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Russland – dafuq?!
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 21.10.2014, 08:40                                  +/-

Der ehemalige polnische Außenminister Sikorski hat jetzt in einem Interview gesagt, dass Putin 2008 (!) Polen eine Aufteilung der Ukraine zwischen Russland und Polen angeboten hat.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/auft...sikorski-politico

Da fehlen mir die Worte.


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 21.10.2014, 08:52                                  +/-

Finstere westliche Propaganda dieses Bilderberg-Magazins


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 21.10.2014, 08:54                                  +/-

Das waren auch meine ersten Gedanken zwinkern


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014, 15:36                                  +/-

Im Artikel heißt es aber auch der Außenminister rudert zurück, weil er bei dem Treffen von Tusk mit Putin nicht anwesend war. Dafür verlinkt er auf seinem Twitter aber ein Interview von der Washington Post mit sich vor ein paar Monaten:

Somebody told me that you heard Putin talking out loud about dividing Ukraine awhile ago. Is that true?

Oh yes, President Putin made a speech at the Bucharest NATO Summit in 2008, at which he spoke about Ukraine as an artificial country put together from bits of other countries.

And yes, we have received a letter from the deputy speaker of the Russian Duma, Vladimir Zhirinovsky, proposing that Poland take five provinces of Ukraine. He sent similar letters to Hungary and Romania, also making territorial proposals to them.

When?

It was a month ago. We told him we were not doing it.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 21.10.2014, 16:03                                  +/-

Hm… Ja was denn nun?


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 22.10.2014, 08:28                                  +/-

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/euro...ung-13222071.html

Zitat:
Keine Rechtfertigung
Die Berichte von Menschenrechtlern aus der Ostukraine zeigen, dass die prorussischen Milizen dort ein Schreckensregime errichtet haben. Doch das rechtfertigt nicht die Vergehen der ukrainischen Streitkräfte. Deren Verbrechen müssen verfolgt werden.

Der Konflikt in der Ukraine zeigt, wie wertvoll die Arbeit von Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch ist. Die Menschenrechtler dokumentieren in ihren Berichten ohne politische Rücksichtnahmen die Brutalität dieses Krieges und schonen keine der Konfliktparteien.

Daraus ergibt sich ein Gesamtbild, das die russische Propaganda widerlegt, in der Ostukraine werde ein „Genozid“ an Russen verübt. Vielmehr wird deutlich, dass die von Moskau unterstützten Separatisten in den von ihnen beherrschten Gebieten ein Schreckensregime errichtet haben, in dem Andersdenkende und deren Angehörige um Leib und Leben fürchten müssen.

Aber das rechtfertigt nicht die Vergehen der ukrainischen Streitkräfte, seien es nun reguläre Soldaten oder Freiwilligenverbände, an tatsächlichen oder vermeintlichen Unterstützern der Separatisten und unbeteiligten Zivilisten. Wie diese Verbrechen verfolgt und geahndet werden, wird ein wichtiger Indikator dafür werden, ob die Ukraine sich tatsächlich auf den Weg zu einem demokratischen Rechtsstaat mit funktionierender Justiz begibt.


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lila



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BeitragVerfasst am: 22.10.2014, 22:13                                  +/-

Mehr random facts:

Damals in Russland...
Wiki
Am 4. August 2010 hat das Moskauer Gericht beschlossen, dass ein Single-Mann, der ein Leihmutterschaftsprogramm unter Einsatz von gespendeten Eizellen aufgetragen hat, als einziger Elternteil seines Sohns registriert werden darf; somit ist er der erste Mann in Russland geworden, der sein Recht auf Vaterschaft durch Gerichtsprozess durchgesetzt hat. Der Name der Leihmutter wurde auf die Geburtsurkunde nicht eingetragen, der Vater gilt als einziger Elternteil. Danach wurden noch viele identische Urteile im Bezug von Single-Männern, die durch Leihmutterschaft Väter geworden sind, von russischen Gerichten gefällt. Somit können alle Single-Eltern, unabhängig von ihrem Geschlecht bzw. ihrer sexuellen Orientierung, ihren Kinderwunsch in Russland erfüllen.

Russland, das Paradies für nicht-heterosexuell-in-monogamen-Beziehungen lebende Menschen mit Kinderwunsch?

