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Fremde und ihre Feinde
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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 19:02                                  +/-

Fortsetzung dieses Threads


_________________
„Scientists told them, it was a really bad idea. They didn‘t listen.“ – „That‘s going to be carved on humanity‘s gravestone.“

Zuletzt bearbeitet von Thanil am 12.01.2016, 22:05, insgesamt einmal bearbeitet
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Bard
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 19:17                                  +/-

Oxford
Für ein geiler, langer, launig geschriebener, intelligenter Artikel rolling on the floor...
[url=www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/sexmob-koeln-kriminalitaet-strafrecht-fischer-im-recht/seite-3][/url]


Die sich wie überall übergebenden britischen Domstadtbesucher lassen wir hier beiseite, um nicht unnötige Ressentiments zu schüren.


Of course... Na warte...


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Strong, not entirely stable, leadership.
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Celebrian
Katen-Löwin


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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 20:05                                  +/-

Zum "Anmachzettel": Ich finde die keineswegs so lächerlich. Es ging ja wohl - wie oft bei sexueller Gewalt - nicht um Sex, sondern um Macht. Ein Gelingen des "Anmachspruchs" ist keine sexwillige Frau, sondern eine gedemütigte, heulende (bzw. ein sich geil fühlender Mann).


Zu den Nachwehen um DMolloys Artikel:


Oxford
Denn in dem Artikel werden schon ziemlich viele Klischees bedient. Ich kenn blonde Frauen, die sich in arabischen Ländern unbehelligt und unbelästigt bewegt haben. Einer ganzen Kultur pauschal in die Vergewaltigerecke zu stellen, finde ich einfach krank.


Hm, für mein Empfinden sagt der Artikel lediglich das, was Du selbst zwei Sätze später feststellst:
Oxford
Das Frauenbild des Islam halte ich allerdings ebenfalls für krank.


Wobei der Artikel das natürlich politisch korrekter formuliert. ;)

Oxford
Das der katholischen Kirche war es aber ebenfalls lange Jahre.

Ist es immer noch. Nur ist der Einflußbereich der katholischen Kirchen hierzuwesten enorm geschrumpft, und genau da würde ich auch Chancen für den Islam sehen: Säkularisierung. Der immer mehr an Boden gewinnende Salafismus ist nur halt leider die Gegenrichtung. Das ist übrigens ein Dreh aus dem von Gimli verlinkten Artikel, den ich für komplett falsch halte - sinngemäß: "Der Islam verlangt Affektkontrolle, er kann uns also helfen, das Frauenproblem anzugehen." Ähm. Die sexuelle Revolution für beide Geschlechter wär mir doch irgendwie lieber als die generell religiöse Tradition des Triebverteufelns... Vielleicht könnte man all die eingewanderten jungen Männer für MSM begeistern?

Wenn man akzeptiert oder annimmt, dass die arabische Kultur Frauen nicht respektiert und dass die männlichen Migranten aus dieser Region mit dieser "Kultur" sozusagen indoktriniert worden sind... was wäre dann die Antwort darauf? Alle ausweisen? Oder nur die, die sich daneben benehmen? Und wo ist da die Grenze?

Also - meine Antwort wäre: Selbst wenn es tendenziell zutrifft, kann man das nicht pauschal annehmen, das wäre rassistisch bzw. widerspräche der Unschuldsvermutung. Das ist ja das bittere und trifft sich mit dem, was Du andernorts schriebst: alle Lösungen kosten ein Heidengeld. Denn wenn man irgendwie rechtsstaatlich bleiben will, geht es nur über aufwendige Aufklärungskampagnen einerseits und ausreichend Präsenz geschulter Polizei andererseits. (Okay, rigoroseres Abschieben bei Sexualdelikten wäre schon auch sinnvoll, da muß man eben entsprechend gesetzgeben. Und ich finde meine Idee, bevorzugt flüchtende Frauen einzuladen, nach wie vor nicht schlecht...)

DMolloys Artikel hat ja zwei Grundaussagen. Die eine richtet sich gegen das Frauenbild vieler Araber, gern mit dem Islam pseudolegitimiert. Die andere ist etwa die (oder besser: betrifft die folgende Situation):

Seyran Ates, Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und weitere IslamkritikerInnen: "Es gibt das und das Problem."

Konservative Fraktion mit Schaum vorm Mund: "Ha!!! Jaaaa! Der Muselmann schändet unsere Töchter! Das Schicksal des Abendlandes entscheidet sich am Kopftuch!! (Und wir waren schon immer für die Geschlechtergleichberechtigung!)"

