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Filmklassiker und alte Schinken
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 14.01.2015, 20:25                                  +/-

Extracute:
Ikonen des Horrorfilms als Babys.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 04.02.2015, 11:43                                  

Hab mal wieder die gute, alte Tradition des Kriegsfilme an Wintersonntagen anschauen eingeführt.



The enemy below (1957)

Ein kleiner, wenig bekannter Klassiker, den ich aus irgendwelchen Gründen damals im Kino gesehen habe, aber nicht 1957, so alt bin ich doch noch nicht. Muss eine Filmreihe gewesen sein. Ich fand ihn sauspannend. Heute ist er nicht mehr ganz so spannend, sondern etwas betagt, aber mit Robert Mitchum und Curd Jürgens hochkarätig besetzt.

Es ist ein Kammerspiel, ein "Duell im Atlantik", wie der deutsche Verleihtitel heißt. Ein US-Zerstörer trifft in den Weiten des Südatlantiks auf ein deutsches Langstrecken-U-Boot in geheimer Mission. Beide hätten sich auch ignorieren und ihres Weges ziehen können, aber beide suchen den Kampf. Zum Teil aus Pflichtgefühl, aber auch aus Langeweile, endlich passiert mal was. Schnell entsteht ein Patt, das U-Boot kann nicht auftauchen, solange der Zerstörer über ihm kreist, der Zerstörer kann nicht wegfahren, ohne einen Torpedo ins Heck zu riskieren. Er beschließt, auf Verstärkung zu warten und das U-Boot solange unter Wasser zu drücken und mit Wasserbomben zu beharken. Das U-Boot muss zum vereinbarten Treffpunkt und hat keine Zeit, es muss den Zerstörer versenken, eine andere Option gibt es nicht. Beide Kapitäne versuchen nun, die Handlungen des anderen vorauszuahnen, ihn auszutricksen. Beide ahnen, dass der andere ihn austricksen will und versuchen, dieses Wissen gegen ihn auszuspielen. The messers became the messees.. es ist ein Schachspiel um 250 Menschenleben.

Der Film hat seine Stärken, das hervorragende Script, die alte Schauspielgarde, der stahlblaue Himmel über dem Atlantik. Und seine Schwächen, so sieht das deutsche U-Boot innen aus wie die Enterprise, es ist ein völlig fiktives Setting, mit viel Phantasie im Studio zusammengebaut. Keine Spur von der klaustrophobischen Enge in "Das Boot", auch die Deutschen (weitgehend von Deutschen gespielt) bleiben bis auf den Kaleun eher blass. Aber für die damalige Zeit werden sie erstaunlich differenziert dargestellt, sie sind nicht brutale Nazi-Schergen, sondern Seeleute, die nur ihren Job machen. Stark sind alle Szenen an Bord des Zerstörers, ein echtes Kriegsschiff aus WKII, viele der Statisten sind Originalseeleute, die zehn Jahre zuvor auf genau diesem Schiff Dienst getan haben. Muss ein merkwürdiges Deja-vu gewesen sein, diesen Film zu drehen. Umso realistischer aber wirkt alles.

Das Ende ist ziemlich dramatisch, auch wenn man schon sieht, dass da eher Modelle explodieren, das sieht auch schon wieder süß aus, nach ehrlicher Handarbeit. Die Wassertropfen sind immer viel zu groß im Verhältnis. Das hat so eine ganz eigene Ästhetik. Damals hab ich sowas natürlich nie gesehen.

Unterm Strich immer noch ein Film, den man sich gut anschauen kann. Gut geschrieben, spannend, gute Dialoge, eine kühle, klare Optik und ein ganz reduziertes Setting, wirklich nur zwei Boote auf hoher See. Aufs Wesentliche konzentriert. Das Ende soll weit versöhnlicher sein als im Buch, da musste Hollywood mal wieder weich spülen. Hoffentlich gibt es nie ein Remake mit CGI-Overkill und der Musik von Hans Zimmer.

Fun fact: es soll eine Star Trek-Folge geben, die das Szenario nachspielt.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 04.02.2015, 12:03                                  +/-

Den kenn ich sogar. Hab ihn aber seit Jahren nicht gesehen.

Zitat:
Fun fact: es soll eine Star Trek-Folge geben, die das Szenario nachspielt.


