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Spiritualität
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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 04.10.2015, 14:07                                  +/-

Erstmal möchte ich nochmal verdeutlichen, dass ich es auch banane findet, dass die katholische Kirche hier nicht zum Umdenken bereit ist. Und mir ist absolut klar, dass die Basis dahingehend ganz anders denkt (von ein paar auch dort existenten Altherren und widerlicher Fundis aller Altersklassen abgesehen).

Euseppus
dmolloy
Er hatte auch im Geheimen einen Partner und damit auch gegen das Zölibatgebot verstoßen. Das geht einfach nicht. Es ging nicht nur um die Homosexualität.


Was soll das denn? Wieso geht das nicht? Was ist daran falsch, dass ein Mensch an Gott glaubt, die Menschen liebt und den Priesterberuf als seine tiefste und innerste Bestimmung sieht? Und jetzt - ist dieser Mensch aber homosexuell. Das ist natürlich zu verurteilen. besonders, da das Zölibat ja ein ganz wichtiger Glaubensinhalt ist und nicht ein uralter Erlass, damit Kircheneigentum nicht an Außerkirchliche (also Frauen) weitervererbt wird. Unbedingt zu verurteilen.


Es ist unabhängig davon, ob er homosexuell ist oder nicht. Er hat sich als Priester zur Enthaltsamkeit verpflichtet. Das ist ein Gesetz, das von einem querschießenden Priester (leider) nicht einfach umgekehrt werden kann. Wenn man ihn damit durchkommen lassen würde, würde man jahrtausendealte Tradition von einer Einzelperson umkehren lassen - und ich kann zumindest nachvollziehen, womit der Vatikan dabei ein Problem hat (auch wenn ich es nicht unterstütze). So mahlen die Mühlen dieser Institution nun einmal.


Euseppus
Richtig. Es geht darum, dass es zu einem Politikum macht einen Tag, bevor es im Vatikan auf der tagesordnung steht. Klar, das macht er aus Effekthascherei und Egozentrik, einen guten politischen Grund im Sinne der Gleichberechtigung sollte man ihm da nicht unterstellen.


Ich schätze eher, es war in Charamsas Interesse sowohl den Rausschmiss zu provozieren als auch diese Diskussion auszulösen. Er wusste, was die Konsequenz sein kann.


Euseppus
Andere religiöse "Traditionen" würden ihn zusammen mit seinem Partner an einem Kran aufhängen oder von einem Hochhaus stürzen. Und das passiert ständig - wo sind seitenlange Artikel und Kommentare zu diesem Thema?


Du postest das hier allen Ernstes?
Wirklich?


Eh? ????? Wie meinen?

Mich nervt in der Tat die Verhältnismäßigkeit bei der Berichterstattung. Wenn nichts anderes auf die Agenda kommt werden die Medien die nächsten Tage wieder unzählige Kommentare darüber von sich geben, wie furchtbar rückständig diese katholische Kirche ja ist. Und bei nicht-christlichen Lesern wird wieder der Eindruck zurückbleiben, dass der Verein nur aus Schwulenhassern besteht.

Die vielen (überwiegend muslimischen) Pärchen, die aus religiösen Gründen auf die oben genannte Weise grausam ermordet wurden interessiert scheinbar keine S**.


Euseppus
Außerdem differenzierst Du nicht zwischen "Amtskirche" und "Christentum". Ich und sehr viele andere Christen tun das sehr unumwunden.


Ganz allgemein: Wo differenziere ich doch gleich nicht?


Euseppus
Zu Franziskus und Homosexuellen:

(...)

Kirchenpolitisch schlägt sich das aber in keinster Weise nieder, im Gegenteil. Insofern passt die Umarmungspose durchaus zu ihm und ist schön, aber was er als Papst dann wirklich tut, ist eine andere Sache.


Überdenkst Du auch, was tatsächlich in seiner Macht steht? Ganz sicher kann ein einzelner Papst jahrtausendealte Traditionen nicht von Grund auf reformieren, selbst wenn er gerne würde. Er kann hier und da anstoßen, damit sich Dinge ändern - und in meiner Wahrnehmung sehe ich ihn das schon überraschend häufig tun. Überdenke, dass er einen ganzen Vatikan voller Altherren um sich hat, mit denen er es sich nicht komplett verscherzen kann wenn er den Laden irgendwie weiter schmeißen will.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.10.2015, 14:47                                  +/-

DMolloy, ich überdenke und ich bedenke nicht: Ich weiß das alles. Ich würde ja nichts sagen, wenn er einfach nur wenig für die Homosexuellen täte (oder die vielen anderen Themen, zu denen sich die Kirche stellt wie vom andern Stern). Stattdessen spricht er aber offen und bereits vor seiner Zeit als Papst gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ("Teufelswerk, etc. - hast Du mein Zitat oben nicht gelesen?). das ist eine andere Qualität als das was Du ihm gerne (gegen die Fakten) unterstellen möchtest.
Ich lese immer wieder "Er kann vielleicht einfach nicht so wie er möchte." Alle Äußerungen von Franziskus, egal ob vor oder während seiner Amtszeit sprechen da eine ganz ganz andere Sprache.