IslamkritikerInnen: "....äh... ähm..." *Hilfesuchendnachlinksschiel*

Linke Fraktion: "...." (Puuuh, die werden sich schon wieder beruhigen, die Mädels, ham wohl ihre Tage.)

IslamkritikerInnen:


Die werden von rechts plötzlich hofiert und von links ignoriert. Beides ist beschissen. Gimlis Reaktion hat mich deshalb so aufgeregt, weil mit sowas genau den "sexistischen, homophoben Arschlöchern", die er kritisiert, in die Hände gespielt wird - man überläßt ihnen den Diskurs.



Zuletzt bearbeitet von Celebrian am 12.01.2016, 20:18, insgesamt 2-mal bearbeitet
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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 20:12                                  +/-

Wollte im Nachrichtenthread auch auf Oxford antworten. Dann war etwas im Forum kaputt – aber hier passt die Antwort sowieso besser:

Oxford
Ich kenn blonde Frauen, die sich in arabischen Ländern unbehelligt und unbelästigt bewegt haben.


"Die Schwägerin meines Kollegen hat aber..."

Der Herr Schirmbeck dürfte nach 10 Jahren Algerien ein paar mehr Geschichten gehört haben, die insgesamt ein deutlich objektiveres Bild ergeben. Vielleicht gibt es für uns Daheimgebliebene ohne nennenswerte Auslandserfahrung gute Gründe, solchen Menschen einfach mal zuzuhören? Aus welchen Fakten ziehst Du denn sonst so Deine Ansicht, dass das alles schon nicht so schlimm sein wird?

Oxford
Einer ganzen Kultur pauschal in die Vergewaltigerecke zu stellen, finde ich einfach krank.


Wo malt er dieses Schwarz/Weiß-Bild denn (bis auf in der unglücklich gewählten Überschrift) – Zitat? Ich erinnere mich eher an Abschnitte wie diesen:

Samuel Schirmbeck
In den zehn Jahren Nordafrika habe ich zugleich viele Musliminnen und Muslime kennengelernt, die diese Sicht auf die „westliche“ Frau abscheulich fanden. Sie hielten großen Abstand zu den Predigern, die die Welt auf letztlich menschenfeindliche Art in „Gläubige“ und „Ungläubige“ einteilten, setzten sich für eine humane, weltoffene Auslegung des Korans ein, schrieben mutig und ungeschützt gegen religiösen Obskurantismus und legten sich mit den mächtigsten Männern ihrer diktatorischen Staaten an, Frauen und Männer, Intellektuelle, Künstler, aber auch unzählige sogenannte „einfache Leute“. Nicht zuletzt ihretwegen blieb ich trotz Todesdrohungen seitens der Fundamentalisten in Algier.


Die Welt ist nie Schwarz/Weiß – es gibt doch immer Tendenzen. Aber wenn in einer Kultur die Tendenz verbreitet ist, dass Männer in der Öffentlichkeit ungestört Frauen belästigen dürfen, niemand dazwischengeht und es sogar genügend soziale Unterstützung für solche Handlungen zu geben scheint dass Gruppenbelästigungen und -vergewaltigungen möglich sind – dann muss das offen kritisiert werden. Sonst kommen wir ja nie weiter mit dieser Menschheit.

Es ging Schirmbeck (und mir mit dem Post) übrigens nicht nur um die Rolle Frau, sondern auch wesentlich um die Gefahren einer ständigen Relativierung in Debatten um den fundamentalistischen Islam – eben weil diese eher die Fundis schützt als jene Menschen unterstützt, die sich aktiv um eine Abwehr des schleichenden Fundamentalismus bemühen. Siehe Islamophobie-Vorwürfe an Aktivisten wie Maajid Nawaz oder Ayaan Hirsi Ali.


Oxford
Das Frauenbild des Islam halte ich allerdings ebenfalls für krank.


"Eine ganze Religion pauschal in die Frauenhasserecke zu stellen finde ich einfach krank."


Oxford
Wenn man akzeptiert oder annimmt, dass die arabische Kultur Frauen nicht respektiert und dass die männlichen Migranten aus dieser Region mit dieser "Kultur" sozusagen indoktriniert worden sind... was wäre dann die Antwort darauf? Alle ausweisen? Oder nur die, die sich daneben benehmen? Und wo ist da die Grenze?


