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You are quite the disciplinarian - 50 Shades of Grey
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lila



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 00:19                                  +/-

Die 15 Weiber davor sind vollkommen irrelevant, wenn ich mich richtig an Wiki erinnere, kommt das raging ex Drama erst in einem der späteren Bände - und bei aller Liebe, aber mehr als ein Buch gebe ich mir davon nicht. hähö

Ja, das erzählt er ihr einfach so - allerdings sind sie da schon beim Lunch, das Frühstück wurde ja wegen Sex abgebrochen, der dann wegen der Mutter abgebrochen wurde. Und natürlich hatten die auch den Vertrag, ohne Vertrag - und non-disclosure-agreement, ist ja einiges an paperwork hier - geht da gar nix!

Aber nachdem Ana das ja alles relativ blunz'n ist, weiß man darüber halt so momentan noch nix. Dass sich daraus sein Kontrollwahn-Dom-Kram ergeben hat, steht aber in jedem zweiten Review. Mal sehen, ob das noch irgendwie ausführlicher thematisiert wird oder halt einfach so als Hintergrundrauschen hingenommen wird. Der Unschuld vom Lande würde ich es ja zutrauen.

Gepostet am 20.02.2015, 00:28:

Um mein neu erlangtes Buchwissen gleich mal für sinnlose Zitatanspielungen einzusetzen. Some people have to work for a living!
Well, I don't at the moment, aber ich muss trotzdem ins Bett, Lesung für heute beendet.

Kapitel 11 ist nämlich so umfangreich an Bullshit, das muss ich erst verarbeiten. Morgen geht's dann weiter mit:
- dem Vertrag in voller Länger
- dem neuen MacBook
- und einer abgedruckten E-Mailkonversation. Wir haben neue Tiefpunkte erreicht. Und Ana so: He emailed me. Hihihihihihihihihi. WTF is this shit?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 00:33                                  +/-

Nur damit ich das jetzt richtig verstehe, Christian Grey ist also ein Adonis von Milliardär. Und als erfahrener Mann von Welt hatte er 15 Sexsklavinnen die er vor ihr verbraucht hat. Aber jetzt kommt die Jungfrau Anastasia. Die so keusch ist, dass sie noch nie auch nur unreine Gedanken hatte. Und rockt jetzt seine Welt?

Ok. Jetzt sehe ich auch warum das Buch so erfolgreich wurde. rolling on the floor...

Gepostet am 20.02.2015, 00:35:

Halt nee, doch nicht. I rave nothing! *kopfschüttel*


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lila



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 00:46                                  +/-

Doch, ja. Sie schafft es, mit ihrer dummen und naiven liebe- und hingebungsvollen Art, ihn von seinen seelischen Schmerzen zu befreien und ihm eine andere Art von Liebe zu zeigen. *mega-ultra-facepalm*

Man muss dazu sagen, was sich bis jetzt auch so bisschen rauslesen lässt: Sie ist für ihn halt schon so ein bisschen ne Challenge. Und das macht ihn an. Er will das haben, was er nicht so leicht kriegen kann. Und macht dafür ein paar Kompromisse, die er normalerweise noch nicht gemacht hat oder nicht machen musste.

Kapitel 12 ist dann übrigens so der turning point. Not sure if I just read a rape scene.


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 00:53                                  +/-

lila
...deswegen hatte er auch noch nie vanilla sex - abgesehen von gestern Nacht mit Ana. This was a first for him, too, you know!


Mit den Augen rollen Kudos. Das Ding zieht echt alle Register.

Gepostet am 20.02.2015, 00:58:

Tyler Durden
Nur damit ich das jetzt richtig verstehe, Christian Grey ist also ein Adonis von Milliardär. Und als erfahrener Mann von Welt hatte er 15 Sexsklavinnen die er vor ihr verbraucht hat. Aber jetzt kommt die Jungfrau Anastasia. Die so keusch ist, dass sie noch nie auch nur unreine Gedanken hatte. Und rockt jetzt seine Welt?

Ok. Jetzt sehe ich auch warum das Buch so erfolgreich wurde. rolling on the floor...

Gepostet am 20.02.2015, 00:35:

Halt nee, doch nicht. I rave nothing! *kopfschüttel*



Mfhihii. hähö Sehr geil.

