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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 15.09.2009, 22:21                                  +/-

District 9

Anarchistisch, ungehobelt, dreckig, verwirrend, aufreibend. Die Dramaturgie war genauso chaotisch wie fast alles andere an diesem Film. Ich müsste mich erst einmal sammeln, um etwas sinnvolles dazu zu sagen. Puh, ich bin verwirrt.

Interessant: nicht ein einziges Mal während des Films habe ich auch nur ansatzweise über die Filmtechnik nachgedacht, mit der diese Aliens realisiert wurden. Das ist ein verdammt sicheres Zeichen dafür, dass die Jungs von WETA sich selbst übertroffen haben. Es war das genaue Gegenteil von diesem quietschbunten Bonbon-Trailer zu diesem Film namens AVATAR, der vorher lief. Aus jedem Bild dieses Trailers troff geradezu der Wunsch der Macher zu beeindrucken. Das war abtörnend! Man wird zum Staunen gezwungen. In District 9 hingegen wird geradezu lieblos mit den Figuren umgegangen. Sie sind eine Selbstverständlichkeit, perfekt in das Szenario integriert. Beeindruckend. Nicht während des Films, sondern danach, wenn man mal darüber nachdenkt.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 13:43                                  +/-

Je länger es her ist, dass ich den Film sah, umso besser finde ich ihn. Und ich fand ihn ja schon beim Sehen echt gut. Dein erster Satz ist super, Thanil.

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Sunny



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 13:58                                  +/-

District 9 hat auch den Zuschauerpreis beim Fantasyfilmfest gewonnen. Mit einerm 1er Schnitt. Nicht schlecht.


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Shut up, Crime!
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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:12                                  +/-

Der Film ist wirklich gut. Daß er so dermaßen positiv aufgenommen wird muß aber auch was mit einem Underdog-Bonus zu tun haben, denn so sensationell phantastisch ist er dann auch wieder nicht.

Mal eine SPOILER-Frage an die, die ihn auch schon kennen:



Wo ist die Logik bei den Alien-Waffen? Im Film erscheinen diese so mächtig, daß Menschen sogar Arme abhacken und Leichen fressen wollen, um sie dadurch verwenden zu können. Der Protagonist wird ja auch als Versuchskaninchen mißbraucht, um diese Fähigkeit übertragen zu können. Die Waffen können ja nur von Prawns verwendet werden. Soweit, so gut. Aber warum verwenden die Prawns sie nicht, um ihrer schlechten Lage zu entgehen?? Das hab ich nicht gerafft.


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:15                                  +/-

Ich fand District 9 gar nicht mal soo gut.

Das lag wohl vor allem an der Dramaturgie und der zugehörigen Wahl der Stilmittel. Halbdokumentarische Einstiege mit Wackelkamera und grober Bildqualität sind seit Cloverfield ja irgendwie hip, nerven mich aber, wenn sie nicht konsequent durchgehalten oder wenigstens richtig deutlich gebrochen werden, sobald sie ihre Funktion erfüllt haben. Sie bauen die Erwartungshaltung auf, dass ein Film halt aus der Beobachterperspektive gedreht ist. Diese Perspektive hält der Film aber überhaupt nicht durch. Irgendwann identifiziert man sich mit bestimten Figuren, was ja auch gewollt ist. Trotzdem wird technisch weiterhin "dokumentiert", sprich: Das fiktive Doku-Kamerateam ist zwar abwesend, man sieht also einen "echten" Film, die Kameratechnik bleibt aber ähnlich. Das fand ich unglücklich gelöst.

Als die Fronten endlich feststanden, wars dann auch nur noch das Gemetzel in einem feuchten Traum für kleine Jungs. Mit Mech-Warriorn, Rocketlaunchern, explodierenden Köpfen und abgerissenen Gliedmaßen. Naja.

Die einzig halbwegs spannende Komponente war die schleichende Manipulation des Zuschauers, der sich mit einer ganz und gar abstoßenden Alienrasse identifizieren soll. Und selbst das fand ich zum Teil ziemlich kindisch gelöst. Ich meine, come on, man soll sich als Zuschauer mit den Riesenkakerlaken anfreunden, nicht nur, weil die Menschen im Film größtenteils so vollkommen ruchlos auftreten, sondern weil einer davon so einen putzigen Sohn hat, der sich wie ein Äffchen bewegt und große Kulleraugen hat? Da hält der Film seine eigene Prämisse nicht durch, dass die Aliens äußerlich halt abstoßend sind. Auch Papa Kakerlake war optisch weit weniger widerlich generiert als die übrigen Viecher.

