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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 11.09.2009, 11:50                                  +/-

Ich finde, PD braucht noch mehr Tomaten. Allein deshalb, weil er sich die Filme alle illegal runtersaugt und damit hier unerträglich angibt.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 11.09.2009, 12:23                                  +/-

Wieso, der ist doch jetzt im Kino.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 11.09.2009, 12:23                                  +/-

Bin mir aber sicher, dass er ihn nicht dort gesehen hat Yes


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 11.09.2009, 16:50                                  +/-

Wichtel
@Helcaraxe
Verkackt. Selbst wenn ich es hätte, würdest Du es spätestens nach dieser Aussage nicht mehr bekommen.

Schade. Hast Du denn wenigstens "Dopo la Condanna" vom selben Komponisten?


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 11.09.2009, 16:53                                  +/-

Wieso fragst Du mich?

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 11.09.2009, 17:04                                  +/-

Hätte ja sein können.


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 12.09.2009, 02:54                                  +/-

Psycho Dad hat Recht und seine Feinde in der Spoiler-Affäre sind alle blöd. Yes Habe auch gleich mal lindernd eingegriffen und immerhin eine der beiden Tomaten entfernt. Yes [/Held] [/Helferlein]

Helcaraxe
Thanil
Ich weiß noch nicht, ob ich den allerbesten Film seit langem überhaupt gucken werde. Nächste Woche steht erst einmal Völliger Bockmist 2 auf dem Plan. Yes Und dann noch Gequirlte Kacke IV.

hmmmm

grins

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Quar



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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 00:05                                  

You know somethin', Utivich? I think this might just be my masterpiece.
Lt. Aldo Raine



Inglorious Basterds

Als Ami könnte man hier jetzt wahrscheinlich bei einer Besprechung von Tarantinos neuestem Werk aufhören. Als Deutsche muss ich dazu erstmal ein paar Takte sagen. Spoiler verstehen sich von selbst.

Gestern also war ich hier in Amsterdam im Kino und habe mir Inglorious Basterds angesehen. Es war sehr schnell zu merken, dass das hauptsächlich niederländische Publikum einige Szenen ganz anders interpretierte als ich. Zum Einen natürlich die "Winnetou!" Szene, bei der ich herzlich lachen musste, und zum anderen die Hinrichtung des SS Mannes durch den "Bärenjuden".
Ich konnte einfach nicht lachen, andere Leute schon. Das alles könnte meine Interpretation des Films also gut und gerne von der euren noch mal ein paar Schritte in eine andere Richtung getragen haben. Nur so als Disclaimer.

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Wunderbare Regie von exzellenten Schauspielern (Mélanie Laurent, Christoph Waltz), guten (Daniel Brühl, August Diehl, Michael Fassbender) und unterdurchschnittlichen (Schweiger/Krueger). Der Soundtrack ist sehr tarantinoesk aber er trägt hier nicht teilweise die Story wie noch in Kill Bill 1 - dafür waren für mich aber keine brillianten Neuentdeckungen dabei. Wobei, "Un Amico" von Morricone "Cat People" von Bowie hat perfekt zu der wirklich wunderschönen Mélanie Laurent gepasst. Dass PK noch nichts zu ihr geschrieben hat, wundert mich sehr.



Dem Film wurde ja wahlweise vorgeworfen, er verharmlose Nazis, er würde die Geschichte schönen blablabla.
Für mich ist dieser Film nicht uneingeschränkt amüsant - gerade wenn ich als Deutsche in einem holländischen Kino sitze. Ich konnte trotzdem über Hitler (und vor allem über sein riesiges Louis XIV-mäßiges Portrait) kichern, ich musste auch über betroffene nickende Nazischergen schmunzeln. Aber verbrennen Nazis kann ich nicht beklatschen. Eingedroschene Offiziersschädel ebensowenig. Ich weiß auch nicht, aber da legt sich bei mir was quer.

Das ist vielleicht auch besser so, denn in meinen Augen hat dieser Film angemessenen Respekt vor seinem historischen Hintergrund. Gerade Hans Landa wird von Tarantino sehr geschickt eingesetzt. Wir halten den Atem mit Shosanna an, als er im Pariser Café auf einmal hinter ihr steht, aber wir müssen auch mit ihm schmunzeln, als er sich über Fräulein von Hammersmarcks (was ein Name!) Gipsgeschichte amüsiert.

