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Tagebuch eines Newbies
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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 17:34                                  +/-

Die kaPOTT-Sache klingt ja hochinteressant. Und es freut mich, dass Ramujan endlich wenigstens auf dem Bildschirm zu seiner Identität steht.

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Gimli



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Wörter pro Beitrag: 35

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BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 17:34                                  +/-

Komm endlich aus dem Schrank raus!!


@ Baum: Ah ja jetzt. *versteh*


_________________
Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Euseppus



Beiträge: 8847
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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 08:17                                  

Liebes Tagebuch,

nachdem das Neujahrsfeiern mit den Kneipenleuten so brachial in die Hose gegangen ist (am dritten Tag konnte ich gar nichts mehr schreiben, weil die Sonne aussah wie eine blaue Scheibe und drum die ganze Welt in komisches Licht getaucht war und weil die grausam-viehischen „MIIERSTELLN“-Schreie aus dem Fernsehzimmer meine Konzentration störten und weil die regungslosen Brettspieler im Wohnzimmer auf einmal Blechmützen trugen, in denen ein rotes Licht hin- und herfuhr und weil ich doch noch auf dem zerlesenen, vollkommen durchgefetteten Walter-Moers-Buch meiner Frau ausrutschen musste, um mir dadurch den Penis zu brechen), hoffe ich nun in mehrfacher Hinsicht auf das jetzt anstehende Treffen.
„Kapott“ meinten damals die Kneipen-Heroen nur zum Abschied freundlich, bevor sie mich bei der Abreise in einem Berg von Abfall und Dreck zurückließen.
Das ist sicher so etwas Rituelles, wo ich mich jetzt bewähren muss und durch den Schmerz im Penis und das Kriegsbemalen mit den Essesresten zu einer höheren Seins-Ebene aufsteige, um zumindest in die Nähe des Abglanzes von Göttlichkeit der Kneipen-Leute zu kommen.
Habe ich mir damals gesagt.

Aber es passierte nichts.
Heute ist der Bruch ausgeheilt, das neue Jahr schon längst das alte geworden, aber „kneipischer“ oder „erhabener“ fühle ich mich nicht.

Darum habe ich mich auch angemeldet zum „Frankenwandern“.
Diesmal möchte ich den Zauber einfangen, den Mythos, das Sein zwischen den Welten, das diese großartigen Wesen ausmacht. - Inzwischen hängt auch mein Überleben von diesem „Wandern“ ab, aber dazu später mehr.

Der Haken daran:
Ich habe seit Monaten nicht mehr durchgehend Bier getrunken. Und so besteht die Gefahr, dass ich bereits nach einem Radler so beschallert bin, dass ich die großen Eingebungen der Kneipengötter gar nicht mehr mitbekomme.

Und das, liebes Tagebuch, kann doch nicht sein!

Darum: Am Montag trank ich zwei Biere.
In der S-Bahn. Ich bin dann eingeschlafen und in der Endstation Ebersberg haben sie mich in die Ausnüchterungszelle gebracht, wo ich am Morgen nach einer kurzen Musterung, mehreren Fotos, einem Vorsprechen beim Staatsanwalt und einer Fahrt von anderthalb Stunden wieder zuhause ankam.

Am Dienstag trank ich drei Biere. Zuhause, sicher vorm Fernseher.
Irgendwann nachts weckten mich dann Schreie verschiedener Nachbarn – ich seltsamerweise nackt im Garten liegend...- , weil irgendein wildes Tier die Wellensittiche, den Zwerghamster, den Cockerspaniel und die Schildkröte gerissen hatte.
Ich wusch mir die Lippen und schämte mich.
Aufhören kam aber nicht in Frage, nein.

Am Mittwoch blieb ich vorsichtshalber bei den drei Bieren, mischte aber – man weiß ja nie, was kommt – ein bisschen Wodka und Martini in die Trinkfolge.
Dann setzte ich mich wieder auf die Couch, in der Hoffnung, mein Körper möge sich daran gewöhnen.
Ich saß und saß. Nichts passierte.
Ich blickte auf den Couchtisch – und bemerkte, dass ich nicht mehr von vorne, sondern von oben auf ihn schaute.
Quelle malheure! Mein Körper vertrug wirklich gar nichts mehr und so hatte sich meine Seele von ihm gelöst. Ich schwebte über mir selbst, verspürte die Freiheit, die man nun so spürt, wenn Zeit und Raum keine Bedeutung mehr für einen hat und flog davon.
Ich nistete mich in irgendwelchen wahllos ausgesuchten Körper verschiedenster Zeitalter ein, genoß die Möglichkeit, alles tun zu können und hurte, kokste, regierte, mordete und schöpfte fröhlich einige Menschenalter vor mich hin, erfuhr die Gnade vollkommener Erkenntnis, bevor ein seltsamer Sog mich herausriss und ich mich wieder auf der Couch befand.
Nichts hatte sich verändert. Als ich jedoch den Fernseher aufdrehte, sah ich dort seltsame Wesen mit zwei oberen und zwei unteren Extremitäten, mehreren Löchern im Kopf und einer seltsamen annähernd orangen Hautfarbe. Ich blickte auf mich – und sah genauso aus!
Durch die Doku, die ich da angeschaltet hatte, erfuhr ich, dass mein Wohnzimmer nun nicht mehr auf dem Kontinent Papusnorresfilda stand, sondern auf einem anderen namens „Eurasien“ und mein Volk sich nicht mehr „Quoruxandotl“ nannte, sondern „Menschheit“ und mit unserem früheren Aussehen mit den 32 grünen Tentakeln, dem weiß leuchtenden Geschlechtsmerkmal in der Mitte und der quaderförmigen Grundform – ganz zu schweigen von der Kommunikation, in der man sich mit Felsbrocken, die man dem Anderen auf den Schädel donnerte, einander zumorste – quasi nichts mehr zu tun hatte.
Ich hatte mit meinen Sprüngen durch die Zeit den Verlauf der Erdgeschichte verändert!
Ich weinte um die Abermilliarden Existenzen, die ich vernichtet, aber auch um die, die ich neu erschaffen hatte und nuckelte am Rest meines Wodkas.
Lecker.
Es gab noch Hoffnung.

Am Donnerstag abend war ich mir meiner Sache sicher und trank 18 Jägermeister, eine Flasche Strohrum, Absinth mit O-Saft, 1 Kasten Augustiner und leicht nachgezuckerten Cidre.
Die jungen Herren in der Notaufnahme waren wohl aber vor allem über die vielen Zahlen und unverständlichen Silben erstaunt, die ich in meinem 24-stündigen Koma vor mich hingebrabbelt haben musste.
Celebrian, die die ganze Zeit neben mir saß, hatte alles mit ihrer Kamera im Sound-Modus aufgenommen und schickte es peux a peux an eine befreundete Wissenschaftlerin an der Uni, die sehr schnell konstatierte, dass dies unzweifelhaft die Weltformel sein musste.
Schade, dass ich sie nicht zu Ende bringen konnte, weil auf den letzten Metern unsere wutschnaubenden Nachbarn den Aufwachraum stürmten, die die Köpfe ihrer Haustiere in unserem Gärtchen gefunden hatten. Von dem Lärm wachte ich auf.
Dass ich angesichts meiner Feinde alles an Substanzen leersoff, die ich in meiner wilden Flucht durch das Krankenhaus in irgendwelchen Gläschen, Fläschchen und Pipetten vorfand, konnte natürlich nur verstehen, wer wusste, dass mich ähnlicher Trinkkonsum schon einmal aus meiner irdischen Existenz gerettet hatte. Doch bevor ich zum letzten Mittel griff und noch die Bettpfanne in einer Kinderstation leertrank, kam Celebrian wie ein rettender Engel an, riss mich hinaus und ins wartende Auto und wir düsten los.
Wie wir auf der Fahrt per Handy von der befreundeten Wissenschaftlerin erfuhren, ist das einzige Gegenmittel gegen die vielen Substanzen und Säuren, die ich wohl eingenommen habe, eine unfassbar große Menge an Bier, die ich nun binnen 48 Stunden einnehmen muss.

Liebes Tagebuch, es geht um Leben oder Tod.
Hilf mir, stark zu sein.
Deine Euse.


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)

Zuletzt bearbeitet von Euseppus am 24.09.2010, 13:54, insgesamt einmal bearbeitet
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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 08:50                                  +/-

Spitze

Viel schlimmer: Wenn Du nach dem Treffen Deinen Mannspflichten aufgrund bestimmter Gebrechen wieder nicht nachkommen kannst, bedeutet das sieben Jahre Pech in der Ehe. Alte fränkische Bauernweisheit. Yes


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I'm tired of everyone and that includes myself
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 10:39                                  +/-

Ich jonn kaPOTT! rolling on the floor...


