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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 31.01.2014, 14:45                                  +/-

Bei Silo muss ich an ein Besatzungsmitglied der Ketty Jay denken. Die Kette Jay ist ein Luftschiff und gehört einem Herrn, der sich nicht entscheiden kann, ob er denn nun Pirat oder Schmuggler oder Freibeuter sein soll. Also ist er alles, aber hauptsächlich ist er ein freier Mann mit einem eigenen Luftschiff.
Seine Mannschaft wächst im Laufe des Buches zusammen, die Ereignisse bauen konsequent und nachvollziehbar aufeinander auf und die ganzen Beziehungsgeflechte entwirren sich nach und nach. So wird dann aus lauter Einzelgängern eine Crew.
Ein top Abenteuer-Roman. Mit Jules-Verne-Kapiteltiteln!
Es ist ein bisschen wie die Seewölfe-Heftroman-Reihe, wie Fluch der Karibik mit Hindenburg und dämonischer Magie. Großartige Unterhaltung, dieses Retribution Falls (Piratenmond).

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Erinti



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BeitragVerfasst am: 31.01.2014, 17:17                                  +/-

Aelanum
Erinti, kennst du die Silo-Saga (Wool 1-5, Shift 1-3 und Dust) von Hugh Howey?

Erinti liest den Thread, denkt "Mist, keine Zeit zum Atworten, aber später."


Ahem, nope, habe es nicht gelesen. Fantasy? SciFi? Worum gehts? Smilie


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 31.01.2014, 18:31                                  +/-

Ich bin grade im 3. Teil einer ausgezeichneten Military SciFi-Serie namens Confederation von Tanya Huff. Das Genre ist zwar kein gesonderter Favorit, aber sofern gut gemacht habe ich sowas doch mal ganz gerne.

Speziell hier mag ich den Hintergrund sehr, die sogenannten Elder Races stehen im Konflikt mit den Others, sind allerdings selber pazifistisch und können schlicht und ergreifend nicht kämpfen. Als Gegenleistung für Fortschreitt, etc werden "aggressive" Rassen angeheurt aka in die Confederation aufgenommen, unter anderem auch Menschen, um im Grunde als bessere Söldner zu kämpfen.
Charaktertechnisch steht dabei Staff Sergeant Torin Kerr im Vordergrund, die gleich im ersten Teil von ihrer Kompanie getrennt wird, um aus gepräsentativen Gründen mit einem zusammengwürfelten Haufen Marines Eindruck bei einem potentiell neuen Mitglied der Confederation zu schinden.
Sie ist auch der einzige Charakter, über den man mehr als nur ein paar oberflächliche rassetypische Eigenschaften erfährt, interessanterweise macht das aber gar nichts aus, weil auf der einen Seite die jeweilige Rahmenhandlung stimmt und auf der anderen Seite zwar fast nur Klischees stehen, die sind aber so gut wie immer sehr geschickt eingebunden. Und die meiste Zeit irre lustig. Außerdem rockt Torin einfach nur.

Valor's Choice
"Oh." A sudden burst of giggles from across the cantina gave Torin an excuse to move her attention to a small table overwhelmed by three Human teenagers.
"What is it?"
"You're being watched, sir."
He glanced over his shoulder at them, and, after a moment of stunned silence, one teen sighed, "Elves," while the other two just sighed.
The off-the-record reaction of the First Human Contact Team upon meeting the Taykan had been "Holy fuk, they're elves!" To the horror of right thinking xenoanthropologists everywhere, the name stuck. Once exposed to the mythology that had engendered the remark, the Taykan as a whole didn't seem to mind, and a number of the di'Taykan had embraced the lifestyle wholeheartedly. During basic training, Torin had actually met a di'Taykan who'd been named Celeborn after a character in an old Terran book.

hähö

Im Hintergrund läuft ein kleiner roter Faden mit, der wohl bald eine wirkliche Rolle spielen dürfte.
Die Reihe selber ist ziemlich eindeutig pro Militär (und basht sehr gerne die Navy hähö ), allerdings eher auf die zurückhaltende Art und Weise, ohne unnötig zu glorifizieren.

Tanya Huff kannte ich bisher nur durch ihre "Blood Ties"-Reihe, die sich besonders durch einen großartigen Humor auszeichnet, abseits davon gibt es allerdings keine Gemeinsamkeiten.


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 16.03.2014, 13:52                                  +/-

Who chooses SF classics? Who chooses our required reading?

