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China – Der umfallende Reissack erwacht
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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:30                                  +/-



Das Interesse an der vermuteten nächsten Supermacht hält sich offenbar ziemlich in Grenzen, es hat nicht einmal für einen eigenen Thread gereicht bisher. Dabei stehen gerade wichtige Entscheidungen in China an: Noch in diesem Jahr sollen radikale Veränderungen in der Staatsführung vorgenommen werden. Der Staatspräsident wird ausgetauscht, sehr viele bisherige hohe Funktionäre sollen in Rente gehen, wichtige Gremien werden umstrukturiert und verkleinert, um die Führung effektiver zu machen.

Doch nun gibt es Rätselraten, weil der designierte neue Führer Xi Jinping seit dem 1. September nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde. Die staatlichen Medien schweigen eisern über die Gründe. Niemand weiß genau, warum er abgetaucht ist. Die meisten Analysten gehen von einem leichten Herzanfall oder Schlaganfall aus. Aber es besteht auch die Möglichkeit, dass parteiinterne Machtkämpfe der Grund sind.

Ich würde gerne mehr über das chinesische System erfahren. Die NY Times berichtet da schon sehr gut, aber auch die haben nur einen sehr beschränkten Zugang zum extrem intransparenten chinesischen Führungssystem. Das geht schon in Richtung Nordkorea light.

Trotzdem machen die Chinesen offenbar Vieles richtig. Seit langer Zeit erhalten die eine stabile autokratische Regierung aufrecht, die das Riesenreich relativ souverän steuert, nicht völlig in Grabenkämpfe verfällt und ohne größere Massaker an der Bevölkerung auskommt. Interessant natürlich auch die Unterschiede zu unseren Politikern: Wenn sich chinesische Funktionäre nicht gerade persönlich bereichern, entscheiden sie sehr häufig anhand rationaler Überlegungen. Dabei schaffen sie es sogar, ohne demokratische Wahlen alle zehn Jahre einen Führungswechsel zu vollziehen, da kein Führer mehr als zwei fünfjährige Amtszeiten bekommt.

Haben sie sich vielleicht bei den Amerikanern abgeguckt, aber die Parteispenden und den endlosen Wahlkampf weggelassen. Dafür gibt es natürlich die Korruption in anderer und vermutlich noch viel weitreichender Form. In so einem geschlossenen System dürfte alles darüber ablaufen, wer wen kennt und wer durch wen nach oben gekommen ist.

In den nächsten Wochen wird es also dann eine Reihe von Umwälzungen geben, und die in viele Fraktionen geteilte Partei ringt gerade erbittert um die Posten. So ziemlich der schlechteste Zeitpunkt, um als neuer Führer krank zu werden. Aber vielleicht erhält der Westen durch die Friktionen einen besseren Einblick in das chinesische System.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:34                                  +/-

Glaurung


Das Interesse an der vermuteten nächsten Supermacht hält sich offenbar ziemlich in Grenzen, es hat nicht einmal für einen eigenen Thread gereicht bisher.


Der Economist hat vor einigen Monaten seine inhaltliche Struktur dahingehend geändert, dass China nun nicht mehr im Bereich "Asia" mitverfrühstückt wird, sondern seinen eigenen Bereich bekommen hat. Das fand ich schon bemerkenswert. Das heißt man findet da nun jede Woche 3-4 Artikel, die sich nur mit China befassen.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:37                                  +/-

Was steht da dann so drin? Irgendwelche Wirtschaftsnachrichten finde ich ja völlig uninteressant. Aber ein beispielhafter politischer Hintergrundartikel würde mich interessieren.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:41                                  +/-

Angela Merkel ist übrigens die Letzte die ihn am 31. August getroffen hat. Zufall? *mysteriöseMusik*


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:45                                  +/-

Hä? grins Ich glaub, du hast immer noch nicht gerafft, was der Economist ist hähö Die machen zu 70% politische Artikel. Denkst du, ich les ne reine Wirtschaftszeitung??? grins

Die vier China-Artikel der aktuellen Ausgabe sind:

Rehabilitating drug users
Kicking the habit

Hong Kong politics
Streets not seats

Homosexuality
Coming out

Banyan (--> Name der regelmäßigen Kolumne eines der Autoren)
The leader vanishes

Da ist diesmal nicht ein Wirtschaftsartikel dabei. Wirtschaftsthemen werden ja zudem in eigenen Rubriken behandelt ("Finance & economics" sowie "Business").