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 24.09.2010, 13:56                                  +/-

Helcaraxe
Alte fränkische Bauernweisheit.


Haha!, Haha! - rolling on the floor... - egal.

Sollte ein Seitenhieb auf Franken sein, sehe gerade, dass der nur verwirrend ankommt...


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Quar



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BeitragVerfasst am: 26.09.2010, 22:04                                  +/-

I LOLed. grins

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 19:38                                  

Liebes Tagebuch,


eigenartige Tage habe ich hinter mir, von denen ich Dir hiermit schreiben möchte.
Genauer gesagt: Ich bin gar nicht befähigt, Dir oder mir selbst Aufschluss darüber zu geben, ob ich Dir hier gerade wirklich schreibe. Selbst das vermag nur eine Illusion zu sein.
Vielleicht aber glaubt jemand sogar diese Zeilen jetzt gerade im Internet zu lesen und liest es doch nicht, weil diese Zeilen gerade gar nicht wirklich existieren und auch er selbst nur ein Geträumter ist im Geiste von . . . .

Liebes Tagebuch, mir brummt der Kopf.

Am besten, ich beginne ganz von vorne:

Am Freitag, dem 31. Dezember, trafen die Kneipenuser ab Mittag peux a peux in unserer beschaulichen Kate ein:
Glaurung (Friedelmann*), Triskel (Jaqueline*), Thanil (Marc-Kevin*), Olmops (Gernoterich*), Helcaraxe (Franz-Ibrahim*), Lothiriel (Shakira-Magdalena*), Waldelb (Gagelinde*), John (John-John*), Schalk (Kalleinz*), Ludy (Murielika-Nadin*), Tyler, den wir alle den „Ersteller“ nennen (Didi*), Regenbogen (Katinkinella*), lila (Tantatini*), Eiranion (Norbert*) und Psycho Dad (Hans Schmittlepp*).

Bereits tags zuvor war einBaum (Hertmine*) zu uns, Celebrian (Jachthild*) und Euseppus (Pippinski*) gestoßen, vorgeblich, um uns beim umfangreichen Einkauf zu helfen. Das war anbei nur vorgeschoben:
einBaum hatte mit den Jahren nur ein subtileres Mittel gefunden, um den Krawall in anderer Menschen Häuser zu tragen:
Sie lud sich selbst bei ihnen ein und, einmal Zutritt zur jeweiligen Beheimatung erlangt habend, soff sie krakelend und üble Seemannslieder und Mittelalter-Chansons zotigster Färbung von sich schalmeiend den Betreffenden unter den Tisch, bis der nicht mehr Hören noch Sehen zu seinen primären Fertigkeiten zählte.
Auf ihrer berserkernden Tour der Zerstörung durch Deutschland waren wir „Haushalt Nr. 2“, nachdem sie in der Nacht davor Athene (Adelhilde*) durch Alkohol schwer zerstört hatte.
Und so kam es, dass Celeb und ich anderntags unsere Gäste nur nach dem reichlichen Genuss von Schmerztabletten und nachdem wir uns gegenseitig zwei Stunden lang Fausthiebe ins Antlitz gedonnert hatten, empfangen konnten.

Es war ein fröhliches Zusammentreffen der Gefährten Smilie ; man bezog die Lager in den beiden oberen Stockwerken, begann sich relaxed einzutrinken und ging zeitig dazu über, das Fondue in der Stube im Kellergeschoss vorzubereiten, wozu alle zusammenhalfen und dann kräftig schmausen konnten.
Hierauf machten wir uns auf zu einem kleinen Verdauungsspaziergang, den Celeb und ich durch den dunklen Forst hindurch anführten, der erhellt wurde durch den weißglitzernden Schnee und die Grubenlampe an Glaurungs Helm.
Da begannen die folgenden umheimlichen Ereignisse bereits ihre ersten Omen als dunkle Schatten über unser Zusammensein zu werfen:
Bald fiel die Kneipe in zwei Gruppen auseinander. Ich selbst, gerade in der Mitte zwischen beiden wandernd, begann zum Spaß, die Leute abzuzählen – und kam auf 19 Personen.
Dabei wusste ich genau, dass wir nur zu achzenht in der Kate eingecheckt hatten.
Mich schauderte es. Doch so oft ich auch zählte – es blieb bei 19 Wanderern.
„Heda!“, rief ich zur vorderen Gruppe, die gerade hangabwärts ging, und die ich im Verdacht hatte, den Überzähligen zu beherbergen, „ist da wer bei Euch, den wir nicht kennen?!“
Verneinende, die Verwunderung nicht verbergen könnende Antwortrufe waren die Erwiderung.

Ich ging nun erheblich schneller, bis ich bei der Gruppe anlangte. Und siehe da: Es waren nur die Gefährten zu sehen, die auch zu erwarten waren.
Ich blickte nun nach hinten, zur kleineren Gruppe – und erkannte intuitiv, dass nun dort jemand überzählig sein musste.
Ich blieb stehen und kniff die Augen zusammen:
War da nicht eine stämmige Figur unter den Wanderern, die ausholenden Schrittes und mit Stoffkappe auf dem bärtigen Gesicht den anderen voranschritt?
„He!? Wer ist da?“, rief ich ihnen entgegen, in mir schaudernd wie ein beschneiter Halm im kalten Winterwind. Die bärtige Figur schien wieder mit der übrigen Gruppe verschmolzen zu sein.
Einige riefen ihre mir wohl bekannten Namen entgegen, andere lachten und nannten mich einen Spinner.
So ließ ich es gut sein und versuchte, nicht mehr an den Vorfall zu denken, bis wir wieder an der Kate angelangt waren – wo tatsächlich nur die User wieder im Hellen ihre Schuhe auszogen, die auch von dort mit uns gestartet waren.
Ich sprach mit niemandem über das gerade Erlebte.

Pünktlich um Mitternacht zündeten wir unsere Wunderkerzen an, stießen mit Sekt und Champagner auf das Neue Jahr 2011 an und wünschten uns alle gegenseitig das Beste.
Gegen 1 Uhr spielte ich die Kneipen-Impro für 2011, die die Wunschmelodien der Kneipenmitglieder enthielt, dann begab ich mich kurz nach oben, um mich kurz hinzulegen, um dann wieder fit für weiteres Durchmachen zu sein.
Ich spürte, wie meine Augenlider schwer wurden und musste schließlich eingeschlafen sein – bis mich eine dröhnende Stimme weckte:
„Frohe Arschnachten, Du Weihloch!“
Ich blinzelte – und war mit einem Sprung in der Senkrechten:
Ich war nicht mehr in unserem Schlafzimmer – sondern zwischen den hohen Schneebergen vor der Kate. Es war nach wie vor Nacht. Am Boden vor mir im schimmernden weißen Schnee lagen noch die Reste unserer Feuerwerkskörper.
Und vor mir stand die kräftige Figur mit schwarzem Bart und der Stoffhaube, die ich vorhin schon beim Spaziergang gesehen zu haben glaubte.
„Wer bist Du?!“, rief ich aus, „ und wie komme ich hierher?“
Neugierig besah mich der seltsame Mann. „Aha. Keine Peilung, was? Guckmal da!“
Ich folgte seinem Finger, der ins Tal wies.

Da bot sich mir ein unwahrscheinlicher Anblick, der alles, was ich je zuvor gesehen hatte, in den Schatten stellte:
Das gesamte schneebeschneite Tal mit den vielen teils beleuchteten Häusern des Dorfes und den das Tal umgebenden Hügeln und Wäldern bog sich wie ein Papier, das man zusammenrollt, nach oben, immer weiter und weiter und weiter, bis es parallel über uns und der Kate war und quasi unseren neuen „Himmel“ darstellte.
Ich fühlte, dass mein Mund offenstand, doch war ich nicht fähig, auch nur einen einzigen Laut zu erzeugen.
„Da guckste blöd, oder?“, sprach mein Gegenüber befriedigt.
„Das – das muss ein Traum sein...“, hauchte ich schließlich.
„Du bist mir ja ein ganz ein Schneller“, sprach der bärtige Mann. „Und ich bin übrigens der Geist, der jedem in die Eier beißt.“

Er sah mich an.

Ich sah ihn an.