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lila



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 01:01                                  +/-

“You know, Anastasia, it’s been a weekend of firsts for me, too,” he says quietly.
“It has?”
“I’ve never slept with anyone, never had sex in my bed, never flown a girl in Charlie Tango, never introduced a woman to my mother. What are you doing to me?”

Zum Dahinschmelzen, nech?


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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 01:09                                  +/-

Like a virgin.



Die Lüge für einen Freier. Nur das der Freier hier Anastasia ist...

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lila



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 01:20                                  +/-

Tyler Durden
Ich als Informatiker würde das ja Big-Data-mäßig lösen wollen. Zum Beispiel anhand der Analyse von Erotika. Wie ist die Beliebtheit der Rollenverteilung in Pornofilmen? Und die Rollenverteilung in Schmuddel-Büchern?

Um da was rausziehen zu können, musst du dann aber auch erstmal wissen: Wer guckt die Pornos? Wer liest die Bücher? Wer guckt die Pornos nicht? Wer liest die Bücher nicht? Welche Pornos und Bücher beziehst du ein? Mainstream Porno-Portale? Oder auch die alternativen Ecken? Muss man das vielleicht irgendwie gegeneinander abwiegen? Wie sehen die Zugangsmöglichkeiten aus? Usw. usf. Dann: Das sind Fantasien. Heißt nicht, dass die Leute das auch so praktizieren.

This is not how you do social science! Und genau da kommen diese Bullshit-Pauschalaussagen her, weil Leute schlechte Studien machen, die dann noch irgendwie willkürlich interpretiert werden.

Gepostet am 20.02.2015, 01:27:

Außerdem frage ich mich langsam, wo Rossmann diese Sandelholz-Bergamotte-Moschus-Kombi her hat. Das steht so bis jetzt noch nicht im Buch!!!!


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 07:50                                  +/-

Es ist ein wahres Vergnügen, zum Frühstück diesen Thread zu lesen. (No Twinings Breakfast Tea, but Alnatura Apfel-Mango-Saft. Anyway.) Und ich begreife jetzt doch, warum die Damenwelt abgeht. Es ist der George-Clooney-Effekt. Mr. Grey ist ein Hauptgewinn, Spitzenreiter auf der sexuellen Pyramide, ein Typ, der einfach alle Frauen haben kann (alle außer Kate vielleicht). Oder, mit Bernhard Ludwig gesprochen: Er ist ein Prinz (ab 1:50).



Sicher, er hat diesen winzigkleinen Kontrollwahn, aber der macht ihn in Wahrheit doch nur noch reizvoller. Außerdem bedeckt der seine wunderschöne Seele doch nur wie eine dünne Eisschicht, die in der Wärme von Anastasias Liebe schmelzen wird. Einen solchen Mann zu kassieren, ist auf dem Heiratsmarkt tatsächlich der "Big Deal". Es erschließt sich mir zwar immer noch nicht so recht, warum Mr. Grey nun ausgerechnet auf Anastasie abfährt - ich meine, George Clooney hat sich am Ende immerhin für eine magersüchtige Menschenrechtsanwältin entschieden -, aber das ist ja wurscht. Warum sich mit einer überzeugenden Charakterzeichnung aufhalten, wenn allein die Tatsache, dass er sie erwählt, Beweis genug für ihre außergewöhnlichen Qualitäten ist? Ist es nicht eine fantastische Vorstellung, die Eine zu sein, die Beste von allen, die am Ende siegreich aus der gesammelten Konkurrenz hervorgeht? Das wünschen wir Frauen uns doch schon seit Aschenputtel, nech? Und da haben wir auch gelernt, dass so ein bisschen vor Mitternacht heimrennen und seinen Schuh verlieren bei Prinzen ganz schön wirkungsvoll sein kann.

Aber sag mal, dieser ganze Schmu mit der Inner Goddess - steht das da wirklich wörtlich so geschrieben oder schmückst du das jetzt ein bisschen blumig aus? Das hält ja kein Mensch aus!