Nazis sind in diesem Film vielleicht sogar vielschichtiger dargestellt als die Briten und Amerikaner. Selbst die Franzosen gewinnen eigentlich nur durch Mélanie Laurents Talent und Denis Menochets steinernes und ausdrucksstarkes Gesicht an Tiefe.

Der Witz in den Basterds ist oft sehr krude, filmversessen oder komisch. Wie da Landa seine riesige Pfeifer aus der Manteltasche zog, lachte der Kinosaal.

Die verschiedenen Sprachen im Film sind sehr geschickt eingesetzt, als Deutscher bekommt man auch noch einige Details mehr mit als die Untertitel verraten. Ob Tarantino hier den Castingleuten genaue Anweisungen gegeben hat oder ob er das Drehbuch je nach den speziellen Sprachkünsten der Schauspieler angepasst hat? Über Waltz' Englisch, Französisch und Italienisch habe ich gestaunt.

Ich will nicht darauf herumreiten, aber die Kinosituation ist für diesen Film wirklich ganz besonders. Im Dunklen zu sitzen und auf der Leinwand das Publikum im Film zurückschauen zu sehen, hat schon etwas ganz besonderes. Und wenn dann erstmal die Leinwand brennt...

Tarantino hat sich offensichtlich mit ganzer Liebe auf das deutsche Kino gestürzt, das hier die eigentliche Hauptrolle einnimmt. Da fällt mehrere Male der Name G.W. Pabst, Joseph Goebbels treibts mit Francesca Mondino und alle deutschen Schauspieler sind perfekt besetzt.

Da wäre einmal Gedeon Burkhardt, der mit seiner rauchigen Stimme Brad Pitts Kaugummi kauendem Pappkamerade die Stange hält. Dann ist da noch Til Schweiger, der kaum ein Wort sagt, stoisch in die Kamera guckt und alles in allem eine riesen Witzfigur ist. Passend irgendwie.
Diane Krueger spielt eine deutsche Schauspielerin so platt und gekünstelt, dass es schon wieder gut ist. Ansonsten trägt sie enge Kleider ganz gut.

Daniel Brühl ist ein ausgezeichneter kleiner Junge in Uniform, der sich unsterblich verliebt. Sein Gesicht war außerdem sehr wirkungsvoll durch einige strategisch günstige Pickel so verunstaltet, dass er wirklich "aus jeder Pore" unangenehm und eklig wirkte. Trotzdem bekam man am Ende (fast) noch Mitleid mit dem fehlgeleiteten Arschloch.
August Diehl ist ein großartiger Bösewicht. Kalt, berechnend und psychopathisch. Das kann er sehr gut.



Christoph Waltz aber stielt den Film. Schlicht und ergreifend. Es ist schwer zu beschreiben, wie schnell und mühelos er den wahnsinnigen aber eben auch intelligenten, höflichen und belesenen Nazi Landa darstellt. Wie die ARD glauben konnte, dass er danach nun ihren Tatort übernehmen wollte, ist mir schleierhaft.

8 von 10 Naziskalps



Zuletzt bearbeitet von Quar am 16.09.2009, 21:47, insgesamt 4-mal bearbeitet
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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 11:27                                  +/-

Eine ganz wunderbare Kritik, Quar, die mir größtenteils aus dem Herzen spricht, auch wenn ich den Film wohl noch ein ganzes Stück besser fand als Du.

Quar
Gestern also war ich hier in Amsterdam im Kino und habe mir Inglorious Basterds angesehen. Es war sehr schnell zu merken, dass das hauptsächlich niederländische Publikum einige Szenen ganz anders interpretierte als ich. Zum Einen natürlich die "Winnetou!" Szene, bei der ich herzlich lachen musste, und zum anderen die Hinrichtung des SS Mannes durch den "Bärenjuden".
Ich konnte einfach nicht lachen, andere Leute schon. Das alles könnte meine Interpretation des Films also gut und gerne von der euren noch mal ein paar Schritte in eine andere Richtung getragen haben. Nur so als Disclaimer.

