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Rabää, rabää - der Babythread
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 18.09.2018, 21:12                                  +/-

Wow, echt jetzt?

Igel II hat es jetzt zum GAGGA geschafft, was im Kontext der Situation betrachtet Bagger heißt.

Gepostet am 18.09.2018, 22:13:

Och menno. Fühl dich zitiert statt geblättert.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Olmops



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BeitragVerfasst am: 18.09.2018, 22:06                                  +/-

Es ist wie in der von Tyler verlinkten Grafik.
Am Anfang hat es ewig gedauert, über den Basiswortschatz Mama, Bagga, nein, Krah[n], Einer (=Eimer) hinauszukommen.
Richtig lang geknabbert hat er an der Unterscheidung BaKA (=Bagger)/BaBA (=Papa). Aber in den letzten 2-3 Wochen kommt er dauernd mit neuen Wörtern, manchmal etwas was wir bewußt vorsprechen, aber manchmal auch spontan irgendetwas ("Arm" als er mal auf den Arm wollte).

Regelmäßig kriegt er jetzt zumindest schon ein paar Sachen hin (i.S.v. sagen und drauf zeigen oder sinnvoll verwenden):
Mama, Papa, Oma, Opa, Baby
Bagger, Kran, Eimer
Atto, Tahi
Wassa (eiß, wam, kal), Dusche
ja, nein (wobei, wenn er die Frage nicht versteht sagt er trotzdem ja oder nein und ärgert sich dann in 50% der Fälle über das Resultat)
Eis
an, aus, auf
da, aua
Wau, Muh, Mäh
Kacka
sowas halt. Ich glaube Sprache ist einfach motorisch extrem schwer, nur verstehen geht leichter.

Seit drei Tagen gibts auch wieder einen kleinen Rückschlag: er hat jetzt das Lutschen erfunden, mit dem ERfolg, dass er irgendwelche Essenssachen über Stunden im Mund hamstert und damit kann man natürlich nicht sprechen üben...


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Urge to grill rising.
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Warg



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BeitragVerfasst am: 19.09.2018, 10:30                                  +/-

Wie alt sind die Igels jetzt?

Unser Kleiner hat mit zweieinhalb Jahren erstmals richtig gesprochen (abgesehen von Gebrabbel, dass man so interpretieren konnte wie man es gerade wollte). Da waren seine Freundinnen alle wesentlich weiter in der Krabbelgruppe. Dafür quatscht er Dir jetzt das Ohr ab.


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The bronze age is the third best age.
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Olmops



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BeitragVerfasst am: 19.09.2018, 13:05                                  +/-

Igel I. ist jetzt eineinhalb minus eine Woche. Also wirklich ziemlich genau wie in der Grafik da.

Das Gebrabbel vorher war wirklich zum Totlachen. Der hat zuerst angefangen, Sprachmelodie und auch Mimik und Gestik zu imitieren, aber inhaltlich ergab es halt null Sinn. Am liebsten am Telefon. Kurz darauf hat er dann nahezu beliebige Dinge ans Ohr gehalten und damit telefoniert (wie Fernbedienung o.ä.).

Und dann hat er Dich bedeutungsschwanger angesehen und gesagt: Öhm. Ähm. Öhm. Ein... BIKU! rolling on the floor... (peinlicherweise musste ich dabei feststellen, dass ich öfter mal sätze mit öhm oder ähm einleite Verlegen )


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 19.09.2018, 13:07                                  +/-

Igel I und II sind knapp 18 Monate alt. Igel III einen Monat.

Unser Igel kann einzelne Wörter, aber die Aussprache ist total schwierig für ihn. Daran merkt man wohl, dass 939203 Muskeln am Sprechen beteiligt sind. Das Verständnis ist grandios ausgeprägt, er versteht schon wahnsinnig viel. Manchmal spielt er und hört uns dabei zu, was wir daran merken, wie er reagiert hat, als wir mal das Sandmännchen erwähnt haben grins


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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 19.09.2018, 19:50                                  +/-

Eines der wichtigsten Wörter momentan ist „Brumm“…also eher als Geräusch, denn als Wort. Alles macht brumm. Außerdem wichtig: Alles hinters Ohr halten und „Ackn Ackn“ (Hallo, hallo?) sagen. Scheinbar telefonieren wir zu selten, sonst würde er die Sachen womöglich ans, statt hinters Ohr halten.

Sein häufigstes Wort ist aber „annnnnnnnn“ und dann darauf zeigen, was angeschaltet werden soll. Meist eine Lampe. „Aus“ heißt allerdings auch „annnnnnnnn“, was für uns etwas verwirrend ist. Naja, wir haben hier halt momentan immer Licht-an-Licht-aus-Disko.

