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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 18.03.2014, 19:30                                  +/-

Ich hab jetzt hier nur quer gelesen, aber eines ist ja wohl klar: an Tolkien kommt von dem neuen Schmarrn nix ran.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 19.03.2014, 09:06                                  +/-

Oxford
Ich hab jetzt hier nur quer gelesen,


Das is soo schön. Ich hab das irgendwie - vermisst...


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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Erinti



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BeitragVerfasst am: 19.03.2014, 20:26                                  +/-

Ich hab Tolkien ja zum richtigen Zeitpunkt gelesen, ich weiß nicht, ob er diesen Einfluß heute auf mich ausüben würde, wie es so mit 13/14 der Fall war, als ich das Genre grade für mich zu entdecken begann.
Zumindest würde ich heute keines seiner Werke (außer vllt. die Kurzgeschichten aka Farmer Giles of Ham, Roverandom, etc) auch nur in die alleroberflächlichste Auswahl setzen, wenn es um Bücher ginge, die ich auf einsame Inseln, etc mitnehmen wollte.
Keine Ahnung ob ich den Herrn der Ringe überhaupt nochmal lesen wollte, irgendwie ist das vorbei.


Dann lieber Autoren wie Janny Wurts, Brandon Sanderson, Robin Hobb, Laura Resnick, N.K. Jemsin, Joe Abercrombie. Das wären auch eher die Autoren, die ich heute wem empfehlen würde, die mal in das Fantasygenre reinschnuppern wollten, beginnend mit Robin Hobb (The Farseer) oder Brandon Sanderson (Elantris oder Mistborn).


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 10:50                                  +/-

Erinti
Das wären auch eher die Autoren, die ich heute wem empfehlen würde, die mal in das Fantasygenre reinschnuppern wollten, beginnend mit Robin Hobb (The Farseer)


Aha... da ich keinen dieser Namen je gehört habe, habe ich mir das mal angesehen:

Publisher's Weekly über The Farseer
The bastard sons of kings play a noble role in fantasy: not only were King Arthur and Modred by-blows, but it is often suggested that Merlin himself came to power from the "wrong side of the bed." While Hobb's offering has a few too many illegitimate heirs backstabbing around, this is still a delightful take on the powers and politics behind the throne. Fitz, who is often called the "Boy" or the "Bastard," was begotten by good Prince Chivalry upon some "peasant" woman. At age six, he is given over to the safekeeping of the prince's man, Burrich. Fitz's impolitic existence causes the prince to abdicate his claim to the throne, and he and his wife leave the court, and the boy, behind. Fitz has inherited the "Skill," a mind-bending talent, and also has the ability to meld his thoughts with those of nonhuman creatures and to mentally "repel" physical advances. When Fitz finally comes to King Shrewd's attention, he is given over to the Royal Assassin's tutelage and trained to carry out the king's devious plans. The novel's conceit-that it offers Fitz's memoirs from childhood through adolescence-allows for several sequels. A gleaming debut in the crowded field of epic fantasies and Arthurian romances.


Booklist
This well-executed though somewhat conventional fantasy novel reads like both a first effort and the first book in a multivolume work. Neither probability should make the prospective reader wince. The conventional plot concerns a royal bastard of the house of the Farseers, who is raised secretly to serve the house as an assassin. When a succession crisis looms, young Fitz is almost literally flung into a series of complex and deadly intrigues, some magical, some mundane, all unscrupulous. The action moves along briskly, which, in conjunction with Hobb's good world building and fairly original characterization, will keep readers turning pages. This may not be the indispensable fantasy debut of the year, but it will find readers if offered to them.


Seriously? Du nennst derartige 08/15-Fantasy als etwas, das über Tolkien steht? rolling on the floor...


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 11:20                                  +/-

Oh come on, das ist so als würdest du Amazonrezensionen ernst nehmen. hähö


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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 11:25                                  +/-

Trotzdem stimmen da die Verhältnismäßigkeiten nicht, Erinti. Da muss ich dich auch mal tadeln, obwohl Du in den letzten Monaten auf meiner persönlichen "favorite User" Skala ziemlich weit nach oben gerutscht bist.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 11:32                                  +/-

Erinti
Oh come on, das ist so als würdest du Amazonrezensionen ernst nehmen. hähö

Ich nehme die Informationen zum Plot ernst. Und der ist halt total konventionell. Das mit Tolkien zu vergleichen ist lächerlich.

Trotzdem klingt das übrigens ganz interessant und ich werd mir das Buch wahrscheinlich mal für meinen Kindle kaufen, kostet nur 3,95. (edit: gekauft)


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 11:41                                  +/-

Glaurung
LÄCHERLICH!!