Ganz ehrlich, mich hätte das sehr gewundert, wenn Du gelacht hättest. Ich fands ebenfalls nicht lustig und halte die unterschiedlichen Reaktionen auch nicht für eine Frage der Nationalität. (Manche Leute lachen oder kompensieren es mit einem blöden Spruch, wenn sie etwas Schlimmes sehen. Auch eine Form der Verarbeitung, ich kenne das teilweise von mir selbst…) Aber sei dem wie es wolle, die Basterds sind speziell in der Szene (und auch später im Film) eigentlich nicht die Sympathieträger, nicht wahr? Während die Deutschen in der Mehrheit hochgebildet, kultiviert und höflich auftreten. Ich weiß noch nicht ganz, was der tiefere Sinn dahinter sein soll, ob es überhaupt einen gibt oder ob Tarantino nur einen hundertprozentig gegen den Strich gebürsteten Weltkriegsfilm drehen wollte. ?????

Quar
Wobei, "Un Amico" von Morricone hat perfekt zu der wirklich wunderschönen Mélanie Laurent gepasst. Dass PK noch nichts zu ihr geschrieben hat, wundert mich sehr.

Anscheinend hat pk den Film wirklich noch nicht gesehen, komisch eigentlich. Ja, Mélanie Laurent fand ich auch ganz toll. Ich bin sehr verliebt! Und Michael Fassbender ist eine richtige Entdeckung, ich kannte den vorher gar nicht. Tarantino hat einfach ein Händchen für sowas. Die Krueger spielt den kapriziösen lauten Filmstar imho sehr überzeugend, in meinen Augen ist ihre Rolle genau so angelegt und nicht etwa schlecht gespielt.

Quar
Daniel Brühl ist ein ausgezeichneter kleiner Junge in Uniform, der sich unsterblich verliebt. Sein Gesicht war außerdem sehr wirkungsvoll durch einige strategisch günstige Pickel so verunstaltet, dass er wirklich "aus jeder Pore" unangenehm und eklig wirkte.

Uh, Du bist aber anspruchsvoll. Unangenehm und eklig? War er nicht im Herzen ein netter, guter Junge? zwinkern

Zum Rest hast Du meine vollste Zustimmung.


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Quar



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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 11:52                                  +/-

Vielleicht bin ich bei Frau Krueger auch vorbelastet. Tarantino hat sie schon perfekt besetzt - ihre Rolle ist ja so aufgesetzt "over to top". Ob das nun so angelegt ist und ihrem Schauspieltalent entspricht, stell ich mal zur Debatte. zwinkern

Zur Prügelszene könnte ich mir natürlich noch mal einen Vergleich an Kinostimmung abholen, aber irgendwie muss das auch nicht. Ich war auf jeden Fall überrascht, dass da Lacher kamen.

Der Schütze Zoller ist für mich ganz klar der netter Junge von Nebenan, der aber vollkommen in der Kriegsmaschine der Nazis aufgeht und in seiner Verblendung überhaupt nicht realisiert, wie falsch sein Werbe um Fräulein Mimieux ist - auf mehreren Ebenen.

Ansonsten: vielen Dank! Smilie

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Bard
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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 13:46                                  +/-

Helcaraxe
Eine ganz wunderbare Kritik, Quar, die mir größtenteils aus dem Herzen spricht, auch wenn ich den Film wohl noch ein ganzes Stück besser fand als Du.

Quar
Gestern also war ich hier in Amsterdam im Kino und habe mir Inglorious Basterds angesehen. Es war sehr schnell zu merken, dass das hauptsächlich niederländische Publikum einige Szenen ganz anders interpretierte als ich. Zum Einen natürlich die "Winnetou!" Szene, bei der ich herzlich lachen musste, und zum anderen die Hinrichtung des SS Mannes durch den "Bärenjuden".
Ich konnte einfach nicht lachen, andere Leute schon. Das alles könnte meine Interpretation des Films also gut und gerne von der euren noch mal ein paar Schritte in eine andere Richtung getragen haben. Nur so als Disclaimer.

Ganz ehrlich, mich hätte das sehr gewundert, wenn Du gelacht hättest. Ich fands ebenfalls nicht lustig und halte die unterschiedlichen Reaktionen auch nicht für eine Frage der Nationalität. (Manche Leute lachen oder kompensieren es mit einem blöden Spruch, wenn sie etwas Schlimmes sehen. Auch eine Form der Verarbeitung, ich kenne das teilweise von mir selbst…) Aber sei dem wie es wolle, die Basterds sind speziell in der Szene (und auch später im Film) eigentlich nicht die Sympathieträger, nicht wahr? Während die Deutschen in der Mehrheit hochgebildet, kultiviert und höflich auftreten. Ich weiß noch nicht ganz, was der tiefere Sinn dahinter sein soll, ob es überhaupt einen gibt oder ob Tarantino nur einen hundertprozentig gegen den Strich gebürsteten Weltkriegsfilm drehen wollte. ?????