„Mama“ wird hier momentan auch universal genutzt. Ich bin Mama, Thanil ist manchmal Mama, Milch ist oft Mama und manchmal läuft er wild durch die Gegend und brabbelt „Mama Mama Mama Mama“ und niemand weiß, was los ist.


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Bard
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BeitragVerfasst am: 19.09.2018, 20:13                                  

Manchmal hat das hier dokumentarfilmartige Züge.

"Das noch eher tapsige Junge entdeckt spielerisch die Welt um sich herum unter den wachsamen Augen der Elterntiere. Mit jedem Tag gewinnt es brabbelnd und tobend an Selbstsicherheit und entwickelt mit geradezu erstaunlichem Tempo die Fähigkeiten, die nötig sind, um einst seinen stolzen Platz als Bürohengst im Arbeitnehmerrudel einnehmen zu können. Die zahlreichen Herausforderungen und Gefahren, die auf dem Weg dorthin auf den possierlichen Racker warten, sind jedoch nicht zu unterschätzen. Messer, Schere, Gabel, Licht sind dabei nur erste Hürden auf dem langen und für die Eltern entbehrungsreichen Weg zum ersten Schultag..."



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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 19.09.2018, 20:40                                  +/-

Unser possierliches Tierchen darf unter Aufsicht immerhin schon mit einem Messer hantieren. Allerdings darf es nicht zu scharf sein.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 25.09.2018, 23:01                                  +/-

Leider hat Igel II seit Sonntag eine fette Bronchitis und ist seitdem zur Beobachtung im Krankenhaus.

Der arme Kleine kann sich kaum bewegen, weil die Ärzte drei Kabel und Schläuche an ihn genietet haben. Im linken Fuß hat er einen Zugang gelegt bekommen, durch den er konstant betropft wird. Ab und zu gibt‘s durch den Schlauch einen Cocktail aus Antibiotikum und Cortison. An der Nase hat er einen Schlauch, durch den bei Bedarf Sauerstoff gepumpt wird. Und an seinem rechten Fuß trägt er einen Zylonensensor.



Sieht schlimmer aus als es ist! Aber zuerst bestand der Verdacht einer Lungenentzündung. Das ist es aber zum Glück nicht. Es geht ihm schon viel besser als noch am Sonntag, da klang sein Atmen echt schlimm.

Ich glaube mit das schlimmste ist für ihn, dass er nicht herumlaufen darf. Das geht einfach nicht mit dieser Verkabelung. Oh, und alle vier Stunden muss er was inhalieren, das findet er ganz schlimm, da möchte er uns am liebsten eine hauen.


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Celebrian
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BeitragVerfasst am: 26.09.2018, 06:19                                  +/-

Örch, ja, gegen den Vernebler-Inhalator haben meine damals auch wüste Kämpfe hingelegt. War nicht einfach mit Schlauch und Flüssigkeit unfallfrei so rumzutricksen, daß immer mal eine Nebelschwade den Weg in einen röchelnden Mund fand.

Gute Besserung an Igel II, das klingt ja echt gemein! Wie gut, daß es schon aufwärts geht.

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Bard
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BeitragVerfasst am: 26.09.2018, 06:31                                  +/-

Ohje, gute Besserung für den Kleinen. Traurig


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Warg



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BeitragVerfasst am: 26.09.2018, 07:50                                  +/-

Ach Du meine Güte! Gute Besserung!


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 26.09.2018, 08:11                                  +/-

Danke euch, aber dem Knirps geht es wirklich soweit gut. Heute durfte er auch ein bisschen rumlaufen, weil die Zugangskanüle entfernt werden musste. Leider kann es sein dass er einen neuen Zugang gelegt bekommt. Das findet er… weniger gut.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 26.09.2018, 08:29                                  +/-

Oh je, oh je... ist bestimmt nicht einfach für Euch. Er begreift ja nicht, was und warum es passiert. Der Arme...


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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Warg



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BeitragVerfasst am: 01.10.2018, 08:03                                  +/-

Unser Kleiner möchte seit ein paar Wochen abends immer beim ins Bett gehen was vorgelesen haben. Und nie war ein Calvin & Hobbes Comic so zutreffend wie das hier:





Bei uns ist es übrigens das Buch:



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little lurker



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BeitragVerfasst am: 01.10.2018, 20:27                                  +/-

Wiederholung macht Kinder glücklich. Das muss so. Und sie korrigieren einen, wenn man sich verspricht. Aber das gibt sich auch wieder.