Wenn man ihn damit durchkommen lassen würde, würde man jahrtausendealte Tradition von einer Einzelperson umkehren lassen - und ich kann zumindest nachvollziehen, womit der Vatikan dabei ein Problem hat (auch wenn ich es nicht unterstütze).

Das bestimmt, ist klar. Ich las Deine erste Antwort oben dazu so, dass Du das für persönlich richtig fändest, hast es aber wohl nur objektiv gemeint.

Ich schätze eher, es war in Charamsas Interesse sowohl den Rausschmiss zu provozieren als auch diese Diskussion auszulösen. Er wusste, was die Konsequenz sein kann.

Sicher. Ich finde das halt gut. Er nutzt die Aufmerksamkeit auf seiner Person, um auf die bewegungslose und versteinerte Kirche Druzck auszuüben. Dazu gehört Mut. Ich finde das famos.

Die vielen (überwiegend muslimischen) Pärchen, die aus religiösen Gründen auf die oben genannte Weise grausam ermordet wurden interessiert scheinbar keine S**.

Awas. Erst gestern ist mir wieder ein grausamer Steinigungsfall eingefallen, der mich lange zeit bewegt hatte, ich wollte sogar schon drüber posten.
In westlichen Ländern besteht einfach ein ganz klarer, ganz offizieller Konsens drüber, dass das ein perverser, steinzeitlicher, bestialischer Zustand von """Rechtsprechung""" ist. Da kann man, wenn wieder ein Fall publik wird, nur klagen, schimpfen und sich ohnmächtig fühlen. Nicht mal ich mache das hier im Netz. Man kann da nur den Schmerz und das Entsetzen teilen (was meist hier im Forum eher nicht unser Ding ist), aber was soll man drüber diskutieren? Die katholische Kirche aber ist - ob man das nun will oder nicht - ein Teil der Neuzeit, der schon vieles im Zuge der Aufklärung überwunden hat, wo Teile des althergebrachten Islam noch nicht mal dran zu knabbern wagen. Deswegen bekommt die Kirche, die nun an der Basis schon längst woanders steht und politisch schon viel länger woanders stehen sollte, den ganzen Sack Hundekacke übergekippt, der ihr gebührt, weil sie es immer noch nicht verstanden hat. Und so ist es auch richtig.


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 04.10.2015, 15:40                                  +/-

Euseppus
DMolloy, ich überdenke und ich bedenke nicht: Ich weiß das alles. Ich würde ja nichts sagen, wenn er einfach nur wenig für die Homosexuellen täte (oder die vielen anderen Themen, zu denen sich die Kirche stellt wie vom andern Stern). Stattdessen spricht er aber offen und bereits vor seiner Zeit als Papst gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ("Teufelswerk, etc. - hast Du mein Zitat oben nicht gelesen?). das ist eine andere Qualität als das was Du ihm gerne (gegen die Fakten) unterstellen möchtest.


Das Zitat habe ich dann erst nach dem letzten Beitrag gesehen. Ich fand ihn in seiner Haltung zu einigen Fragen auch schon enttäuschend. Aber überwiegend versucht er durchaus und auch gegen Widerstände, die katholische Kirche zu ihren humanistischen Wurzeln zurückzuführen.

Euseppus
Ich las Deine erste Antwort oben dazu so, dass Du das für persönlich richtig fändest, hast es aber wohl nur objektiv gemeint.


OK - gut, dass wir das geklärt haben. Er war sich sicher voll bewusst, dass das Enthaltsamkeitsgebot nicht einfach für ihn aufgeweicht wird. Ein wichtiger Schachzug in einer viel zu lange andauernden Diskussion – und ganz arbeitslos scheint er ja trotzdem nicht zu werden. Bin durchaus gespannt, ob sich daraus nun etwas positives entwickelt.

Euseppus
In westlichen Ländern besteht einfach ein ganz klarer, ganz offizieller Konsens drüber, dass das ein perverser, steinzeitlicher, bestialischer Zustand von """Rechtsprechung""" ist. Da kann man, wenn wieder ein Fall publik wird, nur klagen, schimpfen und sich ohnmächtig fühlen. Nicht mal ich mache das hier im Netz. Man kann da nur den Schmerz und das Entsetzen teilen (was meist hier im Forum eher nicht unser Ding ist), aber was soll man drüber diskutieren? Die katholische Kirche aber ist - ob man das nun will oder nicht - ein Teil der Neuzeit, der schon vieles im Zuge der Aufklärung überwunden hat, wo Teile des althergebrachten Islam noch nicht mal dran zu knabbern wagen. Deswegen bekommt die Kirche, die nun an der Basis schon längst woanders steht und politisch schon viel länger woanders stehen sollte, den ganzen Sack Hundekacke übergekippt, der ihr gebührt, weil sie es immer noch nicht verstanden hat. Und so ist es auch richtig.