Im Februar 2014 bereitet die Duma einen Gesetzentwurf zum Verbot der Leihmutterschaft für alleinstehende Männer und homosexuelle Paare vor. Künftig soll eine Leihmutterschaft nur noch heterosexuellen Paaren und Frauen, die keine Kinder bekommen können, offenstehen.

Why am I not surprised?


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 23.10.2014, 16:48                                  +/-

Apropos Eva Herman, die ich gerade in einem anderen Zusammenhang erwähnte:

Zitat:
Im Frühjahr 2014 kommentierte sie die Haltung öffentlich-rechtlicher deutscher Medien zur Ukraine-Krise für die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.[58]

Seit dem Februar 2014 schreibt sie regelmäßig für das staatliche Presseorgan „Stimme Russlands“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Herman

Steht also auf der Gehaltsliste des Kremls. Das passt ja wie Arsch auf Eimer! grins


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 28.10.2014, 15:16                                  +/-

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ukra...ken-13232902.html

Zitat:
Die Ukraine hat ihre Abkehr vom autoritären russischen Modell besiegelt. Die prowestlichen Kräfte haben gesiegt. Die Wähler haben die Grundentscheidung für eine offene Demokratie und gegen deren „gelenkte“ Variante Moskauer Typs noch einmal bestätigt. Der „Majdan“, die ebenso tragische wie erfolgreiche Bürgerrevolte des letzten Winters gegen den russischen Kurs des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch, ist damit nach der Präsidentenwahl im Mai ein weiteres Mal durch eine korrekt verlaufene Wahl legitimiert worden.



Dass ein gestärkter russischer Nationalismus dann vor EU-Staaten wie Estland oder Lettland, in denen große russophone Minderheiten leben, haltmachen würde, könnte eine leere Hoffnung sein.



Wenn Europa nicht die Kraft aufbringt, dieser Entwicklung entgegenzutreten, wird es Schaden nehmen. Es wäre dann kaum mehr zu übersehen, dass auf diesem Kontinent jene Solidarität in der Abwehr arroganter Machtusurpation, die ein Grundinstinkt jeder Demokratie sein muss, von ängstlicher Kurzsichtigkeit erstickt worden ist. Die Nationen Europas könnten sich dann fragen, was die Beistandsversprechen von Nato und EU angesichts so träger Gleichgültigkeit noch wert sind. Propheten autoritärer Stärke und nationaler Alleingänge sähen, das russische Beispiel vor Augen, ihre Stunde gekommen. Manche von ihnen würden statt multilaterale Bündnisse dann eine neue Machtpolitik predigen – und warum nicht im Bündnis mit Moskau, zu Lasten der kleineren Länder zwischen Mitteleuropa und Russland. Das neunzehnte Jahrhundert wäre wieder da.


Danke für diesen Artikel, FAZ und Konrad Schuller.


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Mond



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BeitragVerfasst am: 12.11.2014, 22:26                                  +/-



"Barack Obama, diese wandelnde Friedenspfeife." rolling on the floor...


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 13.11.2014, 00:34                                  +/-

Amerika-bashing, wie immer der kleinste gemeinsame Nenner.


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Lass die Finger von dem ganzen neumodischen Kram.
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Thanil
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BeitragVerfasst am: 13.11.2014, 17:14                                  +/-

http://www.zeit.de/2014/47/malaysia-airlines-mh...aine-neue-beweise

Einer der besten und fundiertesten Zeit-Artikel, die ich je gelesen habe. Es wird über den Bericht eines britischen Enthüllungsjournalisten geschrieben, der alle für ihn zugänglichen Quellen aus dem Internet usw. zusammengetragen und ausgewertet hat. Das Ergebnis ist eine lange, schlüssige Indizienkette, die nur die Interpretation zulässt, dass Russland den Separatisten in der Ukraine den Raketenwerfer zur Verfügung gestellt hat, mit dem diese MH17 (vielleicht irrtümlich, aber in jedem Fall schuldhaft) abschossen.

Natürlich waren die ersten paar Leserkommentare Leugnungen, aber ich denke es gibt einen Punkt, ab dem man solche Stimmen nur noch ignorieren muss.

