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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 18.12.2005, 18:14                                  +/-

und knappe 23 Jahre spaeter nannte sich das Ganze dann "entartet".

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Mond



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BeitragVerfasst am: 18.12.2005, 18:54                                  +/-

Tyler Durden



Acht Jahre später lebte man schon in den psychedelischen 70ern.


Das ist Expressionismus...

Mond


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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 18.12.2005, 20:54                                  +/-

Mond

Das ist Expressionismus...

Und? Hat irgendwer was gegenteiliges behauptet?

Und, da es gerade so schön passt: Ich habe den praktischen Teil meiner Kunsthausarbeit fertig. Yeah.

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Mond



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BeitragVerfasst am: 18.12.2005, 21:21                                  +/-

Thuringwethil
Mond

Das ist Expressionismus...

Und? Hat irgendwer was gegenteiliges behauptet?


Nein. Ich habe lediglich ergänzt. Smilie

Mond


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 20.12.2005, 12:41                                  +/-

titania schuldet mir noch einen Lolli Traurig


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Was hab ich denn getan, dass du mich immer quälst und sagst, du liebst mich nicht??
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titania



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BeitragVerfasst am: 30.12.2005, 23:57                                  +/-

Mit den Augen rollen


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 31.12.2005, 00:43                                  +/-

Smilie


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Waldelb



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BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 15:25                                  

Ich war gestern in der Kunst-Ausstellung "Melancholie - Genie und Wahnsinn in der Kunst", die zur Zeit in der neuen Nationalgalerie in Berlin zu Gast ist.
Die Bilder(an)sammlung war einfach... wow! Die Ausstellung selbst war auch sehr gut gemacht, wenn auch für mich manchmal etwas schwammig, was das Thema betrifft.

Angefangen hat es mit einer langen Menschenschlange vor dem Eingang, die dann aber doch weniger schlimm war, als sie den Anschein erweckte. Ca. 30 Minuten Wartezeit.

In der Gallerie angekommen, begann die Ausstellung mit einer geschichtlichen Einführung in die Melancholie. Zitate und Texte stehen auf den Wänden, die aus Sicht der Antike darlegen, was Melancholie ist und was sie von den anderen Stimmungen (Sanguin, cholerisch und phlegmatisch) abhebt. Die ältesten Stücke stammen aus 400 v.C.
Auch andere Definitionen sind hier zu finden; so zum Beispiel die Aussage, dass Melancholie eine vor allem den Genies vorbehaltene Wesensart sei, die aus der großen Denkfähigkeit rühre und in die man leicht versinken könne. Je größer der Intellekt, desto stärker der Sog in diese dunkle Gedankenwelt, wobei allerdings offen war, ob Genialität zur Melancholie treibt, oder umgekehrt.

Dieser Einstieg war nett, er ebnete einem den Weg zu dem Thema "Genie und Wahnsinn" und verdeutlichte worum es geht. Im ersten Raum waren dann vornehmlich ältere und/oder religiös anmutende Bilder aus dem 14. und 15. Jahrhundert, von Hieronymus Bosch oder Martin Schongauer zum Beispiel. Die Verknüpfung zu Religion wurden erstellt. (Zum 'heiligen Antonius, von Dämonen gepeinigt': ) "Abscheuliche Teufelswesen attackieren Antonius, der jedoch in meditatives Schweben verfallen ist. Der Kontrast zwischen schlaffem Körper und lüsternen Visionen entspricht den in der Antike beschriebenen Symptomen der Melancholie. Antonius hat auch mit acedia zu kämpfen, Todsünde der Trägheit."
Auch das bekannte Bild "Herr Walther von der Vogelweide" lag hier aus.

Im nächsten Raum lag das Scheinwerferlicht auf Albrecht Dürer und seinen Kupferstichen. Sie bildenen den Mittelpunkt und gleichzeitig Startschuss der gesamten Ausstellung. An der Front natürlich "Melencolia I", aber auch die anderen drei Stimmungen verkörpernde Bilder "Adam und Eva", "Ritter, Tod und Teufel" sowie "Hieronymus" standen in der Mitte des Raumes. Auch hier gab es wieder, als zweiter zentraler Punkt in der Ausstellung, eine weitreichende Erklärung zur Melancholie.

