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Euseppus



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Wohnort: Winterkatingen
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 18:55                                  +/-

Yeah.

Gepostet am 31.07.2014, 19:59:

Das ist mal ein Anfang für ne Seite.
So geht das, Thanil.


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 19:00                                  +/-

Greift da nicht die Inklusion und Binnendifferenzierung?


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The Internet has both a long memory and the attention of a goldfish.
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Olmops



Beiträge: 5694
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Wohnort: Kölle
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 19:02                                  +/-

AmandaMandel

...


Jetzt habe ich sehr viel Text gelesen und bin doch nicht schlauer. Worum geht es hier eigentlich? ?????

Geht es um Unterdrückung bzw Einschränkung persönlicher Freiheit?
Geht es um Herabsetzung?
Geht es um die stereotype Sichtweise?
Geth es um eine anmaßende Erwartungshaltung?

Sexismus ist von anderen zu erwarten/zu verlangen, dass sie Geschlechternormen verkörpern.


Oder geht es gar um irgendetwas ganz anderes, das ich überhaupt nicht verstanden habe?

In diesem Sinn kann Judy Butler als radikale Anti-Sexistin gelesen werden: „Dass die Geschlechterrealität durch aufrechterhaltende gesellschaftliche Performance geschaffen wird, bedeutet gerade, dass die Begriffe der wahren und unvergänglichen Männlichkeit und Weiblichkeit ebenfalls konstituiert sind.“ (1991, S.208)
Wir wissen, dass die Produktionstechnologien von Geschlecht auch recht ungesund sein können; zumindest allgergieerregend. Die wesentliche Frage ist aber sicherlich, inwieweit diese Produktion selbstbestimmt sein kann und ob die Bewertung aufgrund der Geschlechtsperformance nicht zwangsläufig Entfremdung impliziert.


?????

Gepostet am 31.07.2014, 20:03:

Oxford
TL;DR: ich behaupte jetzt mal, dass es technisch für uns unmöglich ist, Klischeewahrnehmung und -denken und damit auch Sexismus als ein bestimmtes Klischee aus der Welt zur verbannen. Weil so funktionieren wir einfach.

-----------------------------------------------------------

Deswegen gehe ich in der gesamten Genderdebatte immer davon aus, dass es gar nicht das Ziel sein kann, das Männerklischee und das Frauenklischee gleichzusetzen, oder aber ein Mittelding zu finden, das dann mit der Brechstange auf beide angewendet wird.
Einfach wegen Sinnlosigkeit bzw weil das Resultat unbrauchbar wäre.

Unabhängig davon sollte man (und frau auch, überleg Dir das mal!) sich in jedem konkreten Fall dann aber auch von den Teilen des Klischees verabschieden, in denen man es besser weiß, weil man jemanden besser kennengelernt hat.


Alter, dein TL;DR is TL;DR!!!


Ich hab Dir das mal markiert.

Gepostet am 31.07.2014, 20:06:

Tyler Durden
Greift da nicht die Inklusion und Binnendifferenzierung?


Binnendifferenzierung aufgrund des Geschlechtes ist Sexismus und deswegen verachtenswert.
Außer es passiert nur anekdotisch und/oder die SchülerInnen drohen, Dich zu töten.


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Urge to grill rising.
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 19:09                                  +/-

Herzlichen Glückwunsch, so eben wurde mein neues Lieblingswort gepostet:

Geschlechtsperformance


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Somit sage ich, nicht ich schreibe das, sondern mein Zeitgewissen.
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einBaum



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 19:11                                  +/-

Ich stimme deiner Analyse insoweit zu, dass Sexismus, Rassismus, Homophobie und der gesamte andere Quatsch hauptsächlich auf einer ausgewachsenen Denkfaulheit gedeihen, teilweise auch auf sturer Angst vor dem vermeintlich Unbekannten. Hier wirst du aber erzkonservativ/systemzementierend:

Olmops
TL;DR: ich behaupte jetzt mal, dass es technisch für uns unmöglich ist, Klischeewahrnehmung und -denken und damit auch Sexismus als ein bestimmtes Klischee aus der Welt zur verbannen. Weil so funktionieren wir einfach.


1. Ich wär' schon grenzwertig derangiert wenn ich annehmen würde, dass ich als Einzelperson ein so mächtiges System aus der Welt verbannen könnte. Zumal es ein für Nichtbetroffene so unsichtbares System ist. Andererseits habe ich aber auch keine Lust, aufgrund dieser Tatsache gleich alle Flinten ins Korn zu werfen.