Technisch waren die Aliens allerdings wirklich fantastisch umgesetzt, da gebe ich dir recht.

Alles in allem gibts von mir nur 5/10 für Out of the box-Denke und tolle Effekte, Abzüge für das gaga Gemetzel am Schluss und für Inkonsequenz.


Glaurung
Wo ist die Logik bei den Alien-Waffen? Im Film erscheinen diese so mächtig, daß Menschen sogar Arme abhacken und Leichen fressen wollen, um sie dadurch verwenden zu können. Der Protagonist wird ja auch als Versuchskaninchen mißbraucht, um diese Fähigkeit übertragen zu können. Die Waffen können ja nur von Prawns verwendet werden. Soweit, so gut. Aber warum verwenden die Prawns sie nicht, um ihrer schlechten Lage zu entgehen?? Das hab ich nicht gerafft.


Wenn die Handlung beginnt, haben die Aliens ihre Waffen ja schon fast komplett für Katzenfutter eingehandelt. hähö Ich hab das so verstanden, dass sie halt nicht wirklich organisiert gewalttätig sind. Am Anfang haben die Menschen den Gestrandeten ja auch geholfen. Trotzdem ist das nicht ganz schlüssig, das stimmt. Am Schluss schließen sie sich ja mehr oder weniger trotzdem zu einer Front gegen die MNU zusammen.



Zuletzt bearbeitet von einBaum am 16.09.2009, 14:23, insgesamt einmal bearbeitet
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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:22                                  +/-

Ah, die imdb-FAQ beantwortet es einigermaßen:

Zitat:
Why did the aliens not retaliate against the oppression from mankind?
EditHistoryDelete Although many aliens participated in riots and general upheaval, it is assumed from the documentary portion of the film that there was no actual alien-led attempt at fighting back and gaining freedom from the humans until Christopher Johnson and Wikus Van De Merwe (Sharlto Copley) teamed up. There are several reasons for this. At the beginning of the film, it is mentioned that the aliens aboard the mothership were mostly "worker" aliens. Without a leader, they didn't know what to do and were basically brutish. They were also found malnourished and very sick, and so they were in a vulnerable situation where it would be very easy to take their weapons from them. The few that were able to smuggle their weapons into their new homes had to be very secretive about them and were probably waiting for a better moment to strike.


Es waren abgestumpfte, dahindämmernde Arbeiter, die erst einen Führer brauchen, um sich vom Joch der Unterdrückung befreien zu können. Obwohl sie eigentlich alleine stark genug wären, jederzeit ihre Ketten sprengen zu können.


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:37                                  +/-

Papa Kakerlake war ein wenig intelligenter als die anderen Krabben und wie wir alle wissen, macht Intelligenz schön. Der Knirps war quasi der Mozart unter den Krabben (Shrimps).



Anmerkung des verplanten Mods: Ich habe versehentlich Wichtels Beitrag editiert statt zitiert und kann den Rest, der hier stand, nicht mehr finden. Verlegen Bitte tausendmal um Verzeihung! Won't happen again!



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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:38                                  +/-

@einBaum

Ich stimme dir teilweise zu. Die dokumentarischen und die fiktionaldramaturgischen Teile des Films passten nicht so richtig zusammen. Das meinte ich mit chaotischer Dramaturgie. Das war sehr ungeschliffen, roh und vielleicht B-Film-mäßig. Von der filmischen Umsetzung her teilweise brillant, teilweise geradezu trashig gemacht. Das ist schon sehr, sehr eigen, muss ich sagen. Eigentlich ist das gar kein Mainstreamfilm. Dafür ist er viel zu ungehobelt. Aber genau das macht ihn auch wieder interessant.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:47                                  +/-

Es ist ein B-Movie. 30 Mio Dollar Budget. Ging wahrscheinlich größtenteils für WETA drauf. Die Schauspieler, Wellblechschuppen und Wackelkameras können ja nicht so viel gekostet haben.


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:57                                  +/-

Oh Mod oder Befugter, Du hast mich nicht zitiert, sondern editiert.

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einBaum



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 14:58                                  +/-

Scheiße! Zu viele Buttons! Cannot process! *kreisch*

Über den Zurück-Button find ich deinen Beitrag auch nicht mehr. OhGottohGott, tausendmal Verzeihung! Kannst du es nochmal rückgängig machen?

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 15:00                                  +/-

Nein, kann ich nicht. Ich kriegs nicht mal mehr zusammen, was ich da schrieb.

