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Filmklassiker und alte Schinken
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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 12.02.2015, 08:28                                  +/-

Die Brücke von Bernhard Wicki. *indenRingschmeiß*

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 12.02.2015, 09:31                                  +/-

Hab ich bereits zweimal erwähnt. Ihr verdammten Querleser...

Gepostet am 12.02.2015, 08:53:

Sogar im letzten Posting vor deinem! Jeez, Marie...


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Celebrian
Katen-Löwin


Beiträge: 5424
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BeitragVerfasst am: 12.02.2015, 14:44                                  +/-

Ups, sorry. Lag daran, daß ich heute morgen eigentlich schon auf dem Weg zur Arbeit hätte sein müssen, ich war in Eile...

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 14.02.2015, 23:48                                  



Ist das nicht der mit John Wayne, in dem alle heroisch und blutlos sterben?


The longest day, revisited (1962)

Ja, das ist der. Hab ich jetzt nach langer Zeit wieder gesehen. Das blutlose Sterben war der Hollywood-Zensur geschuldet, das traf damals alle Filme. Und John Wayne musste dabei sein, weil er der größte Kassenmagnet war und die Fox-Studios wegen der explodierenden Kosten für die Dreharbeiten von "Cleopatra" mit dem Rücken zur Wand standen. Dem schlechten Geld noch gutes hinterherwerfen nennt man das wohl, aber es hat geklappt, "The longest day" hat üppig eingespielt und Fox den Hintern gerettet.

Aber selbst ich, der Dude und glühender John Wayne-Fan, sehe ihn hier als Missgriff. Er war viel zu alt für die Rolle eines Offiziers der ersten Luftlandewelle und schadet dem Film mit seiner markigen Western-Präsenz eher als er nutzt. Ähnliches gilt für weitere Stars wie Robert Mitchum, Henry Fonda und Richard Burton. Zu viele Alpha-Männchen. Man merkt richtig die Verzweiflung des Studios. Dazu kommen Drehbuchschwächen, irritierende Sprünge zwischen den vielen Handlungsorten, hölzerne Dialoge und holprige Schnitte. Zu viele Köche, zu viele Drehbücher und Kamerateams, das ist ja auch heute noch ein Problem bei den sehr teuren Produktionen. Man will nichts dem Zufall überlassen und kontrolliert den Film zu Tode.

Davon ab aber finde ich den Film als solchen immer noch sehenswert, es ist ein großes Werk. Akribisch genau wird einer der wichtigsten Tage des 20. Jahrhundert geschildert, der Beginn der Befreiung Europas von der Naziherrschaft. Und das mag ich an den alten Schinken - sie wollen wirklich, dass man etwas lernt, nicht nur Gefühle massieren. Da werden alle Handelnden mit Rang und Namen vorgestellt, das waren ja historische Figuren und selbst all die kleinen GIs beruhen auf realen Vorbildern. Im ersten Drittel ist es ein ständiges Abwägen, wagen wir die Invasion oder doch nicht, während die Deutschen versuchen, die Gedanken des Feindes zu erraten, ein Katz- und Mausspiel. Dann folgt das immer noch sehr spannende Drittel mit dem nächtlichen Luftlandeangriff, ein reiner Krimi und nicht ohne grimmige Komik. Vieles geht schief, Männer sterben bizarre Tode, Freund und Feind irren durch die Nacht, und auch hier sind die erstaunlichen Begegnungen historisch abgesichert. Das dem Film zugrunde liegende Buch war eine der größten Datensammlungen über die Invasion in der Normandie, für das zahllose Veteranen auf beiden Seiten befragt wurden. Im letzten Drittel wird dann die eigentliche Invasion erzwungen, mit viel Wumms und dramatischen und sicher wahnsinnig teuren Schlachtgemälden mit über 20.000 Statisten. Das ist einfach beeindruckend. Die müssen für die Dreharbeiten komplette Küstenabschnitte verwüstet haben. Optisch sind da unglaubliche Sachen dabei.