Zitat:
I don’t understand how we can have a genre where “You haven’t read HEINLEIN (/Asimov/Clarke/Bradbury/Dick/etc.)??” are common and accepted refrains, and “You haven’t read BUTLER??” is almost unheard. Why aren’t we saying it? Why isn’t Octavia Butler considered “required reading” of the classics in order to consider oneself a True SF Fan? Why don’t people feel left out and incomplete if they haven’t read her?[1]

I don’t really know what defines a classic, or who should get to say what one is. But I do know I find myself feeling deeply uncomfortable with any popular mentality that shames people for not reading influential white men while giving a pass to those who skip the influential black women.

Kann sein, daß ich da schonmal was zu geschrieben hatte (also zum Thema Klassiker), aber egal, bewegt sich eh wenn auf einer anderen Ebene.

Ich habe unglaublich viele SF-Klassiker nicht gelesen und ich weiß nicht, ob ich dies jemals tun werde. Weil es mich immer mehr nervt, wie sehr Autoren auf einen Thron gehoben werden, dessen Schatten alles andere verdeckt. Ich möchte Klassiker lesen, weil sie mich interessieren, weil es von der Zeit her paßt, weil ich grade kein anderes, spannenderes Buch in der Warteliste habe, weil alles in der Inhaltsangabe danach schreit, jetzt sofort gelesen zu werden (Bradbury's "Something Wicked").

Wewegen ich dann eher lieber einen Gegengesang anstimmen wollte: Lest mehr Kameron Hurley, Paolo Bacigalupi, Karen Lord, Octavia Butler, Elizabeth Moon, Ann Leckie

Was interessiert mich Asimov in dem Moment, in dem ich kopfüber irgendwo in einem Raumschiff hänge und dabei zuchaue, wie jemand zum ersten Mal in einem Raumschiff steht und erlebt was es heißt, sich durch das Weltall zu bewegen?

Das heutige Feld der Science-Fiction und Fantasy ist inzwischen derartig explodiert, daß jeder Versuch, auch nur irgendeinen groben Überblick zu bekommen, in sofortiger Niederlage endet. Das war ein Grund, warum ich mich für dieses Jahr so sehr auf eine Schiene fokusiere (und Glaurung hat ganz recht mit seiner Bemerkung dazu, es ist single-minded, aber es sagt doch einiges über ein Genre aus, wenn man trotz dieser Tatsache weiterhin etwas überwältigt vom Angebot bleibt).
Deswegen verstehe ich gut, wie es große SF-Fans schaffen können, ihr ganzes Leben lang fast nur Bücher von männlichen Autoren zu lesen, aber ich merke, was es mir für Anregungen gibt, seit ich mich so mit dem Thema befasse.

Mein allgemeiner Einstieg in die Science-Fiction ist ja eh noch relativ jung, weil ich früher fast nur Fantasy gelesen habe, aber gerade Science-Fiction ist auch das Genre, bei dem ich noch weniger tolerieren kann, wenn bestimmte Klischees, etc angewandt werden und bei dem noch viel mehr auffällt, wenn bestimmte Rollenansichten, etc. schon völlig veraltet sind.
Ich denke da nur an diesen Autor, den ich an PD verwichtelt hatte, aus den 70ern, bei dem ich nicht wußte ob ich lachen oder weinen sollte in seiner Darstellung einer zukünftigen Gesellschaft. Das war schon in den 80ern überholt.

Die tatsächlichen Argumente pro Klassiker sind ja eher ein "Aber du verpaßt so viel!" "Es hat so viel danach beeinflußt."

Aber was ich dann doch lieber lese, ist das Buch, das davon beeinflußt wurde, es aber auf modernen Werten und Entwicklungen aufbaut.

Ich mochte Heinleins "Starship Troopers", aber gelesen habe ich es eigentlich nur, weil mir der Film gefallen hatte (jahaaaaa hähö ) und ich deswegen neugierig wurde. Was mir letztendlich viel mehr gegeben hatte, ist John Scalzis "Old Man's War", das teils sehr offensichtlich, teils subtil an Heinlein anlehnt, aber einfach auf einer Linie ist mit meiner Weltanschauung und daher automatisch Dinge thematisiert oder in den Vordergrund rückt, die mich konkret ansprechen.
Auch wenn ich in dem Fall alle Anspielungen verstanden habe und mich über diese Ebene amüsieren konnte, es wäre nict notwendig gewesen, weil der Klassiker allerhöchstens ein Sprungbrett darstellte.