2. Ich stimme dir zu, dass unser Denken, Erleben und Erinnern ein selektives ist. Wir alle (ich auch! Und mein Haustier auch! *scratch that*) denken zu einem unterschiedlichen Grad sexistisch. Wenn man das erst begriffen hat, ist der wahrscheinlich wichtigste Schritt hin zum Willensakt aus meiner Sicht getan. Nochmal: Wir sind alle Sexisten. Wir sind auch alle Rassisten. Sexismus, Rassismus und Homophobie sind aus meiner Sicht angelernte Geisteskrankheiten, gegen die man entweder ein Leben lang ein uphill battle führt - oder in denen man sich gemütlich einrichtet. Aus diesem Grund gibt's aus meiner Sicht auch keine "Halbfeministen", einen Begriff, den glaube ich Oxi mal bemüht hat. Entweder man führt den Kampf (vor allem gegen sich selber), oder man zementiert das System. There's no middle ground. *diffus links geartete Faust*



Zuletzt bearbeitet von einBaum am 31.07.2014, 19:19, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Olmops



Beiträge: 5694
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 19:12                                  +/-

Danke, Oxi. Jetzt kann ich nie wieder "aufrechterhaltende gesellschaftliche Performance" lesen, ohne an Sex denken zu müssen.
Und das bei einer (Zitat) "Anti-Sexistin".


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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 19:57                                  

Oxford
Wen behandelst Du den bevorzugt, Triskel, die netten Mädchen oder fiesen Jungs? Smilie

Egal. Hauptsache sie huldigen mir.

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Euseppus



Beiträge: 8845
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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 21:22                                  +/-

Stern. Ganz klar. Stern.


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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AmandaMandel



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 21:42                                  +/-

Zu dem vielen Text: Das war nur die Wunschentsprechung sich "akademisch" auseinanderzusetzen.
hähö


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Whatever will be, will be
The future's not ours, to see
Que Sera, Sera
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Olmops



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 22:19                                  +/-

AmandaMandel
Zu dem vielen Text: Das war nur die Wunschentsprechung sich "akademisch" auseinanderzusetzen.
hähö


Das ist ja auch prinzipiell durchaus zu begrüßen. Ein paar Absätze zur besseren Lesbarkeit wären gut gewesen.

Und vielleicht noch eine eigene Position. Da waren ja x Definitionen, die alle leicht unterschiedlich waren... bis auf die Tatsache, dass die allermeisten Sexismus ausschließlich oder hauptsächlich als Frauenfeindlichkeit verstehen.
Das ist ein Mangel.
Auf diese Weise sind alle diese Definitionen in sich schon sexistisch, da Ihnen ein sehr negatives Männerbild zugrunde liegt und sie im Prinzip die Möglichkeit ausschließen, dass es auch umgekehrt sein könnte. Mag sein, dass der Fall historisch wichtiger war, aber gerade dass die Formulierungen nicht komplett neutral sind, zeigt doch nur, dass sie selber ihren eigenen Kritikpunkt zementieren.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 31.07.2014, 23:37                                  +/-

einBaum

2. Ich stimme dir zu, dass unser Denken, Erleben und Erinnern ein selektives ist. Wir alle (ich auch! Und mein Haustier auch! *scratch that*) denken zu einem unterschiedlichen Grad sexistisch. Wenn man das erst begriffen hat, ist der wahrscheinlich wichtigste Schritt hin zum Willensakt aus meiner Sicht getan. Nochmal: Wir sind alle Sexisten. Wir sind auch alle Rassisten. Sexismus, Rassismus und Homophobie sind aus meiner Sicht angelernte Geisteskrankheiten, gegen die man entweder ein Leben lang ein uphill battle führt - oder in denen man sich gemütlich einrichtet.


Dein Haustier definitiv auch (außer Du meinst das Ding in dem Netz hinter Deinem Schrank, da bin ich mir nicht sicher).

