am besten fange ich bei Veitsdom und Hradschin an, die einen gemeinsamen Gebäudekomplex auf einem Bergvorsprung in der Neustadt bilden. Was am Veitsdom gleich auffällt, sind die seltsamen Proportionen: Chor und Querhaus mit Turm sind in ihrer Monumentalität sichtbar Teil einer geplanten gigantischen Kathedrale, mit Ausmaßen, wie man sie bei kaum einem anderen gotischen Gebäude der Welt findet. Betrachtet man den Veitsdom von Osten, in Blickrichtung Chor, glaubt man, sich dem wahrscheinlich imposantesten gotischen Bauwerk Europas zu nähern, stellt dann aber, von der Seite aus, ernüchtert fest, dass diese riesigen Bauteile westlich des Querhauses nur eine kurze, stummelartige Erweiterung mit seltsam niedrigen, geduckten Türmen an der Westfassade erfahren. Kein Wunder: Nur Chor und Querhaus wurden noch im Mittelalter fertiggestellt, um 1500 kam die Bautätigkeit zum Stillstand. Erst in einer Welle des erwachenden tschechischen Nationalbewusstseins im späten 19. Jahrhundert entschloss man sich, den Kathedralentorso historistisch zu erweitern und fertigzustellen (Ganz ähnlich wie in Deutschland den Kölner Dom) - alle Bauteile westlich des Querhauses stammen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Innern hat man diesen kleinen Wermutstropfen aber schnell vergessen: Mögen die originalen gotischen Bauteiles des Doms auch Fragment sein, gehören sie doch zum Großartigsten und architektonisch Gewagtesten, was das Spätmittelalter in Europa hervorgebracht hat. Trotz seiner komplizierten Baugeschichte - ich glaube, dass mich kein gotisches Bauwerk bisher so sehr begeistert hat.

Der Hradschin, die alte Königsburg, in den der Veitsdom eingebettet ist (Dass man eine gotische Kathedrale in einem seiner Innenhöfe unterbringen kann, sagt einiges über seine Dimensionen aus), ist kein zusammenhängendes Gebäude, sondern ein ganzer Komplex von Bauwerken des 14.-19. Jahrhunderts, darunter der Veitsdom, die romanische Georgsbasilika, den eigentlichen Königspalast aus dem 14./15. Jahrhundert, ein Sommerpalast im Renaissancestil aus dem frühen 16. Jahrhundert, das barocke Bischofspalais, diverse Wehranlagen sowie die berühmte "Goldene Gasse" mit kleinen, winkligen Häuschen für Hofbedienstete. Unangenehm für den Besucher des Hradschin ist die Tatsache, dass wirklich alles separaten Eintritt kostet: Die Georgsbasilika kostet Eintritt, der Königspalast kostet Eintritt, der Pulverturm kostet Eintritt, der Wladyslawsaal kostet Eintritt, die Ausstellung über die Geschichte des Hradschin kostet Eintritt, die Gemäldegalerie der Burg kostet Eintritt, usw. So bin ich nur in die Ausstellung zur Geschichte des Hradschin in einem gotischen Trakt des Königspalastes gegangen. In den Räumlichkeiten einer spätgotischen Kapelle sowie diverser Säle aus dem 15. und 16. Jahrhundert gibt es dort interessante Sammlungen zur Frühgeschichte des Areals, dem Ausbau zur Königsburg und schließlich zur Zeit als Kaiserresidenz, die mit kunst- und kulturhistorischen Prunkstücken aufwartet, darunter zahlreiche außerordentlich gut erhaltene Originalgewänder aus Fürstengräbern des 15.-17. Jahrhunderts, darunter die komplette originale Grabtracht Kaiser Rudolfs II., außerdem eine 1373 geschaffene monumentale Bronzeplastik eines Reiters, die das beste plastische Werk darstellt, das ich aus dem 14. Jahrhundert überhaupt kenne und mE sogar alles übertrifft, was damals in Italien geschaffen wurde - eigenartig, dass diese spektakuläre Figur in der kunsthistorischen Literatur relativ selten auftaucht, obwohl sie eine derartige Ausnahmestellung in ihrer Zeit einnimmt. Interessant auch eine Sammlung von Originalmöbeln aus den kaiserlichen Wohnräumen des 16. Jahrhunderts, einige Reste der einst riesigen rudolfinischen Gemäldesammlungen (Das meiste wurde nach seinem Tod nach Wien gebracht, aber manches ist auch in Prag geblieben, darunter einige ausgezeichnete manieristische Portraits, eine gute Tizian-Kopie, ein Paolo Fiammingo und ein Luyckx-Gruppenportrait) sowie mehrere goldene Grabkronen des Spätmittelalters, außerdem ein Teil des Kirchenschatzes des Veitsdomes mit Reliquien, Messgewändern aus Mittelalter und früher Neuzeit und liturgischen Goldschmiedearbeiten. Nebenan liegt der im späten 15. Jahrhundert errichtete Wladyslawsaal, ein riesiger spätgotischer Festsaal, der den größten erhaltenen nichtsakralen Raum der Gotik überhaupt darstellt, für den ich aber wieder separaten Eintritt hätte zahlen müssen, sodass ich nur an den Wärtern vorbei verstohlene Blicke ins Innere warf.

