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Noch allgemeineres Buchgeplauder - V
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.01.2015, 15:12                                  +/-

Lisa Genova: Still Alice (2007)

Die Autorin hatte den Roman zunächst im Selbstverlag veröffentlicht und war damit so erfolgreich, dass die großen Verlage schließlich aufsprangen. In der BRD hat Ullstein das Buch unter dem Titel "Mein Leben ohne Gestern" veröffentlicht.
Alice ist 52 Jahre alt, hochintelligent, lehrt, wie auch ihr Mann John, an der Harvard und ist in der Sprachpsychologie dort wie international gefeiert und beliebt bei Fachwelt und Studenten. Sie hat drei erwachsene Kinder, Anna, die verzweifelt versucht, ein Baby zu bekommen, Tom, der eine wechselnde Liebschaft nach der anderen hat und Lydia, die Jüngste, die als einzige keinen akademischen Weg einschlagen, sondern Schauspielerin werden möchte.
Als Alice bei einem Vortrag ein wichtiges Wort einfach nicht mehr einfallen will und sie beim Joggen auf ihrem gewohnten Weg plötzlich vollkommen die Orientierung verliert, hat sie zunächst den Verdacht, einen Gehirntumor zu haben. Ein erster Check ergibt aber etwas völlig anderes, und Alice hält diese Diagnose zunächst vor ihrer Familie und der Universität geheim: Alzheimer.

Die Autorin hat selbst in Neurowissenschaft an der Harvard promoviert und weiß als Wissenschaftlerin, wovon sie schreibt. Alle Vorgänge sind mit - man muss sagen - "härtester" Realität unterfüttert, von ausgewerteten Daten bis zu Prozessen in der Anamnese und der Behandlung. Das klingt alles sehr trocken, ist es aber nicht, weil Genova - Gottseidank - richtig gut schreiben kann. Alice und ihre Familie und Freunde sind glaubwürdige Charaktere, die sich verhalten wie echte Menschen, ihr Stil ist sachlich wie elegant und dazu angetan, einfach durch aus den Figuren und der Geschichte selbst Emotionen zu evozieren. Die Geschichte spielt in Akademikerkreisen, bedient sich deren Sprache und hat eine Autorin, die sich dort richtig gut auskennt.
Halt macht das Buch nur vor der letzten Stufe der Krankheit, die bleibt ausgespart. Ich habs auch nicht mehr gebraucht, ich war auch so ready mit da world.

Gekommen bin ich auf das Buch, weil es die Grundlage ist für den Film "Still Alice" mit einer auf diversen Festspielen hochgefeierten Julianne Moore.



Lässt für den Buchleser schon erahnen, dass der Film sehr gut gespielt und fotografiert ist, andererseits aber auch, dass die Geschichte des Buches in einigen Punkten härter ist als die, die der Film erzählt.
Ich habe das Buch an zwei langen Abenden durchgefressen und kann es nur wärmstens empfehlen. Ergreifend und intelligent, und man weiß nachher mehr als vorher über die Welt.


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 04.01.2015, 22:04                                  +/-

Ich kann solche Geschichten ja gar nicht ab. Rudi Assauer, der nach Aufforderung mit Stift und Papier eine Uhr zu zeichnen, nicht weiß in welcher Reihenfolge die Zeiten angeordnet sind, tat mir in der Seele weh.


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lila



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BeitragVerfasst am: 28.01.2015, 21:58                                  +/-

Salman Rushdie - Mitternachtskinder

Kann man wohl in das Genre des magischen Realismus einreihen, der ja auch durch Garcia Marquez und Allende bekannt wurde.

Falls die Handlung unbekannt ist: Protagonist und Erzähler ist Saleem Sinai, eines der namensgebenden Mitternachtskinder, die in der Nacht geboren wurden, in der Indien seine Unabhängigkeit erhielt. Diese paar hundert Kinder haben alle verschiedene außergewöhnliche Fähigkeiten, Saleem z.B. kann Gedanken lesen, andere beherrschen Zauberei, können Zeit reisen, das Geschlecht wechseln usw. Was nun anhand von Saleems Biographie (und der seiner Eltern und Großeltern) erzählt wird, ist die Geschichte Indiens und Pakistans, mit der sein Leben mehr oder weniger zufällig immer wieder eng verwoben ist, wobei Saleem immer nur eine Rolle am Rande einnimmt oder unabsichtlich in div. Prozesse verwickelt wird.