Albrecht Dürer - Melencolia I

Von hier aus konnte man verschiedene Wege gehen. Die Räume waren thematisch sortiert und ich möchte nur ein paar besonders schöne hervorheben:
Der dicke (namenlose) Mann von Ron Mueck nimmt einen ganzen Raum ein, im wahrsten Sinne des Wortes. Man läuft nichts ahnend von melancholischen Bildern fort um eine Wand herum und sieht sich einem kauernden, nacktem Mann gegenüber, größer als man selbst. Diese Figur ist unglaublich, man steht vor geballter Missmutigkeit, Trägheit, vielleicht auch Trauer und Last. Da darf nichts mehr hängen, dieser ehrlichste und ausfüllenste aller Gefühlsausdrücke braucht jeden Platz und vier weiße Wände für sich. Meine erste Reaktion als ich ihn gesehen habe war ein leichtes Lachen. Diese so unglaublich echt wirkende Gestalt (von den Pigmentflecken auf dem Kopf, über die dicken Adern and den Beinen bis hin zu den abgewetzten Zehennägel) hat etwas mindestens genauso komisches wie deprimierendes an sich. Ich fühlte mich zwar etwas schlecht, diesen armen Menschen ausgelacht zu haben, aber mein Gewissen beruhigte sich, als ich gesehen habe, dass es allen anderen Betrachtern genauso ging. Ron Mueck, ein Australier, hat hier wirklich tolles geschaffen.

Ein weiterer, großer Abschnitt hatte Caspar David Friedrich als Mittelpunkt erkoren, ich glaube das Thema war das Zusammenspiel von Natur und Melancholie in der Romantik. Da ich seit langem ein großer Fan von Friedrich bin, hat es mein Herz übergehen lassen einmal dem echten "Mönch am Meer" gegenüber zu stehen. Das Bild ist riesig, aber (was ich nicht wusste) trotzdem sehr detailliert. Man erkennt sogar die Füße und den haarlosen Hinterkopf des Mönchs. Daneben hing die "Abtei im Eichwald" und noch viele weitere bekannte Bilder. Einfach nur toll!

Caspar David Friedrich - Mondaufgang über dem Meer

Ein anderer, wichtiger Raum berichtete über den Wahnsinn in der Kunst. Dunkelrot angestrichen und mindestens 5° oder 10° kälter als der Rest des Museums hingen hier Bilder von und über psychisch gestörten Menschen. Ein Künstler hatte seine Selbstverstümmelungen fotografiert und bearbeitet und dies zu seiner Kunst gemacht. Ein anderer verunstaltete Bilder seines eigenen Gesichtes, weil er dabei die anderen Wesen in sich entdecken und herauslassen könne. Nicht unbedingt meine Art von Kunst, aber zumindest interessant, da einem auch hier die helfenden Schriften an der Wand nicht alleine ließen.

Insgesamt wurde noch viele, viele bekannte Künstler und Meisterwerke präsentiert. Teilweise passten sie wundervoll ins Konzept, teilweise weiteten sie den Begriff der Melancholie (für meinen Geschmack) doch ziemlich auf. Es hingen mehrere Werke von Picasso, Munch, Ernst und Dix. Cézanne war da, ebenso Dali, Van Gogh, Beuys und Hopper (dieser passte hingegen wieder wunderbar ins Konzept). Francisco José de Goya y Lucientes faszinierte mich mit seinen düsteren Bilder (besonders die beiden alten Damen), wozu Andy Warhol einen Kontrast bildete, von dem ich mindestes ebenso begeistert war. "Der Denker" von Rodin war in einer sehr interessanten Video-Konstruktion zu sehen und wirkte dadurch überraschend neu und modern. Arnold Böcklings "Die Toteninsel" kannte ich noch nicht, finde ich jetzt aber richtig gut.