Rassismus, Sexismus und Homophobie sind außerdem bestimmt keine Geisteskrankheiten.
Wenn überhaupt, dann sowas wie Sozialisierungsdefizite.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 01.08.2014, 08:29                                  +/-

Für mich klang hier zwischenzeitlich an „Wenn jemand nicht ABSICHTLICH sexistisch handelt, dann ist‘s keine Diskriminierung.“

Ich sehe das so:

– sexistisch denken ist menschlich; siehe einBaums Beitrag
– wer aufgrund von sexistischem Denken jemanden diskriminiert, der macht einen Fehler; unabhängig davon, ob es Absicht war oder nicht
– wer absichtsvoll diskriminiert oder nachdem er/sie darauf hingewiesen wurde weiterhin diskriminiert, der ist einfach ein dummes Arschloch verdammenswerter Hurensohn Mensch mit ausbaufähiger Sozialkompetenz.

Deshalb haben mich auch Olmops‘ Beispiele nicht überzeugt. Ein Personalchef, der einer Frau unterstellt, dass sie doch sicherlich irgendwann schwanger wird und deshalb einem männlichen Bewerber einen Vorteil einräumt, der denkt sexistisch und handelt darauf basierend diskriminierend. Dass er dafür einen Anlass hat (statistische Wahrscheinlichkeit, schlechte Erfahrungen) ist für diese Bewertung irrelevant. Das macht es vielleicht nachvollziehbar und „rational“, aber deshalb ist es in meinen Augen nicht weniger sexistisch und diskriminierend.

Gepostet am 01.08.2014, 09:43:

Edited for Truth


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 01.08.2014, 09:08                                  +/-

Äh. Momentmal. Ich hoffe, dass ich niemandem hier auf den Schlips trete. Das ist jedenfalls so nicht gemeint und auf niemanden spezifisch hier im Forum gemünzt. Es ist mein persönlicher Sexismus-/Diskriminierungsradar.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 01.08.2014, 09:17                                  +/-



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I'm tired of everyone and that includes myself
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Olmops



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BeitragVerfasst am: 01.08.2014, 15:14                                  +/-

Thanil

– sexistisch denken ist menschlich; siehe einBaums Beitrag
– wer aufgrund von sexistischem Denken jemanden diskriminiert, der macht einen Fehler; unabhängig davon, ob es Absicht war oder nicht
– wer absichtsvoll diskriminiert oder nachdem er/sie darauf hingewiesen wurde weiterhin diskriminiert, der ist einfach ein dummes Arschloch verdammenswerter Hurensohn Mensch mit ausbaufähiger Sozialkompetenz.

Deshalb haben mich auch Olmops‘ Beispiele nicht überzeugt. Ein Personalchef, der einer Frau unterstellt, dass sie doch sicherlich irgendwann schwanger wird und deshalb einem männlichen Bewerber einen Vorteil einräumt, der denkt sexistisch und handelt darauf basierend diskriminierend. Dass er dafür einen Anlass hat (statistische Wahrscheinlichkeit, schlechte Erfahrungen) ist für diese Bewertung irrelevant. Das macht es vielleicht nachvollziehbar und „rational“, aber deshalb ist es in meinen Augen nicht weniger sexistisch und diskriminierend.


Tja. Für mich ist das ein riesengroßer Unterschied.
Das eine ist ein feindlicher Akt von einer Person gegen eine andere. Das Opfer muss sich sofort Gedanken machen, wie das jetzt seine Beziehung zum Täter verändert oder ggf. sogar zu anderen Leuten, und muss sich zur Wehr setzen.
Das andere ist eine diffuse institutionelle Diskriminierung. Irgendeine Regel, die vielleicht Scheiße ist, sich aber nahtlos in eine Million andere Ungerechtigkeiten im Universum einreiht. Warum sind einige Leute von Geburt an reich, schön oder gar König und andere sitzen in einem Haufen Dreck?
Natürlich ist es löblich, daran etwas ändern zu wollen, aber der Handlungsdruck ist ein ganz anderer.


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Warg



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BeitragVerfasst am: 04.03.2016, 08:42                                  +/-

Stellenbeschreibung
Die Stadt Wargenhausen verfolgt das Ziel der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Um das unterrepräsentierte Geschlecht im Bereich dieser Entgeltgruppe, bezogen auf die gesamte Stadtverwaltung, besonders zu fördern, besteht daher an Bewerbungen von Männern besonderes Interesse.


It works both ways! Smilie


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Unglaublich, diese Atheisten!
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Oxford
Dr. Olympics


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BeitragVerfasst am: 04.03.2016, 09:29                                  +/-

Jop, das hab ich mittlerweile auch schon ein paar mal so gelesen.

