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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 20.04.2007, 23:57                                  +/-

Er hat nach EINER verlorenen Seeschlacht aufgegeben und ist nach Persien abgedampft, gerade mal 60 000 Mann hinterlassend. Dabei wusste jeder, dass die Griechen, lässt man ihnen nur genug Zeit, 40 000-50 000 Mann aufstellen können und das ist dann kein Kräfteverhältnis mehr, um einen Krieg sicher zu gewinnen.

Xerxes hatte einfach aufgegeben. Der Feldzug barg keinen Ruhm mehr, wahrscheinlich kriselte es auch irgendwo anders im Reich, da kriselte es ja immer irgendwo, und so weiter. Man hat früher halt keine totalen Kriege geführt, mehr so Sommerfeldzüge und wer vor Wintereinbruch besser da stand, hat gewonnen. Wenn man sich die Kräfteverhältnisse anschaut, ist es ein Witz, das Griechenland überlebt hat.


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 20.04.2007, 23:58                                  +/-

Brauchten die Perser nicht ihre Schiffe für die Versorgung der an Land marschierenden Truppen? Und wer garantiert, dass diese zersplitterte Flotte nicht von den kleineren aber schnelleren Schiffen der Athener abgefangen und zu Kleinholz verarbeitet wird? Und das Wetter! Ein Sturm hat ja eh schon 400 Schiffe der Perser versenkt, das hätte wieder passieren können. Große Invasionspläne sind schon häufiger an Stürmen etc. gescheitert. Yes


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 21.04.2007, 00:06                                  +/-

Einen Versuch wär es wert gewesen!

Aber stimmt schon, die Flotte war die Achillesferse. Das waren ja auch keine Perser, sondern Phönizier und Ägypter, lauter unsichere Kantonisten,denen Xerxes nicht vertraut hat. Auch hätten die Kommnikationskanäle damaliger Zeit für die Abstimmung eines Vier-Fronten-Feldzug wohl nicht ausgereicht.

Aber Stalin hat gezeigt, wir man seine Überzahl sinnvoll gegen einen technisch überlegenen Feind einsetzt: mal hier zuschlagen, dann dort, 800 km entfernt. Während man sich selber auf getrennte, autonome Truppenteile stützen kann und angreifen, ohne sich woanders zu entblößen, muss der Gegner seine wenigen Einheiten hin und her werfen und sie dabei verschleißen.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 21.04.2007, 00:30                                  +/-

Die Schlacht von Platea (30000 griechische Hopliten, darunter 10000 Spartiaten vs 60000 Perser), die auch am Schluss von 300 gezeigt wird, wurde von Leonidas Neffen Pausanias befehligt und gewonnen. Nach der Schlacht kam der spartanische General in den Besitz des Hausrats von Großkönig Xerxes I.

Wobei man sich unter "Hausrat" wohl nicht nur rostige Töpfe und Pfannen vorstellen sollte. Herodot (IX, 82) berichtet, wie Pausanias sich von den persischen Köchen ein Mahl im goldenem Ambiente vorsetzen ließ, und daraufhin lachend aussprach:
Zitat:
"Hellenen! Seht her, weshalb ich euch rufen ließ. Ich wollte euch dieses Perserhäuptlings Torheit zeigen, der so üppig lebt und doch zu uns kommt, um uns Arme zu berauben."


Da hatte er ja irgendwie recht. Die Griechen hatten nicht mal Erdölvorkommen oder so.

(Pausanias weiteres Schicksal ist übrigens auch einer griechischen Tragödie würdig. Er sollte die kleinasiatischen Kolonien befreien, fand aber Gefallen am persischen Luxus, wurde arrogant und verkaufte sich an Xerxes. Er wurde nach Sparte zurückbeordert, wo alles herauskam, und flüchtete in den Athena Tempel. Da die Griechen praktisch denken wurden einfach die Tempeleingänge zugemauert (bestimmt so ein "kein Blutvergießen auf heiligem Boden Ding"-) und warteten ab bis Pausanias verhungert war.)

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 25.05.2007, 23:37                                  +/-

SCHWACHSINN!

rolling on the floor...