„Okay“, gab er zu, „stimmt gar nicht: Ich bin der Geist der zukünftigen Silvesterparties. - Weißt Du, iss'n Traum, ich könnte Dir jeden Scheißdreck erzählen, und Du glaubst es. Pass mal auf:
Mmmm... Du bist n'Mädchen und heißt Mareiki.“
„Ahhh!“, schrie ich auf, „ich habe ja einen Penis!! Und Bartwuchs!! O mein Gott!!“ Nahe an der Ohnmacht fächelte ich mir Luft zu.
„Stimmt“, nickte mit der Mann zu, „Und Titten hast Du auch keine. So schaffst Du es nie in den „4000-Mädchen-Thread“. - Aber okay: Du bist'n Mann und heißt Euse.“
Erleichtert nahm ich meine rechte Hand wieder von meinen Hodensäcken.
„Ich kenne Dich aus der richtigen Welt von irgendwoher...“ Ich merkte, dass mir mein Wissen über die Welt außerhalb des Traumes gerade immer mehr entglitt. Schon wurde alles zu schemenhaften Bildern, zum Abglanz dessen, was war. Schnell überlegte ich weiter:
„Du - - du bist der „pk“, dieses kryptische Wesen aus dem Forum „Tylers Kneipe“, stimmt's? Wie kommst Du hierher in meinen Traum? Du bist gar nicht wirklich da, oder? Du bist nur das Bild des pk und hast mit alledem hier eigentlich gar nichts zu tun!“
„Stimmt“, nickte er.

Ich sah in an.

Er sah mich an.

Ich sah ihn an.

„Okay“, seufzte er, „war auch gelogen. Ich bin tatsächlich hier in Deinem Traum. Ich bin Dein Führer hier drin und bin an Deiner Seite, während Du hier in Deiner Traumwelt den Schatz, das große Geheimnis finden sollst, mit dessen Hilfe Du wieder aus dem Traum erwachst. Wenn Du es bis zum Sonnenaufgang nicht findest, bleibst Du auf ewig hier in diesem Katen-Silvester-Alptraum gefangen, erwachst nie mehr und wirst wahnsinnig. Tricky, oder?“ Er begann, sichtbar desinteressiert an mir und meinem Schicksal, Dreck aus den Fingernägeln zu pulen.

„Aber: Warum ich?!?“, schrie ich verzweifelt.
„Weil Du n'Newbie bist. Newbies sind scheiße. Je weniger, desto besser. Ist der einzige Weg, die Kneipe vor'm Untergang zu retten.“
„Aber – aber Du bist doch hier mein Führer; Du hilfst mir doch, oder?“
„Epic Fail, Euse. Von helfen war keine Rede. Ich bin bloß hier, um Dir dabei zuzugucken, wie Du es verbockst.“ Mit diesen Worten holte er eine Tüte Popcorn und eine Flasche Whiskey aus seinem Mantel. „Getz machma. Mir ist ja jetzt schon langweilig.“
„Hilfe!!“, schrie ich an der Eingangsmauer der Kate hoch.
„Da drinnen hört Dich keiner. Die fangen erst an zu existieren, wenn Du die Tür aufmachst.“
„Aber – was ist mit den anderen Newbies? Bin bloß ich gefangen – oder liegt jetzt zum Beispiel ein lurker wie „Krimi-Fan“ auch gerade in seinem Bett und ….“
Ein diabolisches Grinsen um die Lippen des Geistes der kommenden Silvesterparties reichte, um mich die Antwort ahnen zu lassen.
Ich atmete tief durch; mir war klar geworden, dass ich nur eine Möglichkeit hatte:
Ich musste hier in dieser verrückten Alptraum-Katenwelt das Geheimnis finden, von dem der Geist gesprochen hatte – und dabei wusste ich noch gar nicht, was mich im Inneren dieser Kate erwartete.

Zögerlich ging ich zur Eingangstür und legte meine Hand zitternd auf den Griff. Unsicher blickte ich zum Geist. Der nickte mir bestätigend zu (während er eine Ladung Popcorn mit einem großen Schluck aus der Flasche nach unten spülte).
Ich sah wieder auf die Tür vor mir.
Schweiß rann mir hinten von der Kopfhaut über den Rücken hinab.
Dann drückte ich die Klinke herunter, stieß die Tür nach innen auf und betrat die Kate.

* Namen von der Red. geändert.


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Quar



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BeitragVerfasst am: 02.01.2011, 21:54                                  +/-

Tihi. grins

Übrigens vielen Dank für die Neujahrs-SMS, liebes Forum.

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LittleLotte



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BeitragVerfasst am: 03.01.2011, 01:06                                  +/-

Euseppus
(Didi*)

Das macht mich betroffen und ein Stück weit traurig.


Aber ansonsten: Spitze


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Oxford
Vergiss es doch einfach du Peniskuchen!!!1111
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 03.01.2011, 03:44                                  +/-

Aaah, ich freue mich schon auf Teil zwei! Smilie


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Athene



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BeitragVerfasst am: 03.01.2011, 16:41                                  +/-

Euseppus
Auf ihrer berserkernden Tour der Zerstörung durch Deutschland waren wir „Haushalt Nr. 2“, nachdem sie in der Nacht davor Athene (Adelhilde*) durch Alkohol schwer zerstört hatte.


Schwer zerstört trifft es Verlegen


Wünsche euch allen ein frohes neues Jahr Smilie


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Eternity is a terrible thought. I mean, where's it going to end?
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Eiranion
Dr. rer. nat Frühstück


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BeitragVerfasst am: 03.01.2011, 17:41                                  +/-

Spitze
Ich konnte es ja kaum erwarten, dass zu lesen. Da lungert man in der Kate und hört gerüchteweise von einem neuen Eintrag des Newbies. Und hat kein iPad. Und muss warten. hähö


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Schwarz und Gelb sind unsere Farben
Die wir in den Herzen tragen
Für immer
Für immer
Für immer
BVB!
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.01.2011, 00:51                                  

Obwohl die Kate von außen komplett dunkel gewesen war, betrat ich nun einen erleuchteten Eingangsbereich. Hinter mir fiel die Tür ins Schloß.
Vom Geräusch erschreckt blickte ich mich um: Der Geist der künftigen Silvesterparties war verschwunden.
Ich öffnete die Eingangstür und blickte hinaus – doch dort stand im nächtlichen Schnee nun lila und blickte mich an, während sie sich gerade eine Zigarette anzündete:
„Na leiwand, die Euse. Magst aa ane?“, und bot mir eine Zigarette an.
Verwirrt schüttelte ich den Kopf – als mir jemand auf die Schulter klopfte:
Der Geist stand hinter mir im Hausflur:
„Euse, was los? Du bist doch seit Jahren süchtiger Raucher! Keine Eier mehr, oder was?“
Sofort zündete ich mir mit lilas Feuer eine an und nahm einen tiefen, langen Zug – da verknoteten sich meine Gedärme bis zur Unkenntlichkeit, ich röchelte, hustete und ging sabbernd und schielend in die Knie.
„Mann, mann, Euse, old house.“ Der Geist klopfte mir von hinten auf beide Schultern. „War doch nur ein kleiner Spaß. Nix für ungut. Jetzt aber los. You are a man on a mission. Every man needs a mission. Hopphopp.“

Die Eingangstür fiel von selber zu, der Geist richtete mich auf und schubste mich in den Eingangsbereich der Kate.
„So. Wohin jetzt?“
Ich überlegte.
„Ich – hmm - … Zum Ersteller!! Der Ersteller weiß alles!“ Überlegen blickte ich den Geist an. „So schnell kann ein Spiel vorbei sein, J.D.!“
„Deine Mudder heißt J.D.“ „Ws?“ „Mein Name ist pk.“ Mein Leben außerhalb des Traumes wurde immer schwammiger und lückenhafter. Wenn ich nicht bald die Lösung fand...
Ich joggte die Treppen hinauf in Richtung des Raumes, in dem der Ersteller und Regenbogen einquartiert waren. Im zweiten Stockwerk angekommen, wandte ich mich nach links und pochte an die Tür des Erstellerschen Quartiers.
„Tyler! Tyler! Bist Du da?...“
Ich öffnete.

