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All the world's a stage - Theaterthread
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 18.05.2012, 19:59                                  +/-



Arf.


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Craggan



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BeitragVerfasst am: 28.06.2012, 09:32                                  +/-

für Loth:



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Lothiriel
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BeitragVerfasst am: 28.06.2012, 18:40                                  +/-

*sternchen*

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Erinti



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BeitragVerfasst am: 23.07.2012, 20:00                                  +/-

Es ist am Ende zwar echt seltsam, wenn man im Kino sitzt und Leuten dabei zuguckt, wie sie klatschen und man selber gerne auf dem Sitz stehen würde, aber genial, daß die "Frankenstein"-Adaption des National Theatre im Kino gezeigt wurde.
Ich habe die Version mit Benedict Cumberbatch als Creature gesehen, und auch wenn ich nicht unbedingt Fan bin, er hat einfach eine ziemlich beeindruckende Stimme, was perfekt zu der Rolle paßt. Abgesehen davon, daß er auch sonst sehr gut schauspielert.
Sehr passend fand ich, daß man alles sehr auf das Monster fokusiert hatte. Tatsächlich fällt Frankenstein als Charakter etwas ab, bzw. wurde da einiges weggestrichen, es gibt ein paar Szenen, die im Gedächtnis bleiben und in denen Jonny Lee Miller entsprechend glänzen kann, aber deswegen umso besser, daß sie sich die beiden Rollen geteilt haben. Ich hoffe, ich seh dann auch bald die andere Variante. Und ich war froh, daß ich das Buch erst kürzlich gesehen hatte, sonst hätte ich glaube ich schon am Anfang mit sehr viel WTF dagesessen.
Insgesamt eine großartige Adaption, die den Geist des Buches sehr toll eingefangen hat, mit sehr ideenreicher Bühnenshow und einem wirklich wunderschönen Soundtrack.








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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 24.07.2012, 10:47                                  +/-

Die Bilder werden mir leider nicht angezeigt. Eigentlich wollte ich es mir am Sonntag ebenfalls anschauen, aber dann war das Wetter so schön, dass ich mich nicht überwinden konnte, in's Kino zu gehen. Im Nachhinhein bereue ich es etwas, die Berichte klingen ja doch sehr gut.


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 24.07.2012, 10:56                                  +/-

Das sind eigentlich YT-Videos...warum auch immer das nicht funktioniert hat, aber jetzt sollte es.





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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 21.09.2012, 20:42                                  +/-

Falls jemand am 14.12.2012 mit mir in London ins Theater möchte:

Gespielt wird Shakespeare, Twelfth Night, mit Stephen Fry. Außerdem ist noch der ausgesprochen knuffige Johnny Flynn dabei, den einige von euch mit Mumford and Sons gesehen haben könnten.

Und noch habe ich eine Karte übrig.......

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 27.01.2013, 20:50                                  

Aus der Reihe „Beiträge, die ich seit Wochen schreiben will“

Savoy Theatre: Cabaret
Es fällt mir wirklich schwer, etwas zu schreiben, das dieser Inszenierung gerecht wird. Was der Hauptgrund ist, warum ich diesen Beitrag so vor mir hergeschoben habe. Nun ja.
Das Savoy Theatre gehört zum gleichen Komplex wie das Savoy Hotel, ist aber ein wenig älter. Es gibt wohl kaum eine Institution in London, die erfahrener in der Ausrichtung extravaganter Abende ist, als dieses Hotel. Caruso trat hier auf, ebenso Frank Sinatra, das Hotel beherbert Europas erste und älteste Cocktailbar, Oscar Wilde war regelmäßiger Gast und die Liste berühmter Gäste ist beachtlich.
„Cabaret“ spielte in diesem Winter nur für ein paar Wochen, trotzdem wurde ein Riesenaufwand getrieben: Alle Einbauten der letzten Jahrzehnte (z.B. die gigantischen, roten Vorhänge, die Legally-Blonde-Truppe kennt sie noch) sind aus dem Theater geflogen, es wurde architektonisch komplett ins Art Deco zurückgesetzt, die mehrere Stockwerke hohen, silbernen Wände sind beeindruckend. Und an allen Bars gab es nur Champagner, andere Getränke musste man suchen gehen. Mit Champagner ist hier auch nicht das Sektgesöff gemeint, das auf Englisch immer unter „Champagne“ läuft, es gab echten Schampus. Eine sehr dekadente Affäre, das Ganze.