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Quar



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BeitragVerfasst am: 26.05.2007, 00:04                                  +/-

Then tonight we die in CLEVELAND! hähö

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 26.05.2007, 00:05                                  +/-

"dine", nicht die! Wo wär sonst der Witz?


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Quar



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BeitragVerfasst am: 26.05.2007, 00:08                                  +/-

Verlegen Verdammt.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 30.09.2007, 23:34                                  +/-

Ich habe gerade verschiedene Arthur Reviews hier nachgelesen. Sehr launig. Zunge

Nur je drei Sterne von Helcaraxe und PsychoDad, von Guy sogar nur zwei, Kaylee ist gnädiger:
Zitat:
Die erste Sexszene wird von Keira mit dem Satz in Angriff genommen: "Wer weiss was morgen ist!" Es gibt ambitionslosere Einleitungen, wie der pk treffend bemerkte.


Seltsamer Film.

Im Grunde ist das ja ein quintessentieller christlicher Mythos mit Arthus als idealem König und seinen edlen tugendhaften Rittern als Waffenbrüdern (den Aposteln gleich, Mordred macht dann den Judas) auf spiritueller Gralssuche. Wenn man die ganze Zauberei weglässt und auf historischen Realismus trimmt, funktioniert das eigentlich trotzdem ziemlich gut. Aber musste dann jeder Christ böse sein? Und jeder Römer ein Arschloch? Guinevere von "Maschinen" gefoltert?

Ich hätte das ganz anders aufgezogen und eine grimmige Geschichte von der Verteidigung der Zivilisation erzählt. Der verzweifelte Versuch den bestehenden Status Quo, die römische Justiz, Verwaltung und Kultur, gegen den Ansturm brandschatzender Barbarenstämme und inneren Intrigen zu schützen. Ein fast aussichtsloser Abnutzungskrieg den man wahrscheinlich verliert, aber als ideeler Mythos bei den Eroberern selbst weiterleben wird.

Naja. Der Film war nicht wirklich schlecht. Aber irgendwas hat gefehlt. Man hat nicht wirklich das Gefühl eine epische Heldengeschichte zu sehen. "Excalibur" zum Beispiel ist auf seine Weise auch ein sehr trashiger Film, aber man hat danach das Gefühl das ganze Leben (und Sterben) eines Königs gesehen zu haben. Da geht es dann auch um ein Königreich, was mir hier fehlte. Stattdessen sieht man nur ein paar Bauern und alles spielt räumlich eng begrenzt. Es gibt einen Sachsenstamm der mit Till Schweiger da rumstolpert, aber das bringt nicht wirklich das Gefühl eines bedrohten Reiches und Volkes.

Suchsland schreibt was kluges:

Zitat:
Alle zehn Jahre also eine Artus-Sage im Kino. Robert Bressons Version demonstrierte die asketische Nüchternheit, die Ideen von Reinheit, die ein Teil des europäischen Autorenkinos im Dreh mit Laien und im "Leerspielen" der Akteure fand. John Bormans EXCALIBUR war 1980 ein später Reflex der Hippie-Ära, übertrieben und wild, ruchlos und schmutzig. Mitte der 90er war dann Richard Gere ein um so gelackterer Lancelot und Sean Connery ein allzu alter Mann: FIRST KNIGHT war im Grunde ein Yuppie-Angestelltendrama, das davon handelte, was passiert, wenn man mit der Frau des Chefs anbandelt.

Der neueste "Arthur" ist nun wieder politischer, ein sehr zeitgemäßer Actionfilm: Die Wildheit, die er an Tag legt, ist tatsächlich nur vorgetäuscht, wirklich mutig ist er genauso wenig, wie filmisch irgendwie innovativ oder interessant.


Und:

Zitat:
Man möchte nicht wissen, was genau David Franzoni, der Drehbuchautor dieses Filmes alles zu sich genommen hat, bevor er sich an den Schreibtisch setzte, vielleicht war er auch einfach besoffen vom eigenen Ruhm, denn zuvor hatte er das Script für Ridley Scotts GLADIATOR geschrieben.