In unmittelbarer Nähe des Hradschin befinden sich zwei barocke Adelspalais mit interessanten Kunstsammlungen, die ich am nächsten Tag beide besuchte: Das Palais Sternberg mit der Altmeistersammlung der tschechischen Nationalgalerie und das Palais Lobkowitz mit den Kunstsammlungen der Fürstenfamilie Lobkowitz. Zunächst zur Nationalgalerie. Die tschechische Nationalgalerie verteilt sich auf mehrere Gebäude in der ganzen Stadt, ich habe es zeitlich nur in die im Palais Sternberg untergebrachte Altmeistersammlung mit Malerei des 14.-18. Jahrhunderts geschafft. Die Sammlung ist zwar - verglichen mit anderen Staatsgalerien europäischer Metropolen - relativ klein, dafür weist sie einige Prunkstücke aller Epochen auf und hat in manchen Bereichen einzigartige Stärken, zudem ist ihr Eintrittspreis mit 150 Kronen ein Witz. Das stärkste Spezialgebiet der Sammlung ist sicher die italienische Malerei des 14. Jahrhunderts im Übergang von Internationaler Gotik zu Frührenaissance (Darunter Meisterwerke von Daddi und Lorenzo Monaco), in diesem Bereich habe ich noch keine bessere Sammlung gesehen, die einen so lückenlosen Überblick ermöglichen würde - Krönung wäre hier natürlich noch ein gutes Giotto-Original, aber man kann nicht alles haben. Die Sammlung der italienischen Hochrenaissance dagegen ist sehr klein, beinhaltet aber zwei herausragende Gemälde von Giovanni Caroto und Franceso Melzi, im italienischen Manierismus glänzt das Haus mit zwei Bronzinos, darunter ein Portrait der Eleonora von Toledo, das die kräftigsten Farben zeigt, die ich bisher bei einem Bronzino gesehen habe. Weitere Höhepunkte der Sammlung sind ein Goya, ein El Greco, ein Ribera, Dürers phantastische "Rosenkranzmadonna", mehrere Lucas Cranachs, ein Grien, ein Holbein, ein Rembrandt, fünf Rubens, ein van Dyck, ein Tintoretto, ein Luca Giordano sowie eine große Sammlung niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts mit Hauptwerken von Goyen, Ruysdael und Hals. Außerdem besitzt die Sammlung auch einige plastische Arbeiten, darunter einen Donatello und zwei Robbias.

Die Kunstsammlungen der Fürstenfamilie Lobkowitz können erst seit wenigen Jahren wieder an ihrem alten Platz im Lobkowitz-Palais besichtigt werden, denn die steinreiche und ehemals dominante Magnatenfamilie war bis 1989 aus Tschechien verbannt und ist erst in den 90er Jahren zurückgekehrt. Ihre Sammlung umfasst sehr unterschiedliche Bereiche, repräsentiert sie doch alles, was im Laufe von fünfhundert Jahren an Kunst und Kuriositäten in den Familienbesitz gelangt ist: Eine große Sammlung historischer Waffen, eine Porzellansammlung, eine große Sammlung alter Musikinstrumente und diverser musikalischer Autographen (Darunter Handschriften von Beethoven und Mozart - die Familie Lobkowitz engagierte sich jahrelang als großzügiger Mäzen für den notleidenden Beethoven), ein Kuriositätenkabinett mit Kleinkunst und Kunsthandwerk aus Mittelalter und Renaissance und schließlich eine umfangreiche Auswahl der fast 3000 Gemälde in Familienbesitz, darunter eine erstklassige Sammlung von Ahnenportraits aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit Arbeiten von Seisenegger, Alonso Sanchez-Coello und Velazquez, außerdem ein Brueghel und zwei Canalettos.