Kurzfassung der Story:
Cliff Bradshaw, ein junger, amerikanischer Schriftsteller, kommt Anfang der 30er nach Berlin auf der Suche nach Arbeit und Ruhm. Am Bahnhof trifft er auf Ernst Ludwig, der ihm ein Zimmer in der Pension von Fräulein Schneider verschafft, so eine Art Job (Sachen schmuggeln) und den ersten Kontakt mit Berlins Nachtleben in Form des Kit Kat Clubs. In besagtem Club trifft er zum einen auf Sally Bowles, eine charmante, aber nicht besonders talentierte Sängerin, und auf Bobby, seine ehemalige Affäre aus einem Londonaufenthalt. Glückliche Partyzeiten folgen, Sally zieht bei ihm ein, es beginnt ein Tanz auf einem Vulkan.
Parallel dazu wird die Geschichte der Romanze von Fräulein Schneider mit Herrn Schultz, einem jüdischen Gemüsehändler, erzählt. Und von Fräulein Kost, die in der Pension jede Menge Männerbesuch hat. Alles ihre Neffen, natürlich.
Mittendrin wuselt auch immer noch der Conférencier rum, der mit beißendem, aber intelligenten Witz alles kommentiert, seziert und parodiert, und als Strippenzieher alle Figuren durch die Handlung begleitet.
Mit diesem Bild des Strippenziehers beendet das Savoy Theatre auch den ersten Akt, früher als üblich bei diesem Stück nach „Tomorrow belongs to me“, einer Nummer, bei der das Ensemble wirklich an Fäden über die Bühne tanzt, die der Conférencier in den Händen hält. Am Ende des Liedes hält der die Holzkreuze mit den Fäden nach oben und sie werden hakenkreuzförmige Schatten an die silbernen Wände, ein wirklich beklemmendes Bild, von der Optik her könnte es ein verschollenes Stück aus dem Film „Metropolis“ sein.

Im zweiten Akt geht dann alles rapide bergab, die Nazis gewinnen immer mehr an Macht, das Berliner Nachtleben wird weniger bunt, Bobby wird zusammengeschlagen, Cliff und Sally trennen sich, sie treibt ab, er geht zurück in die Staaten, Fräulein Schneider löst aus Angst ihre Verlobung mit Herrn Schultz, kein Happy End für irgendwen.

Das Savoy lieferte eine sehr bedrückende Inszenierung ab, im ersten Akt eine sehr sexy Party mit Big Band auf der Bühne und Darstellern, die alle vielleicht nicht die perfekten Schönheiten waren, aber charismatisch und gut gestylt, im zweiten Akt dann der Untergang, das Bühnenbild wurde immer spärlicher, die Kostüme immer grauer, das Licht immer unschmeichelhafter und die Big Band immer kleiner, bis es am Ende nur noch A Capella gab. Mir gefiel auch, daß sie im zweiten Akt durch die immer minimalistischer werdende Inszenierung die Zeitbezüge mehr und mehr verloren haben und gerade noch genug Andeutungen gemacht wurden, um die Geschichte als solche funktionieren zu lassen. So wurde ausnahmsweise mal nicht plump mit Nazisymbolik um sich geworfen, sondern eine Geschichte erzählt, sie sich so jederzeit und überall abspielen kann, wenn die Mehrheit lieber Parties feiert und die Politik ignoriert und wenn es jedem egal ist, ob sich Zensur einschleicht und Meinungen und Lebensarten von Andersdenkenden zusehends sanktioniert werden.
Das Stück hat jedenfalls seine Wirkung nicht verfehlt, nach dem letzten Lied verklangen die letzten Töne geisterhaft im Dunkeln und es herrschte minutenlange Stille, bis der Applaus einsetzte.

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 04.02.2013, 00:10                                  

Tyler, anderes Unterforum, anderer Thread,
Können wir nicht wieder über Männer und Frauen reden?


Apollo Theatre
Twelfth Night; or, What You Will
William Shakespeare

Tja, ich war im Dezember mal wieder in einem Shakesspeare-Stück.