Oha? Gleich mal nachgeprüft und tatsächlich: Der Drehbuchautor war derselbe wie bei Gladiator (und Amistadt) und sein nächster Film wird, und jetzt haltet euch fest, Hannibal the Conqueror (2008). Mit Vin Diesel als Hannibal. Und als Regisseur.



Zuletzt bearbeitet von Tyler Durden am 30.09.2007, 23:58, insgesamt einmal bearbeitet
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 30.09.2007, 23:53                                  +/-

Also ich habe schon deutlich schlechtere Filme als "King Arthur" gesehen. Ich würde dem Film so in etwa 5 oder 6 von 10 Pappschwertern in die Hand drücken.

Was den Film runterzieht sind meiner Meinung nach zwei Faktoren: erstens - und das ist mir als erstes aufgefallen - wird da ein gaaaanz billiges Feindbild aufgestellt. Im Prinzip sind die Sachsen doch verkappte Spätantik-Nazis mit ihrer Blut- und Boden-Ideologie. Fast der erste Satz, den man vom Sachsenkönig hört, ist doch "Wir wollen nicht unser Blut mit dem dieser (- frei zitiert -) Untermenschen mischen." Und dann wird nur noch in den Tod geschickt. Das ist albern und schlicht und einfach in dieser Form in seiner Plumpheit ein echtes Ärgernis. Fast schon deutschenfeindlich, denn es ist ja ein germanischer Stamm, noch dazu mit einem prominenten deutschen Schauspieler als Identifikationsfigur.

Der zweite Punkt ist die Ideologie, die aus dem Film spricht. Es geht um nationale Souveränität und individuelle Freiheitsrechte. Aber das ist natürlich zutiefst unhistorisch. Insofern finde ich es witzig, dass Helcaraxe den Film so sehr verrissen hat. In diesem Punkt berührt "King Arthur" nämlich sein Vorbild "Braveheart". Da nehmen sich die beiden Filme eigentlich nichts.


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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 00:15                                  +/-

Ich hab den Film nach 20 Minuten abgebrochen. Eine dümmliche Schlacht, anschließend nur noch dümmliches Geschwafel von dümmlichen Darstellern. Schnarch! Völlig lahmarschig rübergebracht, keine Atmosphäre, nichts, alles so 0815. Außerdem sahen diese Frisuren und Bärte so 2000er-Jahre-mäßig aus.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 14:35                                  +/-

Thanil
Der zweite Punkt ist die Ideologie, die aus dem Film spricht. Es geht um nationale Souveränität und individuelle Freiheitsrechte. Aber das ist natürlich zutiefst unhistorisch. Insofern finde ich es witzig, dass Helcaraxe den Film so sehr verrissen hat. In diesem Punkt berührt "King Arthur" nämlich sein Vorbild "Braveheart". Da nehmen sich die beiden Filme eigentlich nichts.

Doch.

Überleg mal Stanil: Bei Braveheart ist der Hintergrund kein knapp tausend Jahre alter Mythos, der Ausschmückungen sowieso Tür und Tor öffnet, sondern ein real stattgefunden habender Unabhängigkeitskrieg der Schotten, der am Ende - unter dem im Film so schlecht wegkommenden Robert the Bruce - auch von Erfolg gekrönt war. Wie sollten sie da nicht auf nationale Souveränität pochen? ????? Dieses Argument gegen den Film hast Du mir noch nie einleuchtend begründen können…
Man kann nun argumentieren, daß "Braveheart" den Freiheitsbegriff nur im Rahmen unserer modernen Vorstellungen benutzt. Daß er aus dramaturgischen Gründen (nehme ich jedenfalls an) das Vergewaltigen von jungen Bräuten durch die englischen Herren hinzuerfindet. Daß die Kostüme und die Gesichtsbemalungen der Rebellen falsch sind. Und, und, und… Ist ja alles wahr, kann man meinetwegen kritisieren.