Ansonsten: Lest "Grass" von Sheri Tepper, weil es so unglaublich viele Aspekte (Gesellschaft, Religion, Wissenschaft) auf großartige Weise miteinander verknüpft zu einem gigantischen Puzzle.

"In the distant future Terra (Earth) has become massively over-populated and its resources overstretched. Partially as a result of this, the human race has spread out across the galaxy and populated new worlds. One such world is the eponymous Grass, so named because almost its entire surface is covered in multi-coloured prairie.

The spread of a seemingly incurable plague across human settlements throughout known space prompts the authoritarian religious rulers of humanity, Sanctity, to send investigators to Grass, the only place the plague does not seem to have affected, in the hope of finding a cure."

Eines dieser Bücher, das ich mit einem zufriedenen Seufzer zur Seite legte, als ich auf der letzten Seite ankam. Wunderschön geschrieben, komplex, faszinierend, einmal fokussierend auf gesellschaftliche Aspekte, ohne jedoch lagatmig zu wirken, auf der anderen Seite ein sehr gutes Gespür für Tempo.

Gepostet am 16.03.2014, 14:05:

History, Fandom and Masters of Science Fiction

"At the end of the day, I am worried about the idea that one must do or read X in order to be a “real” critic/fan/aficionado. I understand wanting to read the “classics” for any number of reasons: for research, for context, for fun, for whatever. I also equally understand NOT wanting to read them for any reason at all. Because you want to frame your reading in a different way, because the “classics” do not represent you or worse: misrepresent you. I fully understand not wanting to spend time reading something that equals being punched in the face. I myself dislike that immensely. "


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 16.03.2014, 15:27                                  +/-

shames people for not reading influential white men while giving a pass to those who skip the influential black women.


Boah, was ist das denn für eine white-guilt Schiene? Laut Wikipedia hat Butler zwei Einzel-Romane und zwei Serien geschrieben. Die Bücher davon können ja durchaus sehr gut sein, sind auch Hugo/Nebula ausgezeichnet, aber wenn man dagegen die Bibliographie von Heinlein oder Asmiov etc nachschlägt wird man erschlagen von Masse! Aberdutzende Romanen und noch mehr Kurzgeschichten. Verfilmungen. Dazu hat halt irgendjemand das Genre erst begründet/geprägt in den 40er/50ern, während Butler erst in den 80ern kam, wo Science-Fiction etabliert war und es Autoren wie Sand am Meer gab. Das ist überhaupt nicht vergleichbar vom Einflußgrad.


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 16.03.2014, 16:20                                  +/-

Ich finde es schade, daß Einfluß oder Recht auf Einfluß sich aus der Werkmase ergeben, weil ich mir dann eher eine Lawine vorstelle, die alles andere überschüttet und erstickt.
Nein, das ist nichts gegen produktive Autoren, ich bin mit Seanan McGuire ein sehr großer Fan einer Autorin, die unglaubliche Mengen produziert und daneben anscheinend noch ein Sozialleben hat, schläft, ißt, Katzen streichelt und zu Conventions reist.

Und White Guilt-Schiene ist für mich in dem Fall nur ein etwas salopp ausgedrückt praktisches Hintertürchen.
Finde ich dermaßen scheiße, erst recht wenn das wiederum an Aussagen hängt, die sich überhaupt dagegen wehren (siehe oben) ...what?

Es wird immer Erklärungen geben, warum bestimmte Peronengruppen deutlich stärkeren Einfluß haben und andere nicht, der Punkt ist nicht, sich darüber zu unterhalten, daß das ja halt so ist und überhaupt, hat ja alles seinen Grund, sondern mal darüber nachzudenken, daß es verwunderlich ist, daß noch immer bestimmte Personengruppen einen größeren Einfluß haben als andere, obwohl wir doch alle inzwischen aufgeklärt sind und blah.

Die Klassikerhörigkeit finde ich auch insofern problematisch, als daß damit immer mehr Jahrzehnte einfach mal keine Erwähnung finden, da unabhängig von Gender/whatever, weil einfach immer mehr Zeit vergeht.

Zitat:
Das ist nachvollziehbar. Aber gerade Sci-Fi ist ja auch herausfordernd und darf aberwitzig rumspinnen, und da gehören reaktionäre militarische Schweinebacken eben auch dazu.

