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Still composing composers
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Euseppus



Beiträge: 8847
Wörter pro Beitrag: 63
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BeitragVerfasst am: 12.03.2015, 18:11                                  

Für alle, die es interessiert:
So sieht mein Notensatzprogramm aus:



Zu sehen sind die ersten beiden Seiten eines gerade zu Ende editierten Stückes für Klavier vierhändig.
Der jüngeren Generation muss man zusätzlich immer noch hinzu erklären, dass das keines der Spielzeugprogramme sind, die einem etwas fertig vorkomponieren - es ist ein reines Notensatzprogramm, dem man Note für Note und Zeichen für Zeichen alles eingeben muss, was man gerne in den Notenzeilen sehen möchte.

Wählen kann man natürlich verschiedenste leere Partituren, von Geige solo bis zum riesigen Filmmusikorchester, aber ab dann beginnt die Eingabe.
In dem Menü, das oben gerade ausgewählt ist ("Start") kann man verschiedene grundlegende Dinge einstellen:
"Hinzufügen" oder "Wechsel" meint z. B., dass ich die Partiturvorlage bearbeiten und die Besetzung ändern kann, also Instrumente rauskicken und andere einfügen. Die gerade gelb aufleuchtende Funktion hat hier eigentlich grade wenig verloren: In Orchestern spielen Instrumente wie z. B. die Klarinette mit, die sogenannte "transponierende" Instrumente sind, d.h.: Die Klarinette spielt in ihren Noten ihr "d" - aber für den Rest der Welt klingt das dann einen Ton tiefer, wie ein "c". Für den Komponisten hieß das früher, dass er alles in der Klarinette um einen ganzen Ton versetzt denken und dann schreiben musste, damit es dann wieder richtig klingt. In so einem heutigen Notensatzprogramm kann ich die Klarinette "ganz normal", ohne Umdenken schreiben, klicke dann auf "Transponierende Partitur" und sehe dann, wie die Klarinette später wirklich ihre Noten kriegt. Solche und viele andere Effekte haben heute alle Programme drauf.
Heißt: Sie erleichtern es einem immens, sein Stück herauszugeben. Komponieren und eingeben muss ich es aber immer noch selber.
Was viele meiner KollegInnen machen: Sie schließen ein spezielles Keyboard an den Laptop und spielen damit die Noten ein, das kann das Programm auch. Nachteil: Je komplexer die eingespielte Musik, desto höher ist die Fehlerquote und Du bist dann nach dem Einspielen damit beschäftigt, die Fehler alle zu korrigieren, die das Programm beim automatischen Notieren gemacht hat.
Warum ich bei der Klick-für-Klick-Eingabe bis heute geblieben bin (die grundlegenden Sachen davon mache ich übrigens mit dem kleinen Fenster rechts unten auf dem Notenbild, dem "Keypad"), hat aber einen ganz schlichten, psychologischen Grund:
Ich möchte immer noch das Gefühl haben, der Urheber dieser digitalen Noten zu sein. Bis ca. 2003 habe ich immer noch alles mit der Hand geschrieben (bis eine Chorleiterin, die ich gerade "belieferte", sehr diplomatisch meinte, das sehe ja wirklich pic-co-bel-lo aus, meine Handschrift - aber es sei eben Handschrift, die beim ersten Lesen immer irritiert, und ob ich nicht mal so langsam........) - und bis dato war der Bezug zu meinem Produkt halt ein irre direkter: Jede Note, jedes Zeichen war von mir persönlich geschrieben, gezeichnet - alles war mein ureigenstes Produkt. Dieses Grundgefühl verliert sich natürlich im Vergleich (aber auch nur im Vergleich), wenn Du das alles mit Klick ein Programm machen lässt. Somit ist das "Keypad" für mich immer noch der direkteste Weg, und auch wenn das oft sicher mühevoller ist, möchte ich nicht davon lasse. Da bin ich ein reaktionärer Sausack.

Die anderen Menüfelder neben "Start" ermöglichen natürlich noch x andere Eingabemöglichkeiten. Oft muss man das Programm aber überlisten:
Bei meinem aktuellen Stück laufen manchmal verschiedene Dinge bei beiden Spielern gleichzeitig ab, so dass ich in beiden zur gleichen Zeit verschiedene Taktarten laufen lassen muss. Problem: So etwas ist in Sibelius einfach nicht vorgesehen. Geschockt Da musst Du dann anfangen, von hinten durch die Brust ins Auge etc. graphisch rumzubasteln und gegen das Programm zu arbeiten. Aber das ist wohl bei keinem Profiprogramm in anderen Bereichen anders.

