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Ausstellungen und Museen
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 08.09.2014, 09:12                                  +/-



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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 08.09.2014, 10:36                                  +/-

Very nice grins

Wir waren vor einigen Wochen an demselben Ort, haben aber keine Ausstellung besucht. Stattdessen durften wir leider miterleben, wie einer der anderen Fußgänger, der bei 29 Grad und 107 Prozent Luftfeuchtigkeit einige Dutzend Meter vor uns den Hügel zum Observatory raufkletterte, einen Herzinfarkt bekam. :-/


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 08.09.2014, 13:15                                  +/-

You have been Steampunk'd. rolling on the floor...


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 08.09.2014, 19:02                                  +/-

Thanil
Stattdessen durften wir leider miterleben, wie einer der anderen Fußgänger, der bei 29 Grad und 107 Prozent Luftfeuchtigkeit einige Dutzend Meter vor uns den Hügel zum Observatory raufkletterte, einen Herzinfarkt bekam. :-/


Das ist natürlich nicht so schön. Traurig
Ich fand die Wegbeschreibung auf der Museumsseite aber auch ein wenig irreführend:
The Royal Observatory and Planetarium are in Greenwich Park, at the top of a steep hill (walking time from Greenwich Station or Cutty Sark DLR to the Planetarium is usually approx 20-25 minutes).


Steep hill… Ich bin von Cutty Sark DLR aus losgelaufen und hab so eine Viertelstunde lang gedacht, daß ich aber schon steeper hills gesehen habe. Die meiste Zeit reicht das Gefälle ja gerade so eben, daß Regenwasser in eine bestimmte Richtung abfließt und nicht einfach auf dem Weg stehenbleibt. Und dann kommt man an ein paar Bäume und eine Weggabelung mit der Zeitangabe 6 Minuten für den linken Weg und 18 Minuten für den rechten Weg. Bin links gegangen und habe keuchend festgestellt, daß ich den steepen hill doch noch gefunden habe. Oben saßen lauter andere keuchende Menschen auf den Bänken rum und haben noch ein bißchen nach Luft geschnappt, bevor sie weiter ins Observatorium sind.

Tyler Durden
You have been Steampunk'd. rolling on the floor...


Jap. hähö

Die fotografierten Ausstellungsstücke sind Teil einer Sonderausstellung namens Longitude Punk'd. Um in diese Sonderausstellung zu kommen, muss man sich ein reguläres Ticket für das Observatorium kaufen, das einen dann auch noch zur Ausstellung "Ships, Clocks and Stars" im National Maritime Museum berechtigt. Mit dieser Karte betritt man also gespannt das Observatorium, um dann völlig orientierungslos keinen Eingang zu dieser Sonderausstellung zu finden. Bis man merkt, daß "ist Teil der regulären Ausstellung" wörtlich zu nehmen ist. Es sind nämlich reguläre Ausstellungsstücke aus dem Observatorium runter gewandert ins Maritime Museum und durch Steampunkdinge ersetzt worden. Oder die regulären Ausstellungsstücke wurden umbeschriftet. Man muss schon sehr genau auf die Symbole an den Beschriftungen achten. Schreibfeder heißt: Objekt ist echt, aber anders beschriftet, Schreibfeder und Schraubenschlüssel heißt: Kompletter Käse. So ist zum Beispiel diese schöne Maschine mit den Kugeln oben und der Feder tatsächlich echt, es handelt sich um die erste, halbwegs auf See funktionierende Uhr. Andere Objekte hat man tatsächlich so gelassen, wie sie normalerweise präsentiert werden. Man kann also durch die Ausstellung schlendern und grandiose Spekulationen anstellen und rumrätseln, wofür die falsch beschrifteten Objekte denn nun eigentlich gut sind. Das Museumspersonal erzählt einem auf Nachfrage nämlich auch nur Quatsch. Es ist jedenfalls eine sehr erheiternde Angelegenheit und Hut ab vor dem Observatorium dafür, daß sie die reguläre Ausstellung für den Spaß zur Verfügung gestellt haben.

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 08.09.2014, 19:26                                  +/-

Lothiriel
Thanil
Stattdessen durften wir leider miterleben, wie einer der anderen Fußgänger, der bei 29 Grad und 107 Prozent Luftfeuchtigkeit einige Dutzend Meter vor uns den Hügel zum Observatory raufkletterte, einen Herzinfarkt bekam. :-/


Das ist natürlich nicht so schön. Traurig
Ich fand die Wegbeschreibung auf der Museumsseite aber auch ein wenig irreführend:
The Royal Observatory and Planetarium are in Greenwich Park, at the top of a steep hill (walking time from Greenwich Station or Cutty Sark DLR to the Planetarium is usually approx 20-25 minutes).


