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Star Wars - A new Thread
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Bard
Ewig Erste Liga


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BeitragVerfasst am: 18.12.2016, 01:12                                  +/-

Es ist ein solides, wenn auch nicht unbedingt unverzichtbares Anhängsel der Originaltrilogie, das aber wieder mal altbekannten Mustern folgt. Als Standalone-Film funktioniert Rogue One eigentlich nur bedingt, es erinnert mehr an ein sehr teuer produziertes Serienspecial.

Spoiler:
Wie schon von Eiranion angerissen: Die Hauptfiguren hätten durchaus ein wenig mehr Hintergrund und eine detailliertere Charakterzeichnung sowie auch eine stärkere Bindung untereinander verpasst bekommen können, bevor sie schließlich am Ende das Zeitliche segnet. Dann hätte das auch eine stärkere emotionale Durchschlagskraft. Grundsätzlich finde ich es ganz erfrischend, dass sie diesmal nicht auf wundersame Weise sämtlichen Blasterschüssen, Explosionen und Planetenuntergängen entkommen, sondern ein Himmelfahrtskommando tatsächlich ein Himmelfahrtskommando bleibt, mit allen Konsequenzen. Allerdings waren sie hier auch entbehrlich, da es keine nächste "Episode" geben wird, in der sie noch gebraucht würden. Von einem realistisch anmutenden Kriegsfilm zu sprechen, wäre aber auch übertrieben, dafür ist es halt doch zu sehr Star-Wars-Märchen. Die Story ist eher schlicht und stringent (bis auf den Anfang, der sich durch zu hektische Handlungssprünge auszeichnet), der Klimax ähnelt dem "bewährten" Ende von mittlerweile mehreren SW-Filmen (Weltraumschlacht, Expeditionstrupp am Boden, der irgendetwas aktivieren/deaktivieren muss und dabei von Sturmtruppen gestört wird, Explosion am Ende, Rebellen gewinnen). CGI-Tarkin und CGI-Leia sind interessante Spielereien, die aber dennoch eher künstlich wirken. Ansonsten gilt hinsichtlich Look-and-feel etc. ebenfalls das Disney-Rezept von Episode 7: Keine Experimente, bloß nicht die Fans vergrätzen. Ich bin am Ende weder besonders enttäuscht, noch besonders begeistert aus dem Kino spaziert. War ok, aber auch nicht viel mehr.


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BeitragVerfasst am: 18.12.2016, 19:11                                  +/-

Der Film ist ok. Hätte ein bisschen starwariger sein können. Der letzte Film hatte da mehr Retro-Charme, so dämlich er auch konstruiert war. Der hier ist jetzt halt ein solider, etwas kühler Actionfilm.

Nicht ok aber sind Kinozuschauer, die pausenlos quatschen, auf Handys rumdaddeln und ständig rein und rauslaufen Mit den Augen rollen Blockbusterpublikum ist echt immer nochmal ne Ecke schlimmer.

Ich roote ja nur noch fürs Imperium, weil es mich so ärgert, dass die sich dauernd von diesen ungewaschenen Rebellen so auf der Nase herumtanzen lassen müssen. Das Imperium hat in 5 Filmen die materielle Überhand und verliert jedesmal. Das gibt's doch nicht! Die müssen doch auch mal was gewinnen? Die stellen sich so dumm an, das regt mich auf. Und die Rebellen schaffen ja auch keinen galaktischen Frieden, wie wir wissen, nicht mal nach Ep6. Die sorgen nur für ein verlängertes Leiden mit ihrem Starrsinn.