Geht auch sehr elegant an dem vorbei, was ich meinte. zwinkern
Ich liebe militarische Schweinebacken, sofern sie der Fiktion angehören, was ich nicht liebe sind Geschichten, in denen ich mich nicht wiederfinde, weswegen ich auf viele Klassiker schlicht keinen Bock habe. Weil für mich sehr oft rüberkommt, daß die einzige Daseinberechtigung für viele Klassiker schlicht der Grund ist, daß sie ja großen Einfluß auf das Genre ausgeübt haben. Aber das wäre so, als würde man immer noch Telegraphieren, weil der Telegraph die Kommunikation revolutioniert hatte.

Damit meine ich auch nicht, daß ich persönlich auf Teufel komm heraus nur noch Klassiker von Frauen lesen wollte, bzw. alles außer weißen Autoren, weil ich mich da so toll wiederfinde (ahahaha, no), dann müsste ich Shikasta von Doris Lessing grenzgenial finden und habe es doch gewagt es aufgrund Sprachinkompatibilität und Desinteresse an der Materie nach 100 Seiten beendet.
Aber es wäre schön, wenn nicht so sehr auf den Tellerrand fokussiert würde.




Btw, ich lese momentan "Ash" von Mary Gentle, ein Roman, den ich tatsächlich als grenzgenial bezeichnen würde oder zumindest unfaßbar gut geschrieben.
Military Fantasy, Alternate History, die in der Renaissance spielt oder auch nicht oder doch, während auf einer parallelen Zeitebene in unserer Gegenwart die Vergangenheit der Hauptfigur zu Tage gefördert wird, einer Söldnernin namens Ash, die angeblich in Burgund sehr erfolgreich eine Truppe Söldner führte...oder nicht, oder doch eher eine Legende ist wie Artus, wie die Nibelungen.

Was für mich den Wert diese Buches ausmacht, ist vor allen Dingen die Schonungslosigkeit (und ich bin mir sicher, bei bestimmten Szenen würde George R R Martin wimmernd unterm Bett verkriechen, aber es sollte nicht darum gehen, daß Brutalität oder die Beschreibung von Brutalität ein Gütesiegel darstellt), beziehungweise der Realimus. Die Autorin hat einen MA in Geschichte zum Thema Renaissance, etc, was man...deutlich merkt, auch wenn ich selber nur Häppchen aus dieser Zeit kenne.
Dabei verbindet sie Historie und Fantasy auf eine Art und Weise, die dafür sorgte, daß ich die Teile mit einem WTF las, mich etwas rausgerissen fühlte und dann aber merkte, worauf sie hinauswollte und mich darauf einließ.
Das Buch versucht so ein wenig zu erklären, wie es geschehen kann, daß Personen Eingang in die Geschichte finden und andere nur als Legenden, Märchen, etc Erwähnung finden, wobei sie dies eben nicht auf "realer" Ebene tut, sondern auch vage Science-Fiction-Elemente mit einfließen läßt.

Zum Thema alternative Historie fand ich "King Raven" sehr interessant (Review hier), weil es eben auch die Frage aufwirft, wer eigentlich die Geschichte schreibt und wer entscheidet, was wirklich pasiert ist und was nicht.
Römische Historiker zum Beispiel...omg, ich hatte dazu ein Seminar besucht (zum Thema Römer und Goten), in dem unser Dozent ziemlich schön vorgeführt hat, was da für ein Mist fabriziert wurde und was als Mist durch falsche Übersetzungen weitergetragen wurde und bei was man alles nicht weiß, ob das Mist ist oder nicht, weil es sonst keine Überlieferungen gibt.


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 16.03.2014, 22:14                                  +/-

Erinti
Ich liebe militarische Schweinebacken, sofern sie der Fiktion angehören, was ich nicht liebe sind Geschichten, in denen ich mich nicht wiederfinde

Du findest Dich bei militärischen Schweinebacken wieder? hähö

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Erinti



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BeitragVerfasst am: 16.03.2014, 22:34                                  +/-

Manchmal. Dito Aliens, weiße Männer, bunte Einhörner...


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 16.03.2014, 22:47                                  +/-

Aliens, weiße Männer und bunte Einhörner können alle moralisch gut sein, während Schweinebacken doch die Leute sind, die von John McClane umgenietet werden.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 13:58                                  +/-

Wann und vor allem von wem ist der white male eigentlich zum Problembären ernannt worden? ?????

Erinti
Ich liebe militarische Schweinebacken, sofern sie der Fiktion angehören, was ich nicht liebe sind Geschichten, in denen ich mich nicht wiederfinde, weswegen ich auf viele Klassiker schlicht keinen Bock habe.