Vor mir erstreckte sich ein weiter, weicher Sandstrand, der im Glanz der untergehenden roten Sonne leuchtete, die auch die sanfte Gischt in ein sanftes, glitzerndes Licht tauchte.
Verlassen stand in einiger Entfernung von mir ein kleines Tischchen inmitten des Strandes, auf ihm ein weißes Tüchlein, in dessen Mitte eine angezündete Kerze prangte. Zwei ausgetrunkene Weingläser standen links und rechts von ihr.
„Tyler?...“
Vom Ersteller war nichts zu sehen. Nur das Rauschen des Meeres war zu vernehmen. Da legte sich ein weicher, glatter Arm von hinten um meine Brust und ein leises Gurren senkte sich in mein Ohr. Ich wandte mich langsam um.
Eine hawaiianische Inselschönheit, gänzlich nackt, mit üppigen Rundungen, tiefen Augen und einen Blumenkranz im schwarzen Haar blickte mich an. Sie spitze verführerisch die Lippen.
Ich begann, mich in ihren schwarzen Augen zu verlieren, schloss die Augen und öffnete ebenfalls meine Lippen. Schon konnte ich ihren heißen Atem spüren, als mit sanfter Stimme ihren Lippen entquoll:
„Bist du schwul, oder was?“
Ich riss die Augen auf. „Ws?!?“
„Fang ja nicht an, mir Deine Zunge in den Schlund zu stecken. Das darf höchstens Johnny Cash“, entquoll den sanft lächelnden Lippen der mich liebevoll visierenden Hawaiianerin.
„pk? Aber du...“
„Ist Dein Traum, Newbie. Du musst's ja echt nötig haben, pfui Deubel“, säuselte die Schönheit, während ihre Hände anbietend ihre Brüste massierten.
Laut schreiend lief ich Richtung Tür, die ich sofort hinter mir zuknallte.

Vor Schrecken japsend lehnte ich mich an die Tür. Wo würde ich Tyler nur finden? Hier war er offensichtlich nicht mehr anzutreffen.
Da blickte ich zufällig durch die Fenster nach draußen in den Schnee:
Hundert Meter von der Kate entfernt stand ein weiteres Haus, das mir an dieser Stelle gänzlich unbekannt vorkam:
Es schien von außen ungeheuer gemütlich, hatte einen rauchenden Schlot, kitschige rote Weihnachtsbeleuchtung schwankte allenthalben an seiner Fassade, ein hoher Brauerei-Turm stand daneben und blinkende Lettern verkündeten seinen Namen:
„THE PLACE TO BE“.
„Krug Bräu“ glaubte ich darunter noch erkennen zu können. Was das zu bedeuten hatte, wusste ich nicht mehr, da meine Erinnerung daran bereits erloschen war. Aber in der erleuchteten Stube erblickte ich Quar mit einer dicken weißen Binde an der Wange an einem großen, langen Wirtshaus-Tisch sitzen, an dem nur lauter halbausgetrunkene Bierkrüge standen.
Quar saß dort ganz alleine und sah elend, allein und traurig aus.

Da schien sie von etwas hinter sich abgelenkt zu werden:
Sie wandte sich um und blickte eine Tür an, auf der ich gerade noch die Inschrift „Euses Room of Pleasure“ erkennen konnte:
Diese Tür öffnete sich nun, und heraus kamen einBaum, Celebrian, ich selbst – und noch einmal Quar, diesmal aber lachend und zusammen mit einBaum und Celeb mir schelmisch und mitwissend zublinzelnd. Diese neue Quar hob nun einen Teller in die Höhe, auf dem etwas Riesiges, Monströses blinkte. Celeb, einBaum, die zweite Quar und ich selbst tanzten wüst und offensichtlich singend darum herum – den Lippenbewegungen entnahm ich, dass sie etwas Ähnliches wie „Schäufele!, Schäufele!“ krakelen mussten.
Vielleicht war DIES das Geheimnis, das ich in dieser Welt offenlegen musste? Ich wusste nur:
Ich musste dieses majestätische „Schäufele“ irgendwie an mich bringen – und das, so schnell wie es ging.

Ich änderte also meinen Plan, lies den Ersteller Ersteller sein und schwang mich durch das Fenster auf das Dach der Kate, um mich von dort zu Boden zu schwingen und mich dem „PLACE TO BE“ schnellstmöglich zu nähern.
Doch als ich am Dachfirst ankam – stand dort lila, die sich gerade eine Zigarette anzündete.
„Euse, servas! Auch äne Fluppe?“
Irritiert blieb ich stehen. Da legte sich eine warme Decke um meine Schultern.
„Mensch, Euse. Wat machste denn hier draußen? Dir ist doch sicher kalt!“
Ludy stand hinter mir und blickte mich treusorgend an.
„D-danke. Geht schon wieder...“, stammelte ich und ließ mich an lila vorbei an den Heizungsrohren des Hauses hinab zu Boden gleiten.
Sofort begann ich auf „THE PLACE TO BE“ zuzurennen. Doch wie ich auch rannte und japste – es kam und kam nicht näher.
„Verdammt!“, keuchte ich. „Diese verkackten Traummechanismen.“
„Traummechanismen am Arsch, Newbie“, knurrte neben mir im Schnee eine abgebrannte Feuerwerksrakete. „Schau mal nach unten.“
Ich tat, wie mir vom Geist anempfohlen – und stieg schimpfend vom Fitness-Laufband meiner Schwiegermutter, das irgendein geträumter Arschkeks hier in den Schnee gelegt haben musste.

Schon wollte ich von neuem losstarten – da sah ich, das das PLACE TO BE gänzlich im Dunkeln lag. Genauer gesagt erweckte es den Anschein, als habe es seit hundert Jahren schoin nicht mehr geöffnet gehabt.
„Shit“, murmelte ich.
„Kleiner Tipp?“, fragte die angerußte Feuerwerksrakete.
„Immer her damit.“
„Schau im Wohnzimmer nach. Der Ersteller liebt es, sich sein sauer Erspartes unter Hintern wegpokern zu lassen.“
Ich lief wieder durch die Eingangstüre ins Haus, riss die Tür zum Wohnzimmer auf – und befand mich auf der nur spärlich erleuchteten Brücke eines Raumschiffes.
Draußen ging gerade eine monumentale Raumschlacht unter Getöse, Geblitze und Gedonner in eine offensichtlich entscheidende Runde. Unmengen zerstörter Raumschiffe flogen führerlos und Funken sprühend durch das All, das nach wie vor von hellem Laserfeuer erleuchtet wurde.
„Präsidentin!“, schrie Thanil in blauer Uniform Triskel zu, die mit versteinertem, eingefallenem Gesicht und mit einem Kopftuch angetan zwischen den ebenfalls uniformierten Psycho Dad und Olmops stand, „die Zülonen werden diese letzte Schlacht gewinnen! Wir müssen unmittelbar unsere Bevölkerung drastisch dezimieren, alle Nahrung von Bord werfen und dann kriegt Psycho Dad noch seine ganz persönliche Krise! Nur so können wir das Schlimmste abwehren!“

Das Deckenlicht flackerte bedenklich, wieder und wieder schüttelte es die Brücke durch schwerwiegende Treffer am Schiff.
Triskel rief zurück:“Aye! Die Bevölkerung zu dezimieren leuchtet in dieser Situation natürlich ein, dazu muss aber der Autorisationscode für unsere freundlichen Bordassassinen eingegeben werden, und ich selber habe keine Ahnung, wie der -“
„Der lautet Dödelhörnchen. Ups!“ Sofort biss sich Olmops auf die Zunge.
„Ha! Den Code kann nur der Captain wissen – der ja in der Brig sitzt.“, schrie Psycho Dad hysterisch.
„Nun komma wieder runter“, empfahl ihm Thanil.
„Verdammt!! Ich hab grad ne persönliche Krise! Und checkst Du nicht, was das eben zu bedeuten hat?! Wenn er den Code weiß -“
„- Dann muss er ein Zülone sein!“, vollendete Thanil den Satz.
„Zülone!, Zülone!, Zülone!!“, schrien Triskel, Thanil und PD, während sie mit ausgestreckten Fingern auf Olmops zeigten. Dieser wich mit weit geöffneten Augen rückwärts vor ihnen zurück, im Hintergrund explodierte Raider um Raider.