Edward Hopper - Kino in New York

Abschließend endete die Ausstellung mit modernen Bildern aus den letzten Jahren, eben jenen von Warhol, zweien von Immendorff, einer Fotoreihe zur Langeweile (hier musste ich wieder mal lachen) und einem schwarzen Bild mit blauem Rand das den schönen Titel "Melancholie" trägt.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 17:31                                  +/-

Müsste was für Morgi sein.

Schöner Bericht, danke Spitze


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Wildrose



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BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 17:42                                  +/-

Ja, wirklich Waldelb, ein toller Bericht.
So toll sogar, dass ich jetzt neugierig auf diese Ausstellung geworden bin und sie mir selbst anschauen werde.
Spitze

(Übrigens habe ich deinen Beitrag mal mit einem + bewertet zwinkern )

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 17:45                                  +/-

Dabei fällt mir ein, von Mai bis August ist hier in Essen eine Caspar David Friedrich-Ausstellung, die ganz toll werden soll, die bewerben sie zumindest eifrig:

Zitat:
Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. 17 Kapitel führen das Schaffen Friedrichs in seiner ganzen Vielfalt vor Augen: die klassischen Bildmotive der romantischen Malerei finden ebenso Beachtung wie die spezifische Bildregie des Künstlers zur Erfindung romantischer Stimmungen und Empfindungen.

Sensationell ist die große Anzahl von Meisterwerken, die im Museum Folkwang in Essen zu sehen sein werden. Ca. 80 Ölgemälde und über 100 Zeichnungen, Sepien und Aquarelle aus mehr als 50 Museen und Privatsammlungen werden gezeigt. Das Zustandekommen der Ausstellung und die außerordentliche Qualität ihrer Exponate verdanken sich glücklichen Umständen, die die vier bedeutendsten Friedrich-Sammlungen, nämlich in Berlin, Dresden, Hamburg und St. Petersburg bewogen haben, ihre Hauptwerke der Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Diese Möglichkeit wird es in absehbarer Zeit kein zweites Mal geben. Dank der Großzügigkeit der vier Häuser hat die Ausstellung die Chance, zu einer der bedeutendsten zu werden, die dem Künstler je gewidmet wurden.

Wenn da jemand Lust drauf hat, kann er schon mal Termine studieren. Ich würde mich als Fremdenführer zur Verfügung stellen Smilie


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titania



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BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 17:50                                  +/-

Ich meld mich schonmal unverbindlich an Yes Will heißén ohne Termin, aber dafür mit umsomehr Interesse


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 02.04.2006, 19:23                                  +/-

Wunderschöner Bericht! Spitze

Ich melde mich ebenfalls terminlich noch unverbindlich für die Ausstellung in Essen an, ich liebe die Bilder von Caspar David Friedrich.

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Waldelb



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BeitragVerfasst am: 04.04.2006, 01:33                                  +/-

Wenn es zeitlich (und geldlich) klappt, hätte ich auch Interesse mir die Ausstellung anzusehen.


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Wildrose



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BeitragVerfasst am: 09.05.2006, 18:51                                  +/-

Waldelb
Ich war gestern in der Kunst-Ausstellung "Melancholie - Genie und Wahnsinn in der Kunst", die zur Zeit in der neuen Nationalgalerie in Berlin zu Gast ist.
Die Bilder(an)sammlung war einfach... wow! Die Ausstellung selbst war auch sehr gut gemacht, wenn auch für mich manchmal etwas schwammig, was das Thema betrifft.


Ich habe es auch noch gerade so geschafft, in die Ausstellung zu gehen.
Ein paar waren ja am Samstag beim Treffen, wo ich ja ursprünglich auch mit wollte, doch dann kam eine Verabredung dazwischen. Wie dem auch sei, am So (dem letzten Tag der Ausstellung) war mir am Abend um ca 21.00 Uhr doch noch danach.

Waldelb
Angefangen hat es mit einer langen Menschenschlange vor dem Eingang, die dann aber doch weniger schlimm war, als sie den Anschein erweckte. Ca. 30 Minuten Wartezeit.