Kurz zum Verständnis: das Inhaltsverzeichnis des Economist gliedert sich immer in diese Rubriken:

- Leaders
- Briefing (lange in-depth Analysen, meist zum Titelthema)
- USA
- Europa
- Asien
- The Americas (Amerika außer USA)
- Middle East & Africa (eine für mich bescheuerte Zusammenfassung, beide Bereich würden eine Einzelrubrik verdienen)
- China
- Britain ( zwinkern )
- Finance & economics
- Business
- Books & Arts
- Science & technology
- Obituary (Leiche der Woche hähö )

Hier das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe: http://www.economist.com/printedition/2012-09-15

Ich kann das wirklich sehr empfehlen und glaube auch, dass gerade Dir, Glaurung, der Stil der Zeitung zusagen würde.


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Troll0815



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:46                                  +/-

Ich warte ja seit einigen Wochen auf meine Unterlagen der chinesischen UNI, damit ich endlich
mein Geschäftsvisum für China beantragen kann. Wie ich heute erfahren habe, zögert sich das alles - falls es maximal schlecht läuft - noch einen weiteren Monat raus Geschockt In Sachen Bürokratie und Beamtentum ist es jedenfalls weit schlimmer als Deutschland zwinkern

China ist vor allem verdammt groß, ein Land der extremen Gegensätze und so verschieden von der westlichen Kultur in fast allen Aspekten, dass man wahrscheinlich als Ausländer 10 Jahre in China leben könnte und immer noch nicht behaupten könnte, man hätte einen Einblick wie China tickt.

Will man anfangen China zu verstehen, muss man sich zuerst mit der Geschichte Chinas beschäftigen. Das Verhalten des heutigen Chinas erklärt sich aus der Geschichte. Eine exzellenter Einsteig ist die Doku: China: A Century of Revolution


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einBaum



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:46                                  +/-

Könntest du den Threadtitel in was Netteres ändern? Ich kann mir ja denken, wie er gemeint ist. Trotzdem mag ich ihn so nicht lesen, Sarkasmus hin oder her. Der ist einfach ZU stumpf.



Zuletzt bearbeitet von einBaum am 14.09.2012, 10:48, insgesamt einmal bearbeitet
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GuyIncognito



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:46                                  +/-

Oxford
Glaurung


Das Interesse an der vermuteten nächsten Supermacht hält sich offenbar ziemlich in Grenzen, es hat nicht einmal für einen eigenen Thread gereicht bisher.


Der Economist hat vor einigen Monaten seine inhaltliche Struktur dahingehend geändert, dass China nun nicht mehr im Bereich "Asia" mitverfrühstückt wird, sondern seinen eigenen Bereich bekommen hat. Das fand ich schon bemerkenswert. Das heißt man findet da nun jede Woche 3-4 Artikel, die sich nur mit China befassen.

Nachdem ein Großteil der Produkte der westlichen Welt dort gefertigt wird und China gerade erst am Wachsen ist, ist das gerechtfertigt.
Ohne China würden wir ziemlich dumm aus der Wäsche schauen.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:50                                  +/-

Hier mal exemplarisch der Artikel zum verschwundenen Führer:

http://www.economist.com/node/21562956

Banyan
The leader vanishes
Xi Jinping’s disappearance from view reminds China-watchers of the limitations of their craft

IN 1971 Roderick MacFarquhar, doyen of Western scholars of modern China, wrote an essay suggesting that understanding the country’s politics required an examination of photographs of its leaders, to see who was pictured and where leaders were positioned relative to each other and to Chairman Mao. Mr MacFarquhar was onto something, but this analytical technique is of little help when a leader disappears from the frame altogether as the vice-president, Xi Jinping, did from September 1st—until a brief official mention just before The Economist went to press.

Mr Xi, who is 59, is on the verge of succeeding Hu Jintao as the general secretary of the Communist Party. Yet meetings with foreign dignitaries on September 5th were abruptly cancelled. On September 8th he did not attend a meeting of the Central Military Commission, of which he is a vice-chairman. On September 10th Study Times, an official newspaper, reported on a speech by Mr Xi, but the speech had been delivered nine days earlier. Pressed on the question of Mr Xi’s health on September 11th, China’s Foreign Ministry offered no information. On September 12th an official report mentioned Mr Xi offering condolences on the death of a retired official.
In this section

With no hard facts, rumours flourish, even more so today with the rise of social media and a huge global China-watching profession. In the case of Mr Xi’s disappearance, explanations have ranged widely and wildly from a back injury to a heart attack to, most implausibly, an assassination attempt by means of a traffic accident, though the source of this last tale, Boxun, a Chinese-language website hosted in America, quickly deleted it.

