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Flüchtlinge - jetzt mal Butter bei die Fische
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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 02.01.2017, 23:46                                  +/-

Euseppus
Lauer "übersetzt" falsch, um sich dann gebührend betroffen zeigen zu können, das ist genauso postfaktische Methodik wie der der AfD-Front, Glückwunsch an die SPD.


Kleine Anmerkung noch dazu: Lauer ist seit drei/vier Monaten in der SPD (vorher Abgeordneter in Berlin für die Piraten). Eine einzelne Meinungsäußerung ist noch nicht unbedingt repräsentativ für eine ganze Partei.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 02.01.2017, 23:56                                  +/-

Was ist bitte "Grundaggressivität"?


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 00:06                                  +/-

Das debile Geseiber von Don Alphonso hatte ich ja noch gar nicht gelesen…


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 00:24                                  +/-

@Thanil, Bard: Äh ja.
Blindlinks auf die SPD einzudreschen war auch einer der Hauptanker meines Postings und nimmt fast die gesamte Länge meines Textes ein, man sollte sich bei einer Entgegnung also unbedingt darauf beziehen, wenn möglich ausschließlich. Spitze

Gepostet am 03.01.2017, 00:27:

Ich finde das Don-Alphonso-Zitat inhaltlich gar nicht mal so unnachvollziehbar, aber das hier

Was würde eigentlich die Polizei in Deiner Heimat bei so einer Gelegenheit tun, und würde sie Deine Rechte ähnlich wahren wie die Polizei bei uns?


ist typisches Die Freiheit/AfD/Stammtisch-Kacka.


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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 00:46                                  +/-

Euseppus
@Thanil, Bard: Äh ja.
Blindlinks auf die SPD einzudreschen war auch einer der Hauptanker meines Postings und nimmt fast die gesamte Länge meines Textes ein, man sollte sich bei einer Entgegnung also unbedingt darauf beziehen, wenn möglich ausschließlich. Spitze.


Darum ja auch "kleine Anmerkung" anstelle von "ausführliche Erwiderung", da ich über diese Stelle gestolpert bin. Kein Grund, so zickig zu reagieren.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 00:54                                  +/-

@Euse: Meinen Beitrag hast du doch gesehen, oder? Ansonsten, what Bard said.


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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 08:44                                  +/-

Bard
Kein Grund, so zickig zu reagieren.


Pardon, aber wenn man hier eh schon (bewusst) so selten postet, und dann wird sich zweimal aus der gesamten Antwort nur auf die letzten fünf Worte bezogen, die einem nur flapsig raus sind, dann nervts.


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 08:53                                  +/-

Also genau das, was du auch getan hast in Bezug auf meinen Beitrag? zwinkern

Woher kommt der Anspruch eine Antwort nach Gusto zu bekommen? Vielleicht gibt es sonst keinen direkten Anknüpfungspunkt? Oder anderen Leuten liegen andere Dinge auf dem Herzen? Und sicher gibt es auch immer Leute, die mehr oder weniger zustimmen ohne gleich einen Stern zu vergeben.

Davon abgesehen bin ich auf mehr als deine pauschale SPD-Schelte eingegangen zwinkern


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 09:45                                  +/-

Euseppus
@Thanil, Bard: Äh ja.
Blindlinks auf die SPD einzudreschen war auch einer der Hauptanker meines Postings und nimmt fast die gesamte Länge meines Textes ein, man sollte sich bei einer Entgegnung also unbedingt darauf beziehen, wenn möglich ausschließlich. Spitze


Aha, jetzt weiß ich zumindest, was passive Grundaggressivität ist. Danke Euse Spitze

Gepostet am 03.01.2017, 09:46:

Euseppus
Bard
Kein Grund, so zickig zu reagieren.