Steep hill… Ich bin von Cutty Sark DLR aus losgelaufen und hab so eine Viertelstunde lang gedacht, daß ich aber schon steeper hills gesehen habe. Die meiste Zeit reicht das Gefälle ja gerade so eben, daß Regenwasser in eine bestimmte Richtung abfließt und nicht einfach auf dem Weg stehenbleibt. Und dann kommt man an ein paar Bäume und eine Weggabelung mit der Zeitangabe 6 Minuten für den linken Weg und 18 Minuten für den rechten Weg. Bin links gegangen und habe keuchend festgestellt, daß ich den steepen hill doch noch gefunden habe. Oben saßen lauter andere keuchende Menschen auf den Bänken rum und haben noch ein bißchen nach Luft geschnappt, bevor sie weiter ins Observatorium sind.


Yes Und offenbar ist das ausreichend, um die eine oder andere Pumpe zum Stehen zu bringen. Jedenfalls kombiniert mit dem ungünstigsten Scheißwetter, das man sich vorstellen kann.

Allerdings steht zu vermuten, dass der Mensch den Herzinfarkt überlebt hat. Er wurde wiederbelebt. Wenn man eines sagen muss, dann dass die Erste-Hilfe-Maßnahmen da oben ziemlich schnell und gut waren.


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 03.12.2014, 20:53                                  +/-

Lothiriels Fotos der Longitude Punk'd-Ausstellung entsprechen ungefähr meinen. Oder andersrum. Jedenfalls gefiel mir auch die Elefantenidee ausgezeichnet und das Portrait mit den Stöcken.
he believed the sticks would whisper longitude to him as he slept. In this picture he is featured with Bess, his favourite stick.
*kicher* Super Ausstellung, besonders in Kombination mit der Ship, Clocks and Stars im National Maritime Museum.

Danke für den Hinweis!

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 03.12.2014, 21:10                                  +/-

Wichtel
Lothiriels Fotos der Longitude Punk'd-Ausstellung entsprechen ungefähr meinen. Oder andersrum.


Sie sind auch so verschwommen wie meine? *gg*

Wichtel
Danke für den Hinweis!


Bitte, bitte.

Du könntest dir im Gegenzug das hier anschauen und mir berichten, ob ich da hin muß.

The Last Tuesday Society presents the first all encompassing museum to open in London since the Horniman in 1901. The Museum will present an incoherent vision of the world displayed through wonder enclosed within a tiny space, no attempt is made at classification and comprehensiveness, instead the museum focuses on the pre-enlightenment origins of the museum as Wunderkabinett – a mirror to a world so suffused with miracles and beauty that any attempt at categorization is bound to fail. Where contemporary museumology hides 90% of a collection, attempts to educate and explain, to put the world into neat little labeled drawers dictated by an obscurantist elite establishment that has shown itself in error many time over the centuries & is obsessed with a pedantic overspecialization of so called “knowledge” that means little or nothing to anyone outside it’s narrow little field & oft discredited metanarratives this museum will merely display everything that has glittered & caught the eye of it’s founder – from rare priceless marvels of the natural and scientific worlds like Dodo Bones or speculum to the intriguing beauty of McDonald’s Happy Meal Toys, from old master etchings to prison inmates & mad women’s doodles, occultists paintings and pop art prints, the horrors and wonders of nature, two headed kittens and living coral. By placing the rare and the beautiful on the same plane as the commonplace, banal & amusing this museum seeks not to educate but to subvert, to show the world not in a grain of sand, but in a Hackney basement. The Museum has no overreaching aim beyond the theft of it’s visitors time and the hope that it will provide amusement by return & hopes to fill the vacuum between what the establishment elite believes is worthy of worship & what exists in the world.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 03.12.2014, 21:30                                  +/-