[...]

Trotzdem klingt das übrigens ganz interessant und ich werd mir das Buch wahrscheinlich mal für meinen Kindle kaufen, kostet nur 3,95. (edit: gekauft)


rolling on the floor...

Erinti ist ein evil genius!


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 20.03.2014, 12:01                                  +/-

Kann ja nicht immer Champagner sein, einfacher Sekt kann auch schmecken zwinkern


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 21.03.2014, 11:46                                  +/-

Kommt drauf an, wie man Champagner und Sekt definiert, bzw. was der jeweilige Autor überhaupt wollte.
Tolkien ist großartig als Erzähler von Legenden und schrulligen kleinen Geschichten, wo er halt absolut saugt sind Charaktere, weil er sich mit sowas auch nicht aufhalten mußte. Es geht in Fantasy und SciFi oft um das Große Ganze, aber bei Tolkien merke ich deutlich, wie wenig er sich abseits von Ausnahmen für seine Charaktere interessiert hat, sondern sie nur wie Schachfiguren mal hier, mal dahin gesetzt hat, um einen entsprechenden Effekt in der Geschichte zu erzielen.
Klar, das ist eine wichtige Funktion von Charakteren, aber eben nicht alles.
Letztendlich bestätigt das auch nur weiter meine Ansicht zu Klassikern, sie haben eine wichtige Funktion darin, daß man weiß, woher etwa kommt, was ein Werk wie beeinflußt hat und das zu würdigen ist durchaus wichtig. Aber ohne Tolkien wäre jemand anderes in die Bresche gesprungen, es gab ja noch andere Fantasy, "The Worm Ouroboros" zum Beispiel, geschrieben 1922. Ohne diesen oder jenen Autor hätte es dennoch eine Entwicklung gegeben.
Durch diesen oder jenen Autor gibt es dieses oder jenes Buch, deswegen muß ich aber nicht die Grundinspiration kennen müssen.

Tolkien war für mich auch mal unerschütterlich, aber inzwischen erkenne ich zwar weiterhin an, was er geleistet hat und was es für mich eine Bedeutung hatte, aber...time to move on.

Gepostet am 21.03.2014, 11:48:

Paradoxerweise finde ich Märchen, Sagen und Legenden aus unserer Historie weiterhin spannend und durchgehend für mich lesenwert, aber keine Ahnung, irgendwie habe ich dazu wieder einen anderen Bezug.


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 21.03.2014, 12:08                                  +/-

Interessiert mich doch nicht, wie "wichtig" ein Buch ist oder ob es irgendwas "vorangebracht" hat oder ob hypothetisch auch ein anderer Autor mit einem anderen Buch diese Lücke gefüllt hätte, wenn Tolkien 1915 im Schützengraben gestorben wäre. Ich bin ja kein Literaturwissenschaftler, sondern Leser.


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 21.03.2014, 21:24                                  +/-

Dito zwinkern


Arwen gegen den Vulkan
Erinti
Ich liebe militarische Schweinebacken, sofern sie der Fiktion angehören, was ich nicht liebe sind Geschichten, in denen ich mich nicht wiederfinde

Du findest Dich bei militärischen Schweinebacken wieder? hähö

Ich lese grade den zweiten Teil der Paradox-Trilogie von Rachel Bach (Honor's Knight) und die Hauptfigur ist zwar moralisch recht "okay", in dem Sinne, daß sie keine Kinder und kleinen Hunde einfach so umbringen würde, aber sie hat eindeutig sehr viel Spaß an ihrem Söldnerdasein und stellt sich nie die Frage, ob das jetzt alle so richtig ist und überhaupt. Stattdessen beschäftigt sie sich lieber mit Gedanken über das Finetuning ihrer High-Techausrüstung und wie sie noch effektiver einen Gegner umbringen kann.

Das ist so ein Beispiel, warum dieses "sich in einer Geschichte wiederfinden" zumindest in der Formulierung wirklich...grenzwertig ist, eher, ich finde sie ist ne coole Socke und finde es nett, daß es gar keine Rolle spielt, daß sie eine Frau ist, die Spaß am Töten hat, sondern wenn haben Leute einfach mit der Tatsache an sich Probleme.
Es ist nämlich, wenn es sich häuft, nervig, ständig zu lesen, daß eine Frau besonders ist, weil Frau, oder sie macht etwas, das unweiblich ist, oder...whatever, statt daß sie einfach ne coole Sau sein darf.
Wie Starbuck. Oder Zoe


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Arwen gegen den Vulkan



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BeitragVerfasst am: 22.03.2014, 01:54                                  +/-