Stephen Fry als Malvolio und Mark Rylance als Olivia


Hier der Versuch einer graphischen Darstellung des Inhalts:


Und da fehlen schon eine Menge Nebencharaktere und Nebenhandlungen…

Twelfth Night wurde wahrscheinlich zum ersten Mal am Ende der Weihnachtszeit 1602 aufgeführt. Der Titel bezieht sich auf die zwölfte Nacht nach Weihnachten. Zur Entstehungszeit des Stückes wurde da ein Fest ähnlich wie unser Karneval gefeiert, mit Verkleidungen und Rollentausch, und daher spielt dieses Stück noch mehr als die meisten anderen Stücke mit vertauschten Rollen und Irrungen und Verwirrungen.

Die von mir besuchte Inszenierung war eine ganz klassische, mit historischen Kostümen und einem reinen Männerensemble. Ich wollte schon seit langem Shakespeare in solch einer Inszenierung sehen, am liebsten natürlich im Nachbau vom Globe Theatre, und war schon ein wenig enttäuscht, daß ich das bei diesem Stück nicht geschafft hatte und es nur noch nach dem Umzug nach drinnen ins Apollo Theatre gucken konnte. Im Nachhinein bin ich sehr froh über diesen Umstand, denn ich habe an diesem Abend gelernt, daß historische Inszenierungen wohl eher nicht im Sinne von „historisch korrekte Inszenierungen“ funktionieren.

Das hat mehrere Gründe:
Die Besetzung: Im Original war die Besetzung zwar rein männlich, aber die Frauenrollen wurden deutlich jünger besetzt, mit Jugendlichen vor dem Stimmbruch. Heute dürfte man große Probleme haben, da die passenden Schauspieler zu finden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man besonders viele männliche Jugendliche findet, die zum einen schauspielerisch gut genug sind und zum anderen selbstbewußt genug, um die ganzen Doppeldeutigkeiten in den Rollen glaubhaft rüberzubringen.
Das Publikum: Wir leben einfach in einer anderen Zeit, manches Allgemeinwissen aus Shakespeares Zeit ist heute verloren gegangen, über vieles hat man andere Ansichten und - nicht ganz unwichtig bei Komödien - der Humor hat sich gewandelt. Manche Szenen waren damals wohl furchtbar lustig, die ich am liebsten vorgespult hätte und manche anderen Szenen ließen das ganze Publikum kichern, die damals bestimmt als völlig normal empfunden wurden.

Von daher bin ich glücklich, das im eher kuschligen Apollo gesehen zu haben und nicht im Globe, es war ruhig genug zum Nachdenken und nicht so ein Spektakel. Das Ganze war recht clever inszeniert, im Theater gab es viele Holzeinbauten und -vertäfelungen, weihnachtliche Girlanden aus Tannen und Stechpalmen und viel Kerzenbeleuchtung. Alleine 125 Kerzen auf der Bühne. Ja, ich hab gezählt.
Vor dem Stück gab es elisabethanische Livemusik von einem Balkon über der Bühne und auf der Bühne war die Maske aufgebaut, alle Schauspieler rannten mit den unteren Schichten ihrer Kostüme herum und wurden auf der Bühne fertig hergerichtet. Faszinierend, wie sie alle unter Unmengen an Schminke und Stoff verschwanden. Und irritierend, wie anders manche danach als elisabethanische Damen wirkten.
Und meine persönliche Hochachtung vor der armen Maskenbildnerin, die Stephen Fry schminken und frisieren mußte, ich wäre bei den Grimassen, die er geschnitten hat, rückwärts vom Hocker gefallen.

Wenn man so ein oder zwei Glühwein gezwitschert hat und andauernd in Kerzen guckt, bekommt man übrigens einen Weichzeichnereffekt hin, dann wirken die Damen auf der Bühne plötzlich viel glaubhafter, es ebnet die Gesichtszüge merklich ein. Wenn dann auch noch die mit Perlen und Glassteinen bestickten Kostüme glitzern, gewinnt endgültig die Weihnachtskitschstimmung, mir hätte man an dem Abend alles vorgaukeln können, ich hätte alles geglaubt. hähö