Außerdem möchte ich echt mal wissen, was diese kleinen Metallgegenstände für eine Bewandnis haben, die die ständig in so aufgenähten Taschen am Körper tragen. Speziell die Imperialen. Meist am Oberarm und im Brustbereich. Sehen aus wie dicke Kulis oder kleine Taschenlampen. Was machen die? Müssen ja wichtig sein, wenn man die immer dabei haben muss. Werden aber nie benutzt.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016, 19:32                                  +/-

Nichtraucher
Ich roote ja nur noch fürs Imperium, weil es mich so ärgert, dass die sich dauernd von diesen ungewaschenen Rebellen so auf der Nase herumtanzen lassen müssen. Das Imperium hat in 5 Filmen die materielle Überhand und verliert jedesmal. Das gibt's doch nicht! Die müssen doch auch mal was gewinnen? Die stellen sich so dumm an, das regt mich auf. Und die Rebellen schaffen ja auch keinen galaktischen Frieden, wie wir wissen, nicht mal nach Ep6. Die sorgen nur für ein verlängertes Leiden mit ihrem Starrsinn.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 18.12.2016, 21:15                                  +/-

Wir waren ja gestern auch drin. Es fällt mir etwas schwer über die Continuity-Probleme hinwegzusehen. In „A New Hope“ hieß es, „Rebel spies“ hätten die Pläne des Todessterns „gestohlen“. Nachdem ich jetzt „Rogue One“ gesehen habe, erscheint das als die Untertreibung des Jahrtausends. Von Stehlen und von Spionen kann ja eigentlich keine Rede sein. Das war ja ein kriegerischer Raubzug. Auch der direkte Übergang, den sie mit der Flucht von Leias Raumschiff geschaffen haben, überzeugt nicht. Zitat aus dem Script von „A New Hope“:

Zitat:
Lord Vader, I should have known.
Only you could be so bold. The
Imperial Senate will not sit for
this, when they hear you've attacked
a diplomatic...


Ja nee, is klar. Schwaad doch keine Driss. Das ist ja wirklich eine Beleidigung der Intelligenz von Darth Vader, schließlich haben sie sich quasi kurz zuvor noch gegenseitig zugewunken, als Leia mitten in der Schlacht um die Todesstern-Pläne dabei gewesen ist, im Flaggschiff der Rebellen hähö

Danach sagt Vader noch: „I have traced the Rebel spies to her. Now she is my only link to find their secret base!“ Aha, „traced to her“. Naja, whatever. Was sich in „A New Hope“ wie ein Spionagespiel anhörte, ist jetzt also ein bewaffneter Raubüberfall mit endzeitlich wirkender Schlacht geworden, an der nicht nur die gesamte Rebellenflotte teilgenommen hat, sondern auch noch mehrere Sternenzerstörer UND der neue Todesstern. hähö

Wischen wir das mal beiseite. Mein wichtigster Eindruck ist: „Rogue One“ ist besser als „The Force Awakens“. Weil er eine eigene Geschichte erzählt und nicht einfach nur aus schlecht zusammengestöpselten Versatzstücken besteht. Insofern: sichtbarer Fortschritt in einer Galaxis weit, weit von hier entfernt.

Dennoch bin ich weit davon entfernt diesen Film zu feiern. (Ihr habt es vermutlich schon erwartet. hähö )

Mein größtes Problem mit dem Film ist: was als Spin-Off-Story angelegt ist, entwickelt sich dann doch noch – warum auch immer – zum x-ten „full fledged prequel“ der Original-Trilogie. Und ich denke das hat mit der Produktionsgeschichte des Films zu tun.

Im Sommer wurde „Rogue One“ den Disney-Studiobossen gezeigt, und die waren angeblich sehr unterwältigt. (Was – ganz wichtig – nicht heißen muss, dass es sich um einen schlechten Film handelte.) Soweit ich das verfolgt habe, forderte man Änderungen. Ich vermute mal, der Film war ihnen nicht „star-warsig“ genug. Also genau das, was PK gerade nach Sicht der bereits „nachgebesserten“ Filmversion noch immer bemängelt. Im Sommer wurden jedenfalls neue Szenen gedreht, es gab sehr teure und umfangreiche Nachdrehs. Meine Vermutung ist, dass die große Endschlacht, Prinzessin Leia, die Szenen von Darth Vader und vieles weitere, das den „nahtlosen“ Übergang in die Originaltrilogie darstellt, „neu“ gemacht wurden. Und dass der Anfang des Films mit den düsteren Szenarien, den halbseidenen Charakteren, den moralisch ambivalenten Handlungen, viel eher dem entspricht, was „Rogue One“ ursprünglich werden sollte.