Mir sitzen da in der Tat noch Vorkommnisse der jüngeren Zeit im Nacken, und ich kann diese Haltung der Medien auch nachvollziehen. Im besten Fall unterstützt man mit der nun einsetzenden kritischen Berichterstattung auch die Umsetzung freiheitlicher Rechte in den religiös-fundamentalistisch regierten Ländern (indem man öffentlich "mit gutem Beispiel vorangeht").

Weniger optimistisch gesehen trägt es aber sicher nicht zum Kulturverständnis bei, wenn die ganze "westliche Welt" sich plötzlich übers Charamsas-Gate pikiert, während grausam ermordeten Muslimen deutlich weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ich kann es einfach nicht mehr sehen, wenn in einer angeblich globalisierten Welt mit verschiedenerlei Maß gemessen wird. Verdammt noch mal – all das sind Menschen mit Bewusstsein, Persönlichkeit und eigener Geschichte; egal von wem sie aus welchem abstrusen Grund auch immer aus dem Leben gerissen wurden.

Und das Bild, das das Christentum durch diese unverhältnismäßige Berichterstattung bekommt trägt wieder dazu bei, dass sich Christen ständig erklären und die alte Geschichte von Amtskirche und Basis herunterleiern müssen. (Eigentlich ist es ja die Aufgabe der Medien, da zu differenzieren - aber so viel einfacher ist das nicht zu tun und ein Zerrbild zu zeichnen)

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.10.2015, 15:56                                  +/-

Ich verstehe Dich sehr gut, empfinde das aber anders.
Meine Gefühle bei Meldungen des Grauens aus muslimischen Ländern - ich sag nur: Sei froh, dass Du nicht dabei bist, sondern Celeb das aushalten muss...
Aber ich habe nicht das Gefühl, dass das eine das andere überschattet. Diese Steinigungen, Verbrennungen... Heute ist es doch so, dass uns hier in Deutschland doch sogar solche Vorkommnisse geneldet werden, wenn sie im allerletzten Dorf jenseits von Gut und Böse geschehen sind. (Habe da einen Fall von vor wenigen Monaten im Hinterkopf.) Die Aufmerksamkeit ist da meines Erachtens auf jeden Fall gegeben, wenn etwas derartiges passiert.
Von zweierlei Maß kann übrigens nicht die Rede sein, da hast Du bei mir vielleicht was reingelesen, was nicht drinsteht. Von einer klaren Verurteilung der Greueltaten im Namen Allahs schreibe ich doch...
Ich habe nur versucht zu klären, warum hier weniger darüber kommuniziert wird. Das ist ein Unterschied. Mich berühren diese monströsen Grausamkeiten mehr als mir lieb ist. Andere vielleicht auch. Vielleicht kommuniziert man auch deswegen nicht ständig drüber.

Gepostet am 04.10.2015, 16:58:

(Eigentlich ist es ja die Aufgabe der Medien, da zu differenzieren - aber so viel einfacher ist das nicht zu tun und ein Zerrbild zu zeichnen)

Sehe ich - jenseits der BILD und Co. - keine Verfehlungen. Alles, was ich im Netz dazu lese, ist wie üblich ein sachliche Berichterstattung.


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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 04.10.2015, 16:30                                  +/-

Euseppus
Aber ich habe nicht das Gefühl, dass das eine das andere überschattet. Diese Steinigungen, Verbrennungen... Heute ist es doch so, dass uns hier in Deutschland doch sogar solche Vorkommnisse geneldet werden, wenn sie im allerletzten Dorf jenseits von Gut und Böse geschehen sind. (Habe da einen Fall von vor wenigen Monaten im Hinterkopf.) Die Aufmerksamkeit ist da meines Erachtens auf jeden Fall gegeben, wenn etwas derartiges passiert.


Den Eindruck, dass über alle oder die meisten dieser Vorkommnisse zumindest in Kürze berichtet wird habe ich wirklich nicht. Ich sehe immer "nur" die prominent, bei denen mehr als ein paar Dutzend Menschen sterben. Aber all die anderen "kleineren" Anschläge und Gräueltaten addieren sich auf. Ich sehe nicht, dass sie im Westen wirklich wahrgenommen werden.


Euseppus
Mich berühren diese monströsen Grausamkeiten mehr als mir lieb ist. Andere vielleicht auch. Vielleicht kommuniziert man auch deswegen nicht ständig drüber.