Bedingt durch diese Stimmung und die Nähe des Publikums zur Bühne wurde das Stück mehr zu einer Studie von Rollen und Rollenbildern, man konnte sich eben wirklich alles in Ruhe und von nahem anschauen und auf Details achten oder darauf, wer wie auf was reagiert.
Auf der Bühne standen ein paar echte Schauspielschwergewichte, u.a.:
Mark Rylance als Olivia: Er war der erste künstlerische Leiter vom Globe-Nachbau und hat mit je zwei Olivier und Tony Awards, jeweils als „Best Actor“, die wichtigsten Theaterpreise Londons und New Yorks abgeräumt, eine Rampensau.
Stephen Fry als Malvolio: Muß man nicht mehr vorstellen.
Entdeckung des Abends war für mich aber Johnny Flynn (den haben einige Kneipler als Vorgruppe von Mumford & Sons gesehen), der als Viola wieder auf die Theaterbretter zurückgekehrt ist.
Alle anderen hatten relativ einfache, vielleicht ein bißchen eindimensionale Rollen.
Malvolio ist halt so der Besserwisser und Pseudointellektuelle, der sich selber als moralische Instanz betrachtet und sich am Ende zum Affen macht, Stephen Fry hatte großen Spaß. Maria, Sir Toby Belch und Sir Andrew Aguecheek sind die Comedytruppe, Rollen, in denen man nicht zu viel überzeichnen kann und die fast unkaputtbar sind. Olivia ist zumindest phasenweise anspruchsvoller: Die meiste Zeit ist die Rolle einfach eine Dramaqueen, da kann man bestimmt als Schauspieler auch eine Menge Spaß haben, aber zwischendrin gibt es ernsthafte Töne und die Dame muß eine gewisse Würde behalten. Rylance hat jede Facette genossen. Und absolut jeden Flirt.
Duke Orsino, gespielt von Liam Brennan. Orsino ist die meiste Zeit einfach nur verliebt in Olivia und macht mal mehr, mal weniger verrückte Dinge für seine Angebetete. So weit, so einfach. Aber dann gibt es Szenen, in denen er sich - für ihn unerklärbarerweise - zu seinem Pagen Cesario (wir erinnern uns: das ist die als Mann verkleidete Viola) hingezogen fühlt und nicht weiß, wie er damit umgehen soll.

Viola hingegen… es muß schwierig sein, als Mann eine Frau zu spielen, die einen Mann spielt, und dabei in keiner Szene lächerlich zu wirken. Viola ist nicht als komische Figur angelegt, sie ist im Stück diejenige, die zuerst ihren Bruder verliert, dann in einem fremden Land ist, unglücklich verliebt und dazu ihren Angebeteten noch beim Anbeten von dessen großer Liebe unterstützen muß. Wenn man mich fragt: Wer auch immer den Part spielen muß, hat echt die Arschkarte im Stück gezogen. Mit einem weißgeschminkten Gesicht, kirschroten Lippen und nachgezogenen Augenbrauen sieht eh jede Gesichtsbewegung nach Grimasse aus, subtile Mimik ist angesagt, wenn das nicht zum Clownsgesicht werden soll. Dann fast die ganze Zeit im Männerkostüm auf der Bühne, aber glaubhaft weiblich genug, um eine glaubhafte Frau in diesem Männerkostüm zu spielen und nicht einfach nur albern und tuntig zu sein. Phuh. Hut ab vor dieser Leistung!
Die schauspielerisch stärkste Szene war für mich der Beinahe-Kuß zwischen Orsino und Viola als Cesario, als beide auf einer Bank saßen und nicht wußten, wie sie miteinander umgehen sollte, bzw. wie sie sich einander annähern sollten. So viele Blicke und so viele kleine Gesten…

Ich war den ganzen Abend jedenfalls beschäftigt damit zu analysieren, was man automatisch als männlich oder als weiblich einordnet und wie man selber oder auch das restliche Publikum reagiert. Gesten, die man bei einer Person noch als völlig natürlich empfindet und überhaupt nicht besonders wahrnimmt, können bei der nächsten Person in der nächsten Situation schon völlig unglaubhaft und albern aussehen.

Fazit für mich: Als Theatererfahrung durchaus interessant, aber Zeitreisen funktionieren nicht.

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 04.02.2013, 21:40                                  +/-

Vielen Dank!
Wir haben Anfang Januar keine Karten bekommen. Dabei hätte ich es wirklich gerne gesehen.

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 04.02.2013, 23:58                                  +/-

meint ihr, das ist was für 13-15jährige? (ich würde es nämlich echt gerne sehen...)