Andere werden umgeblättert, so hat jeder sein Päcklein zu tragen.

Gepostet am 16.09.2009, 16:06:

Aber Du hast hoffentlich Deinen Beitrag kopiert und postest ihn noch mal, ja?

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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 15:07                                  +/-

The Pandora's Box!


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 15:08                                  +/-

Hör auf mich umzublättern! Jeder nur ein Kreuz! *tragischschau*

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einBaum



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 15:08                                  +/-

Sorry! Geschockt Du hattest noch geschrieben, dass du gar nicht gemerkt hattest, dass du dich identifizieren solltest. Das finde ich aber nicht mehr im Wortlaut.


Dafür jetzt an der... *hüstel*... richtigen Stelle:

Wichtel
Papa Kakerlake war ein wenig intelligenter als die anderen Krabben und wie wir alle wissen, macht Intelligenz schön. Der Knirps war quasi der Mozart unter den Krabben (Shrimps).


So kann man's sich natürlich erklären. grins

@ Thanil: Vielleicht muss man den Underdog-Bonus einbeziehen, um die Mischung charmant zu finden. Ich weiß nicht... *hilflose Geste* Kann es eigentlich einen Underdog-Bonus geben, wenn Peter Jackson und Philippa Boyens ihre Finger im Spiel haben?

Ach ja, die Darstellung der menschlichen Kriegsgewinnler im Slum fand ich übrigens mit am besten, die habe ich ganz vergessen. Die Metapher sollte wohl ausdrücken, dass man, wenn man nur gewalttätig genug ist, immer noch eine untergeordnete Hierarchie findet, die man unterdrücken kann. Die armen Brutalen gegen die noch ärmeren Wehrlosen oder so. Dieses Bild ist ziemlich gut gelungen, finde ich. Smilie

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Schalk



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 15:08                                  +/-

Noch keinen ganzen Tag Mod und schon steigt ihr die Macht zu Kopfe.


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Der Wahn betreugt.
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 15:33                                  +/-

Widerstand! JETZT!


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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 16.09.2009, 23:37                                  +/-

einBaum
Scheiße! Zu viele Buttons! Cannot process! *kreisch*

Über den Zurück-Button find ich deinen Beitrag auch nicht mehr. OhGottohGott, tausendmal Verzeihung! Kannst du es nochmal rückgängig machen?


Hahaha! HAHAHA! HARHARHARHARHAR!

Naja, ist mir im FF auch schon oft passiert, mach dir nichts draus. Mit ein Bisschen Übung wird das schon, mit dem Moderieren. Ich glaub fest an dich. Oups, du bist ja gar nicht mehr Mod. Schade.

Gepostet am 17.09.2009, 00:40:

Ich fand District 9 übrigens ziemlich gelungen, und das NICHT wegen den tollen Mechwarrior-Szenen für kleine Jungs. Sondern weil NIEMAND mit einer solchen Handlung und absurd-genialen Idee gerechnet hat, der sich nicht voher im Internet verspoilert hat. Hatte einen Mainstream-Böse-Aliens-Bashing-Movie erwartet und wurde positiv überrascht. Obwohl ich den Anfang zugegeben etwas schwachsinnig fand, bis ich von der (relativ) spannenden und (relativ) unvorhersehbaren Handlung gefangen wurde. Aber anfangs hatte ich mit der feinfühligen Ironie auch nicht gerechnet - dieser Wikus van de Merwe ist ein wunderbarer Antiheld. Interessant fand ich auch, dass uns'PJ immer wieder mal heraussticht. Und schön fand ich, dass der Mensch an sich ausnahmsweise mal nicht verherrlicht, sondern in all seiner Fehlbarkeit gebranntmarkt wurde.

8 von 10 Bubba-Gumps.


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Gerstenbob



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BeitragVerfasst am: 17.09.2009, 00:10                                  +/-

Zitat:
„Gedreht im „Cloverfield“-Augenzeugenstil und gespickt mit superben Computertricks wirkt das bizarre Flüchtlingsszenario in „District 9“ völlig realistisch - sogar beim alienwaffenstarrenden Actionfinale. Die Geburt eines Genreklassikers! Fazit: Grandioser Mix aus Effekt-Kino und Apartheid-Parabel“

– Cinema[4]