Ich verstehe ja immer nie, was das bedeuten soll, "sich in einer Geschichte wiederfinden" und würde das auch niemals als Qualitätsmerkmal hernehmen, am allerwenigsten bei Science Fiction. Ich war eigentlich immer der festen Überzeugung, daß in diesem Bereich alles erlaubt sein müsse, je fremdartiger und abgefahrener, desto besser. Oder heißt sich wiederfinden nur, daß ein Protagonist ähnliche Gedanken und Probleme hat wie man selbst und als Projektionsfläche dienen kann? Will man das überhaupt? Mir ist wirklich nicht klar, was Du damit sagen willst, auch nach Deinem Beispiel "Ash" nicht, das ich aber mal lesen will, weil ich solche Alternativgeschichte-Szenarien grundsätzlich mag.

Erinti
Weil für mich sehr oft rüberkommt, daß die einzige Daseinberechtigung für viele Klassiker schlicht der Grund ist, daß sie ja großen Einfluß auf das Genre ausgeübt haben. Aber das wäre so, als würde man immer noch Telegraphieren, weil der Telegraph die Kommunikation revolutioniert hatte.

Die Schmähung der Klassiker ("einzige Daseinberechtigung") finde ich mit dieser Begründung leider ziemlich Banane. Geschockt Die haben ihren Stellenwert doch vor allem deswegen, weil die Schriftsteller visionäre Ideen hatten, die später immer wieder kopiert wurden. Natürlich ist gut kopiert nicht automatisch schlecht, aber zumindest weniger originell. Außerdem hatten die frühen Autoren wie Philip K. Dick, Ray Bradbury oder mein Liebling Stanislaw Lem es einfach sprachlich drauf, sie genügten literarischen Ansprüchen, was ich heute oft vermisse. Unheimlich viele Autoren der klassischen Phase sind auch noch im Goldenen Zeitalter der Science Fiction - in den 20er bis 40er Jahren - groß rausgekommen, als die Leute total verrückt nach geschriebener SF waren. Sie sind von der Zeit begünstigt gewesen. Das "influential white men"-Argument ist daher in meinen Augen nicht nur verkürzend, es ist schlichtweg falsch.

Erinti
Die Klassikerhörigkeit finde ich auch insofern problematisch, als daß damit immer mehr Jahrzehnte einfach mal keine Erwähnung finden, da unabhängig von Gender/whatever, weil einfach immer mehr Zeit vergeht.

So problematisch ist das nicht. Wer heute herausragend schreibt, wird igendwann selbst zum Klassiker. Die Metro-Romane von Dmitri Glukhovski oder Suzanne Collins Panem-Bücher könnte man vermutlich schon jetzt dazu zählen. Dabei ist letzteres von der Grundidee her nicht mal neu.


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 14:14                                  +/-

Helcaraxe
Ich verstehe ja immer nie, was das bedeuten soll, "sich in einer Geschichte wiederfinden"

Mein absoluter Lieblingsroman aller Zeiten ist Der Herr der Ringe. Und es gibt im gesamten Roman keinen einzigen Charakter, den ich auch nur ansatzweise als Identifikationsfigur bezeichnen würde. hähö

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 15:43                                  +/-

Helcaraxe

Erinti
Weil für mich sehr oft rüberkommt, daß die einzige Daseinberechtigung für viele Klassiker schlicht der Grund ist, daß sie ja großen Einfluß auf das Genre ausgeübt haben. Aber das wäre so, als würde man immer noch Telegraphieren, weil der Telegraph die Kommunikation revolutioniert hatte.

Die Schmähung der Klassiker ("einzige Daseinberechtigung") finde ich mit dieser Begründung leider ziemlich Banane. Geschockt Die haben ihren Stellenwert doch vor allem deswegen, weil die Schriftsteller visionäre Ideen hatten, die später immer wieder kopiert wurden. Natürlich ist gut kopiert nicht automatisch schlecht, aber zumindest weniger originell. Außerdem hatten die frühen Autoren wie Philip K. Dick, Ray Bradbury oder mein Liebling Stanislaw Lem es einfach sprachlich drauf, sie genügten literarischen Ansprüchen, was ich heute oft vermisse. Unheimlich viele Autoren der klassischen Phase sind auch noch im Goldenen Zeitalter der Science Fiction - in den 20er bis 40er Jahren - groß rausgekommen, als die Leute total verrückt nach geschriebener SF waren. Sie sind von der Zeit begünstigt gewesen. Das "influential white men"-Argument ist daher in meinen Augen nicht nur verkürzend, es ist schlichtweg falsch.