Puh, also ob ich nach Hackney komme wird sich heraus stellen.
Ich kann allerdings das Old Operating Theatre unterhalb des Shard empfehlen, wenn man auf eine wilde Mischung medizinischer Hilfsmittel Lust hat. Und alles gesammelt auf dem Dachboden der St. Thomas Church. Der Eingang ist winzig und man muss auch sofort eine steile Wendeltreppe hoch (direkt bei der roten Tür), von der aus man mithilfe einer interessanten Drehung den eigentlichen Eingang öffnen muss.
Ich stieß die Tür so doll auf, weil ich so viel Schwung hatte (sie kam so plötzlich) und riss deswegen fast die im skurrilsten Museumsladen, den ich je sah, stehenden Damen um. Ticket gekauft und weitere Treppen hoch auf den Dachboden. Fantastisch! 100 Jahre blieb er unentdeckt und so alt sind sicher auch die Skelette, die da rum stehen. Das Schmuckstück ist natürlich das Operating Theatre, wo damals Medizin gelehrt wurde.
Vom Prinzip her natürlich wie alle seiner Art, aber lang nicht so nobel, wie das in Bologna zum Beispiel.

Klein, fein und interessant, thegarret.org.uk

Gepostet am 03.12.2014, 21:31:

Oh, und ja, sie sind auch verschwommen. Ich musste auch andauernd kichern.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 06.12.2014, 23:12                                  +/-

Sherlock Holmes – The man who never lived and will never die ist noch bis April 2015 im Museum of London und ich kann die Ausstellung empfehlen. Man sieht, wie es bei so "Medienstars"-Ausstellungen wohl gerade endlich modern ist, Szenen aus sämtlichen Holmes-Verfilmungen. Zitate schmücken die Wände und zeitgenössische Gemälde, Fotos &c. Londons.
Es gibt Stadtpläne auf denen markiert wurde, wie sich Sherlock wo fortbewegte. Poes handschriftlicher Entwurf von den Morden in der Rue Morgue ist da (:Triskel:), Kleidungsstücke damaliger Zeit sind auch ausgestellt.
Fein.

Was ich leider völlig verpennt habe, ist dass ich in die Terror and Wonder-Ausstellung in der British Library gehen wollte. Echt ärgerlich! Schiet.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 08.12.2014, 15:18                                  +/-

Das Foundling Museum (http://www.foundlingmuseum.org.uk) in London war ab 1739/ 1741 eine Auffangstelle für ungewollte Kinder, die sonst ja wirklich keine Chance gehabt hätten. Thomas Coram lief sich die Hacken wund, wurde unter anderem unterstützt von George Frideric Handel und durfte dann 1739/ 1741 endlich das Foundling Hospital eröffnen.
Die Kinder konnten in einer damaligen Version der Babyklappe abgegeben werden oder direkt bei einer der Schwestern. Zu jedem Baby musste ein token gegeben werden, damit das Kind später, sollte es suchen wollen, seine Herkunft nachvollziehen konnte. Oder damit, sollte jemand Ansprüche geltend machen wollen, man einen Anhaltspunkt hatte. Diese tokens sind ausgestellt.
Außerdem sind Uniformen ausgestellt, Bilder und Fotos, Schriftstücke &c. Interviews mit ehemaligen Schülern werden an eine Wand projeziert.

Im obersten Stock befindet sich eine Handel-Ausstellung. Im Untergeschoss war eine Sonderausstellung zu Dr. Richard Mead, einem damals wirklich sehr umtriebigen Arzt, der für das Hospital umsonst arbeitete, dort die Pockenimpfung einführte und wohl auch sonst echt ziemlich fortschrittlich und altruistisch veranlagt war.

Das Foundling Hospital war die erste öffentliche Galerie, demzufolge hängen an den Wänden einige Gemälde.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 08.02.2015, 21:12                                  