Man soll doch nicht auf eine ganze Religion / Kultur pauschal negatives Licht werfen, sondern sich mit Bestimmt- und Offenheit verdeutlichen, dass es diese Tendenzen bei einem bestimmten Prozentsatz gibt, dass man sich aktiv dagegen wehren muss wenn eine Gesellschaft ihre Freiheitsrechte auf Dauer behalten will, und politisches Handeln davon abhängig machen. Zum Beispiel keine endlosen Zugeständnisse, sondern ein klares "Hier ist Schluss", sobald man Fundamentalismus und Intoleranz fördern würde.

Ist radikale Ausweisung denn die einzige Konsequenz, die Du Dir vorstellen kannst? Dann kannst Du ja nicht anders als relativieren, beschwichtigen und Kritik abwehren.



Zuletzt bearbeitet von DMolloy am 12.01.2016, 20:28, insgesamt einmal bearbeitet
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Euseppus



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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 20:27                                  +/-

Guy
Ich wusste nicht, dass es bisher für die Gerichte so schwer war, eine Vergewaltigung zu erkennen.


Be my guest.
Vor nicht mal einem Jahr habe ich mich ja ziemlich schwergetan, darzulegen, dass Vergewaltiger in der BRD ziemlich ungeschoren davonkommen und dass das vielleicht gar nicht soo geil ist, wie es aktuell läuft.
Nur als Beispiel ein Kommentar von Tyler von damals zum gleichen Themenkomplex:

Ich glaube, das Problem ist nicht, dass Vergewaltiger nicht hart genug bestraft werden, eine Haftstrafe deswegen ist ja schon das Ende einer bürgerlichen Existenz mit Jobverlust und anschließender sozialer Ausgrenzung, sondern dass es schwierig ist überhaupt zu einer Verurteilung zu kommen. Im Zweifel steht halt Aussage gegen Aussage.


Aber kaum wird in Köln mal genügend Frauen an den Busen gegrabbelt und kann in die öffentliche Empörung miteimstimmen, findet auch die Kneipe auf einmal, dass an der Strafhöhe mal gedreht werden sollte. Aha. Na Glückwunsch.

Oxi: Einen Teil deiner Kommentare zum Erleben von Frauen all over the world finde ich wirklich sehr schwer erträglich.
Nur als Beispiel eines Deiner letzten Postings dazu:
Denn in dem Artikel werden schon ziemlich viele Klischees bedient. Ich kenn blonde Frauen, die sich in arabischen Ländern unbehelligt und unbelästigt bewegt haben.

Sogar gegenüber Erhebungen, die besagen, wie viele Frauen wie stark unter Seximus und Tätlichkeiten neigen, kommt bei Dir das nachweislich und auch in diesem Forum als absolutes No-Go geltende Argument - das auch Dir als solches bekannt ist - : "Also ich erleb das völlig anders (bzw. "kenne keine Frau (klar, belästigte und vergewaltigte Frauen schmeißen mit solcherlei Erlebnissen bekanntermaßen ja um sich Mit den Augen rollen ) also kann das ja so nicht sein!" Smilie

Ich habe mich drei Jahre täglich um ein Vergewaltigungsopfer gekümmert. Vorher war der ganze Komplex für mich insofern kein Thema, als ich zwar wusste, dass es Vergewaltigungen gibt, aber mich ging das halt persönlich nichts an.
Nur: Ich renne seitdem nicht rum und sehe jede Frau als potentielles Vergewaltigungsopfer und oams Hascherl, nur weil ich selber ein entsprechendes intensives Erlebnis hatte.
Du hingegen konstruierst aus "selber nix erlebt" den heiligen Gral der Forumsargumentation. Grande. Und alles, was in oben benanntem Bericht von Frauenseite dazu erzählt wird, allen Ernstes als "viele Klischees bedienen" zu bezeichnen..... Wow. Wirklich: Wow.
Ehrlich, Oxi. Seit dem "Feminismus-Gate" habe ich oft das Gefühl, Du hast da ein kleines Gerätelein auf dem Kopfe sitzen, das beim Öffnen Deinerseits eines Threads mit annähernden "frauenthematischem" Inhalt ein kleines Löchlein in Deiner Schädeldecke hineinsägt und Dir dann dort nach Anwerfen eines summenden kleinen Motörchens nach kurzer Vorarbeitszeit hineinscheißt. Yes


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"Jeder spricht Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut." (Michel de Montaigne)
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Oxford
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 20:45                                  +/-

Zum "Anmachzettel": Ich finde die keineswegs so lächerlich. Es ging ja wohl - wie oft bei sexueller Gewalt - nicht um Sex, sondern um Macht. Ein Gelingen des "Anmachspruchs" ist keine sexwillige Frau, sondern eine gedemütigte, heulende (bzw. ein sich geil fühlender Mann).