Damit... lernt man auch gleich was dabei. Gut gefiel mir auch, dass diese "Superkräfte", die all diese Kinder haben, ihnen eigentlich keine wirklichen Vorteile, sondern eher Nachteile bringen, weil ihnen niemand ihre Fähigkeiten abnimmt und sie die meistens verheimlichen müssen. Damit wird das ganze nicht etwa zu einer Superheldengeschichte, sondern eher eine recht tragische Darstellung diverser Konflikte in der Region im 20. Jahrhundert.

Behandelt werden dabei auch Fragen um Religion und (nationale) Identität. Saleems Familie ist muslimisch, aber teilweise nicht sonderlich streng gläubig, er selbst findet sich dadurch in den Zeiten der Partition und danach weder in Indien noch Pakistan wieder, weil religiöse Zugehörigkeit zu einem äußerst polarisierenden Thema wird.

Interessant dabei war auch die Gratwanderung zwischen spirituellen Elementen und der Darstellung der realen Ereignisse. Damit muss man aber auch klarkommen, in einer Passage haben sich Saleem und ein paar andere in einem Dschungelsumpf verirrt, da war mir das dann auch etwas zu abgedreht (Inspiration für den Sumpf bei Avatar? Also die Logik ist ne ähnliche, dass man da mit persönlichen Ängsten etc. in Form von Erscheinungen konfrontiert wird), aber abgesehen davon hab ich das Buch verschlungen.

Wenn man gar keine Ahnung von indischer Geschichte hat, lohnt es sich aber eventuell vor der Lektüre mal kurz den passenden Wikipediaartikel zu überfliegen, dann wird die Zuordnung der Ereignisse einfacher.

Nebenbei: Am Anfang - als Saleem von seinem Großvater erzählt - wird die Kaschmirregion so schön beschrieben, jetzt bin ich ganz traurig, dass man da gerade nicht wirklich hinfahren kann.

Gepostet am 28.01.2015, 22:15:

Und gleich noch eins:

Filip Florian - Kleine Finger

Hatte ich mir mehr oder weniger auf gut Glück gekauft, bevor ich nach Rumänien gefahren bin, weil ich mal irgendwas aus Rumänien lesen wollte.

Es geht um folgendes: In einem kleinen Karpatendörfchen wird in der Nähe einer Ausgrabung von römischen Ruinen ein Massengrab gefunden - die Befürchtung liegt nahe, dass es sich dabei um ein Massengrab aus den Zeiten von Ceaucescu handelt, was allerdings von den Behörden vehement verneint wird. Nur glaubt denen niemand, weil die damals auch Verbindungen zum Regime hatten. Deswegen werden dann extra argentinische Anthropologen (hach) eingeflogen, die das aufklären sollen, denn die kennen sich ja mit Regime-Massengräbern aus.

Die ganze Story wird dann aus verschiedenen Perspektiven und mit mehreren Rückblicken erzählt. Wie das gemacht war, fand ich leider nicht so ganz gelungen, weil manche dieser Perspektiven tatsächlich kaum etwas mit der Handlung zu tun haben und ich mich öfters fragte, was das denn nun alles miteinander zu tun hat (also not in a good way). Wird am Schluss dann teilweise aufgeklärt, teilweise dienen diese Episoden aber anscheinend auch nur dazu, gewisse Probleme im heutigen oder damaligen Rumänien und ein bisschen personal drama anzuschneiden.

Also nur bedingte Leseempfehlung, nichtsdestotrotz - zu Ende gelesen habe ich es und wer sich für rumänische Geschichte oder die Aufarbeitung von Massakern bzw. die Nachwehen von Regimen im 20. Jahrhundert, die allgemeines Misstrauen und die Frage nach "der Wahrheit" hervorrufen, interessiert, kann da schon mal reinlesen.


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Athene



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BeitragVerfasst am: 30.01.2015, 12:42                                  +/-

Euseppus
Lisa Genova: Still Alice (2007)


Ich habe gestern erst deine Kritik gelesen und gerade direkt das Buch gekauft. Yes Danke für die Empfehlung (auch wenn ich überzeugt war, dass der Beitrag von Eriniti sei hähö).


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 31.01.2015, 11:14                                  +/-



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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 03.02.2015, 18:29                                  +/-

Harper Lee to publish new novel, 55 years after To Kill a Mockingbird

Hm.

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Zarathustra



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BeitragVerfasst am: 04.02.2015, 20:35                                  +/-

Zuerst hab ich mich gefreut und jetzt denk ich: nee. Ihre Schwester ist vor einem Jahr gestorben und Harper selbst soll nicht mehr ganz auf der Höhe sein. Die Kombination aus neuer Rechtsbeihilfe und nicht mehr voller Selbstständigkeit einer Autorin, die in den letzten 50 Jahren nichts veröffentlichen wollte....behagt mir nicht.