Ich finde das Endergebnis einfach nicht kohärent. Weder in sich selbst, noch zu den anderen Filmen, insbesondere der Original-Trilogie. Der Übergang zur Original-Trilogie erscheint mir sehr holprig. Auf der Oberfläche wurde darauf geachtet, dass es passt: der Look, die Charaktere wie Leia und Vader. Aber es wurde mal wieder das wesentliche vergessen, nämlich die Story selbst. Würde man „Rogue One“ und „A New Hope“ jetzt nacheinander schauen, es würde einem sicherlich sehr seltsam vorkommen (nicht nur wegen der schlechten CGI-Animationen von Leia und Moff Tarkin).

Schlimmer als das ist aber die fehlende innere Kohärenz. Dadurch, dass der Fokus vor allem im zweiten Teil des Films immer stärker auf Tarkin, Vader und die Schlacht im Orbit verschoben wird, gerät das Schicksal der eigentlichen Hauptfiguren gefährlich in den Hintergrund. Der Fehler wirkt umso schwerer, da durch die Schlacht selbst keinerlei Spannung aufgebaut werden kann. Denn jeder Kinozuschauer WEISS ja mit 100-prozentiger Sicherheit, dass die Mission gelingen wird. Man sitzt also in seinem Sessel und schaut zum x-ten mal dieselbe Raumschlacht. Und es sieht nicht nur so aus wie immer, sondern man weiß auch ganz genau wie es enden wird. Es wurde dann versucht dem ganzen eine Tragik und Tiefgang zu verleihen, indem man sämtliche Angehörige unseres Rebellen-Stoßtrupps auf dem Planeten sterben lässt. Aber diese Tode verlieren mindestens einen Teil ihrer Wirkung dadurch, dass sie zu dem Zeitpunkt weder unangefochten im Mittelpunkt der Handlung, noch im Mittelpunkt des Zuschauerinteresses stehen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen sie nicht, weil wir so viele Szenen aus der Raumschlacht sehen, die aber eigentlich außer Schauwerten zu zeigen die Story nicht vorantreiben, und im Mittelpunkt des Interesses stehen sie nicht, weil wir ja „nur“ sehen, was sie tun, um ein Ziel zu erreichen, dessen Erreichen für uns ohnehin feststeht und keinerlei Spannung beinhaltet. Ihre Handlungen sind aber viel zu schwach motiviert und auch zu „flach“. Es gab nur diese kleine Ansprache von Captain Obvious… äh… Endor, mit der sich die Truppe für die Mission freiwillig gemeldet hat. Das erfüllt gerade einmal die formalen Anforderungen, erlaubt aber keine tieferen Einblicke ins Seelenleben, oder was sie eigentlich auf‘s Spiel setzen, wem ihr Verlust schmerzen wird und warum.

Letztlich hätte ich einfach wirklich gerne den eigentlich geplanten Film „Rogue One“ gesehen. Hell, der Film hieß ja sogar „A Star Wars Story“ und das war für mich das Versprechen, EINE Geschichte im Star-Wars-Universum mitzuerleben, und nicht dann doch wieder kaum verklausuliert ein schon bekanntes Ein- oder Überleitungskapitel DER Geschichte, die wir seit Jahrzehnten sehen.

Anders gesagt: Ich wollte mehr Mads Mikkelsen und weniger CGI-Tarkins. Mehr und tiefergehenden Captain Obvious und weniger x-te Vader-Wichsvorlage.

Wieviel interessanter und spannungsgeladener wäre es gewesen, wenn der Captain wirklich Jins Vater gemeuchelt hätte?

Wieviel interessanter wäre es gewesen, wenn das „Stehlen“ der Pläne einfach nur der Hintergrund gewesen wäre, vor dem sich „A Star Wars Story“ mit einem klaren und auch durchgängigen Mos-Eisley-Flair entfaltet hätte?

Ich sehe verschenktes Potenzial und ich sehe einen Film, der im letzten Moment wieder von Disney in sicheres Fahrwasser gewendet wurde. Play it safe. Das telegraphiert der Film von A bis Z.

