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Ludy

Beiträge: 6009 Wörter pro Beitrag: 23 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 03.11.2009, 18:16 +/- |
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Angie bekommt standing ovations während ihrer Rede.
Gepostet am 03.11.2009, 17:21:
War ne schöne Rede. |
_________________ Ich mag Arbeit sehr: sie fasziniert mich. Ich kann stundenlang dabeisitzen und zuschauen.
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Thanil

Beiträge: 25553 Wörter pro Beitrag: 48 Wohnort: ...

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Verfasst am: 03.11.2009, 18:47 +/- |
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| Was hat sie denn gesagt? |
_________________ Er ließ keinen Zweifel daran, dass er die frivole Art seines Gesprächspartners, ja dessen Lebenseinstellung aufs Tiefste ablehnte. |
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Waldelb

Beiträge: 3559 Wörter pro Beitrag: 70 Wohnort: Frankfurt a.M.
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Verfasst am: 03.11.2009, 18:48 +/- |
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| Kann man sich die irgendwo nochmal ansehen? Im Internet am besten, ich habe keinen Fernseher. |
_________________
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Helcaraxe

Beiträge: 10400 Wörter pro Beitrag: 47
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Verfasst am: 03.11.2009, 19:45 +/- |
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Merkels Rede war auf jeden Fall bewegend, von vielen persönlichen Erfahrungen getragen und auch rhetorisch brillant, wie man es von ihr nicht unbedingt kennt.
Was mir auffiel: Noch nie hat man die Stimmung eines Landes (bzw. die seiner Politiker) so deutlich wie hier an den Beifallsbekundungen ablesen können…
Sie hat ihre Erfahrungen in der DDR und die Geschehnisse des 9. November in unserer Geschichte (1938 und 1989) in einen großen Zusammenhang mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gestellt. (Darauf folgte sehr lange anhaltender Beifall.) Es bedarf ihrer Meinung einer Stärkung der NATO und eines verstärkten Engagements in Afghanistan (tosender Applaus), einer weltweiten Finanzaufsicht (etwas weniger starker Beifall) und sehr viel konkreteren Maßnahmen in Sachen Klimaschutz (müdes Geklatsche auf der einen Seite, aber vereinzelt laute Zustimmung).
Das wird noch hart sag’ ich euch.  |
_________________ I have seen the evils of procrastination, and I vow to change my ways tomorrow. |
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Oxford "Dr. Politics"

Beiträge: 25138 Wörter pro Beitrag: 41 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 03.11.2009, 20:45 +/- |
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| Immerhin dankt sie den USA jetzt nur noch für die Hilfe bei der Wende und nicht mehr für die Hilfe nach dem 2. Weltkrieg. Wir bewegen uns langsam in die Zukunft... |
_________________ "Gegen so ein Gerümpel spielen wir nicht mehr!"
(Michael Meier über unterklassige Vereine) |
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Arwen gegen den Vulkan

Beiträge: 3548 Wörter pro Beitrag: 71
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Verfasst am: 03.11.2009, 20:55 +/- |
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Ich warte ja auf den Tag, wo mal ein europäischer Regierungschef sagt: Ohne die historischen Errungenschaften der Europäischen Länder hätte es die Vereinigten Staaten nie gegeben! Dass Ihr überhaupt existiert, verdankt Ihr Europa, Ihr Ärsche! Eure historische Bedeutung ist weder in politischer noch in wissenschaftlicher Hinsicht so ausgeprägt, wie Ihr anscheinend glaubt - und kein Land der Welt gewinnt einen diesbezüglichen Pissing Contest gegen Griechenland, die Wiege der westlichen Zivilisation!  |
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GrauElb
Beiträge: 101 Wörter pro Beitrag: 69
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Verfasst am: 03.11.2009, 21:22 +/- |
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| Helcaraxe | und sehr viel konkreteren Maßnahmen in Sachen Klimaschutz (müdes Geklatsche auf der einen Seite, aber vereinzelt laute Zustimmung).
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In Sachen Klimaschutz kann man Merkel ja leider nicht mehr ernst nehmen. Hat Sie jetzt schon ein paar Mal bewiesen.
Da hat Sie keinen Applaus verdient! |
_________________ Ich bin jemand mit eisernen Prinzipien. Wenn sie Euch nicht gefallen, habe ich auch noch andere! |
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Glaurung