Wenn man so will, dann gibt es nicht nur eine Folge, sondern zusätzlich noch einen ganzen Film, der das Szenario aufgreift. Den Namen der Folge kenne ich gerade nicht, aber ich glaube dort kämpft die alte Enterprise unter Kirk gegen ein getarntes Romulaner-Schiff, das in diesem Fall wohl die Rolle des U-Boots einnimmt. Kleiner, weniger kampfkräftig, aber halt unsichtbar.

Und der Film ist „Der Zorn des Khan“. Hier ist nun die Enterprise unter Kirk das gesuchte Schiff, das sich – schwer beschädigt – in einem Nebel verstecken muss und vom fiesen Khan gejagt wird.



Ich muss mal wieder „Der Zorn des Khan“ schauen. Cooler Film mit coolen Charakteren und einer ausgetüftelten, variantenreichen Story.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 04.02.2015, 16:50                                  



Midway (1976)

Gleich noch hinterhergeschoben, ein Film über die größte Trägerschlacht der Geschichte. 1942 greifen die Japaner mit allem, was sie haben, das winzige, aber strategisch wichtige Midway-Atoll an, mit dem Ziel, die US-Flotte zum Kampf zu stellen und endgültig zu vernichten. Es wurmt sie, dass ihnen bei Pearl Harbor alle US-Flugzeugträger entkamen. Der Plan geht erst mal auf, die USA senden ihre drei großen Träger in den ungleichen Kampf, leider gewinnen die Amerikaner, das war die einzige Schwachstelle des japanischen Kalküls. Wer konnte damit rechnen?

Die Schlacht um Midway war der Wendepunkt im Pazifikkrieg und eine ganz merkwürdige Seeschlacht, vielleicht die merkwürdigste der Geschichte. Es gab zu keinem Zeitpunkt Sichtkontakt zwischen den Flotten und nur die Flugzeugträger beteiligten sich, all die anderen Schiffe, allein fast 150 auf japanischer Seite, gaben keinen Schuss ab. Die Träger schickten ihre Flugstaffeln in die Luft, diese brummten dann ewig umher, auf der Suche nach den Trägern des Feindes (alle anderen Schiffe wurden ignoriert), und wenn sie sie fanden, gab es wütende Luftkämpfe und halsbrecherische Angriffe im Sturzflug. Die Verlustquoten der Fliegerbesatzungen waren enorm, die meisten Bomben gingen ins Meer, trafen sie aber, konnte ein einzelner Volltreffer einen gigantischen Flugzeugträger in ein brennendes Wrack verwandeln. Die riesigen Schiffe waren wahnsinnig verletzlich aus der Luft. Die Befehlshaber mussten gut im Rechnen sein, es geht ständig um Reichweiten und Treibstoffvorräte, die Flieger flogen, aber auch die Träger bewegten sich, der Rückweg konnte ein anderer sein als der Hinweg für die Maschinen. Spritverbrauch und Bombenlast waren wichtige Faktoren, soll man Bomben oder Torpedos laden, wie hoch zieht man den Abwehrschirm der eigenen Jagdflieger, wo ist der Feind, welche Maschinen hat er in der Luft, reicht sein Sprit?

Der Film zeichnet den Kampf detailliert und kühl nach, es ist kein US-Heldenepos, aber schon sehr für ein Publikum von Militärinteressierten gemacht. Außer einer zögerlichen Lovestory ganz am Rand gibt es kein menschliches Drama, alles Drama ist der Kampf. Sicherlich kein Anti-Kriegsfilm, eher eine sehr teure Doku mit bekannten Gesichtern wie Henry Fonda, Charlton Heston und wiederum Robert Mitchum. Es wurden viele Originalaufnahmen verwendet, aus allen Phasen des Krieges, teilweise auch aus dem Koreakrieg, wo dieselben Träger zum Einsatz kamen. Das ist schon etwas gruslig, man schaut sich einen Unterhaltungsfilm an und sieht immer und immer wieder echte Menschen sterben. Ok, man sieht nur, wie ihre Maschinen in der Luft explodiere, ins Meer stürzen oder auf dem Flugdeck zerschellen, aber dennoch. Sowas hab ich mir als Kind angeschaut und nie drüber nachgedacht. Man sieht auch einen echten Kamikazeangriff, ganz schön eklig ist das, und wäre mit den Mitteln von 1976 nie abzubilden gewesen. Der Film ist da recht skrupellos. Macht aber was her. Es geht sehr viel kaputt.