Eine Sache habe ich noch: Können wir bitte ENDLICH aufhören die „Strategiebesprechungen“ der Rebellenallianz wie die letzten Scheißhaus-Meetings aussehen zu lassen? Das war ja schon wieder so ein Quatsch wie in „The Force Awakens“. Okay, nicht ganz so bescheuert, aber wieder darf da jeder Hinz und Kunz mitmachen, obwohl es um die größten Staatsgeheimnisse geht. Und am Ende gibt es diesmal nicht einmal einen Schwachsinnsplan, sondern alle machen einfach was sie gerade wollen – und damit gewinnen sie dann auch noch gegen ein hundertmal besser ausgerüstetes, zahlenmäßig und von der Feuerkraft her total überlegenes Imperium. rolling on the floor...

Was soll uns das eigentlich sagen? Jeder versoffene Heckenpenner kann selbst die höchstgesteckten Ziele erreichen? Postfaktische Gesellschaft oder was? hähö

Ich würde mal sagen, über eine 6,5 von 10 kommt der Film bei mir nicht hinaus. Und da ich dasselbe Urteil schon vor einem Jahr über „The Force Awakens“ gesprochen habe, möchte ich meine Wertung dafür rückwirkend senken auf 5,5 von 10.


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Olmops



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BeitragVerfasst am: 18.12.2016, 23:09                                  +/-

Spoiler:

Licht und Schatten.

The Good:
Der Endkampf war extrem lang, aber ich fand es wirklich spannend - obwohl ich theoretisch wußte wie es ausgeht.
Teilweise echt coole Actionszenen. Wie die Rebellenflotte will abhauen. BÄM kommt da so ein Sternzerstörer aus dem Warp und irgendwelche Schiffe zerschellen einfach daran.

Eine Abkehr vom Star Wars-Prinzip des Kampfes der Gut gegen Böse. Es gab viel mehr Graustufen. Die Rebellion ist nicht per definitionem edel und das Imperium nicht erzböse. Es geht um die Skrupellosigkeit einzelner Anführer und deren Partikularinteressen (Karriere), nicht um sowas Bescheuertes wie in Ep 7 (wir sind die erste Ordnung und wollen die Rebellen auslöschen, weil die so unordentlich sind?!?!?). Den einfachen Leuten ist das Imperium erstmal ziemlich egal.
Die Charaktere waren auch glaubwürdiger gezeichnet (Alter etc.) als in Ep. VII.

Es gab ausnahmsweise mal keine Liebesgeschichte.

Der Film hat echt witzige Szenen, ich musste mehrmals lachen. Mein favourite:
"Und wenn sie den Schild nicht öffnen?"
"Dann zerschellen wir daran und treiben tot durchs Vakuum."
K2-SO: "Ich nicht. Ich kann im Vakuum überleben." rolling on the floor...

Auch hatte ich den Eindruck, dass der Film sich durch treue Orientierung an den Requisiten aus Ep. IV sich selbst etwas auf die Schippe nimmt, bzw. dadurch zu einem erstklassigen Retro-Science-Fiction-Film wird.
In EP I-III hatte man immer das Gefühl, dass die zeitlich vorher spielenden Teile eigentlich moderner waren, was ja nicht passt.
Aber jetzt habe ich immer schmunzeln müssen über die 70er-Jahre-Schnauzbärte und Frisuren, die pummeligen Rebellenpiloten, die pixeligen Display-Grafiken usw.
Die Krönung war der Archiv-Turm. Natürlich gab es einen bodenlosen Abgrund ohne Geländer - Standard-Imperiumstechnologie halt. Aber dann müssen die die Datei mit so einem Kirmes-Greifer aus dem Kassettenstapel ziehen - das passte wie die Faust aufs Auge! Genau wie diese Bandarchivierungsroboter damals. Spitze
Auch ansonsten diese typische Schwachsinnstechnologie; Hauptschalter an irgendwelchen Terminals mitten im Gelände.... dann diese Funkantenne, die man erst mit dem Joystick manuell positionieren muss. I lol'd. Großartig. (als ob die Antenne mal irgendwo anders hätte hinzielen müssen außer auf das einizge Fenster in dem Schild)

Die Anspielungen auf die alten Teile waren auch genau richtig dosiert (fand ich). 5 Sekunden C-3PO und R2-D2 - mehr nicht.