Viele andere Museen hätte ich mir gerne noch angesehen: Das tschechische Nationalmuseum, die Sammlungen von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Sammlung gotischer Kunst der Nationalgalerie, das Kafkahaus und das jüdische Museum, aber in drei Tagen war nicht mehr zu schaffen. Was historische Kirchen angeht, ist Prag so übervoll von ihnen, dass ich von den meisten, die ich besucht habe, schon wieder den Namen vergessen habe. Prag muss mindestens 40 oder 50 erhaltene Kirchen, Klöster und Kapellen aus Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko haben, darunter Monumentalbauten wie die dunkle, spätgotische Teynkirche und die barocke Nikolauskirche. Außer in Rom habe ich eine solche Dichte historischer Sakralbauten bisher noch in keiner Stadt gesehen.

Natürlich erschöpfen sich die Sehenswürdigkeiten Prags aber nicht in der Altstadt, die von einem weiten Gürtel von historistischen Vierteln des 19. Jahrhunderts umschlossen ist, die von Touristen relativ wenig beachtet zu werden scheinen, aber ebenfalls voller Perlen stecken - Prag dürfte bspw. nach Wien den größten erhaltenen Bestand an Jugendstilarchitektur in Europa besitzen. Von den Bereichen außerhalb der Altstadt habe ich allerdings auch vergleichsweise wenig wirklich bewusst gesehen, das muss ich bei einem zweiten Besuch nachholen.

Und hier wieder einige wiki-Bilder mangels Digicam:

Blick über Altstadt und Kleinseite mit Veitsdom und Hradschin links:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3...ague_panorama.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8...ops_of_Prague.jpg

Altstädter Rathaus:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4..._Ring_rathaus.jpg

Altstädter Ring mit Teynkirche:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2...edter_ring_01.jpg

Nationalmuseum:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0...tionalmuseum2.jpg

Blick von der Karlsbrücke:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0...C3%BCcke_Prag.JPG

Goldene Gasse im Hradschin:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e...ue_gold_alley.jpg

Im Veitsdom:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d...eri%C3%A9r_06.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7...eri%C3%A9r_12.jpg

Renaissance-Sommerpalais im Hradschin:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4...C3%A9ho_hradu.jpg

Straße in der Neustadt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7...%C3%A1_Strana.jpg

Am Platz der Republik:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2...5%AFm_Kotva_I.jpg

Am Rand der Altstadt:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d...nzelsplatz-00.jpg

Gehry-Bauten von 1996:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b...om_N_DSCN1185.JPG

Büroviertel Pankrac:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0...Praha_Pankrac.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2...a_Zlaty_Andel.jpg

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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 19:26                                  

Was folgt ist ein eher ungeordneter Bilderauswurf meines zweiwöchigen Aufenthalts in Togo. Die dortige Brauerei "Brasserie BB Lome" veranstaltet jährlich eine "Fete de la Biere", zu der eine bairische Kapelle eingeladen wird. Da BB komplett Togo und auch das Nachbarland Benin mit Softdrinks (Lizenzabfüllung der Coca-Cola-Produktpalette) und Bier (Braulizenz fürs südafrikanische Flag und Castell, sowie für Guinness und das Kulmbacher Eku-Export) versorgt, ist dafür genug Geld da.


Reiseroute: Lome - Kara - Dapaong - Kara - Lome - Kpalime - Lome. Es gibt eine einzige Straße, welche der Länge nach durch Togo verläuft und über die der gesamte Frachtverkehr nach Burkina Faso und Mali abgewickelt wird.