So richtig brutal interessant sind diese Erbsenzähler-Einwände allerdings nicht. Sonst sollte man vielleicht unverzüglich die gesamte Sparte der Historienfilme in die Tonne treten. Mit den Augen rollen In den früheren Diskussionen habe ich deswegen nur absolut offensichtliche Schnitzer beanstandet, die dermaßen haarsträubend sind, daß man sich auch ohne genaue Kenntnis der geschichtlichen Zusammenhänge an den Kopf greifen muß. Dieser Punkt war in meinem Fall bei "Königreich der Himmel" und auch bei "King Arthur" an mehreren Stellen erreicht. Natürlich sind in Hinsicht auf historische Genauigkeit die Übergänge zwischen dem (in meinen Augen sehr guten) Film "Braveheart" und "King Arthur" fließend, da hast Du in der Tat recht. Aber solche Plattheiten wie die sächsichen Nazis leistet sich Braveheart dann doch wieder nicht, kannst Du sagen was Du willst. Er ist so stimmungsvoll wie stimmig. Da paßt einfach alles: Die schottische Landschaft, der Matsch, die häufig ironischen Dialoge - die Schlachten mit der richtigen Dosis an notweniger Härte. All das hat "King Arthur" nicht zu bieten. Ich fand ihn nur schnarchig. Die Handlung kommt nicht aus'm Schuh, die Figuren sind blaß. Kurz gesagt: Ein nicht mehr durchschnittlicher, ein schlechter Film, der dummerweise auch noch großspurig mit dem angeblich historischen Ansatz wirbt.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 18:35                                  +/-

Ich finde übrigens, Thanil, Du bist ein Mensch, der sehr seltsame Steckenpferde reitet. Alle paar Monate erzählst Du mir, wie scheiße der Film ist. Und ich muß dann immer sagen: Stimmt doch gar nicht!

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Bard
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BeitragVerfasst am: 01.10.2007, 21:22                                  +/-

Fand Thanil Braveheart schon immer scheiße oder erst, seitdem Mel Gibson seinen neuen Ruf weghat?


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 02.10.2007, 00:05                                  +/-

@Bard
Ich fand Braveheart noch nie toll, obwohl er natürlich seine hellen Momente hat. Seit mir aber Mel Gibsons politische Agenda auffiel, boykottiere ich eigentlich alle seine Erzeugnisse. Yes

@Helcaraxe
Braveheart war einfach der erste (vergleichbare) Film, der mir einfiel und der bei einem breiten Publikum als besonders bemerkenswert guter Film angesehen wird. Insofern war es also ganz normale Denkmalschändung, die ich da betrieb. Ich kann ja auch nichts dafür, dass du dich jedesmal zu einer Verteidigungsrede berufen fühlst.

Gepostet am 02.10.2007, 00:05:

Tyler Durden
Das wird eine waghalsige Konstruktion die er da versucht. Was macht er wenn der nächste Präsident Gefallen an der Macht findet und ihm Befehle gibt? Die Macht des Präsidenten beschneiden? Dann hätte er sie jetzt auch vergrößern können.

Interessant aber, dass in Russland erst das Parlament und dann erst der Präsident gewählt wird. In Frankreich war das bei Sarkozy genau andersrum und erlaubt auch klarere Schnitte.



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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 02.10.2007, 11:22                                  +/-

Thanil
Braveheart war einfach der erste (vergleichbare) Film, der mir einfiel und der bei einem breiten Publikum als besonders bemerkenswert guter Film angesehen wird. Insofern war es also ganz normale Denkmalschändung, die ich da betrieb. Ich kann ja auch nichts dafür, dass du dich jedesmal zu einer Verteidigungsrede berufen fühlst.

Wenn Du mich schon direkt ansprichst, kann ich ja auch so freundlich sein, Dir zu antworten. Kann's demnächst aber auch bleiben lassen. Erklär mir wenigstens jetzt, was an der Idee nationaler Souveränität - die es damals tatsächlich schon gab - so hirnzermalmend schröcklich ist. Denn dieser Einwand gegen den Film will partout keinen Sinn ergeben. Oder noch besser: Lies Dir den Text über Robert I. von Schottland in der Wikipedia durch. Schlecht ist doch nur, daß "King Arthur" den Kram mit Rhetorik aus dem 20. Jahrhundert verbrämt – und das macht Mel Gibson eben nicht. Yes

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 02.10.2007, 19:40                                  +/-

Nein, die eigentliche Idee des Nationalstaats ist viel jünger. In die Geschichte von Robert the Bruce ist im Nachhinein viel nationalstaatliches hineininterpretiert worden, das so in der Form im Hochmittelalter, von dem wir hier sprechen, nicht im Geringsten vorhanden war.