Beiträge: 20595 Wörter pro Beitrag: 50
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Verfasst am: 06.11.2009, 12:44 +/- |
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Ein muslimischer, palästina-stämmiger US-Militarpsychiater tötet auf seinem Stützpunkt 12 Kameraden und verwundet 31 weitere.
Verstehe ich nicht. Wie kann es sein, daß ein Mann auf einem Militärstützpunkt soviele Leute abschlachten kann? Da müßten doch genügend bewaffnete Leute herumlaufen, die ihn stoppen können.
Laut Recherchen der NY Times hat der Typ vermutlich (sicher ist es nicht) seit Längerem in Jihad-Foren gepostet und sich positiv zu Selbstmordattentaten etc geäußert. Als er jetzt selber in den Krieg geschickt werden sollte, hat er wohl beschlossen, lieber die Ungläubigen abzuschlachten. Die er übrigens bis dahin psychologisch betreut hat
Vorher hatte er bereits versucht, die Army zu verlassen, und dafür einen Anwalt konsultiert. Es gab aber keine Möglichkeit, aus seinem Verpflichtungsvertrag rauszukommen. An Stelle der Army würde ich das jetzt nochmal überdenken und praktizierenden Muslimen, die nicht nach Afghanistan oder in den Irak wollen, lieber den Ausstieg erlauben... |
_________________ Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings. |
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Thanil

Beiträge: 25553 Wörter pro Beitrag: 48 Wohnort: ...

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Verfasst am: 06.11.2009, 12:48 +/- |
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| Glaurung | | Verstehe ich nicht. Wie kann es sein, daß ein Mann auf einem Militärstützpunkt soviele Leute abschlachten kann? Da müßten doch genügend bewaffnete Leute herumlaufen, die ihn stoppen können. |
Wieso machst du dir denn hier (bewusst oder unbewusst) die Argumentation der Waffenfanatiker zu Eigen?
Die geht ja ungefähr so: "Die Zahl der Opfer eines Amoklaufes steht in einem antiproportionalen Verhältnis zur Bewaffnung potenzieller Opfer."
Das ist natürlich Bullshit.
Also Gegenfrage: Warum sollte ein Bewaffneter in einer Kaserne nicht Dutzende von Menschen niedermetzeln können? Rein theoretisch reichen dafür doch wenige Sekunden. |
_________________ Er ließ keinen Zweifel daran, dass er die frivole Art seines Gesprächspartners, ja dessen Lebenseinstellung aufs Tiefste ablehnte. |
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Eiranion Super-Praktikant

Beiträge: 6169 Wörter pro Beitrag: 39 Wohnort: Aachen
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Verfasst am: 06.11.2009, 12:53 +/- |
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Vor allem waren die Leute da unbewaffnet. Die laufen da nicht ständig mit Waffen rum. Wie es ein Offizier da sagte: "Das ist unser Zuhause".
Geschossen wurde ja auch in einem Gebäude, in dem Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet werden, da braucht es keine Waffen.
Was die Sache mit der Religion angeht, wäre ich erstmal vorsichtig, da wird jetzt viel spekuliert, und die Sache mit den Jihad-Foren wird zumindest in deutschen Online-Medien als eher ungesicherter Bericht bezeichent. |
_________________ "Baum gefallen!" |
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Glaurung