Zuletzt bearbeitet von Arianrhod am 20.02.2015, 08:22, insgesamt einmal bearbeitet
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 08:16                                  +/-

Nichtraucher
Da hab ich vor Urzeiten mal einen japanischen Film gesehen, wo eine Studentin nebenbei als Domina arbeitet. Und da kommt son schnösliger Businesskasper mal eben schnell in der Mittagspause rein und will ne schnelle Nummer, sie soll ihn fesseln und ein bisschen schlagen, und er beleidigt sie dabei pausenlos und macht klar, dass er ja bezahlt und befiehlt und sie nur so tun darf, als wäre sie der starke Part, und sie soll sich nur nichts einbilden ect. Und sie fesselt ihn schweigend und geht raus, schließt ab und geht nach Hause. Dann geht sie noch essen und ins Kino und kommt nach zehn Stunden oder so wieder, und der Typ liegt wimmernd und weinend in seinem Urin und bettelt sie um Verzeihung an. Ab da da ist er ihr hoffnungslos verfallen und will nur noch ihre Dienste und sonst keine, der Preis spielt keine Rolle.

Japaner Smilie


Ha, danke. Jetzt denke ich den ganzen Tag drüber nach, wie der hieß.
Tag versaut. Smilie

D'Schwarzerin
Wie aber lässt sich dann die Fülle von SM-Darstellungen in Medien, Literatur, Film und Kunst erklären? Sie scheint das Wunschdenken gewisser Männer zu sein. Die, die sich in ihren Chefsesseln oder Hausherr-Positionen von emanzipierten Frauen bedroht sehen. Die, die Frauen eben lieber auf allen Vieren imaginieren als ihren aufrechten Gang zu akzeptieren.


WHAT?????!!!!!!??????

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 08:21                                  +/-

Wer ist noch mal gleich dieser Elliot? Und stammt Grey aus einer reichen Familie oder ist er gar Selfmade-Milliardär?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 11:14                                  +/-

immerhin für eine magersüchtige Menschenrechtsanwältin


Weißt du doch gar nicht. Jetzt nicht anfangen, über andere hocherfolgreiche Frauen zu lästern.


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lila



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 13:14                                  +/-

@Arianrhod: Ja. Das steht da. Genau. So. Ich bearbeite das Buch ja inzwischen wie einen Unitext und streich mir die besten Stellen an, damit ihr auch an diesem Grauen teilhaben könnt. Böse

@PK: Elliot ist der Bruda vom Christian. Sieht ungefähr genauso gut aus, ist laut Kate ein ebenso großartiger Lover, allerdings wohl ohne Spanking und allem, sehr herzlich, wenn Kate und Elliot auftreten, gibt's immer viel public display of affection, kurz gesagt, das wäre die interessantere Story.
Und die Eltern sind glaube ich ein Anwalt und eine Ärztin, also schon mal nicht so schlecht situiert. Sind allerdings seine Adoptiveltern. So wie es aussieht, hat er sich sein Empire aber alleine aufgebaut, er kann das halt einfach und ist deswegen mit 27 Multimilliadär. hmmmm

So, weiter:

Kapitel 11 - Vertrag, special extended edition

Ana zieht sich also in ihr Zimmer zurück, um den Vertrag zu studieren.
Paragraph 2: The fundamental purpose of this contract is to allow the Submissive to explore her sensuality and her limits safely, with due respect and regard for her needs, her limits and her wellbeing.
Blablabla, alles consensual und confidential, safe words, Rollenverteilung, wann sie für ihn verfügbar sein muss, die "service provisions" - er kümmert sich um sie und wird sie ordentlich trainieren inkl. Bestrafung, wenn sie was falsch macht, sie muss gehorsam folgen, usw. usf.
Der Vertrag hat mehrere Anhänge, zwei davon kennen wir schon, nämlich die Rules und die Hard Limits. Dazu gibt es noch die Soft Limits, die noch diskutiert werden müssen:

Which of the following sexual acts are acceptable to the Submissive?
• Masturbation
• Fellatio
• Cunnilingus
• Vaginal intercourse
• Vaginal fisting
• Anal intercourse
• Anal fisting


Ob sie Sperma schlucken will, wie viel Schmerz sie aushält, welche Sexspielzeuge okay sind, welche Bestrafungsmittel eingesetzt werden können, this goes on and on an on..

So, ihr wisst jetzt wohl schon, was als nächstes kommt. Ana checkt nichts. Und ist erschüttert. Das mit den Schmerzen und der Bestrafung und so, das geht ja gaaaar nicht! Aber irgendwie ist sie auch intrigued. Kurz gesagt: Same shit as always. Sie schläft verwirrt ein.