Die Brauerei wurde in den 1980ern auf Initiative von Franz Josef Strauß gegründet, ist allerdings mittlerweile unter französischer Verwaltung. Die Organisation war eine einzige Katastrophe. Wir sollten viermal auf einem LKW Lome fahren, Musik spielen und Werbung für die "Kermesse" am Strand von Lome machen. Nun war aber am ersten Tag der LKW noch gar nicht fertig, kam viel zu spät, am zweiten Tag gabs ebenfalls Verspätung. Am letzten Tag der Karawane sollten wir noch kurz auf der Kermesse spielen, als "Vorband" von King Mensah, Togos bekanntestem Künstler. Nun waren wegen dem Mensah und dem Feuerwerk aber einige zehntausend Menschen unterwegs, und direkt am Stand verläuft auch noch die Hauptverbindungsstraße zwischen Ghana und Benin. Nachdem die Verantwortlichen von der Brauerei nur lapidar meinten, sie würden uns am Sponsoreingang empfangen, aber von uns keiner Lust hatte bei nicht vorhandener Straßenbeleuchtung in eine Menschenmasse von Togoern zu gehen (der Strand ist bei nacht einer der no-go-Bereiche Lomes), hat unsere Reiseleiterin kurzerhand einen Bekannten bei der Pozilei angerufen, der dann eine Eskorte organisiert hat. 20 Bullizisten mit Schlagstöcken für 20 Musiker, und jeder der uns zu nah getreten ist, bekam eine auf den Rüssel. Sehr afrikanische Lösung.
Das Feuerwerk war 5 Meter hinter der Bühne aufgebaut, ein paar Kracher flogen wohl auch in die Menge, aber wen interessiert das dort schon.


Gnassingbe Eyadema, 37 Jahre lang bis 2005 autoritärer Staatschef von Togo. Da man einer Diktatur keine Entwicklungshilfe zukommen lassen kann, verfiel die "Schweiz Afrikas" zusehends, die Straßen sind in einem katastrophalen Zustand, die Eisenbahn existiert noch (originale Bausubstanz aus der deutschen Kolonialzeit), fährt aber nicht mehr.
Der jetzige Staatspräsident ist sein Sohn Faure Gnassingbe. Der hat einige Reformen angestoßen (u.a. die Abschaffung der Todesstrafe), hat im Ausland studiert und scheint auch recht weltoffen zu sein, kann aber aufgrund der noch existierenden Seilschaften aus der Regierungszeit seines Vaters nicht so, wie er möchte. Im nächsten Jahr sind Wahlen angesetzt, wahrscheinlich schepperts dann wieder. Ein Wechsel an der Macht würde einen Austausch sämtlicher Beamten zur Folge haben (in Togo existiert eine langjährige Fehde zwischen der Familie Eyadema und der Oppositionsfamilie Olimpio), dass das für die öffentliche Verwaltung nicht grad vorteilhaft ist, kann man sich denken.


Die ehemalige deutsche Landungsbrücke im Hintergrund. Ganze 4 Jahre hat sie gehalten, dann wurde sie ein Opfer der Meeresströmung. Es gibt in Togo einen Badestrand mit Wellenbrechern (direkt neben dem Hafen, sehr idyllisch), ansonsten sollte man aufgrund der Unterströmung nicht weiter als bis zur Hüfte ins Wasser gehen.
Im Vordergrund die französische Landungsbrücke, gebaut 1924. Die Franzosen sind in Togo sehr unbeliebt, haben jahrelang Eyadema gestützt und so die Demokratisierung mit verhindert. Die Deutschen sind allerdings sehr angesehen, wohl deswegen weil früher immer alles besser war. Hin und wieder trifft man auch Togoer, welche in Deutschland gelebt haben und Deutsch sprechen. Die deutsche Kolonie Togoland umfasste neben dem heutigen Togo noch den heute östlichen Teil von Ghana.


Konzert mit Watschntanz und Schunkelrunde im Goethe-Institut in Lome. Waldeslust, Beim Kronenwirt, Schön ist die Liebe im Hafen, bei jedem Auftritt Schunkelrunde.


Das Gebäude der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS in Lome, eines der wenigen architektonischen Highlights. In Togo wird, wie im gesamten frankophonen Zentral- und Westafrika, mit dem CFA-Franc bezahlt. Der hing früher fix am Franc, und jetzt am Euro. Eine Art der Entwicklungshilfe, die bei der Währungsumstellung 2002 verschwiegen wurde, man stelle sich mal die Artikel in der BILD vor: "Jetzt bezahlen wir auch noch für die Neger!"
Allerdings liegt das BIP der westafrikanischen Währungsunion bei ca. 60 Mrd. US-Dollar, das der EU bei 11,9 Billionen Euro.