Im Haus der Kunst in München läuft seit Jahren im Keller ein wechselndes Programm von Kurzfilmausstellungen, allesamt aus dem Besitz der Sammlung Goetz. Es handelt sich dabei nicht um Kurzfilme aus dem Eck "Filmemacher" sondern dem der "Bildenden Künstler", sind also keine "Unterhaltungskurzfilme", sondern thematisch bezogen auf Anliegen von Aktionskünstlern, Installationskünstlern, etc.
Heute habe ich mir eine Tageskarte gekauft und habe den Nachmittag dort in vier verschiedenen Ausstellungen verbracht, u.a. auch in der aktuellen Filmausstellung "Broken", in der es um Schwarzen Humor, Komik und Grenzüberschreitung durch dieselben in entsprechenden Filmen geht. Vieles war - hmja, "nett", manches gut gemeint. Ich habe in den letzten Jahren wohl so 3/4 aller dieser Goetz-Filme gesehen (meine Güte, wie viele Filme haben die denn noch???) und dabei schon Spannenderes gesehen.
Ein Film hat es mir (und sicher jedem anderen Besucher) aber kräftig angetan:
Die Künstler Peter Fischli und David Weiss haben in den 70er Jahren eine Installation aufgebaut, die 30 Minuten, nach einem Anfangsimpuls von außen, von selbst durchläuft. Dieser Film landete in dieser Themenausstellung, weil er unleugbar zu tun hat mit Slapstick: Etwas wird angestoßen und dann läuft eine Maschinerie von unaufhaltbaren Ereignissen ab. Der Film kommt mit nur sehr wenigen Schnitten aus.
Wer ne halbe Stunde hat:
Das ist sicher die eigenartigste Form von "Unterhaltung" - aber, hey: Unterhaltung! Koa Schmarrn. Ich saß da sehr lange drin und hinterher habe ich den ganzen Film dann im Museumsshop wiedergefunden - für 30 Euro. Geschockt
Wie gut, dass es Youtube und 3sat gibt - viel Spaß bei "Der Lauf der Dinge"! grins



Eine andere Ausstellung, in die ich unbedingt ein zweites Mal mit Celeb gehen möchte, ist die über den Architekten David Adjaye: Das ist fantastisch gemacht, mit lauter Miniaturmodellen, sehr viele Bildern, klaren Texten, teils begehbaren Bauten und Filmen dazu an den Wänden.
Der afrikanische Architekt ist international aktiv, viel auch in London (@Loth!: Elektra House, 1998–2000, Dirty House, 2001–2002, Whitechapel Idea Store, 2001–2005) und plant sowohl nach Auftrag für Privatleute als auch öffentlich für Institutionen; bei Letzterem geht es sehr viel und oft um den sozialen und verbindenden Charakter von Architektur: Gebäude, die in sozialen Brennpunkten entstehen, Gebäude, die zur Begegnung anstiften sollen oder zur Partizipation an Bildung. Klingt jetzt in der verkürzten beschreibung nicht sonderlich spannend, vielleicht auch "gute gemeint", ist aber das Gegenteil davon:
Die Gebäude sind ein Neudenken von "Wohnen", "Arbeiten", "Erfahren" und "Leben" allgemein und nicht selten wirklich atemberaubend.

Zu Letzterem zählt für mich auf jeden Fall die Moscow School of Management:


Das hier ist das MEMO auf der Isle of Portland in England:

Ein Ausstellungsraum, der im Gesamten orientiert ist an der Form eines bestimmten versteinerten Minerals, der alle verstorbenen Tierarten seit dem Dodo dokumentiert; Hier gibts noch Genaueres im Netz dazu.
Aufzählen aus dem Gedächntnis kann ich noch Libraries, die die Menschen in bildungsfernen Vierteln zum Lesen, Schauen und Wahrnehmen (erfolgreich!) motivieren (sehen toll aus, ich habe mir sofort vorgestellt, wie es meine Lebensqualität verändern würde, wenn so ein wunderbarer Bau bei mir ums Eck stünde) oder der Whitechapel Idea Store, der als großes Kulturzentrum gedacht ist:


Viel Eindruck kann ich hier nicht geben, weil bei alldem natürlich viel relevanter ist, wie das alles von innen aussieht. Wer sich für Architektur interessiert, kann da mal ein bisschen rumgoogeln.

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AmandaMandel



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BeitragVerfasst am: 09.02.2015, 09:44                                  +/-

Ich war Freitag in den Kunsträumen in Köln. Dort stellt Michael Horbach seine Sammlung aus oder Kunst von Menschen die er dazu einlädt. Ich hatte auch extra vorher gefragt ob ich da mit einer Rollfahrer_in reinkomme. Mir wurde dies positiv beantwortet. Leider konnte die mitgebrachte Rollfahrerin aber dann doch nur 2/3 der Ausstellung sehen weil sich Teile der Ausstellungsräumlichkeiten in der 1. Etage befinden und die ist nur über Stufen erreichbar.