Und deswegen schenkt man Kindern auch nur Bücher, die man mag. Und kontrolliert vorher die der Oma. :weise:

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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 06.10.2018, 17:18                                  

Thaniskel, ist das Igelchen wieder gesundet und sein Bomber-von-Düx-Selbst?

An der Zwillingsfront in München wird es insgesamt allmählich ruhiger. D.h. Zenz' Wutanfälle werden seltener. Spitze Sefftls Frustrationstoleranz ist ebenfalls gaaaanz allmählich im Aufbau begriffen.
Sie sind kürzlich fünf geworden, und wir rätseln, ob wir sie nächsten Sommer mit knapp sechs einschulen oder nicht... Das heißt, eigentlich tendieren wir beide dagegen. Vom Wortschatz her könnten sie jetzt schon gehen, klar, aber alles andere an Entwicklung ist eher, nun, unauffällig bis nachhinkend, vor allem, wenn man sich die 6-8 Monate älteren Kinder anschaut...
Die jüngsten Kinder in einer Klasse haben es tendenziell schwerer als die ältesten, und der Trend hier geht sowieso trotz G9 in Richtung spätere Einschulung. Bei Zenz rät auch die Kindergärtnerin dazu.

Nur: Was machen die beiden in dem zusätzlichen Jahr? Einfach das letzte Kindergartenjahr wiederholen? Blöd. Der Kindergarten ist in Ordnung, aber jetzt keine Traumeinrichtung, und da einfach noch ein Vorschuljahr rumdaddeln, während zwei der drei besten Kumpel schon in die Schule gehen (allerdings eine andere)... hm, das wäre die Notlösung.
Zweite Möglichkeit: ich kriege die beiden in einem Waldkindergarten unter. Der hat jobunfreundliche Öffnungszeiten, ich wär also ziemlich im Organisationsstreß, aber für ein Jahr würde das schon gehen.
Dritte Möglichkeit: Sie gehen in die Montessori-Schule, die nicht weit weg ist und nen guten Ruf hat (für Zenz wäre das ideal - sie macht grundsätzlich nur, was sie will, und wann sie will, und so langsam, wie sie will, wenn die überhaupt je was lernt, dann mit größtmöglicher Freiheit vonwemhatsiedasnur Verlegen ). Nachteil dieser dritten Möglichkeit: Zwei Plätze zu kriegen ist eher unwahrscheinlich (die sind überlaufen und losen), außerdem mordsteuer, da müßte ich meine Eltern anbetteln, was ich irgendwie nicht so gern will. Außerdem stellt sich dann die Frage, wann es rübergeht auf die Regelschule - und in welches Schuljahr.
Schwierig. Hätte sie doch besser im Winter kriegen sollen...

Hat jemand da lehrreiche Erfahrungen beizusteuern? Ob bei eigenen/fremden Kindern oder am eigenen Leib erfahren... Smilie


Kommen wir zu was Unterhaltsamerem: Wird wieder mal Zeit für ein Best of. Ab hier bitte nur weiterlesen, wer an pseudophilosophischen bis albernen Kindersprüchen interessiert ist.

Schon vor nem Jahr:
Zenz rollenspielt eines Werktagmorgens mit drei Erdbeeren in der Küche, es geht um den Drachen Kokosnuß. Sefftl und ich sind abmarschbereit im Flur.
Ich: "Zenz, entweder du ißt die Erdbeeren jetzt oder ich nehm sie dir weg."
Zenz (ohne hochzuschauen düster eine Erdbeere musternd, dann dramatisch): "Kokosnuß ging als erstes!" und steckt die Beere in den Mund.

Diesen Sommer an der Nordsee. Ich breche mit Zenz im Bollerwagen Richtung Strand auf; Sefftl muß aufgrund saumäßigen Betragens erst mal mit Papa daheim bleiben. Ich bin dementsprechend recht genervt; Zenz aber fröhlich. Direkt nach der ersten Kurve tönt es zärtlich-vergnügt aus dem Wagen:
"Mama, ich finde, du bist die BESTE Mama der Welt."
Ich trocken: "Ja, DAS finde ich auch."
Entgegenkommende Passanten: "hmpfihihihiglucks"

Auch im Sommer. Sefftl hat eine Fahnenstange in den neuen heißersehnten Schwimmring gebohrt und schluchzt untröstlich: "Ich wollte wissen, wie stabil er ist!"
Wenn er in sanfter Stimmung ist, lispelt er nach wie vor, daß es seine Art hat:
"Flugdrache leckt dein Ohr, Mama. Aber keine Angtht, er hat eine GANTH feine Thunge."