Die Basterds sind die Helden im Film, aber eben keine lupenreinen, moralisch völlig integren Helden. Da machen sie ihrem Spitznamen alle Ehre und letztlich stehen da ja auch "Das dreckige Dutzend" und andere Spezialtruppenfilme Pate, in denen mit dem Gegner auch nicht zimperlich und nach den Regeln der Genfer Konvention umgegangen wird. Man ist da, um Nazis zu töten. Wer sind Nazis? Leute in Naziuniform. Fertig.

Die Baseball-Szene ist sicher bewusst ambivalent aufgezogen worden. Da gibt es drei Sorten von Zuschauerreaktionen:

1. Der eine Teil freut sich darüber, dass wieder ein Nazi-Deutscher dran glauben muss, identifiziert sich mit dem "Bärenjuden" und den Basterds und jubiliert. Das Pack hats verdient, immer feste druff.

2. Ein anderer Teil schreckt vor der sehr expliziten Gewalt zurück und fühlt sich in moralischer Hinsicht nicht gerade wohl angesichts der Tatsache, dass da ein unbewaffneter und wehrloser Gefangener brutal niedergemacht wird. Gerade als Deutscher bekommt man da vielleicht eher Magengrummeln, wobei sich wohl auch nicht jeder jüdische Zuschauer damit identifizieren kann, dass Juden sich auf die Art und Weise verhalten.

3. Ein Teil der Zuschauer empfindet Mitleid mit dem deutschen Soldaten. Der dient vielleicht nicht unbedingt als Sympathieträger und lässt auch noch einen antisemitisch angehauchten Spruch ab, andererseits lässt er sich nicht dazu bewegen, seine Kameraden zu verraten, obwohl er weiß, dass er höchstwahrscheinlich sterben wird. Das nötigt zumindest einen gewissen Respekt ab.

Nett ist ja, dass mit dem Propagandafilm "Der Stolz der Nation" dann quasi die Verhältnisse umgedreht werden und dem Kinopublkum der Spiegel vorgehalten wird. Da metzelt ein deutscher Scharfschütze hunderte von GIs nieder und das braune Publikum amüsiert sich prächtig und freut sich bei jedem erfolgreichen Schuss. Ob sich da der ein oder andere im realen Kino-Publikum mal über das eigene Verhalten und die eigenen Gefühlsregungen seine Gedanken gemacht hat?


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 14:08                                  +/-

Jo, klar, das seh ich doch auch so.


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Bard
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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 14:13                                  +/-

Ja, dacht ich mir. Kein Grund, nicht nochmal drauf hinzuweisen.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 20:26                                  +/-

Zitat:
Anscheinend hat pk den Film wirklich noch nicht gesehen, komisch eigentlich.

Ich mag zur Zeit irgendwie keine brutalen Filme sehen. Habe mir jetzt 5 Pixarfilme hintereinander angeschaut und heute den "Goldenen Kompass".


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 20:46                                  +/-

Quar
Sein Gesicht war außerdem sehr wirkungsvoll durch einige strategisch günstige Pickel so verunstaltet


Das ist mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. Daniel Brühl sah doch ganz normal aus? *wunder*

Und die Krüger hat furchtbar geschauspielert! Das kann jetzt so gewollt gewesen sein, ich bin mir aber unsicher, ob sie es auch besser gekonnt hätte.


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Quar



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BeitragVerfasst am: 13.09.2009, 21:18                                  +/-

Gut, ich saß in der vierten Reihe - vielleicht fällt das da eher auf?

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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 14.09.2009, 05:15                                  +/-

Okay... Inglourious Basterds

- Also zunächst mal frage ich mich, ob die Basterds eigentlich als Sympathieträger gedacht waren. Das Thema wurde ja gerade hier besprochen. Für mich ist der einzige sympathische Typ bei den Basterds der Brite. Den mochte ich gerne. Alle Überlebenden der Basterds sollten nach Kriegsende eigentlich zusammen mit den Nazis und Bomber-Harris aufgehängt werden. ugly Was die Basterds getan haben, befindet sich moralisch nicht weit über dem Niveau der Bombardierung von Dresden. Wenn dieser Film nicht von Quentin Tarantino wäre, würde ich sagen: Der Film ist zumindest in moralischer Hinsicht totaler Müll. Aber da es um Tarantino geht, muss man ja bedenken, dass extrem viele der von ihm erdachten Protagonisten in vielen seiner Filme ziemliche Dreckskerle sind und dass Tarantino dies auch weiß und sie gar nicht als tolle coole Helden betrachtet, auch wenn dumme Leute im Publikum dies tun.