Kate weckt sie dann, weil jemand mit einem Paket für sie da ist. Es ist *trommelwirbel* ein MacBook. Denn, wir erinnern uns, Ana hat ja keinen Computer. Aber Christian hat gesagt, sie soll das alles mal researchen und stattet sie dafür gleich mal mit dem notwenigen Gerät aus.

“It’s a MacBook Pro.”
“Of course it is.” I roll my eyes.
“These aren’t available in the shops yet, ma’am, the very latest from Apple.”
[…]
The Mac laptop is sleek and silver and rather beautiful. It has a very large screen. Christian Grey likes scale – I think of his living area, in fact, his whole apartment.
“It’s got the latest OS and a full suite of programs, plus a one-point-five terabyte hard drive so you’ll have plenty of room, thirty-two gigs of RAM – what are you planning to use it for?
“Uh... email.”


Also um hier mal das product placement zu verdeutlichen. Solche Beschreibungen kriegen wir auch zu den 2347 Autos, die Christian hat, dem Wein, den sie trinken usw. usf. Vom literarischen Standpunkt aus ist das Buch so eine Mischung aus schlechten Inner-Goddess-Metaphern, einem sehr ausfälligen Unterbewusstsein und Marketingtexten.

So, sie fährt das Ding hoch und hat gleich mal ne Mail von Christian im Posteingang. Die dann auch so abgedruckt ist, also im E-Mail-Layout. Das zieht sich dann durch viele weitere Kapitel. Sie flörten nämlich voll per Mail rum, da tut sie ihn so ein bisschen teasen.

Da sie total der Computernoob ist und E-Mail für sie eine total neue Sache ist (wie hat die ihr Studium gemacht, srsly?), hätte ich ja eigentlich gerne die Windows-Version des ganzen gelesen und was ihre Inner Goddess und ihr Unterbewusstsein so zu einem technischen Ding sagen, dass man nicht einfach nur einschalten, sondern auch aufsetzen muss. Und, wie sie ihre research dann mit Internet Explorer macht. hähö

Diese E-Mail-Sache...

Das ist nämlich auch super witty, die geben beide immer einen neuen Betreff ein, der zu der Nachricht passt. Hui, ist das aufregend. "Romance" for the 21st century.

Naja, er ist halt over controlling und muss ihr gleich schreiben, sie ist etwas pissig wg. des Vertrags und meint, dass sie das nicht per Mail besprechen kann, das ist not suitable for e-mail. Sie albern dann ja auch so lustig rum, dass sie doch endlich ihr assigment starten soll, und er sie nicht mit Mails davon abhalten soll. Dann erklärt er ihr noch, dass sie Wikipedia nutzen soll. Man fragt sich, wie die Frau überhaupt die Hochschulzulassung erworben hat.

Naja, das tut sie dann und ne halbe Stunde später ist sie shocked to the core. *dun dun dun* Some of this stuff is HOT. Ach ja, Christians Playroom wird ab jetzt als Red Room of Pain bezeichnet.

UPDATE für die Spanking-Interessenten: Das kommt erst in Kapitel 15. Und dann bis Kapitel 21 nur noch einmal. Nicht so viel action an der Front.


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 13:26                                  +/-

Ich fühl mich betrogen. Das scheint eher so ne Märchenprinzgeschichte zu sein. Wo ist der filth?


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Tyler Durden
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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 15:18                                  +/-

Ich finde das richtiggehend kreativ mit den Emails. Das steht in der Tradition der englischen Epistolary Novels.


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lila



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 17:08                                  +/-

Nä, das sagst du auch nur, weil du das nicht gesehen hast. hähö

Das läuft in späteren Kapiteln dann so ab, dass Christian halt recht kurz und knapp irgendwas schreibt (alle seine Mails sind übrigens mit der Signatur Christian Grey CEO BLABLABLA Inc. Blablabla" gezeichent und das steht auch immer so drin), Ana die zweieinhalb Sätze vollkommen überinterpretiert, daraufhin irgendwas antwortet, dann aber wieder nur ne knappe Antwort kriegt, wieder überinterpretiert usw. usf.

Also ungefähr so:

Von: Christian
An: Ana
Betreff: Soundso

Okay, dann bis heute um 8.