Rollenspiel:
Zenz: "Einen Moment lang war er ganz mit Rache gefüllt... von sich. Und dann... Er traute sich nicht zu sagen, daß er mit ihnen Freundschaft schließen wollte."
Sefftl: "Da waren die zwei Engelein und das Kind. Und sie sangen."
(Komisch, welche Verb-Vergangenheiten sich so durchsetzen. "sang" ist anscheinend überzeugend genug, um zu "er gang" oder "sie brang" zu führen...)

Zenz fragt mich über Tampons aus und kündet schließlich sanft: "Ich will nicht bluten, ich will geradeaus bis zum Morgen und immer ein Kind bleiben." ("Geradeaus bis zum Morgen" ist aus Peter Pan - erstaunlich, manchmal verstehen sie doch mehr, als man denkt.)

Erst kürzlich - Zenz möchte den zuweilen arg empfindsamen Sefftl zu einem besonders spannenden Hörspiel überreden:
"Du bist doch stark, oder? Und du weißt doch, daß Sharky-Hörspiele immer gut enden, oder?"

Sefftl wünscht sich seit Monaten seeeeehr sehr ausdrucksstark ein Boot. Nach einer neuerlichen Erklärung meinerseits, daß er sich das bitteschön abschminken soll (kein Geld, keine Zeit, keine Lust, kein fucking See!!):
Ich: "Wenn ihr groß seid und Geld verdient, dürft ihr euch kaufen, was ihr wollt."
Zenz: "Ich will aber nicht groß werden!"
Ich: "Ja, das wollte ich auch immer nicht, aber es ist schon schön, man kann mehr selbst bestimmen."
Sefftl: "Wenn ich groß bin, kauf ich meinen... *überdenk* den Kindern alles Spielzeug."
Zenz: "Wenn ich groß bin, kauf ich mir, was ich will! - Ich will aber nicht groß werden, ich will nicht kochen!"
Ich: "Dann mußt du oft ins Wirtshaus gehen, da kriegste gekocht."
Zenz' Gesicht hellt sich auf: "Dann geh ich immer ins Wirtshaus."
Ich: "Das ist teuer. Aber immer mal geht's schon."
Zenz wippt in vergnügter Zuversicht auf meinem Schoß herum.

Noch zweimal Zenz - einmal "Entstehung der Welt" (sie sollte eigentlich endlich schlafen, wollte mich aber noch möglichst lange an ihrem Bett halten):
"Weißt du, wie die Büsche entstanden sind? Da ist ein groooßer Stein auf die Erde gefallen, also lange nach den Dinosauriern, und der Stein hat ein kleines Holzbrett aus dem Boden geschlagen, und dann noch ein Brett, und die beiden Bretter haben sich aneinander geschiebt und sich so aweracsfasdfu...verwurschtelt, und dann hat es laaaange geregnet, und dadurch sind die Blätter daran entstanden. – Und ich erzähl dir auch noch das von der Sonne: Da sind zwei Sterne aneinander geknallt und haben sich so asdfacrwer verbindet, und da war Feuer und Flüssigkeit und verquelmten sich. Und: wenn man mit einer Mondrakete, die vorn spitz ist, mit der Spitze hineinsticht, dann zerbricht alles. Also: nicht machen!" Jetzt wissma das auch.

Und einmal "Dramaturgie 101":
"Nun ist das Abenteuer schon zu Ende, guck, alle liegen tot herum!"

Vor einigen Tagen zündete ich zum Frühstück eine Kerze an.
Sefftl zärtlich: "Oh alter Freund Kerzert, nun mußt du heute schon sterben!" ("alter Freund x-ert" ist so ein Euse-Spruch, Herkunft des zweiten Teils ist mir schleierhaft)

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einBaum



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BeitragVerfasst am: 06.10.2018, 17:32                                  +/-

Wie immer habe ich zu diesem Thema nix, aber auch gar nix Vernünftiges beizutragen. Stattdessen hab ich mich köstlich über die Sprüche amüsiert. Mann, sind die weise! rolling on the floor...