The Bad:
Warum muss das WIEDER ein Familiendrama sein? Geht nicht mal irgendein Film ohne dass irgendwer von irgendwem der Vater ist???
CGI-Tarkin (und Leia): coole Idee, die wiederzubeleben, aber leider ist die Technik noch nicht so weit.... Die Gesichter fielen noch ins "uncanny vale" und wirken puppenhaft künstlich. Leider daher etwas missglückt. Da hätte man vielleicht mit etwas anderer Beleuchtung (Schatten) besser sein können.
Vader: der hatte eine sehr gute Szene als er diesem Direktor begegnet ("Seht zu, dass ihr nicht an Eurem Ehrgeiz erstickt" *forcewürg*) und dafür aber mindestens zwei bescheuerte:
1. seine Badewanne in Minas Morgul. Was? Hatte da das Testpublikum Probleme mit der Freund-Feind-Kennung und sie wollten noch kurzfristig klarstellen wer die Bösen sind (sehen böse aus, wohnen in schwarzen Türmen auf Lavaplaneten).
2. Vader metzelt im Alleingang Dutzende von Rebellen in deren Flaggschiff nieder, die sich die Diskette mit den Todessternplänen zuwerfen. Für mich die sinnloseste Szene im ganzen Film. Was soll das? Und wieso macht der das? Zum Vergleich sein erster Auftritt in Episode IV: Sturmtruppen schießen genau dieselben Rebellen nieder und er steigt nur lässig als letzter über die rauchenden Trümmer. So macht das ein stilvoller Bösewicht. Das andere ist eher für so Möchtegern-Schurken mit Ego-Problemen wie Kylo Ren.

Warum sind die Sturmtruppen so schwachsinnig??? Immer quellen die hordenweise wie die Lemminge aus irgendwelchen Korridoren ungeschützt genau ins Mündungsfeuer der Feinde.

The Ugly:
Was mich am allermeisten an dem Film stört, ist, dass Menschenleben so sinnlos verschlissen werden. Ok, war ein Kriegsfilm, ok das war ein Himmelfahrtskommando und dass er kein klassisches Happy End hatte ist auch mal glaubwürdig und nicht völlig abgedroschen, aber ...
Die Rebellen am Anfang gebärden sich wie IS-Terroristen und werden trotzdem als nette Leute dargestellt. Das war das eine.
Dann wird wirklich SÄMTLICHES Personal umgebracht, inklusive Rebellenflotte, hunderte von Strumtruppen und Statisten. Und die halben Schauplätze mit Massenvernichtungswaffen ausgerottet.
Unterm Strich:
Pädagogisch überhaupt nicht empfehlenswert.
Ich finde, das kann man als Disney nicht bringen. Wie kann aus einer auf wirtschaftliche Interessen ausgerichteten Unterhaltungsmaschinerie sowas rauskommen? Bedenklich.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 00:45                                  +/-

Olmops Kritik trifft es sehr gut, so empfand ich das auch. Gerade die Kostüme und Frisuren und Architekturen waren schon sehr schön retro-ironisch. Die Brille, die der Pilot dauernd trug, wozu? Er sitzt im Inneren eines Raumschiffs, nicht im Doppeldecker von Richthofen. Zudem war das eine billige Plastikschutzbrille aus dem Baumarkt für 2,50... wie die Skibrillen der Rebellen auf Hoth, die einfach so wie bei Woolworth gekauft waren, verwendet wurden, da wurde vielleicht gerade mal der Herstelleraufkleber abgemacht. Damals hatte das Budgetgründe, hier war das sicher Konzept. Auch die schwachsinnige Architektur des Zentralspeichers des Universums war großartig. Von wegen alles in der Cloud.

Der Blutzoll war mir aber auch zu hoch, das ist ja auch ein Kinderfilm, irgendwie. Das kleine asiatische Mädchen, das Jin gerade noch so heldenhaft gerettet hatte, ist dann wohl auch kurz darauf pulverisiert worden, nehme ich an. Ganz schön zynisch.