Kann sein, aber damit steckt man doch auch wieder den Kopf in den (westlichen) Sand, oder?


Euseppus
dmolloy
(Eigentlich ist es ja die Aufgabe der Medien, da zu differenzieren - aber so viel einfacher ist das nicht zu tun und ein Zerrbild zu zeichnen)

Sehe ich - jenseits der BILD und Co. - keine Verfehlungen. Alles, was ich im Netz dazu lese, ist wie üblich ein sachliche Berichterstattung.


Ok, hinsichtlich des beschriebenen Zerrbildes war ich zu kritisch gegenüber den Medien (~größeren Tageszeitungen). In FAZ etc. wird tatsächlich sachlicher und tiefgehender berichtet als ich es zunächst wahrgenommen habe..


@Mond: Ein verspätetes Dankeschön für den Hinweis auf die Sternstunde Philosophie mit Matthieu Ricard.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.10.2015, 16:49                                  +/-

Kann sein, aber damit steckt man doch auch wieder den Kopf in den (westlichen) Sand, oder?

Wusste ich, dass Du das drauf schreiben würdest. zwinkern
Tja, also, ich sehe das nicht so. Was der Vatikan so treibt, das finde ich empörend. Was der IS oder Scharia anwendende Staaten und Dörfer machen - das geht tiefer. Sowas geht an die Substanz. Ich für mich ganz persönlich habe genug damit zu tun, das dann im Privaten zu verarbeiten. Echt, die Meldung selber reicht für mich total aus, ich hab da echt nicht die Kraft, noch in Netzwerken (in denen ich auch nicht bin, ich bin nur im Forum angemeldet, sonst nirgendwo) tausendn Kram zu teilen etc.
Und ich finde auch, das muss mir selber überlassen bleiben, wie ich mit solch einem Grauen umgehe. Das überlasse ich auch allen anderen deswegen.
Und wie geschrieben: "Die Enthauptung neulich in Dorf XY" wird sofort über die Welt geschickt. Das ist schon beachtlich. Meldungen aus dem Vatikan sind ja per se in der Aufmerksamkeit aller, weil es um Öffentlichkeitsarbeit und öffentliche Verlautbarungen an die Presse geht. Dass die Greueltaten irgendwelcher Hinterwäldler auch zu uns dringen, zeugt davon, dass es eben doch ein Rieseninteresse daran gibt - und sie dringen ja auch zu uns.
Ich glaube, hier geht es auch um die aktuelle Sau, die durchs virtuelle Dorf getrieben wird: Gerade ist das "der Schwule im Vatikan" - im nächsten Moment können es aber auch wieder vergewaltigte und am Baum erhängte Mädchen in Indien sein oder die Verbrennung Unschuldiger durch den IS. Die eine widerliche Kacke löst die nächste ab. Da herrscht eine Art sehr sehr trauriger Demokratie in meinen Augen...

Ich vermute, dass wir beide in der Angelegenheit "Grausamkeiten in muslimischen Ländern" emotional evtl. ziemlich nah beieinander sind. Ich persönlich kann mit sowas nur sehr sehr schlecht umgehen und bin froh, nicht täglich davon zu lesen. Ja, vielleicht hast Du da dann auch Recht, so a la "Aus dem Auge, aus dem Sinn". Aber irgendwie muss man den Alltag nebenbei ja auch noch gebacken kriegen, oder?...


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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 04.10.2015, 17:42                                  +/-

Ich kann den Standpunkt natürlich verstehen. Bei der katholischen Kirche kann man kritisieren, diskutieren, und vielleicht auch ein wenig bewegen (was vielleicht gerade versucht wird) – wir sind handlungsfähig. Bei der Situation in vielen arabischen Staaten sind wir schlicht ohnmächtig.

Euseppus
Ich persönlich kann mit sowas nur sehr sehr schlecht umgehen und bin froh, nicht täglich davon zu lesen. Ja, vielleicht hast Du da dann auch Recht, so a la "Aus dem Auge, aus dem Sinn". Aber irgendwie muss man den Alltag nebenbei ja auch noch gebacken kriegen, oder?...


Nicht über alle Selbstmordattentate zu berichten verhindert vielleicht auch eine Abstumpfung, die es bei vielen anderen Themen (zuletzt z.B. school shootings) gibt. Andererseits ist diese verminderte Berichterstattung vielleicht auch ein Zeichen von Abstumpfung Geschockt Es löst die Situation auch nicht, wenn das wahre Ausmaß dieser Vorkommnisse unbekannt ist (bzw. wenn die Nachrichten darüber dann von der Bevölkerung nur in rechtsextremer Verzerrung konsumiert werden).

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 08.12.2015, 13:45                                  +/-



Ein paar Koran-Verse für die Ungläubigen. grins


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Yeah, well, you know, that's just, like, your opinion, man.
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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 08.12.2015, 13:58                                  +/-

Ohne mir das jetzt komplett anzuschauen, das sind in echt alles Bibelzitate, stimmt's?