Naja, haben wir uns dann nur die alten Sachen von Bettina Flittner angesehen. Sehr bedrückend. Diese in der real-fiktion verortenbare Fotographiekunst ist schon sehr nah dran an dem was ich so in meinem Kopf habe. Aber nur Opfer und Anklage? Ja, Kunst hat einen sozialkritischen Anspruch: schön. Aber wenn ich mir dann ein Bild nach dem anderen von Frauen ansehe, die ihre Familie in Auschwitz verloren haben, die geschlagen, vergewaltigt wurden, die verlassen wurden, und von Männern die Rechtsradikale sind und dumm, dann denke ich mir, hat die Welt mehr zu bieten? (Ja, wahrscheinlich in der 1. Etage. )

Wenngleich es auch ein bißchen zum Lachen anregt wenn die Künstlerin ziemlich platt unter einen deutschen abgebildeten Mann textet: "Wenn die Ausländer, ich sag jetzt mal ein Russe, normal sind, so wie ich, dann ist es ja okay. Aber jetzt auch noch die Neger, da reicht es mir.

Was hältst Du, Lila, eigentlich von der Face to Face Sache "Mein 6. Tag im Bordell"? Das hab ich nämlich nicht sehen können.


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lila



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BeitragVerfasst am: 09.02.2015, 12:33                                  +/-

Was ich davon halte? Nix. hähö

Die Bilder (und Texte dazu) kenne ich jetzt nur aus dem Internet, aber es ist halt eine sehr einseitige Darstellung und wenn ich lese, dass die Fotographin das in der Emma veröffentlicht, ist mir auch klar, dass dahinter eher Polemik als Sozialkritik steht. Also don't get me wrong, mir ist auch klar, dass sich in dem Bereich einige Typen rumtreiben, die echt so gar nix von Frauen halten und das höre ich mir auch nicht gerne an. Aber... die Sache ist halt nicht ganz so einfach, da steht noch viel mehr dahinter und eine tatsächlich kritische Auseinandersetzung sollte diese Vielschichtigkeit halt auch abbilden. Denn dass "alle Freier" böse sind, lese ich eh in jeder zweiten Zeitung.

Sie hat sowas ja auch mit Sexarbeiterinnen am Straßenstrich an der deutsch-tschechischen Grenze gemacht, das ist halt ähnlich, da sind dann alle Opfer. Und das kann ich noch weniger leiden, das ist so Mitleids-Porn. Gibt allerdings ein ähnliches Fotoprojekt aus Hamburg, wo Sexarbeiter*innen aus mehreren Bereichen vorgestellt werden, die dann auch ein bisschen länger ihre eigene Geschichte erzählen können, das fand ich ganz interessant, weil es wesentlich besser zeigt, wie vielschichtig das alles in dem Bereich ist.


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kpm



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BeitragVerfasst am: 09.02.2015, 15:21                                  +/-

Euseppus
...versteinerten Minerals...



Ein Mineral ist schon ein Mineral und wird durch Versteinungern nicht plötzlich noch mal zum Mineral. Ein Mineral kann gar nicht versteinern! Zum Fossil werden kann nur ehemaliges Leben und Dinge, die mit ex-Leben in Zusammenhang stehen.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 09.02.2015, 21:21                                  +/-

Desisamiiirwurscht. zwinkern

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kpm



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BeitragVerfasst am: 09.02.2015, 23:44                                  +/-

Und was erzählst du Depp und Kröte, wenn die sich erstmal für Dinosaurier interessieren? Dinos sind versteinerte Mineralien?


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 10.02.2015, 07:27                                  +/-

Ich glaube, sobald da dann im richtigen Alter das Wort "Dinosaurier" fällt, geht mein wissenschaftlich korrekter Erklärungsversuch eh in Gejohle unter. hähö

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 10.02.2015, 13:33                                  +/-

Jeez, Marie, they're minerals!


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Was hab ich denn getan, dass du mich immer quälst und sagst, du liebst mich nicht??
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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 00:40                                  +/-