Die blieb uns allerdings auch nicht verschont. Ca. 20 Minute Wartezeit.

Wie Waldelb schon geschrieben hat war sie einfach genial.
Eines jedoch möchte ich auch nochmal schreiben, denn am beeindruckensten fand ich den dicken (namenlosen) Mann von Ron Mueck
hier nochmal zu sehen.



Wie er in dem Raum saß, so nackt, groß und so lebensecht. Und dann dieser Blick. So leer, voller Angst und Zweifel. Man wusste nicht, ob er diese Angst ausstrahlt , oder du Angst vor ihm haben müsstest. Genauso, wie es denke ich vielen ging.

Alles in allem eine gelungene Ausstellung, die das Geld wirklich wert war.

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Elessar



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BeitragVerfasst am: 18.05.2006, 21:25                                  +/-

Jeanne Claude & Christo - Lugano

Als wir im Klassenlager im Tessin waren, besuchten wir am letzten Tag – auf vielseitigen Wunsch des Lehrers - das Kunstmuseum von Lugano, welches gerade Werke von Jeanne-Claude & Christo zeigte. Trotz meiner anfänglichen Ablehnung gegen den Besuch des Kunstmuseum hat er mir schlussendlich sehr gefallen. Ich denke, das lag vor allem an der Ausstellung über die Werke von Jeanne Claude & Christo. Anfangs stand ich ihrer „Kunst“ eher etwas kritisch gegenüber, denn die ersten Ausstellungsobjekte waren allesamt ziemlich … merkwürdig. Meist waren es irgendwelche Gegenstände, die in einen braunen Stoff eingewickelt und mit Seilen verschnürt waren. Wir machten uns einen Spass daraus, zu raten, was wohl verpackt sein könnte. Auf ihre spezielle Art hatten jedoch auch diese Gegenstände durchaus ihren Reiz, doch mir war das ganze zu fest moderne Kunst. Irgendwie strahlten die Gegenstände nichts wirklich Ästhetisches aus, und für mich ist dies immer noch einer der Hauptpunkte, um sagen zu können, was Kunst ist. Glücklicherweise gab es im ersten stock auch noch andere – nicht eingepackte – Objekte, beispielsweise ein grosses Foto (schätzungsweise 3 auf 3 Meter), das den Eisernen Vorhang zeigt. Er wurde 1962 in Paris errichtet. Ich denke, er kann durchaus als Kritik an die Errichtung der Berliner Mauer verstanden werden. Mir gefällt das Foto vor allem durch seine eher düstere, rostige, metallische Farbgebung sehr. Das Ganze wirkt durch die sehr ähnlichen Farbtöne irgendwie wie ein Gemälde auf mich.



Ich habe gerade herausgefunden, dass sie vor 8 Jahren ein ähnliches, jedoch viel gigantischeres Projekt in Deutschland realisiert haben - Eine Mauer aus insgesamt 13'000 Fässern! Es ist interessant, wie sich Jeanne Claude & Christo von den eher eintönigen, etwas düsteren Werken zu den farbenfrohen Riesenprojekten entwickelt haben. Interessanterweise gefallen mir ihre neueren Projekte viel besser als ihre alten.

Im zweiten Stock wurde es interessanter, denn hier wurden Fotos, Skizzen und Gemälde ihrer bekannteren Werke gezeigt. Ihre Art, wie sie ihre Konzeptbilder anfertigen, fand ich ziemlich interessant und hat mich sehr angesprochen. Das Projekt wird meist mit Wachsstiften manchmal jedoch auch nur mit Bleistift oder Kohle auf Leinwand gezeichnet, wobei die Objekte, die verpackt werden, mit aufgeklebtem Stoff dargestellt werden. Von weitem betrachtet, fällt einem dies nicht auf, bei näherer Betrachtung gibt es jedoch einen tollen, dreidimensionalen Effekt! Spitze Dieses Bild, das The Umbrellas ist ein Beispiel für diese Arbeitsweise.