Hier der Link zum Original: https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/20...at-investigation/


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 18.11.2014, 09:19                                  +/-

*kreisch*


http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/plat...-russland-ukraine

Wer hat dem denn ins Hirn geschissen?

Zitat:
Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck (SPD), hat gefordert, die Annexion der Krim durch Russland zu legalisieren. "Die Annexion der Krim muss nachträglich völkerrechtlich geregelt werden, sodass sie für alle hinnehmbar ist", sagte Brandenburgs früherer Ministerpräsident der Passauer Neuen Presse. "Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu gehören finanzielle Leistungen, eine Wiederholung des Referendums unter Kontrolle der OSZE und Weiteres. Das müssen Kiew und Moskau aushandeln", sagte Platzeck.

Auch die von prorussischen Separatisten kontrollierten Regionen in der Ostukraine würden wohl nicht zum ukrainischen Staat zurückkehren. "Es ist momentan kaum vorstellbar, dass Donezk und Luhansk nach allem, was passiert ist, einfach wieder in den ukrainischen Staatsverband zurückkehren", sagte der frühere SPD-Vorsitzende.

Platzeck fordert den Westen auf, Russlands Präsidenten Wladimir Putin gewähren zu lassen. "Der Klügere gibt auch mal nach", sagte Platzeck demnach. "Was käme denn nach Putin, wenn der russische Präsident weg wäre? Sicher kein proeuropäischer Nachfolger, eher ein noch nationalistischerer Präsident. Wenn Russland als zweitgrößte Nuklearmacht der Welt aber politisch instabil würde, hätte das unabsehbare Folgen. Das wäre brandgefährlich!", sagte Platzeck. Er fordert: "Wir müssen also eine Lösung finden, bei der Putin nicht als Verlierer vom Feld geht."


:fail:

A) Es war PUTIN, der diese nationalistischen Exzesse in Russland entfesselt hat, keine anonymen mit der Machtergreifung drohenden Nazibanden. Er tat es, um daraus innenpolitische Vorteile zu ziehen und außenpolitisch freie Hand zu bekommen.

B) Man kann Unrecht nicht legitimieren ohne das Recht aufzugeben. Jedenfalls nicht außerhalb Russlands und ähnlicher Staaten.

C) Wie konnte diese Knallcharge jemals SPD-Vorsitzender werden?


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Buchfaramir
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BeitragVerfasst am: 18.11.2014, 20:09                                  +/-

Der großartige Staatsmann Matthias Platzeck schließt ein Abkommen mit Putin, mit dem die russischen Annexionen anerkannt werden und sichert damit den "Frieden in unserer Zeit":


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 18.11.2014, 20:26                                  +/-

Wenn Putin die Ostukraine annektieren darf wird sein potentiell nationalistischer Nachfolger also liberaler? Oder wie ist die Logik zu verstehen?


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 19.11.2014, 09:17                                  +/-

So isses. Das ist doch ein solides gedankliches Fundament, um seine Außenpolitik darauf zu bauen.

Auf Zeit.de gibt es gerade einen Artikel über den russischen Propagandasender RT, der jetzt leider auch eine deutsche (Internet-)Ausgabe hat. Dort haben Typen wie KenFM natürlich Hochkonjunktur. Am schlimmsten sind wieder die Leserkommentare, da regiert der blanke Irrsinn. Zeit sollte das mal abschalten, das hilft doch keinem mehr. Die schlimmsten Sachen sind ja immer schon gelöscht, aber was stehen bleibt ist immer noch haarsträubend.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 20.11.2014, 09:53                                  +/-

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/euro...2-0-13275444.html

Ein sehr guter Kommentar!


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Buchfaramir
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BeitragVerfasst am: 22.11.2014, 12:28                                  +/-

In der Tat, ein exzellenter Kommentar.