Gepostet am 04.03.2016, 09:30:

Frag auch mal meine Ma... die is im Personalrat (Lehrerin; Grundschule). Wenn sich da mal ein Mann bewirbt, holen die den Schampus raus.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 15.03.2016, 16:09                                  +/-

Nichtraucher
Ihr braucht echt mal ein anderes Thema.


Na schön.
Jetzt ist es amtlich:
Frauen fehlen häufiger wegen Krankheit als Männer.


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Ludy
Sommerfestlady


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BeitragVerfasst am: 15.03.2016, 16:32                                  +/-

Dazu passt, dass ich gerade mit Fieber im Bett liege...


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Raus aus dem Aquarium und Vogel werden – is’ schwierig.
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Olmops



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BeitragVerfasst am: 15.03.2016, 18:41                                  +/-

Oh. Gute Besserung! Hallo


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 15.03.2016, 19:14                                  

@Ludy: Von mir ebenfalls gute Besserung!

Zum verlinkten Artikel:
Das hätte ich dann doch gerne mal genauer aufgedröselt. Ich zitiere mal so ein paar Passagen.

Frauen arbeiten zudem oft in Berufen, in denen sie beispielsweise mit einer starken Erkältung nicht zur Arbeit gehen können, weil sie Kunden- oder Patientenkontakte haben.

Hmmm… Würden sich Krankheitstage ändern, wenn es bei den Berufen weniger klassische Männer- und Frauenberufe gäbe? Schwammig, schwammig. Und wenn Männer sich heldenhaft mit Männergrippe ins Büro schleppen: Arbeiten sie dann tatsächlich produktiv oder wollen sie nur bemitleidet werden und stecken noch die Kollegen an?

Auch Komplikationen während und nach der Schwangerschaft haben Einfluss auf die Krankheitsausfälle.


Jap. Krankheitstage als Folge von Schwangerschaften dürften in der Tat bei Frauen signifikant höher sein als bei Männern.

Ebenfalls spielt die Kinderbetreuung eine Rolle: Mehr als jede vierte Frau (27 Prozent) sagt, dass sie sich bei einer Erkrankung des Kindes selbst krankgemeldet hat. Bei den Männern waren es nur 17,5 Prozent.


Wie sähe die Statistik aus, wenn solche Krankheitstage rausgerechnet würden? Und ist es fair, über die Überschrift zu suggerieren, daß Frauen öfter krank sind, wenn diverse Fehltage eigentlich eher unserem Rollenverständnis als tatsächlichen Krankheiten der betroffenen Person geschuldet sind?

Mögliche Erklärungen dafür sind die Arztbesuche: Laut der Studie gingen Frauen öfter zum Arzt und zur Vorsorge, etwa sieben Mal im Jahr. Berufstätige Männer hingegen gingen im Schnitt 4,2 Mal im Jahr zum Arzt.


Männer wiederum sind mit durchschnittlich 12,2 Tagen am Stück länger arbeitsunfähig geschrieben als Frauen, die 11,9 Tage am Stück der Arbeit fernblieben.


Zwischen diesen beiden Zitaten (die im Artikel nicht untereinander stehen) besteht bestimmt kein Zusammenhang.

Alles in allem ist der Artikel eher ein Fall von "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast". Da werden auch keine in Tagen ausgerechneten Unterschiede zwischen Frauen und Männern genannt, es wird lediglich gesagt, daß es insgesamt einen Krankenstand von 4,1 % gab und Frauen 14 % mehr Fehltage hatten als Männer. 4,1 % sind etwas mehr als 10 Arbeitstage pro Jahr, 14 % mehr Krankheitstage ist also ein bißchen mehr als 1 Tag. Wenn Frauen pro Jahr 3 Arztbesuche mehr haben als Männer, dann könnte man auch positiver formulieren, daß sie zwar einen Tag mehr pro Jahr fehlen als ein Mann, aber dafür fehlen sie durchschnittlich planbarer und können Vertretungen dadurch viel besser organisieren.

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Celebrian
Katen-Löwin


Beiträge: 5280
Wörter pro Beitrag: 68

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BeitragVerfasst am: 15.03.2016, 19:17                                  +/-

Und umgekehrt sind Männer möglicherweise auch Opfer - das des "starker Mann"-Rollenklischees, das sie dazu bringt, Depression nicht als solche wahrzunehmen. (Oder Frauen sind objektiv öfter depressiv, das weiß ich natürlich nicht.)

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