Kann mir jemand Belletristik empfehlen, die sich grob mit den Themen UK, Immigration und Aufeinanderprallen von Kulturen beschäftigt?

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 04.02.2015, 21:25                                  +/-

»Die silberne Flut« von Michael Tod. Ein Buch über rote Eichhörnchen auf den britischen Inseln, die mit den eingewanderten und sich agressiv ausbreitenden silbernen Eichhörnchen im Konflikt stehen. Habe ich sehr schön in Erinnerung. Smilie


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parasite



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BeitragVerfasst am: 05.02.2015, 00:42                                  +/-

Ich war letztens in London und habe zur Einstimmung "The Loneley Londoners" von Samuel Selvon gelesen. Das ist in der karibischen Einwanderercommunity (in den 50ern/60ern?) angesiedelt und stilistisch ganz unterhaltsam, da in kreolischem Englisch geschrieben. Und sehr kurz, liest sich gut runter.

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Zarathustra



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BeitragVerfasst am: 05.02.2015, 07:22                                  +/-

Das kenn ich schon, fand es auch sehr gut. Spitze

Die Eichhörnchen sind nicht so ganz das, was ich suche. Zunge

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 06.02.2015, 13:36                                  +/-

Passt voll in dein Suchschema und ist ein tolles Buch.


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Mond



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BeitragVerfasst am: 24.02.2015, 16:12                                  +/-

Ich lese:

Spitze Spitze Spitze

Erich Fromm: Haben oder Sein
Ayya Khema: Meditation ohne Geheimnis
Sven von Thülen, Felix Denk: Der Klang der Familie: Berlin, Techno und die Wende

Spitze Spitze Spitze


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The Art of Happiness
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Warg



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BeitragVerfasst am: 24.02.2015, 18:17                                  +/-

Ich habe (in sehr kurzer Zeit) folgendes Buch gelesen:

John Niven: Gott bewahre



Gott hat sich einfach mal ne Woche Urlaub gegönnt und seinem Sohn Jesus die Geschäfte überlassen. Dumm nur, dass Jesus kein großer Führer ist, sondern lieber mit seinem Kumpel Jimi Hendrix Gitarre spielt und Dope raucht (der Dope im Himmel ist selbstverständlich der beste den man finden kann). Auch blöd, dass eine Woche im Himmel etwa 400 Jahre auf der Erde bedeuten und inzwischen alles aus dem Ruder gelaufen ist. Da gibt's nur eins: Jesus muss nochmal auf die Erde zurück und die Welt ein weiteres Mal retten. Gesagt getan, Jesus Christus (Gott ist old school) landet in New York und kümmert sich wieder um die Obdachlosen, die Ausgestoßenen und die Penner. Um seine Message ("seid lieb", Moses der alte Heckenpenner hat mit seinem Ego aus einem einzigen Gebot zehn total überzogene gemacht. Der alte Flachwixer!) weiter zu verbreiten nimmt er an einer Castingshow teil, denn er hat ja beim Besten der Besten das Gitarrenspiel gelernt. So nimmt die neue Passionsgeschichte seinen Lauf...

Das Buch ist zu Beginn saukomisch. Gott flucht sich durch die ersten Seiten, dass es sich gewaschen hat. Dabei stört die Fäkalsprche überraschenderweise überhaupt nicht, sondern sie führt zu einem runden Lesevergnügen, man kann es sich förmlich vorstellen wie die Apostel alle um den Tisch sitzen und betreten weg gucken, wenn Gott mal wieder über die Vollärsche herzieht, die seine Botschaft in den Dreck ziehen (Haßprediger, religiöse Fundamentalisten, etc.). Sobald JC dann auf der Erde ist wird das ganze eher ein Roadmovie mit Feel-Good-Elementen, manchmal witzig, manchmal berührend.

Ein herrliches und schnell gelesenes Vergnügen.

Jürgen von der Lippe und Jochen Malmsheier haben im Rahmen der Sendung "Was liest Du?" das Buch vorgestellt (ab der 22min., die ganze Sendung ist aber eh zu empfehlen)


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Athene



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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 13:03                                  +/-

Falls es hier noch weitere Leser der Wächter-Reihe von Lukanienko gibt: Seit dieser Woche ist der
sechste (und angeblich wirklich letzten) Teil auf deutsch draußen und auch gleich auf meinem Kindle gelandet Yes


Daran sollte sich der Herr George R. R. Maddin mal ein Beispiel nehmen. *seufz*


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Wichtel



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BeitragVerfasst am: 19.03.2015, 16:07                                  +/-

Auf meinherzbuch kann man von sich und seinem Lieblingsbuch der letzten 20 Jahre ein Selfie hochladen.
Spricht diese Seite Menschen an, die pro Jahr ein Buch lesen? Oder wie stellt man sich vor, dass man sich an jedes gute Buch aus 20 Jahre Leserei erinnern kann? Und dann noch mit Begründung, warum man es so mochte!