Die Amerikaner hatten verdammt viel Glück, ihre Maschinen waren zur rechten Zeit am rechten Ort, während die Japaner lange nicht wussten, wo der Feind stand und sich in blindem Aktionismus verhedderten. Am Ende brennen alle vier japanischen Träger lichterloh, ein spektakulärer Anblick, den man aus der Perspektive eines abgestürzten US-Piloten erlebt, im Meer treibend. Diese Szene wurde in Battlestar Galactica nachgestellt, wo Lee Adama im All treibend die Zerstörung der zylonischen Kampfsterne verfolgen kann. Überhaupt erinnert vieles an die Abläufe in der Galactica, bzw. umgekehrt.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 11.02.2015, 14:27, insgesamt einmal bearbeitet
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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 04.02.2015, 17:01                                  +/-

Das Midway Atoll ist echt klein:



Nichtraucher
Diese Szene wurde in Battlestar Galactica nachgestellt, wo Lee Adama im All treibend die Zerstörung der zylonischen Kampfsterne verfolgen kann.


Oh! Die Szene fand ich so eindrücklich, dass sie mir im Gedächtnis blieb, aber ich konnte nie so recht was mit seinen im-Wasser-treiben Halluzinationen anfangen. Dass es ein Querverweis zu einem alten Schlachtfilm war gibt Sinn.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 04.02.2015, 17:27                                  +/-

Scheint ein Paradies für Vögel zu sein.

Die Insel war seit den 40er Jahren ein Militärstützpunkt und vorher nur eine Zwischenstation für „Flugboote“ und … hm … normale Schiffe. Die Amerikaner hatten die unbewohnte Inselgruppe schon im 19. Jahrhundert annektiert. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie dann zum U-Boot-Hafen und Militärflughafen. Ist schon praktisch so ein stationärer, unsinkbarer Flugzeugträger mitten im Pazifik.

Mitte der 90er Jahre gab das Militär den Laden dann auf. Seitdem ist es eine Naturschutzzone mit minimalem Tourismus. Einziger Zwischenfall: eine notlandende Boing 777 vor ein paar Jahren.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 05.02.2015, 15:39                                  +/-



Ice Cold in Alex (1958)

Diesen britischen Klassiker hab ich mal vor 100 Jahren gesehen und gut gefunden. Jetzt hab ich ihn mir nur per Stichworten ergoogelt, das Internet ist so toll.

Als Rommel Tobruk einschließt, evakuieren die Briten ihr nicht-kämpfendes Personal. Ein versoffener Nachschub-Offizier und sein getreuer Sergeant bekommen den Auftrag, einen Sanitätswagen mit zwei Krankenschwestern in Sicherheit zu bringen. Unterwegs picken sie noch einen versprengten Südafrikaner auf und los geht es durch die libysche Wüste. Aber die Deutschen sind schneller als gedacht und rasch gerät der kleine Trupp zwischen die Fronten. Wenn einen die Deutschen nicht erwischen, dann die Minen, die Beduinen, der Durst oder der Treibsand. Captain Anson hält sich nur mit der Aussicht auf ein eiskaltes Bier in Alexandria aufrecht, daher der komische Titel. Die Szene, als er das Bier dann endlich bekommt, ist großartig. Wenn man in dem Moment selber kein Bier zur Hand hat, wird man es bereuen



Eigentlich ist das eher ein Abenteuer- als ein Kriegsfilm, die klassische Reise der Gefährten durch alle Gefahren. Es gibt sogar fast eins zu eins die Szene, wo Gandalf zur Wahl stellt, ob sie durch die Minen von Moria oder über den Caradhras sollen. Natürlich landen sie auch hier in den Minen… Es ist auch ein schönes Beispiel aus dem Subgenre „verschwitzte Männer in Unterhemden fahren LKW“, meistenteils sind alle drei Kerle sogar oben ohne. Die Frau allerdings nicht. Ganz schön sexistisch. Sylvia Syms ist sehr schön und immer top-gestylt, egal, was passiert. Sie trägt die Khaki-Uniform unvergleichlich lässig und hat damals sicher zur Ausprägung meines IDF-Fetisches beigetragen. Dabei bleibt der Film ganz züchtig, wenn man bedenkt, was einer Frau in dieser realen Situation alles hätte widerfahren können. Wobei, es soll auf einer wahren Geschichte beruhen, die Briten waren halt alle Gentlemen und das deutsche Afrika Korps offenbar auch.