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Bard
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 01:09                                  +/-

Nun gut, das Imperium ist halt eine bösartige, quasi-faschistische Militärdiktatur, die zur Sicherung der eigenen Macht (pardon, von Frieden und Stabilität) auch nicht vorm Eliminieren ganzer Welten zurückschreckt. In "Krieg der Sterne" wird auch ein gesamter Planet weggepustet, wobei Millionen oder Milliarden sterben dürften. Davon bekommt man halt außer der Explosion und einem leichten Schwindelanfall bei Obi-Wan nicht viel mit.


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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 10:59                                  +/-

Warwick Davies war ja auch wieder dabei, wieder in totaler Maske hähö Können die den nicht einmal ohne Maske irgendwie einbauen? Als "normaler" Zwerg? Oder ist das halt der running gag?


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 11:30                                  +/-

Bard
Nun gut, das Imperium ist halt eine bösartige, quasi-faschistische Militärdiktatur, die zur Sicherung der eigenen Macht (pardon, von Frieden und Stabilität) auch nicht vorm Eliminieren ganzer Welten zurückschreckt. In "Krieg der Sterne" wird auch ein gesamter Planet weggepustet, wobei Millionen oder Milliarden sterben dürften. Davon bekommt man halt außer der Explosion und einem leichten Schwindelanfall bei Obi-Wan nicht viel mit.


Sehe ich ähnlich. Der Blutzoll in „Rogue One“ an und für sich ist nichts ungewöhnliches für einen Star-Wars-Film. Schon vergessen? Auch in „The Force Awakens“ werden durch den „Starkiller“ wieder ganze Planeten ausgelöscht.

Was man den Filmen jedoch vorwerfen kann ist, wie sie damit umgehen. In „A New Hope“ wird versucht den Zuschauern einen emotionalen Zugang zu diesen unfassbaren Taten zu vermitteln. Es ist Leias Heimatplanet und wir sehen ihre direkte Reaktion darauf. Und wir sehen Ben Kenobis Reaktion, der von „millions of voices“ spricht, die ausgelöscht wurden. In „The Force Awakens“ hingegen gibt es schon fast keine emotionale Verbindung mehr. Immerhin sieht man noch die Sekunde vor dem Einschlag. In „Rogue One“ sieht man weder die Opfer, noch bekommt man die Bedeutung durch die Überlebenden und Zeugen vermittelt. Business as usual. Dabei sollten die Vernichtungstaten des Todessterns ja ein Novum in der Galaxis darstellen und entsprechend gewürdigt werden. So wie der erste Abwurf einer Atombombe über Hiroshima. Nix dergleichen.


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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 13:07                                  +/-

Spoiler:

Genau das.
Es ist haarsträubend, wie der Einsatz von Massenvernichtungswaffen banalisiert wird. Insbesondere in der Schlussszene... Tarkin kommt da triggerhappy mit dem Todesstern angewarpt, ballert "auf kleinster Energiestufe rolling on the floor..." auf die Antenne, um die Datenübertragung zu unterbrechen (!!!) und naja... der Schuss geht durch, trifft 500km weiter in den zufällig dahinter liegenden Ozean und alles Leben auf dem Planeten wird ausgelöscht. Bißchen Schwund ist immer.

Dazu gibts noch ein Dutzend kleiner Szenen, in denen einfach gedankenlos Leute verschlissen werden und keinen interessiert es - nicht mal die Leute selber.
Das ist in so einem Film unverantwortlich.


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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 13:52                                  +/-

In einer Szene liegen lauter gekillte Stormtrooper am Boden, einer hebt aber nochmal den Kopf, da erschießt ihn ein Rebell. Klares Kriegsverbrechen. Und im Kino wurde gelacht. Ich hab da immer mehr ein Problem mit dem gedankenlosen Killen des Kanonenfutters. Die Stormtrooper sind Menschen, oder nicht? Keine Klone mehr. Irgendwann erschießt der Roboter mehrere Stormtrooper, und ich soll jetzt für eine Maschine rooten, die Menschen killt, irgendwie geht das nicht. Kennen die Asimov's laws nicht? Admiral Adama würde sich im Grab umdrehen. Ich werde immer mehr zum Weichei.