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Lass die Finger von dem ganzen neumodischen Kram.
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 08.12.2015, 14:31                                  +/-

So wurde es bei der Süddeutschen Zeitung jedenfalls anmoderiert.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 21.12.2015, 22:37                                  +/-

Papst Fraziskus auf dem U.S. Bishops' Meeting

.

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Mond



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BeitragVerfasst am: 23.01.2016, 17:29                                  +/-

Wie sich Achtsamkeit aufs Gehirn auswirkt:



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The Art of Happiness
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Wolter



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BeitragVerfasst am: 09.02.2016, 02:03                                  +/-

Mond
@Wolter: Wenn du mein "illusionäres" Weltbild verstehen magst, dann beschäftige dich doch mal mit dem Buddhismus, gerne auch mit anderen indischen Weisheitslehren (da gibt es noch viel mehr als nur Oomm, ich versprech es dir) oder dem Taoismus. Lese Bücher von Ayya Khema, Thich Nhat Hanh, Alan Watts, Erich Fromm etc. Es gibt interessante Youtube-Kanäle z.B. mit Vorträgen von Fromm, Vorträge aus der buddhistuschen Philosophie/Psychologie, und interessante Kanäle von westlichen Psychologen. Ich sehe das Hauptproblem bzw. die Ursache des Leides auf der Welt in der Psyche des Menschen. Doch der Mensch kann an sich arbeiten, denn er ist nicht von grundauf verblendet von Hass, Selbstsucht und Gier.

@ Mond: Dir steht frei zu lesen was Du willst, aber mich wirst Du zum Lesen der genannten Bücher nicht zwingen können zwinkern. Okay, da magst Du mir vielleicht Ignoranz vorwerfen – ich behaupte aber hingegen, daß für das Urteil, ob (D)ein Weltbild illusionär ist, die genaue Kenntnis der spirituellen Hintergründe nicht erforderlich ist.
Daß die meisten Horrorszenarien der Welt auf menschliches Handeln und dies wiederum in irgendeiner Weise auf die Psyche von Homo sapiens sapiens zurückzuführen sind, ist natürlich eine Trivialität. Du hast neben Haß, Selbstsucht und Gier allerdings etwas wichtiges, vielleicht sogar entscheidend wichtiges, vergessen: die menschliche Psyche bietet Raum nicht zuletzt für Irrationalitäten verschiedenster Art und Gefährlichkeit. Zur Irrationalität gehört u. a., daß Menschen, die Schreckliches tun, vom Guten ihres Tuns überzeugt sind. Denn sie tun es ja für die "Arbeiterklasse" (Kommunisten), für die "arische Rasse" (Nationalsozialisten) oder für Allah (Islamisten). [Weshalb das bewußte Streben des Darth-Vader-Enkels nach der Dunklen Seite der Macht – also nach dem Bösen – auch so bekloppt ist, aber das nur nebenbei. Den neuen Star Wars-Film hast Du ja wahrscheinlich nicht gesehen zwinkern]
Dein illusionäres Weltbild reduziere ich der Praktikabilität wegen mal auf Deinen Denkfehler, jeglichem menschlichen Fehlverhalten bzw. deren irgendwo im Kopf entstehenden Motivationen (die, das ist immerhin richtig, oft mit "Haß, Selbstsucht und Gier" zu tun haben) eine "heilbare Krankhaftigkeit" zuzuschreiben, d. h., man müßte allen Menschen einfach nur unter "richtigen", sozusagen psychisch keimfreien und urgesunden Bedingungen aufwachsen lassen, und irgendwann würde das Böse aus der Welt verschwinden. Dumm nur, a) daß Menschen bzw. deren Psychen im Laufe der Jahre dermaßen vielen Einflüssen ausgesetzt sind, daß diese "Keimfreiheit" utopisch ist, und b) daß noch nicht einmal ein "perfektes" Umfeld garantiert, daß ein Mensch sich positiv entwickelt, und dazu hätte nun ich eine Literaturempfehlung für Dich: Der Findling von Heinrich von Kleist. Smilie
Es ist nichtsdestotrotz natürlich durchaus richtig, Kinder möglichst effektiv vor "problematischen Umfeldern", die für ihre psychische Entwicklung gefährlich werden könnten, zu schützen – wofür Voraussetzung ist, daß man solches im Individualfall auch erkennt. Tut man das immer? Oder wenigstens in der Mehrzahl der Fälle? Hmmm...
Aber wenn Problemfälle ausgemacht worden sind, ist es selbstverständlich ebenso richtig und wichtig, sich möglichst frühzeitig um solche psychisch gefährdete Kinder/Jugendliche zu kümmern, um die Wahrscheinlichkeit von deren Abgleiten auf die (kriminelle oder politisch/religiös indoktrinierte) schiefe Bahn bestmöglich zu minimieren. Diese Prävention ist im Prinzip absolut zu befürworten: diejenigen, die sich dieser Aufgabe widmen, müssen mit ihrem erworbenen Insiderwissen über die psychologischen Probleme und Anfälligkeiten solcher abdriftender Problemkinder einer-, und über die Psychotricks, derer sich die Rekrutierer bedienen (um diese eben wegen besagter Probleme überdurchschnittlich anfälligen jungen Leute zu manipulieren) andererseits versuchen, ihren Schützlingen wieder einen Weg zurück in die "echte" (d. h.., keineswegs von finsteren zu bekämpfenden Verschwörungen bedrohte) Welt zu zeigen. Dazu braucht’s keinen Buddhismus und keine indischen Glückskekssprüche. zwinkern
Ohne da genauer Bescheid zu wissen, vermute ich, daß es solcherlei präventive Bemühungen betreffend im Westen noch ordentlich Luft nach oben gibt.
Nichtsdestotrotz befindest Du Dich auf dem Holzweg, wenn Du glaubst, eine perfekt flächendeckend organisierte psychologisch-psychotherapeutisch-psychiatrische Prävention, zumal sie ja auch nicht wie Brave New World aussehen soll, könnte die Welt zu einer leidfreien Wohlfühlzone für alle machen – nicht nur, weil diese Perfektion utopisch ist, sondern auch, weil für diejenigen, die in ihrer Radikalisierung so weit fortgeschritten sind, daß man bei ihnen von einem "geschlossen kommunistischen/nationalsozialistischen/islamistischen Weltbild" spricht, der Zug einfach abgefahren ist: die erreichst Du nun selbst mit bester psychologisch versierter Expertenanstrengung nicht mehr – und mit Margotkäßmannschen Händchenhaltappellen oder mit buddhistischen Meditations- und Beschwörungsformeln schon erst recht nicht.
Ja, der "IS" ist Produkt einer Ideologie, und mental von uns noch erreichbare (weil in ihrem Weltbild noch nicht gefestigte) Jugendliche sollten mit aller uns verfügbarer Überzeugungskraft davon abgehalten werden, dem jeweiligen manichäischen Gut-Böse-Weltbild (in dem sie sich dann auf der guten Seite wähnen würden, siehe oben die Star Wars-Kylo Ren-Problematik) ganz zu verfallen. Aber...