Der einzige wirklich gute Kerl in den Tarantino-Filmen, die ich kenne, war Butch (Bruce Willis) in Pulp Fiction. Okay, und Harvey Keitel als Geistlicher in From Dusk Till Dawn, wo zumindest das Drehbuch von Tarantino stammt. Aber sonst? Sind ja eigentlich immer Soziopathen und Durchgeknallte. Auch Beatrix in Kill Bill hat ja wohl 'ne Menge Dreck am Stecken aus ihrer Zeit, wo sie noch für Bill gearbeitet hat. Man könnte also sagen: Tarantino weiß, was er tut - und es nicht identisch mit dem, was dumme Rezipienten denken, die es cool finden, wenn Leute ermordet oder entstellt werden, weil sie pauschal als Verbrecher betrachtet werden, selbst wenn sie gar keine Verbrechen begangen haben. Es hinterlässt aber trotzdem einen schalen Beigeschmack bei mir.

- Die Briten: Wie ich schon sagte, der einzige Brite bei den Basterds war mir sympathisch. Und es war auch schön, Rod Taylor nach Jahrzehnten mal wieder zu sehen, als Winston Churchill. Was ich aber überhaupt nicht verstehe: Was hat Tarantino geritten, den Comedy-Verrückten Mike Myers als britischen General zu besetzen? ugly Ich finde Mike Myers klasse, aber doch nicht als General (auf älter gemacht, weil er in Wirklichkeit viel jünger ist) in einer Szene, die nicht komödiantisch sein soll. Ich konnte ihn gar nicht als General sehen, ich sah nur Wayne und Austin Powers. hähö Und dass die deutsche Stimme von Mike Myers auch noch die Stimme von Justus Jonas von den drei Fragezeichen und von Benny in mehreren Eis am Stiel Filmen ist, hat die Sache auch nicht gerade leichter gemacht. zwinkern

- Fort Hahneberg: Es war sehr interessant, Brad Pitt und die anderen Leute an einem Ort zu sehen, der mir so vertraut ist. Die verfallene, verlassene Festung, wo sie sich aufhalten und wo sie versuchen, den deutschen Offizier dazu zu zwingen, Informationen preiszugeben, ist nämlich in Wirklichkeit kein Ort in Frankreich, sondern meine Lieblingsruine hier in Berlin. Die ist noch wesentlich größer und interessanter, als es im Film rüberkommt. An den Wochenenden kann man diese große Festung im Wald besichtigen, aber ich war früher immer heimlich alleine dort. Man kann auch ein bisschen ins Innere vorstoßen. (Durch solche Eingänge, wie die, aus dem der "Bären-Jude" rauskommt, wobei dieser Ausgang gar nicht weit rein führt, denn genau da bin ich auch mal rein.) Und zumindest ein Gang führt wirklich weit rein. Da hatte ich mich nicht weitergetraut, bin dann Tage später mit einer Taschenlampe wieder dort gewesen und bin dann tief ins Innere vorgestoßen, bis der Gang schließlich auf der anderen Seite der (ringförmigen) Festung wieder ins Freie führte.

- Christoph Waltz: Er stiehlt allen die Show! Absolut allen! In den IMDb-Foren reden die preisverrückten Amerikaner schon darüber, dass er den Academy Award erhalten sollte. Und warum eigentlich nicht? Er ist mindestens so beeindruckend wie Heath Ledger als der Joker und vielleicht sogar so beeindruckend wie Dr. Hannibal Lecter. Und für diese beiden Darstellungen gab es ja den Oscar. Interessante Frage wäre: Hauptrolle oder Nebenrolle? Anthony Hopkins wurde für die Hauptrolle ausgezeichnet. Dabei war es eigentlich eher eine Nebenrolle. Das, was Christoph Waltz präsentiert hat, fühlt sich eher wie eine Hauptrolle an, eigentlich wie die Hauptrolle des Films. Ich habe das Gefühl, er hat mehr Screentime als jeder andere. Und er hat Dialoge in allen vier Sprachen des Films. Und dieser Typ scheint völlig unbekannt gewesen zu sein, bevor er diese Rolle gespielt hat. Ich hatte jedenfalls noch nie von ihm gehört. Und seine Filmographie besteht laut IMDb überwiegend aus Auftritten in deutschen Krimiserien. Und dann plötzlich...