Heute in der SZ: Der russische Geheimdienstler Igor Girkin (aka Strelkow) bekennt freimütig:"Den Auslöser zum Krieg habe ich gedrückt"

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parasite



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BeitragVerfasst am: 22.11.2014, 14:31                                  +/-

Auch wenn sie nicht meine Meinung widerspiegelt, habe ich diese Reportage aus den separatistischen Gebieten mit Gewinn gelesen. Eine gewisse Sympathie mit den Aufständischen im Donbass kann der Autor nicht verhehlen, gleichzeitig steckt er aber den Finger in die innerukrainische Wunde, die die Dynamik der letzten Monate gerissen hat und zeichnet ein Bild in vielen Grautönen. Gerade den Blick auf den (vermeintlichen) Klassengegengesatz in dem Konflikt fand ich interessant. Die sich nun in der Radikalisierung der beiden Seiten langsam aber sicher selbst erfüllenden Prophezeiung ("die Ukraine ist ein gespaltenes Land, da kann man nix machen", "die im Osten sind eh unbelehrbar und Ewiggestrige", "die Kiewer Junta legt sich wieder ins Bett mit den alten Oligarchen", blablabla, etc.pp.) lässt mich ziemlich ratlos zurück.

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Thanil
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BeitragVerfasst am: 24.11.2014, 14:17                                  +/-


Quelle



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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 24.11.2014, 18:04                                  +/-

Warum lautet die Überschrift nicht "48 Prozent der Deutschen gegen Anerkennung der Krim-Annexion"?

Gepostet am 24.11.2014, 18:33:

In einem der oberen Links wurde völkerrechtlich der Vergleich mit dem von der Türkei besetzten Teil von Zypern gezogen, was auch noch nach Jahrzehnten international geächtet wird. Nordzypern ist nicht direkt Teil der Türkei, sondern eine eigenständige (Marionetten?)Republik die nur von Türkei als einzigem Staat anerkannt wird. Das macht es international etwas leichter zwischen Türkei und Nordzypern zu trennen.

Die Besetzung und Teilung der Insel steht einer EU-Mitgliedschaft der Türkei natürlich im Wege. Und es gibt keine Flüge nach Nordzypern von anderen Ländern, will man dort urlauben muss man zwischenlanden in der Türkei.

Aber: Da nichts so stabil ist wie ein Provisorium hat sich langfristig doch jeder irgendwie damit arrangiert. Genauso wird die Krim auch in Russland bleiben. Der Zug is abgefahren und Russland hat Fakten geschaffen.
Aber aber: De Jure muss man trotzdem darauf beharren, anstatt den Surrender-Monkey zu machen. Der Konflikt läuft ja noch und Platzeck will ja nicht nur die Krim, sondern aus Appeasement auch die anderen ukrainischen Ostgebiete Russland zuschustern.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 25.11.2014, 17:04                                  +/-

Tyler Durden
Warum lautet die Überschrift nicht "48 Prozent der Deutschen gegen Anerkennung der Krim-Annexion"?


Weil der hohe Prozentsatz von Deutschen, die es ganz okay finden, wenn militärisch starke Länder militärisch schwachen Ländern gewaltsam Teile des Staatsgebiets rauben, den Kern der Nachricht ausmacht?

Zitat:
De Jure muss man trotzdem darauf beharren, anstatt den Surrender-Monkey zu machen. Der Konflikt läuft ja noch und Platzeck will ja nicht nur die Krim, sondern aus Appeasement auch die anderen ukrainischen Ostgebiete Russland zuschustern.


So isses.

Was mich darüber hinaus vor Platzeck-artigen Wortmeldungen sogar ein wenig ekeln lässt ist die Mischung aus schnöden Handelsinteressen und politischer Rückgratlosigkeit. Wir können Annexionen aber nicht aus reiner Gemütlichkeit und Konfliktscheu anerkennen, weil uns das in den gewalttätigen Urschleim der Zeitalter vor der Erfindung des Völkerrechts zurückwerfen würde.

Jeder mit Verstand kann erkennen, dass wir jetzt und vermutlich für die kommenden Jahrzehnte nicht wirklich viel gegen eine Annexion unternehmen können. Das wirft uns in einen Konflikt mit Russland, den wir leider aus- und ertragen müssen.

Die Annexion Ostjerusalems durch Israel wurde soweit ich weiß ebenfalls weltweit nicht anerkannt – seit über 40 Jahren. Seltsamerweise habe ich aber nicht gehört, dass 40 Prozent der Deutschen sie mal langsam gerne anerkennen würden. Aber das ist dann noch einmal ein anderes Thema. In den Stimmungsschwankungen der Bevölkerung sind ohnehin weder Systematik noch Prinzipien erkennbar.


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