Vielleicht bin ich kein "Mann"? Denn ich kann diese Denkweise(?) oder dieses angebliche Machtgefühl, das du beschreibst, auf keinem Level in auch nur der kleinsten Weise nachvollziehen. Das verschließt sich mir komplett.

Gepostet am 12.01.2016, 20:48:

Hm, für mein Empfinden sagt der Artikel lediglich das, was Du selbst zwei Sätze später feststellst


Das ist Wunschdenken. Der Artikel sagt ganz klar, dass keine Frau in muslimischen Ländern (bzw. nordafrikanischen) ohne Belästigung auskommt.

Wirklich nicht? Der Unterschied liegt darin, dass die sexuelle Gewalt in Nordafrika und im Nahen Osten zum Alltag gehört und dass in dieser Hinsicht dort permanent „Oktoberfest“ und „Karneval“ ist, denen sich keine Frau entziehen kann, indem sie diese Veranstaltungen meidet. Die Gewalt beginnt vor der Haustür auf der Straße. Nawel, eine algerische Mitarbeiterin, berichtete mir von regelmäßigen Übergriffen im Bus. Obwohl sie eigentlich die Verschleierung ablehnte, verhüllte sie sich für die Fahrt mit einem Hijab (Kopftuch). Das hielt Männer im Gedränge nicht davon ab, sich durch Reibung an Nawels Körper Befriedigung zu verschaffen. [...]

Sexuelle Übergriffe sind in islamischen Ländern die Regel und nicht Ausnahmen. Eine Muslimin kann in Deutschland den Bus nehmen, ohne befürchten zu müssen, begrabscht zu werden, eine Europäerin in Nordafrika kann das nicht. Davon konnte ich mich während meines zehnjährigen Aufenthaltes in Algerien und Marokko überzeugen. Eine Muslimin kann in Deutschland auf den Markt gehen, ohne plötzlich Männerhände am Hintern zu spüren, eine Europäerin kann das in Nordafrika nicht.


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Celebrian
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 21:03                                  +/-

Oxford
Zum "Anmachzettel": Ich finde die keineswegs so lächerlich. Es ging ja wohl - wie oft bei sexueller Gewalt - nicht um Sex, sondern um Macht. Ein Gelingen des "Anmachspruchs" ist keine sexwillige Frau, sondern eine gedemütigte, heulende (bzw. ein sich geil fühlender Mann).


Vielleicht bin ich kein "Mann"? Denn ich kann diese Denkweise(?) oder dieses angebliche Machtgefühl, das du beschreibst, auf keinem Level in auch nur der kleinsten Weise nachvollziehen. Das verschließt sich mir komplett.


Das freut mich, und ich glaube es gern. Nimm es als Zeichen, daß hier und andernorts keinesfalls Männer pauschal verurteilt werden. Yes

Zum Rest: Geschenkt. Mit "keine Frau" überspitzt der Artikel sicherlich. Mit solchen Pauschalformulierungen tut man der eigenen Sache leider keinen Gefallen.

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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 21:14                                  +/-

Oxford
Das ist Wunschdenken. Der Artikel sagt ganz klar, dass keine Frau in muslimischen Ländern (bzw. nordafrikanischen) ohne Belästigung auskommt.


Mag sein dass er überspitzt, aber was Du hier sagst passt logisch nicht damit zusammen:

Oxford
Denn in dem Artikel werden schon ziemlich viele Klischees bedient. Ich kenn blonde Frauen, die sich in arabischen Ländern unbehelligt und unbelästigt bewegt haben. Einer ganzen Kultur pauschal in die Vergewaltigerecke zu stellen, finde ich einfach krank.


Er schreibt nicht, dass jeder Araber / Muslim ein Vergewaltiger ist – ganz im Gegenteil. Er schreibt, dass sich eine Frau in diesen Gesellschaften kaum vor Übergriffen schützen kann. Weil es so viel verbreiteterer / akzeptierter ist als in anderen Gesellschaften.

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Oxford
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 21:19                                  

Siehe Islamophobie-Vorwürfe an Aktivisten wie [...]Ayaan Hirsi Ali.


Das hat sie sich aber teilweise auch selbst zuzuschreiben. Wenn man es ernst meint, arbeitet man als Ayaan Hirsi Ali nicht mit einem Geert Wilders zusammen. Der Feind meines Feindes ist nicht immer mein Freund.