Diese alten englischen Filme haben den Charme des geringen Budgets, es reichte halt nur für einen LKW und viel Wüste, umso mehr spielt sich zwischen den Personen ab. Erinnert oft an den „Flug des Phoenix“ und Anthony Quayle hat später auch in „Lawrence of Arabia“ nochmal dasselbe gemacht, durch die Wüste irren. Dieser Film war dafür sicher die beste Empfehlung hähö

"Ice cold in Alex" ist ein wirklich schöner, ruhiger, wahnsinnig altmodischer Sonntagnachmittag-Film, den in England wohl jeder noch aus seiner Kindheit kennt, wie bei uns Winnetou, er wird bei imdb heiß geliebt. Viel über den Wüstenkrieg erfährt man allerdings nicht und die Deutschen sehen aus wie in "Jäger des verlorenen Schatzes". Immerhin, sie sprechen deutsch, ohne Untertitel, waren auch deutsche Darsteller. Damals konnte man als Nazidarsteller wohl ganz gut seinen Lebensunterhalt bestreiten. Altersmäßig können alle männlichen Darsteller durchaus im Zweiten Weltkrieg gegeneinander gekämpft haben, und dann stellten sie das Ganze nochmal gemeinsam nach, stell ich mir echt seltsam vor.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 07.02.2015, 22:14                                  +/-



Erster Flop: Die Kanonen von Navarone (1961) - trotz der Starbesetzung mit Gregory Peck, Anthony Quinn, David Niven und schon wieder Anthony Quayle, der wohl damals so eine Art Abo auf Kriegsfilme hatte. Schon Gregory Peck funktionierte für mich nicht, dieser distinguierte, ältere Gentleman soll ein bad ass Kletter-Genie sein, den die Briten anheuern, ein selbstmörderisches Spezialkommando zu leiten, mit dem Ziel, hochgesicherte deutsche Küstenartillerie in Griechenland auszuschalten. Das passt einfach nicht. Dann spricht er angeblich auch noch "deutsch wie ein Deutscher", aber als er dann wirklich deutsch redet, klingt das ganz, ganz furchtbar Geschockt Diese eine Scrubs-Folge mit den "deutschen" Brüdern comes to mind

Und wie sie dann die senkrechten Klippen des Wahnsinns hochklettern, mit Tricktechnik aus der Mottenkiste, konnte ich nur an The Princess Bride denken. My name is Inigo Montoya... Die Deutschen sind hier nur hirnloses Kanonenfutter, diese bunt zusammengewürfelte Truppe aus Briten und Griechen verkleidet sich als deutsche Offiziere, klar... und überhaupt ist das alles eine einzige Macho-Moritat - das dreckige Dutzend, das sich zusammenraufen muss, den Tag rettet und die Bösen werden weggenietet... in einem Western wie den Glorreichen Sieben kann ich sowas genießen, in einem Kriegsfilm finde ich das eher latent geschmacklos, den realen Krieg als Kulisse für eine coole Geschichte zu benutzen, als Männerspielplatz. Wobei die "Kanonen von Navarone" genau zu den Filmen zählen dürfte, die Tarantinos Material für die "Basterds" waren. Aber da wird das ja wieder ironisch gebrochen, wenn z. B. gerade das sich als Nazi ausgeben so überhaupt nicht klappt hähö

Dann geht der Film auch noch sinnlose zweieinhalb Stunden und meistens wird nur in billigen Kulissen geredet und alles wird mit schrecklicher Marschmusik austapeziert. Ok, als Kind hätte ich ihn dennoch sicher geliebt, wegen Bumm und WKII und Griechenland und Gregory Peck. Aber verglichen mit dem Realismus der vorherigen drei Filme ging sowas nicht mehr. Da bin ich doch rausgewachsen.