Euseppus
Der kräftige Junge haut wieder den kleinen um dessen Pausenbrotes willen. Du stehst als Gleichaltriger daneben.

Einen einzelnen Jungen, der einen schwächeren anderen Jungen aus lediglich egoistischen Gründen haut, kannst Du vielleicht noch in ein konstruktives Gespräch verwickeln, durch daß er sein asoziales Verhalten zu hinterfragen beginnt, denn er folgt ja noch keinen starren ideologischen Glaubens-"Wahrheiten".
Gegenüber einer hochgerüsteten Miliz von ideologisch verblendeten Gewalttätern, die nur noch mit Gleichgesinnten kommunizieren und sich gegenseitig in der Richtigkeit ihres Tuns mehr oder weniger ununterbrochen bestätigen, hilft leider nur noch, stärka als sie zu sein. Wenn Du es nicht bist, wirst Du von ihnen ggf. getötet. Und aus is’.
Aber ich fürchte ja, daß Du Dich ganz bewußt vor der Antwort auf Eusebios entscheidende Frage gedrückt hast:
Euseppus
Genau und ausgerechnet diesen Menschen [die nicht "gut" sein wollen] zuliebe die anderen leiden lassen? Ist Dir da ein möglicher Lernvorgang, der einfach nicht kommen und nicht kommen will, bei einem fehlgeleiteten Menschen wichtiger, als den Leidenden unter seiner Knute vor ihm zu erretten?


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Wolter, der olle Trolllurker, zitiert mich in seiner Signatur. Kann ich da "rechtlich" gegen vorgehen? Na warte...

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 09.02.2016, 10:09                                  +/-

Nichtsdestotrotz befindest Du Dich auf dem Holzweg, wenn Du glaubst, eine perfekt flächendeckend organisierte psychologisch-psychotherapeutisch-psychiatrische Prävention, zumal sie ja auch nicht wie Brave New World aussehen soll, könnte die Welt zu einer leidfreien Wohlfühlzone für alle machen


Damit unterstellst Du Mond ca. 365 % mehr konkreten Lösungsansatz, als er selber in seinen Postings vorzuweisen hat. Mond geht in seinen Postings zu keinem Zeitpunkt von der Welt aus, in der er und wir alle leben. Die Umstände, unter denen auf der Welt Schlimmes passiert, sind für Mond nicht relevant und erst recht nicht die, die es u. U. bräuchte, um die Welt so zu verändern, dass sein Herangehen an den Menschen als Individuum überhaupt erst möglich würde.
Diesen Denkschritt hast Du oben jetzt für ihn getan, für Mond ist er noch nirgendwo Thema gewesen.