Gepostet am 12.01.2016, 21:26:

DMolloy

Oxford
Denn in dem Artikel werden schon ziemlich viele Klischees bedient. Ich kenn blonde Frauen, die sich in arabischen Ländern unbehelligt und unbelästigt bewegt haben. Einer ganzen Kultur pauschal in die Vergewaltigerecke zu stellen, finde ich einfach krank.


Er schreibt nicht, dass jeder Araber / Muslim ein Vergewaltiger ist – ganz im Gegenteil. Er schreibt, dass sich eine Frau in diesen Gesellschaften kaum vor Übergriffen schützen kann. Weil es so viel verbreiteterer / akzeptierter ist als in anderen Gesellschaften.


Ja, ist es auch. Einfach deswegen weil die Säkularisierung des Islam keine Fortschritte macht (verglichen mit dem Christentum über die letzten Jahre) und die politischen Regime in vielen muslimischen Ländern gelinde gesagt rückständige Diktaturen sind, in der eine auch nur ansatzweise liberale Gesellschaft niemals existieren könnte.

Aber "ganz im Gegenteil"? Mit den Augen rollen Nein, er schreibt schon mehr oder weniger eindeutig, dass so ein Verhalten nicht nur akzeptiert ist, sondern auch von fast allen Männern öffentlich ausgeführt wird.

Gepostet am 12.01.2016, 21:30:

Celebrian

Zum Rest: Geschenkt. Mit "keine Frau" überspitzt der Artikel sicherlich. Mit solchen Pauschalformulierungen tut man der eigenen Sache leider keinen Gefallen.


"Der eigenen Sache".... welche Sache denn? Also hat der Mann eine Agenda? Wieso muss jeder eine Agenda haben? Ich hab das Gefühl, dass es überhaupt nicht mehr um Objektivität geht, sondern nur darum, wer "Köln" jetzt am besten für seine Weltsicht instrumentalisieren kann. Das frustiert mich ohne Ende. Sobald man sich gegen Leute mit einer Agenda wendet, argumentiert man fast zwangsläufig aus einer Gegenposition heraus, in die man (zumindest ich) aber nicht gedrängt werden will.

Gepostet am 12.01.2016, 21:33:

Euseppus
Oxi: Einen Teil deiner Kommentare zum Erleben von Frauen all over the world finde ich wirklich sehr schwer erträglich.
Nur als Beispiel eines Deiner letzten Postings dazu:
Denn in dem Artikel werden schon ziemlich viele Klischees bedient. Ich kenn blonde Frauen, die sich in arabischen Ländern unbehelligt und unbelästigt bewegt haben.

Sogar gegenüber Erhebungen, die besagen, wie viele Frauen wie stark unter Seximus und Tätlichkeiten neigen, kommt bei Dir das nachweislich und auch in diesem Forum als absolutes No-Go geltende Argument - das auch Dir als solches bekannt ist - : "Also ich erleb das völlig anders (bzw. "kenne keine Frau (klar, belästigte und vergewaltigte Frauen schmeißen mit solcherlei Erlebnissen bekanntermaßen ja um sich Mit den Augen rollen ) also kann das ja so nicht sein!" Smilie


Ich hab damit lediglich auf die anekdotische Beweisführung des Autors aus DMolloys Artikel geantwortet. Der führt zwei anekdotische Behauptungen auf und leitet ab, dass in Algerien alle Frauen ständig und jeden Tag belästigt werden. Ich kenne Frauen, die über Wochen in arabischen/muslimischen Ländern unterwegs waren, die keine derartigen Erfahrungen gemacht haben.


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Celebrian
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 21:36                                  +/-

Oxford
Nein, er schreibt schon mehr oder weniger eindeutig, dass so ein Verhalten nicht nur akzeptiert ist, sondern auch von fast allen Männern öffentlich ausgeführt wird.


Äh - das nun doch nicht. Geht eher in die notallmen but yesallwomen Ecke.

Oxford

"Der eigenen Sache".... welche Sache denn? Also hat der Mann eine Agenda? Wieso muss jeder eine Agenda haben?


Muß er nicht, stimmt. Ich hätte ihm jetzt mal ganz kühn "Geschlechtergleichberechtigung in muslimisch geprägten Ländern" unterstellt. Aber ich hätte auch "Meinung" schreiben können.