Pardon, aber wenn man hier eh schon (bewusst) so selten postet,


Uuuuuuuuuh *bedeutungsschwanger*


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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 09:50                                  +/-

Und ich dachte wir könnten einmal über Inhalte sprechen Echt schlimm


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 09:51                                  +/-

Äh, okay, mal ontopic. Ich kann mich über den Polizeieinsatz nicht echauffieren. Nach den Vorfällen (und den Reaktionen darauf) vom letzten Jahr, war es klar, dass jeder "Alnesikkaner" auf der Domplatte unter Generalverdacht steht. Das ist zwar scheiße für die paar Leute, die jetzt aufgrund ihres Aussehens eingekesselt worden sind (z.B. gabs wohl ein paar betroffene Deutschtürken), aber leider letztlich eine vorhersehbare Konsequenz. Ich denke, das Recht Silvester unbedingt auf der Domplatte feiern zu müssen, ist nicht gerade ein universelles Menschenrecht. Wer als Gästefan zum Fußball fährt, weiß auch, was ihn erwarten kann. Das ist eine persönliche Risikoabwägung. Und soweit ich weiß, war ja alles friedlich. Kein Pfefferspray o.ä., was man sonst so aus Stadien oder von Demos kennt.

edit: Thanil, ruuuuhig, ein alter Mann is ja kein Deeeeeh-Zuch!


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Nichtraucher
Fun Bobby


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BeitragVerfasst am: 03.01.2017, 12:19                                  +/-

Also sind wir irgendwie alle einer Meinung? Es war sowas wie ein Fußballspiel, wo die Polizei Gruppen separieren und umleiten darf, aus schlechter Erfahrung heraus, aber der Tweet war ungeschickt. Überhaupt sollten die Staatsorgane nicht so flapsig twittern, das ist auch so ne Seuche. Eine staatliche Beileidsbekundung für Istanbul mit einem weinenden Smilie zu versehen, das geht eigentlich nicht. Internet-Noobs.


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Wolter



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BeitragVerfasst am: 04.01.2017, 22:41                                  +/-

Der Waahnsinn, so verschieden tickende Nasen wie Euseppus, Thanil, Wolter und Don Alphonso sind sich darin einig, daß die aus gewissen Ecken tönende Empörung über den Kölschen Polizeieinsatz unangebracht ist?!?!

Da ist nur noch die weltbewegende Frage zu klären, warum Thanil dessenungeachtet bei Don Alphonso "debiles Geseiber" zu erkennen meint. Smilie

Nagut, punktuell gibt es ja auch noch einen kleinen Dissens zwischen Eusepp’ und Alfons, aber da würde ich widersprechen:

"Typisches Populistenkacka" wäre es gewesen, wenn der Zweitgenannte dafür plädiert hätte, die mehr als nur etwas rustikaleren Haftbedingungen in den Herkunftsländern auch bei uns einzuführen. Yes

Also würde ich auch dort ab, sagen wir, morgen früh (drüber schlafen und so...) eine weitgehende Meinungsübereinstimmung prognostizieren. zwinkern

Zu der kleinen Mißhelligkeit um die "Quantität" kritischer (den angeblichen Rassismus der Polizei thematisierenden) Äußerungen möchte ich in Richtung Thanil (02.01.2017, 22:49) und Bard (02.01.2017, 23:46) sagen/fragen: Euseppus zitierte auch eine nicht gerade aus dem halbanonymen Hinterbänklerhinterhalt "verbal schießende" Grünen-Politikerin – trifft meine Annahme weitgehend zu, daß Ihr auf sie bezogen genau deshalb keinen Anlaß zum Widerspruch gesehen habt, alldieweil man von der (Co-)Vorsitzenden durchaus auf ein nicht geringes Quantum in dieser Partei und ihrer Wählerschaft schließen kann, das dieser langjährigen Anti-Polizei-Pauschalverdächtigungs-"Tradition" immer noch wirklichkeitsverweigernd anhängt – wovon ihr meint, daß sowohl Euseppus als auch Ihr selbst das so seht, und Zustimmung muß in Antwortpostings ja nicht unbedingt ausdrücklich verbalisiert werden, nach dem Motto «Ø ausdrücklicher Widerspruch ➔ Zustimmung»...?
Nun hat Euseppus ja, als er auf die hirnrissigen Tweeds einer Einzelperson Bezug nahm, den Einzelstimmencharakter durch Namensnennung des Twitterers Christopher L. ja nicht unbedingt diskret verschwiegen, und davon lenkt mE auch die Erwähnung seiner SPD-Mitgliedschaft nicht ab. Wäre es da nach dem erwähnten Prinzip der Zustimmung durch Weglassen nicht ähnlich passend gewesen, durch nicht weiteres Eingehen auf diese Tweeds zwischen Euch Übereinstimmung darüber zu erzielen, daß dieser ehemalige Piratenpolitiker einfach nur ein Depp ist (auf den das durch Pegida-etc.-Mißbrauch in Verruf geratene Wort Gutmensch paßt wie die Faust aufs Auge Yes), über den Worte zu verlieren eigentlich absolute Zeit- und Kraftverschwendung ist? ?????