Christian Grey
CEO Obermackeradonismilliadär

Ana: OMGeristsokurzangebundenwasheißtdasdennjetzteigentlich? Ich antworte mal was, von dem ich glaube, es ist lustig


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 17:35                                  +/-

Tyler Durden
immerhin für eine magersüchtige Menschenrechtsanwältin


Weißt du doch gar nicht. Jetzt nicht anfangen, über andere hocherfolgreiche Frauen zu lästern.


Da hast du natürlich vollkommen recht. Ich war nur so erschrocken, als ich diese Frau zum ersten Mal gesehen habe, weil sie auf den Fotos so beunruhigend dünn aussah. Ich korrigiere meine Aussage also wertfrei zu "untergewichtige Menschenrechtsanwältin".

Aber danke für das "andere"... zwinkern

@Inner Goddess: Uff! *kopfaufdentischknall*

Dieser Vertrag ist ja sowas von politisch korrekt, dass dadurch in mir jeder, aber auch wirklich jeder Rest von erotischem Empfinden abgetötet werden würde. So eine attraktive Ausstattung könnte der gute Mensch gar nicht haben, dass ich ihn danach noch in irgendeiner Weise sexy finden würde. Wenn es wirklich stimmt, dass Erotik von Mehrdeutigkeit und Verschleierung lebt, dann ist so ein Vertrag doch eigentlich das perfekte Verhütungsmittel: Er verhütet Sex.

Nachfolgend nur zum Vergleich mal die erste (!) Seite von "9 1/2 Wochen":



Man kann auch etwas schneller auf den Punkt kommen. Smilie

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Ludy
Sommerfestlady


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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 18:50                                  +/-

Danke für's lesen, Lila. Spitze Irgendwie widerstrebt es mir, Geld in diese Sache zu stecken, nur um mitreden zu können. Spitze, daß Du Dich für uns opferst!


Denis Scheck hat auch eine interessante Meinung zum Buch:

Und so ist tatsächlich E.L. James hergegangen und hat eigentlich die Geschichte von Bella und Edward fortgeschrieben. Nur hat sie anders als die mormonische Autorin Stephenie Meyer eben mit Sex geschrieben. Nun hat sie – das Böse pflanzt sich in diesem Falle fort – sozusagen den Vampir durch den Milliardär ersetzt, übrigens eine tolle Gleichsetzung, und das bringt mich auf meine These, dass im Grunde der Gegenstand von "Shades of Grey" gar nicht der Masochismus oder Sadismus sowie Bondageszenen sind, der SM-Porno-Anteil, sondern das wirklich Obszöne an diesem Buch ist die Darstellung des Reichtums des Milliardärs Grey, der ja im Vordergrund steht. Das ist eben so ein Aschenbrödelporno.

...

Anstelle des Vampirs haben wir eben den Milliardär mit Sadomasoneigungen, und die jungfräuliche 21-jährige Literaturstudentin, die ihn an der Westküste der USA kennenlernt, die also in diese Welt von SM eingeführt wird und jetzt irgendwelche Verträge unterschreiben soll, was ihr alles zugefügt werden soll, und dann eben in derselben Situation ist wie die Bella im Roman von der Meyer, die sich in diesen Vampir unsterblich verliebt hat. Nun hat sich also unsere Heldin in diesen Milliardär verliebt. Aber tatsächlich stehen die Schilderungen des obszönen Reichtums von Mr. Grey weit mehr im Vordergrund des Romans als nun irgendwelche Geschichten, die in seinem Spielzimmer passieren.

...

ich glaube, hier ist es weniger die Unterwerfungssehnsucht oder die SM-Vorliebe, sondern ich glaube, es handelt sich um eine intellektuelle Entlastungssehnsucht, ein quasi so ein Phänomen des "mir ist das alles irgendwie zu viel". Denn das ist ja auch das, was Christian Grey der Anastasia da verspricht, also unserer Heldin: "All die Entscheidungen, die ermüdenden Überlegungen und Grübeleien, die damit verbunden sind, diese Frage, ob es auch wirklich das Richtige ist, all das nehme ich Dir ab", indem er eben ihr Meister wird. Allerdings – und jetzt müssen wir doch kurz auch noch auf das literarische Problem dieses Schweinchenromans zu sprechen kommen: Das ist nun wirklich so schlecht geschrieben, unter aller Sau, darf man hier in doppeltem Sinne sagen, dieses Buch enthält tatsächlich Sätze wie, "Was hier passiert, ist unglaublich faszinierend und erotisch". Das heißt, anstelle es zu beschreiben, es zu erzeugen, muss es also permanent beteuert werden. Das ist ein Buch wie eine aufgedunsene Leiche. Eine derartige Schrottprosa zwischen zwei Buchdeckeln habe ich wirklich lange nicht mehr gelesen
http://www.deutschlandfunk.de/schrottprosa-zwischen-zwei-buchdeckeln.691.de.html?dram:article_id=214599