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 00:44                                  +/-

Pk
Klassiker, den ich aus irgendwelchen Gründen damals im Kino gesehen habe, aber nicht 1957, so alt bin ich doch noch nicht.
Pk
Diesen britischen Klassiker hab ich mal vor 100 Jahren gesehen und gut gefunden.

Ha, überführt! zwinkern

Kinoplakat
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Anthony Quayle heißt dieser Typ also; typischer Topschauspieler der "zweiten Reihe", der in Nebenrollen im Gedächtnis haften bleibt – jedenfalls optisch. An den Namen hingegen erinnert man sich oft eher schwerfällig.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 10:49                                  +/-

Ha, jetzt habe ich richtig Lust auf ein paar anständige Kriegsfilme bekommen! Spitze "Ice Cold in Alex" kenne ich z.B. noch gar nicht. Danke schön!


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 21:51                                  +/-

Der ist auch toll Yes

Was schau ich denn dieses Wochenende? Die Klassiker kennt man ja schon, die ganz großen... Der längste Tag, Luftschlacht um England, Das Boot, Brücke am Kwai, Lawrence von Arabien, Brücke von Arnheim, Brücke von Remagen, Die Brücke (Brücken sind sehr wichtig im Kriegsfilm)... "Dambusters" wär vielleicht mal dran, über den Versuch der Briten, die Staudämme im Sauerland wegzubomben. George Lucas hat die Flugszenen für Star Wars recycelt. Müsste ja für dich quasi ein Heimatfilm sein.

Russische Filme würden mich auch interessieren, da kenn ich gar nichts. Gibts aber sicher hunderte.


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lila



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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 22:01                                  +/-

Kannst ja mal mit Ivanovo detstvo/Ivans Kindheit anfangen. Tarkovskij und so, Krieg gibt's da auch, kann man nix falsch machen.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 22:02                                  +/-

Den "Krieg und Frieden" von Bondartschuk kennst Du?
Ist natürlich kein "Kriegsfilm" in dem Sinne, aber einer der gei-el-sten Filmproduktionen ever mit einigen der imposantesten Schlachteninszenierungen ever.
120.000 Statisten. Und so.

Gepostet am 11.02.2015, 21:03:

Jederzeit beziehbar übrigens per uns.

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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 22:41                                  +/-

Nenene, eher WKII und so. Maximal WKI. Sonntag ist Weltkriegzeit.


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Quar



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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 22:51                                  +/-

Schau Band of Brothers - hab ich neulich auch grad wieder angefangen. Obwohl ich mittlerweile die Folgen alle schon sehr gut kenne, fällt mir immer noch was Neues auf. (Und ich mag ja Damian Lewis auch sehr gerne... Verlegen )

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 22:53                                  +/-

Bei Band of Brothers kann ich die Leute nie auseinanderhalten. Die sehen alle aus wie … Männer … mit Dreck und Blut im Gesicht. Wie ist denn eigentlich die Pazifik-Version der Serie?

Ich kann dem Nichtraucher sonst nix empfehlen, ich kenne nur, was er eh schon kennt, dabei fand ich solche Filme als kleiner Junge auch immer toll. hähö


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Eiranion
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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 23:36                                  +/-

Band of Brothers muss man einfach so lange gucken, bis man die Leute gut genug kennt um sie auch im Gefecht zu erkennen. Da ist die Serie auf jeden Fall gut genug für. Yes

The Pacific ist leider deutlich weniger gelungen. Viele der Qualitäten von Band of Brothers in der Inszenierung des Krieges sind natürlich auch da vorhanden, aber leider verfolgt man keine Gruppe von Leuten über die ganze Serie hinweg, sondern, bedingt durch die Natur des Krieges auf ständig wechselnden Inseln, springt man zwischen 3 Soldaten und ihren Einheiten hin und her. Man kommt diesen Leuten nie so nahe wie der Easy Company und auch wenn es Szene gibt, die nochmal deutlich drastischer sind, so sehr wie im Wald von Bastogne leidet man nie mit den Charakteren mit.

Trotzdem sehenswert, würde ich sagen, und durch die Art der Serie sticht sie natürlich schon heraus. Erzählerisch aber leider nur Durchschnitt statt Hall of Fame.

Für pk, kennst du "Die letzte Fahrt der Bismarck"? Den habe ich als Kind geliebt und zig mal geseheh.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 11.02.2015, 23:49                                  +/-

"The pacific" sollte ich auch mal schauen, schon wegen "Midway". "Band of brothers" ist natürlich sehr, sehr gut.