Natürlich gab es damals schon so eine Art schottisches Volk und eine Art englisches Volk. Die Idee der Volksgruppe ist schon seeehr alt. Aber die Loyalitäten waren damals entlang von Grenzen verteilt, die mit dem späteren Nationalstaatsgedanken nichts oder nur peripher zu tun hatten. Es ging um Vasallentum und um die katholische Kirche.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 05.10.2007, 09:36                                  +/-

Thanil
Nein, die eigentliche Idee des Nationalstaats ist viel jünger. In die Geschichte von Robert the Bruce ist im Nachhinein viel nationalstaatliches hineininterpretiert worden, das so in der Form im Hochmittelalter, von dem wir hier sprechen, nicht im Geringsten vorhanden war.

Ja, das ist klar, daß es die Idee nach unserem modernen Verständnis erst ab dem 19. Jahrhundert gab. Jetzt müßtest Du mir noch sagen, wo die im Film angeblich auftaucht. Ich seh da nämlich nur "Unser König ist stärka als eurer!" und "Wir treten euch in die ÄRSCHE!"

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 05.10.2007, 10:28                                  +/-

Nääää, das ist aber bei King Arthur auch nicht anders. Aber es geht ja eben darum zu identifizieren, was unter der alleroberflächlichsten Handlungsebene für Ideen und Vorstellungen transportiert werden. Und da geht es in beiden Filmen eben um höchst moderne Vorstellungen von individueller Freiheit und nationaler Souveränität, die in eine vormoderne Zeit reflektiert werden, in der sie so nicht existierten. Das ist unhistorisch.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 02:35                                  +/-

Hat jemand "Die letzte Legion" gesehen? Lief der schon irgendwo? Scheint so ne Art Prequel zu "King Arthur" zu sein. Der Trailer war oberschrottig, aber mal so richtig.

Hab ein Plakat gesehen für diesen ominösen Film von Trashregisseur Uwe Boll(!) mit Burt Reynolds(!!) als König...A Dungeon Siege Tale Ganz komische Sache.. geistert schon seit Jahren herum, scheint aber doch mal irgendwann anzulaufen. Der Trailer sah auch schrottig aus.

Und dann war da noch ein Aufsteller mit einer schon wieder neuen Beowulf-Verfilmung. Sah stark nach Sword-&-Sorcery-Fantasy aus. Mal sehen. Historienfilm-mäßig gesehen sieht es nach Masse, aber wenig Klasse aus.


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Buchfaramir
Halb-Fußball-Weltmeister


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BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 16:26                                  +/-

Dass es Historienfilme mit historischen Fakten nicht so genau nehmen, halte ich grundsätzlich für verzeihlich, denn Spielfilme sind nunmal Unterhaltung und keine Dokumentationen oder Schulfernsehen. Bei "King Arthur" finde ich das Verfälschen historischer Fakten jedoch tödlich.
Helcaraxe
Kurz gesagt: Ein nicht mehr durchschnittlicher, ein schlechter Film, der dummerweise auch noch großspurig mit dem angeblich historischen Ansatz wirbt.
Da der Film damit beworben wurde, die "wahre Geschichte" zu erzählen, muss er sich auch an diesem Anspruch messen lassen. Rein als Film ist "King Arthur" typisch durchschnittliches 08/15-Bruckheimer-Fastfood, aber dass er an dem selbst gestellten Anspruch, historisch korrekt zu sein, kläglich scheitert, das macht ihn schlecht.

Aber der Soundtrack ist toll.

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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 21:04                                  +/-

Nichtraucher
Hat jemand "Die letzte Legion" gesehen?


Hab mir eben mal den Trailer angeschaut. Naja! Bei IMDB sagen sie es sei ein Familienfilm (kein Blut, keine Nacktszenen). Ist auch der erste Film des Regisseurs, davor hat er Serien wie JAG oder Xena gemacht.

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