Beiträge: 20595 Wörter pro Beitrag: 50
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Verfasst am: 06.11.2009, 12:55 +/- |
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| Thanil |
Wieso machst du dir denn hier (bewusst oder unbewusst) die Argumentation der Waffenfanatiker zu Eigen?
Die geht ja ungefähr so: "Die Zahl der Opfer eines Amoklaufes steht in einem antiproportionalen Verhältnis zur Bewaffnung potenzieller Opfer." |
Weil ich dieses Argument bisher erst einmal für stichhaltig hielt, soweit man nur einen solchen konkreten Vorfall betrachtet. Trotzdem bin ich gegen allgemeines Recht auf Waffen, weil ich sicher bin, daß dann insgesamt viel mehr Menschen bei "kleinen" Schießereien umkämen – wo jetzt mangels Waffen "nur" gepöbelt, geschlagen oder maximal zugestochen wird, würde dann schnell geschossen.
Insbesondere auf einem Armeestützpunkt verwundert es mich, weil dort doch eigentlich trainierte Kämpfer herumlaufen sollten, die sowohl schnell reagieren als auch zielen können.
Allerdings kann es natürlich sein, daß abgesehen von Wachsoldaten im Dienst dort überhaupt keine Soldaten mit scharfen Waffen herumlaufen dürfen, wie in deutschen Kasernen. Das ist sogar gut möglich. Damit wäre meine Verwunderung natürlich hinfällig. |
_________________ Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings. |
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lenaluna
Beiträge: 176 Wörter pro Beitrag: 99
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Verfasst am: 06.11.2009, 22:01 +/- |
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Die Meldung, die dem Börsenkurs heute gleich mal einen deftigen Knick nach unten verpasste, wurde von der Agence France Presse sogleich in eine fein ziselierte Grafiken gemeißelt:
Zur Erläuterung:
Die Arbeitslosenzahlen der USA im übersichtlichen Balkenformat und mit monatlicher Prozentangabe versehen. Im Verlauf eines einzigen Jahres verschlechterte sich der Wert um 3,6 Prozentpunkte und übersprang damit die gefürchtete 10 Prozentmarke. Obama sei damit weit davon entfernt, erfolgreich im Kampf gegen Arbeitsplatzverluste zu sein.
Und wie immer seien all dies immer noch geschönte Zahlen, rechnete man nämlich noch diejenigen mit ein, die tatsächlich arbeiten wollten und dazu noch diejenigen, die ihre Teilzeitstelle liebend gerne gegen eine Vollzeitstelle eintauschen würden, dann läge die reale Arbeitslosenquote bei 18% (nach P. Morici, Professeur d'économie à l'université du Maryland).
Jedenfalls ist die Prognose der amerikanischen Zentralbank (FED), die für 2009 eine maximale Arbeitslosenrate von 10,1% vorsah, veraltet und kann damit gleich mal neu definiert werden.
Quelle und mehr Infos |
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Eiranion Super-Praktikant

Beiträge: 6169 Wörter pro Beitrag: 39 Wohnort: Aachen
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Verfasst am: 08.11.2009, 12:24 +/- |
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Heute mal zur Abwechslung ein Erfolg für Obama. Das Repräsentantenhaus hat mit sehr knapper Mehrheit (2 Stimmen mehr als benötigt) einen Gesetzesentwurf für die Gesundheitsreform verabschiedet. Dabei hat sich sogar ein Republikaner auf die Seiten der Demokraten geschlagen. Über die Details des jetzt verabschiedeten Konzept weiß ich gerade nichts, aber das ganze soll ja ein Volumen von 1,2 Billionen Dollar haben und trotzdem einiges an Geld gegenüber dem jetzigen System einsparen soll.
Nun kommen als weitere Stufen ein Etwurf des Senats und dann der Versuch die beiden zu einem zusammenzufassen, um den gemeinsamen Entwurf nochmal durch beide Kammern zu kriegen.
Das wird jedes einzelne Mal sicherlich sehr sehr haarig werden, vor allem weil die demokratischen Senatoren nicht alle auf Linie sind und sich auch keiner weit aus dem Fenster lehnen will, die Reform ist ja nicht sonderlich populär derzeit.
Obamas Plan, das ganze noch bis Jahresende durchzuziehen, ist auf jeden Fall sehr sehr ehrgeizig, und ich bezweifle irgendwie, dass es jetzt alles so rund läuft.
Es bleibt auf jeden Fall spannend, und ich hoffe Obama wird es schaffen möglichst bald ein Gesetz unterschreiben zu können. Damit hätte er dann endlich einen sehr wichtiges Wahlversprechen eingelöst. |
_________________ "Baum gefallen!" |
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Thanil

Beiträge: 25553 Wörter pro Beitrag: 48 Wohnort: ...

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Verfasst am: 08.11.2009, 13:28 +/- |
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| Was auch immer dabei heraus kommt: es kann eigentlich nicht schlimmer werden, als es heute ist. |
_________________ Er ließ keinen Zweifel daran, dass er die frivole Art seines Gesprächspartners, ja dessen Lebenseinstellung aufs Tiefste ablehnte. |
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Glaurung