Lehmburg im Tambermatal. Togos einziges Weltkulturerbe ("Land der Batammariba"), man muss hierfür am Eingang zum Tal 30 Euro abdrücken, wieviel davon in der Bevölkerung ankommt, weiß der Geier.
Der Zuckerhut aus Lehm auf dem Dach bedeutet, dass es momentan einen Ältesten im Haus gibt. Der große Zuckerhut rechts neben dem Eingang ist eine Art Altar, auf dem das Blut frisch geschlachteter Tiere ausgegossen wird.
Bis vor einigen Jahrzehnten war es dort noch Brauch, erst nach der Tötung eines Menschen zum Mann zu werden. Mittlerweile werden dafür Tiere benutzt.


Das Tambermatal ist die ärmste Region Togos.

Togo ist ein interessantes Land, verfügt allerdings über keine nennenswerte Infrastruktur. Das "Mercure Sarakawa" in Lome ist als bestes Hotel im Land sündhaft teuer (Einzel ab 150 Euro in der Nacht) und hat bestenfalls europäische 3 Sterne. Im Hinterland wirds dann natürlich mit den Schlafgelegenheiten auch nicht besser. Jede der größeren Städte hat ein oder zwei brauchbare Hotels, die sowohl in puncto Sauberkeit auch als in der Ausstattung etwa auf dem Niveau einer Pension rangieren.


Großes Plakat an der Außenwand unseres Hotels.

Mehr kommt die Tage noch.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 19:36                                  +/-

Von dir könnte sich der Morgibert reisetechnisch mal eine ordentliche Scheibe abschneiden. Yes

Aber ich fürchte, das wäre unethisch. Traurig


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 19:37                                  +/-

Klasse Spitze


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 20:32                                  +/-

Voll interessant! *aufdieFortsetzungwart* Spitze

Vielleicht habe ich was nicht mitbekommen, aber gibt es in Togo noch die/ so eine Art "deutsche Gemeinde"?

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 20:53                                  +/-

ich hibbele auch schon der Fortsetzung entgegen. Der Hemingwaysche Stil gefällt mir! Spitze


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 21:05                                  +/-

Das ist alles fucking schräg Spitze


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Glück kann man nicht kaufen. Aber ein Fahrrad.
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 21:30                                  +/-

Ich wette, auf die Einheimischen habt ihr wie Aliens gewirkt... hähö Trotzdem: *neid* war sicher eine saucoole Reise!


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 23:30                                  

Die Cueva de los Verdes gehört zum Naturdenkmal des Malpaís de la Corona im Norden Lanzarotes. Entstanden ist der knapp sechs Kilometer lange "Lavatunnel" vor ungefähr 4000 Jahren, als der Volcán de la Corona ausbrach. Von den sechs Kilometern kann man einen begehen – entgegen der damaligen Fließrichtung der Lava. Das heißt, man entfernt sich vom Meer weg. Man geht durch einen erkalteten Lavatunnel! Das ist total beeindruckend.*
Der Einstieg in den Tunnel ist total schmal, die Führerin warnte klaustrophobische Menschen, sagte aber gleich dazu, dass das nur zwei Meter wären, danach käme dann genug Platz. ugly In einer Höhle. uglylol Egal, alle kamen problemlos durch, ich ging als letzte, einfach weil ich weiß, dass ich superlangsam bin, vor allem, wenn ich meine Kamera in der Hand habe. So war es dann auch hier: Ich blieb am Ende des Eingangs stehen und sah auf einen echt großen Raum:




Die Menschen waren ungefähr so klein..
Ab diesem Moment hatte ich massive Kameraeinstellungsprobleme, aber ehrlich gesagt, wäre ich sowieso nicht in der Lage gewesen, dieses ganze … Ding … angemessen zu fotografieren. :Dilettant:
Man läuft an Strukturen vorbei, die an Kanalisationsrohre erinnern, sieht erkaltete Lavatropfen



und eigentlich fragt man sich die ganze Zeit, wieso die Luft damals in dieser Röhre der Hitze standhalten konnte. Wieso ist nicht alles voller Stein?
Nach einem ganzen Haufen beeindruckender Schichten, Steinformationen etc. kommt man ins Auditorium. Einem Konzertsaal unter der Erdoberfläche mit wirklich hervorragender Akustik! Überrascht



Die Stühle standen in meinem Rücken, auf dem Monitor konnte man, wenn man wollte, einen Film von Beuys anschauen.