Erinti
Wie Starbuck. Oder Zoe

Oder Charlotte und Arwen im Meereswahnsinn. Spitze

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kpm



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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 14:50                                  +/-

Ich lese gerade einen Kurzgeschichtenband von Philip K. Dick und habe mir gedacht, dazu einen (sehr langsamen) Live-Lese-Ticker zu machen. Wer mitlesen möchte: Ich lese diesen Band; die Geschichten, die auch online verfügbar sind, werd ich verlinken. Alternativ könnt ihr euch auch wie Arwen gegen den Vulkan es gerne macht über die Inhalte ereifern, ohne die Geschichten gelesen zu haben.

Die 30 Geschichten sind ungefähr chronologisch sortiert und anfangs etwas flach - ich hab aber ein wenig weitergelesen und kann sagen, dass es ab Geschichte fünf oder sechs schon wesentlich interessanter wird.

Hier die ersten beiden:

1. Roog: Ein Hund enttarnt die Müllmänner als Außerirdische, die die Mülltonnen für Opferstätten der Erdenmenschen halten und den Inhalt der Tonnen verputzen, sobald sie voller Opfergaben sind. Teilweise aus der Sicht des Hundes verfasst, der immer wieder "Roog, Roog!" (Roog = außerirdischer Müllmann) ruft, um auf die Aliens hinzuweisen, aber unverstanden bleibt. Die Geschichte scheint mir nicht so viel zu sagen zu haben, außer dass es im Mensch-Hund-Außerirdischer-Beziehungsgeflecht zu mitunter tragischen Missverständnissen kommen kann. Und ist "Roog" eigentlich wirklich etwas, das ein Hund sagen würde? Vielleicht, wenn es in die Richtung "Rrrwuff" geht.

Wertung:


2. Und jenseits - das Wobb: Eine Mannschaft belädt nach einem Aufenthalt auf einer fremden Welt ihr Schiff mit Proviant, unter anderem mit einem köstlichen dicken Schwein, das im lokalen Dialekt "Wobb" genannt wird. Nach dem Abflug fängt das Wobb allerdings telepathisch ein Gespräch über Mythologie und Philosophie an und sagt, dass es nicht gegessen werden will. Das verdirbt allen den Appetit außer dem Captain, der es trotzdem zu Mittag essen will. Er erschießt es und die Mannschaft verspeist mit ein bisschen Unbehagen das saftige Wobb. Nach dem Essen knüpft der Captain nahtlos an einen Monolog an... das das Wobb kurz vor dem Erschießen angefangen hatte!
Die Schweineseele muss also zu diesem Zeitpunkt mit dem Geist des Captains die Körper getauscht haben, was angesichts seiner überlegenen mentalen Fähigkeiten nicht unplausibel erscheint. Die aufgeworfene Frage "Wen darf man essen?" erhält hier zunächst die etwas platte Antwort "Einen, der schlauer ist als du, lieber nicht, egal wie lecker er von außen aussieht!". Kontroverser und interessanter ist vielleicht die Antwort, die das Wobb gibt: "Einen, der dümmer ist und dich zuerst essen wollte, schon!". Im direkten Battle der bisherigen Tiergeschichten gewinnt das Wobb gegen den Roog.

Wertung:


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Glaurung



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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 14:52                                  +/-

Erinti
Das wären auch eher die Autoren, die ich heute wem empfehlen würde, die mal in das Fantasygenre reinschnuppern wollten, beginnend mit Robin Hobb (The Farseer)

Das habe ich dann mal versucht zu lesen, bin aber nicht so weit gekommen. Fing langweilig an, wurde dann kurzzeitig interessant, als der Protagonist mit diesem geheimen Assassinentraining anfängt. Doch als dann dieser erste Einsatz kommt wo sie die verhexten Dorfbewohner finden, habe ich wieder die Lust verloren. Das ist irgendwie nicht plastisch beschrieben und wirkt nicht glaubwürdig. Einfach von der handwerklichen Schreibe des Autors her. Der kann nicht gut schreiben.

Vielleicht quäl ich mich irgendwann noch etwas weiter, in der Hoffnung dass es besser wird. Aber letztens hab ich das Buch (also meinen Kindle) mit zum Friseur für die Wartezeit genommen und hatte trotzdem keine Lust es weiterzulesen. Hab stattdessen lieber 20 Minuten lang die Wand angestarrt.