Übrigens fällt mir im Zusammenhang vor allem mit dem Echo auf Simone Peter in unseren Medien (sehr subjektiv natürlich zwinkern) eine positive Tendenz zum distanzierten Differenzieren in Sachen "Grüne" auf, was wohl nicht zuletzt mit den kühlen Reaktionen aus ihrer eigenen Partei zusammenhängt: "linkere" Medien (also quasi alles links der "Welt" und der "FAZ" zwinkern) stimmen nicht mehr wie noch vor ein paar Jahren fast unisono in das politisch korräckckte Empörungsgeheul ein, sondern thematisieren das Dilemma der Grünen, das durch die erste Äußerung von Peter (die inzwischen ja erzwungenermaßen zurückgerudert ist) auch für politisch weniger Sensible sichtbar geworden ist.

Apropos "sensibel":



Näxtes Bild

zwinkern

Ein Wort nur noch kurz zu dem mental tief verankerten anti-"faschistischen" Erbe der Grünen, das mehr oder weniger bewußt bei (immer noch extrem vielen von) ihnen zu der pauschalisierenden Verdächtigungshaltung gegenüber "uniformierten Staatsdienern" führt: ????? ich staune ja schon seit vielen Jahren darüber, daß ihnen (fast) nicht der Widerspruch in ihrer Ideologie auffällt, daß sie zwar in die Polizeihirne problemlos pauschalisierend rassistisch motiviertes simplifizierendes Klischeedenken über bestimmte Menschengruppen hineinprojizieren können – und damit aber genau das praktizieren: simplifizierendes Klischeedenken über eine bestimmte Menschengruppe. Sie klammern sich, wenn sie das doch erkennen, dann wahrscheinlich an den Selbstbetrug, daß es bei ihnen besser sei, weil ihr Klischeedenken keine rassistische Basis habe. Dieser herbeidefinierte moralische Unterschied verpufft aber allerspätestens dann, wenn dieses simplifizierende Klischeedenken über die Polizei, das nicht zuletzt in gewaltbereiten linksextremistischen Kreisen gepflegt wird, einen Polizisten seine Gesundheit oder gar das Leben kostet.
Wenn "Faschos" ein Flüchtlingsheim oder ein "normales" von Einwanderern bewohntes Haus anzünden, wird zu Recht auch anklagend auf die ideologischen "Schreibtischtäter" in Nazikreisen verwiesen, deren Redewendungen für Demokraten als politisch kontaminiert gelten. Wenn z.B. bei den 1.-Mai-Krawallen zwischen Polizei und anti-"faschistischem" Schwarzen Block Polizisten schwer verletzt werden, wo bleibt dann die Anklage gegen die Ideologie und ihre Propagandisten, und vor allem: wo bleibt die Kritik an demokratischen linken Politikern, die die Redensarten der linksextremen Scharfmacher nicht ausreichend politisch kontaminiert finden, um sie in öffentlichen Stellungnahmen (siehe Peter) zu vermeiden? Muß es erst Tote geben?

Verlegen Ups, das kurze Wort ist doch etwas länger geraten zwinkern. Hat mit Flüchtlingen (wegen bzw. vor Krieg und/oder persönlicher Verfolgung) auch nicht mehr so viel zu tun, aber das trifft auf die meisten (höchstens als Wirtschafsflüchtlinge einzuordnenden) "Nafris" ja auch nicht zu, wie ich bereits schrob Yes.