Anschließend ging es treppauf in den höher gelegenen Teil der Höhle, am Monsterkopf vorbei ins Freie



Ehrlich gesagt kann ich gar nicht ausreichend beschreiben, wie beeindruckt ich war/ bin. Man geht einfach durch 4000 Jahre alte Lavatunnel. Einfach so.

Wen weitere Höhlenbilder interessieren, ich habe mal welche bei picasa hochgeladen.








*Mein Vokabular sank auf Lanzarote teilweise auf einsilbige Staunensbekundungen. Mehr ging echt nicht. Geht eigentlich immer noch nicht. Alles total abgefahren da.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 06.11.2009, 23:48                                  +/-

Tolle Berichte und Bilder Spitze

#18
Bis vor einigen Jahrzehnten war es dort noch Brauch, erst nach der Tötung eines Menschen zum Mann zu werden.

Mhm, das nenne ich löbliche Bevölkerungspolitik. Warum wurde das abgeschafft? ?????


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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 07.11.2009, 00:38                                  +/-

Ist das eigentlich politisch korrekt, diese Neger einfach zu fotografieren? Oder hast du vorher um Erlaubnis gefragt? Dann wär's ok.


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 08.11.2009, 12:10                                  +/-

Gerstenbob
Ist das eigentlich politisch korrekt, diese Neger einfach zu fotografieren? Oder hast du vorher um Erlaubnis gefragt? Dann wär's ok.


Du meinst, weil sie durch das Foto ihre Seele verlieren? Vielleicht postet Wolter ja deswegen kein Userfoto, als Tiefschwarzer Gewalt ist keine Lösung


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#18



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BeitragVerfasst am: 10.11.2009, 00:43                                  

Zitat:
Vielleicht habe ich was nicht mitbekommen, aber gibt es in Togo noch die/ so eine Art "deutsche Gemeinde"?


Eigentlich nicht. In ganz Togo sind um die 250 Deutsche gemeldet (Togoer mit deutschem Pass aussen vor), welche wohl größtenteils ihr eigenes Ding durchziehen.


Der Freihafen von Lome. Neben der Phosphatmine, dem Zementwerk und der kleinen Raffinerie eine der wenigen Einnahmequellen im Land. Seit die Zollabgaben für einen eingeführten PKW auf 1500 Euro erhöht wurden (oft das Doppelte vom Wert des Autos), ist der Markt für Kleinwagen praktisch kaputt.


Devotionalien im kleinen Museum von Togoville. Im Schaukasten links die originale kaiserliche Fahne, welche anlässlich der Unterzeichnung des Schutzvertrages 1884 dem König von Togoville übergeben wurde. Rechts daneben eine bundesdeutsche Fahne, übergeben vom großen Vorsitzenden Franz Josef Strauß 1980. Darüber mit Schappoklack der damalige König von Togoville.
Eigentlich ist der Titel "König" ein ziemlicher Witz. Der König wird vom Volk gewählt, und hat die niedere Gerichtsbarkeit inne (Familienstreitigkeiten und andere Sachen, mit denen sich der Präfekt nicht abgeben will). Der Kini von Togoville ist allerdings schon länger krank (ca. 2 Jahre), seitdem von niemandem mehr gesehen worden und daher wahrscheinlich tot. Die Regierungsgeschäfte führt nun der Herr Erbprinz, welcher aber nie spricht, sondern seinem Willen durch seinen Sprecher Ausdruck verleiht. Andernorts spricht der Sprecher, und wenn das dem König nicht gefällt, haut er Ihm ein paar mit dem Stecken nauf, damit der Sprecher anders spricht.


Tankstelle unter Palmen. Man kann an fast jeder Ecke Benzin-Öl-Gemisch aus Flaschen kaufen, mit dem die Togoer ihre chinesischen Mopeds betanken.