"Das reiht sich ein in eine lange Geschichte der einhändigen Lektüren." hähö


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Raus aus dem Aquarium und Vogel werden – is’ schwierig.
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lila



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 19:06                                  +/-

Aschenbrödelporno ist ne gute Beschreibung. hähö

Die Lesung macht jetzt übrigens Wochenendpause, ich brauche Abstand Alkohol.



Gepostet am 20.02.2015, 19:21:

Dem mit der "Entlastungssehnsucht" würde ich übrigens sofort zustimmen. Ana ist nicht wirklich submissiv. Sagt Christian auch mal, "You don't have a submissive bone in your body", und damit hat er vollkommen recht, was aber teilweise auch daran liegt, dass sie das mit dem Unterwerfen schlichtweg nicht so ganz kapiert. Die ist einfach nur zu faul, sich mit ihrer Sexualität auseinanderzusetzen. Die Story würde wohl ganz anders aussehen, wenn sie nicht bei jeder Berührung von Christian mindestens drei Orgasmen kriegen würde. Aber auf magische Weise kann er genau alle ihre Knöpfe drücken und das, ohne dass sie sich dabei irgendwie engagieren muss. Sie will diesen unglaublich tollen Sex, der nix mit BDSM zu tun hat, sondern einfach damit, dass sie nix dafür tun muss. Da gehört dann irgendwann auch mal so ein bisschen light spanking und Anbinden dazu, das findet sie schon ganz nett, aber mit dem ganzen Bestrafen und so kann sie nicht.

"Blöderweise" ist das aber genau das, was Christian so anmacht. Es ist schwierig mit ihr. Die 15 Weiber davor waren alles schon trained submissives, wie wir irgendwann mal lernen, da brauchte er das alles nicht erklären und durchbesprechen und austesten und überhaupt. Und Ana kackt sich halt alleine bei dem Gedanken, bestraft zu werden, schon so in die Hosen und kämpft dagegen an. Und das macht Christian dann noch mehr an. Sie so weit zu brechen, dass sie sich ihm hingibt, ist halt ne Herausforderung. Und um da irgendwann hinzukommen, macht er aber auch den Fehler, einen Kompromiss nach dem anderen einzugehen, was ihr die Hoffnung vermittelt, dass das ja gar nicht sein muss.

Das zu lesen, ist, wie einem Autounfall zuzusehen. Aber im Detail dann später.


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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 19:39                                  +/-

Klingt so, als würde es dann doch noch allmählich interessant. Smilie

Ich glaube, generell ist das, was in so ziemlich allen erotischen Romanen die Menschen an eine "fatal attraction" bindet, der unglaublich gute Sex mit sa-gen-haf-ten Orgasmen. Das ist offenbar so selten und einzigartig, dass man/frau dafür so allerhand in Kauf zu nehmen bereit ist. Und natürlich ist ein überaus positiver Aspekt der Submissivität der, dass man/frau zumindest temporär mal die Kontrolle abgeben und sich einfach fallen lassen kann.

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Triskel
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BeitragVerfasst am: 20.02.2015, 20:12                                  +/-

lila

Die Lesung macht jetzt übrigens Wochenendpause, ich brauche Abstand Alkohol.

Das kannst du uns doch nicht antun!!!111elf

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 21.02.2015, 13:09                                  +/-

Hier gibt es übrigens ein sehr interessantes Interview mit Katrin Passig, die Ende der Neunziger ein BDSM-Aufklärungsbuch ("Die Wahl der Qual") geschrieben hat. Lustigerweise berichtet sie darin von einem Anwalt, der sie vor einem gemeinsamen SM-Wochenende tatsächlich auch mal einen Vertrag hat unterzeichnen lassen:
Kann es auch sein, dass ein “Irrtum” im BDSM unter Umständen rechtliche Folgen haben kann=?