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Waldelb



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BeitragVerfasst am: 14.09.2009, 07:03                                  

Nichtraucher

Ich mag zur Zeit irgendwie keine brutalen Filme sehen.


Dann habe ich genau das richtige für dich:

Taking Woodstock
der neue von Ang Lee.



Ein schöner Film. Leider muss ich meine Kritik direkt mit einem Vergleich zu Brokeback Mountain beginnen: Einen Tag danach mag ich den Film viel lieber als direkt nach dem Sehen. Ging mir damals genauso und meine Liebe zu dem Schwulen-Cowboy-Film ist mittlerweile unbrechbar. Vielleicht geht da also noch was mit mir und Woodstock...

Wie entstand Woodstock, wie kam es zu dem was daraus geworden ist und wie veränderte es einzelne Menschen. Das ist wohl der Hintergedanke des Films, das Rückgrat an dem sich die Geschichte entlang hangelt. Am besten kann ich diesen Film beschreiben, indem ich sage was er nicht hat:
Er löst nicht die Begeisterung, die Melancholie und das herzergreifende Gefühl aus, was man manchmal bekommt, wenn man sich Bilder der abertausenden Menschen anschaut und dazu Jimmy auf seiner Gitarre hört. Es wird nicht versucht das Woodstock-Feeling rüber zu bringen. Darauf liegt auch nicht der Fokus der Geschichte, es gibt kaum Szenen vom eigentlichen Festival. Der Film wird nicht auf Love & Peace getrimmt, sondern nimmt einen mit in die Köpfe der Menschen in dem kleinen Städtchen, in dem dieses Spektakel stattfand: Man belächelt es, man ist schockiert, peinlich berührt ob der Nacktheit der Hippies, man ist überfordert von dem was kommt, nutzt es für eigene Zwecke oder man gibt sein Bestes, einfach um das Beste zu geben. Aber letzten Endes kann man eh nicht mehr machen als daneben zu stehen und zu sehen wie sich eine unglaubliche Lawine selbstständig macht und alles mitreißt. Und danach ist nichts mehr wie es mal gewesen war.

Der Fokus der Geschichte liegt auch nicht auf der Musik. Die Filmmusik hält sich sehr zurück, anfänglich ertönen Klänge wie in Brokeback Mountain, einsame Country-Musik. Später zwar Janis Joplin, Stevie Winwood, Richie Havens, Canned Heat, Crosby, Stills & Nash... aber für mich, als nicht Woodstock-Generation sprang nichts heraus. Eben kein Revival-Film.

Es ist eine witzige und schöne, teilweise selbstironische und vor allem sehr skurile Geschichte bei der man keine Ahnung hat was wahr ist und was nicht. Braucht man aber auch gar nicht, wichtig sind nämlich keine Fakten, sondern nur eine sehr kleine handvoll Menschen.
Ich fühlte ich mich zunächst an der Nase herum geführt. Was sollten die Charaktere, die aufgebaut waren wie eine größere Rolle, es dann aber doch nicht wurden? Was sollten die vielen kleinen Handlungsstränge, die sich dann scheinbar ins Nichts entwickelten. Das war unbefriedigend. Heute, beim reflektieren, sehe ich sie allerdings als das Salz in der Suppe. Der rettende Engel der einem aus dem Sumpf zieht wenn man versack ist. Sie sind wie die Frau in der Bäckerei um die Ecke, der nette Türke im Obstladen oder die Nachbarin, die einem die Tür aufhält wenn man mit vollen Einkaufstüten nach Hause kommt. Es sind Gesichter die wir kennen, die ab und an auftauchen und kleine Akzente in unserem Leben setzen, ohne jemals eine große Rolle zu spielen. Viele von ihnen habe ich sehr lieb gewonnen, aber auch ohne sie zu kennen oder zu verstehen.