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Oxford
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 21:46                                  +/-

Euseppus

Sogar gegenüber Erhebungen, die besagen, wie viele Frauen wie stark unter Seximus und Tätlichkeiten neigen, kommt bei Dir das nachweislich und auch in diesem Forum als absolutes No-Go geltende Argument - das auch Dir als solches bekannt ist - : "Also ich erleb das völlig anders (bzw. "kenne keine Frau (klar, belästigte und vergewaltigte Frauen schmeißen mit solcherlei Erlebnissen bekanntermaßen ja um sich Mit den Augen rollen ) also kann das ja so nicht sein!" Smilie


Übrigens finde ich diese verfälschende Darstellung meiner Position nicht nur unfair, sondern ich ärgere mich richtig darüber. Der weiße Part ist eben NICHT wahr und das habe ich auch nie behauptet. Ich habe hier über Wochen versucht, das geschilderte Erleben der hiesigen Userinnen nachzuvollziehen. Erst letztes Wochenende habe ich zwei Stunden lang mit meiner Freundin über das Thema gesprochen. Ich war der advocatus diaboli. Ich habe alles, was ich hier gelernt habe, angebracht. Aber das Wenigste konnte sie in der Form nachvollziehen. Das soll nicht die Sicht und Erfahrungen hiesiger Userinnen entwerten oder schmälern. Aber es gibt eben auch andere Erfahrungswelten. Damit will ich aber auch gar nicht irgendein Problembewusstsein verringern oder kleinreden. Für mich war das hier Gelesene in der Form und Heftigkeit neu. Völlig neu. Und das für mich eigentlich Schockierende ist, dass so ein offenbar weit verbreitetes Gefühl der Diskriminierung es jetzt erst langsam auch in den Mainstream und ins öffentliche Bewusstsein schafft. Oder ich achte seit dem mehr auf entsprechende Berichte und Artikel. Das kann auch sein.

Gepostet am 12.01.2016, 21:48:

Celebrian

Äh - das nun doch nicht. Geht eher in die notallmen but yesallwomen Ecke.


Hauptsache es lässt sich in Hashstagbegrifflichkeiten einordnen Zunge

Gepostet am 12.01.2016, 21:51:

Celebrian

Also - meine Antwort wäre: Selbst wenn es tendenziell zutrifft, kann man das nicht pauschal annehmen, das wäre rassistisch bzw. widerspräche der Unschuldsvermutung. Das ist ja das bittere und trifft sich mit dem, was Du andernorts schriebst: alle Lösungen kosten ein Heidengeld. Denn wenn man irgendwie rechtsstaatlich bleiben will, geht es nur über aufwendige Aufklärungskampagnen einerseits und ausreichend Präsenz geschulter Polizei andererseits. (Okay, rigoroseres Abschieben bei Sexualdelikten wäre schon auch sinnvoll, da muß man eben entsprechend gesetzgeben. Und ich finde meine Idee, bevorzugt flüchtende Frauen einzuladen, nach wie vor nicht schlecht...)


Hier übrigens 100% agree.


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016, 22:02                                  +/-

Celebrian
Seyran Ates, Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek und weitere IslamkritikerInnen


So. Da ich hier was nicht so richtig nachvollziehen kann, hab ich mich mal schlau gemacht. Die These lautet: „die IslamkritikerInnen werden von Linken nicht ernst genommen“ bzw. als Gesprächspartner akzeptiert.

Ich gebe zu: ich kenne die von dir genannten nicht wirklich. Ich hab die Namen Ates und Kelek schon mal gehört, vermutlich hab ich die auch schon nebenher in der einen oder anderen Talk-Runde sitzen sehen.

Ich hab dann mal gegoogelt, und zwar nach „Ates "Die Linke"“ und bin bei diesem taz-Artikel von 2007 gelandet:

http://www.taz.de/!5190430/

Ich zitiere selektiv, aber hoffentlich nicht allzu verzerrend (wer will, der kann ja das ganze Interview lesen):

Zitat:
Diese verantwortungslose Multikulti-Heile-Welt-Propaganda beinhaltet auch eine Form von Rassismus. Denn diese Leute wollen, dass meine Leute, die aus der Türkei kommen, nicht hier ankommen. Sie fühlen sich selber als Deutsche unwohl und wollen deswegen auch von Ausländern, dass diese sich hier nicht integrieren. Multikultis grenzen uns auch aus.


Zitat:
…wenn Sie einen Migrationshintergrund haben, sind Sie für einen Multikulti der beste Mensch auf Erden. Aber für den Multikulti hat der Migrant immer einen geringeren Intelligenzquotienten als ein Deutscher. Sie schauen sich unsere Entwicklung an wie in einem Zoo. Nach dem Motto: Mal gucken, wie der anatolische Bauer sich entwickelt.