Nach allen Postings ist Mond immer noch die Antwort darauf schuldig geblieben - und darum finde ich es gut, dass Du die Aufmerksamkeit darauf lenkst - wie er sich denn in der Praxis, also in der ihn umgebenden Welt, das Praktizieren seiner allumfassenden Menschenliebe vorstellt.
Ich bin da ohnehin vollkommen anderer Ansicht, aus Gründen, um deretwillen ich mir hier schon die Finger wundgetippt habe und auf die Mond nicht mal im Ansatz adäquat (nämlich überhaupt) reagiert hat; Mond ist nur damit beschäftigt, die Verantwortung der Umstände für das Sosein des Individuums auf 100 % aufzublasen. Kein einziges Mal die Frage danach, wo denn die Verantwortung des Einzelnen für sein Schicksal beginnt. Das ist in keiner Art und Weise ernstnehmbar.
Dennoch - Praxistest:
Mond steht einem mordenden und vergewaltigenden IS-Trupp gegenüber.
Mein Standing: Auf der Stelle vom Erdball plomben, um weiteres Leid zu verhindern.
Wie reagiert Mond? Jetzt wirklich vor Ort, in der Praxis, in der Realität, in der Situation? Wie sieht er angesichts einer IS-Truppe - oder, seien wir gnädiger -: angesichts eines IS-Mannes seine Prämissen am besten umgesetzt?
Nicht mental, nicht in der Theorie, nicht in seinem Herzen - in dieser Welt, in der er lebt?

Ich bin gespannt, wann ich welche Antwort darauf jemals bekomme.....


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 10.02.2016, 23:59                                  +/-

Euseppus
Damit unterstellst Du Mond ca. 365 % mehr konkreten Lösungsansatz, als er selber in seinen Postings vorzuweisen hat. Mond geht in seinen Postings zu keinem Zeitpunkt von der Welt aus, in der er und wir alle leben.

Stimmt beides nicht ganz, würde ich sagen: a) Mond hat uns zwar keinen vielhundertseitigen Maßnahmenkatalog zur Befriedung der Welt zukommen lassen, aber wenn ich all seine "Gewalt-ist-keine-Lösung!"-Predigten aus der Erinnerung richtig interpretiere (und ich werde jetzt den Teufel tun, mich zur Vergewisserung in seine Sermone einzulesen zwinkern), dann schwang da bei ihm nonverbal immer die Botschaft mit, daß die Welt schon friedlich würde, wenn nur alle, alle Menschen der Welt sich einer "seelenfriedenschaffenden Spiritualität" (z. B. Buddhismus) hingäben. b) Da ich fand, daß diese "Methode" zu widerlegen sich deren Absurdität wegen von selbst erübrigt, habe ich das übersprungen und statt dessen die von mir für effektiver gehaltenen psychologischen (mehr oder weniger unter "Schulmedizin" zusammenfaßbaren) Möglichkeiten quasi einer Tauglichkeitsprüfung unterzogen – um festzustellen, daß nicht einmal mehr die gegenüber den schon völlig in ihr ideologisches Wahngebilde mental eingemauerten Fanatikern große Erfolgsaussichten haben. Ganz vereinzelte Erfolge mögen die Ausnahmen sein, die die Regel bestätigen.


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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 03.03.2017, 21:08                                  +/-

Massengrab von Kleinkindern und Säuglingen in einem katholischen Mutter-Kind-Heim für unverheiratete Mütter in Irland entdeckt.

Oder auch Knochenhaufen.

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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 03.03.2017, 22:28                                  +/-



Damals wußten das halt auch ein paar alte Herren mit zuviel Macht. Geschockt (Immerhin göttlich legitimiert, was ist eigentlich Trumps excuse? Okay, off topic.)

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Mond



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Skype Name

BeitragVerfasst am: 06.03.2017, 14:51                                  +/-

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@ Mond: Dir steht frei zu lesen was Du willst, aber mich wirst Du zum Lesen der genannten Bücher nicht zwingen können zwinkern. Okay, da magst Du mir vielleicht Ignoranz vorwerfen – ich behaupte aber hingegen, daß für das Urteil, ob (D)ein Weltbild illusionär ist, die genaue Kenntnis der spirituellen Hintergründe nicht erforderlich ist.