Gepostet am 19.12.2016, 12:58:

Ich hab aber auch nicht verstanden, warum sich Jin und Cassian überhaupt in den Straßenkampf in Aleppo einmischen, als die Terroristen den Panzer angreifen. Sie sind ja offiziell einfache Zivilisten, sie sollten wie alle wegrennen und nicht mitschießen, so fliegt ja schon ihre Tarnung auf. Kann es auch sein, dass Cassian sowohl Stormtrooper erschießt, als auch mindestens einen der Extremisten? Ist er einfach triggerhappy?


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Zuletzt bearbeitet von Nichtraucher am 19.12.2016, 14:54, insgesamt einmal bearbeitet
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Olmops



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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 14:12                                  +/-

Ja, der hat auch auf die Islamisten geschossen. Keine Ahnung warum. Deswegen ist der eine auch später bei ihrer Gefangennahme angepisst und kommentiert das.


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 14:22                                  +/-

Er hat ihn erschossen, um Jyn zu retten. Der Typ wollte nämlich gerade eine Handgranate werfen.

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Arianrhod



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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 14:57                                  +/-

Klingt wie ein Film, den ich keinesfalls sehen muss.

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Thanil
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 15:03                                  +/-

Debilitiv.


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Nichtraucher
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 18:32                                  +/-

Wäre diese Aktion, wo das Rebellenschiff den einen Sternenzerstörer in den anderen schiebt und beide kaputtgehen, physikalisch möglich? Weiß das jemand?


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 18:48                                  +/-

Es lässt sich sicherlich ein Rahmenwerk konstruieren, unter dem das möglich wäre.

Das Schiebeschiff muss einen viehischen Antrieb haben etc.


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Triskel
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 19:35                                  +/-

Olmops
Tarkin kommt da triggerhappy mit dem Todesstern angewarpt, ballert "auf kleinster Energiestufe rolling on the floor..." auf die Antenne, um die Datenübertragung zu unterbrechen (!!!) und naja... der Schuss geht durch, trifft 500km weiter in den zufällig dahinter liegenden Ozean und alles Leben auf dem Planeten wird ausgelöscht. Bißchen Schwund ist immer.

Ich weiß auch nicht wie clever es ist sämtliche Baupläne des Imperiums einfach mal zu zerstören. Deshalb hat der Bau des zweiten Todessterns wahrscheinlich auch so lange gedauert.

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Thanil
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 20:08                                  +/-

Eigentlich sogar ziemlich unclever. »Sir! Unsere Todfeinde haben gerade die Pläne zu unserer vernichtendsten Superwaffe geklaut, mit der wir für immer die Galaxis beherrschen können!« »Verstanden! Ich befehle hiermit die Zerstörung unserer einzigen eigenen Kopie der Pläne!«


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Bard
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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 20:36                                  +/-

Vor allem hatten sie ja schon gerochen, dass vom Erbauer möglicherweise eine Falle eingebaut worden sein könnte. Das es dieser seltsame Schacht direkt zum Reaktorkern sein könnte, darauf kommt natürlich kein Mensch.


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BeitragVerfasst am: 19.12.2016, 20:52                                  +/-

Vielleicht ist der in den Bauplänen aber gar nicht in dieser Sichtbarkeit eingezeichnet Yes

Gepostet am 19.12.2016, 19:53:

Obwohl, dann würde sogar der Plot wieder einen Sinn ergeben, denn nach der Schlacht um die Pläne haben die Rebellen die Pläne und das Imperium nicht mehr. Es kann also keiner vom Imperium mehr nachschauen hähö


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Warg



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BeitragVerfasst am: 24.12.2016, 00:48                                  +/-

Oh mann. Carrie Fisher scheint einen Herzanfall während eines Fluges von London nach LA erlitten zu haben. Wenn 2016 jetzt auch noch Prinzessin Lea nimmt, dann flipp ich aber aus!

Gute Besserung!


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