Beiträge: 20595 Wörter pro Beitrag: 50
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Verfasst am: 12.11.2009, 23:12 +/- |
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Das US-Militär hat wohl mal wieder etwas voreilig eine Heldin produziert: Offenbar war es gar nicht Sgt. Munley, die den Mörder von Fort Hood niedergeschossen hat,
sondern ein anderer Polizist, Sgt. Todd
Die NY Times erinnert da an einen ähnlich mißglückten Fall von Heldentum:
| Zitat: | | The confusion over what happened and the quickness of the military to label someone a hero seemed reminiscent of the case of Pfc. Jessica Lynch in 2003, when the Army initially reported that Private Lynch had been captured in Iraq after a Rambo-like performance in which she emptied her weapon and was wounded in battle. It was later learned she had been badly hurt in a vehicle accident during an ambush and was being well cared for by the Iraqis. |
Ändert natürlich nichts daran, daß Sgt. Munley dem Angreifer mutig entgegengetreten ist und dafür mit schweren Verletzungen bezahlt hat. Aber umso ärgerlicher... jetzt steht sie irgendwie als halbe Betrügerin da, obwohl sie ja gar nichts falsch gemacht hat. Vielleicht erinnert sie sich gar nicht so genau oder dachte wirklich, den Mörder getroffen zu haben. |
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GrauElb
Beiträge: 101 Wörter pro Beitrag: 69
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Verfasst am: 13.11.2009, 02:50 +/- |
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bei Jessica Lynch vermute ich aber mal, dass das bewusst lanciert wurde um die Moral der Soldaten, der Amerikaner, etc. zu stärken, weil man wieder ein Erfolgserlebnis brauchte.
Das war damals sicher kein Versehen! |
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Glaurung

Beiträge: 20595 Wörter pro Beitrag: 50
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Verfasst am: 15.11.2009, 05:13 +/- |
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Die NY Times enthüllt: 42 US-Parlamentarier (22 Republikaner und 20 Demokraten) haben offizielle Reden gehalten, in denen sie ganz oder teilweise den Text verwendeten, der ihnen von Genentech diktiert wurde, einer Lobbyorganisation und Tochtergesellschaft des Pharmariesen Roche.
Ist aber gar nichts Besonderes...
| Zitat: | | Asked about the Congressional statements, a lobbyist close to Genentech said: “This happens all the time. There was nothing nefarious about it.” |
Wie soll so ein krankes politisches System ein gutes Gesundheitssystem schaffen? |
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Glaurung

Beiträge: 20595 Wörter pro Beitrag: 50
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Verfasst am: 21.11.2009, 07:24 +/- |
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Etwas überraschend für mich mobilisiert Obama for America gegen Sumpfhuhn Sarah Palin:
| Zitat: | Glaurung --
Right now, Sarah Palin is on a highly publicized, nationwide book tour, attacking President Obama and his plan for health reform at every turn.
It's dangerous. Remember, this is the person who coined the term "Death Panels" -- and opened the flood gates for months of false attacks by special interests and partisan extremists.
Whatever lie comes next will be widely covered by the media, then constantly echoed by right-wing attack groups and others who are trying to defeat reform.
As we approach the final sprint on health reform, we can't afford more deception and delay. We need to be ready for anything -- and have the resources to respond with ads, events, and calls to Congress when the attacks come.
So we're setting a big goal: $500,000 in the next week to help push back against Sarah Palin and her allies. Please chip in $5 to help reach our goal. |
Hmm. Offenbar wird Palin weiterhin als reale Bedrohung gesehen. Vermutlich zu recht, so absurd das auch erscheint  |
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Oxford "Dr. Politics"