Was noch hilfreich ist:
Copy and paste gibts da auch. Das erspart einem viiel Tipperei:
Auf der rechten Seite in der 2. und 3. Zeile von oben sieht man mehrstimmige Akkorde, die nach und nach immer höher gehen:
Du schreibst den ersten und kopierst ihn und musst dann bloß noch die Kleinigkeiten ändern, aber die Struktur kann ich kopieren.

Das Fensterchen auf der rechten Seite oben hilft mir, mir das Ganze auch anzuhören, denn ein sehr rudimentäres Soundprogramm ist natürlich auch mit dabei. Klingt natürlich, grade bei Orchesterpartituren, MEEEEEGA-MIDI und ist wirklich nur zum Probehören gedacht. Gefahr bei unerfahrenen Komponisten ist da auch, dass die dem Soundprogramm "glauben", was da rauskommt:
Nimmt man z. B. eine Trompete und eine Sologeige und lässt beide den gleichen Ton fortissimo, also shr laut spielen, ist die Trompete nicht nur mehrfach lauter, sie hat auch generell ein anderes Klangverhalten im Raum. Das Programm weiß das aber nicht und spielt in so einem Fall beide auch gleich laut ab. Wenn dem Komponisten das nicht klar ist, weil er noch keine Erfahrungen mit Orchesterinstrumentation machen konnte, und er gibt seine superduper vom Programm vorgespielte Partitur dann seinem Orchester ab, kann er sich schon mal auf viele Tränen und einen hochroten Kopf bei der ersten Probe gefasst machen, der er dann beiwohnen darf.
Sind alles Sachen, die man wissen muss, denn das Programm ist - der Natur von allen Dienstprogrammen gemäß - ein Klugscheißer und Dampfplauderer.

@meisterdieb: Womit arbeitest Du denn?

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 12.03.2015, 20:43                                  +/-

Noten.... werden wohl für immer meine böhmischen Dörfer bleiben Geschockt


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Mond



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BeitragVerfasst am: 12.03.2015, 21:37                                  +/-

Ich kenn ehrlich gesagt kein Programm, was irgendwem vorkomponiert. ;) Ich glaube sowas wie vorkomponieren gibt es gar nicht. zwinkern Wenn gibt es Samples, die man verwenden kann. Also fertige Audio-Spuren mit Melodien. Man arrangiert dann halt bloß noch. So habe ich angefangen vor 15 Jahren. Das waren keine eigenen Stücke im dem Sinne, mehr Spaß, aber der Lerneffekt ist nicht zu unterschätzen.


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Lothiriel
Wissende


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BeitragVerfasst am: 12.03.2015, 21:47                                  +/-

Seite 1: Es gibt oben mal 'ne einsame punktierte halbe Note (und was halbes ohne Punkt, okay) und ansonsten nur so kurzes Gereppel? Ich würde dich hassen.

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 07:18                                  +/-

@Mond: Unabhängig davon, was es jetzt genau auf dem Markt gibt, ist es aber nicht allen klar - z. B. meinen Schülern, die mich angesichts des Programmes regelmäßig danach fragen - , dass solche Programme eben nichts gerieren, sondern nur zum Schreiben da sind.
Und Programme/Apps wie Guitar Hero, Garage Band (um nur die bekanntesten und einfachsten zu nennen, Schüler haben mir auch schon "Tipps" gegeben, aufgrund derer ich auf eine Fülle von ähnlichen Programmen gestoßen bin) lassen schnell den Eindruck entstehen, jeder könne irgendwie komponieren. Nein, kann man nicht. Das sind Dinge, die mir als Aussage schon ein Anliegen sind. (Es sei denn, man nimmt das Wort bei "seinem Namen": com-ponere, lat.: zusammenstellen...)

@Loth: hähö
Aber keine Angst, die sind beschäftigt...

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 08:50                                  +/-

Da ich gerade diesen Thread sehe: Haben wir eigentlich auch den Thread für „Decomposing Composers“?


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„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“
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Mond



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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 09:55                                  +/-

Euseppus
Für alle, die es interessiert:
Was viele meiner KollegInnen machen: Sie schließen ein spezielles Keyboard an den Laptop und spielen damit die Noten ein, das kann das Programm auch. Nachteil: Je komplexer die eingespielte Musik, desto höher ist die Fehlerquote und Du bist dann nach dem Einspielen damit beschäftigt, die Fehler alle zu korrigieren, die das Programm beim automatischen Notieren gemacht hat.