Der Film lässt einen die Tragweite der Ereignisse spüren, es ging um so viel, ein Scheitern der Landung hätte den Krieg um unbestimmte Zeit verlängert und viele Hoffnungen begraben. Der Film zeigt auch die ganze Allianz, die Briten (Sean Connery!) und Kanadier, die Franzosen des "Freien Frankreich" sowie die Arbeit der Resistance. Das war damals ja eine ungeheure, nie dagewesene Choreographie, die zwei Kontinente und drei Millionen Menschen umfasste. Aber auch die Deutschen bekommen ihre Zeit eingeräumt, und werden auch von Deutschen gespielt und auf deutsch, mit englischen Untertiteln. Ebenso wie die Franzosen französisch reden. Wann hat Hollywood eigentlich aufgehört, Muttersprachler zu casten? Das war eigentlich eine schöne Tradition, die viel Realismus in die Filme gebracht hat. Auf deutscher Seite wimmelt es dabei auch von Stars, Curd Jürgens, Gerd Fröbe, und noch mehr bekannte Gesichter. Die "Bösen" werden hier auch wieder recht differenziert dargestellt, keine Klischee-Nazis. Die alten Filme sind überhaupt oft überraschend differenziert, man hat dem Publikum vielleicht einfach noch mehr zugetraut. Grundlegende geographische und geschichtliche Kenntnisse wurden vorausgesetzt und man darf eigene Schlüsse ziehen. Das Kriegsgeschehen ist nicht die Kulisse für eine Geschichte, sondern IST die Geschichte. Ich mag das.

"The longest day" ist ein wichtiges Stück Filmgeschichte, und irgendwie auch sowas wie der Höhepunkt und Abschluss der Trauma-Arbeit. Die große Zeit der WKII-Filme war vorbei, wenige Jahre später begann der Vietnamkrieg, die Atombombe hing über den Köpfen und das alte, monumentale Starkino Hollywoods wurde von der neuen Garde junger Filmemacher verdrängt, aber das ist eine andere Geschichte. Ich denke, zehn Jahre später wäre der Film so nicht zu machen gewesen, wäre am Publikumsinteresse vorbeigegangen und hätte dieses Budget nie bekommen. Er ist also auch ein Zeitdokument, mit vielen Veteranen und Original-Requisiten. Bis hin zum original Dudelsack, den die Schotten bei ihrer Landung spielen ließen und der heute in einem Museum in England liegt.


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 15.02.2015, 00:10, insgesamt einmal bearbeitet
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einBaum



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BeitragVerfasst am: 15.02.2015, 00:10                                  +/-

Nichtraucher
Aber selbst ich, der Dude und glühender John Wayne-Fan, sehe ihn hier als Missgriff.


Moment. Du, Oxi und wer? Sorry, muss erst zu Ende lesen...

Zitat:
Zu viele Alpha-Männchen.


Ooops, sorry.



Zuletzt bearbeitet von einBaum am 15.02.2015, 00:13, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 15.02.2015, 00:12                                  +/-

ICH bin der Dude.


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 15.02.2015, 00:13                                  +/-

Auweiaohweh. Muss immer noch zu Ende lesen.

@ rest: Awesome Hintergrund! Danke vielmals. Spitze

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 28.02.2015, 21:54                                  +/-

Nichtraucher


Ice Cold in Alex (1958)

Diesen britischen Klassiker hab ich mal vor 100 Jahren gesehen und gut gefunden. Jetzt hab ich ihn mir nur per Stichworten ergoogelt, das Internet ist so toll.

Okay, den sehe ich gerade, und was mir natürlich sofort auffällt, ist die Filmmusik. Hört euch das mal an:



Bei 1:40 wird's besonders deutlich. Wie dreist hat John Williams da abgekupfert? grins

Nochmal zum Vergleich:



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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 01.03.2015, 08:50                                  +/-

John Williams ist GOTT. Versündige Dich nicht, trauriger Häretiker.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 01.03.2015, 14:28                                  +/-

Trauriger Häretiker? Das wird ja immer besser mit den Schimpfnamen.

Euseppus
John Williams ist GOTT.

Ja eben, deswegen hatte ich gestern Abend eine Epiphanie. Du bist doch auch der Meinung, daß das verdammt ähnlich klingt?