Nö, du sollst dich einfach mal damit auseinandersetzen. Ich habe nämlich das Gefühl, dass du keinen Schimmer hast, was überhaupt Meditation oder/und Achtsamkeitspraxis bedeutet. Oder zumindest hast du ein anderes Verständnis davon.
Ich nehme dein Halbwissen über indische Philosopien aus Folgenden:

Wolter
Dazu braucht’s keinen Buddhismus und keine indischen Glückskekssprüche.


buddhistischen Meditations- und Beschwörungsformelnte


Du ziehts es halt ins Lächerliche. Und welcher Mensch diskutiert gern mit jemanden, der einen nicht ernst nimmt? Sorry, aber das geht so nicht - so von oben herab!

Und natürlich brauch man keinen Buddhismus. Denn es gibt überhaupt keinen Buddhismus in dem Sinne, denn letztendlich ist "Buddhismus" nur ein Konzept.

Zitat:
Du hast neben Haß, Selbstsucht und Gier allerdings etwas wichtiges, vielleicht sogar entscheidend wichtiges, vergessen: die menschliche Psyche bietet Raum nicht zuletzt für Irrationalitäten verschiedenster Art und Gefährlichkeit. Zur Irrationalität gehört u. a., daß Menschen, die Schreckliches tun, vom Guten ihres Tuns überzeugt sind.


Nein, das ist mir sehr bewusst. Und gerade ist es doch das, was uns gleich macht: Wir gehen davon aus, dass wir das Richtige/Gute tun und die anderen nicht. Wir sind davon überzeugt, solange wir unbewusst sind. Und solchen Menschen mit Haß und Gewalt zu begegnen, wird sie in ihrer Einstellung nur bekräftigen, sich gegen "das andere" zu richten und es zu bekämpfen wollen.

Zitat:
könnte die Welt zu einer leidfreien Wohlfühlzone für alle machen

Sowas wird es nie geben und habe ich auch nirgendswo behauptet! Viel wichtiger ist es, dass Menschen das richtige Verständnis von Leid entwicklen und lernen, wie man damit arbeitet. Das ist eine innere Arbeit. Das Leiden gehört zur Welt, nur will der Menschen nicht leiden und kämpft dagegen an und zwar in der Außenwelt: Die Unruhe der Welt ist ein Spiegel der inneren Unruhe im Menschen.

Zitat:
Mond ist nur damit beschäftigt, die Verantwortung der Umstände für das Sosein des Individuums auf 100 % aufzublasen

Zunächst einmal bist du als Lebewesen von deiner Umwelt abhängig, du kannst ohne sie nicht existieren. Aber wie du auf die Umwelt reagierst und wie du denkst und handelst, dafür bist du zu 100% verantwortlich. Und es gibt überigens kein Schicksal...


Zitat:
Wie reagiert Mond? Jetzt wirklich vor Ort, in der Praxis, in der Realität, in der Situation? Wie sieht er angesichts einer IS-Truppe - oder, seien wir gnädiger -: angesichts eines IS-Mannes seine Prämissen am besten umgesetzt?

Was glaubst du wie ich reagiere? Ich würde versuchen mein Leben zu schützen und mich wehren, notfalls mit Gewalt. Der Unterschied zu dir ist es, dass ich vllt noch ein wenig den Menschen im IS-Kämpfer sehen würde. D.h., wenn ich Gewalt ausüben würde, dann mit bedauern und mit dem Wissen, dass das in mir kein gutes Gefühl auslösen wird. Denn ich weiß ja, dass dieser Mensch, den ich verletze oder töte, verblendet ist und eigentlich ein Mensch wie ich ist, der genauso die gleichen Bedürfnisse hat etc.

Nun, wie wäre es aber, wenn ich ein anderes Verständnis vom Tode hätte? Keine Angst vor ihm (die ich aber habe), wie würde ich dann handeln? Wie wäre es, wenn wir alle keine Angst mehr vor dem Tode hätten? Was könnten uns dann IS-Kämpfer anhaben? Welche Macht hätte auf uns dann Gewalt?


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BeitragVerfasst am: 06.03.2017, 16:23                                  +/-

Wow, eine Antwort schon nach knapp über einem Jahr. Ich sehe Wolter vor lauter Hektik schon in eine Papiertüte ventilieren.


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Mond



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BeitragVerfasst am: 23.03.2017, 12:43                                  +/-

Oxford
Wow, eine Antwort schon nach knapp über einem Jahr. Ich sehe Wolter vor lauter Hektik schon in eine Papiertüte ventilieren.

Was interessiert mich Wolter? Der Typ schreibt doch bloß, um andere zu belehren und sich daran aufzugeilen. Yes


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 23.03.2017, 13:10                                  +/-

Achtsamkeitsübungen kann ich nur wärmestens empfehlen - jedem. Yes


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BeitragVerfasst am: 23.03.2017, 19:55                                  +/-

Ich find sowas ganz schlimm esotherisch. Ich musste sowas mal in einem Seminar mitmachen. Mich schauderts immer noch.


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