Das kenn ich. grins Spiele selbst auch nur vllt. 25% der Melodien mit meinem Midi-Keyboard ein. Ich nutze das eigentlich mehr für die Kreativphase. Ich loope z.B. eine Stelle und improvisiere dann mit dem Keyboard und schreib so dann die Melodie. Dann nehme ich entweder gleich auf oder meistens klicke ich die Melodie dann in die Piano-Roll ein. Es gibt bei mir keine Notenblatt. zwinkern Und klar, nach einer Midi-Aufnahme ist eine Korrektur fast immer notwendig. Wobei leichte Ungereimtheiten das Ganze organischer wirken lassen. Zum Beispiel bei den Rhythmus-Instrumenten baue ich pro Schlag unterschiedliche Lautstärken ein, ganz leichte Abweichungen, damit es nicht zu exakt klingt. Oder Modulationskurven: Anfangs klicke ich sie mit der Maus zusammen. Wenn alles klar ist mit dem Stück, bzw. der Feinschliff ansteht, lösche ich die zusammengeklickten Kurven und nehme diese dann mit dem Midi-Keyboard nochmal extra auf, dann klingt das nicht alles so glatt. Smilie Mit meinen kleinen Synthies habe ich das mit dem Midi noch nicht ganz raus. Also dass ich Audio und Midi aufnehme und dass das dann zusammengehört. Bisher nur Audio und das muss dann sitzen. Da kann ich nix korrigieren.


An Guitarhero und Co habe ich gar nicht gedacht. Das sind für mich Spiele. Garage Band ist schon etwas mehr Musikprogramm, oder? Es gibt halt Abstufungen. Vom Musikspielprogramm (Guitar Hero, Parappa, der Rapper), über Musikanfängerprogramme (Magix Music Maker) bis zum Musikprofiprogramm (FL Studio, Cubase). Wobei deine Software an sich kein Musikprogramm ist. Sondern ein Schreibprogramm für Noten. Ein fertiges Stück produzierst du ja damit nicht. Es ist ja quasi erst vollendet, wenn es vom Interpreten gespielt wird. So würde ich das sehen. Spielt also in einer anderen Liga. zwinkern


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 11:07                                  +/-

Spielt also in einer anderen Liga.

Definitiv. Ich bin halt schon mal von Berufs wegen von Menschen umgeben, die das alles nicht annähernd so checken wie z. B. Du und ich - und ich glaube, ne Menge anderer weiß es auch nicht.
Dass ich das Dir nicht erklären muss, hab ich schon vorher gewusst. zwinkern

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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 15:26                                  +/-

Ich hab auch mal ein Lied geschrieben, Text und Melodie. Das hieß "Nie mehr Latein" und artikulierte meine Freude darüber, Latein in der Oberstufe abwählen zu können. Das war damals ein kleiner Hit Yes


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Mond



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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 16:22                                  +/-

War das zufällig das Lied "Ein Schwein namens Latein"?


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 13.03.2015, 17:14                                  +/-

Ich hab doch gesagt, wie das hieß.


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AmandaMandel



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BeitragVerfasst am: 14.03.2015, 13:18                                  +/-

Ging mir auch so. Aber ich habe einen Scheiterhaufen am Rhein errichtet und alle Hefte, Bücher und zuletzt auch den "kleinen Stowasser" vernichtet. Das war ein reinigendes Erlebnis.


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Triskel
Dressed-Pugly


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BeitragVerfasst am: 14.03.2015, 17:20                                  +/-

@Euse: :Spitze:

Wie viel kostet das Programm?

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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 14.03.2015, 18:23                                  +/-

Ich glaube 500 Eurones - für Lehrer ists ein bisschen billiger und Du darfst es dann auch jemand Zweitem (i. d. R. dem Schulrechner im Musiktrakt) weitergeben.
Ist schon Geld, aber was ma hat, das hat ma.

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Helcaraxe



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BeitragVerfasst am: 16.03.2015, 17:57                                  +/-

Nichtraucher
Noten.... werden wohl für immer meine böhmischen Dörfer bleiben Geschockt

Der Musikunterricht!

Was machen denn eigentlich Musiker, die keine Noten können; die gibt's ja auch? Irgendeine Form der Niederschrift muss es doch immer geben.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 16.03.2015, 19:30                                  +/-

Paul McCartney hat so ein ganzes Oratorium für Soli, Chor und Orchester komponiert:
Spielend und singend, deutend und erklärend, neben ihm der Profi, ders dann aufgeschrieben hat.
In der gesamten klassisch angelegten Musik würde ich sagen, dass jeder das kann.
In Rock und Pop - mei, oft reicht in der Band ja die Übereinkunft darüber aus, was passiert und wie, das kann bei Gitarristen, Drummer, Bassisten und evtl. (aber selten) auch Keyboardern ohne Noten ausgehen. Die Frage ist, ab wann (Vermarktung) sie es dann doch brauchen.

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Mond



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BeitragVerfasst am: 17.03.2015, 10:31                                  +/-

Meinst du jetzt Noten oder Notenschrift?
Notenschrift ist ja auch eine Sache für sich. Denn da gibt es nicht nur eine. zwinkern

Ich gebe meine Noten wie gesagt über das Pianoroll ein.