Hier ist noch die berühmte Bier-Szene, die pk erwähnte:


*andächtig streichel*
*bewunder*


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 29.06.2015, 22:20                                  +/-

Was war nochmal das Gute an der Nouvelle Vague? Ich versuche gerade „Sie küßten und sie schlugen ihn“ zu gucken. Hab schon ein bisschen vorgespult. Geschockt Also was ist das die Zeiten überdauernde an diesen Filmen? Ich verstehe durchaus wie geil es für die Zeitgenossen gewesen sein muss, halt im Kontrast zu all dem Schrott, den das Mainstream-Kino der 40er und 50er so zusammenkleisterte, den Kram kann ich ja auch nicht ausstehen. Aber was macht die Kritiker der Moderne so wuschig, wenn sie diese neuen Filme gucken? „Außer Atem“ hat mich auch schon so gelangweilt (und Belmondos Rolle hat mich angeekelt). Schnöder Alltag gefilmt mit einer Handkamera und viele Laiendarsteller – ist das alles? Ausbrechen aus den Konventionen, egal wie? Kunst um der Kunst willen? Aber solche Alltagsszenen haben ja heute gerade mal noch historischen Wert! Da haben Filme aus den 20ern ja mehr Ästhetik!


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 30.06.2015, 11:41                                  +/-

Da musst du durch, DU bist ja hier der Cineast Yes

Ich kenne davon kaum was, aber "Außer Atem" fand ich ganz großartig. Der Film hat ja das moderne Kino quasi im Alleingang erfunden. Wie man den langweilig finden kann, wenn man sich für Film und Filmgeschichte interessiert, ist mir ein Rätsel.


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 30.06.2015, 18:44                                  +/-

Damit ist bewiesen: DU bist hier der Cineast!

Das moderne Kino hat sein Urgestein halt abgehängt. Ich muss die allerersten Filme ja auch nicht geil finden, nur weil sie Filme an sich begründet haben. Oder das persische Ur-Bier! Schmeckt vermutlich kacke, aber hey, danke fürs Erfinden des Bieres.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 01.07.2015, 13:58                                  +/-

Sowas Ähnliches hab ich hier mal über die "Sieben Samurai" gesagt und fand die Glorreichen Sieben besser. Und das war irgendwie auch wieder nicht recht. So isses halt.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 01.07.2015, 14:48                                  +/-

Du musst dich eh mal vom Film lösen, Gimli, das ist ein sterbendes Medium. Filme werden in 20 Jahren den Stellenwert haben, den heute Theater hat. Werden in Unterforen-Threads besprochen, die keiner anklickt. Man muss mit der Zeit gehen, hat mal ein kluger Mann gesagt.


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 08.09.2015, 15:34                                  +/-

Ich habe gestern auf Netflix endlich mal To Kill a Mocking Bird gesehen und damit eine Bildungslücke geschlossen. Wirklich ein toller Film. Insbesondere die Kinderdarsteller waren ein Augenöffner. Echt klasse. Mary Badham als "Scout" hätte wirklich den Oscar (und nicht nur die Nominierung) verdient gehabt. Und Gregory Peck ist halt Gregory Peck!


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Gimli



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BeitragVerfasst am: 08.09.2015, 16:33                                  +/-

Oxford
Und Gregory Peck ist halt Gregory Peck!

Allerdings! So grauenvoll der Typ.

Gab es zum Buch jetzt nicht ne Fortsetzung, in der klar wird, dass der Anwalt ein rassistisches Arschloch war oder so? ?????


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 08.09.2015, 16:37                                  +/-

Gimli

Allerdings! So grauenvoll der Typ.


Hey, wooow... du bist so unkonventionell und gegen den Strom. Wowww! Ich bewundere dich so für deine crazy anti-mainstream Agenda, die so total unangestrengt und smooth rüberkommt, hey!


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 10:49                                  +/-

Hab ich gestern auch im Buchladen stehen sehen: Harper Lees Firtsetzung spielt 20 Jahre nach den Ereignissen von Mockingbird und Scout kehrt in ihre Heimatstadt zurück. Und da wird Atticus demontiert? Glaub ich nich...

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 14:14                                  +/-

Das sehen Menschen, die das Buch gelesen haben, anders als du. zwinkern


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 14:48                                  +/-

Meinst mich? Also gelesen hab ichs...

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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 10.09.2015, 15:23                                  +/-

Irgendwie kann ich der Unterhaltung nicht folgen. Redet ihr aneinander vorbei?

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