Zitat:
Oh ja - die Multikultis lieben mich, für die ist meine Existenz der Wahnsinn. Ich bin dazu da, diese Menschen durch mein Dasein glücklich zu machen. Aber ich muss auch in der Schublade bleiben, ich darf mich nicht entwickeln, ich muss die Ausländerin bleiben, ich bin immer die Exotin. Vor allem darf ich mich nicht als Deutsche bezeichnen. Denn das Deutschsein ist für Multikultis unerträglich.


Zitat:
Denn die Linken und Multikultis, die ich anspreche, zeigen oberlehrerhafte Tendenzen. Sie erklären uns die Welt und politische Korrektheiten, können aber keine Kritik annehmen.


Zitat:
Aber die Multikultis fördern die Entwicklung von Parallelwelten und das ist eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Wenn ich Minderheiten dabei zusehe, wie sie sich alleine entwickeln, dann betreibe ich einen Kulturchauvinismus.


Zitat:
Der Multikulti ist gegen den deutschen Staat, weil er immer das Dritte Reich vermutet. Weil der Staat gegen die Migranten ist, halten sie natürlich bedingungslos zu diesen. Alle Ausländer sind gut - sie schauen überhaupt nicht richtig hin.


Zitat:
Dann, wenn es ans Eingemachte geht, ist es mit der sonst so hochgehaltenen Nächstenliebe vorbei. Insbesondere die eigene Lebensqualität und die eigenen Kinder haben dann plötzlich Vorrang. Wenn sie erkennen, dass die eigenen Kinder in einem Problembezirk nicht gefördert werden, ziehen sie einfach weg und schicken ihren Nachwuchs in Waldorf- oder Privatschulen. Dann ist die von ihnen geschützte Parallelwelt nicht mehr gut genug.


Also ich verstehe ja noch, dass sie damals auf Promo-Tour für ihr neues Buch war, und wenn man da nicht ein bisschen auffällt, dann ist das schlecht für‘s Geschäft.

Aber jetzt mal ernsthaft: Der hamse doch ins Hirn geschissen hähö

Sie hat dort ein ganz klares Feindbild aufgebaut und mit absurden küchenpsychologischen Erklärungen ausgeschmückt. Ich sehe mich ja gar nicht als „Linken“, sondern eher als Liberalen, daher fühle ich mich gar nicht direkt angesprochen. Vielleicht meint sie eher bestimmte Teile der Linkspartei-Klientel oder so. Aber davon unabhängig muss man ja auch als Beobachter diese Pauschalisierungen und Anfeindungen nicht gut finden. Wer einen Dialog will tritt so nicht auf, meine ich.

Sie muss natürlich keinen Dialog wollen, das ist schon okay auf die Wurst zu kloppen. Aber dann kann man nicht erwarten von dem solcherart angefeindeten „Milieu“ (das es in dieser grotesk überzeichneten Form wohl eher nicht gibt) auch noch eingeladen und hofiert zu werden. Und dieses Interview ist ja schon etwas älter. Das heißt die war vor bald zehn Jahren schon krass drauf.

Sind die anderen genannten „Gesprächspartner“ auch so drauf? Dann wundert mich das Ausbleiben des Dialogs und die engere Freundschaft mit Union, AfD und Co jedenfalls nicht. Aber klaaaar, ist natürlich nur eine Reaktion auf die unsägliche Haltung der CHR CHR DIE LINKÄN und keineswegs ein Teil des Problems zwinkern


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Thuringwethil



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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 13:05                                  +/-

Guy
Mich wundert, dass sie Aufgrund der Vorfälle von Köln auf diese Idee kommen. [Verschärfung des Sexualstrafrechts]

Thanil
Die Novelle des Sexualstrafrechts ist glaube ich schon seit Monaten in der Mache. Möglicherweise will man jetzt noch ein paar Änderungen vornehmen und / oder das Ding schneller rechtskräftig machen. Aber ein direkter Zusammenhang mit Silvester besteht da glaube ich eher nicht.


So kann man's auch formulieren. Tatsächlich ist es eher so, dass das Kanzleramt (und das BMI) die Verschärfung seit Monaten blockiert hat.
[url=http://www.taz.de/!5226622]TAZ-Artikel vom 08.09.2015[/url]
Spiegel-Artikel vom 24.10.2015

Edit: Der TAZ-Artikel lässt sich irgendwie nicht direkt verlinken?


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Thanil
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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 13:14                                  +/-

…wegen des Ausrufezeichens in der URL. Doofe Sache, das. Ein Fall für den Admin.