Links ist eine Klaviatur. Da kann man sich orientieren. Die Notennamen werden auch angezeigt.
Eine Niederschrift ist bei moderner elektronische Musik nicht üblich. Das Stück selbst ist quasi die Niederschrift. zwinkern Deshalb ist ein Werk auch meistens nicht reproduzierbar, falls es mal abhanden kommt.


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 17.03.2015, 23:59                                  +/-

Eusebius
In der gesamten klassisch angelegten Musik würde ich sagen, dass jeder das kann.

Zu jeder Regel gibt es bekanntlich (mindestens) eine Ausnahme, und hier heißt sie:



Giacinto Scelsi. Yes

(Ok, ob er des konventionellen Notierens seiner Einfälle nicht kundig war, weiß ich genaugenommen nicht definitiv... aber als Blaublütling alten italienischen Adels hatte er nun mal seine Lakaien, die er die mechanische Arbeit der Verschriftlichung seiner Mitschnitte verrichten ließ. Spitze Zumindest hätte er es sich schnöselhaft leisten können, von Noten, Notenschlüsseln und -systemen null Ahnung zu haben. Yes)


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 18.03.2015, 00:59                                  +/-

Sag mal, ist Dir die Sig nicht irgendwie peinlich?

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Wolter



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BeitragVerfasst am: 03.05.2015, 22:51                                  +/-

Von dort hierherkopiert, wo Missjöh le Kompositör Carl Eusebius von Euseppusdorf (zwinkern) das wahrscheinlich überlesen hat:

Apropos zeitgenössische Musik: gleich nach Mitternacht beginnt das ARD-Nachtkonzert mit einem Stück von Aulis Sallinen, knapp 20 Minuten lang, sehr schmissig und groovig (für den Cellosolisten nebenbei auch sehr virtuos). Und tonal. Und sehr humorvoll.
Darf nach Ansicht eines Komponistenkollegen "Neue Musik" all das sein? Oder hat sie sich so verquast (musikalisch hauptsächl. i. S. v. kakophon) zu geben wie das deutsche Regietheater?
(Wohlgemerkt: ich versuche seit Jahren ernsthaft, die heutigen Kompositionen musikalisch zu verstehen, und meistens gelingt mir das nur so la la. Aber manchmal merke sogar ich, daß da was Großartiges gelungen ist, wie z. B. die Logos-Fragmente von Hans Zender, oder in vain und Thomas von Georg Friedrich Haas...)






Gewalt ist keine Lösung


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 04.05.2015, 10:19                                  +/-

Alles, was heute komponiert wird, ist zeitgenössische Musik. Wenn sich die Insider-Crowd im Elfenbeinturm gerne als "DIE Moderne" hochjazzen möchte (also als die "verbindliche zeitgenössische Musik" oder soiwas wie die offizielle), dann ist das deren Anliegen.
Ich sehe das mit der ZGM (= Zeitgenössische Musik) als eine rein private Angelegenheit eines jeden Einzelnen; wir leben auch in der Musikwelt innerhalb eines dermaßen extremen Pluralismus, dass es schon sehr engstirnig ist, behaupten zu wollen, "man" sei jetzt "DIE Zeitgenössische Musik".
Ich selber bin offen für alles und hole mir raus, was mir entweder ästhetisch gefällt oder mich formal/intellektuell/.... reizt.
Von einer Kanon-Idee habe ich mich schon längst verabschiedet. Was ein Rihm macht, finde ich genauso (rein-)hörenswert wie die mich extrem antörnenden Stücke eines Fazil Say, die Klangwelt einer Gubaidulina sind genauso hörenswert wie wenn ein Ensemble für alte Musik sich den Popsongs der Beatles annimmt (frei erfundenes Beispiel, um das Spektrum anzudeuten).
In der Welt "DER" ZGM habe ich mich längere Zeit mal bildungsbürgertechnisch aufgehalten, um dann zu merken, dass das Spektrum mir zu klein und die Welt dafür irgendwie zu bunt ist.

Die Frage, wie man überhaupt sowas wie ZGM für sich definiert, ist extrem spannend, genauso, wie die, wie man sich darin als Rezipient zurechtfinden kann. Grüßgott an die Globalisierung und vielen Dank.

Gepostet am 04.05.2015, 11:22:

Gidon Kremer finde ich ja anbei ein gutes Beispiel dafür, wie ein Weltmusiker von jetzt und heute "Zeitgenössische Musik" auf so lustvolle wie ernsthafte Art und Weise für sich definieren kann.

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Mond



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BeitragVerfasst am: 04.05.2015, 16:01                                  +/-

Hier mal zeitgenössische Musik von mir. zwinkern



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