„Und? Was hast Du vorzubringen, Du beschissener Toaster?!“, schrie Triskel grell.
Olmops ließ die eben noch alles abwehrenden Arme sinken:
„Ja scheiße, ok, ist ja gut. Ich bin n'Zülone. Frack. Ich hab mich jetzt schon zum 38. Male in immer anderer Gestalt hier an Bord rein auferstehen lassen, als Pilot, als Priester, als Journalist, als Gummi-Ente, als Gulasch – und immer bin ich enttarnt worden. Aber ihr Menschen seid viel zu blöde und geht jetzt trotzdem drauf! Ha! Und wisst Ihr, was ich in all den Besuchen hier rausbekommen habe? Na?!“
„In die Luftschleuse!!!“, jodelte Triskel.
„Ihr erfahrt es auch, was ich weiß: Ihr müsst nur der Präsidentin das Kopftuch runter ziehen!“
„In die Luftschl – äh, oh... hüstelhüstel...“, die energetische Haltung von Präsidentin Triskel änderte sich schlagartig, „unterstehen Sie sich, einer halluzinierenden Todkranken die Kopfbedeckung zu rauben. Hüstel...“
PD zog ihr das Kopftuch herunter.
In der Mitte ihres Kopfes kam ein winzig kleiner Oxford zum Vorschein, der mit eingefrorenen Lächeln, einem weißen Taschentuch auf dem Kopf, einem kleinen Schnauzbart, einer Hose mit weiten Trägern um die Schulter und in grauen Gummistiefeln auf ihrer Schädeldecke befestigt war.
Thanil und PD schreckten zurück:
„O mein Gott! Ein Gumby!“, schrien sie zugleich.
„Jaha!“, triumphierte Olmops. „Und ihr wisst, was das heißt! Denn WER hat entweder einen Gumby oder einen Mr. Neutron im Kopfhaar versteckt?!“
„N'Züloone!!“, schrien die beiden. „Schmeißt Mandarinchen auf sie!!“
Schon zückten sie kleine Konservenbüchschen, aus denen sie Mandarinenteilchen hervorholten und sie auf Triskels Kopf warfen.
Als ich endlich wieder in Richtung Tür zurückwich, glaubte ich noch wahrzunehmen, wie in einem absaufenden Raider draußen Ludy neben dem angeschlagenen Piloten im Cockpit saß und ihm liebevoll heißen Tee aus einer Thermoskanne einflößte.
Dann warf ich die Tür vor mir zu und stand wieder im Eingangsbereich.
„Toller Tipp. Danke“, murmelte ich.
„Gern geschehen, Euse. Weil du es bist“, antworte der Kleiderständer in der Ecke. „Ach, übrigens:
Deine Zeit ist fast abgelaufen. Bald geht die Sonne auf.“


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 04.01.2011, 02:43                                  +/-

rolling on the floor...


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 06.01.2011, 19:55                                  

Ich wandte mich nach rechts zum Fernsehzimmer; in der richtigen Welt hatte Triskel den Ersteller dort mit Regenbogen angetroffen.
Ich öffnete die Tür – und wurde enttäuscht:
Nur einBaum war zu sehen; sie hieb in weißem Umhang mit einem großen Stock in eleganten Bewegungen und in schwungvoller Choreografie auf ein Filmlexikon ein.
„Totaler - - Schund!, soziologisch - - unzutreffende - - Interpretation!“, keuchte sie, „unzureichendes Kulturwissen -“
„Äm, Bäumchen“ - ich unterbrach sie.
„Was!?!“ Sie starrte mich an, eine schwarze Locke hing ihr wirr vor dem linken, funkelnden Auge.
„Hast Du zufällig Tyler -“
„Der Ersteller ist vorhin mit Regenbogen da 'rein“, antwortete sie unwirsch und gab sich dann wieder dem Filmalmanach hin, aus dem nach jedem Hieb dunkelrote, hohe Blutfontänen bis an die Decke spritzten.

„Da 'rein“ schien der Fernseher zu sein. Ich stieg durch den flackernden Bildschirm, ein Bein nach dem anderen – und fand mich in einem winterlichen, chinesischen Lustgarten voll exotischer Verwachsungen wieder. Langsam, beinahe in Zeitlupe fielen die weichen, großen Flocken vom Himmel und fielen sanft auf die schneebedeckte Erde.
Es war auf eine kuschelige Art und Weise still.
Unter zwei uralten, knotigen dicken Bäumen stand ein offener Picknickkorb; daneben lagen zwei große Decken, schon leicht zerknautscht, und zwei angetrunkene Biere.
Eine Ketchupflasche war umgekippt und hatte ein bizarres rotes Muster in den jungfräulichen Schnee gesprüht, das aussah wie ein mittelalterlich geschmiedetes Schwert.
„Bad luck, Newbie“, grummelte direkt an meinem Ohr eine in Zeitlupe herabfallende Schneeflocke.

„Taiiiiiiler! - Taiiiiiiler!“ Ich verausgabte mich; dafür erntete ich nur ein Echo, das sich zwischen den asiatischen Gewächsen und den Riesenbäumen bis ins Unendliche fortzusetzen schien.
Doch – ruhig!
Halt!
Das war kein Echo! Was ich da ganz leise hörte, waren menschliche Stimmen.
Ich bewegte mich fast lautlos zwischen den Bäumen hindurch, tiefer und tiefer durch den Wald – bis ich an eine Lichtung kam, die in einen sanften, schneeweißen Hang auslief.
Ich lief ihn hinab – und wäre fast gegen eine höchst eigenartige Konstellation gerannt:
Im Viereck standen da Psycho Dad, Celebrian, Eiranion und einBaum und warfen mit Schneebällen auf einander. Erst nach mehreren Sekunden erkannte ich mehrere Details:

Der Schneeballwurf folgte einer exakten Choreografie:
Eiranion warf einen Ball auf Celebrian neben sich; diese parierte mit einer raffinierten Martial Arts-Bewegung, so dass der Schneeball ums Eck und gänzlich ohne Schaden weiterflog zu Psycho Dad, der den Ball ebenso kunstvoll im 90 Grad-Winkel konterte und ihn beförderte zu einBaum, die den Schneeball – laut schreiend - wieder zurück auf Eiranion beförderte.
Dabei waren alle vier durch hohe rote Plastikschilde an ihrer Körperfront geschützt, die ich als Schlitten aus der Kate identifizierte.
„Wow! Wie kunstvoll ihr Schneeball-Werfen könnt!“, entfuhr es mir achtungsvoll.
„Wer wirft denn hier mit – Haiiiiojah!! - - mit Schneebällen?, Eusen San?“, rief einBaum.
„Eirühr San macht uns Frühstück!“, schrien Celebrian und Psycho Dad gemeinsam, ohne dabei die Choreografie zu unterbrechen.

Ich blickte nochmals hin; die Szenerie hatte sich geändert:
Was die Vier da warfen, waren keine Schneebälle; es waren tatsächlich Eier.
Eiranion zog immer wieder ein neues aus seinem Mund und warf es dann geschickt zu Celebrian, die es dann weiter auf Reise schickte.
„Eirühr San“ stand dabei elegant auf einem Bein, das tief im Schnee steckte. Das andere hielt er so nach hinten weggebogen, dass die Fußsohle wieder nach oben zeigte; allerdings fehlte diesem Fuß der Schuh; nur von einer sehr dicken, robusten Socke wurde er geziert, die offensichtlich sehr sehr warm sein musste; denn sobald einBaum das rohe Ei letzten Endes wieder zu Eiranion geschlagen hatte, landete es genau auf dieser besockten Fußsohle, wo es zerschellte und seinen leckeren Inhalt auf eben diese Sohle ergoß – wie das Ei sofort zu brutzeln anfing.

„Raffiniert“, dachte ich mir. „Das mache ich zuhause auch mal, mit meiner Frau January Jones.“ Irgendwo in meinen Gehirnwindungen rumorte es, um mir mitzuteilen, dass meine Frau gar nicht January Jones war. Doch ich war schon zu weit weg von meiner richtigen Welt. Nur noch ein seidener Faden verband mich mit ihr.

Neben mir stand auf einmal sphinx (die ich im Real Life noch nie getroffen hatte und die deshalb tatsächlich das Gesicht der Sphinx trug) und bot mir einen Keks an:
„willste n'auryn? schmeckt beschissen, verleiht aber angeblich nicht zu verachtende kräfte.“
Das „Auryn“ war ein kleines, ovales Weihnachtsplätzchen mit kunstvollen Schokoladenmusterungen. sphinx hielt mir zwei davon hin.
„Gerne“, sagte ich, „aber warum sprichst Du in Kleinbuchstaben?“
„je kleiner die buchstaben sind“, gab sphinx zurück, „desto leichter können sie sich in die luft erheben und sich, so leicht wie sie sind, so federleicht, in kleine vögel verwandeln. - pass auf, sie kommen schon!“
Und tatsächlich flogen schon p, a,s, s, a, u, f und die restlichen Buchstaben auf mich zu und unter mich hindurch und ich wurde in die Luft gehoben und schwebte über dem winterlichen Wäldchen. Weiter und weiter trugen mich die Buchstaben, bis ich unter mir einen mir bekannten, rot blinkenden, kitschigen Christbaumschmuck erkannte, der sich an eine Hausfassade schmiegte:
„THE PLACE TO BE“.

„Halt!, Stopp!“, schrie ich. Doch die Buchstaben flogen einfach weiter, schon fast hatten wir das Dach wieder hinter uns gelassen – da biss ich geistesgegenwärtig in eines der „Auryn“-Plätzchen, das ich von sphinx genommen hatte:
Sie hatte Recht gehabt: Es hatte Zauberwirkung (sofort verknoteten sich die Buchstaben ineinander zum Satz „alspilotbistduhöchstensmeh“ und warfen mich ab, unter Gekicher weiterfliegend) –
- und es schmeckte ziemlich beschissen.