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DMolloy



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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 13:21                                  +/-

Innerhalb der Polizei scheint es aktuell einigen Unmut in Bezug auf Köln und politische Entscheidungen in NRW zu geben: DLF: Sebastian Fiedler, Vorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter zu Köln

Hatte man aber irgendwie schon geahnt, dass man mit dem Albers nur ein Bauernopfer gefunden hat. Was kommt jetzt – gegenseitiges Schuldzuschieben?

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Thanil
Iniesta de Toto


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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 13:25                                  +/-

Zitat:
Die Innenministerkonferenz habe sich im Jahr 2008 schon mit den Fragen des Minderheitenschutzes auseinandergesetzt, sagte Fiedler im Deutschlandfunk. Natürlich gebe es Erlassregelungen, Leitlinien dazu, wie der Sprachgebrauch der Polizei auch in Nordrhein-Westfalen sein solle. In der Leitlinie stehe drin, "dass wenn es denn nicht für den Sachverhalt von besonderer Bedeutung ist, die Herkunft oder Ethnie von bestimmten Tätern nicht zu veröffentlichen sei." Dies sei noch unter dem Vorgänger des jetzigen Innenministers in die Polizei auch des Landes Nordrhein-Westfalen getragen worden.


Warum wurde die Herkunft dann nicht veröffentlicht? Das war in DIESEM Fall doch ganz offensichtlich relevant! Ergo ein Fall von „Richtlinie falsch verstanden oder falsch umgesetzt“ --> Fehler der Polizei(-sprecher).


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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 13:48                                  +/-

Ich finds ehrlich gesagt etwas müßig und in die falsche Richtung gehend, sich jetzt lang und breit über die Kommunikation der Polizei zu echauffieren. Das interessiert doch keine Sau. Es hilft auch Niemandem weiter.

Gepostet am 13.01.2016, 13:54:

So Leute, Uschi Glas spricht ein Machtwort:

Nach den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln hat sich die Schauspielerin Uschi Glas zu Wort gemeldet. Sie sprach sich klar dagegen aus, dass Frauen bei sich selbst etwas ändern. "Auf keinen Fall müssen sich Frauen jetzt anders verhalten", sagte sie dem Magazin "Bunte".

Die späteren Opfer der sexuellen Belästigungen und Diebstähle in Köln waren zum Domplatz gegangen, um Silvester zu feiern. "Was sollte daran falsch sein?", fragte Glas. "Unsere Werte" seien nicht verhandelbar.


Antwort: einfach alles. Ich hab einmal (vor ca. 10 Jahren) den Fehler gemacht, Silvester auf der Domplatte zu sein. Das war ein Kriegsschauplatz. Raketen wurden ausschließlich horizontal geschossen. Mein Kumpel hat eine in die Jacke geschossen bekommen. Das war der reinste Horror.

Dieses Credo des "ich muss das jetzt aber machen dürfen, weil Verbrechen sind verboten und deswegen darf es sie nicht geben" finde ich naiv. An keinem Platz der Welt würde man die Gegebenheiten ignorieren und bar jeden Realismus' einfach drauf losstolpern. Leute wie Uschi Glas sagen: lasst keine Vorsicht walten, Domplatte an Silvester ist wie Sommerbergwiese in den Alpen. Tja, wäre schön. Ist aber nicht so.

Gepostet am 13.01.2016, 13:55:

Ups, ich vergaß bei meinem Beitrag: #victimblaming


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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 13:56                                  +/-

Man sollte an Silvester gar nicht vor die Tür gehen, wie das in allen zivilisierten Ländern gehandhabt wird, wo man sich um Mitternacht auf einer Party umarmt, dann fallen Ballons von der Decke, es wird Auld Lang Syne gespielt und gut ist. Dieses Geballer hierzulande geht mir eh auf die Nüsse.


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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 14:01                                  +/-

Word. Nächstes Silvester wieder einsame Insel.


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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 14:52                                  +/-



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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 15:16                                  +/-

Sie sollte eine Armlänge Abstand zu diesen Typen halten. Mit gutem Beispiel voran!


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BeitragVerfasst am: 13.01.2016, 15:44                                  +/-

Fleischhauer wieder:

Wer seine Polizei dazu erzieht, sich wie Schülerlotsen zu verhalten, muss sich nicht wundern, wenn sie bei der Mob-Bekämpfung versagt. Wir brauchen nicht nur neue Abschiebegesetze, wir brauchen auch mehr Mut zum robusten Einsatz auf der Straße.


Jaja, die Polizei ist ja bekannt dafür, immer so sanftmütig zu sein. Und racial profiling betreibt sie eh auch niemals. Was für eine sinnbefreite Schwachsinnsforderung.


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