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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 06.10.2018, 17:33                                  +/-

Ich fand nicht, dass ich es schwerer hatte als all die älteren. Wir zwei „Kann-Kinder“ waren oft sogar zu entspannt, was Schule anging, denn wir hätten ja jederzeit unauffällig wiederholen können. Was natürlich nie in Frage gekommen wäre, schließlich hatte man ja einen Ruf zu verlieren.
Die Kindergärtnerinnen waren bei mir damals auch dagegen, aber ehrlich, Klasse 1 lässt sich problemlos wiederholen, wenn man merkt, dass das dem Kind zu schwer ist oder es einfach doch noch nicht schulreif gewesen wäre. Die Kinder, bei denen ich das letztes Schuljahr mitgekriegt habe, wirkten auch in keinster Weise verstört oder ähnliches. Es hängt halt sehr davon ab, wie die Wiederholung gehandhabt wird.

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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 06.10.2018, 17:59                                  +/-

Ich bin auch so‘n Sommerkind, das früh in die Schule ging und als Ergebnis immer die Jüngste im Jahrgang war. Schule selbst war jetzt nicht so das Problem, aber was ihr noch bedenken solltet ist die soziale Komponente. Es gibt vor allem in der Teenagerzeit viele Meilensteine, die vom per Ausweis nachweisbaren Alter abhängen:
- Kinofilme mit Altersfreigaben
- Discobesuch bis 22 Uhr
- Discobesuch bis Mitternacht
- Endlich ausgehen ohne Deadline
- Führerschein
- Konzertbesuche ohne Elternbegleitung

Ich war halt bei jeder Phase irgendwann die einzige, die irgendwas legalerweise nicht dürfte, egal wie gerne mir meine Eltern das erlaubt hätten. Das schließt einen aus ziemlich vielen Cliquen aus.
Andererseits ist es natürlich persönlichkeitsfördernd, begünstigt Nerdtum und man kann beim 20-jährigen Abitreffen grinsend feststellen, dass man als einzige noch nicht 40 ist. 😉

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 06.10.2018, 19:02                                  +/-

Celebrian
Thaniskel, ist das Igelchen wieder gesundet und sein Bomber-von-Düx-Selbst?


Danke der Nachfrage, dem Igel geht‘s wieder hervorragend. Er war insgesamt fünf Tage im Krankenhaus, aber es war zum Glück alles völlig unkritisch. Sah halt wild aus wegen der Infusion, dem Herz- und Sauerstoffsensor am Zeh und dem Sauerstoffschlauch an der Nase. Für Triskel war es äußerst anstrengend. Sie musste den Knirps in meiner Abwesenheit andauernd betüddeln, keine ruhige Sekunde. Und die Nächte waren ein Horror für sie.

Zum Glück kamen dann irgendwann ihre Eltern, um sie zu entlasten.

Wir haben das Gefühl, das Igelchen hat im Krankenhaus dann noch einmal eine kleine Entwicklungsstufe gezündet. Kurz danach begann er allein zu laufen. Zwar nur einige wenige Schritte weit von Elternarm zu Großelternarm, aber immerhin. Außerdem tut sich an der Sprachfront was. Er plappert zwar noch bei weitem nicht so viel wie Igel I, aber sein Wortschatz vergrößert sich langsam. Es gibt Mama, Baba, den Gagga (Bagger), den Eimer, das Ei, und wenn etwas an- oder ausgeschaltet werden soll, dann heißt es immer sehr bestimmt „AN!“ Außerdem kann er jetzt „Nein“ sagen, dabei schüttelt er so süß seinen Kopf grins

Am Donnerstag sollte er dann das erste Mal seit knapp zwei Wochen wieder zu seiner Tagesmutter und der Rasselbande. Alle hatten Bedenken, ob er nicht neu eingewöhnt werden müsste. Aber ich war zuversichtlich. Und ich behielt recht. Als ich ihm morgens beim Wickeln sagte, es gehe jetzt gleich zu Jule, da grinste er über beide Ohren. Als wir dann da waren war er total happy endlich wieder mit den anderen spielen zu können. Der Kontakt mit der Gruppe tut ihm echt gut. Er lernt dort viel und es ist glaube ich einfach spannend.


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 07.10.2018, 12:36                                  +/-

Celebrian
Hat jemand da lehrreiche Erfahrungen beizusteuern? Ob bei eigenen/fremden Kindern oder am eigenen Leib erfahren... Smilie

Bei uns ist es bis dahin noch ewig und ich selbst bin im Oktober geboren. Aber ich habe im Zusammenhang mit der Einschulung meiner Nichte diesen sehr spannenden Artikel zum Thema gelesen. Hier wird aufgedröselt, was emotionale, soziale, motorische und kognitive Schulreife und auch Schulhofreife eigentlich bedeutet. Außerdem berichtet die Autorin von den Erfahrungen mit ihren eigenen Kindern. In dem Artikel wird auch ein Buch zum Thema empfohlen.

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