Ich plumpste neben das hell erleuchtete Wohnzimmerfenster des PLACE TO BE, in das ich vorher schon hatte linsen können:
In dem Raum war wieder der lange Biertisch; doch saßen diesmal titania und hatata dort nebeneinander. hatata war über vieles Papier und einige zerlesene und mit Textmarker beschmierte Bücher gebeugt und wirkte recht verzweifelt, während titania ihn am Rücken streichelte, gut zuredete und ihm ein Weihnachtsplätzchen anbot.
Mir war der Grund für hatatas Verzweiflung nicht ganz klar; die meisten Bücher schien er schon durchzuhaben, warum hing er nun an diesen letzten Lernexemplaren so fest?

Da schwang die Zimmertür auf – und mir wurde schlagartig alles klar:
Craggan stand da im Zimmer, wie eine Bedienung am Oktoberfest hielt er zehn prall gefüllte Maßkrüge auf einmal in der Hand, und so schritt er mit breitem Lächeln zu hatata und stellte ihm die Krüge auf den Tisch.
Hatata blickte verzweifelt zu ihm hoch, Craggan blickte wiederum ihm vertrauensvoll tief in die Augen, wies einladend auf die zehn Biere – und tatsächlich begann hatata, wie gegen seinen inneren Willen, doch ohne sich dagegen wehren zu können, an dem ihm am nächsten stehenden Krug zu nippen – bis er schließlich das Glas ganz kippte und das kühle Nass ganz in sich hineinschüttete.

Mitleidig fuhr titania ihm durchs Haar, wohingegen Craggan scheinbar laut dröhnend lachte und ihm bestätigend auf die Schulter klopfte.
Erst jetzt sah ich, dass schon eine ganze Ladung leergetrunkener Maßkrüge neben hatata auf seiner Bierbank standen.
Doch, was mir ebenfalls erst jetzt gewärtig wurde:
Auch auf dem Nebentisch standen viele leere Gläser. Wer hatte denn dort gesessen? Und wo war dieser Jemand nun?

Die Antwort gab ein gurgelnder Laut, der aus dem Nachbarfenster scholl:
Ich ging ein paar Schritte weiter und blickte von draußen durch das angelehnte Fenster:
Ramujan kniete dort vor dem Klo und gab unter Anstrengung etwas von sich – etwas Wunderschönes, Glänzendes, das sich in majestätischen goldenen Fahnen aus seinem Munde zog, wie leicht vom Windhauch bewegt durch die Luft wehte und sich dann langsam und glitzernd auf die offene Schüssel herabsenkte.
Da begriff ich:
Dies war meine Chance, das „Geheimnis“, von dem der Geist gesprochen hatte, zu ergattern: Da war es, direkt vor meiner Nase, ich musste nur zugreifen!
Ich stieg durch das Fenster ein, Ramujan blickte verständnislos auf, noch immer stieg das mysteriöse Gold aus seinem Munde, ich griff danach -

da hielt die Zeit an.

Meine Hand verharrte kurz vor der goldenen Fahne.
„Und sie bewegt sich doch!“, schoss es mir prophetisch durch den Kopf.
Denn tatsächlich: Millimeter um Millimeter schob sich meine Hand durch die Luft in Richtung des wabernden Goldes, dem auch eine fast nicht erkennbare Bewegung in der Luft anzusehen war.
Draußen musste jemand den DVD-Player am Fernseher, durch den ich hier in die asiatische Winterlandschaft eingestiegen war, auf „Zeitlupe“ gestellt haben, so dass nun in dieser Ebene meines Traumes die Zeit langsamer verging als in der äußeren Ebene.
Das hieß für mich nur Übles:
Nicht nur verhinderte es, dass ich das Gold zu fassen bekam; außerdem verlor ich hier im Stillstand wertvolle Zeit, während sich draußen in der anderen Zeitebene langsam die Nacht ihrem Ende zuneigte. Ich stand kurz davor, das Spiel zu verlieren.

„Scheiße gelaufen, oder, Newbie?“
Mein versteinertes Auge hing an dem sprechenden Klostopfer, der neben der Schüssel stand.
In diesem Moment schien draußen wieder auf „play“ gedrückt zu werden, meine Realität lief für mich weiter, meine Finger wollten sich schon um die goldene Fahne schließen -

„Stopp! Du hast ne Allergie gegen Gold! Wenn Du die Fahne anfasst, bekommst Du Hämorrhoiden so groß wie Kinderfäuste und - wirst - schwul. Echt blöde Kombi.“
Ich starrte den Klostopfer an und hielt in der Bewegung inne.
„Um die Allergie abzuwehren, war es schon immer Deine Angewohnheit, Dich selber das Klo hinunterzuspülen.“

Das leuchtete ein.
Ich stieg in die Schüssel – Ramujans Augen weiteten sich -, zog an der Spülung und wurde, mich immer rascher um mich selber drehend – in den Schlund hinabgesaugt.
Die nun wieder auftauchende leise Stimme in mir, die mir einreden wollte, dass ich mich bislang wegen meiner Goldallergie noch nie das Klo hinuntergespült hatte, war fast nicht mehr hörbar.
„Das hätte meine geliebte January doch nie zugelassen“, dachte ich noch grübelnd.
Dann wurde es dunkel.


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Zuletzt bearbeitet von Euseppus am 06.01.2011, 21:30, insgesamt einmal bearbeitet
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Psycho Dad
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BeitragVerfasst am: 06.01.2011, 20:06                                  +/-

Wo bleibt den Euses "lustige" Fotoserie?


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„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
(Tyler D.)
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BeitragVerfasst am: 06.01.2011, 20:10                                  +/-

Psycho Dad
Wo bleibt den Euses "lustige" Fotoserie?


"des Euses Fotoserie"!



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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 07.01.2011, 00:12                                  

Meine Augen gewöhnten sich nur langsam an das trübe Licht.
Der Kloabfluss, in den ich mich gespült hatte, war in Wirklichkeit ein in mondänem Ebenholz verkleideter Aufzug, der mich spürbar abwärts, hinab ins Bodenlose beförderte.
Neben mir an der Wand gab es Knöpfe für die Stockwerke; eben waren wir an Untergeschoss 1 vorbeigefahren.
Flugs drückte ich auf U2.
Der Fahrstuhl hielt an, die Tür öffnete sich.

Vor mir tat sich eine Landschaft auf, die aus der Stadt Metropolis, dem Himmel der Galaxis aus „2001“ und dem weiten Land aus „There will be blood“ zusammengezimmert schien. Darin bewegten sich die buntesten Figuren, Hauptfiguren aus Romanen, so wie ich sie mir schon immer vorgestellt hatte und es erscholl über der gesamten Landschaft eine nie gehörte Mischung aus Johannes Brahms und Singer-Songwriter aus dem Indie-Bereich.
Da wurde mir klar, dass ich in einer der oberen Ebenen meines Unterbewusstseins gelandet war.
Versöhnlich und zufrieden lächelnd beobachtete ich kurz diese Visualisierung dessen, womit mein schöngeistiges Ich sich so gern beschäftigte, am Tag und auch im Traume, dann stieg ich, seufzend ob des ungewollten Abschieds, wieder in den Aufzug.

Neugierig wollte ich nun auf „U3“ drücken, doch da musste ich überraschend rülpsen, weil sich das „Auryn“-Plätzchen irgendwo weiter unten quergelegt hatte.
Ich verzog meine Bewegung, und unwillkürlich landete mein Finger auf der untersten Taste, „U-x“, der Fahrstuhl ruckelte kurz und setzte sich dann mit einer Geschwindigkeit in Bewegung, dass es mir im ersten Moment den Atem nahm.
Als wir abrupt haltmachten und sich die Tür ruckelnd öffnete, konnte ich einen Blick in mein tiefstes Unterbewusstes machen:
Ich war schockiert, angewidert, ja angeekelt und abgestoßen, von tiefstem Grauen und höchstem Abscheu erfüllt, doch zugleich so fasziniert von alledem, dass ich meinen Blick nicht abwenden konnte:
Ich erkannte
Gewalt ist keine Lösung arzwaldklini Gewalt ist keine Lösung im Beate Uhse-Shtionale postin
ornofil
iesigtten
it den Pfeifen diskuth immer recht
ongs aus den Achzigdchenkleidunnzieh

ßter fan von sex in the citiebsten jede Wocroschenromane les



(Vom Autor aus Selbstschutzgründen zensiert.)