„Derartig aufregendes, überraschendes Kino gelingt nicht so oft. Eines, in dem Verfolgungsjagden gerade knapp genug, die Wendungen verblüffend, die Tode gerecht, die Allianzen unwahrscheinlich, die Schusswechsel zutiefst befriedigend und scheußliche Schaben wirklich rührend sind. Ein cineastischer Triumph bis zum allerletzten, merkwürdigen und traurigen Bild.“

– Cicero (Zeitschrift)[5]



... diesen Wiki-Zitaten kann ich mich nur anschließen. Yes


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Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


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BeitragVerfasst am: 18.09.2009, 01:00                                  +/-

So denn: It Might Get Loud!
Wir sehen Jack White. Er schlägt einen Nagel in ein Brett. Er schlägt noch einen Nagel in ein Brett. Er spannt einen Draht zwischen den Nägeln. Er steckt eine leere Colaflasche unter den Draht. Er klöppelt einen Tonabnehmer an das Brett. Er steckt einen Verstärker ein. Und dann spielt er dieses Ding, es macht einen Höllenlärm, aber es klingt geil dabei. "Who said you need to buy a guitar?"

Wir sehen zwei Hände eine Gitarre greifen, sie greifen in die Saite, die Gitarre röhrt los. Wir die Gitarre in Nahaufnahme, den glänzenden Lack, die polierten Metallteile, die sich bewegenden Saiten. Wir wissen: Dieser Film wird dieses Instrument zelebrieren.

Wir sehen drei Gitarren in Nahaufnahme. Auf jeder steht ein Name: Jimmy Page. The Egde. Jack White. Wir wissen: Dieser Film zeigt uns drei außergewöhnliche Gitarristen, jeder mit seinem ganz eigenen Stil und jeder auf seine Weise genial.

Nun also sind diese drei in einem Raum zusammen, sie reden übers Gitarrespielen und noch viel mehr spielen sie einfach zusammen. Es ist einfach genial The Egde zu sehen, hochkonzentriert bei dem Versuch Jack White Spiel nachzuahmen und sein breites Grinsen wenn er es geschafft hat und es die drei dann zusammen krachen lassen.

Jimmy Page sagt gleich zu Beginn, eine Gitarre zu spielen sei wie eine Frau zu liebkosen, und so sieht er beim Spielen auch aus, immer in Bewegung, immer mit viel Gefühl in jedem einzelen Ton versunken. Und immer mit irre viel Spaß.

Wir sehen in diesem Film viel über die Jugend der drei, wo sie herkommen, wie die Gitarre sie gepackt hat und warum sie spielen wie sie spielen, etwa die starke Verwurzelung von Jack White im Blues der 30er Jahre.

Ein großartiger Film, ein ganz großartiger Film, über Gitarren und die Menschen die sie spielen.
Mit viel viel Musik, vielen Bildern von wunderschönen Gitarren und mit viel Erkenntnissen darüber wie ein Mann wie The Egde aus 2 Akkorden, einen Fußpedal und einem Effektgerät ein geiles Gitarrenriff macht.

10/10 blutverschmierten Gitarren


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Die wir in den Herzen tragen
Für immer
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Für immer
BVB!
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Gimli



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BeitragVerfasst am: 18.09.2009, 12:04                                  +/-

Ich bin gerade etwas überrascht, dass "District 9" hier so gut abschneidet, ich fand ihn nämlich hochgradig scheiße. Smilie

Moral mit dem Holzhammer (da erinnerte mich das Drehbuch an einen Disney-Film), Handlung so tiefgründig wie eine Pfütze und ein Haufen sinnloser Ekeleffekte (da hatte doch sicher PJ seine Finger ganz tief drin).


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 18.09.2009, 13:00                                  +/-

Ich fand eben NICHT, dass einem die Moral mit dem Holzhammer eingetrichtert wurde. Die Prauns/Prawns/Shrimps wurden nicht als edle Wilde dargestellt, oder als arme wehrlose Opfer. Die waren aggressiv und brutal. Außerdem gab es im ganzen Film keine Figur, die in irgendeiner Weise eine Moral verkörperte, der ich mich anschließen mochte. Nur das Alien Christopher und sein Kind kamen halbwegs normal und sympathisch rüber, aber die spielten ja erst mit fortschreitendem Verlauf der Handlung eine größer werdende Rolle.

Ich will den Film auch nicht über den Klee loben. Dafür war er viel zu grobschlächtig und in vielerlei Hinsicht unreif wirkend. Aber in einer Zeit, in der wir Filme wie Indy IV, Transformers und (dem Trailer nach zu urteilen) Avatar zu erdulden haben, fand ich District 9 äußerst erfrischend und unkonventionell. Yes


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