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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 15:29                                  +/-

Erinti



Dann lieber Autoren wie Janny Wurts, Brandon Sanderson, Robin Hobb, Laura Resnick, N.K. Jemsin, Joe Abercrombie. Das wären auch eher die Autoren, die ich heute wem empfehlen würde, die mal in das Fantasygenre reinschnuppern wollten, beginnend mit Robin Hobb (The Farseer) oder Brandon Sanderson (Elantris oder Mistborn).


Ich hab mir stattdessen mal das erste Buch von Joe Abercrombie ("The Blade Itself") durchgelesen, der ja neben Patrick Rothfuss u.a. sowas wie die neue Avantgarde im Fantasy-Genre darstellen soll. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass mich jetzt nach der Lektüre nicht viel dazu treibt, mir die nächsten Bände auch noch zu geben. Das war zwar streckenweise ganz unterhaltsam, ich mag den schwarzen Humor, aber da ist eigentlich nichts, was jetzt einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen hätte. Ziemlich simpel strukturiert, die Figuren erscheinen mir (mit Ausnahme vielleicht von Glokta) nicht übermäßig interessant, und allein aufgrund der Tatsache, dass er anscheinend ein paar Genrekonventionen bricht, muss das noch kein besonders lesenswerter Roman sein. Wenn das so mit das Beste ist, was zeitgenössische Fantasy zu bieten hat, kann ich auf die Werke der anderen Autoren eigentlich verzichten.

Edit: Außerdem vermisse ich ein vernünftiges Ende. Kommt mir so vor, als hätte ich nur den Prolog gelesen.


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 16:26                                  +/-

Tja, damit muß ich jetzt klarkommen. Gewalt ist keine Lösung
Ich hatte aus Eigeninteresse mal meine Rezension nochmal gelesen (hier).

Btw, dir hätte ich Abercrombie übrigens nicht empfohlen, sondern eher eben Sanderson oder Hobb. Eine andere Autorin (wenn sie eine sie ist, aber das ist so der allgemeine Konsens), die ich dir sehr ans Herz legen würde, wäre K.J. Parker, am ehesten entweder mit der Engineer Trilogie oder "Sharps", eventuell auch "The Company". Letzteres soll übrigens mal Craggan lesen, einfach weil...
Sie gehört auch eher zu denen, die ziemlich bitterböse sein können und bei denen nicht so ist wie e scheint.

Hier, was ich zum Engineer geschrieben hatte.


Ich liebe Abercrombie sehr, mit Haut und Haar, vor allen Dingen seine Einzeltitel wie "Best served cold" und "Red Country", aber er gehört definitiv zu den Autoren, die man wegliest und Spaß dabei hat und das wars erstmal. Sehe ich allerding nicht als Nachteil und er ist imo nicht umsonst eine der größeren Nummern im Fantasygenre.


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 19:13                                  +/-

Ich habe die Datei übrigens schon auf dem Kindle, ich hab das Buch ("Ash") nur bis jetzt noch nicht gelesen, Erinti.


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Erinti



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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 20:23                                  +/-

Ich bin gespannt, was du davon hältst. Smilie
Schade, daß es einfach ein zu krasser Wälzer ist, um es so bald wieder zu lesen, aber ich würd schon gerne.


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kpm



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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 20:46                                  +/-

Hat eigentlich wer Patrick Rothfuss' Reihe weitergelesen? Ich kann mich erinnern, dass Gwethil den zweiten Teil schwer erträglich fand und Tyler dadurch Lust bekommen hatte, ihn zu verreißen, aber ich weiß nicht mehr, ob es dazu gekommen ist. Ich fand den ersten Teil schon nicht so sehr zum Weiterlesen einladend. Geschockt

---

Weiter mit Dick:

3. Die Verteidiger: Der Kalte Krieg ist zum dritten Weltkrieg geworden. Als die nuklearen Angriffe anfangen, werden auf beiden Seiten schnell Roboter konstruiert, die den Krieg weiterführen, während die Menschen sich ein neues unterirdisches Leben aufbauen. Seit acht Jahren produzieren sie Waffen, liefern sie nach oben und werden von den Robotern auf dem Laufenden gehalten, was den Kriegsverlauf angeht; die neueste Nachrichtenmeldung zeigt, dass San Francisco völlig zerstört wurde.
In jüngster Zeit gab es jedoch merkwürdige Vorfälle: die beiden letzten Roboter, die von der Oberfläche kamen, um Bericht zu erstatten, waren gar nicht radioaktiv verstrahlt. Ein Team wird zusammengestellt, das oben nach dem Rechten sehen soll. Die Roboter an der Oberfläche versuchen alles, um die Besucher vor Sonnenaufgang wieder nach unten zu schicken, aber es gelingt nicht; und als die Sonne aufgeht, wird klar: der Krieg ist seit Langem vorbei. Es stellt sich heraus, dass die Roboter, bereits kurz nachdem die Menschen in den Untergrund gegangen waren, den Krieg analysiert und für sinnlos befunden haben. Trotzdem haben sie durch Trickaufnahmen mit Modellen den Eindruck aufrecht erhalten, der Krieg gehe weiter. Warum? Sie wollen abwarten, bis die Menschen sich noch ein Stück weiterentwickelt haben; im Moment brauchen sie den äußeren Feind noch, um sich von innergesellschaftlichen Spannungen abzulenken.
Da hat das Erkundungsteam die clevere Idee, das neu erworbene Wissen einzusetzen, um die Russen (die von ihren eigenen Robotern genauso getäuscht wurden) endgültig auszumerzen. Als sie allerdings zurück nach unten wollen, um das in Angriff zu nehmen, merken sie, dass die Roboter den Eingang zugeschweißt haben. Zu allem Überfluss kommt auch noch eine russische Mannschaft an, die sich ebenso ausgesperrt hat. Nachdem der erste Impuls, sich gegenseitig zu erschießen, überwunden ist, beschließen sie, sich alle zusammenzutun und friedlich einen Bauernhof zu betreiben.

Die Geschichte hat einige interessante Ideen zu bieten: ein in den Medien vorgetäuschter Krieg - ungefähr wie in Wag the Dog (wenn auch aus völlig anderen Motiven heraus); die Verlagerung der gesamten menschlichen Zivilisation unter die Erde; und vor allen Dingen, selbstbestimmt denkende und handelnde Roboter (sie heißen hier "leadies", auf deutsch "Bleimänner"), die besser als die Menschen selbst wissen, was für diese gut ist. Die Geschichte ist von 1953 (die beiden vorigen waren auch aus der Zeit) - da gab's schon Robotergeschichten von Asimov und seine Robotergesetze, die Idee, sich mit der Roboterpsyche und -ethik auseinanderzusetzen, ist also nicht ganz neu. Später wird's in Dicks Geschichten und Romanen immer wieder um Roboter gehen und vor allen Dingen um die Frage, wie menschlich sie sein können und woran man eigentlich erkennt ob jemand oder man selbst ein Mensch ist oder mechanisch (auf die Spitze getrieben in der Vorlage zu Blade Runner) - ein bisschen wird das hier schon angedeutet, aber wahnsinnig interessant ist das hier noch nicht.

Während die Ideen einigermaßen spannend sind, ist die Umsetzung aber echt schwer erträglich: dass der Krieg nie in dem Maße stattgefunden hat, wie alle dachten, wird dadurch veranschaulicht, dass bei Sonnenaufgang die Vöglein am rauschenden Bach zwitschern und die Blätter um die malerische Windmühle tanzen... uff! Und in die große Versöhnungsszene von Amerikanern, Russen und Bleimännern am Ende könnte kaum noch mehr Pathos reinpassen:

Philip Kitschmeister Dick
"Und jetzt ist das Ende in Sicht: eine Welt ohne Krieg. Aber selbst das ist nur der Anfang einer neuen Phase der Geschichte."
"Die Eroberung des Weltraums", sagte Oberst Borodoy leise.
"Der Sinn des Lebens", fügte Moss hinzu.
"Die Beseitigung von Hunger und Armut", sagte Taylor.
Der Bleimann öffnete die Tür des Schiffs. "All das und noch mehr."


Puhh! Schnell weiterlesen, bald wird es besser.

Kurzzusammenfassung:


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 21:16                                  +/-

Noch nicht gelesen. Vielleicht mache ich einen megalomanischen Tyler-liest-Rothfuss-Thread und kaue das Buch kleinteilig durch…


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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 29.04.2014, 22:41                                  +/-

"Das Wobb" ist eine meiner liebsten Kurzgeschichten im SF-Bereich. Wurde in der Kneipe auch schon in morgiverwirrender Absicht in verschiedenen Ethikthreads erwähnt.

Zitat:
Hat eigentlich wer Patrick Rothfuss' Reihe weitergelesen? Ich kann mich erinnern, dass Gwethil den zweiten Teil schwer erträglich fand und Tyler dadurch Lust bekommen hatte, ihn zu verreißen, aber ich weiß nicht mehr, ob es dazu gekommen ist. Ich fand den ersten Teil schon nicht so sehr zum Weiterlesen einladend

Ja, ich, Aelanum und (ich glaube) Gimli haben die Reihe gelesen. Der zweite Band wird Dir aber kaum besser gefallen als der erste, also lass es lieber bleiben.


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