Der Fetischmarkt in Lome. Neben allerlei Abartigkeiten (Affenköpfe, Elefantenfüße, Krokodilschädel) kann man dort auch Zwillingspuppen erwerben. Stirbt ein Zwilling, so muss man beim Feticheur eine Puppe erwerben, die immer so wie der noch lebende Zwilling zu kleiden ist. Auf diese Weise merken die Ahnen nicht, dass im Haushalt etwas Schlimmes passiert ist. Sterben beide Zwillinge, muss man zwei Puppen kaufen.
Man kann sich dort auch verarzten lassen, dann wird irgendetwas zermahlen und mit Honig eingenommen. Ist eine ziemlich zwielichtige Angelegenheit, der Fetischmarkt liegt im ärmsten Viertel von Lome und die Feticheure sind sehr darauf bedacht, einem irgendetwas aufzuschwatzen. Es gibt auch noch einen Eisenfetisch (Altar zum Schutz all derer, die mit Eisen beruflich zu tun haben), auf welchem am 10. Januar Tiere geopfert und dann liegen gelassen werden.


Eine Halbe zwischendrin, beim Marox-Grill. Die Rosenheimer Gebrüder März hatten in den 80ern und 90ern einen gut laufenden Fleischgroßhandel (und eine Schweinefarm in Togo), welcher dem SB Rosenheim seine deutschen Eishockeymeisterschaften "erkauft" hat. Als Marox pleite ging, wars auch mit dem SBR bald vorbei.
Der Marox-Grill bietet viel Fleisch zu billigen Preisen (Rinderfiletsteak für 8 EUR), im daneben gelegenen "Supermarche Marox" gibts einen Großteil des ALDI-Süd-Sortiments. Semmelknödel, Kartoffelbrei und BeLight! Knuspermüsli. Der Metzger macht auf Bestellung auch Leberkas oder Weißwürscht, er hat schließlich in Deutschland seinen Meister gemacht.


Palais du Congres in Kara. Da der Präsident sowie sein Vater aus der Nähe von Kara kommen, hat man hier so einen pseudosozialistischen Protzbau in die Gegend gestellt.


Zebras im Sarakawa Parc nahe Kara. Mit Natur und Regenwald ist in Togo nicht mehr viel, da zum Großteil ausgerottet. Flusspferde und Elefanten werden momentan aus Benin wieder eingeführt, im Sarakawa-Reservat gibts trotzdem ein paar ganz anschauliche Viecher.


Togoische Buschstraße. Einfach mit dem Bulldozer durch die Landschaft gefahren, sobald der Regen den roten Sand weggespült hat, bleibt eine Piste zurück, die teilweise über nackten Fels führt. Zu Fuß gehts dann schneller voran, als mit dem Auto.


Schutzbehausungen in einer Klippe. Gelegen nahe der ghanaischen Grenze, ca. 2 Stunden Fahrt von Dapaong über Sandstraßen und Schotterpisten.Von oben über Lianen erreichbar, aber weder von unten noch von oben einsehbar. Hierhin sind die Bewohner früher geflüchtet, wenns zwischen den Stämmen Keilerei gab.


Zustand der Hauptstraße zwischen Mango und Dapaong. In unserem Hotel waren einige Chinesen, die die Straße vermessen haben und wohl bald mit dem Neubau anfangen. Im nächsten Jahr sind schließlich Wahlen.


Der Faille d'Aledjo zwischen Kara und Sokode. In den Spalt (abwärts führend) brechen dann die völlig überladenen LKWs hinein, links und rechts schlagen Funken.
In Sokode gibts übrigens die Boulangerie Bouba, geführt von einem Togoer, welcher in Deutschland Germanistik studiert hat. Dann ging ihm aber das Pulver aus, und er hat eine Bäckerlehre mit anschließendem Meister gemacht.


Wenn die mit gern mal 70 oder 80 Tonnen beladenen LKWs zu schnell unterwegs sind oder der Schwerpunkt 3 Meter über dem Boden liegt, endet das auch so.


Neue Straßenbrücke vor Atakpame. 2008 wurde während einer Überschwemmung die alte Brücke davongetragen, bis die Chinesen dann eine neue Brücke gebaut hat, lief der Verkehr über die alte deutsche Eisenbahnbrücke von 1905. Roter Sand aufs Gleisbett, und fertig war die Laube.