Was wäre das konkret für ein Irrtum?

Ich wünsche mir einen Millionär, der irgendwas macht, aber dann macht er doch was falsches und den zeig ich dann an oder so.

Mein erster BDSM-Partner (nur für ein Wochenende, das war auch von beiden Seiten so gewollt) war Rechtsanwalt. Er hat darauf bestanden, dass ich vorher selbst aufschreibe, womit ich einverstanden bin und womit nicht, Datum, Unterschrift.

Wow. Ziemlich … besessen.

Nein, nur vernünftig. Gerade für den Mann kann die Sache leicht schiefgehen. Das ist übrigens auch bei ganz normalem Sex so. Siehe dazu auch Louis CK (“What, are you out of your fucking mind? You think I'm just going to rape you on the off chance that hopefully you're into that shit?”, Volltext z.B. hier unter dem Video)

Und später:
Man erfährt aus “Shades of Grey” auch, dass es nicht unmöglich, unromantisch oder sonstwie verwerflich ist, vorher präzise und womöglich sogar schriftlich festzulegen, was im sexuellen Kontext passieren soll und was nicht. Sexuelle Vorlieben sind individuell sehr unterschiedlich, und man muss sowieso immer aushandeln, was erwünscht ist und was nicht. Je expliziter das geschieht, desto wahrscheinlicher ist es, dass beide Seiten zufrieden sind.

Natürlich ärgert mich auch vieles im Buch, angefangen damit, dass Christian sich nur wegen eines Kindheitstraumas für BDSM interessiert. Und einiges, was zwischen den beiden passiert, ist nicht gerade eine Anleitung für einvernehmlichen Sex und unneurotisches Beziehungsverhalten. Aber man kann nicht alles haben. Diejenigen Autoren und Autorinnen, die von BDSM mehr verstehen als E.L. James, haben eben bisher keine Millionenbestseller darüber zustandegebracht. Unterm Strich ist mir da ein weit verbreitetes Buch, in dem halt nur die Hälfte stimmt, lieber.

Ansonsten geht es auch um die von Tyler gestellte Frage nach der Häufigkeit von BDSM und entsprechender Neigungen in der Bevölkerung, allerdings bleibt die Antwort hier wenig erhellend:
In einer aktuellen Umfrage eines Datingportals namens „Secret“ sagen 43% der 5000 Befragten, sie haben Erfahrung mit BDSM. Der Rest könnte es sich jedenfalls „gut vorstellen“.
 Das irritiert mich. Es ist ein Mainstream-Casualdating-Portal. Entweder ist es jetzt sozial erwünscht, sich als BDSM-erfahren zu deklarieren. Oder es praktizieren wirklich sehr viel mehr Menschen SM als früher. Auch Medien erklären SM ja gerade zum „endgültig fixen Bestandteil der Alltagserotik“ …
 Haben Sie darauf eine Erklärung für uns?

Antworten in der Größenordnung dieser 43% und auch weit darüber gibt es schon seit Jahrzehnten. Es kommt ganz darauf an, wie man die Frage formuliert. Wenn wörtlich nach “Erfahrung mit BDSM” gefragt wurde, ist das allerdings tatsächlich neu: Vor ein paar Jahren sagte die Abkürzung ja noch fast niemandem was.

Die Medien erklären BDSM auch schon seit mindestens den 1980er Jahren zum “endgültig fixen Bestandteil der Alltagserotik”. Das hat mehr mit der Erzeugung von Aufmerksamkeit zu tun als mit den Tatsachen, über die leider nach wie vor nicht sehr viel bekannt ist. Es gibt weltweit nur wenig empirische Sexualforschung, im deutschsprachigen Raum praktisch gar keine. Festhalten kann man, dass schon seit den frühen nuller Jahren BDSM-Vorlieben jedenfalls zum endgültig fixen Bestandteil der Vorlieben-Ankreuzoptionen von Datingportalen geworden sind. (Könnte auch Mitte der nuller Jahre gewesen sein, so genau weiß ich das schon gar nicht mehr.)

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 21.02.2015, 21:51                                  +/-

lila-live-lesungs-Porno-Pause - Thread doud.
Spricht wieder mal gaaaaa nicht für unseren Literaturfred.

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