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 05.02.2013, 01:11                                  +/-

Kommt auf die Kinder an, Shakespeare in Originalsprache dürfte aber eher schwierig zu verstehen sein.

Allerdings haben die am Samstag ihre letzte Vorstellung, wenn du dich also nicht furchtbar beeilst und dann auch noch ein Schweineglück von wegen Karten hast…

Wann planst du denn in London zu sein? Vielleicht ist ja was anderes interessant? Book of Mormon. *räusper*

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 05.02.2013, 09:59                                  +/-

Ich habe mit 17 eine Komödie der Royal Shakespeare Company gesehen, live in London, und bin eingeschlafen. Also buchstäblich eingeschlafen. Ich habe auch kein einziges Wort verstanden. Auch wenn das bei Filmvorführungen in der Schule halbwegs ging, der Live-Sound war einfach unverständlich, recht leise, und alles war weit weg (Emporenplätze). Weiß auch nicht mehr, welches Stück das war. Also für mich war es damals rausgeschmissenes Geld.


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You met me at a very strange time in my life.
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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 08.02.2013, 12:05                                  +/-

Dann vielleicht doch besser was lauteres.

Craggan, möchtest du deinen Sohn endgültig verderben?

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Craggan



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BeitragVerfasst am: 08.02.2013, 12:13                                  +/-

heißt das nicht übersetzt Fick Dich Gott? grins

Da muss ich hin!


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 08.02.2013, 12:16                                  +/-

Dito. Die sind gerade am Proben und ich bin sehr gespannt. Einziger Fluch: Man hat hinterher ein echtes Ohrwurmproblem und kann die Lyrics fast nirgendwo laut singen. hähö

Quar wollte wohl auch rein.

Kneipenausflug?

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Ludy
Sommerfestlady


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BeitragVerfasst am: 11.02.2013, 22:17                                  +/-

Da würde ich Interesse anmelden.


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Raus aus dem Aquarium und Vogel werden – is’ schwierig.
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 12.02.2013, 08:55                                  +/-

Ich finds doof, dass Musicals in Deutschland auf deutsch laufen Traurig

Gepostet am 12.02.2013, 08:56:

Aber ach so... in London. Na dann Smilie


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 21.10.2013, 21:51                                  +/-

Diesen Dezember ist in London Shakespeare angesagt:

Richard II, Royal Shakespeare Company, mit David Tennant
Coriolanus, Donmar Warehouse, mit Tom Hiddleston & Mark Gatiss
Henry V, Michael Grandage Company (die Abtrünnigen vom Donmar), mit Jude Law

Für keins davon habe ich Karten und alles mag ich sehen. Es lebe die Herausforderung an Karten zu kommen! Na warte...

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 22.10.2013, 18:54                                  +/-

Euseppus
Falls Du doch mal Lust haben solltest, Rezensionen zu den Kammerspielinszenierungen zu verfassen, hättest Du hier einen extremst dankbaren Leser. Smilie Ich fand die Inszenierungen an Resi und Kammerspielen immer extrem schwankend in der Güte und seit ich voll im Job bin, überlege ich es daher zweimal, ob ich ins Theater oder doch (wie fast immer) ins Kino gehe, habe aber, weil selber vom Theater kommend, eigentlich ziemlich viel Lust drauf.


Ausführliche Rezensionen sind bei mir weniger ein Lust- als vielmehr ein Zeitproblem. Im letzten Jahr habe ich aber drei Inszenierungen gesehen, die mir alle drei sehr gut gefallen haben: Kafkas Prozess (der, glaube ich, leider nicht mehr auf dem Spielplan steht), dann Woyzeck/Wozzeck im Werkraum und schließlich Fegefeuer in Ingolstadt von Marieluise Fleißer. Jelineks "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall" war auch nicht schlecht, reichte für mich aber nicht ganz an die drei genannten Inszenierungen heran.

Ich werde sehen, was sich machen lässt, will aber nichts versprechen.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 22.10.2013, 19:24                                  +/-

Grad, wie Du lustig bist. Smilie


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 25.11.2013, 18:39                                  +/-

Lothiriel

[…]
Coriolanus, Donmar Warehouse, mit Tom Hiddleston & Mark Gatiss
[…]
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