Ich habe das anders gelesen. Erinti schreibt ja nicht "Fuck the Klassiker", sie begründet damit ja doch vor allem, warum sie selbst nicht glaubt, sich der anscheinend mancherorts vertretenen Prämisse "Die Klassiker muss man alle gelesen haben" bei der Buchauswahl beugen zu müssen. Deine gebrochene Lanze für die Qualität dieser Bücher teile ich, glaube aber nicht, dass es dieser im Erintischen Kontext bedürfte.

Das Argument mit der Sprache sehe ich übrigens anders:
Dick schreibt z. B. vollkommen "normal" und ist weit entfernt von Sprache "gehobenerer" Literatur (da bitte jetzt keine Schubladen-Diskussion draus machen, ich weiß grad nicht, wie ich es besser beschreiben kann), Bradbury hat einfach nur eine flüssige Schreibe - Lem ist schon eine Ausnahme auch bei den Klassikern (dazu zähle ich persönlich dann noch Gibson und - als Besonderheit im dystopischen Roman - Burgess, hier kann man natürlich noch All-time-Favourites wie Orwell und Huxley nennen).
Ich bin nicht die Leseratte in SiFi und Fantasy wie Erinti, aber mein eigener Eindruck in diesem Genre ist der, dass weder bei den Klassikern noch bei den aktuellen Erscheinungen die Sprache das große Ding ist. Das sind dann meinem Eindruck nach höchstens so Eintagsfliegen wie heute China Mieville, die da herausstechen.
Kann aber auch sein, dass Ihr da mehr Vergleiche habt.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 16:52                                  +/-

Euseppus
Ich habe das anders gelesen. Erinti schreibt ja nicht "Fuck the Klassiker", sie begründet damit ja doch vor allem, warum sie selbst nicht glaubt, sich der anscheinend mancherorts vertretenen Prämisse "Die Klassiker muss man alle gelesen haben" bei der Buchauswahl beugen zu müssen. Deine gebrochene Lanze für die Qualität dieser Bücher teile ich, glaube aber nicht, dass es dieser im Erintischen Kontext bedürfte.

Ich will jetzt nicht spekulieren, was Erinti wirklich meinte, das kann sie selbst uns am besten erklären. Einen wie auch immer gearteten Kanon abzulehnen ist für mich aber eine ganz andere Sache als zu sagen "die Bücher sind anscheinend nur deshalb Klassiker, weil sie bestimmte Gernrekonventionen begründet haben". Da kann man halt noch andere Gründe nennen, die alle viel ausschlaggebender sind.

Euseppus
Das Argument mit der Sprache sehe ich übrigens anders:
Dick schreibt z. B. vollkommen "normal" und ist weit entfernt von Sprache "gehobenerer" Literatur (da bitte jetzt keine Schubladen-Diskussion draus machen, ich weiß grad nicht, wie ich es besser beschreiben kann), Bradbury hat einfach nur eine flüssige Schreibe - Lem ist schon eine Ausnahme auch bei den Klassikern (dazu zähle ich persönlich dann noch Gibson und - als Besonderheit im dystopischen Roman - Burgess, hier kann man natürlich noch All-time-Favourites wie Orwell und Huxley nennen).

Stimmt, Orwell hätte ich auf jeden Fall auch noch nennen können. Bei Dick hast Du Recht, von dem gibt's solche und solche Geschichten. Arkadi und Boris Strugazki sind in sprachlicher Hinsicht ebenfalls super und eventuell für Celeb & Dich als Liebhaber russischer Literatur interessant. Überhaupt scheint ziemlich viel gute SF aus Osteuropa und der Sowjetunion/Rußland zu kommen.


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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 16:59                                  +/-

So, jetzt mal wieder back to topic:

Doku-Soap über Wolfgang Hohlbein
So skurril ist die TV-Soap "Die Hohlbeins"



http://www.t-online.de/unterhaltung/tv/id_68502...ene-tv-serie.html


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 17:05                                  +/-

Sieht schon mal super aus. Stellen die zufällig auch Lockpfeifen für die Entenjagd her?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 17:44                                  +/-

Von Hohlbein habe ich tatsächlich noch nie was gelesen. Eigentlich wollte ich einen Kommentar machen in die Richtung "was für Hackfressen!", aber ich glaube der Kiefer seiner Tochter ist eine Brandverletzung oder irgendeine Krankheit. Und 40 Millionen verlegte Bücher ist ja schon ein Brett. Wenn Raab im Video fragt, ob sie nicht unglaublich reich sind und warum sie sich für so eine Doku-Soap hergeben, wundere ich mich auch.