Da erblickte ich inmitten von alledem Viehischen einen Fernseher, in dem gerade Lindße lief. Ohne nach links und rechts zu sehen, ging ich geradewegs auf ihn zu, und als ich schon fast bei ihm angelangt war, rempelte mich noch Karoik an; doch dann fanden meine Füße das Innere des Flimmerkastens, und als ich mit beiden Beinen aufkam, da stand ich wieder im Fernsehzimmer der Kate.

einBaum war verschwunden, dafür kniete nun ludy vor dem zerschlagenen, blutenden Filmlexikon.
Leise stöhnte es vor sich hin.
„Schschsch, das wird schon wieder“, flüsterte ihm ludy beruhigend zu und bettete es sanft in ein weiches Frottee-Tuch ein, während sie ihm behutsam das Blut aus den Seiten wischte.
Ich wankte noch leicht benommen zur Tür und stand schließlich wieder im Eingangsbereich.
„Newbie, Du hast noch vier Minuten“, sagte mein Penis zu mir. „Dann macht Dein Verstand winkewinke und Du darfst Dich auf ewig hier in der Alptraum-Kate einquartieren.“

Ich schlug mir hart in den Schritt, jammerte dann laut auf und sah in meiner gekrümmten Haltung einen goldenen Flimmer an mir vorbeihuschen.
„Ha!“, entfuhr es mir.
Der Schein aus Gold war durch die angelehnte Tür in den einzigen Bereich des Hauses gehuscht, in dem ich noch nicht nachgeschaut hatte:
In den Keller.
„Geh da nicht hinein, Schatzi, ist zu gefährlich“, flüsterte Ludy mir im Vorbeigehen zu, nur um dann selber hinter der Kellertür zu verschwinden. Das leise Jammern des Lexikons wurde schließlich zu einer bloßen Ahnung und war dann gar nicht mehr zu hören.
Von unten schollen dafür bedrohliche Laute empor, Schreien, Quietschen, Johlen, Stampfen...

Aber mir blieb keine Wahl.
Ich dachte an all die Filmszenen, in denen im Keller das grausame Verderben auf den Protagonisten lauert, an all die furchtbaren Strafen, die sich Märchenerzähler aus der Vorzeit bis zu den Drehbuchautoren der Neuzeit für all jene ersonnen hatten, die die unsichtbare Linie zwischen dem Diesseits und der Dimension jenseits der Kellertür bewusst oder unbewusst durchschritten hatten.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und öffnete die Tür zur Kellertreppe.

„An mir kommt keiner vorbei.“
An der Schwelle stand ein Hüne mit zum Pferdeschwanz gebundenem blondem Zopf, dunkelblondem Kinn- und Backenbart und einer Wickingerkeule in der rechten Hand, die er gefährlich auf- und abwog.
„Was?“
„An mir kommt keiner vorbei. Beantworte zuerst drei Fragen.“
„Sch-sch-schtell D-d-deine drei F-f-fragen, ich f-fü-fü-fürhte mich nicht. So richtig.“
„Wie lautet Deine Lieblingsfarbe?“
„Grün.“
„Welches ist Dein Auftrag?“
„Die Suche nach dem Goldenen Geheimnis.“
„Welches - - sind meine Lieblingsfilme?“
“Meine“ Lieblingsfilme?“
„Nein! MEINE Lieblingsfilme!“ Die Keule klatschte intensiv rhythmisch auf und ab.

Ich überlegte.
Ich sah dem Hünen ins Gesicht.
Auf den ersten Blick wirkte er furchteinflößend.
Sicher.
Da lagen verwesende Leichen hinter ihm auf den Stufen.
Sicher.
Seine Kleidung troff vor Blut.
Aber:
In seiner unbewegten, stoisch mich anstarrenden Mimik glaubte ich, ein großes, weites, warmes Herz zu sehen.
Ich blickte ihm fest in die Augen:
„Disney-Filme. Du liebst Disney-Filme. Filme voller Musik, voller großer Wahrheiten, Filme, in denen Vieh und Gerätschaften sprechen, singen, tanzen und dem Menschen, weg vom Tumben, Unbewegten, hin zum dynamisch Mitlebenden gut Freund sein können.
Ja, mein Freund, ich sehe es Dir an:
Disney, DAS ist DEINE Welt!“

Oh, liebes Tagebuch, hättest Du doch da den schrecklichen, furchtbaren Hünen sehen können:
Wie sein hartes Gesicht da vor Liebe zerfloss, wie die Hundertschaften von geliebten Filmszenen, die ich ihm unmittelbar ins Gedächtnis gerufen hatte, sein Herz erwärmten, wie die Tränen von seinen Augenwinkeln tropften.

Ich hatte diesen Menschen erkannt, wie ihn noch niemand vorher erkannt hatte.
„Schwul“, grummelte da eine Stimme.
„Was?“, fragte schniefend der Hüne.
„Hör nicht auf ihn“, lächelte ich, „das war nur mein Penis.“
„Achja“, lächelte er sodann und legte mir zärtlich seine große, warme Hand auf die Schulter.
„Pass auf da unten, mein kleiner Freund“, so sprach er zu mir. „Du hast keine Ahnung, was Dich erwartet. Für jeden, den ich hier oben erschlagen habe, war dies das kleinere Übel, das darfst Du mir glauben. Und nun viel Glück.“
Mit diesen Worten ließ er mich gewähren.

Stufe für Stufe stieg ich hinab. Das martialisch-diabolische Schleifen, Schreien und Kreischen schwoll bei jedem Schritt an. Unten war zu meiner rechten Hand die kleine Türe zur Speisekammer. Vorsichtig öffnete ich sie einen kleinen Spalt, darauf gefasst, wieder eine ungeahnte Traumwelt dahinter zu erblicken.
Doch es war nur die dunkle Speisekammer, die ich vor mir hatte.
Halt – nein:
Ein kleines Licht glomm dort ganz vorne, am geöffneten Fenster.
„Seavas, Euse. Na? Wie schoot's oos?“ Ich glaubte, lilas Augen über ihrem glühenden Zigarettenstummel im Mondlicht glänzen zu sehen.
„Naja“, stammelte ich, „weißt Du, das goldene Licht, äh, das große Geheimnis und der Albtraum und so...“
„Euse? Glei is' fett! Heast?! Glei is' fett!“
lila sprach dies mit einem unerhörten Nachdruck, dennoch blieb mir verborgen, was denn nun gleich fett sein würde.

Diese Österreicher.


Vorsichtig schloss ich die Tür wieder und wandte mich der großen Stube zu. Durch die Milchglasscheibe konnte ich sehen, dass dort im hellen Licht Wüstes und Auftriebiges zugange war.
Welcher Teufelei würde ich mich nun gleich gegenüber sehen?
Zum letzten Mal in meinem Traum öffnete ich eine Tür, um zu sehen, was sich dahinter verbarg.

„Trittst im Morgenrot daheeeer, seh ich Dich im Strahlenmeeeer!“, jodelte es mir vielstimmig entgegen, „dich, du Hocherhabener, Herrlicheeeeer! Wenn der Alpen Firn sich rööötet...“
Da scholl eine tenorale Gesangsstimme klar und frei heraus:“...Betet, freie Schweiiizer beeetet!!“
Psycho Dad war das, der diesen gesungenen Schweizer Psalm anführte.
Dazu sangen Lothiriel, Glaurung, Schalk, Waldelb und John freudig laut, während sie in Arbeitsteilung ein Schwein, ein Reh und ein Kalb schlachteten.
Teile des Schweins wurden sogleich in einen riesigen Bottich mit frisch geerntetem Grünkohl geworfen, während andere zusammen mit den Teilen des Rehes und des Kalbes auf dem Tische abgelegt wurden, wo schon fein drapierte Tellerchen mit weiteren Zutaten für Fondue bereitstanden.

„Jaha, da luagsch Du, hä, Euse, odr?“, lachte mich durch den Lärm des Singens und Sägens hindurch Psycho Dad an. „Getreu dem alten Spruche des Volksmunds aus dem Legsdenieder Kanton, der da lautet „Die Schweizer legen los, die Deutschen verpennen alles“, hauen wir hier bei der Speisevorbereitung noch so richtig rein! Stimmt's, Leute, odr!?“
„Jaaa!“, lachten alle, und sogar Lothiriel und Waldelb mitsamt John, alle sonst eher in andere kulinarische und gesamtkulturelle Richtungen orientiert, schrien, während das Blut aus diversen Arterien nach oben spritzte, mit leuchtenden Wangen:
„Tolles Volk, die Schweizer. Richtig schneidig!“
„Aber, aber – wohin mit all dem Fleisch?!“
Da wurden auf einmal alle stumm, und inmitten des zerstörerischen Schlachtwerkes tat sich eine kleine Schneise auf, als alle beseitetraten.
Am Ende des Raumes stand -

Helcaraxe, eine große, weiße Kochmütze auf dem Kopf, die Brillengläser vollständig beschlagen, hinter einem mannshohen, dampfenden Tiegel.
Er warf mit der linken Hand einen großen weißen Quader nach dem anderen in den Tiegel, während er mit der rechten beständig darin umrührte.
Und in diesem Moment glaubte ich, in den Rauchschwaden über dem Topf ein leises, goldenes Schimmern zu sehen – sehr schwach; aber es war vorhanden.
Da fiel mir lilas Satz wieder ein:
„Glei is' fett!“
Nein, ich hatte sie missverstanden: „Glei ins Fett!“, hatte sie gemeint!
Nun wusste ich, was ich zu tun hatte!