Der Film ist sehr schön gedreht. Es wechseln sich tolle Landschafts- und Detailaufnahmen mit alten, per Handkamera gedrehten "Liveaufnahmen" des Festivals und rasanten Schnitten ab, die einen durch den Raum schubsen, von einem beschäftigten, rauchenden Kopf zum anderen. Was für eine Maschinerie dahinter steckte, aber wie menschlich diese auch wieder war. Wow!
Und im Mittelpunkt von allem steht dieser Junge, der Woodstock nach Bethel brachte, aus ganz eigenen Gründen.




8 von 10 gerauchten Joints, aber ein Mega-Trip Bonus-LSD-Blättchen für die Charaktere!


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 14.09.2009, 09:43                                  +/-

Den Trailer von dem Woodstock-Film fand ich auch schon recht ansprechend. Aber ob ich den im Kino anschaue, weiß ich noch nicht.


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 14.09.2009, 17:43                                  +/-

District 9 ist in der Tat echt gut. Manchmal ein bisschen eklig, aber das ist schon wieder vorbei bis man es kapiert hat. Sozialstudien kann man betreiben. Ich habe den Film gestern Abend, als ich heimfuhr, verdrängt, weil ich sonst "bewusst" geträumt hätte. Heute im Laufe des Tages hatte ich dann ja genug Zeit, mich mit ihm auseinanderzusetzen. Saß ja nur dumm rum.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 14.09.2009, 18:49                                  +/-

Arwen gegen den Vulkan
Okay... Inglourious Basterds

Auch 'ne schöne Kritik, vor allem durch die Hahneberg-Anekdote. Allerdings wird nicht so ganz klar, ob Dir der Film abseits der schauspielerischen Leistungen nun gefallen hat oder nicht. ?????

Arwen gegen den Vulkan
Was die Basterds getan haben, befindet sich moralisch nicht weit über dem Niveau der Bombardierung von Dresden. Wenn dieser Film nicht von Quentin Tarantino wäre, würde ich sagen: Der Film ist zumindest in moralischer Hinsicht totaler Müll. Aber da es um Tarantino geht, muss man ja bedenken, dass extrem viele der von ihm erdachten Protagonisten in vielen seiner Filme ziemliche Dreckskerle sind und dass Tarantino dies auch weiß und sie gar nicht als tolle coole Helden betrachtet, auch wenn dumme Leute im Publikum dies tun.

Stimmt. Zwei oder drei Szenen wie die mit dem "Bärenjuden" hätten mir vermutlich gründlich die Lust am Film verdorben.

Arwen gegen den Vulkan
Was hat Tarantino geritten, den Comedy-Verrückten Mike Myers als britischen General zu besetzen?

Wohl nur der Wille, selbst kleinste Rollen mit skurrilen Typen zu besetzen. Außerdem wird in der Szene die Filmhandlung erklärt, was schnell mal langweilig werden kann. Wer weiß, Tarantino mag das auch so gesehen und darauf gesetzt haben, daß Myers immer für ein paar Lacher gut ist.

Arwen gegen den Vulkan
Christoph Waltz: Er stiehlt allen die Show! Absolut allen! In den IMDb-Foren reden die preisverrückten Amerikaner schon darüber, dass er den Academy Award erhalten sollte.

Und er hat zahlreiche weibliche Fans in den imdb-Foren, die ihn anteenagern. Überrascht
Ich überlege noch, ob ich schon mal eine vergleichbar beeindruckende schauspielerische Leistung gesehen habe. Ich glaube nicht. So gut fand ich ihn.

Übrigens: Daß Du als Berliner "Herr Lehmann" nicht kennst (wo er eine kleine, aber extrem einprägsame Rolle hat), kann echt nicht so bleiben. hähö


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 15.09.2009, 20:00                                  +/-

So, im DAF wird gerade kontrovers die "Strudel-Szene" besprochen. Die eine Partei (zu der ich gehöre) meint, daß Landa Shosanna wiedererkannt haben muß und er deswegen das Glas Milch bestellt. Ich verstehe es als subtile Drohung, so wie alles an dem Mann eine Drohung ist: Seine Verhörtechnik, seine Manierismen, seine Andeutungen…

Andere meinen, es ist sehr fahrlässig von ihm, Shosanna in ihrem Kino gewähren zu lassen. Aber er kennt sie nur als das eingeschüchterte Mädchen und nicht als mutige Frau, die sie ist. Kann er sie überhaupt erkannt haben? Er sieht sie doch nur kurz von hinten, oder habe ich was verpaßt?


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