All of this reminds China-watchers how little has changed in the four decades since Mr MacFarquhar admitted the tools of his trade were blunt and unreliable. They might recall one of their early manuals, “The Art of China-Watching”, an in-house article produced by the CIA in 1975, containing the best wisdom that American spymasters could offer. The author summed up years of exasperation in one subheading: “Does Logic Help?”

Since that forlorn cry, China has undergone a dramatic social and economic transformation. But its elite politics remains an intricate and frustrating puzzle to be tackled with crude techniques and unreliable sources. Genuine knowledge of the handful of men who rule the country, including whom they will choose to rule after them and what policies they will favour, is as rare as the Chinese unicorn. Even their health is a state secret.

Such basic ignorance, however, has not stopped China-watching, once the arcane pursuit of a few experts, from becoming a vast industry. With China so engaged in the global economy, there is a never-ending stream of data, often unreliable, to feed the appetites of economic-research firms, investment banks, hedge funds, short-sellers, political-risk advisers, think-tanks, consultancies and financial and military newsletters—not to mention legions of academics, journalists, diplomats and spies. Their analyses of which direction China is going can command a small fortune—and even change fortunes. China-watching is not only essential for diplomacy, it is also big business.

But it is not science. As with Soviet-era Kremlinology, the study of the goings-on in Zhongnanhai, the imperial complex in Beijing where China’s leaders ply their intrigues, is primitive. Unofficial sources are important but can be famously unreliable. In 2011, a Hong Kong television station reported that Jiang Zemin, a former Chinese president, had died; he is in fact still alive (we think), and believed still to wield influence. In contrast to its silence on Mr Xi, Xinhua denied that report within a day.

This year, with a once-a-decade leadership transition approaching, social-media sites have been swamped with rumours, which are heavily but not totally censored within China, and are fed by dubious reports from Boxun and other overseas Chinese websites. A few shocking tales have turned out to be true—even the outlandish one about a Politburo member’s wife murdering a British businessman (if the official court verdict is to be trusted). Most have not, or at least not yet—such as a supposed coup attempt in March by allies of that Politburo member, Bo Xilai. Rumours persist of a split in the leadership over the future direction of the country. The Financial Times (which belongs to Pearson, part-owner of this newspaper) reported an impossible-to-refute account that Zhou Yongkang, a member of the elite Politburo standing committee, had been privately stripped of his powers for lobbying too forcefully on behalf of Mr Bo. For the sake of appearances, it wrote, Mr Zhou would continue making public speeches and taking official meetings—in other words, even the study of photographs would not reveal his real fate.

The limitations of Pekingology are humbling to any China-watcher, but some historic failures are at least partly self-induced. A number of the finest academic and journalistic minds of the 1960s and 1970s failed to grasp the horrors of Mao’s totalitarian rule. Some even fooled themselves into believing that Mao really was the Great Helmsman, as he styled himself. One prominent academic, Michel Oksenberg, compared Mao favourably upon his death to Thomas Jefferson, Abraham Lincoln and Winston Churchill. In 1989 many China-watchers misread Deng Xiaoping and refused to believe he would send soldiers to kill protesting students in Tiananmen Square.

But some failures are the inevitable consequence of a political system that treats all curiosity about the people who lead it as ill-intentioned espionage. Perhaps the whole episode of Xi Jinping’s disappearance has been of no consequence to the leaders themselves, who view secrecy, not transparency, as a paramount virtue. But as they stake China’s claim as a superpower, and inevitably draw intense scrutiny, they might find they can no longer hide from the camera.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 10:51                                  +/-

@Oxford: Nee, das weiß ich schon, dass es kein reines Wirtschaftsblatt ist. Trotzdem hätte ich angenommen, dass der China-Teil sehr wirtschaftslastig ist, wenn sie dazu eine ganze Sektion haben. Aber von den Titeln her scheinen die dann ähnlich detailliert über China zu berichten, wie zB die NYT über US-Ereignisse berichtet.

Mir wäre der Economist allerdings zu rechts und zu wirtschaftsliberal, um ihn regelmäßig zu lesen oder gar mit einem Abo zu unterstützen. Man merkt ja auch schon, wie du durch die jahrelange Lektüre immer weiter nach rechts rückst und dir zunehmend die verbrecherische Logik von neoliberalen Ökonomen und ESM-Faschisten zu eigen machst grins

Gepostet am 14.09.2012, 11:53:

einBaum
Könntest du den Threadtitel in was Netteres ändern? Ich kann mir ja denken, wie er gemeint ist. Trotzdem mag ich ihn so nicht lesen, Sarkasmus hin oder her. Der ist einfach ZU stumpf.