Mittagessen bei den Steyler Missionaren (ein katholischer Männerorden) in Kpalime. Die weißen Brocken um das Sauerkraut herum sind Yamsstücke, und schmecken wie eine mehlige Kartoffel. Eine der wenigen Kostproben von togolesischer Küche, sonst gabs immer nur Essen in französischen Restaurants, beim Rainer im Fränkischen Hof (Schnitzel und Hendl, wie daheim), bei irgendwelchen Ordensschwestern (undefinierbares Fleisch in Roter Soße mit Beilage) oder beim Marox (Fleisch!).
Bei den Missionaren gabs auch Bier, Wein, Schnaps, und ein Großteil unserer Gruppe war nach der vorangegangenen, 4 Stunden dauernden Bischofsmesse (da gings zu wie in Blues Brothers) etwas ausgelaugt, ergo schnell dicht. Dann wurde gesungen, die Missionare haben mitgesungen, war alles sehr unenthaltsam. Unser sunnitischer Busfahrer fands sehr interessant, wie es da bei den Christen so zugeht.


Der Massageraum im Hotel war noch etwas unfertig, dafür gabs allerdings eine Sauna. Braucht man bei 35°C im Schatten auch unbedingt.


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Wann kommt er?
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Craggan



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BeitragVerfasst am: 10.11.2009, 01:33                                  +/-

Zitat:
Der Massageraum im Hotel war noch etwas unfertig, dafür gabs allerdings eine Sauna. Braucht man bei 35°C im Schatten auch unbedingt.




Ey Filzer! Geh ins Kabarett!! Begib Dich direkt dorthin!!! I hob ma in d' Hos'n bieselt vor lachen


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kpm



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BeitragVerfasst am: 10.11.2009, 14:42                                  

Wichtel rätselte:
Man läuft an Strukturen vorbei, die an Kanalisationsrohre erinnern, sieht erkaltete Lavatropfen und eigentlich fragt man sich die ganze Zeit, wieso die Luft damals in dieser Röhre der Hitze standhalten konnte. Wieso ist nicht alles voller Stein?


Lavatunnel!

Bei der Entstehung eines Lavatunnels ist da keine Luft, die der Hitze standhalten müsste. Smilie
Lavatunnel entstehen, wenn bei lang anhaltenden Vulkanausbrüchen Lavaströme quasi kanalisiert werden. An den Rändern kühlt ein Lavastrom schneller ab und erstarrt, so dass sich Wälle bilden. Dadurch kann die Lava in dem Kanal immer höher steigen und der Lavastrom sozusagen dicker wird. Wenn so ein kanalisierter Lavastrom dann noch länger fließt verbacken an der Oberfläche kleine abgekühlte Krustenschollen, die auf dem Lavastrom schwimmen, mit der Zeit zu einer richtigen Decke.


Hier mal so ein Lavakanal auf Hawaii.

Die Wälle und die Kruste sind praktischerweise richtig gute Isolatoren, so dass die Lava heiß bleibt und der Lavastrom fließen und fließen kann ohne fest zu werden. Natürlich wird der Tunnel mit der Zeit schon etwas kleiner, weil an den Rändern langsam aber sicher die Lava doch abkühlt, aber das Abkühlen dauert sehr viel länger, als wenn die Lava direkt an der Luft wäre. Irgendann hört der Vulkan auf Lava zu fördern und der Lavaspiegel in dem Tunnel sinkt und früher oder später ist gar keine Lava mehr da, sondern eine hübsche Höhle.

Lavatunnel gibt es aber nicht nur auf der Erde. Die Lavatunnel auf dem Mond sind zur Zeit gerade topaktuelles Thema, weil jetzt auf Bildern der japanischen Kaguya-Mission ein Loch in einem Lavatunnel gefunden wurde und man quasi einen Zugang hat. So ein Lavatunnel könnte einen guten Ort für eine bemannte Mondbasis darstellen, weil man in dem Tunnel vor Strahlung und Meteoriten und so geschützt wäre. Ob man von dem Loch dann allerdings auch wirklich Zugang zu dem Lavatunnel hat oder ob der Eingang verstopft ist, ist natürlich unbekannt. Aber superspannende Sache das *hibbel*


Das 65 m breite und mindestens 80 m tiefe Loch.


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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 10.11.2009, 20:50                                  +/-

Mal eine Frage an alle hier Postenden: Verreist ihr eigentlich gerne?


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 10.11.2009, 22:30                                  +/-

Mal eine Frage an Dich: Postest Du eigentlich gerne sinnentleert?


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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 10.11.2009, 22:34                                  +/-

Denkt mal darüber nach!


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