Euseppus
Im Haus der Kunst in München läuft seit Jahren im Keller ein wechselndes Programm von Kurzfilmausstellungen, allesamt aus dem Besitz der Sammlung Goetz. Es handelt sich dabei nicht um Kurzfilme aus dem Eck "Filmemacher" sondern dem der "Bildenden Künstler", sind also keine "Unterhaltungskurzfilme", sondern thematisch bezogen auf Anliegen von Aktionskünstlern, Installationskünstlern, etc.
Heute habe ich mir eine Tageskarte gekauft und habe den Nachmittag dort in vier verschiedenen Ausstellungen verbracht, u.a. auch in der aktuellen Filmausstellung "Broken", in der es um Schwarzen Humor, Komik und Grenzüberschreitung durch dieselben in entsprechenden Filmen geht. Vieles war - hmja, "nett", manches gut gemeint. Ich habe in den letzten Jahren wohl so 3/4 aller dieser Goetz-Filme gesehen (meine Güte, wie viele Filme haben die denn noch???) und dabei schon Spannenderes gesehen.
Ein Film hat es mir (und sicher jedem anderen Besucher) aber kräftig angetan:
Die Künstler Peter Fischli und David Weiss haben in den 70er Jahren eine Installation aufgebaut, die 30 Minuten, nach einem Anfangsimpuls von außen, von selbst durchläuft. Dieser Film landete in dieser Themenausstellung, weil er unleugbar zu tun hat mit Slapstick: Etwas wird angestoßen und dann läuft eine Maschinerie von unaufhaltbaren Ereignissen ab. Der Film kommt mit nur sehr wenigen Schnitten aus.
Wer ne halbe Stunde hat:
Das ist sicher die eigenartigste Form von "Unterhaltung" - aber, hey: Unterhaltung!


Da war ich ja im Oktober bereits drin. *kunstsnob*
Ich fand diesen stickigen, stinkenden Kloaken-Keller nahezu unerträglich, aber das vor allem auf Grund der Nähe zum P1. hähö
Tatsächlich fand ich den von dir verlinkten Film nahezu als einzigen ansatzweise interessant und massenkompatibel. In dem Kämmerlein saß ich auch vergleichsweise längere Zeit drin, um mich von dem anderen Schmarrn zu erholen.

Euseppus
Koa Schmarrn. Ich saß da sehr lange drin und hinterher habe ich den ganzen Film dann im Museumsshop wiedergefunden - für 30 Euro. Geschockt
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hähö 30 Euro wäre doch etwas überdimensioniert, auch wenn das das Highlight der Ausstellung ist.
Letztes Jahr war's aber noch schlimmer. Im Haupttrakt vom Haus der Kunst wurde da Bauschutt als großes Highlight ausgestellt. Durfte man nicht fotografieren, weil das könnte man ja imitieren und verkaufen... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst... Bauschutt... verkaufen... Kunst...


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 01:01                                  +/-

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 13.02.2015, 08:00                                  +/-

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 27.05.2015, 21:03                                  +/-

Und weil wir schon dabei sind: In Wien waren wir auch im Museum Leopold im Museumsquartier. Da liefen drei sehr schöne Sonderausstellungen:

Im Untergeschoss präsentierte Tex Rubinowitz seine Porträts der Nul-Pointers, also jener Künstler, die beim Grand Prix einst null Punkte geholt haben. (Er hätte der Ausstellung nur eine Woche später gleich noch zwei weitere Exponate hinzufügen können.) Daneben stand immer auch eine kleine Geschichte zum Wettbewerb und wie er die weitere Karriere der jeweiligen Sänger beeinflusst hatte.







Ein Stockwerk drüber gab's ein beeindruckendes Crossover der Künstlerin Tracey Emin mit Werken von Egon Schiele. Die Bilder der Künstlerin waren unglaublich erotisch, ich war hin und weg. (Das zweite Bild stammt aus einem Videoclip aus animierten Zeichnungen und das letzte in der Reihe ist genäht.)







Und ganz oben erzählte man die Geschichte der Wally Neuzil, ihres Zeichens Muse und erste große Liebe von Egon Schiele. Das ist ja häufig das Schicksal der Frauen in jener Zeit, Künstler zu inspirieren und ansonsten früh zu sterben. (Wally Neuzil wurde, nachdem Schiele sie verlassen hatte, Krankenschwester und starb in Erfüllung ihrer Aufgabe im Ersten Weltkrieg. Schiele und seiner frisch gebackenen Ehefrau erging es allerdings nicht viel besser. Beide starben innerhalb weniger Tage an der Spanischen Grippe.) Tolle Bilder, interessante Hintergrundinformationen und ein gelungenes Arrangement der Exponate!







Hingehen! Anschauen! Und danach über die Mariahilfer Straße bummeln und im Café Jelinek in der Otto-Bauer-Gasse am Bullerofen sitzen, eine Melange trinken und Zeitung lesen.

Edit: Kriegt man die Bilder hier eigentlich auch irgendwie ein bisschen kleiner?

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