Naja, ob ich da jetzt mit mache oder nicht, ich nehme das mal als Aufforderung mich zu erinnern, was ich alles in diesem Zeitraum las.

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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 19.03.2015, 21:04                                  +/-

Besonders schön die Dame, die "Engel quält man nicht" in die Kamera hält, das sie selber geschrieben hat und auf dessen Cover sie selber abgebildet ist (oben mit der Knarre). hähö Mach das doch auch so. Schreib' schnell was und erkläre es zu deinem Lieblingsbuch der letzten 20 Jahre, weil es Dir "besonders am Herzen liegt" (Schlossfee, 2015).

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 20.03.2015, 09:51                                  +/-

Klappentext Lukianenko "Die letzten Wächter"
Als die Stunde der finalen Schlacht gekommen ist, entscheidet sich das Schicksal der Welt endgültig.

Klar. So endgültig wie die letzten drei Mal. Yes

Athene, erzähl dann bitte, wie's war. Diese Reihe tröpfelt seit Jahren bloß noch so vor sich hin, ich les das nicht mehr. Ich fand Teil 5 einen schönen Abschluss.

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Zarathustra



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BeitragVerfasst am: 21.03.2015, 19:58                                  

The Girl with All the Gifts



Habe ich das schon mal erwähnt? Falls nicht, hätte ich es erwähnen sollen. Denn es ist gut, sehr gut sogar. Ein klassischer Schmöker mit nicht ganz klassischem Inhalt. Da es relativ schnell zu einem (nicht völlig unvorhersehbaren aber doch wichtigem) plot twist kommt, der ein Genre andeuten würde, dem das Buch dann (auf gute Weise) nicht ganz gerecht wird, möchte ich mich zum Inhalt nicht direkt äußern. Ich warne auch davor, die reviews auf Guardian, io9, slate etc zu lesen, die teilweise einiges preisgeben, was man vielleicht selbst erlesen möchte.

Her name is Melanie. It means “the black girl”, from an ancient Greek word, but her skin is actually very fair so she thinks maybe it’s not such a good name for her. She likes the name Pandora a whole lot, but you don’t get to choose. Miss Justineau assigns names from a big list; new children get the top name on the boys’ list or the top name on the girls’ list, and that, Miss Justineau says, is that.

There haven’t been any new children for a long time now. Melanie doesn’t know why that is. There used to be lots; every week, or every couple of weeks, voices in the night. Muttered orders, complaints, the occasional curse. A cell door slamming. Then, after a while, usually a month or two, a new face in the classroom–a new boy or girl who hadn’t even learned to talk yet. But they got it fast.

Melanie was new herself, once, but that’s hard to remember because it was a long time ago. It was before there were any words; there were just things without names, and things without names don’t stay in your mind. They fall out, and then they’re gone.

Now she’s ten years old, and she has skin like a princess in a fairy tale; skin as white as snow. So she knows that when she grows up she’ll be beautiful, with princes falling over themselves to climb her tower and rescue her.

Assuming, of course, that she has a tower.

In the meantime, she has the cell, the corridor, the classroom and the shower room.

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Gimli



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BeitragVerfasst am: 21.03.2015, 21:38                                  +/-

Von dem Auszug her finde ich es richtig spannend und will weiterlesen!

Aber ich bin ja keiner, dem es gefallen könnte.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 21.03.2015, 21:44                                  +/-

Ich auch nicht. Deswegen les ich nicht mal den Auszug. Wär ja wohl vergeudet.


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Zarathustra



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BeitragVerfasst am: 21.03.2015, 22:02                                  +/-

Ich hab tatsächlich überlegt, ob ich euch beide auch draufsetze. Aber dann dachte ich, dass PK bestimmt keinen Empfehlungen vertraut und bei Gimli war ich unsicher. Traurig Es ist aber wirklich gut, Jung! Lass dich nicht von mir von einem guten Buch abhalten! Smilie

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Tyler Durden
Administrator


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BeitragVerfasst am: 21.03.2015, 22:51                                  +/-

Ha! Ich stehe auf Zaras Liste! Gut, AgdV auch, insofern ... hm. Der Auszug klingt etwas nach einer Welt nach einer Katastrophe? (Children of Men) Oder warum gibt es keine Kinder mehr?


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