"Sink the Bismarck" soll ja eher ein ziemlicher Propaganda-Film sein, mit bösen Nazis, aber mal schauen.

Den "längsten Tag" hab ich mir jetzt bestellt, für 3 Euro oder so, den muss man ja im Regal haben, das ist ja quasi die Mutter aller Kriegsfilme. Teuerster Schwarz-weiß-Film ever und wahrscheinlich der Film mit der größsten Starbesetzung aller Zeiten. Also wenn man die aktuellen Gagen zugrunde legt, inflationsbereinigt. Der Film würde heute wahrscheinlich 500 Mio. Dollar kosten, die Hälfte davon nur Gagen hähö

Tipp: viele von den ganz alten Filmen kann man legal bei Youtube gucken, z.B. "The enemy below" (mit asiatischen Untertiteln).

Gepostet am 11.02.2015, 22:55:

Wenn man "Band of brothers" mag, MUSS man ja The longest day und A bridge too far (Die Brücke von Arnheim) schauen, das sind ja quasi die Originale. Ganz großartige Filme. Wer die noch nicht kennt, großer Tipp.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 12.02.2015, 00:17, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 12.02.2015, 00:17                                  +/-

The longest day kenne ich nicht, aber Die Brücke von Arnheim habe ich sicher 15 mal gesehen. Sink the Bismarck fand ich eher völlig unpolitisch. Die Deutschen setzen ihr bestes Schiff ein, die Briten wollen es versenken, ohne dass der Rest des Kriegs groß eine Rolle spielen würde. War jedenfalls damals mein Eindruck, aber ich habe den Film sicher seit 15 Jahren nicht mehr gesehen. Wiki schreibt das:

Kritik übt indes Zweitausendeins Lexikon des internationalen Films, weil der Film die blutigen Seeschlachten zu einer rein sportiven Veranstaltung verharmlost und beide Seiten heroisiert.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 12.02.2015, 00:25                                  +/-

Du kennst den Längsten Tag nicht???


Ich bin so neidisch! Du darfst ihn zum ersten Mal anschauen!


Ich hab den damals erstmals mit meinen Eltern geguckt, der war sooo spannend. Speziell die erste Hälfte, die weitgehend nachts spielt und wo die US-Fallschirmjäger in der Normandie landen, aber völlig verstreut und alles ist chaotisch und keiner hat einen Plan und ihnen widerfahren absurde Dinge. Ich hab dann auch das Buch dazu gelesen, all die kleinen Szenen sind verbürgt und so passiert, das ist alles ganz akribisch.

Die zweite Hälfte ist dann eher das große Schlachtengemälde mit viel Bumms. Aber wenn dann am Ende die Kamera über ein vollkommen surreal gigantisches Flottenanlandungsszenario schwenkt und das alles echt ist, weil es Originalaufnahmen sind und kein CGI der Welt das so hinbekommen würde, da traut man seinen Augen nicht. Ich glaube, die haben den Film auch nur in Schwarz-weiß gedreht, damit sie diese Originalaufnahmen verwenden konnten.


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 12.02.2015, 00:27                                  +/-

Ist das nicht der mit John Wayne, in dem alle heroisch und blutlos sterben? ugly Hab ich auch nie gesehen. hähö


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 12.02.2015, 00:38                                  +/-

Ach ihr jungen Leute Mit den Augen rollen

Die alten Filme sind halt anders. Interessanterweise tatsächlich unblutiger, dabei waren viele der Darsteller noch im echten Krieg dabei gewesen und auch die meisten Zuschauer. Vielleicht wollte man genau deswegen nicht zu sehr ins blutige Detail gehen, Trauma-Arbeit. Das muss man eh psychologisch sehen, speziell die Briten haben sich an diesem Krieg regelrecht abgearbeitet. Die haben 20 Jahre lang WKII-Filme gedreht, bis sie das irgendwie durchlitten hatten. Vielleicht würde es uns heute besser gehen, hätten wir das auch gemacht, aber da gab es nur "Die Brücke" und "Hunde wollt ihr ewig leben" (sehr gut übrigens) und noch ein paar wenige, das war es dann, danach kamen nur noch Heimatfilme.


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