Doch ich hatte nicht mit der Macht des Geistes der zukünftigen Silvesterparties gerechnet.
Ich wollte schon losspurten, direkt auf den riesigen Topf mit Fett zu, als ich eine altbekannte Stimme hörte:
„Leute, guckt ma: Newbie-Fleisch. Da lacht der Schweizer.“
Es war nicht mehr Mike, der hinter dem Tiegel stand:
Unter der hohen weißen Mütze blickte mir nun ein bärtiges Gesicht gelangweilt entgegen.
„Kann ja noch n'bisschen Würze vertragen, Deine kleine Queste, oder?“

Da stürzten sich alle Umstehenden auf mich, der ich unverwandt zwischen dem goldenen Schimmer über dem Tiegel und dem bärtigen Gesicht dahinter hin- und herstarrte.
So kurz vorm Ziel hatte ich versagt.
„Schade. Irgendwie warst Du okay. Im Diskutieren – scheiße. Deine Geschichten im Tagebuch-Thread: Abgefahren. Aber so im Ganzen ganz okay. Trotzdem: Ich bin nunmal n'echter Kerl, und die haben Prinzipien, Kleiner. Sorry.“
Er seufzte, als trüge er eine schwere Bürde. „Gleich geht die Sonne auf. Zählen wir zusammen rückwärts, okay? - Vierzig, neununddreißig, achtunddreißig – ha. Haste schon wieder geglaubt, oder? Ha! - Sorry, just kidding. Also: Sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei, eins uuuund - - -“

Ich versteifte mich komplett und sah schon mein letztes Verstandeslicht davonflattern.
Doch ein anderes Licht ging dafür nicht auf: Das Tageslicht.

„Ey, was los hier?“, grumpiete der Geist. „Früher war alles besser. Da haben zwar auch schon alle Scheiße gebaut, aber auf die Gestirne konnte man sich wenigstens verlassen.“

Ich blickte aus dem erhöht liegenden Fenster. Und da wurde mir mit einem Mal klar, was Sache war:
Das Dorf im Tal, das der Geist zu Beginn meines Albtraums über die Kate sich hatte biegen lassen, war die ganze Zeit über dort oben gehangen – auch jetzt noch.
Tatsächlich hatte der Geist recht, die Sonne war schon aufgegangen – aber sah nichts davon, da das Tal am Himmel zwischen Sonne und Kate hing.
Die Griffe an meinen Gelenken lockerten sich, da niemand wusste, was nun passieren sollte – ich wusste es dafür umso besser.
Ich riss mich los, rannte auf den riesigen Schmelztiegel zu und schmiss mich hinein.

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Zuerst konnte ich wieder nichts erkennen. Ich trieb langsam nach unten. Von Wänden war nichts zu spüren und selbst, als ich die Augen weiter aufriss, war kein Ende meiner Umgebung zu erkennen:
Cremefarbenes, fettiges Weiß, wohin das Auge sah.

Da schossen zwei Delfine an mir vorbei. An der Flosse des einen hing der Ersteller, an der des anderen Regenbogen; beide winkten mir lächelnd zu. Der Ersteller machte noch das Daumen-hoch-Zeichen zu mir und deutete dann mit einer gewichtigen Geste nach unten, in den weißen Abgrund aus Fett. Dort würde ich das Geheimnis finden, das mich aus diesem Albtraum zu befreien die Macht haben sollte.
Dann schossen die beiden Delfine davon, sich gegenseitig umkreisend, jagend, umspielend, bis sie nur noch Schemen im Nebel waren.
Ich ließ mich weiter sinken, bis ich aus der Untiefe auf einmal etwas emporleuchten sah:
Golden strahlte es mir entgegen.
Ich wusste nicht mehr, wieviel Zeit schon vergangen war. Weiter und weiter und tiefer und tiefer sank ich, fast, so schien es mir, zurück in den Schoß, der mich geboren hatte – bis ich Widerstand unter meinen Füßen verspürte.
Ich war angekommen.
Vor mir stand in Miniaturgröße THE PLACE TO BE, gerade so hoch, dass ich es mit eingezogenem Kopf betreten konnte – was ich nun auch zum ersten Mal tat.
Der gemütliche Raum war erfüllt von goldenem Strahlen, so dass ich zuerst die Hände vors Gesicht legen musste, bis sich meine Augen daran gewöhnt hatten.
Auf dem Tisch, an dem zuvor Quar und später titania und hatata gesessen hatten, lag ein kleiner, purpurfarbener Umschlag, daneben lag eine Magnum .357.

Mir schauderte. Was hatte das zu bedeuten?...

Ich öffnete das Kuvert. Ein kleiner Zettel, ähnlich einer Visitenkarte, lag darin. Ich zog ihn heraus.
Auf ihm stand: „SORRY. YOU ARE A CYLON.“

Ich nahm den Revolver, ging nach draußen ins Fett und schoss mir in den Kopf.


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„Schatz? - Schatz!! Wach doch auf. Sieh doch mal!“
Ich blinzelte. Neben meinem Bett stand Celebrian und strahlte mich erwartungsvoll an.
„Hmmm? Wasnloswobinnichn?...“
Ich öffnete ganz die Augen. Ich lag in unserem gemeinsamen Schlafzimmer in der Kate. Langsam erhob ich mich und setzte meine Füße auf den Boden.
„Schatz, Du wirst nicht glauben, was passiert ist!“ Celeb wippte auf ihren Füßen hin und her.
„Ich glaub alles. Echt alles“, brummte ich noch halb betäubt.
„Ja? Dann schau mal, wer doch noch gekommen ist!“
Ich blickte zur Tür.
pk kam um die Ecke.
„Hallo Newbie. Na? N' bisschen Fett abbekommen? Höhö.“

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Ich schreckte hoch. Celeb stand neben meinem Bett.
„Mein Gott, Schatz, was hast DU denn geträumt? Du siehst ja aus, als hättest Du einen Geuist gesehen!“
„Mhm, und was für einen...“
„Dann freut es Dich vielleicht ganz besonders, dass wir doch noch unerwarteten Besuch bekommen haben!“
Ich seufzte kurz auf.
„Der ist sich doch für keinen Traum-im-Traum-Quatsch zu billig...“
„Was meinst Du?“
„Ach – nix...“
Ich stand auf, nahm das Filmlexikon von meinem Betttischchen, ging damit ums Eck, knallte es pk, der dort stand und auf seinen großen Auftritt wartete, mehrfach um die Ohren und ging wortlos ins Erdgeschoss und dann aus dem Haus.

Über der Kate wölbte sich als Himmel immer noch das Tal mit dem verschneiten Dörfchen.
Ich zog das zweite Auryn-Plätzchen von sphinx heraus, das sich durch alle Traumebenen durch in meiner Hosentasche erhalten hatte.
Frohgemut und zugleich mit Todesverachtung biss ich hinein und wünschte mir, dass es noch einmal Mitternacht sein möge.
Dann legte ich mich breit ausgestreckt in den Schnee und zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sah sich jemand ein Feuerwerk in allen Farben und Formen von oben an, ganz ganz nah - und im Liegen.


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)

Zuletzt bearbeitet von Euseppus am 07.01.2011, 00:33, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 07.01.2011, 00:29                                  +/-

Um was geht's?


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You met me at a very strange time in my life.
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Euseppus



Beiträge: 8847
Wörter pro Beitrag: 63
Wohnort: Winterkatingen
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BeitragVerfasst am: 07.01.2011, 00:34                                  +/-

Fortsetzungsroman, Arbeitstitel "Der bärtige Geist der zukünftigen Silvesterparties", Beginn eine Seite vorher, Mitte.

Hereinspaziert.


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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Psycho Dad
Sultan der Rhetorik


Beiträge: 14361
Wörter pro Beitrag: 34
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BeitragVerfasst am: 07.01.2011, 10:05                                  +/-

Geht das jetzt ewig so weiter? Wie viele Wochen haben wir denn Silvester gefeiert?


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„Hm, ich hätte Appetit auf generell asiatisch.“
(Tyler D.)
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