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Wolter, der olle Trolllurker, zitiert mich in seiner Signatur. Kann ich da "rechtlich" gegen vorgehen? Na warte...

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Olmops



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BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 10:09                                  +/-

Wolter
Der Waahnsinn, so verschieden tickende Nasen wie Euseppus, Thanil, Wolter und Don Alphonso sind sich darin einig, daß die aus gewissen Ecken tönende Empörung über den Kölschen Polizeieinsatz unangebracht ist?!?!

Da ist nur noch die weltbewegende Frage zu klären, warum Thanil dessenungeachtet bei Don Alphonso "debiles Geseiber" zu erkennen meint. Smilie


Da hat sich halt irgendeine Politikerin entblödet, ihrem dem politischen Lagerdenken entsprungenen Beißreflex völlig deplatziert freien Lauf zu lassen.
Alle haben das erkannt. Kein Grund zur Eskalation. Spitze


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 12:18                                  +/-

Dieser Blogger Don Alphonso schreibt wie ein Depp. Das ist einfach gequirlte Kacke. Jedenfalls ist das mein Eindruck, nachdem ich zwei seiner Beiträge konsumieren „durfte“.

Frau Peter hatte in ihrem superkontroversen Statement laut tagesschau.de folgendes gesagt:

Tagesschau.de
"Das Großaufgebot der Polizei in Köln und anderen Städten hat Gewalt und Übergriffe in der vergangenen Silvesternacht deutlich begrenzt", sagte sie der "Rheinischen Post". Allerdings stelle sich die Frage nach der Rechtmäßigkeit, "wenn insgesamt knapp 1000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden", sagte Peter.


Falls ich mich nicht irre war es das auch schon. Sie lobt erst das Großaufgebot und das Ergebnis des Einsatzes, und sie stellt anschließend die Frage, ob es rechtmäßig ist Menschen aufgrund ihres Aussehens zu überprüfen.

Dass diese Aussage von einem durch alle möglichen Ereignisse und Debatten der letzten Jahre aufgewiegelten invers-politisch-korrekten Mob verwendet wird, um sie und andere, die eine im Kern berechtigte Frage aufwerfen, niederzuwalzen, ist für mich eher ein Skandal als die Äußerung an sich. Es handelt sich um eine gezielte Skandalisierung, um kritisches Denken zu unterdrücken.

Es besteht IMMER das Recht UND die Pflicht staatliches Handeln zu hinterfragen. Ohne es zu skandalisieren. Ohne Fakten zu ignorieren. Beides hat Frau Peter auch nicht gemacht. Sie hat das Ergebnis des Polizeieinsatzes gelobt und darüber hinaus die Frage aufgeworfen, ob das Ergebnis mit einwandfreien Mitteln erreicht wurde.

Was sich Frau Peter vorwerfen lassen muss ist, dass sie taktisch unklug gehandelt hat. Sie hätte sich bedeckt halten sollen, bis sie ein paar mehr Fakten kennt. Dann hätte man eventuelle Fehlentscheidungen oder Probleme immer noch thematisieren können. Ihre Äußerung war eine politische Trottelei, die viel politisches Kapital kostet. Unter anderem, weil alle, die die Grünen sowieso schon aus Prinzip hassen ( Hallo Wolter) jetzt wieder einen Sandsack haben, auf den sie gefahrlos und selbstgerecht einprügeln können.

Nach allem, was man heute weiß, also vier Tage später, scheinen die Mittel der Polizei jedenfalls in Ordnung gewesen zu sein. Das war aber am 1. Januar noch nicht in dieser Klarheit erkenntlich. Es konnte durchaus der Eindruck entstehen, dass die Polizei primär nach Aussehen vorgegangen ist. Und das wäre eben eine Verletzung von Grundrechten.