Der wird ja sowieso geändert, deshalb habe ich gar nicht lange nachgedacht. Ich würde mir aber wünschen, dass "China" darin enthalten bleibt, damit man den Thread über die Suche finden kann.

Gepostet am 14.09.2012, 12:01:

Economist
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Huch, wie kommt der Begriff "Pekingology" in einen englischen Satz, wo die Stadt auf Englisch doch "Beijing" heißt? Überrascht


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 11:07                                  +/-

Glaurung
Mir wäre der Economist allerdings zu rechts und zu wirtschaftsliberal


Wirtschaftsliberal okay, aber rechts??? Sozial- und gesellschaftspolitisch ist der Economist auch liberal. In diesen Punkten sind sie mit Obama voll auf Linie. Da verstehe ich deinen Einwand wirklich nicht.

Und ich finde, sie argumentieren und begründen immer sehr gut ihre Ansichten. Das kann man dann auch lesen, wenn man inhaltlich nicht unbedingt mit ihnen übereinstimmt.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 11:11                                  +/-

Der Economist hat im Moment die beste Werbung, die ich seit langem gesehen habe: er plakatiert in Bahnhöfen einfach nur einen kurzen Artikel, sonst nichts. Ein Plakat mit zwei Spalten Text, darunter der Name der Zeitung und drüber eine fette Headline. Man kann dann den Artikel lesen und sich selber ein Bild machen Spitze


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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 11:12                                  +/-

Glaurung


Economist
The limitations of Pekingology are humbling to any China-watcher

Huch, wie kommt der Begriff "Pekingology" in einen englischen Satz, wo die Stadt auf Englisch doch "Beijing" heißt? Überrascht


http://en.wiktionary.org/wiki/Pekingology

Macht mich auch nicht so viel schlauer.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 11:25                                  +/-

Eigentlich schon: "Etymology: Peking (the obsolete pinyin transliteration of Beijing) + -ology."
Also hieß es früher offenbar auch im Englischen "Peking" und das ist bei diesem Begriff erhalten geblieben.


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Invisigod
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 11:39                                  +/-

Ich fahr dann mal los und schau mir das ganze vor Ort an


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 11:44                                  +/-

Vermutung: Die haben den Xi Jinping verschwinden lassen und halten das Ganze noch unter der Decke, bis Invisigod da ist und die Zügel übernehmen kann Yes


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 12:24                                  +/-

Welcher von denen war denn jetzt der, der den Ferrari geschrottet hat?? War das nicht der Sohn von irgendwem?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 12:28                                  +/-

Glaurung
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Könntest du den Threadtitel in was Netteres ändern? Ich kann mir ja denken, wie er gemeint ist. Trotzdem mag ich ihn so nicht lesen, Sarkasmus hin oder her. Der ist einfach ZU stumpf.

Der wird ja sowieso geändert, deshalb habe ich gar nicht lange nachgedacht. Ich würde mir aber wünschen, dass "China" darin enthalten bleibt, damit man den Thread über die Suche finden kann.


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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 12:29                                  +/-

Ich finde den Threadtitel gar nicht so schlimm, ehrlich gesagt. Mir ist da spontan nix übel aufgestoßen. Besser als irgendein Kitsch á la "Der Drache erwacht" oder so...

Gepostet am 14.09.2012, 13:34:

In other news: Japanisch-chinesischer Inselstreit erreicht neuen Höhepunkt.

http://www.tagesschau.de/ausland/inselstreit100.html

Der Streit zwischen Japan und China um ein paar unbewohnte Inseln im ostchinesischen Meer ist diese Woche weiter eskaliert, nachdem Japan drei der fünf Inseln von einem japanischen Privatmann gekauft hat. China entsandte Patrouillenboote, die mittlerweile japanische Hoheitsgewässer erreichten.

Der größere Zusammenhang wird hier analysiert. und natürlich haben da auch die USA wieder ihre Finger im Spiel:

The two sides [USA, China] disagree about the cause of the problem. For America it is China’s increasingly assertive stance on territorial disputes: with South-East Asian countries in the South China Sea, and, farther north, with Japan. To China it is American meddling, which, as Xinhua put it, “has apparently emboldened certain relevant parties to make provocations against China”. The competition is more fundamental, however, than either of these finger-pointing explanations allows. It is the inevitable rivalry between an incumbent superpower and a rapidly rising one.


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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 19:05                                  +/-

Tyler Durden
Macht doch mal einen Vorschlag.


Feiner neuer Titel! Smilie

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#18



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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 21:25                                  

Oxford


... nachdem Japan drei der fünf Inseln von einem japanischen Privatmann gekauft hat....