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 19:30                                  +/-

Helcaraxe
Einen wie auch immer gearteten Kanon abzulehnen ist für mich aber eine ganz andere Sache als zu sagen "die Bücher sind anscheinend nur deshalb Klassiker, weil sie bestimmte Gernrekonventionen begründet haben". Da kann man halt noch andere Gründe nennen, die alle viel ausschlaggebender sind.

Klassiker sind für mich Zufallsfaktoren. Zufällig hat dieser Autor den Massengeschmack der Zeit getroffen, aber die Zeit bleibt ja nicht stehen.
Natürlich werden Klassiker noch heute gelesen, natürlich finden die weiterhin Menschen toll, (ich auch) aber ich finde es gerade in einem so vielfältigen Genre wie SF tatsächlich dumm/doof, daß es sich selber viel zu oft auf die Klassiker reduziert und noch mehr als in anderen Bereichen das als eigenen Wert innerhalb des Fandoms aufbaut. Passend dazu auch Craggans Beitrag, den ich zufällig wiedergefunden hatte, als ich die Lawhead-Rezension gesucht hatte (steht ein paar Beiträge über der verlinkten Rezension).
Diese Reaktion fand ich zu dem Zeitpunkt nicht doof, inzwischen schon eher, weil es vorgibt, daß ein Genrefan bestimmte Bücher zu lesen hat. Ich wollte damit jetzt nicht auf Craggan hauen, es paßte nur grade so schön dazu. zwinkern
In gewisser Weise ist es ja schön retro, das SF-Genre kultiviert sich etwas, das es in der "normalen" Literatur eigentlich schon nicht mehr gibt, das unterschwellig mitschwingende Muß.
Aber plattgesagt lese ich lieber 10 neue Autoren als 10 Klassiker, bzw. lese lieber 10 unbekannte olle Kamellen als 10 bekannte.

Helcaraxe
Ich verstehe ja immer nie, was das bedeuten soll, "sich in einer Geschichte wiederfinden" und würde das auch niemals als Qualitätsmerkmal hernehmen, am allerwenigsten bei Science Fiction. Ich war eigentlich immer der festen Überzeugung, daß in diesem Bereich alles erlaubt sein müsse, je fremdartiger und abgefahrener, desto besser. Oder heißt sich wiederfinden nur, daß ein Protagonist ähnliche Gedanken und Probleme hat wie man selbst und als Projektionsfläche dienen kann? Will man das überhaupt? Mir ist wirklich nicht klar, was Du damit sagen willst, auch nach Deinem Beispiel "Ash" nicht, das ich aber mal lesen will, weil ich solche Alternativgeschichte-Szenarien grundsätzlich mag.

"Ash" war übrigens nur eine drangehängte Rezension, die das Beispiel inkludierte, daß eine Gruppe Menschen Geschichte beeinflussen kann zu Ungunsten einer anderen Gruppe.

@ Wiederfinden
Ein Grund, warum ich (ernsthaft) den Film Starship Troopers dem Buch vorziehen würde, scheißegal was für Ebenen dem Film fehlen, weil ich es schon damals bei erster Sichtung des Films toll fand, wie integriert die Frauen innerhalb der Marines waren. Das hat mir dann beim Buch gefehlt, auch wenn das Buch in dem Fall innerhalb seiner Zeit sehr fortschrittlich war durch Frauen als Piloten. Aber das war dann auch schon wieder so herausgestellt.
Das heißt, bei Klassikern, die von Männern geschrieben wurden, bin ich schon automatisch zurückhaltender. Siehe McCaffrey's Brainship sind das dann aber nicht nur die Männer, die für kleinere oder größere Hngs sorgen (auch wenn ich da Buch toll fand, aber hnng in Bezug auf Details).
Aber gut, ich bin halt Feministin und sehe daher vieles kritischer für mich, über das andere locker hinweglesen können, inklusive anderer Frauen.
Der white male ist übrigens kein Problembär, sondern ein sehr, sehr starker Einflußfaktor, der inzwischen halt sehr stark in Frage gestellt wird. Simple as that. Ein Grund, warum ich moderne SciFi für mich zugänglicher finde (und warum ich gerade John Scalzi als Autor sehr, sehr schätze).


Helcaraxe
Die haben ihren Stellenwert doch vor allem deswegen, weil die Schriftsteller visionäre Ideen hatten, die später immer wieder kopiert wurden.