Es gibt einen intelligenten Bericht der FAZ über die Klientel, die von der Polizei dieses Jahr gestoppt wurde und letztes Jahr leider nicht: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/silve...ter-14604922.html

Nach Lektüre des FAZ-Artikels stellt sich mir die Frage, was Behörden und Politik nun unternehmen wollen, damit die dem kriminellen Milieu zuzurechnenden „Nordafrikaner“-Gruppen keine Probleme mehr bereiten können. Es stellt sich die Frage, warum und wie lange sie überhaupt noch hier sind, wenn sie doch gar kein Anrecht darauf haben hier zu sein und sich allem Anschein nach auch nicht in unsere Zivilgesellschaft einordnen wollen.


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Oxford
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BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 12:32                                  +/-

Die Grünen haben Peter doch selbst am lautesten kritisiert. Teilweise so heftig, dass ich mir dachte: "Hoppla, da liegt der Hase aber offenbar ganz woanders im Pfeffer...".


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 12:49                                  +/-

Das ist natürlich auch als Versuch zu werten, den Verlust an politischem Kapital einzudämmen und die Kritik an den Grünen zu übertönen.


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Bard
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BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 14:15                                  +/-

Thanil
Es stellt sich die Frage, warum und wie lange sie überhaupt noch hier sind, wenn sie doch gar kein Anrecht darauf haben hier zu sein und sich allem Anschein nach auch nicht in unsere Zivilgesellschaft einordnen wollen.


Du erinnerst dich daran, wie schwer es war, Anis Amri loszuwerden? Tunesien, Algerien und Marokko werden sich sicherlich nicht um die Jungs reißen. Vor 6 Monaten sah es so aus:

http://www.deutschlandfunk.de/kooperation-mit-marokko-abschiebungen-kommen-nicht-voran.1773.de.html?dram:article_id=357212
Die Statistik des Bundesinnenministeriums zeigt: Nach Algerien konnten in den ersten vier Monaten dieses Jahres gerade mal 35 Abschiebungen abgeschlossen werden. Nach Marokko 25. Keine Beschleunigung im Vergleich zum Vorjahr, in beiden Fällen. Nur Tunesien sieht etwas besser aus, dorthin wurden bis Ende Mai 50 Ausreisepflichtige abgeschoben - dreimal so viele wie im ganzen Jahr 2015.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 14:18                                  +/-

Denn die Beamten fanden heraus, dass nur 0,5 Prozent der nach Köln gekommenen Syrer bei Straftaten auffallen, während 40 Prozent der in der jüngeren Vergangenheit nach Köln gezogenen Marokkaner, Tunesier und Algerier straffällig werden.


Autschn. Das ist schon extrem. Überrascht


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 05.01.2017, 14:27                                  +/-

@Bard: Sicher, aber damit lieferst du ja lediglich weitere Facetten der Problemanalyse. Die Schwierigkeiten beim Thema Abschiebung sind bekannt und werden seit etwa einem Jahr regelmäßig aus allen Richtungen beleuchtet. Jetzt müssen Lösungen her.

Ich denke einerseits muss die Bundesregierung mehr Druck auf Algerien, Marokko, Tunesien und Co. ausüben, ihre bei uns nicht bleibeberechtigten Staatsangehörigen wieder aufzunehmen. Das geschieht ja auch schon teilweise (muss allerdings dann bald auch mal Ergebnisse bringen, ansonsten muss mehr Druck aufgebaut werden). Und andererseits – siehe Amri, siehe die Silvester-Täter von letztem Jahr, siehe die angeblich 40 Prozent kriminell auffällig gewordenen „Nordafrikaner“ in Köln – muss eine Lösung für die Zwischenzeit her.

Wenn die Behörden beispielsweise jemanden als „Gefährder“ identifiziert haben, der kein Bleiberecht hat, dann sehe ich derzeit keine zwingende Notwendigkeit, dass derjenige frei herumlaufen darf. Das kann man vielleicht noch zulassen, wenn die Behörden ihn wirklich im Griff haben (z. B. durch Observation oder Meldeauflagen --> siehe z. B. der Umgang mit Hooligans, die sich vor und während Spielen bei der Polizei melden müssen), aber das muss dann auch sicher gestellt sein. Ansonsten muss die Antwort bei „ausreisepflichtigen Gefährdern“ wohl Abschiebehaft lauten.