Beiträge: 25138 Wörter pro Beitrag: 41 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 21.11.2009, 11:07 +/- |
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Interessant das Thema (nicht Palin, sondern das Mobilmachen) wurde gestern auf dem Personal Democracy Forum Europe angesprochen. Ich wollte das sowieso mal posten, aber jetzt passt es auch noch sehr gut.
Ich zitiere netzpolitik.org:
| Zitat: | Danach sprach Joe Rospers von Blue State Digital, der Internet-Agentur hinter der Obama-Kampagne. Das war überraschenderweise doch nicht so langweilig wie gedacht. Erstmal gab es diverse Zahlen. Die Obama-Kampagne hatte zum Schluß Daten von 13 Millionen Unterstützern und konnten Beziehungen zu diesen aufbauen. Das waren rund 20% aller Wähler. 45.000 Unterstützer-Gruppen wurden bei my.barackobama.com eingerichtet, wo Menschen sich thematisch und/oder terretorial vernetzten. Es gab Millionen Türklopfer und Telefoncalls, da hatte man bei dieser Wahl wohl keine genauen Zahlen. Mehr als 200.000 Offline-Events wurden organisiert und bei Youtube wurden 1,2 Milliarden Video-Minuten angeschaut. Über das Internet hat man 500 Millionen Dollar von 3 Millionen Spendern gesammelt, die insgesamt 6,5 Millionen Spenden getätigt haben. Soviel zu den Zahlen.
Die Kampagne wurde auf vier Prinzipien aufgebaut:
1. Transparenz
Die Webseite war das Fenster der Kampagne. Besucher sollten dort sofort erkennen, wer was wann und wo macht. Man sah die eigene Rolle u.a. darin, Anleitungen zu geben, wie Demokratie funktioniert, damit Menschen selbst aktiv werden und sich beteiligen können. Beispielsweise hat man die Prozese des Iowa Caucus bei den Vorwahlen sehr ausführlich beschrieben, weil diese wohl recht kompliziert sind. “Not usability-friendly”.
2. Authentizität
Echte Menschen wurden als Botschafter gesehen, die viel authentischer Obama an ihre Freunde und Bekannten vermarkten konnten als die Kampagne alleine. Ausserdem wirkte Obama authentisch.
3. Partizipation.
Man überlegte immer, wie man mehr Menschen motivieren konnte, bei der Kampagne mitzumachen. Dabei sollten die nicht nur spenden und Leute anrufen, etc. Man baute auch Strukturen auf, mit denen man schnell die Unterstützer bei neuen Gerüchten über Obama unterrichten konnte, damit diese im persönlichen Gespräch oder im Netz gegensteuern konnten.
4. Kommunikation
Inhalte / Content war wichtig für die Beziehung zu den Unterstützern. Es war nicht nur wichtig, was Obama sagte, sondern auch, was die Menschen über ihn sagen. Man hat sehr früh angefangen, die Menschen ihre eigenen Geschichten erzählen zu lassen und die Inhalte wieder auf der Webseite zur Verfügung zu stellen. Journalisten wurden angeheuert, die Inhalte verfassten, wie die Blogs und die ganze Video-Produktion. Über die Kampagne wurde auch ständig aus dem Headquarter berichtet, beispielsweise ein tägliches Strategie-Briefing. Dabei hat einer der STrategie-Berater täglich in eine Notebook-Kamera reingelabert, was man dann auf Youtube stellte. Dabei habe man extra auf gute Kameras verzichtet, um ein intimeres gefühl zu vermitteln, wie bei einer persönlichen Skype-Schaltung.
Was klar wurde: Man habe nicht alles neu erfunden, sondern Werkzeuge optimiert, um Kommunikations-Barrieren zu verringern und Menschen die Möglichkeit zu geben, einfach mi anderen zu kommunizieren. Man hatte auch das Glück, dass Obama ein Community-Manager war und den Menschen das Gefühl vermitteln konnte, sich selbst zu helfen und sich auch für ihre eigenen Ziele einzusetzen.
Eine erfolgreiche Fundraising-Aktion war ein “Dinner with Obama”. Die Iree stammte aus der Howard Dean Kampagne. In der Regel organisieren Politiker in USA teure Fundraising-Dinners mit reichen UNterstützern, wo man ein Essen für teuren Eintritt bekommt. Man hat das übers Netz abgebildet und mit 5 Euro war man dabei. Zwar nicht alle, aber vier wurden ausgelost (oder so) und durften mit Obama essen. Das wurde auf Video aufgezeichnet und eine 10 Minuten Version online gestellt. War wohl eines der erfolgreichsten Videos der Kampagne.
Danach gab es noch eine Diskussion, warum sowas wie die Obama-Kampagne in Europa nicht funktioniert, aber das war eher langweilig. |
http://www.netzpolitik.org/2009/erster-tag-pdf-europe/#more-9814 |
_________________ "Gegen so ein Gerümpel spielen wir nicht mehr!"
(Michael Meier über unterklassige Vereine) |
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Tyler Durden Administrator

Beiträge: 12028 Wörter pro Beitrag: 53 Wohnort: Wü

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Verfasst am: 21.11.2009, 11:42 +/- |
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Nate Silver von fivethirtyeight hat eine Wette laufen, dass Palin 2012 für die republikanische Präsidentschaftsbewerbung kandidiert (und sogar gewinnt). Sein Argument ist, dass sie doof und naiv ist, es nur noch wenige Top-Alpha-Politiker in der Partei mehr gibt und 2012 sich die wenigen guten Politiker nicht gegen Obama verbrennen wollen.
Es ist dann aber auch klar, warum Palin nicht einfach totgeschwiegen wird: Sie ist nützlich, weil sie polarisiert.
| Zitat: | | So we're setting a big goal: $500,000 in the next week to help push back |
Es geht um Geld und Legitimation des eigenen Aktivismus. |
_________________ A witty saying proves nothing.
(Voltaire) |
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