Exaktometer, siehe Heinlein können sie visionäre Ideen gehabt haben, aber ich lese dann lieber das, was auf dieen Ideen aufbaut und sich in "meiner" Generation wiederfindet.
Wie gesagt, das bedeutet nicht, daß ich Klassiker einfach komplett ablehne, aber ich finde es falsch, daß innerhalb des F-Genres ein unglaublicher Reflex herrscht, sich erstmal auf Klassiker zurückzuziehen. Gerade wenn das Genre momentan besonders frisch und munter ist.
Auf die Frage: Mit welchem Asimov soll ich anfangen? sollte aber natürlich keine Breitseite gegen Klassiker folgen. hähö


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 20:49                                  +/-

Mit welchem Asimov soll ich anfangen?


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 17.03.2014, 21:53                                  +/-

@Erinti
Na gut, wenn Du wirklich der Ansicht bist, daß der Klassikerstatus im wesentlichen Zufall ist, die Alten den Neuen den verdienten Platz an der Sonne wegnehmen und daraus auch noch eine verwerfliche Dominanz alter weißer Männer hergestellt wird, können wir die Diskussion hier eigentlich beenden. Dagegen kommt man mit Argumenten nicht an. Ich kann nur feststellen, daß ich wieder mal komplett der gegenteiligen Ansicht bin. hähö


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 18.03.2014, 16:49                                  +/-

Nä, das klingt zu sehr nach Verschwörungstheorie, ist aber halt eine ganz natürliche kulturelle Entwicklung, die sich hoffentlich in Zukunft etwas auspendeln wird.

Der Treppenwitz ist ja, daß ich mich trotzdem nicht vor Lektüre retten kann, trotz verschärfter Auswahlkriterien. Da geht es anderen Gruppen ganz, ganz anders.


Für "Ash" wirst du btw einen langen Atem brauchen, das Teil hat über 1000 Seiten. zwinkern Und wenn achte darauf die UK-Ausgabe zu bekommen, für den US-Markt wurde das in vier Bände gesplittet.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 18.03.2014, 17:24                                  +/-

Ich bin halt der Überzeugung, daß ein Buch - jedes künstlerische Werk - nicht zum Klassiker wird, wenn es nicht bestimmte unbestreitbare Qualitäten und nachfolgenden Generationen nicht immer wieder aufs Neue was zu sagen hat. Bekanntheit über einen langen Zeitraum hinweg + kultureller Einfluß + Qualität, das ist die Definition eines Klassikers. Das ist bei den Alben der Beatles so, das ist bei Shakespeare so und bei "1984" und "Fahrenheit 451" ist es nicht anders.

Da von Zufall zu sprechen, wird diesen Werken nicht gerecht. Wenn man es dann noch mit der Aussage von den "einflußreichen weißen Männern" verknüpft, steht gleich unausgesprochen die Behauptung im Raum, der Klassikerstatus sei a) unverdient und b) ein Problem, irgendwie verursacht durch eine rückwärtsgewandte, mindestens uninformierte Leserschaft. Mich ärgert sowas, weil es alles ausblendet, was ich oben geschrieben habe. Finde das wirklich ungerecht.


Erinti
Für "Ash" wirst du btw einen langen Atem brauchen, das Teil hat über 1000 Seiten. zwinkern Und wenn achte darauf die UK-Ausgabe zu bekommen, für den US-Markt wurde das in vier Bände gesplittet.

Solche Schwarten lese ich ja am liebsten nur noch in elektronischer Form. Verlegen Gibt’s eine kindle Edition?


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 18.03.2014, 17:44                                  +/-

Der Begriff Zufall war zugegeben auch Teil eines Gedankenablaufes, den ich nicht detailiiert genug zu Forum gebracht hatte. So gesehen ist ja alles Zufall, von der Entdeckung eines Autor, bis hin zur Publikation, etc.

Nichtsdestotrotz haben Klassiker speziell im SF-Genre einen derartigen Stellenwert, der für mich persönlich nicht mehr im Verhältnis zu deren Qualität, bzw. Bedeutung innerhalb der modernen SF steht. Für mich kommt dann eben noch Gender hinzu, aber selbst ohne diesen Punkt würde ich Klassikern kritischer gegenüberstehen, oder eher, kritisch der Erwartungshaltung, möglichst viele Große Namen gelesen haben zu müssen.


@ Ash
Gibt es Smilie Und ja, kann ich verstehen, ich les es auch in elektronischer Form.


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