2 Milliarden Euro für ein paar Felsen die der vorherige Eigentümer sowieso nicht betreten durfte. Jeden Tag steht ein Dummer auf... hähö

Da hat sich der Premierminister Noda vom Tokioter Gouverneur Ishihara reintreiben lassen. Letzterer ist ein alter reaktionärer Sausack, der seit Jahrzehnten nur noch durch unpassende Kommentare auffällt und als notorischer China-Hasser bekannt ist. Die Wahlen im letzten Jahr fanden in den Monaten nach dem Erdbeben statt, da hat bei den Wählern die Angst vor Neuem über den Verstand gesiegt. Ishihara wollte die Inseln mit Spendengeldern kaufen, der Präfektur Tokio zuschlagen und einen Hafen für Fischerboote drauf bauen.

Noda kann sich da momentan keine Schwäche leisten und die Sache wie sein Vorgänger Kan beim Zwischenfall mit dem chinesischen Fischertrawler im letzten Jahr aussitzen. Es stehen Neuwahlen an, im Oberhaus hat die Opposition einen Misstrauensantrag gegen das Kabinett durchgebracht, bis der Premier zurücktritt wird nichts mehr verhandelt. Zudem hat Noda für die nahe Zukunft Neuwahlen versprochen, und im Gegenzug dafür die Unterstützung von den Liberaldemokraten (japanische CSU, bis 2009 über Jahrzehnte ununterbrochen an der Macht) und der Komei-Partei (politischer Arm der Soka-Gakkai-Sekte) bekommen, um die schrittweise Erhöhung der Mehrwertsteuer von 5 auf 10% zu beschließen.
Falls es überhaupt zu Neuwahlen kommt. Japan hat momentan kein gültiges Wahlrecht für beide Kammern, da das Stimmengleichgewicht zwischen den Präfekturen zu groß ist. Der oberste Gerichtshof hat eine Grenze von 1:4,99 für das Oberhaus gesetzt (momentan 1:5,11 ; Tottori:Kanagawa), sowie 1:1,99 für das Unterhaus (finde auf die schnelle keine Zahlen). Falls es jetzt nach Artikel 7 der Verfassung zu einer Auflösung des Parlaments kommt, ohne dass vorher noch schnell ein paar Sitze verschoben werden um das Ungleichgewicht unter die vorgesetzte Grenze zu bringen, wäre das neugewählte Unterhaus verfassungswidrig. Es gibt vereinzelt Blogger die darauf spekulieren dass der Kaiser den Antrag auf Auflösung ablehnen wird, denn der muss da formell seinen Servus druntersetzen. Allerdings ist nirgendwo vorgesehen dass dieser auch ablehnen könnte.
Bei Neuwahlen dürfte die LDP stärkste Partei werden, gefolgt von der Japan Renewal Party des Osakaner Bürgermeister Toru Hashimoto, einem Rechtspopulisten und selbsternannten Reformer und der DPJ dahinter. Für die Regierung müssen sich dann LDP und JRP zusammenraufen. Die JRP hat außer Hashimoto und dem Osakaner Gouverneur Matsui keine bekannten Gesichter und ich habe keine Ahnung, welche Skandalnudeln bei einer Wahl in das Unterhaus rutschen. Ichiro Ozawas "People's Life First"-Partei existiert auch noch, die hat sich vor 2 Monaten von der DPJ abgespalten. Wobei man dran zweifeln kann ob Ozawa denn nun das Leben der Bürger oder seine eigenen Pfründe mehr interessieren.

Mittelfristig wird sich das Verhältnis zwischen Japan und China noch weiter abkühlen und auch die Handelsbeziehungen beeinträchtigen. Nach dem letzten Ärger mit Südkorea wegen Takeshima hat die japanische Regierung es aufgegeben, Politik und Wirtschaft nicht zu vermischen und ein Currency Swap Agreement mit Südkorea auslaufen lassen. Alles hochinteressant, aber der wahltaktische Kabinettsbeschluss über den schrittweisen Atomausstieg ist dick in den ausländischen Medien. Dabei ist der noch gar nicht durchs Parlament und selbst die japanischen Zeitungen rechnen damit, dass der nach den nächsten Wahlen wieder einkassiert wird.

Bei den ganzen Abhängigkeiten in der japanischen Politik bin ich um die klaren Fronten in Deutschland richtig froh. Da weiß man wenigstens wer die Bösen sind Cool


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 14.09.2012, 21:33                                  +/-

Ich versteh zwar nur Shinkansen, bin aber immer froh eine Einschätzung unseres Japan-Korrespondenten zu lesen grins


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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