Und das gilt im Umkehrschluss vielleicht auch für vergleichsweise harmlos aussehende Kleinkriminelle (die 40 Prozent).

Ich denke mal nichts von dem, was ich hier schreibe, ist ungewöhnlich oder ein großer Umschwung. Vielleicht braucht man dafür nicht einmal große Gesetzesänderungen. Möglicherweise müssen schlicht die bestehenden Regeln konsequenter angewendet werden. Möglicherweise ist es auch „nur“ eine Frage der Personalausstattung, der Budgets und des Informationsaustauschs der beteiligten Behörden.


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BeitragVerfasst am: 06.01.2017, 21:01                                  +/-

Wer sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen möchte und nicht nur nach der nächsten Schlagzeile einen raushauen will, dem empfehle ich noch die Lektüre dieses Artikels:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2...r/komplettansicht

Zitat:
Der Wissenschaftler warnt zudem, die jungen Flüchtlinge über einen Kamm zu scheren. In Wahrheit gebe es zwei Gruppen. Da seien zum einen Berufskriminelle, junge Maghrebiner, die sich als Trickdiebe verdingen. Sie träten häufig in Gruppen auf, vermutlich gelenkt durch mächtige Leute im Hintergrund. Und da gebe es andererseits jene Gestrandeten. "Diese jungen Leute haben hierzulande keine Chance, etwas zu werden. Zugleich haben sie aber auch keine Möglichkeit, aus diesem aussichtslosen Leben auszusteigen", sagt Berrissoun. Deshalb sei die Gefahr groß, dass sie abrutschten und als Mitläufer bei den organisierten Kriminellen landeten.

Zurück bleibt der Eindruck, dass man es in Köln mindestens so sehr mit einem sozialen wie mit einem kriminellen Problem zu tun hat. Polizeipräsident Mathies jedenfalls erwartet, dass die Ursachenforschung noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird.


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BeitragVerfasst am: 06.01.2017, 21:23                                  +/-

Thanil


Ich denke einerseits muss die Bundesregierung mehr Druck auf Algerien, Marokko, Tunesien und Co. ausüben, ihre bei uns nicht bleibeberechtigten Staatsangehörigen wieder aufzunehmen. Das geschieht ja auch schon teilweise (muss allerdings dann bald auch mal Ergebnisse bringen, ansonsten muss mehr Druck aufgebaut werden). Und andererseits – siehe Amri, siehe die Silvester-Täter von letztem Jahr, siehe die angeblich 40 Prozent kriminell auffällig gewordenen „Nordafrikaner“ in Köln – muss eine Lösung für die Zwischenzeit her.



Natürlich muss man alle Möglichkeiten ausloten, um Druck auf die beteiligten Maghreb-Staaten (und andere Länder mit Blockadehaltung) auszuüben, das wird ja von allen Seiten betont. Und zwar schon seit Monaten und Jahren.

Letztlich ist man aber halt leider nicht in der Position, sie zu irgendetwas zwingen zu können. Bei einer Abschiebung müssen halt immer zwei Länder mitziehen, das abschiebende und das aufnehmende Land. Wenn das nicht erfolgt, weil eine Seite konsequent abblockt, hat man ein Problem. Und dagegen kann dann auch die härteste Abschiebepolitik und die großspurigsten Ankündigungen nichts ausrichten.

Die Konsequenz ist dann ein Stau von hunderttausenden Menschen, die das Land eigentlich verlassen müssten, die aber dennoch über Monate und Jahre hier verbleiben, ohne wirkliche Perspektive. Mit negativen Folgewirkungen vielfältiger Art, u.a. auch für die Flüchtlinge, die rechtmäßig hier Aufnahme finden.

Das mag wiederum nur Problemanalyse sein, aber einen wirklichen Lösungsansatz für das ganze Dilemma sehe ich momentan nicht. Und ich fürchte, das dürfte der Politik nicht anders gehen.


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