Ein weiteres bekanntes Werk ist der Valley Curtain, der 1970-1972 entstand. Der Vorhang hatte eine Breite von 381 Metern und eine Höhe von 111 Metern! Dieses Projekt wirkt durch die leuchtenden, orangen Tücher, in die der Wind bläst, sehr frisch und lebendig und passt sich gut in die Brauntöne der Umgebung ein, ganz anders, wie bei den Surrounded Islands, mit denen ich wegen ihrem knalligen Rosa einfach nicht warm werden kann. Das Rosa wirkt auf mich irgendwie deplaziert.

Natürlich durften auch ihr Markenzeichen die Verhüllungen, repräsentiert durch den Reichstag, nicht fehlen. Diese Projekte strahlen für mich jedoch viel weniger aus als die farbenfrohen Werke. Ich finde sie eher öde und langweilig.

Interessant ist sicherlich auch ihr Projekt Over the River, das 2009 fertiggestellt werden soll. Der Arkansas soll dabei "überdacht" werden. Ich finde es gut, dass sie für dieses Projekt das neutrale Weiss als Farbe gewählt haben.



Insgesamt gesehen hat sich der Besuch des Museums sehr gelohnt, denn mir wurde so die Kunst von Jeanne Claude & Christo, die ich vorher nur durch ihre Verhüllungen kannte, einiges näher gebracht. Ich sollte wohl öfters ein Kunstmuseum besuchen…

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 19.05.2006, 00:31                                  +/-

Elessar


Interessant ist sicherlich auch ihr Projekt Over the River, das 2009 fertiggestellt werden soll. Der Arkansas soll dabei "überdacht" werden. Ich finde es gut, dass sie für dieses Projekt das neutrale Weiss als Farbe gewählt haben.



Klingt alles sehr interessant und da sind einige sehr schöne Dinge dabei, von denen ich noch nie gehört habe, im Zusammenhang mit den beiden.

Aber einen Fluss verhüllen? Gibt es da nicht sowas wie Fischadler oder Eisvögel? Was sollen die denn machen, wenn der Fluss plötzlich überdacht ist? Und wurde mal untersucht, ob und wie sich die veränderten Lichtverhältnisse auf die Wasserbewohner auswirken? Na warte...


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 15.06.2006, 12:39                                  +/-

Das Alpine Museum in München zeigt bis 18. März 2007 frühe Fotos der Bergfotografie.

Im Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen wird bis 23. Juli "Von Renoir bis Feininger" präsentiert, Werke der klassischen Moderne. Scheinbar ist die Sammlung auch auf Deutschlandreise.

Marseille und die Provence kann man in der Hamburger Kunsthalle besuchen. Bis 17. September.

Und Schinkel im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Postdam bis 09. Oktober.


Karl Friedrich Schinkel, Dom über einer Stadt (1813/ 1830)

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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 15.06.2006, 14:21                                  +/-



Wo zum Teufel hatten sie das aufgebaut? Wenn mich ein Japaner fragen würde: Futuristische Halle, wo ist das in Deutschland?, wüsste ich keine Antwort.

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Morgi



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BeitragVerfasst am: 15.06.2006, 14:33                                  +/-

@Wetterhexe. Kann es sein, dass das von dir verlinkte Schinkelbild eigentlich in der Alten Nationalgalerie in Berlin hängt? Kommt mir sehr bekannt vor, ich meine, es dort gesehen zu haben.

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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 15.06.2006, 14:35                                  +/-

Tyler Durden


Wo zum Teufel hatten sie das aufgebaut? Wenn mich ein Japaner fragen würde: Futuristische Halle, wo ist das in Deutschland?, wüsste ich keine Antwort.


Oberhausen Gasometer war das doch oder? ?????


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 15.06.2006, 14:41                                  +/-

MorgothderGrosse
@Wetterhexe. Kann es sein, dass das von dir verlinkte Schinkelbild eigentlich in der Alten Nationalgalerie in Berlin hängt? Kommt mir sehr bekannt vor, ich meine, es dort gesehen zu haben.

Eigentlich hängt es in der Neuen Pinakothek in München. kann aber sein, dass es auch mal in Berlin hing.

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